Charles Foster Der Geschmack von Laub und Erde

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Inhaltsangabe zu „Der Geschmack von Laub und Erde“ von Charles Foster

Was fühlt ein Tier, wie lebt es und wie nimmt es seine Umwelt wahr? Um das herauszufinden, tritt Charles Foster ein faszinierendes Experiment an. Er schlüpft in die Rolle von fünf verschiedenen Tierarten: Dachs, Otter, Fuchs, Rothirsch und Mauersegler. Er haust in einem Bau unter der Erde, schnappt mit den Zähnen nach Fischen in einem Fluss und durchstöbert Mülltonnen auf der Suche nach Nahrung. Er schärft seine Sinne, wird zum nachtaktiven Lebewesen, beschreibt wie ein Weinkenner die unterschiedlichen »Terroirs« von Würmern und wie sich der Duft der Erde in den verschiedenen Jahreszeiten verändert. In die scharfsinnige und witzige Schilderung seiner skurrilen Erfahrungen lässt er wissenswerte Fakten einfließen und stellt sie in den Kontext philosophischer Themen. Letztendlich geht es dabei auch um die eine Frage: Was es bedeutet, Mensch zu sein.

Was ein Hirsch - und welch ein selbstgefälliger Pseudointellektualismus in armseligen Selbstbeweihräucherungsposen ...

— Tintensport

Interessantes und spannendes Buch über uns Menschen und die (Un-)Möglichkeit, mit Tieren in Beziehung zu treten.

— Bernhard_Hampp

Breche ab, nicht meines, zu viel Schamanismus😄

— thursdaynext

Exzentrische, außergewöhnliche und skurrile Erfahrungen und Methoden bei der Beobachtung und Verstehen vom Gefühlsleben bestimmter Tiere.

— Bücherfüllhorn-Blog

Definitiv mal etwas anderes. Ein interessanter Blick auf die Welt aus Tiersicht.

— coala_books

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  • Selbstgefälliger Pseudointellektualismus in armseligen Selbstbeweihräucherungsposen ...

    Der Geschmack von Laub und Erde

    Tintensport

    04. November 2017 um 02:25

    ... gegen die leider auch der hochgebildete Dozentenstatus nicht hilft.Fosters `Versuch eines literarischen Schamanismus' mutet so verkrampft, verkopft und selbstgerecht an, dass es mich graust!Das Zurück zur Natur gerät zum angestrengten Staffellauf. Pathologisch anmutende Versuche (den Hufen nachzueifern, indem man sich die Nägel wachsen lässt), passen hervorragend zur abstrusen Denke (er müsse sich damit `abfinden', dass er sich nicht mit einer Füchsin kreuzen könne).Schon als Kind scheint der Autor eine Art Hannibal-Lector-Syndrom ausgelebt zu haben (Amselkörperteile in allen Varianten im Kinderzimmer), das vom Neid auf das was das Tier zu wissen schien (und der kleine Charles Foster nicht) beseelt war; oder vielmehr getrieben ... von Zwängen - wie dem, einem Vogel ins Hirn zu schauen, ihm so nahe wie irgend möglich zu kommen ... indem er ihn tot machte und zerstückelte!?!Auch der Extremismus des Erwachsenen mutet mich noch immer nicht von Mut beseelt an, wie es andere Rezensenten schreiben. Seine Produkte des exzessiven Performings und der Drucklegung erscheinen mir vielmehr sensations-(schaffungs)-geil und Medien-anbiedernd. Und der philosophische Anstrich ist so fadenscheinig, wie er in der Beliebigkeit aller auffindbaren Allerweltsplätze wühlt. Da wird Wissen demonstriert, auf Teufel-komm-raus, bis es nur noch Geschwätzigkeit ausdünstet.Als mir von der vorgeblichen Scham (des heute angeblich geläuterten Tofu-Essers und einstigen exzessiven Jägers) berichtet wurde, die mich in ihrer selbstverliebten Koketterie an Teenager gemahnte, die sich mit ihren Straffälligkeitskatalogen gegenseitig zu übertrumpfen versuchen ... hat es mir einfach gelangt!Da mag es noch so vorbildlich erscheinen, was wir alles über Fuchs und Dachs lernen ... aber die Vorzeichen stimmen einfach nicht!Wer zurück in die Wälder geht sollte nicht nur wissen WARUM er das will, sondern vor allem WIE ... er das anstellt und sich nicht selbst so dermaßen in Tasche lügen! Natürlichkeit ... geht anders!!!Glaubwürdiges über das Zurück-zur-Natur höre man sich besser von einem angenehm nüchternen Rüdiger Nehberg an! Wer etwas tatsächlich fundietes über Schamanismus wissen will lese einen Wolf-Dieter Storl, der - mit dem nötigen selbstironischen Augenzwinkern - die Kunst des Erzählens UND Wissens beherrscht - und dies im Gegensatz zu Foster tatsächlich so meister- wie fabelhaft.Und wer etwas Wahrhaftiges und Sensationelles über die Natur lernen will, der sollte sich Peter Wohlleben - Das geheime Leben der Bäume - zu Gemüte führen. DAS nämlich IST ein Meilenstein auf dem Weg des Naturverständnisses: kundig, unaufgeregt, sensibel und von tiefer Erkenntnis - und vor allem Achtung - der Natur gegenüber beseelt.Man kann sich aber auch schlichweg life in den Wald begeben und Kopf aus! Und die Schnüss gehalten!! Und den Originalen zugehört - ohne Hintergedanken, Gemache, Geschwurbel und Gemurkse, sonst wird das nämlich nix.Denn wenn Natur eines ist und kann, dann ist es das schlichte Sein - ohne Worte - das Wachsen, Werden, Vergehen und Ruhen in sich selbst ... und ohne uns! Wir können allenfalls ehrfürchtige Zeugen sein! Mehr werden wir nie werden. DAS nämlich ist das eigentliche Geheimnis! Oder - um ganz schlicht mit Janosch zu sprechen -: Ein Vogel braucht nichts über Ornithologie zu wissen ... um fliegen zu können.

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  • Tier und Mensch

    Der Geschmack von Laub und Erde

    Bernhard_Hampp

    21. September 2017 um 07:13

    Interessantes und spannendes Buch über uns Menschen und die (Un-)Möglichkeit, mit Tieren in Beziehung zu treten.

  • Exzentrische + skurrile Erfahrungenn bei der Beobachtung /Verstehen vom Gefühlsleben der Tiere

    Der Geschmack von Laub und Erde

    Bücherfüllhorn-Blog

    18. April 2017 um 19:46

    Ein sehr außergewöhnliches Buch. Die Erfahrungen und Erforschungen die Charles Forster auf sich nahm, sind skurril und eklig. Es gibt ungewohnte Einblicke in die Gefühlswelt der Tiere. Oft fehlten mir die Worte, diese hatte der Autor umso mehr parat, und er verstand es, damit umzugehen, durchaus auch poetisch und sehr pointiert. Wenn man es versteht. Ich kann auch nur ein großes Lob an den  Übersetzer aussprechen, weil, ich gebe es zu, weil es Sätze gibt, die ich lese und auch einzelne Wörter verstehe, aber ich den ganzen Satz nicht verstehe. Vielleicht liegt es am britischen Humor, der nicht bei mir ankommt? Am Witz, an der Ironie die sich mir nicht erschließen will? Also, das Buch ist hochinteressant, aber war für mich insgesamt „schwer“ zu lesen. Ich hatte auch das Gefühl, dass der Autor oft versuchte, witzig zu sein, ich aber seinen Humor nicht im Kontext verstehen konnte. Normalerweise lese ich die meisten Bücher ratzfatz weg, aber bei diesem hier brauchte ich erheblich länger als sonst. Es lag zum einem an zwar interessanten aber auch irgendwie langatmigen Beschreibungen, es war praktisch spannungslos, und so hatte ich wenig Motivation fürs Weiterlesen. Alles in allem: Das Buch spiegelt eine Erfahrung, die so ganz und gar nicht alltäglich ist. Ich fand es schwer und etwas langatmig zu lesen, obwohl die extremen Bedingungen denen sich der Autor aussetzte, auf ihre Art und Weise unterhaltsam waren.   Also, die Sterne-Bewertung fällt mir echt schwer. Zum einen stehe ich diesen extremen Erfahrungen des Autors gegenüber, eines Autors der mir ein sehr exzentrischer Mensch zu sein scheint. Ich war mehrmals erstaunt, welche Gedankengänge zutage kamen. Zum anderen war der leider etwas langatmige und ausholende Erzählton. Ich lese Bücher, weil ich auf der Suche nach Neuem bin, nach Unbekannten Dingen und Ideen, nach etwas, von dem ich noch nie gehört habe. Und das fand ich in diesem Buch mit dieser ungewöhnlichen Denk- und Handlungsweise. Dafür gäbe es von mir 4-5 Sterne. Den Erzählstil fand ich leider überhaupt nicht spannend, sondern eher langatmig und ausschweifend. Dafür gibt es 1-2 Sterne. Es besteht natürlich die Möglichkeit, dass Wissenschaftler und Forscher dieses Buch „anders „ lesen. Aber für mich als Laie und Privatperson kann ich somit nur 3 Sterne geben. Dafür, es einfach mal gelesen und von der besonderen Sichtweise gehört zu haben.

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  • Sehr interessant!

    Der Geschmack von Laub und Erde

    himmelsschloss

    17. April 2017 um 20:07

    Als ich einen Bericht in der Zeitung über dieses Buch gelesen habe, war ich direkt neugierig und musste es lesen. Es hat mich einfach vom Prinzip her total fasziniert, dass jemand versucht wie ein Tier zu leben.Charles Foster führt wirklich ein außergewöhnliches Experiment durch und teilt seine Erfahrungen mit uns. Er versucht wie folgende Tiere zu leben:DachseFischotter FüchseRothirscheMauersegler Ich dachte zuerst es wäre ein reiner Erfahrungsbericht ohne jegliche Anatomie oder andere interessante nennenswerte Fakten über die gewissen Tierarten, aber Charles Foster hat mich positiv überrascht, da er uns viele verschiedene Einblicke gibt. Es war spannend und interessant zu lesen, wie er sich in den jeweiligen Lebensformen zurecht gefunden hat und wie er die Natur als "anderes Lebewesen" wahrgenommen hat. Man nimmt die Natur halt kriechend anders wahr, als wenn man aufrecht geht. Man nimmt Geräusche und Gerüche in und von der Natur deutlicher wahr.Nachdem ich das Buch gelesen habe und das erste mal wieder im Wald spazieren gegangen bin, habe ich versucht bewusster meine Umwelt, die Geräusche, aber auch die Tierwelt wahrzunehmen und muss sagen: Dieses Buch hat mich inspiriert und mir geholfen die Natur noch ein Stückchen mehr wertzuschätzen.Teilweise waren einige Stellen für mich sehr gewöhnungsbedürftig und evtl. sogar unglaubwürdig, aber das liegt daran das dieser Selbstversuch so unreal und so außergewöhnlich ist - das es einfach für einen völlig absurd ist. Der Schreibstil fiel mir manchmal nicht so leicht, ich hätte mir mehr Flüssigkeit und eine Portion mehr Humor gewünscht, weil es teilweise etwas "trocken" und Wissenschaftlich rüber kam. Mein Fazit:Wer Lust auf ein Sachbuch mit einem außergewöhnlichen Experiment hat, sollte dieses Buch definitiv lesen. Es war mal etwas völlig anderes und konnte mich dennoch faszinieren. 

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  • ‚Ich kaute, schleckte, würgte, schnupperte und tapste mich der Welt des Dachses entgegen.'

    Der Geschmack von Laub und Erde

    sabatayn76

    28. January 2017 um 14:15

    ‚Ich kaute, schleckte, würgte, schnupperte und tapste mich der Welt des Dachses entgegen. Manchmal hatte ich das Gefühl, ihr näher zu kommen, nur um dann festzustellen: Die Dünkelhaftigkeit dieses Gefühls implizierte, dass ich ihr ferner war denn je.‘ Inhalt: Charles Foster hat versucht, wie ein Tier zu leben. Für dieses Experiment hat er sich fünf verschiedene Spezies ausgesucht, deren Verhalten, Ernährungsweise und Sinneswahrnehmung er am eigenen Leib untersuchen und erfahren möchte: Dachse in den Black Mountains von Wales, Fischotter im Exmoor, Füchse im Londoner East End, Rothirsche im Exmoor und in den schottischen Highlands sowie Mauersegler in der Luft zwischen Oxford und Zentralafrika. In seinem Buch ‚Der Geschmack von Laub und Erde‘ erzählt der Autor nicht nur von seinen eigenen Erfahrungen, wie er versucht hat, als das jeweilige Tier zu leben, zu handeln, zu essen und zu fühlen, sondern präsentiert zudem Fakten über die Tiere, bietet Einblicke in Biologie und Neurowissenschaften, Anatomie und Physiologie, Psychologie sowie Mythologie. Mein Eindruck: Ich habe schon sehr viel über Tiere gelesen, aber ‚Der Geschmack von Laub und Erde‘ ist wahrhaft einzigartig und etwas, das ich in der Art vorher noch nie gelesen hatte. Beim Lesen war ich durchweg hin- und hergerissen zwischen Ungläubigkeit darüber, wie weit der Autor in seinen Experimenten geht, und Faszination für seinen Mut und seine Neugier, zwischen Ekel und Respekt. Dieses Gefühl ist auch nach der Lektüre geblieben: Ich bin nach wie vor nicht sicher, was ich von Foster und seinem Vorhaben halten soll. Sicher bin ich mir allerdings darüber, dass Foster etwas Unglaubliches gewagt hat und dass ich ihm dankbar bin, dass er seine Erfahrungen mit dem Leser geteilt hat, denn er hat mir durch sein Buch viel Wissen über die jeweiligen Tiere vermittelt und mir eine Welt gezeigt, die mir bislang verschlossen war. Und gewiss ist auch, dass ich in Zukunft bei jedem Dachs, Otter, Fuchs, Rothirsch und Mauersegler an Foster und ‚Der Geschmack von Laub und Erde‘ denken werde. Bisweilen habe ich beim Lesen gedacht, dass ich manche Dinge eigentlich nicht lesen und erfahren möchte, und dabei ist es bei Geschichten wie dem Essen eines Wurmes nicht hilfreich, dass der Autor stets sehr lebendig und plastisch schreibt, dass er alle Sinnesmodalitäten des Lesers anspricht, dass er den Leser vor Ort versetzt und ihn so beinahe an seinen Erlebnissen teilhaben lässt. Oft habe ich mich bei der Lektüre zudem gefragt, was für ein Mensch man sein muss, um sich den im Buch beschriebenen Erfahrungen auszusetzen und ob es ethisch korrekt ist, den 8-jährigen Sohn mit zum Leben in einem Erdloch, zum Essen von Würmern und zum Anlecken von Schnecken zu nehmen. Mein Resümee: Ein ebenso gewagtes wie beeindruckendes Experiment, bei dem der Autor an die Grenzen des Menschseins kommt, mehr und mehr zum Tier wird und den Leser in eine unglaubliche und faszinierende Welt mitnimmt.

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