Charles Ferdinand Ramuz

 4,1 Sterne bei 12 Bewertungen
Autor von Aline, Aline und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Charles Ferdinand Ramuz

Charles Ferdinand Ramuz (1878-1947 Lausanne) ist einer der bedeutendsten Autoren der französischen Schweiz. Obwohl seine Romane und Erzählungen, mit denen er ab 1905 an die Öffentlichkeit trat, meist im ländlichen Milieu des Waadtlandes spielen, erfuhr er dafür auch in der Pariser Szene der modernen Literaten große Anerkennung. So verband ihn beispielsweise eine herzliche Beziehung mit André Gide, Paul Valéry, Paul Claudel und anderen. Zu seinen Hauptwerken gehören die Romane «Aline» (1905), «Aimé Pachet, peintre vaudois» (1911), «Vie de Samuel Belet» (1913), «La Guerre dans le Haut-Pays» (1915), «La Grande Peur dans la montagne» (1925), «Farinet ou la Fausse Monnaie» (1932), «Derborance» (1934), die Essaybände «Taille de l’homme» (1933), «Question» (1935), «Besoin de grandeur» (1936) und «Paris, notes d’un Vaudois» (1938). 1929-1931 war Ramuz zu - dem Mitherausgeber der Lausanner Wochenzeitschrift «Aujourd’hui».

Quelle: Verlag / vlb

Neue Bücher

Cover des Buches Derborence (ISBN: 9783857914393)

Derborence

Neu erschienen am 11.03.2021 als Hardcover bei Limmat.

Alle Bücher von Charles Ferdinand Ramuz

Cover des Buches Aline (ISBN: 9783857918711)

Aline

 (2)
Erschienen am 11.04.2019
Cover des Buches Die große Angst in den Bergen (ISBN: 9783312004454)

Die große Angst in den Bergen

 (2)
Erschienen am 07.09.2009
Cover des Buches Farinet oder das falsche Geld (ISBN: 9783857914409)

Farinet oder das falsche Geld

 (1)
Erschienen am 19.02.2016
Cover des Buches Die Trennung der Rassen (ISBN: B002C5LXP2)

Die Trennung der Rassen

 (1)
Erschienen am 01.01.1985
Cover des Buches Der Bursche aus Savoyen (ISBN: 9783857911682)

Der Bursche aus Savoyen

 (0)
Erschienen am 01.01.1990
Cover des Buches Derborence (ISBN: 9783857914393)

Derborence

 (0)
Erschienen am 11.03.2021

Neue Rezensionen zu Charles Ferdinand Ramuz

Cover des Buches Die Trennung der Rassen (ISBN: B002C5LXP2)S

Rezension zu "Die Trennung der Rassen" von Charles Ferdinand Ramuz

Arbeit am Mythos
sKnaerzlevor 2 Monaten

Was passiert, wenn sich die Menschen hüben und drüben des Berges plötzlich begegnen?

Man bemerkt natürlich, wie unterschiedlich man ist (Religion) und wie ähnlich (LIebe).

Auffällig ist die Sprache des Romans, die mit vielen Wiederholungen einen Märchenton imitiert, so dass man das Gefühl hat, hier eine allgemeingültige Parabel zu lesen. 

Die Frage, ob es zu Gewalt zwischen den Fremden kommt, zieht sich durch die ganze Erzählung. Vorerst wird der Krieg aber noch nicht erklärt.

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Cover des Buches Aline (ISBN: 9783857918711)aus-erlesens avatar

Rezension zu "Aline" von Charles Ferdinand Ramuz

Schicksalssommer eines Teenagers
aus-erlesenvor 2 Jahren

Ein Schweizer Bergdorf am Beginn des 20. Jahrhunderts. Hier oben ist man nicht dem lieben Gott näher, weil es schon immer so war, sondern liegt generell dem Paradies zu Füßen. Die Sonne brennt gerade in den Sommermonaten erbarmungslos hinab. Im Aus dem Staub des Weges schält sich für Julien, der gerade das Gras mit der Sense mäht Aline heraus. Siebzehn Jahr, blond, sommersprossig. Diebeiden kommen ins Gespräch. Bald schon macht er ihr den Hof, schenkt ihr Ohrringe, sie büchst des Abends öfter mal aus, was ihrer Mutter Henriette überhaupt nicht schmeckt. Was will man machen, wenn die Liebe die Fauna in der Körpermitte zum Beben, zumindest aber jedoch zum Kribbeln bringt. 
Auch Julien, der Sohn des Ammanns, in der Schweiz der Bürgermeister, ist ganz hin und weg von Aline. Vor allem gefällt ihm aber die Vorstellung die Macht zu besitzen Aline dirigieren zu können. Ein Spaß für den Hallodri, der den Wert einer Liebe und die seines (zukünftigen) Besitzes nicht zu schätzen weiß. Denn die Liebe des armen Dinges (Aline) ist größer als seine Zuneigung zu einer Person je sein kann. Er nimmt sich, was er braucht. Sie bekommt … ein Kind. Von Julien. Welch Glück! Welch Glück? Was für ein Glück? Das Kind ist unterwegs, ist da. Und Julien ist weg. 
In solch einer misslichen Lage hilft nur noch die Familie. Hier wird man aufgefangen. Doch Aline hat auch hier eine Niete in der Lotterie des Lebens gezogen. Henriette ist nicht nur nicht erfreut über den unerwarteten Familienzuwachs, sie weist Aline auch gleich die Tür. Das ganze Dorf zerfetzt sich das Maul über das ungebührliche Benehmen von Aline. Von Julien, diese bittere Medizin hat Aline schon geschluckt, ist erst recht nichts zu erwarten. Er hatte seinen Spaß, von Verantwortung will er nichts mehr wissen. Die Dorfgemeinschaft ist sich einig, wenn der Großpapa des Bastards die wichtigste und einflussreichste Person im Ort ist, fließen aus seinem Munde nur Wahrheit und Reinheit. Aline ist allein mit der Frucht ihrer Lenden. Am Ende ihres Martyriums ist sie aber noch lange nicht. Das soll sich noch viel tragischer gestalten …
Charles-Ferdinand Ramuz gehört zu den bedeutendsten Schweizer Schriftstellern französischer Zunge. Sein Konterfei ziert den 200-Franken-Schein. Mit seinem Roman „Aline“ haderte er. Schon kurz nach der Erstfassung überarbeitete er ihn immer wieder, kürzte, feilte am Stil. Das Ergebnis zieht den Leser van Anfang an in seinen Bann. Die so wunderbar unschuldige, naive Aline und der sicher keinen Deut intelligentere Julien sind Personen, die man mag. Bis Julien sein wahres Gesicht zeigt. Ein feiger Jüngling, der sich hinter dem Rockzipfel der Mama verstecken kann so lang er will und der sich der unbedingten Zuneigung Papas sicher sein kann. Und Aline? Völlig entblößt sieht sie einer Zukunft entgegen, die keine Fröhlichkeit erlaubt. Der klare Stil Ramuz‘ schafft einen Mikrokosmos einer schweizerischen Dorfgemeinschaft, die sich nicht gerade mit Ruhm bekleckert. Leser werden in einen Sog aus Idylle und Verachtung gezogen, aus dem man nicht so schnell entkommt.

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Cover des Buches Aline (ISBN: 9783719308667)CrazycolorTigers avatar

Rezension zu "Aline" von Charles Ferdinand Ramuz

Ein Buch aus dem Französischunterricht
CrazycolorTigervor 4 Jahren

In dem Buch geht es um die Liebe zwischen Julien und Aline. Die Liebe muss geheim gehalten werden, da ein kleines Dorf Gerüchte sehr schnell verbreiten kann. Schnell wird Julien und Aline klar, dass es kein Kinderspiel wird, die Liebe aufrechtzuerhalten. 


Ich habe das Buch auf Französisch gelesen, da es für den Unterricht ist. Das Buch ist von der Sprache her anspruchsvoll, jedoch nicht unverständlich. 
Die Geschichte hat sehr spannend begonnen, doch nach der Hälfte fragt man sich nur noch, was gerade geschehen ist. Das Ende finde ich sehr speziell und ist nicht unbedingt mein Geschmack. Es hat auch viele Wörter, die man wirklich übersetzen muss, um die Geschichte verstehen zu können. 
Ein Drama über die Liebe. 

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