Charles Lewinsky Doppelpass

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Inhaltsangabe zu „Doppelpass“ von Charles Lewinsky

Ein Fortsetzungsroman Tom Keita hat es fast geschafft: Der schwarze Fußballstar steht kurz vor seiner Einbürgerung und hat zudem das Herz der bildschönen Beinahe-Miss-Swiss Claudia erobert. Doch dann taucht sein Cousin Mike auf. Auch er möchte sein Glück in Europa machen. Allerdings ist er illegal eingereist und droht zum unschönen Fleck auf Toms blütenweißem Trikot zu werden. Tom setzt alles daran, Mikes Existenz zu verbergen. Aber dieser ist nicht gekommen, um sich verstecken zu lassen ...

Dieser Roman widerspiegelt perfekt die Medien- und Politikszene der Schweiz.

— Buecherwurm1973
Buecherwurm1973

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  • Ein ironischer Einblick in die Medien- und Politiklandschaft der Schweiz

    Doppelpass
    Buecherwurm1973

    Buecherwurm1973

    29. December 2014 um 22:32

    Tom Keita ist guineischer Fussballprofi und spielt bei einem Schweizer Verein. Er lebt mit Claudia zusammen. Sie war Finalteilnehmerin der Swiss-Miss-Wahl. Eines Nachts, sie kann nicht schlafen, entdeckt sie einen fremden Mann in ihrem Garten. Es stellt sich heraus, dass es Toms Vetter ist. Als Klara Holzer für eine Homestory Tom und Claudia besucht, wird der Vetter, der später Mike genannt wird, im Keller untergebracht. Doch Mike verhält sich nicht still. So will Claudia ihn aus dem Haus haben. So nimmt Mikes Schicksal seinen Lauf. Ebenfalls eine grosse Rolle nimmt der Vereinspräsident von Toms Fussballclub Eidenbenz ein. Er ist SVP-Politiker.  Claudia, die stets auf ihre Karriere bedacht ist, hat Angst, dass Eidenbenz Wind von Toms Vetter bekommt. Es könnte  Auswirkungen auf Toms Karriere haben und somit auch auf ihre.  Der Autor zeigt auch auf, wie die beiden ihr Umfeld manipulieren, um ihre eigenen Karrieren zu fördern.   Mit ironischer, witziger und  karikaturistischer Feder zeichnet Charles Lewinsky ein exaktes Bild  der Medien- und Politikgesellschaft in der Schweiz. Ein Leser, der sich mit den Medienleute und Politiker in der Schweiz gut auskennt, hat direkt Gesichter vor sich. Mikes Schicksal hat der Autor allerdings ziemlich authentisch nachgestellt. Einem Flüchtling könnte es wirklich so ergehen. Der Leser hat mit Mike Mitleid. Gleichzeitig wird einem bewusst, dass in der Realität vielen Asylanten so ergeht.

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  • Rezension zu "Doppelpass" von Charles Lewinsky

    Doppelpass
    Gospelsinger

    Gospelsinger

    18. November 2012 um 00:11

    Tom Keita hat es geschafft. Er ist aus Guinea in die Schweiz gekommen, um Fußball zu spielen, und es läuft gut. Sehr gut sogar. Der Mittelstürmer spielt erfolgreich, wird vom einflussreichen Klubpräsidenten Eidenbenz gefördert, ist mit der karrierebewussten Claudia verlobt, fährt einen dicken Wagen und bewohnt ein schönes Haus. Als sein sehr entfernter Cousin Mike auftaucht, ist es für Tom selbstverständlich, ihn aufzunehmen. Denn schließlich ist er, na ja, nicht wirklich ein Cousin, aber aus dem gleichen Dorf, und somit ein Verwandter, dem es zu helfen gilt. Aber Mike ist illegal eingereist, und Claudia sieht Toms Karriere in Gefahr, wenn das herauskommt, zumal Eidenbenz ein hochrangiger Lokalpolitiker ist und aus seiner rechtspopulistischen Gesinnung kein Hehl macht. Gegen illegale Einwanderer, und das sind für ihn alle, die nicht Fußball spielen, wettert Eidenbenz besonders kräftig. Mike muss also weg. Eine vorübergehende Unterkunft und ein angenehmer illegaler Job finden sich, und alles könnte prima laufen. Aber dann hat Mike einen Unfall und trifft eine folgenschwere Entscheidung. Ich fand diesen Roman einfach herrlich, besonders die Gedankengänge von Eidenbenz und Claudia. Claudia ist strunzdumm, immer nur auf Außenwirkung bedacht und hat nur ihren Aufstieg in die Prominenz im Kopf. Eidenbenz ist ein Heuchler vom Feinsten. Während er den Fußballspieler Tom sofort einbürgern lassen will, ist er gleichzeitig für eine völlige Abschottung gegenüber Flüchtlingen. Aber sein Sohn und seine Frau spielen da nicht mit... Dieses Buch war ursprünglich ein Fortsetzungsroman in der Schweizer Zeitschrift Weltwoche. Jede Woche erschien ein Kapitel. Das merkt man dem Buch aber nicht an; der Lesefluss wird nicht gestört, im Gegenteil. Die Geschichte wird rasant und streckenweise urkomisch erzählt und liest sich sehr gut. Für Nicht-Schweizer wäre allerdings ein Glossar hilfreich gewesen, das neben den Schweizer Dialekt-Ausdrücken auch noch die vielfältigen Andeutungen im Text näher erklärt. Ich kann diese intelligente Satire über Doppelmoral in der Ausländerpolitik nur wärmstens empfehlen.

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  • Rezension zu "Doppelpass" von Charles Lewinsky

    Doppelpass
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    22. April 2010 um 12:39

    Tom Keita stammt aus Guinea und hat sich in der Schweiz zu einem spitzen Fussballer gemausert. Er hat alles was man sich wünschen kann: Ein Haus, eine schöne Verlobte, Geld, ein Auto. Das erwähnt er natürlich auch in seinen Briefen, die er nach Hause schickt. Sein Cousin in Guinea beschliesst in die Schweiz aufzubrechen und ebenfalls reich zu werden. Seine Ankunft in der Schweiz wirft Toms aus der Bahn. Sein Cousin ist illegal in der Schweiz! Das geht doch nicht meint Toms Freundin, die mit allen Mitteln versucht Prominent zu werden. Der Cousin wird kurzerhand in ein Ferienhaus verfrachtet, damit niemand seine Anwesenheit bemerkt. Tom ist hin und her gerissen zwischen seinem Cousin und seiner Verlobten. Als der Cousin auch noch verschwindet ist das Chaos perfekt. Das Buch ist eine wunderbare Satire über die Schweizer Ausländerpolitik. Fussballer Ja! Asylbewerber Nein! Das Buch steckt zwar voller Andeutung über Ereignisse der Schweizer Politik, aber es ist bestimmt auch für Nichtschweizer eine amüsante Lektüre.

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