Charles Lewinsky Andersen

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Inhaltsangabe zu „Andersen“ von Charles Lewinsky

Jonas war ein seltsames Baby. Er weinte selten, übte wie besessen motorische Fähigkeiten; und seine Eltern glaubten sogar manchmal, den wissenden Blick eines Greises in seinem Gesicht zu entdecken. Wie wahr diese Vermutung ist, ahnen sie nicht. Schon als Kleinkind setzt Jonas alles daran, seine Flucht zu planen, ohne dabei aufzufliegen. Als er jedoch ein einziges Mal einen Menschen zum Freund haben will, ist sein Schicksal besiegelt: denn eine Regung des Guten erträgt das Böse nicht. Rasant, klug und mit gerissenem Witz erzählt Charles Lewinsky die Geschichte eines Mannes, der eine zweite Chance bekommt. Und eine dritte. Wie er sie nutzt, lässt das Blut bis in die nächste Generation gefrieren.

Höchst ungewöhliche Geschichte, finster, seltsam, toll erzählt.

— sursulapitschi
sursulapitschi

Was für ein großartiger Plot!

— Buecherwurm1973
Buecherwurm1973

Hat mich begeistert. Interessanter Plot und für mich am Ende eine gewichtige Botschaft.

— fantafee
fantafee

Genial. Muss man gelesen haben

— astridkorten
astridkorten

Einfach genial dieses Buch!

— Manfi
Manfi

Fantastisch konstruierter Plot, exzellent erzählt - gehört zu den Top-Romanen des Jahres 2016.

— JoBerlin
JoBerlin

Ein äußerst reizvoller origineller Ansatz den Charles Lewinsky hier wählt.

— JulesBarrois
JulesBarrois

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  • Von der ersten Seite an sprachlich und inhaltlich packend

    Andersen
    michael_lehmann-pape

    michael_lehmann-pape

    16. June 2016 um 08:18

    Von der ersten Seite an sprachlich und inhaltlich packendTeils lapidar mit ganz einfach strukturierten Sätzen, teils intensiv bildkräftig, immer aber emotional den Leser mitten hineinnehmend, so setzt Lewinsky in diesem ganz originären, von der Geschichte her andersartigen Roman seine eloquenten, sprachlichen Fähigkeiten ein.Wobei umgehend auch auf die bestens treffende Umsetzung der Ereignisse im Titelbild des Buches hingewiesen werden muss. Selten trifft das Cover eines Buches so punktgenau den Inhalt.„Ich habe beschlossen, Andersen zu sein. Ich bin Andersen, ich gehe aus der Tür. Und dann: nichts“.Erst einmal.Denn jener Andersen, der nicht immer Andersen war, ist ja da. Wie er mit Befremden zunächst feststellt. In totaler Dunkelheit. Ohne Orientierungsmöglichkeit. Aber hört er nicht leichten Wellengang? Sind da nicht, wie durch eine dicke Membran gedämpft, Stimmen? Auch Musik?„Hat mich eine Kugel getroffen? Wir sind im Krieg!“.Langsam, ganz langsam kehrt sein Bewusstsein zurück. Und plötzlich die Erkenntnis, dass er beide Hände besitzt. Was für Andersen eine höchst schockierende Erfahrung darstellt, denn er weiß doch, dass ihm eine Hand fehlt. Fehlte.Und er erinnert sich. Und führt den Leser mit diesen ersten Erinnerungen im Buch in eine Welt der Härte, der Brutalität, des Grauens. In die Seele eines Mannes, der nicht nur irgendwie Verhöre durchgeführt hat, sondern der ein Meister der Folter wohl gewesen ist. Doch nun, was passiert? Langsam dämmert dem Mann, besser gesagt, dem „Bündel von Erinnerungen“, das er eine zweite Chance erhalten könnte.„Wenn die Gedanken keinen Sinn ergeben, liegt es an dem, der sie denkt. Ich kann nicht glauben, was ich denke. Und wenn es doch richtig ist?“.Auf jeden Fall aber bleibt ihm noch Zeit. Sich vorzubereiten auf jene zweite Chance. Vielleicht auch auf mehr als eine Chance noch. Und Andersen wird innerlich vorbereitet sein, wenn es „losgeht“. Er, der Meister der Manipulation, skrupellos, nur strategisch, nie moralisch denkend, wird der Welt von Beginn an noch einmal und noch klarer zeigen, wo es langgeht. Wege finden, seinen Willen dem Geschehen aufzuprägen.Hin- und hergerissen folgt der Leser fasziniert dem Geschehen. Hin- und hergerissen zwischen dem Abscheu, den dieses menschliche Monster hervorruft und der Genialität, mit der Andersen mit allen Mitteln (auch zunächst, ohne sprechen zu können) alles und jeden manipuliert, „sich erzieht“.Und zwischen dieser ganz eigenen Ideenwelt Lewinskys, der eine sehr originäre Idee umsetzt, der auch den Leser mitfiebern lässt, ob aus diesem Andersen noch etwas Anderes werden könnte. Ob für jene, aus deren Perspektive Lewinsky später dann auch erzählt, Erkenntnis möglich ist und Gegenwehr.Von Beginn an bis zum Ende bleibt der Leser so innerlich dabei, folgt fasziniert dem Geschehen. In einer Sprache und einem Stil, der wie ein Sog mit hineinzieht. Auch wenn in manchen Teilend es Buches die Erinnerungen des „Andersen“ weitschweifig werden, ein stückweit zu sehr abrücken von dieser zynischen Seele, die den Hauptstrang der Erzählung bildet.Eine hervorragende Lektüre.

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  • LovelyBooks Romane-Challenge 2016: Die Challenge mit Niveau

    aba

    aba

    LovelyBooks lädt im neuen Jahr wieder zu spannenden Challenges ein.Und auf euch warten tolle Gewinne.Die anspruchsvolle Gegenwartsliteratur ist 2016 wieder dabei!Liest du gerne Bücher mit Niveau?Dann ist diese Challenge genau das Richtige für dich.15 anspruchsvolle Romane möchten wir vom 01.01.2016 bis 31.12.2016 lesen.Es gelten Bücher - Gegenwartsliteratur -, die in diesem Zeitraum erscheinen (Ersterscheinungen) und an diesem Beitrag angehängt sind.Auch Neuauflagen – 2016 erschienen - von Klassikern.Die Regeln: Melde dich mit einem kurzen Beitrag hier im Thread an. Einstig ist jederzeit möglich. Und du kannst dich jederzeit wieder abmelden. Du verpflichtest dich zu nichts. Schreibe bitte zu jedem Buch, das du für die Challenge gelesen hast, eine Rezension bei LovelyBooks, und verlinke diese in einem einzigen Beitrag in diesem Thread. Dieser Beitrag, wird von mir unter dem entsprechenden User-Namen in der Teilnehmerliste verlinkt. Das wird dein Sammelbeitrag für deine Rezensionen sein. Es gelten nur Bücher, die an diesem Beitrag angehängt sind! Bitte beachten: Die Liste der Bücher erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.Nimmst du die Herausforderung an?Unter allen Teilnehmern, die es schaffen, 15 Romane mit Niveau bis zum 31.12.2016 zu lesen und zu rezensieren, wird ein tolles Buchpaket verlost.Natürlich mit den passenden Büchern zum Thema.Ich freue mich auf viele Anmeldungen!Teilnehmer:19angelika63AgnesMAmayaRoseanushkaArizonaaspecialkateban-aislingeachBarbara62BlaetterwindblauerklausbonniereadsbooksBookfantasyXYbookgirlBuchgespenstBuchinaBuchraettinCara_EleaCaroasCorsicanacrimarestricyranaczytelniczka73Deengladia78DieBertadigraEeyoreleerinrosewellFarbwirbel FederfeeFornikaFrauGonzoFrauJottfreiegedankenfrlfrohsinngefluegeltermondGela_HKGetReadyGinevraGirl56GruenenteGwendolinahannelore259hannipalanniHeldentenorIgelaInsider2199JoBerlinK2kkatrin297krimielselenikslesebiene27LesefantasieleselealesenbirgitleseratteneuLibriHollylisibooksLiteraturmaria1Marika_RomaniaMaritzelmarpijeMartina28MauelaMercadoMiamoumiss_mesmerizednaddoochNadja_KloosnaninkaNepomurksNightflowerNilNisnispardenPetrisPocciPrinzessinAuroraschokoloko29serendipity3012SikalsofiesolveigsommerleseStefanieFreigerichtsternchennagelSumsi1990suppenfeesursulapitschiTanyBeeTintenfantasieTochterAliceumbrellavielleser18wandabluewiloberwortjongleurzeki35

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  • Und was, wenn es weiterginge?

    Andersen
    JulesBarrois

    JulesBarrois

    31. March 2016 um 14:25

    Andersen - Charles Lewinsky (Autor), 400 Seiten, Verlag Nagel & Kimche AG (14. März 2016), 24,90 €, ISBN-13: 978-3312006892 „Dunkel. Nicht das kalte, fugenlose Dunkel einer Zelle. Eine warme Dunkelheit. Ich weiss nicht, wo ich bin“. (Seite 11) Das ist der allererste Satz, den wir von Jonas, dem Ich-Erzähler, erfahren. Und erst langsam begreifen wir: Er steckt noch im Mutterbauch, ist ein Embryo. Aber ein Ungeborenes weiß doch noch nicht, was eine Zelle ist. Wie also kann er den Uterus mit einem Gefängnis vergleichen? Das ist die Grundidee hinter Andersen: ein Fötus mit den vollständigen Erinnerungen eines Erwachsenen. Und hier kommen wir zum Titel: Andersen ist ein falscher Name, seine Identität ist konstruiert, seine Biografie komplett erfunden. „Ich weiß alles, was Andersen wüsste, wenn es Andersen gäbe.“ (Seite 18) Das ist nötig, weil der Träger dieses neuen Namens, wie wir bald sehen, kurz vor Ende des Zweiten Weltkrieges die Seiten wechselte. Der Mann, der als Andersen neu beginnen will, war Verhör-, also Folterspezialist wohl bei der Gestapo (wiewohl diese Namen nicht fallen). „Ich war der Beste meines Faches“, erinnert er sich stolz, was aber unter den neuen Verhältnissen keiner wissen darf. Dieser Roman ist ein Experiment: Der Mann, der Andersen sein will, erwacht als Fötus im Bauch seiner Mutter. So etwas hat bisher noch niemand geschrieben. Ein ungeborenes Kind, das denkt und erzählt. Also ist er ein Wiedergeborener, der mit dem vollen Erkenntnis- und Erfahrungsschatz seines früheren Lebens in das neue startet. Er kommt als Jonas zur Welt, ein seltsames Baby, von dem seine Eltern manchmal sogar glauben, den wissenden Blick eines Greises in seinem Gesicht zu entdecken. Und es beginnt eine Geschichte über menschliche Niedertracht, eine Parabel über das Böse – abgründig und erschreckend. Rasant, klug und mit gerissenem Witz erzählt Charles Lewinsky die Geschichte eines Mannes, der eine zweite Chance bekommt. Und eine dritte. Wie er sie nutzt, lässt das Blut bis in die nächste Generation gefrieren. Denn eine Regung des Guten erträgt das Böse nicht. Beklemmend und komisch zugleich. Das Buch wirft bei jedem Leser automatisch Fragen auf: Woher kommen unsere Einstellungen? Wie viel Leben haben wir? Und wenn wir mehrere Leben haben, leben wir sie nebeneinander oder nacheinander? Weiß ein Leben von dem anderen? Kommen wir mit einer unauslöschlichen Vorprägung auf die Welt? Werden wir im Leben nur der, der wir schon sind? Was wäre, wenn es weiterginge? Nicht im Himmel, sondern hier auf der Erde? Ein äußerst reizvoller origineller Ansatz den Charles Lewinsky hier wählt. Und, obwohl Andersen ein ganz und gar unerfreulicher Charakter ist, wird er Sie faszinieren. Unbedingt lesen. Hier geht es direkt zum Buch auf der Seite des Hanser Verlages http://www.hanser-literaturverlage.de/buch/andersen/978-3-312-00689-2/ Fragen Sie in Ihrer örtlichen Buchhandlung nach diesem Buch. Wenn Sie in meiner Gegend „Landkreis Merzig-Wadern“ leben, dann wenden Sie sich an die Rote Zora: http://www.rotezora.de

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