Charlie Huston Das Clean Team

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Inhaltsangabe zu „Das Clean Team“ von Charlie Huston

Highlight Niemand hat gesagt, das Leben sei einfach. Noch dazu in Los Angeles, Stadt der Träume, Möchtegern-Stars und Versager. Genau so einer ist Webster, genannt Web. Ein 29-jähriger Loser, der liebend gern große Sprüche kloppt, aber sonst wenig zustande bringt. Er lebt bei seinem Kumpel Chev, der ein runtergekommenes Tätowier- und Piercingstudio hat, liest stundenlang Comics, schaut sich miese Horrorfilme an und schläft täglich mindestens elf Stunden. Doch damit ist es bald vorbei, als ihn Chev dazu zwingt, endlich einen Job bei seinem Bekannten Po Sin anzunehmen. Web fängt beim 'Clean Team' an. Der Job besteht darin, Verbrechensschauplätze von Blut, Fäkalien und anderen unschönen Dingen zu säubern und wieder wohnlich zu machen. Als Web eines Nachts mit seinem Reinigungswagen vor einem abgewrackten Motel steht, in das ihn sein neuer Schwarm Soledad gerufen hat, ahnt er noch nicht, in welchen Schlamassel er sich begibt. Mit Web hat Charlie Huston einen Antihelden geschaffen, der Fans des 'Big Lebowski' (aus dem gleichnamigen Kinofilm der Coen –Brüder) begeistern wird. 'Das Clean Team' ist der Auftakt zu einer neuen Serie.

Ich habe stellenweise tränen gelacht :)

— luisekissezbooks
luisekissezbooks

Abgefahrener Actiontrip mit coolem Antihelden.

— burnedeyez
burnedeyez

Tarantino wäre der Regisseur der Wahl für diesen schwarzen & urkomischen Reißer. Action & Fun

— thursdaynext
thursdaynext

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  • Abgefahrene Action, cooler Antiheld.

    Das Clean Team
    burnedeyez

    burnedeyez

    01. June 2014 um 08:45

    Zufallskäufe können eine tolle Sache sein. Ganz klar. Man entdeckt so Bücher, von denen (bzw. derem Autoren) man im Leben noch nichts gehört hat. So auch in diesem Fall, Charlie Huston war mir bislang kein Begriff und dementsprechend war “Das Clean Team” für mich auch ein ziemlicher Blindflug. Die können natürlich positiv überraschen – müssen es aber nicht zwangsläufig. Glücklicherweise kann man aber recht schnell Entwarnung geben, denn Huston hat es sehr schnell geschafft, mich in seinen Bann zu ziehen. Er wirft den Leser mit Höchstgeschwindigkeit mitten in die Geschichte, ohne große Erklärungen, wer Hauptfigur Web ist und was er überhaupt macht. Dafür nimmt er sich dann aber nach dem kurzen Prolog die nächsten 180 Seiten Zeit – und lässt auch dabei keine Langeweile aufkommen, obwohl die Geschichte bis dahin eigentlich nicht einmal besonders actionreich ist. Tempo kommt trotzdem auf, Spannung auch… und die Action wird dann auf den folgenden Seiten auch ausgiebig nachgeholt, an der Geschwindigkeitsschraube gedreht und ein kleines, absurdes Feuerwerk von unglücklich verketteten Zufällen abgebrannt. Sehr gelungen, bis zum Ende spannend und ohne merkliche Durchhänger, dafür aber mit einer Menge bissigen, wenngleich auch manchmal etwas stumpfen, Humor. Die Figuren in “Das Clean Team” sind dabei genau so wichtig für das Gelingen des Buches wie die Story selbst. Mit Web hat Huston einen tollen Anti-Helden geschaffen, der vor Zynismus nur so übersprüht (was aber, wie oben bereits angedeutet, sehr ausführlich und irgendwie nachvollziehbar begründet wird) und eigentlich eine unglaubliche Arschloch-Attitüde an den Tag legt. Trotzdem kommt er sehr sympathisch rüber und kann tatsächlich als Identifikationsfigur gesehen werden. Auch seine Wegbegleiter sind durch die Bank markante, eigenständige Figuren mit Wiedererkennungswert. Auch sie kommen eigentlich mit einem ziemlich guten Hintergrund daher, auch wenn im Fall von Gage ziemlich viel Mysterium dabei ist – was aber nicht störend wirkt, da es gut zur Figur passt. Alle haben allerdings gemein, dass sie mitunter sehr überdreht wirken, was aber gut in den Kontext der Story passt. Handwerklich kann man sich über Charlie Huston eigentlich auch nicht beschweren. Grundsätzlich ist sein Stil sehr eingängig und gut zu lesen. Man sollte sich aber bewusst machen, dass der Mann eigentlich ein Drehbuchautor ist und das schlägt sich hier und da auch in der Schreibweise nieder. So ist es anfangs doch sehr gewöhnungsbedürftig, dass die wörtliche Rede nur von Gedankenstrichen angezeigt wird. Dadurch kommt zumindest zu Beginn hier und da mal etwas Verwirrung auf, besonders in Szenen mit vielen Akteuren. Dennoch ist “Das Clean Team” keine schwere Kost. Zartbesaitete sollten sich übrigens vom Setting rund um den Tatortreiniger Web nicht abschrecken lassen. Ja, Huston hat diverse, nicht gerade harmlose, Gewaltspitzen in seiner Story verbaut – diese sind aber tatsächlich nur Spitzen und so wird man nicht permanent mit einem Blutgemetzel überschüttet. Anmerken sollte man vielleicht, dass mir die Übersetzung mitunter etwas wörtlich geschrieben scheint. Wie sonst kommt man auf den Fluch “Fickende Hölle”? Macht aber nichts, ist vielleicht eher unfreiwillig komisch, passt aber in diesem Fall trotzdem gut. Fazit: “Das Clean Team” ist ein abgefahrener Trip, der in erster Linie durch Hauptfigur Web gestemmt wird. Man sollte als Leser also ein Faible für Antihelden haben. Zudem sollte man sich direkt bewusst machen, dass die Schreibweise Charlie Hustons nicht dem Standard entspricht und hier und da vielleicht auch einmal etwas anstrengend sein kann – ist man aber erstmal in der Geschichte, lässt sie einen dann auch nicht mehr los und ist sehr unterhaltsam. Eine Besprechung von www.review-corner.de

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  • Immer sauber bleiben - Das Clean Team - Charlie Huston

    Das Clean Team
    thursdaynext

    thursdaynext

    Der Thriller „Das Clean Team“, ist, unter anderem ein eindrückliches Mahnmal für ordentliche Haushaltsführung. Wer erfahren möchte wie man sich besenrein umbringt, ohne Sauerei die den Nachkommen Kopfzerbrechen bereitet, liest hier richtig. Eine Anleitung für größtmöglich effektives aus dem Leben scheiden unter Einbezug eines Wasserbettes ist hier ebenfalls zu finden. Das alles erfährt man als Tatortreiniger bei der Arbeit. Oder in diesem Pageturner, der, wenn man kein Zimperlieschen, oder Warmduscher ist, ein gar nicht mal so niveauloses Lesevergnügen darstellt. Charlie Hustons Schreibe, Dialoge, Kapitelüberschriften, haben Stil. Ein Vergleich oder Ähnlichkeit mit Josh Bazells Thrillern drängt sich auf, auch wenn die Story in eine ganz andere Richtung geht. Action en masse und Coolness satt. Sprachlich ist die Chose im schwarzhumorigen Bereich angesiedelt.Schön häßlich dürfte es treffend beschreiben. Dabei stört weder der permanente Gebrauchs unflätiger Worte, noch die etwas gewöhnungsbedürftige Darstellung der wörtlichen Rede den Lesefluss. Der fließt munter und amüsant vor sich hin, was vor allem an den liebenswert, detailiert skizzierten Arschloch –Protagonisten und der locker fluffigen Schreibe liegt. Völlig sinnfrei ist „Das Clean Team“ dabei nicht, muss der Hauptprotagonist, ein ehemaliger Grundschullehrer doch sein nicht unerhebliches Posttraumatisches Belastuungssyndrom und seine gestörte Vater Sohn Beziehung aufarbeiten und womöglich würde ihm ein wenig coming out of age guttun, sonst verliert sein bester Freund seit Kindertagen endgültig die Geduld mit ihm. Angesiedelt ist die Story in Los Angeles der Stadt der Engel. Der schäbigen Seite davon. Dem lobhudelnden Kommentar Stephen Kings über Hustons Buch kann ich mich nur anschließen. Von mir 5 Sterne, 4 davon redlich verdient und einer für die intelligente witzige Unterhaltung, die mir einfach nur Spaß gemacht hat, plus die Neuentdeckung eines Autors.

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    • 4
  • Rezension zu "Das Clean Team" von Charlie Huston

    Das Clean Team
    luci

    luci

    29. October 2011 um 23:26

    Irgendwie hat mich der Klappentext total neugierig gemacht und daher habe ich auch mit dem Buch angefangen. Mit zunehmender Story fand ich den Roman aber nur noch bizarr und eher merkwürdig! Der Schreibstil ist aber so fesselnd und gut, dass es ein wahrer pageturner ist. Daher weiß ich nicht so ganz, wie ich das Buch bewerten soll - die Story ist total sinnlos eigentlich und ziemlich unwahrscheinlich und hirnrissig, aber dadurch und durch den Stil gleichzeitig so gut, dass man es einfach lesen muss! Also, wer Zeit hat, schlecht ist es nicht!

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  • Rezension zu "Das Clean Team" von Charlie Huston

    Das Clean Team
    shantaram

    shantaram

    23. June 2011 um 13:09

    ihr wolltet schon immer wissen, wie man blut wieder aus dem flocati bekommt? oder hirnmasse von der decke kratzt? nicht entgehen lassen, charlie huston vom feinsten!

  • Rezension zu "Das Clean Team" von Charlie Huston

    Das Clean Team
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Charlie Huston war und ist mir ein verlässlicher Freund. Obgleich er sich für eine ganze Reihe von Büchern und Comics verantwortlich zeichnet, wirkt es dennoch so, als schreibe er einen Roman fort. Und das schöne dabei: er wird darin immer besser. Seine Helden schlittern in absurde Situationen, werden Zeuge krimineller Aktivitäten und haben dabei allesamt eines gemein: gerade da, wo es gilt, Schweigen zu bewahren, verspüren sie das lebensgefährliche Bedürfnis, frech zu werden. Das allein garantiert einer Figur zu folgen, die förmlich durch die Romane geprügelt wird, die auch dann eine freche Lippe riskiert, wenn Teile dieser bereits den gekachelten Boden benetzen. Und wie sich herausstellt, sind es gerade jene Prügelknaben, denen eigentlich gar keine Rolle in den kriminellen Geschehnissen zugedacht war, welche die Organisation schlussendlich zu Fall bringen. Der Chaos Faktor, der die kriminelle Gleichung zerstört. - „The Mystic Arts Of Erasing All Signs Of Death“, in Deutschland traditionell unelegant in „Das Clean Team” umgetauft, ist der Start einer neuen Roman Reihe. Wir erinnern uns: Hank Thompson schlitterte versehentlich in ein kriminelles Komplott und wurde dadurch selbst zum Gangster (3 Romane), Joe Pitt gab im von Vampiren bevölkerten New York den hartgekochten Detektiv zwischen allen Stühlen (5 Romane). Hustons neuer „Held“ ist Webster Fillmore Goodhue, genannt Web. Als wir ihn kennenlernen, scheint er es sich zur Aufgabe gemacht zu haben, mit Marcel Proust in Konkurrenz zu treten. Und das nicht im Schreiben eines telefonbuchdicken Romans, sondern darin, möglichst viel Zeit im Bett zu verbringen. Kleine Gelegenheitsjobs und Horrorfilmmagazine sind nicht gerade dazu angetan, den ehemaligen Grundschullehrer seiner Apathie zu entreißen. Als er jedoch notgedrungen bei einer Firma anheuert, die Verbrechensschauplätze reinigt, ist das Startschuss einer bizarren Reise, bevölkert mit all dem, was diese Art von Literatur ausmacht: Sex, Gewalt und hartgekochter Humor – mit durchgetretenem Gaspedal und einer bis auf den Filter runtergebrannten Kippe. - Im Gegensatz zu Tarantino, der mit seinen beiden letzten Filmen („Death Proof“, „Inglorious Basterds“) endlich erwachsen geworden ist, seine überbordende Referenz Leidenschaft nicht negierte, sondern von Grund auf umgestaltete und ganz nebenbei ästhetische Kunstwerke schuf, die in ihrer Eleganz einzigartig sind, behält Huston den gewählten Ton bei, macht kurz gesagt alles so, wie bisher - nur eben ein klein bisschen besser. Andererseits erscheint es mir so, als sei ihm gleichzeitig aufgegangen, dass Raymond Chandlers Romane nicht deshalb ewig leben, weil sie über lakonischen Dialogwitz verfügen, sondern weil sie für das eigentliche Motiv der Kriminalliteratur, nämlich dem Verbrechen als solchen, lediglich nebensächliches Interesse zeigen, und dafür ergründen, wie ein Mensch zu dem wird, der er ist. Dass wir im Verlaufe des Romans mehr über die Vorgeschichte von Web erfahren, gibt Hustons tour-de-force Literatur eine neue Qualität, ohne sie dabei im Kern zu verändern (wobei erwähnt werden muss, dass es Huston nie gelingt, an Chandlers Qualität anzudocken). Auch erschien es mir so, als hätte er stellenweise einem poetischen Verlangen nachgegeben, das er mit Sicherheit schon immer verspürte, sich aber in Anbetracht seines harte-Kerle-Genres bisher immer versagt hatte. Die Verwirklichungen dieses Verlangens sind zwar rar gesät und glitzern leise (zum Beispiel der Monolog auf Seite 371/372), ergeben in Verbindung mit dem Altbekannten, also all dem, was gute Schundliteratur ausmacht, jedoch einen Roman, den man nicht mehr aus der Hand legen möchte, bis man seine Ende erreicht hat - vorausgesetzt, man mag diese Sparte. Und dass das Ende genau genommen kein Ende ist, sondern wohl vielmehr Auftakt einer neuen Roman Reihe, macht glücklich, denn so schreibt sie sich fort, diese Pulp Variante der "La Comédie humaine". - „Ich musterte Harris und rief mir ins Gedächtnis, wie verdammt groß sein Colt war und wie er mein Telefon benutzt hatte, um jemanden damit zu erschlagen. Außerdem galt es zu veranschlagen, dass in diesem Motelzimmer mehr auf dem Spiel stand als nur meine eigene jämmerliche Existenz. Dementsprechend formulierte ich eine Antwort, die mir dazu angetan schien, in einer turbulenten Situation die Wogen zu glätten. »Könnten sie mal kurz ihre bescheuerte Klappe halten und mir einfach sagen, wo mein Mädchen steckt?«“ Charlie Huston, Das Clean-Team.

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    • 2
  • Rezension zu "Das Clean Team" von Charlie Huston

    Das Clean Team
    Sumire

    Sumire

    17. March 2010 um 19:40

    Die Story ist von der Idee her nicht schlecht, eigentlich sogar ganz witzig. Ich hätte das Buch allerdings mehr genossen, wenn nicht die sehr hineingezwungen wirkenden Kraftausdrücke benutzt worden wäre. Die haben schnell genervt, weil sie einfach zu oft überflüssig und fehl am Platz waren.

  • Rezension zu "Das Clean Team" von Charlie Huston

    Das Clean Team
    Ronne

    Ronne

    01. March 2010 um 21:43

    Dieses Buch beweist dass ich ein Herz für Loser habe.
    Als arbeitsloser Lehrer hat man es nicht leicht, schon gar nicht wenn der beste Freund und Mitbewohner (ein Tättoowierer) einen zum Arbeiten drängen.
    Also nimmt Web einen Job beim Clean Team an, und räumt auf wenns mal wieder blutig wurde.
    Ein sehr tolles Buch! Skurril, Abgedreht und spannend geschrieben.

  • Rezension zu "Das Clean Team" von Charlie Huston

    Das Clean Team
    Dany

    Dany

    06. January 2010 um 22:08

    Webster, genannt Web, ist ein Wrack. Vor einem Jahr ist etwas schreckliches passiert, das ihm den Boden unter den Füssen weggerissen hat. Seitdem vegetiert er in dem Appartement seines Freundes Chev. Web schläft mindestens 11 Stunden, ist von allem angeödet und führt sich auf wie das Riesenarschloch vom Dienst. Web ist aber noch mehr. Er war Lehrer und ist sehr intelligent, ist herrlich direkt und bissig und bringt seine Mitmenschen mit seiner großen Klappe des öfteren zur Weißglut, was ihn in so manche prekäre Situation bringt. Webs Verkorkstheit hat auch so manches mit seinem sehr ungewöhnlichen familiären Hintergrund zu schaffen. Seine Mutter ist vor Jahren ausgestiegen und führt ein sehr fragwürdiges bekifftes Leben in Oregon, wo sie Beeren und Cannabis anbaut. Sein Vater ist ein alter zynischer Säufer, der keine Gelegenheit auslässt um Web seine schräge Lebensphilosophie vorzukauen. Einziger Lichtblick ist besagter Freund Chev, dem ein Tattoostudio gehört, genau dort wird Web von Po Sin angeheuert, ihm in seiner Firma Clean Team auszuhelfen. Das Clean Team ist auf Tatortreinigung spezialisiert. Dachte Web zu Anfang, er macht diesen, wie er es sagt “Scheißjob” nur bis er wieder Geld von seiner Mutter bekommt, wird es schnell zu einer Leidenschaft - seiner Bestimmung. Die Gegebenheiten sind meist blutig, aber auch Scheißebeutel zu sammeln, macht wohl einen Reiz aus, denn genau das hatte Web an seinem ersten Arbeitstag zu tun und geschadet hat es ihm nicht. Huston hat hier eine 1a Geschichte hingelegt. Voll mit morbiden Humor und einem Hauptprotagonisten, der einem ob des fiesen Mundwerks und Verhaltens einfach ans Herz wächst und das ganze Seite um Seite mehr. Bitte mehr von Webster und dem Clean Team.

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  • Rezension zu "Das Clean Team" von Charlie Huston

    Das Clean Team
    freitaggibtsfisch

    freitaggibtsfisch

    02. December 2009 um 21:44

    web verbringt sein leben in los angeles in lethargie auf dem sofa, den rest des tages schläft er oder hängt im tattoo-studio seines besten freundes chev ab. von dem er auch mehr oder weniger lebt. bis chev die schnauze voll hat und ihm ein ultimatum stellt endlich sein leben auf die reihe zu bekommen und selbst für sich zu sorgen. da kommt po sin gerade recht, der für chev den sondermüll entsorgt. po sin bietet web einen job als tatortreiniger an. auf geht's in einen rasanten schlamasel, inkl. scheiße bis zum hals, hirn von der tapete kratzen, gewebestückchen aufsammeln, blutflecken aus teppichen schnippeln und ähnlichen zeitvertreib. er lernt welchen sauereiradius ein kopfschuß hat und sonstige, wichtige dinge die für das tägliche überleben im tatotrreinigungsgeschäft nötig sind. herrlich gezeichnete charaktere - einer skurriler als der andere - schlagfertige dialoge. gerne mal derb und mit dem F-wort wird nicht gespart. das ganze erinnert teilweise an tarantino filme. spaßige geschichte, grandiose umsetzung.

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