Erasmus Darwin lebte von 1731 bis 1802, war Arzt, Naturforscher, Erfinder und Dichter und der Großvater von Charles Darwin. In diesem Band sind sechs Geschichten über ihn enthalten, die vorher bereits in verschiedenen Magazinen veröffentlicht worden waren.
Darwin war ein interessanter Mann, und Charles Sheffield hat sich in seinen Geschichten nicht allzu viel Freiheit herausgenommen/herausnehmen müssen, wie man auch dem Nachwort entnehmen kann. Darwin war nicht nur sehr berühmt, vor allem wohl als Arzt, sondern auch sehr modern denkend.
Allen sechs Geschichten ist gemeinsam, dass sie zunächst etwas Übernatürliches an sich zu haben scheinen, was zum Teil auch durch den Titel bekräftigt wird, wie „Das Phantom von Dunwell Cove“ oder „Der Solborne-Vampir“, Erasmus Darwin wird gebeten, das Rätsel zu lösen. Da er ein guter Beobachter ist, Zusammenhänge erkennt und einen regen Verstand hat, schafft er das am Ende auch regelmäßig. Auf seinen Abenteuern begleitet ihn sein Freund Colonel Jacob Pole, den er in der ersten der Geschichten kennenlernt und der nebenbei auch Schatzsucher ist. Daneben trifft man auf weitere bekannte Persönlichkeiten jener Zeit, wie etwa James Watt, der wie Darwin zur Lunar Society gehörte.
Mich haben die Geschichten allesamt gut unterhalten, sie sind spannend erzählt, Erasmus Darwin ist ein sympathische Protagonist, und auch der Humor fehlt nicht. Die Themen der Geschichten sind genauso interessant wie Darwin, bergen Überraschungen und lassen miträtseln, im Anhang geht der Autor auf jede einzelne noch einmal ein und erklärt Hintergründe.
Wer hätte gedacht, dass Charles Darwin so einen interessanten Großvater hatte? Ich bisher nicht, und bin nun froh, ihn kennengelernt zu haben. Diese Geschichtensammlung ist absolut lesenswert.
Charles Sheffield
Alle Bücher von Charles Sheffield
Das Nimrod-Projekt
Gezeitensturm
Der Ganymed-Club
Der kalte Tod
Sphären des Himmels
Die Reliktjäger
Heritage-Universum / Das Artefakt der Meister
Heritage-Universum / Der schwarze Schlund
Neue Rezensionen zu Charles Sheffield
Ich liebe diesen Autor. Er schreibt (schrieb) so leicht und locker, dass man ruckzuck in der Story ist. Herrliche Charaktere, für die alleine sich das Lesen bereits lohnt. Das Schmunzeln kommt auch nicht zu kurz und Sheffield gibt dieser rasanten Geschichte gerade die Prise Humor, die es auch mal braucht, um Luft zu holen. Zum Glück folgen diesem Band noch etliche andere, die sich nicht minder angenehm lesen.
„Der Weg ist das Ziel“, lautet ein gängiges Sprichwort. Wer mit dieser Einstellung „Das Nimrod-Projekt“ angeht, wird an dem Buch seine helle Freude haben. Denn weder die Handlung noch das Finale nehmen sich sonderlich spektakulär aus. Doch dafür vermag die zukünftige Welt, die Charles Sheffield entwirft, in all seinen Facetten zu faszinieren. Ein Roman für Science-Fiction-Genießer, denen die Details der präsentierten Welten wichtiger sind, als jeder vordergründige Plot. (Fazit meiner Rezension beim Ringboten / http://www.ringbote.de/737+M561884ecf2d.html)
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