Charles Lewinsky Kastelau

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Inhaltsangabe zu „Kastelau“ von Charles Lewinsky

Während 1944 in Berlin der Krieg wütet,
geht es in den bayerischen Alpen noch
friedlich zu. Unter einem Vorwand beschafft
sich der Filmstar Walter Arnold den Auftrag
für einen vorgeblichen Propagandafilm und setzt sich mit einem UFA-Team dorthin ab.
Im eingeschneiten Dorf Kastelau wird das
Drehen einer erfundenen Geschichte allerdings
immer mehr zur erfundenen Geschichte eines
Drehs. Es entspinnt sich ein Netz aus Lügen
und Intrigen, und bald kann niemand mehr
Sein und Schein unterscheiden.

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    Kastelau

    PaulTemple

    12. July 2017 um 07:40

    1944, der Zweite Weltkrieg ist inzwischen sicher verloren, bekommt ein deutsches Filmteam den Auftrag für einen Propagandafilm, der aufgrund der Bombardierung Berlins in den Alpen, nahe Berchtesgarden,  gedreht werden soll. Sofort willigen Schauspieler und Crew ein, denn je weiter man sich von Berlin aufhält, desto weiter scheint auch der Krieg entfernt zu sein. Die Technikausrüstung fällt jedoch einem Fliegerangriff zum Opfer, doch anstatt zurückzukehren, improvisiert die Crew und verzögert die Dreharbeiten, tut nahezu alles, um Berlin und einer möglichen Einberufung in den Volkssturm zu entgehen. Selbstverständlich führt dies zu Verwickelungen und Belastungen für alle Beteiligten, deren Höhepunkt ein vermeintlicher Mord darstellt.Die Besonderheit an diesem Roman liegt klar an der Erzähltechnik, die nicht linear verläuft, sondern aus einzelnen Fragmenten besteht, die zusammengesetzt die gesamte Geschichte ergeben. Der Leser recherchiert anhand von Interviews, Manuskripten und Tagebucheinträgen selbst und kommt dem Geheimnis eines Schauspielers, der bei den Ereignissen damals eine wichtige Rolle spielte und vor allem in der Nachkriegszeit eine erfolgreiche Karriere in Hollywood begann, ständig näher.Sehr interessanter Ansatz, auf mehrere hundert Seiten ausgedehnt aber leider ziemlich anstrengend und ermüdend.

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  • Tragische Geschichte in ungewöhnlichem Erzählstil, die leider nur langsam Fahrt aufnimmt

    Kastelau

    Kerstin-Scheuer

    19. October 2014 um 18:38

    Warum ich es gelesen habe? Auf das Buch aufmerksam wurde ich, weil es auf der Longlist zum Deutschen Buchpreis 2014 stand. An der Leseprobe gefiel mir vor allem, der ungewöhnliche Erzählstil; denn die Geschichte wird ausschließlich an Hand von “Zeitdokumenten”, also Tagebucheinträgen, Interviews, Wochenschau-Berichten etc. erzählt. Das Buch wanderte also auf meine persönliche Shortlist. Nun habe ich es für mein Projekt “persönliche Shortlist lesen” gelesen. Wie war mein erster Eindruck? Der Einstieg in die Geschichte fiel mir etwas schwer. Der direkte Erzählstil zwingt den Leser dazu eigene Rückschlüsse zu ziehen und Verbindungen zu suchen. Obwohl darin für mich der Reiz des Buches lag, ist es natürlich auch anstrengender, als die Geschichte “fertig” serviert zu bekommen. Gleichzeitig hat der Anfang gewisse Längen. Es wird zwar immer wieder ein großer, dramatischer Showdown angedeutet, Lewinsky lässt sich aber Zeit mit der Entwicklung der Story und legt zunächst Werte darauf, die Stimmung jener Zeit einzufangen. Bis die Geschichte aber wirklich Fahrt aufnimmt, ist man schon fast in der Mitte des Buches. Das soll nun aber nicht heißen, dass der Anfang langweilig ist. Die Andeutungen, die immer wieder eingestreut werden, weckten schon recht früh meine Neugierde, so dass ich gerne am Ball geblieben bin. Wie fand ich das Buch allgemein? “Kastelau” erzählt eine dramatische, ja fast möchte ich sagen “tragische” Geschichte, die in den letzten Kriegs- und den ersten Nachkriegsjahren spielt. Dabei ist jedoch keiner dieser sehr ernsten, bedeutungsschwangeren Romane, in denen es um Schuld, Mitwisserschaft und ähnliches geht. Im Mittelpunkt stehen nicht die Naziverbrechen oder die Kriegsgeschehnisse, sondern das Leben der UFA-Schaupieler, die in diesen Jahren versuchten, nicht nur zu überleben, sondern auch trotz politischem Umschwung Karriere zu machen. Einigen gelingt dies – nicht zweifelhaften Mitteln – anderen nicht. Das Buch fängt die Stimmung jener Jahre in dem kleinen Bergdorf Kastelau, das von Krieg weitgehend verschont bleibt, sehr gut ein. Darin liegt für mich die eigentliche Stärke des Romans. So spricht das Buch beispielsweise den Umgang mit Deserteuren und Homosexuellen im Dritten Reich an. Es zeigt das Dorfleben jener Jahre, in denen die Männer im arbeitsfähigen Alter fehlten. Und es von einem Schriftsteller, dem im Dritten Reich das Schreiben verboten wurde. Die Geschichte selbst wurde mir im letzten Drittel etwas zu konstruiert. Die große Angst der Filmcrew, die Alliierten könnten sich bei ihrem Einmarsch an dem Inhalt ihres Filmes stören, konnte ich trotz der großen Bemühungen von Lewinsky diese Wende dem Leser zu erklären, nicht ganz nachvollziehen. Davon abgesehen ist es aber eine sehr spannende und dramatische Geschichte, die bei mir am Ende sogar zu einer gewissen Empörung führte.

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  • Filmen heißt lügen

    Kastelau

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    „Biopic“ im Stil einer Dokumentation um einen deutschen Schauspieler, der sich - 1945 mit Filmcrew in den bayrischen Alpen - beim Einmarsch der Amerikaner von jeder Schuld und Nazi-Mittun freizufilmen versucht. Man denkt unwillkürlich an "Gerron" und auch Marisha Pessls "Night Film / Die amerikanische Nacht" könnte Inspiration zu dieser außergewöhnlichen, sehr glaubwürdigen literarischen Illusion gewesen sein. Sehr gut geschrieben, sehr gut montiert – und eine große Liebeserklärung an den (UFA-) Film.

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    Floh

    07. September 2014 um 04:57
  • Die Longlist für den Deutschen Buchpreis 2014 steht fest

    Poesiesoso

    14. August 2014 um 14:19

    Am 13. August hat die Jury die Longlist für den Deutschen Buchpreis bekannt gegeben. Im nächsten Schritt werden sechs dieser Titel für die Shortlist nominiert, die am 10. September veröffentlicht wird. Der Gewinner wird dann am 6. Oktober zum Auftakt der Frankfurter Buchmesse verkündet.  Ich habe einige Titel so gar nicht auf der Longlist erwartet, andere wiederum hätte ich gern darauf gesehen. Wie geht es euch? Welches Buch ist euer Favorit? Was glaubt ihr, wer auf der Shortlist stehen wird? Hier nun die Kandidaten: Franz Friedrich: Die Meisen von Uusimaa singen nicht mehr, Sasa Stanisic: Vor dem Fest  , Heinrich Steinfest: Der Allesforscher , Thomas Hettche: Pfaueninsel , Lukas Bärfuss: Koala , Michael Köhlmeier: Zwei Herren am Strand , Feridun Zaimoglu: Isabel , Ulrike Draesner: Sieben Sprünge vom Rand der Welt , Antonio Fian: Das Ploykrates-Syndrom , Esther Kinsky: Am Fluss , Angelika Klüssendorf: April , Martin Lechner: Kleine Kassa , Gertrud Leutenegger: Panischer Frühling , Charles Lewinsky: Kastelau , Thomas Melle: 3000 Euro , Matthias Nawrat: Unternehmer , Christoph Poschenrieder: Das Sandkorn , Lutz Seiler: Kruso , Marlene Streeruwitz: Nachkommen. , Michael Ziegelwagner: Der aufblasbare Kaiser

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