Charles Duhigg Die Macht der Gewohnheit

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Inhaltsangabe zu „Die Macht der Gewohnheit“ von Charles Duhigg

Seit kurzem versuchen Hirnforscher, Verhaltenspsychologen und Soziologen gemeinsam neue Antworten auf eine uralte Frage zu finden: Warum tun wir eigentlich, was wir tun? Was genau prägt unsere Gewohnheiten? Anhand zahlreicher Beispiele aus der Forschung wie dem Alltag erzählt Charles Duhigg von der Macht der Routine und kommt dem Mechanismus, aber auch den dunklen Seiten der Gewohnheit auf die Spur. Er erklärt, warum einige Menschen es schaffen, über Nacht mit dem Rauchen aufzuhören (und andere nicht), weshalb das Geheimnis sportlicher Höchstleistung in antrainierten Automatismen liegt und wie sich die Anonymen Alkoholiker die Macht der Gewohnheit zunutze machen. Nicht zuletzt schildert er, wie Konzerne Millionen ausgeben, um unsere Angewohnheiten für ihre Zwecke zu manipulieren. Am Ende wird eines klar: Die Macht von Gewohnheiten prägt unser Leben weit mehr, als wir es ahnen.

Zu viele, ausführliche Fallbeispiele und zu wenig echte, interessante Information. :-/

— Janine2610
Janine2610

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  • Wenn man an Veränderung glaubt

    Die Macht der Gewohnheit
    Janine2610

    Janine2610

    27. December 2013 um 21:35

    Nach dieser Lektüre ist eines auf jeden Fall klar: es gibt KEIN Patentrezept zur Änderung der eigenen (unguten) Gewohnheiten. - Wäre ja auch zu schön gewesen. ;-) Dass es mitunter harte Arbeit, Zeit und Geduld fordert, um an wirklich eingefahrenen Verhaltensweisen etwas zu verändern, ist mir jetzt ebenfalls bewusst. Leider ist dieses Buch so aufgebaut, dass hauptsächlich Beispiele von Gewohnheiten verschiedenster Menschen, Firmen, Unternehmen, Gruppen, Vereinen, etc. geschildert und beschrieben werden. - Das war mir alles oft zu viel, zu ausführlich und zu detailreich, dass es mich dann schon gelangweilt hat. Für mich waren manche Ausführungen eben einfach überflüssig. Viel mehr hätte ich gerne über das Problem der Gewohnheits>änderung< selbst gelesen. - Nur das war leider nicht. Lediglich ganz zum Schluss auf ein paar wenigen Seiten wurde dann so eine Art "Schlüssel" bzw. "Vorlage" zur Gewohnheitsänderung präsentiert. - Im Vergleich zum Seitenumfang des Buches, aber leider sehr wenig. Dieses Zitat hat es dann doch auch noch geschafft, mir intensivere Gedanken zu machen: "Wenn man an Veränderung glaubt - wenn man dies zu einer Gewohnheit macht -, wird die Veränderung real. Das ist die eigentliche Macht der Gewohnheit: die Einsicht, dass unsere Gewohnheiten nur das sind, was wir aus ihnen machen." Alles in allem habe ich mir aber trotzdem doch etwas mehr (zum Thema "Gewohnheits-Problemlösung") erwartet. Deswegen "nur" 3 Sterne.

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  • Rezension zu "Die Macht der Gewohnheit" von Charles Duhigg

    Die Macht der Gewohnheit
    hexhex

    hexhex

    21. December 2012 um 15:38

    "Die Macht der Gewohnheit" ist ein Sachbuch, ziemlich langweilig aufgemacht, mit einem Anhang von mehr als 50 Seiten mit Erklärungen zu den Fussnoten, aber spannender als so mancher Krimi. Ich habe das Buch auf Empfehlung gelesen und war begeistert. Der Autor ist Wirtschaftsredakteur und Journalist, klingt erstmal auch nicht nach einem spannenden Schreibstil, aber er hat ein Talent, Dinge interessant wiederzugeben. Duhigg zeigt anhand von vielen Beispielen, was Forscher in den letzten Jahren herausgefunden haben bzgl. Gewohnheiten. Die Gewohnheitsforschung ist noch relativ jung, viele Expererimente werden anschaulich erläutert. Da geht es um eine erfolglose Baseballmannschaft, die aufgrund von antrainierten Gewohnheiten immer erfolgreicher wird, um Raucher, die problemlos mit dem Rauchen aufhören können, wenn sie bestimmte Gewohnheiten verändern oder auch wie man aufgrund von geänderten Gewohnheiten abnehmen kann. Es werden Firmen beschrieben, die neue Produkte auf den Markt bringen wollen und daher das Verbraucherverhalten untersuchen. Wie schwierig das manchmal ist und auf den ersten Blick überhaupt nicht einleuchtet, ist einem häufig gar nicht bewußt. Ein erschreckendes Beispiel ist das Analysieren von Verbraucherdaten. Da haben Statistiker eines großen Supermarktes alle Daten ihrer Kunden zusammengetragen und rausgefunden, was schwangere Frauen während der Schwangerschaft kaufen. Am Anfang viele Vitaminpräparate, nach ein paar weiteren Monaten unparfümierte Lotionen usw. Man konnte nach dieser Analyse genau hervorsagen, welche Kunde schwanger war und verschickte dann zum richtigen Zeitpunkt Gutscheine für Windeln etc., um die Frauen an den Laden zu binden. Das ging so weit, dass sich ein Vater beschwerte, weil seine Tochter ständig Werbung für Babysachen bekam, aber doch gar nicht schwanger wäre. Da wußte das Unternehmen mehr als der Vater, der zwei Wochen später auch feststellte, dass da Nachwuchs unterwegs war. Ein gutes Beispiel, wie man aus vielen kleinen Puzzleteilchen ein Ganzes werden läßt und es für sich nutzen kann. Ich hoffe, dieses Buch fällt noch vielen anderen Lesern in die Hände, denn es wäre schade, wenn es in den Regalen der Buchhandlungen einstauben würde.

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  • Rezension zu "Die Macht der Gewohnheit" von Charles Duhigg

    Die Macht der Gewohnheit
    HeikeG

    HeikeG

    29. September 2012 um 11:39

    Was zum Teufel ist Wasser? . "Schwimmen zwei junge Fische daher und treffen auf einen älteren Fisch, der in die andere Richtung schwimmt, ihnen zunickt und sagt: 'Morgen, Jungs. Wie ist das Wasser?' Und die beiden jungen Fische schwimmen noch ein bisschen, bis der eine schließlich zum andern herübersieht und sagt: 'Was zum Teufel ist Wasser'?" (David Foster Wallace) "Unser ganzes Leben setzt sich, soweit es eine bestimmte Form hat, aus einer Anzahl von Gewohnheiten zusammen", schrieb 1892 der US-amerikanische Psychologe und Philosoph William James. Wir mögen zwar der Ansicht sein, dass die meisten Entscheidungen, die wir jeden Tag treffen, sich wie das Resultat sorgfältiger Abwägungsprozesse anfühlen, aber hier erliegen wir einem Trugschluss. Über 40% unserer täglichen Handlungen geruhen eben nicht auf bewussten Entscheidungen, sondern sind Gewohnheiten. Diese "prägen unser Leben viel stärker, als wir uns bewusst sind - tatsächlich sind so wirkmächtig, dass sie unser Gehirn dazu bringen, unter Ausschluss von allem anderen, sogar des gesunden Menschenverstandes, an ihnen festzuhalten." . Charles Duhigg, der als Wirtschaftsredakteur und investigativer Journalist für die New York Times arbeitet, hat sich genau dieser Sache angenommen. Sein Buch, dass sich in drei Teile gliedert, hangelt sich konsequent an einem roten Faden entlang, einer zentralen These: dass sich Gewohnheiten (die zumeist einen fahlen Beigeschmack haben wie zum Beispiel das Rauchen, übermäßiger Alkoholgenuss, Nägel kauen etc.) ändern lassen, wenn wir verstehen, wie sie funktionieren. Dabei stützt er sich auf Hunderte von wissenschaftlichen Studien, auf Interviews mit über dreihundert Wissenschaftlern und Führungskräften, und auf Forschungen, die von Dutzenden Unternehmen durchgeführt wurden. Der erste Teil konzentriert sich auf die Frage, wie sich Gewohnheiten in unserem Leben bilden. Er befasst sich mit den neuronalen Grundlagen, mit der Frage, wie man sich neue Gewohnheiten aneignet und bestehende verändert. Im zweiten Teil beschäftigt sich Duhigg mit den Gewohnheiten erfolgreicher Unternehmen und Organisationen, im dritten Teil mit denen von Gesellschaften. . "Gewohnheiten, so sagen Wissenschaftler, entstehen, weil das Gehirn ständig nach Wegen sucht, um sich weniger anzustrengen. Sich selbst überlassen, versucht das Gehirn praktische jede Routine in eine Gewohnheit zu verwandeln, weil Gewohnheiten unserem Geist erlauben, häufiger herunterzufahren.", so Duhigg. Der Autor beschreibt umfassend diesen dreiteiligen neuronalen Prozess, der aus einem Auslöser, der das Gehirn auffordert, in einen automatischen Modus umzuschalten, und ihm sagt, welche Gewohnheiten es aktivieren soll, einer darauffolgenden Routine, die körperlicher, mentaler oder emotionaler Natur sein kann und letztendlich einer Belohnung besteht, die unserem Gehirn hilft, zu entscheiden, ob es sich lohnt, sich diese Schleife für die Zukunft zu merken. Auslösereiz und Belohnung werden dabei immer enger miteinander verschränkt, bis ein starkes Gefühl der Antizipation und des Verlangens entsteht. Und am Ende bildet sich ein schlecht zu lösender Automatisierungsprozess - die Gewohnheit - aus. . Auf über 300 Seiten erläutert Duhigg dies an zahlreichen Fallbeispielen. Und genau dabei liegt die Krux des Buches. Weniger ist manchmal mehr, fällt einem beim seinen zum Teil ausufernden Beschreibungen ein. Der Autor springt von einem Beispiel zum nächsten, um hernach wieder von vorn zu beginnen. Beinahe minutiös hält er sich an seinen Praxisbeispielen auf, verfolgt jeden Erfolg oder Misserfolg seiner betrachteten Probanden und reizt dies schier unerschöpflich aus. Dies tut dem Buch keinen Gefallen, sondern zieht es nur mühsam in die Länge. Die Quintessenz seines Werkes, dass nämlich Gewohnheiten, auch wenn wir sie in unserer Psyche fest verankert haben, durchaus ignoriert, verändert oder ersetzt werden können, wenn auch mit zuweilen immenser Anstrengung und Willenskraft, geht dabei fast unter. Eines ist jedoch klar und hier darf noch einmal William James aus seinem Meisterwerk "The Principles of Psychology" zitiert werden: Wasser "höhlt für sich selbst einen Kanal aus, der immer breiter und tiefer wird; und wenn es, nachdem es zwischenzeitlich versiegt ist, erneut fließt, folgt es dem Weg, den es sich selbst zuvor bahnte." Also: Schwimmen Sie endlich los!

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