Charles Todd Der Schatten des Teufels

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Inhaltsangabe zu „Der Schatten des Teufels“ von Charles Todd

Fünf Jungen glauben in den Ruinen eines alten Klosters in Yorkshire den Teufel gesehen zu haben. Voller Panik laufen sie davon. Am nächsten Tag wird die mit einer Kapuze bekleidete Leiche eines Mannes nahe dem Kloster gefunden. Alle Spuren deuten auf einen Ritualmord hin, denn neben der Leiche wurden Reste von Kerzenwachs und ein Buch über Alchemie gefunden.

Inspektor Rutledge von Scotland Yard wird in den Norden Englands geschickt, um einen vermissten Wissenschaftler zu suchen, und er steht vor der Frage, ob die Leiche vielleicht die gesuchte Person sein könnte. Ein einheimischer Polizist ist der Meinung, es müsse sich um einen Eifersuchtsfall handeln, bei dem der Ehemann den früheren Liebhaber seiner Frau umgebracht hat. Für Inspektor Rutledge ist nur eines klar: die Motive für den Mord müssen in der Vergangenheit liegen ...

Ein weiterer raffinierter und vielschichtiger Band um Inspektor Rutledge. Wie gewohnt entsteht neben der eigentlichen Lösung des Falles ein eindrucksvolles Bild der Zeit zwischen den beiden Weltkriegen. Beindruckend auch wieder die Tatsache, dass Todd es immer schafft nur aus den Charakteren und deren Umgebung heraus einen geheimnisvollen, spannenden und glaubhaften Krimi zu bieten.

— BTOYA

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  • Rezension zu "Der Schatten des Teufels" von Charles Todd

    Der Schatten des Teufels

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    01. December 2010 um 19:24

    Charles Todd hat mit seinem Protagonisten Ian Rutledge einen hochspannenden und sehr eigenwilligen Charakter erschaffen, wie er selten in Krimireihen zu finden ist. Rutledge behielt durch den 1. Weltkrieg eine Schützengrabenneurose und spricht seitdem mit einem toten Soldaten, der ihn lediglich in seiner Einbildung begleitet. Im England der 1920er Jahre löst er im Auftrag von Scotland Yard mysteriöse, düstere Mordfälle. Sind diese als solche zumeist schon interessant und lesenswert, erhöht sich die Attraktivität der Romane noch durch die Entwicklung des Charakters in der Romangegenwart und -vergangenheit. Die Sprache ist für einen Kriminalroman auf einem eher überdurchschnittlichen Niveau und Todd gelingt es, englische Landschaften und zumeist Dorfgemeinschaften eindrucksvoll und lebhaft (bzw. auch eher düster) zu schildern. So entspinnt sich ein Roman wie eine Kreuzung typisch englischer Whodunit Krimis und Milieuschilderungen Simenons. Doch leider hält "Der Schatten des Teufels" nicht das Niveau der sechs von mir zuvor gelesenen Bücher Todds. Im hier besprochenen Roman scheint sich der Autor zu verzetteln und in Nebenschauplätzen zu verlieren, die Handlung wirkt nicht homogen und mehr als einmal habe ich den Eindruck, mit Unwichtigkeiten versorgt zu werden. Zu oft werden vergangene Kriegserlebnisse geschildert, die allzu bekannt erscheinen und weder Charakter noch Handlung weiter entwickeln. Der Fall selber ist nicht uninteressant doch wirkt er zu sehr auseinandergezogen und Rutledges Vorgehen zu planlos und zufällig. Leider also der bisher schwächste Teil der Rutledge Reihe, der meines Erachtens auch für Einsteiger in die Serie nicht geeignet ist.

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