Charles Simic Die Wahrnehmung des Dichters

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Inhaltsangabe zu „Die Wahrnehmung des Dichters“ von Charles Simic

Die Frage, woraus Dichtung entsteht, beunruhigt den amerikanischen Lyriker Charles Simic. In seinen Essays entdeckt er bei sich selber und einer Reihe großer amerikanischer Vorläufer den Zweifel, die "ungewisse Gewissheit" als poetisches Prinzip. Emily Dickinson, Wallace Stevens, Williams Carlos Williams, aber auch die europäischen Surrealisten und der serbische Dichter Vasko Popa tragen bei zu jener skeptischen Mystik, die Simic gleichermaßen mit Hieronymus Bosch und mit Buster Keaton teilt. Nicht weniger luzide zeigt Simic auch, wie sich im Zerfall Jugoslawiens der Zweite Weltkrieg spiegelt: Aus dem Riss durch die Welt quellen Dämonen der Erinnerung und das Licht der Kunst, und was W. G. Sebald von Bayern nach England trieb, trieb Charles Simic von Belgrad nach New York.
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  • Rezension zu "Die Wahrnehmung des Dichters" von Charles Simic

    Die Wahrnehmung des Dichters

    SV

    15. November 2007 um 16:23

    "Möge mich dieses Staunen auf immer begleiten" In seinen Gedichten führt Charles Simic den Leser in sonderbare Gegenden. Viele bekannte Bilder mit merkwürdigen Veränderungen, Neubedeutungen, man fühlt sich nicht so recht sicher, kann sich nicht sicher fühlen, mit jedem neuen Wort kommt es zu neuen Veränderungen, neuen Bildern, neuen Zusammenhängen. Man muss mit ihm gehen, setzen lassen, wirken – es ist als ob Knoten platzen. Häufig auch nicht, klar, muss man nicht erzwingen wollen, später gehts vielleicht, in einem Jahr, zwei Jahren – Gedichte, die guten, werden nicht alt. Jetzt also einen Band mit Essays, Betrachtungen zur Lyrik, politische Überlegungen, Aussagen übers Dichten, Gedichte und Überzeugungen – eine Fundgrube zum Nach- und Mitdenken! “Verlangen nach Respektlosigkeit, das ist es, was mich vor allem anderen zum Dichten gebracht hat. Das Bedürfnis, über Autorität Witze zu machen, Tabus zu brechen, den Körper und seine Funktionen zu feiern, im selben Atemzug zu behaupten Engel gesehen zu haben, und zugleich die Existenz Gottes zu leugnen, allein bei dem Gedanken an die Möglichkeit, alles Scheiße nennen zu können, kugelte ich mich auf dem Boden vor Freude.“ Man möchte ihm Satz für Satz zujubeln! .

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