Bei dem Roman „Black Coffee“ von Charles Osborne handelt es sich um die Adaption eines Theaterstücks von Agatha Christie, welches 1930 in London uraufgeführt wurde. Mit Genehmigung der Agatha Christie Ltd. hat Osborne 1998 das Stück in einen Roman umgewandelt und veröffentlicht.
In diesem Krimi bittet Sir Claud Amory, der Erfinder eines neuen Sprengstoffs, den berühmten Detektiv Hercule Poirot um Hilfe, weil er befürchtet, dass es unter seinem Dach einen potentiellen Dieb gibt, der seine wertvolle Formel für den neuen Sprengstoff stehlen möchte. Doch bereits bevor Poirot das Anwesen erreicht, wird die Formel aus dem Safe gestohlen. Sir Claud Amory gibt dem Dieb die Chance diese im Schutz der Dunkelheit ungestraft zurückzugeben. Allerdings denkt dieser gar nicht daran und nutzt die Gunst der Stunde um Sir Claud zu vergiften. Hercule Poirot muss daher sowohl den Mörder als auch die Formel finden. Unterstützt wird er dabei von seinem treuen Freund Captain Hastings.
Das Buch ist im Vergleich zu den übrigen Poirot-Romanen recht kurz. Wenn man weiß, dass es sich ursprünglich um ein Theaterstück handelt, fällt es einem als Leser auch auf, insbesondere weil die Handlung des Romans fast ausschließlich in einem Raum spielt. Trotzdem ist es Osborne gelungen daraus eine kurzweilige und unterhaltsame Geschichte zu machen. Der einzige Wehrmutstropfen besteht darin, dass ein wichtiger Hinweis, welcher zentral zur Lösung des Falls beiträgt, auch schon in dem Roman „The Mysterious Affair at Styles“ verwendet wurde. Dies liegt vermutlich daran, dass Agatha Christie selbst wohl nie daran gedacht hatte das Theaterstück in Romanform zu veröffentlichen. Das Lesevergnügen von eingefleischten Poirot-Fans kann dadurch etwas getrübt werden. Den meisten Menschen, die Agatha Christie-Romane nur gelegentlich lesen, wird es aber nicht weiter auffallen.







