Charles Frazier

 3.6 Sterne bei 82 Bewertungen
Autor von Unterwegs nach Cold Mountain, Dreizehn Monde und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Charles Frazier

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Unterwegs nach Cold Mountain

Unterwegs nach Cold Mountain

 (57)
Erschienen am 01.12.2003
Dreizehn Monde

Dreizehn Monde

 (13)
Erschienen am 05.05.2008
Ins Dunkel hinein

Ins Dunkel hinein

 (4)
Erschienen am 28.07.2014
Cold Mountain: A Novel

Cold Mountain: A Novel

 (5)
Erschienen am 31.08.2006
Thirteen Moons, 1st, First Trade Edition

Thirteen Moons, 1st, First Trade Edition

 (2)
Erschienen am 01.01.2006
Nightwoods

Nightwoods

 (0)
Erschienen am 12.06.2012
Thirteen Moons

Thirteen Moons

 (0)
Erschienen am 04.10.2007
Adventuring in the Andes

Adventuring in the Andes

 (0)
Erschienen am 01.05.1985

Neue Rezensionen zu Charles Frazier

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DaniWs avatar

Rezension zu "Thirteen Moons, 1st, First Trade Edition" von Charles Frazier

Auf der Suche nach einem Zuhause
DaniWvor 3 Jahren

Charles Fraziers "Thirteen moons" erzählt die unglaubliche Lebensgeschichte eines Mannes im Wechsel eines Jahrhunderts.
Als das Waisenkind Will Cooper zwölf ist, erhält er ein Pferd, ein Schlüssel und eine Karte und wird damit quer durch das wilde Cherokee-Land geschickt, um einem indianischen Handelsposten zu besetzen. Und während Will dort seinen einsamen Dienst verrichtet, freundet er sich mit Bear, dem Cherokee-Chef, an - es entwickelt sogar sich eine Vater-Sohn-Beziehung zwischen den beiden. Er wird später von ihm und seinen Leuten adoptiert und verliebt sich in ein Indianermädchen. Doch neben seiner eigenen Geschichte - immer auf der Suche nach einem Zuhause, Reichtum und Abenteuer - dreht sich die Welt weiter: Im Umbruch zum 20. Jahrhundert rückt die wilde Schönheit des amerikanischen Westens immer weiter in den Hintergrund und wird von Telephonen, Autos und Zügen verdrängt...
"Thirteen moons" erinnert ein wenig an "Der mit dem Wolf tanzt". Allerdings erzählt Frazier auf eine eingdringlichere Weise und erweckt so das Amerika des späten 19. Jahrhunderts zum Leben. Ein schönes Buch, um sich in der Wildnis des amerikanischen Westen zu verlieren.

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Rezension zu "Ins Dunkel hinein" von Charles Frazier

Charles Frazier ist ein begnadeter Erzähler
WinfriedStanzickvor 4 Jahren



Charles Frazier ist nicht zuletzt durch die Verfilmung seines 1997 erschienenen ersten Romans „Unterwegs nach Cold Mountain“ einer großen Öffentlichkeit bekannt geworden. Sein zweiter Roman blieb relativ unbeachtet bei uns. Doch nun ist bei Zsolnay in Wien sein dritter Roman unter dem Titel „Ins Dunkel hinein“ erschienen, der sowohl in seiner Handlung als auch in seiner sprachlichen Qualität mit dem Debüterfolg konkurrieren kann.

Der Roman spielt in den sechziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts im ländlichen North Carolina, der Heimat von Charles Frazier, wo er auch die beiden ersten Bücher ansiedelte. Dort lebt die Protagonistin des Romans, Luce, als eine Art Hausmeisterin in einem langsam verfallenden Sommerhaus einer wohlhabenden Familie. Sie ist mit ihrem Leben abseits der Zivilisation recht zufrieden, als eines Tages ein Sozialarbeiter an der Tür klopft, an seiner Seite zwei Kinder.

Die beiden Zwillinge Frank und Dolores haben niemanden mehr außer ihrer Tante Luce, nachdem ihre Mutter in Gegenwart der Kinder von ihrem brutalen Lebensgefährten ermordet wurde.

Obwohl sie die beiden Kinder nicht liebt, übernimmt Luce sofort die Verantwortung für die beiden völlig traumatisierten Zwillinge, zu denen sie nach einiger Zeit mit viel Geduld und phantasievollen Einfällen auch langsam durchdringt.

In diesem Kampf um die Seelen der Kinder sieht sich Luce mit zwei Männern konfrontiert, die ihre Ruhe und Einsamkeit bedrohen. Da ist zum einen der Mörder ihrer Schwester, der, aus dem Gefängnis entlassen, sich auf die Suche nach den Kindern macht, weil er sie als Zeugen beseitigen, und zuvor etwas von ihnen  über den Verbleib der Beute eines Raubüberfalls zu erfahren  hofft.

Und da ist der junge Stubblefield, der eines Tages in seinen Heimatort zurückkommt, und in Luce die Frau wiedererkennt, in die er als Teenager verliebt war.

Sämtliche Personen in Fraziers Roman sind ihrer Persönlichkeit auf die eine oder andere Weise beschädigt, können sich im normalen Alltagsleben wenig bis gar nicht zurechtfinden. Und doch lässt Frazier ihre Panzer aufbrechen, lässt sie sich langsam öffnen durch einen Prozess, der faszinierend ist. Denn aus der zunächst bloßen Fürsorge für andere wächst so etwas wie echte Liebe, die auch schwerste Vergangenheit zu heilen in der Lage ist.

Charles Frazier ist ein begnadeter Erzähler, der mit einer leichten, reichen Sprache Landschaften und  Figuren erschafft, die das Herz des Lesers tief berühren. Ich bin kein Fachmann für Filme: aber dieses Roman hätte eine cineastische Umsetzung verdient.








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Haverss avatar

Rezension zu "Ins Dunkel hinein" von Charles Frazier

Ganz großes Kino!
Haversvor 4 Jahren

Mit seinem 1997 erschienenen und 2003 verfilmten ersten Roman „Unterwegs nach Cold Mountain“ gelang dem amerikanischen Autor Charles Frazier ein Überraschungserfolg. Der Nachfolger „Dreizehn Monde“ wurde zwar mit zahlreichen Vorschusslorbeeren bedacht, konnte aber leider an den Erfolg des Vorgängers nicht anknüpfen. Nun ist sein dritter Roman „Ins Dunkel hinein“ erschienen.

Sechziger Jahre, Handlungsort ist, wie bereits bei den beiden Vorgängern, das ländliche North Carolina, die Heimat des Autors. Fernab von jeder Zivilisation lebt dort Luce in dem langsam verrottenden Sommerhaus einer wohlhabenden Familie, die sie als Hausmeisterin angestellt hat, kümmert sich aber weniger um das Anwesen als um ihren Gemüsegarten.

Ihre selbstgewählte Isolation endet, als eines Tages ein Sozialarbeiter vor der Tür steht und zwei Kleinkinder bei ihr abliefert. Die Zwillinge Dolores und Frank sind die Kinder ihrer Schwester Lily, die von ihrem gewalttätigen Lebensgefährten in deren Beisein ermordet wurde. Sie sind traumatisiert, äußerst aggressiv und kapseln sich gegenüber der Außenwelt ab. Luce liebt sie nicht, aber sie übernimmt die Verantwortung und kümmert sich um sie.

Es braucht viel Zeit, Geduld und einige unkonventionelle Maßnahmen, bis Luce wenigstens ansatzweise zu ihnen durchdringt. Aber der nächste Rückschlag ist bereits vorprogrammiert, als der Mörder ihrer Mutter aus dem Gefängnis entlassen wird und sich auf die Suche nach den Kindern macht. Zum einen möchte er die Zeugen seiner Bluttat beseitigen, zum anderen vermutet er, dass die Zwillinge etwas über den Verbleib seiner Beute aus einem Raubüberfall wissen…

In Fraziers „Ins Dunkel hinein“ treffen ausnahmslos Menschen mit beschädigten Persönlichkeiten aufeinander. Es sind keine sozialen Wesen und jeder von ihnen ist eigentlich unfähig, sich im „normalen“ Alltagsleben zurechtzufinden. Aber im Verlauf der Handlung zeigt es sich, dass aus Fürsorge Liebe erwächst und das heilende Element ist, das die gepanzerten Seelen Stück für Stück aufbricht

Es ist die Sprache, die beeindruckt. Deren Beiläufigkeit, und die Fähigkeit des Autors, mit Worten Bilder zu malen und ganze Landstriche detailliert vor den Augen des Lesers entstehen zu lassen. Die Personen – komische Käuze, Hinterwäldler und Menschen, die die Amerikaner gerne als „white trash“ bezeichnen – passen in die Geschichte und verstärken die Atmosphäre. Ganz großes Kino!

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