Die Bücherschmuggler von Timbuktu

von Charlie English 
4,3 Sterne bei4 Bewertungen
Die Bücherschmuggler von Timbuktu
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Ein tolles Buch aus der fernen und nahen Vergangenheit Timbuktus.

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Inhaltsangabe zu "Die Bücherschmuggler von Timbuktu"

»Ein Meisterwerk des investigativen Journalismus. Ein kluges, fesselndes Buch!« The Guardian

Timbuktu ist ein Mythos – einst so reich, dass angeblich sogar die Sklaven Goldschmuck trugen, verfügt die abgelegene Stadt am Niger über einen ganz besonderen Schatz: eine der größten Bibliotheken mittelalterlicher Schriften. Als im Jahr 2012 die Stadt in die Hände von Islamisten fällt, droht die Vernichtung der Bücher. Doch eine Gruppe von Bibliothekaren und Archivaren schmuggelt die Bücher unter Lebensgefahr aus der Stadt. Eine große, meisterhafte Reportage über Menschen, die sich mutig der Vernichtung eines Wissensschatzes und Erbes der Menschheit entgegenstellen – und eine Zeitreise zu einer sagenumwobenen Stadt.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783455503722
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:432 Seiten
Verlag:Hoffmann und Campe
Erscheinungsdatum:14.03.2018

Rezensionen und Bewertungen

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    Patnos avatar
    Patnovor 2 Monaten
    Faszination Timbuktu - zwischen Realität und Vergangenheit

    Von Timbuktu wusste ich bislang nur, dass es eine Oasenstadt am Rande der Sahara ist, die im westafrikanischen Staat Mali liegt und dort einige Kulturstätten von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt wurden. Was hat diese sagenumwobene Stadt mit dem Schmuggeln von Büchern zu tun? Sowohl Buchtitel, als auch Cover machten mich neugierig und ich wollte erfahren, was hinter der Geschichte der Bücherschmuggler von Timbuktu steckt. Die Aufmachung des Buches ist hochwertig. Auf den ersten von 430 Seiten sind einige geographische Karten abgedruckt. Im Mittelteil des Buches befindet sich eine kleine Bildergalerie, und am Ende gibt es Anmerkungen des Buchautors und Quellennachweise. Es muss im Jahr 2012 gewesen sein, als der Redakteur der britischen Zeitung „Guardian“ erfuhr, dass Islamisten Timbuktu eingenommen hatten. Er hörte ferner, dass Archivare und Bibliothekare eine einzigartige Sammlung uralter, unermesslich wertvoller Manuskripte vor den neuen Machthabern gerettet hatten. Daraus entwickelte Charlie English seine Buchidee. Er verknüpft diese aktuelle Thematik mit den Entdeckergeschichten des 18. Jahrhunderts. Damals suchten europäische Forscher nach der legendären Stadt nördlich des Nigers, von der man glaubte, es sei ein afrikanisches Eldorado. Doch alle Expeditionen scheiterten, denn die Forscher waren Krankheiten, Überfällen und dem ungewohnten Klima ausgesetzt. Bis Alexander Gorden Laing in die Stadt vordrang und die Nachricht nach Europa schickte, dass er in Timbuktu interessante Aufzeichnungen gefunden habe. Kein Gold und Glamour, aber dafür wertvolle Schriften. In zwei sich abwechselnden Handlungssträngen beschreibt English die Ereignisse der beiden Zeitepochen und verbindet so die Realität geschickt mit den Mythen der Vergangenheit. Damit verbreitet er einerseits Abenteuerstimmung, andererseits jedoch arbeitet er sensibel und feinfühlig die dramatischen Ereignisse um die spektakuläre Rettung der Manuskripte im 21. Jahrhundert auf. Das hat mich sehr beeindruckt. Charlie English hat einen lebendigen und intelligenten Schreibstil, der mich mitgerissen hat. Obwohl es sich um ein Sachbuch handelt, könnte man meinen, einen spannenden Roman zu lesen. Dennoch ist dieses Buch nicht ganz einfach zu verstehen. Es erfordert ein gewisses Maß an Konzentration. Gelegentlich habe ich die eine oder andere Stelle ein zweites Mal gelesen. Das lag u.a. daran, dass für mich die Namen der Akteure wie z.B. Abdel Kader Haidara, Ismael Diadié Haidara oder Mukhtar bin Yahya al Wangari schwer zu lesen und auseinanderzuhalten waren. Die Bücherschmuggler haben mich tief beeindruckt. Ich habe mit ihnen gebangt und fand es ehrenhaft, wie sie für ihren großen Buchschatz gekämpft haben und dabei immer Gefahr liefen, entdeckt bzw. verhaftet zu werden. Ohne den Einsatz dieser Bibliothekare und Archivare wären die wertvollen Schriften wohl heute nur Asche und Staub. Fazit: Außergewöhnlicher Zeit-Reise-Bericht - informativ, bestens recherchiert und spannend erzählt. Journalismus par excellence! Eine Ode an Timbuktu und an das geschriebene Wort!

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    Nomadenseelevor 6 Monaten
    Kurzmeinung: Ein tolles Buch aus der fernen und nahen Vergangenheit Timbuktus.
    Ein tolles Buch aus der fernen und nahen Vergangenheit Timbuktus.

    Die ganze Lektüre hindurch musste ich daran denken, wie Timbuktu als nicht ganz so kleines Kind ein Sehnsuchtsort war, welcher für die Ferne, Exotik und Abenteuer stand. Ich musste deswegen daran denken, weil ich mich unbewusst in einer jahrhundertelangen, europäischen Denktradition befand, ohne dies zu wissen. Der Autor verwendet dafür den Befiff der Psychogeographie

    English schildert die Mythen Timbuktus, die Geschichte der Stadt, soweit sie unter diesen Sagen noch erfahrbar ist. Und zwar nicht nur aus europäischer Sicht mit den beständigen, wenn auch meist vergeblichen, Versuchen, in diese Stadt zu gelangen, sondern auch als Stadt afrikanischer Gelehrsamkeit und der Verknüpfung von Sudan, Somalia und Mali, welche wohl eine gewissen Verwandtschaft haben, auch wenn diese räumlich weit getrennt sind. Als hilfreich hat sich erwiesen, dass ich letztes Jahr * Das goldene Rhinozeros: Afrika im Mittelalter * gelesen habe, also eine gewisse Vorbildung hatte.

    Parallel dazu wird das Wüten der Dschihadisten in Mali geschildert, was dann die Rettungsaktion für hundertausende bedeutete. Dabei übernimmt English den Großteil des Buches die offiziellen Darstellungen der Retter, um dann zum Schluss aufzuzeigen, dass Einiges nicht stimmen kann, unbelegt und übertrieben ist. Auch ist problematisch, dass viele Bücher nicht zurückgekehrt sind. Er weist auch auf die Tatsache hin, dass der historische Wert von einigen Bibliotheken übertrieben wird.


    Fazit

    Ein tolles Buch aus der fernen und nahen Vergangenheit Timbuktus.

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    U
    ursvor 4 Monaten
    PrinceXLs avatar
    PrinceXLvor 5 Monaten

    Gespräche aus der Community zum Buch

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