Charles G. West

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Autor von The Blackfoot Trail, The Devil's Posse und weiteren Büchern.

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The Blackfoot Trail

The Blackfoot Trail

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Erschienen am 01.12.2009
Duel at Low Hawk

Duel at Low Hawk

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Erschienen am 19.03.2008
Thunder Over Lolo Pass

Thunder Over Lolo Pass

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Erschienen am 12.10.2011
A Man Called Sunday

A Man Called Sunday

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Erschienen am 05.06.2012
Outlaw

Outlaw

 (0)
Erschienen am 02.05.2006
Black Horse Creek

Black Horse Creek

 (0)
Erschienen am 04.12.2012
Lawless Prairie

Lawless Prairie

 (0)
Erschienen am 16.09.2009

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Rezension zu "The Blackfoot Trail" von Charles G. West

Charles G. West "The Blackfoot Trail" - ein Western "pur"
SiColliervor 6 Jahren

Neither white nor red are you, but a man alone. You must go your own way and follow the voices of the trees and rocks.  / Du bist weder rot noch weiß, sondern einfach ein Mensch. Du mußt Deinen eigenen Weg gehen und den Stimmen der Bäume und der Felsen folgen. (Seite 12)

Zum Inhalt
Joe Fox, dessen Eltern unbekannt sind und der bei den Blackfoot aufwuchs, hat nach dem Tod seiner Pflegeeltern ein einsames Leben als Mountain Man gewählt. So wenige haben ihn je zu Gesicht bekommen, daß er für einen Geist gehalten wird. Aber er ist immerhin so wenig ein Geist, daß er Pete und Malcolm durch die Berge hin zu einer Gruppe Verwandter führt, die auf dem Wege nach Oregon sind. Bei der Gruppe finden sie auch den undurchsichtigen Starbeau, der alles ist, nur nicht das, wofür er sich ausgibt. Als sich zwischen Callie, der Tochter eines der Siedlerpaare, und Joe Fox eine zarte Romanze anbahnt, geben die Eltern Joe unmißverständlich ihr Mißfallen zu verstehen. Als Callie in tödliche Gefahr gerät, ist guter Rat teuer.


Meine Meinung


Hach, es gibt ihn doch noch: den Western. Den richtigen Western, wenngleich anscheinend auch nur noch in Büchern. Also mit einem Bösen, der so böse ist, daß selbst der Staub auf seinem Hut schwarze Farbe hat. Einem Guten, über den sich nichts, aber auch wirklich nichts Schlimmes sagen läßt, höchstens, daß er die falsche Hautfarbe hat. Die Siedler auf ihrem Weg nach Oregon, und dazwischen ab und zu ein paar Indianer auf dem Kriegspfad. Und am Ende ein Showdown. Ein richtiger, also nicht so ein Gefasel von „Resozialisierung“, „die Kindheit ist schuld“, „aber Recht und Gesetz...“ und was weiß ich. A man like that ain’t got no right to live on this earth, and I reckon I’m the one who the cards were dealt to. (Jemand wie dieser hat kein Recht, auf dieser Erde zu leben, und ich nehme an, daß ich derjenige bin, dem das Schicksal aufgetragen hat, sich darum zu kümmern. Seite 169) Damit ist klar, was für ein Mann Joe Fox, der Mountain Man ist, nach welchen Gesichtspunkten er entscheidet und handelt, und worauf das Buch letztlich hinausläuft.

Wer mit solchem nichts anfangen kann, sollte es besser nicht lesen. Alle anderen erwartet - in Buchform - ein richtig schöner Hollywoodwestern: farbig, gewaltig, hart, mit einem richtigen Showdown - und mit einem Hollywood-Ende. Weshalb hätte ich das Buch sonst lesen wollen? ;-)

Die ganze Zeit über hatte ich für die Gestalt des Joe Fox übrigens Clint Walker vor meinem geistigen Auge, und zwar in der Rolle des Yellowstone Kelly. Zwar paßt die Beschreibung der Kleidung nicht so ganz, der Rest stimmt aber ziemlich genau. Weiß weiß, vielleicht hat der Autor beim Schreiben ja an Walker gedacht. ;-)

Zu zimperlich oder zart besaitet sollte man vielleicht auch nicht sein. Zwar werden die Gewalttaten nicht sehr ausführlich beschrieben, aber eben doch so, daß man recht genau weiß, was passiert. Und das ist das eine oder andere Mal schon ... heftig. Starbeau ist böse, richtig böse.

Zwar hatte ich zunächst etwas Bedenken wegen der Verständlichkeit, doch West schreibt gut und flüssig lesbar mit relativ wenigen Fachausdrücken. Auch die Slangdialoge konnte ich gut verfolgen. Man darf nun keine bis ins Letzte entwickelten Figuren erwarten, aber das würde zum Genre sowieso nicht passen. Ich konnte mir alles und jeden bis hin zur Landschaft gut vorstellen, das Kopfkino raste nur so dahin; bisweilen entstanden die Bilder im Kopf schneller als ich mit dem Lesen nach kam. Die Indianer spielen nur eine Nebenrolle. Für mein Empfinden wurden sie relativ neutral dargestellt, ihr Verhalten paßt zu dem, was ich aus (Sach-)Büchern über sie weiß. Die Figuren handeln (in sich) logisch und konsistent.

Alles in allem habe ich es genossen, mal nicht fernseh-, sondern buchmäßig im Wilden Westen unterwegs gewesen zu sein. Der Autor hat mich überzeugt, solche „Reisen“ künftig öfter zu unternehmen, zumal das vom heimischen Lesesessel aus sehr bequem möglich ist. Wenn ich das richtig überblicke, gibt es in deutscher Sprache nicht allzuviel in der Richtung, Charles G. West kann mE ein guter Einstieg sowohl ins Genre als auch in die Bücher des Autors sein. Weitere werden bei mir jedenfalls folgen.


Kurzfassung

Ein Western wie aus der guten alten Hollywood-Zeit. Dennoch: so könnte sich eine Geschichte abgespielt haben, damals in den Bergen irgendwo zwischen Montana und Oregon.

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