Charles Lewinsky

 4,3 Sterne bei 283 Bewertungen
Autor von Der Halbbart, Melnitz und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Charles Lewinsky

Daramaturg, Regisseur und Autor: Charles Lewinsky wurde 1946 in Zürich geboren und studierte Germanistik und Theaterwissenschaft in Zürich und Berlin, was er jedoch nie abschloss. Er arbeitete dann als Dramaturg und Regisseur an verschiedenen Theatern. 

Nachdem er als Redakteur und Ressortleiter beim Schweizer Fernsehen gearbeitet hat, widmete sich Lewinsky ab 1980 ganz dem Schreiben als freier Autor. 

Er arbeitete dann für verschiedene Unterhaltungssendungen, gestaltete Hörspiele mit, schrieb Liedtexte, Theater- und Prosatexte. 

Für seine herausragenden Werke wurde der Autor mit dem Schillerpreis der Zürcher Kantonalbank und den Grand Prix der Volksmusik ausgezeichnet. Darüber hinaus wurde er für den Schweizer- und den Deutschen Buchpreis nominiert.

Neue Bücher

Cover des Buches Melnitz (ISBN: 9783257071535)

Melnitz

 (2)
Neu erschienen am 24.03.2021 als Hardcover bei Diogenes.
Cover des Buches Sind Sie das? (ISBN: 9783257071115)

Sind Sie das?

 (1)
Neu erschienen am 24.03.2021 als Hardcover bei Diogenes.
Cover des Buches Kastelau (ISBN: 9783257245936)

Kastelau

 (1)
Neu erschienen am 24.03.2021 als Taschenbuch bei Diogenes.
Cover des Buches Gerron (ISBN: 9783257245912)

Gerron

Neu erschienen am 24.03.2021 als Taschenbuch bei Diogenes.

Alle Bücher von Charles Lewinsky

Cover des Buches Der Halbbart (ISBN: 9783257071368)

Der Halbbart

 (73)
Erschienen am 26.08.2020
Cover des Buches Melnitz (ISBN: 9783312006755)

Melnitz

 (38)
Erschienen am 14.07.2015
Cover des Buches Der Stotterer (ISBN: 9783257070675)

Der Stotterer

 (26)
Erschienen am 20.03.2019
Cover des Buches Andersen (ISBN: 9783423146456)

Andersen

 (21)
Erschienen am 20.07.2018
Cover des Buches Kastelau (ISBN: 9783423144650)

Kastelau

 (21)
Erschienen am 18.12.2015
Cover des Buches Gerron (ISBN: 9783423142502)

Gerron

 (17)
Erschienen am 01.10.2013
Cover des Buches Gerron (ISBN: B005ER48WU)

Gerron

 (12)
Erschienen am 29.08.2011
Cover des Buches Ein ganz gewöhnlicher Jude (ISBN: 9783867890052)

Ein ganz gewöhnlicher Jude

 (9)
Erschienen am 01.03.2007

Neue Rezensionen zu Charles Lewinsky

Cover des Buches Melnitz (ISBN: 9783257071535)Tausendléxis avatar

Rezension zu "Melnitz" von Charles Lewinsky

Auf der Suche nach Erfolg und Anerkennung
Tausendléxivor 13 Tagen

Eine jüdische Familiensaga vor dem Hintergrund der Schweizer Geschichte in den Jahren 1871 bis 1945.

Die Familiengeschichte beginnt mit dem stolzen Viehhändler Salomon Meijer in Endingen. Der dort ehrliche Geschäfte betreibt, wie gern behauptet. Hinzu kommt der Verwandte Janki, der bei der Familie von Salomon Meijer, Unterkunft und Frau findet. Janki will hoch hinaus, er ist ein Mann mit großem Geschäftssinn und eröffnet einen Laden für feines Tuch und edle Stoffe. Die Rechnung geht zuerst etwas schwerfällig auf. Doch die Nachfahren von Salomon Meijer werden zum Beispiel der erste Warenhausbesitzer Zürichs, ein Arzt, ein Landwirt oder gar ein Zionist. Der Chronist ist, der längst verstorbene doch immer wieder mahnend auftauchende Onkel Melnitz. Er begleitet die Familie über fünf Generationen lang und beobachtet wie seine Verwandten um Erfolg und Akzeptanz ringen. Bis hin zu der Zeit als die Welt so sehr aus den Fugen gerät und den Juden immens verstärkt nach dem Leben getrachtet wird.

Charles Lewinsky hat mit > Melnitz < eine opulente Familiensaga aufgetischt. Die Romanfiguren sind exzellent herausgearbeitet und die Begleitung durch die Jahre ist eine Freude. Auch hat der Autor es nicht an Humor fehlen lassen und dies macht so einige Geschehnisse erträglicher. Wobei die unterschwellige Ahnung immer weiter auf den Holocaust zusteuert. > Melnitz < dringt in die Tiefen des schweizerischen Antisemitismus und zeigt eine jüdische Familie, ihre Nachfahren, immer auf der Suche nach Anerkennung und Erfolg. Absolute Leseempfehlung!

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Cover des Buches Sind Sie das? (ISBN: 9783257071115)cosima73s avatar

Rezension zu "Sind Sie das?" von Charles Lewinsky

Ein humorvoller Blick auf die eigenen Geschichten
cosima73vor 2 Monaten


„Es wäre schön, wenn sich aus der gesammelten Konterbande ein Selbstbild zusammensetzte, in dem ich Dinge über mich entdecken kann, die mir vorher gar nicht bewusst waren. […] Nur eines soll es auf keinen Fall werden: eine Autobiographie.“


Den Auslöser zu diesem Buch stammt aus einer Lesung, als ein Zuhörer Charles Lewinsky fragte, ob er selber der pädophile Protagonist aus einer Geschichte sei. Diese Frage konnte er verneinen, doch in ihm wirkte die Frage weiter, wie viel von ihm selber in all seinen Büchern steckt. Eine Autobiografie sollte es aber nicht werden – aus guten Gründen:


„Das eine oder andere meiner Bücher mag vielleicht interessant sein – mein Leben ist es nicht […] Mit der bahnbrechenden Erkenntnis: „Am liebsten sass er abends neben seiner Frau auf dem Sofa“ stürmt kein Biograph die Bestsellerlisten.“


Das Stürmen der Bestsellerlisten war aber auch kein Grund für dieses Buch, denn es gab keine anvisierte Leserschaft ausser seinen drei Enkeln, denen er das Buch als Erinnerung an ihren Grossvater hinterlassen wollte.


„Mir scheint bei der Neubegegnung mit den eigenen Büchern, dass solche Zitate aus dem eigenen Leben mir immer wieder unbewusst dazu gedient haben, Erlebnisse, die ich lieber vergessen hätte, in die Quarantäne eines literarischen Textes einzusperren und damit zu neutralisieren.“


Charles Lewinsky hangelt sich entlang seiner Bücher anhand von Zitaten durch sein Leben, erzählt von den Inspirationsquellen, die Einzug hielten in sein Schreiben. Er geht dabei nicht zimperlich mit sich selber um, erzählt auch von den eigenen Verfehlungen und Missgeschicken. Aber er weist auch nochmals in aller Deutlichkeit Absichten und Gründe für einzelne Werke.


Mattscheibe war meine persönliche Abrechnung mit der Welt der Fernsehunterhaltung. Ich wollte die Dinge, die ich dort erlebt und beobachtet hatte, übertreiben und verzerren, um damit die ganze Lächerlichkeit dieses Gewerbes in parodistischer Weise sichtbar werden zu lassen. Ich fürchte, es ist mir nicht gelungen. Es gibt Dinge im Fernsehprogramm, die kann man nicht parodieren, weil sie es selber schon tun.“


Entstanden ist so ein Buch voller Erinnerungen, das sowohl durch das Erzählte wie auch die Sprache das Bild eines Menschen voller Humor, Ironie, Selbstreflexion und klarem Blick lebendig werden lässt.

Fazit:
Ein Schriftsteller sucht anhand seiner Bücher nach seinem eigenen Leben und erzählt auf humorvolle und lebendige Weise in Erinnerungen davon. Sehr empfehlenswert!

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Cover des Buches Der Halbbart (ISBN: 9783257071368)katzenminzes avatar

Rezension zu "Der Halbbart" von Charles Lewinsky

Eine Geschichte übers Geschichtenerzählen
katzenminzevor 4 Monaten

Der 12jährige Sebi lebt mit seiner Mutter und seinen beiden Brüdern in einem kleinen Dorf in Schwyz. Für die Arbeit auf dem Feld eignet er sich wenig, dafür hat er was im Kopf. Doch was soll er als Bauernsohn damit nur anfangen? Zeit darüber nachzudenken hat er kaum, denn schon bald wirbeln seine Freundschaft mit dem fremden Mann mit dem verbrannten Gesicht, den alle nur Halbbart nennen und ein Unfall bei der Waldarbeit sein junges Leben gehörig durcheinander.

Sebi nimmt uns mit in seinen Alltag. Er lässt uns am mittelalterlichen Dorfleben teilhaben, ist erstaunlich offen, was seine Zweifel und Ängste angeht und hat neben einem klugen Kopf eine ziemlich genaue Beobachtungsgabe. Leider sind die meisten seiner Zeitgenossen weit weniger friedliebend als er. Allein das normale Dorf- und Klosterleben war für mich, die ich ja nun über 800 Jahre später lebe, ziemlich interessant. 

Aber auch alles andere kann sich sehen lassen: Mal geht es im „Halbbart“ um Zukunftspläne, mal ums Erwachsenwerden, um Verletzungen und ihre Heilung, um Verbrechen und Gerechtigkeit, um Misstrauen, Gottesfurcht und Aberglauben und immer wieder um Geschichten, – erfundene und wahre - die Sebi hört und wiedergibt. Und auch wenn es mal – typisch mittelalterlich – recht grausam zugeht, gleicht es sich durch Sebis reflektierte, nachdenkliche und sehr mitfühlende Sichtweise auf diese Dinge gut aus.

Mit den erfundene und wahren Geschichten ist es so eine Sache: Denn so mache Begebenheit im Roman wie der Marchenstreit und der Sturm auf das Kloster Einsiedeln sind wirklich passiert. Auch das Ende des Romans bekommt nach einer kleinen nachträglichen Wikipedialektion in Schwyzer Geschichte nochmal eine ganz andere Ebene, die mich das Buch nun noch mehr schätzen lässt. Beim lesen könnte man alles für reine Fiktion halten. Das spricht zwar für Lewinskys durchweg lebendige Erzählweise, aber ein bisschen schade ist die fehlende Einordnung doch.

Ich mochten diesem Roman sehr! Mal traurig und grausam, mal lustig und hoffnungsvoll kommt diese Geschichte voller Geschichten daher. Wunderbar geschrieben und gespickt mit vielen kleinen Weisheiten hätte ich hier noch ewig weiterlesen können.

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Gespräche aus der Community

Es ist das Jahr 1313. Das Leben ist hart, vor allem auf dem Lande, wo der Kampf ums Überleben das Einzige ist, was wirklich zählt. In dieser rauen Umgebung stellt der junge Sebi etwas Besonderes dar. Er ist dazu berufen, Geschichten zu erzählen. Eines Tages trifft er den wunderlichen Halbbart, einen Fremden, der ihm hilft, seinen Platz im Leben zu finden. In unserer Literatursalon-Leserunde könnt ihr den neuen, großartigen Roman von Charles Lewinsky lesen, der aktuell auf der Longlist
zum Deutschen Buchpreis 2020 steht.

"Wie der Halbbart zu uns gekommen ist, weiß keiner zu sagen, von einem Tag auf den anderen war er einfach da."

Möchtet ihr das Mittelalter aus einer anderen Perspektive betrachten? Aus der Perspektiven eines Jungen, der dazu geboren wurde, Geschichten zu erzählen?

Dann bewerbt euch für eins von 50 Exemplaren von "Der Halbbart", die wir zusammen mit Diogenes für unsere Leserunde im Literatursalon verlosen.

Wenn ihr diesen erstklassigen historischen Roman lesen und euch darüber austauschen wollt, dann bewerbt* euch bis zum 30.08.2020, indem ihr die folgende Frage über unser Bewerbungsformular beantwortet:

Sebi hört und erfindet Geschichten, um seine Welt besser zu verstehen. Was hilft euch, unsere Welt besser zu verstehen? Seid ihr eher Geschichtenerzähler, oder hört ihr lieber gern? Oder habt ihr eine andere Art, die Welt zu begreifen?

Ich bin schon jetzt sehr neugierig auf eure Antworten und wünsche euch viel Glück!

*Bitte beachtet vor eurer Bewerbung unsere Richtlinien für Buchverlosungen und Leserunden.

Wenn ihr keine Aktionen von Diogenes verpassen wollt, dann folgt der Verlagsseite.

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