Charles F. Ramuz Die große Angst in den Bergen

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Inhaltsangabe zu „Die große Angst in den Bergen“ von Charles F. Ramuz

„WIR LIEBEN DIE WELT, ABER DIE WELT LIEBT UNS NICHT, DAS IST DIE GROßE TRAGÖDIE.“
RAMUZ

Ein Thriller elementaren Grauens.

Nur den Alten im Dorf steht die Katastrophe von einst noch lebhaft vor Augen. Sie warnen. Der Bürgermeister aber hat die Jungen auf seiner Seite, und so beschließt die Gemeindeversammlung, die hochgelegene Weide endlich wieder gewinnbringend zu nutzen. Nach der Schneeschmelze ziehen sieben Sennen nach Sassenaire hinauf. Doch schon bahnt sich Unheil an: Eine Seuche bricht aus, die Sennen sind zu strikter Quarantäne gezwungen, einer nach dem andern erliegt der Angst oder verfällt dem Wahnsinn.

Charles Ferdinand Ramuz (1878-1947) gilt als bedeutendster Vertreter der Schweizer Literatur in französischer Sprache. Bekannt wurde er durch seinen Roman “Die große Angst in den Bergen” (1926) und durch seine Zusammenarbeit mit Igor Strawinsky. Zu seinen wichtigsten Werken zählen “Aline”, “Die Geschichte vom Soldaten”, “Farinet” und “Derborence”.

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  • Rezension zu "Die große Angst in den Bergen" von Charles F. Ramuz

    Die große Angst in den Bergen

    Leserrezension2010

    24. August 2010 um 18:42

    H26 Die große Angst in den Bergen von Ch. F. Ramuz Kategorie: Hörbuch gelesen von Christian Brückner Bis vor wenigen Jahren noch führten Hörbücher ein Nischendasein, doch mittlerweile erscheint kaum ein halbwegs erfolgversprechendes Buch, das nicht gleichzeitig eine Audioversion im Schlepptau mit sich führt. Doch manche dieser Audiobooks sind weit mehr als nur ein Anhängsel einer papiernen Neuerscheinung: Sie sind ein Erlebnis ganz eigener Art. ‚Die große Angst in den Bergen’ von Charles Ferdinand Ramuz ist ein solches Erlebnis. Zwanzig Jahre, nachdem sich ein schreckliches Unheil auf der Alp Sasseneire ereignete, beschließt die nächste Generation gegen den Willen der Alten, wieder Vieh dort hinaufzutreiben. Und das Unfassbare geschieht erneut: Eine Seuche ergreift die Kühe, die Sennen dürfen die Alp nicht verlassen und das Dorf wird von neuem von furchtbaren Unglücksfällen erfasst. Was sich für uns rational denkende, moderne Menschen nur als eine Verkettung verhängnisvoller Ereignisse darstellen mag, ist für die Bewohner dieses Dorfes die Heimsuchung des Unbekannten, die Bestrafung dafür, dass sie ein verbotenes Stück Land erneut aufgesucht haben. Christian Brückner liest diese Geschichte – und wie er sie liest. Stellenweise vorsichtig, zögerlich, fast leise erzählt er, um dann unvermittelt wieder hervorzubrechen mit seiner rauen, etwas heiser klingenden Stimme. All das Grauen, das Unheil, das nur darauf zu warten scheint, über das kleine Dorf hereinzubrechen, hört, nein, man beginnt es zu fühlen, wenn er spricht. Es ist meisterhaft, wie seine Stimme, obwohl unverwechselbar, den unterschiedlichen Charakteren ihre Besonderheit verleiht: den Männern auf der Alp; dem unheimlichen Klu, der etwas zu verbergen scheint; Joseph, dem Liebenden, voller Verzweiflung und Sehnsucht nach seiner Braut; Bartholomä, der trotz Furcht vor dem was da kommen mag, voller Zuversicht an den Schutz seines Papieres glaubt, das er um den Hals hängen hat. Irgendetwas ist da in diesen Bergen, es wartet – und Christian Brückner bringt es einem so nahe, dass es einen schaudert und fröstelt. Schlicht und einfach: GENIAL!

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  • Rezension zu "Die große Angst in den Bergen" von Charles F. Ramuz

    Die große Angst in den Bergen

    Xirxe

    24. August 2010 um 18:08

    Bis vor wenigen Jahren noch führten Hörbücher ein Nischendasein, doch mittlerweile erscheint kaum ein halbwegs erfolgversprechendes Buch, das nicht gleichzeitig eine Audioversion im Schlepptau mit sich führt. Doch manche dieser Audiobooks sind weit mehr als nur ein Anhängsel einer papiernen Neuerscheinung: Sie sind ein Erlebnis ganz eigener Art. ‚Die große Angst in den Bergen’ von Charles Ferdinand Ramuz ist ein solches Erlebnis. Zwanzig Jahre, nachdem sich ein schreckliches Unheil auf der Alp Sasseneire ereignete, beschließt die nächste Generation gegen den Willen der Alten, wieder Vieh dort hinaufzutreiben. Und das Unfassbare geschieht erneut: Eine Seuche ergreift die Kühe, die Sennen dürfen die Alp nicht verlassen und das Dorf wird von neuem von furchtbaren Unglücksfällen erfasst. Was sich für uns rational denkende, moderne Menschen nur als eine Verkettung verhängnisvoller Ereignisse darstellen mag, ist für die Bewohner dieses Dorfes die Heimsuchung des Unbekannten, die Bestrafung dafür, dass sie ein verbotenes Stück Land erneut aufgesucht haben. Christian Brückner liest diese Geschichte – und wie er sie liest. Stellenweise vorsichtig, zögerlich, fast leise erzählt er, um dann unvermittelt wieder hervorzubrechen mit seiner rauen, etwas heiser klingenden Stimme. All das Grauen, das Unheil, das nur darauf zu warten scheint, über das kleine Dorf hereinzubrechen, hört, nein, man beginnt es zu fühlen, wenn er spricht. Es ist meisterhaft, wie seine Stimme, obwohl unverwechselbar, den unterschiedlichen Charakteren ihre Besonderheit verleiht: den Männern auf der Alp; dem unheimlichen Klu, der etwas zu verbergen scheint; Joseph, dem Liebenden, voller Verzweiflung und Sehnsucht nach seiner Braut; Bartholomä, der trotz Furcht vor dem was da kommen mag, voller Zuversicht an den Schutz seines Papieres glaubt, das er um den Hals hängen hat. Irgendetwas ist da in diesen Bergen, es wartet – und Christian Brückner bringt es einem so nahe, dass es einen schaudert und fröstelt. Schlicht und einfach: GENIAL!

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