Charlie Jane Anders Alle Vögel unter dem Himmel

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Inhaltsangabe zu „Alle Vögel unter dem Himmel“ von Charlie Jane Anders

›Alle Vögel unter dem Himmel‹ von Charlie Jane Anders ist vieles: ein magischer Science-Fiction-Roman, eine unvergessliche Liebesgeschichte zwischen einer Hexe und einem Nerd – und eine feinsinnige Bestandsaufnahme des modernen Lebens. Patricia Delfine merkt früh, dass sie eine Hexe ist. Schließlich kann sie mit den Vögeln sprechen – oder konnte es früher zumindest einmal (an jenem warmen Sommertag). Laurence Armstead ist ein Nerd: Schon als Highschool-Schüler erfindet er in seinem Kinderzimmer eine Zeitmaschine, die es ihm erlaubt, zwei Sekunden in die Zukunft zu reisen. Obwohl sie unterschiedlicher nicht sein könnten, werden sie schnell Freunde. Gegen Ende der Schulzeit verlieren sie sich aus den Augen, nur um sich einige Jahre später in San Francisco wiederzutreffen: Doch der Zeitpunkt ist denkbar ungünstig: Die Welt wird gerade von einer ökologischen Katastrophe heimgesucht: Ganze Regionen versinken im Meer, Flüchtlingsströme durchziehen die Welt. Wissenschaftler wie Hexen suchen nach einem Ausweg, können sich jedoch nicht einigen. Laurence und Patricia finden sich auf unterschiedlichen Seiten der Auseinandersetzung wieder und müssen sich fragen: Wem können wir trauen, wenn die Welt aus den Fugen gerät, dem Verstand oder dem Gefühl? »Was für ein großartiges Buch! Eine wunderbare Synthese aus Magie und Technik, Freude und Leid, Romantik und Weisheit. Ein absolutes Muss.« Lev Grossman Für Leser von Michael Chabon, Jonathan Lethem und Armistead Maupi n

Schöne Idee die leider seltsam emotionslos erzählt wird. Hatte mir mehr erwartet.

— alice169
alice169

Sehr kreative Mischung aus Sci-Fi, Fantasy und Realität mit kleiner Kritik

— Skyline-Of-Books
Skyline-Of-Books

Die Idee finde ich schön, aber es ist teilweise etwas wirr und anstrengend zu lesen. Da gäbe es mehr Potential

— Inside1
Inside1

Skurril, klug, gesellschaftskritisch - etwas abgedreht, aber es hat mich gut unterhalten! 4 Sterne!

— Isaopera
Isaopera

Kritisch, klug und unterhaltsam

— Fantasie_und_Träumerei
Fantasie_und_Träumerei

Der Anfang war schön, dann ging es immer mehr in eine Richtung, mit der ich nicht zurecht fand.

— Seelensplitter
Seelensplitter

Hatte höhe Erwartungen nach dem Klappentext, doch diese wurden leider nicht erfüllt.

— Fruechtchen95
Fruechtchen95

Nach 200 Seiten abgebrochen.

— Ellisaurier
Ellisaurier

Irgendwie mochte ich das Buch, die Geschichte, die Idee, die Charaktere und doch ist da am Ende nur ein großes Fragezeichen übrig.

— MissGoldblatt
MissGoldblatt

Ein großartiges Buch, das so viel, auf so vielen Ebenen zu bieten hat. Ich kann es nur jedem empfehlen.

— CocuriRuby
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  • Sehr kreative Mischung aus Sci-Fi, Fantasy und Realität mit kleiner Kritik

    Alle Vögel unter dem Himmel
    Skyline-Of-Books

    Skyline-Of-Books

    17. September 2017 um 13:12

    Klappentext „Patricia Delfine merkt früh, dass sie eine Hexe ist. Schließlich kann sie mit den Vögeln sprechen – oder konnte es früher zumindest einmal (an jenem warmen Sommertag). Laurence Armstead ist ein Nerd: Schon als Highschool-Schüler erfindet er in seinem Kinderzimmer eine Zeitmaschine, die es ihm erlaubt, zwei Sekunden in die Zukunft zu reisen. Obwohl sie unterschiedlicher nicht sein könnten, werden sie schnell Freunde. Gegen Ende der Schulzeit verlieren sie sich aus den Augen, nur um sich einige Jahre später in San Francisco wiederzutreffen: Doch der Zeitpunkt ist denkbar ungünstig: Die Welt wird gerade von einer ökologischen Katastrophe heimgesucht: Ganze Regionen versinken im Meer, Flüchtlingsströme durchziehen die Welt. Wissenschaftler wie Hexen suchen nach einem Ausweg, können sich jedoch nicht einigen. Laurence und Patricia finden sich auf unterschiedlichen Seiten der Auseinandersetzung wieder und müssen sich fragen: Wem können wir trauen, wenn die Welt aus den Fugen gerät, dem Verstand oder dem Gefühl?“   Gestaltung Für einen Science-Fiction-Roman ist das Cover ziemlich außergewöhnlich und unscheinbar – und genau das macht es gerade zu einem besonderen Hingucker. Vor dem blauen Hintergrund sehen die Vögel und Sterne sehr schön aus. Zudem wirkt das Cover auf mich gar nicht so wie das eines Fantasyromanes, vielmehr erinnert es mich an ein Stoffmuster einer Bluse. Das ist mal etwas ganz anderes! Zudem ist es schön schlicht und mit den geradlinigen Buchstaben auch sehr elegant. Dieses besondere Cover passt wirklich hervorragend zu der mehr als besonderen Geschichte dieses Buches.   Meine Meinung Nerd trifft auf Hexe! Wenn das nicht mal eine spannende Grundidee ist, dann weiß ich auch nicht weiter. Alleine dieser Gedanke hat mich zu „Alle Vögel unter dem Himmel“ greifen lassen und nun auch nach dem Lesen muss ich sagen, dass ich sehr begeistert von der tollen Idee des Buches. Charlie Jane Anders kombiniert hier unsere moderne Realität sowie unsere Alltagsprobleme mit Wissenschaft, Technik und Hexen. Das hat mir wirklich sehr gefallen. Gerade dass die Autorin auch Probleme aufgreift, die sehr aktuell sind, fand ich klasse. So begegnen dem Leser neben Klimakatastrophen wie dem Versinken bestimmter Länder im Meer auch Flüchtlingskrisen. Aktualität pur!   Kombiniert wird dies mit einer Liebesgeschichte zwischen der Hexe Patricia und dem Wissenschafts-Nerd Laurence. Hier wurde ich mit manchmal sehr intensiven Liebesszenen überraschz, mit denen ich ehrlich gesagt gar nicht gerechnet hatte. Ich hatte schon erwartet, dass es um die Gefühle zwischen den beiden geht, aber eigentlich hatte ich nicht mit solchen Szenen gerechnet. So gab es einfach ab und an erotische Szenen, die für mich nicht unbedingt nötig gewesen wären und die ich in dieser Geschichte nicht gebraucht hätte.   Der Konflikt zwischen den zwei Seiten (Wissenschaft und Hexen) gefiel mir wiederum sehr, denn dies führte zu einigen Komplikationen und Konflikten bei der Suche nach der Lösung der Katastrophen und auch für Patricia und Laurence. Diese Lösungsansätze haben sehr schön leicht futuristische Technik mit Fantasy in Form von Hexen und Magie vermischt, was ich unglaublich kreativ fand.   Zudem fand ich die Idee der Autorin, das Buch mit der Kindheit der Protagonisten beginnen zu lassen, sehr klasse. So lernte man Laurence und Patricia schon von klein auf kennen und konnte ihre Denkweisen und Hintergründe viel besser verstehen. Zudem scheut Charlie Jane Anders auch nicht vor Zeitsprüngen, egal wie groß, denn nach der Kindheit erleben wir die Hexe und den Nerd wie sie sich als Erwachsene wiederbegegnen. Hierbei muss ich aber auch anmerken, dass für mich die zweite Hälfte etwas langgezogen wirkte und ich nur mühsam vorankam. Woran dies genau lag, kann ich gar nicht genau benennen, aber irgendwie fehlte mir das gewisse Etwas, das mich gepackt und nicht mehr losgelassen hat.   Fazit „Alle Vögel unter dem Himmel“ verbindet Science-Fiction, Fantasy und unsere reale Welt auf kreative Weise. Der Ideenreichtum der Autorin war grandios und vor allem dass sie wirklich aktuelle Probleme und Zeitströmungen eingefangen und deren möglichen, zukünftigen Entwicklungen dargestellt hat, hat mich beeindruckt. Gleichzeitig fehlte mir in der zweiten Hälfte der Handlung ein wenig das gewisse „Mehr“, das mich vollends mitgerissen hätte. Zudem gab es ab und an Szenen, mit denen ich gar nicht gerechnet hatte und die für mich auch nicht zwingend nötig gewesen wären. Gute 3 von 5 Sternen!   Reihen-Infos Einzelband  

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  • Ich war erleichtert, dass es vorbei war

    Alle Vögel unter dem Himmel
    Griinsekatze

    Griinsekatze

    27. August 2017 um 11:48

    Das Buch "Alle Vögel unter dem Himmel" ist wirklich ganz anders als erwartet. Es hat mich leider total enttäuscht! Durch den Klappentext erfahren wir, dass die beiden Protagonisten Patricia und Laurence sich seit der Schule kennen, jeder seinen Weg geht und beide auf unterschiedlichen Seiten wieder aufeinandertreffen, dass Hexenkraft und Technik eine Rolle spielen ist auch klar, aber was die Autorin daraus gemacht hat, hat mich einfach verwirrt zurückgelassen. Patricia ist Außenseiterin an ihrer Schule und durch die Gerüchteküche wird sie von ihren Mitschülern ausgestoßen, nur Laurence hält ab und an zu ihr, da auch er nicht den besten Stand in der Schule hat. So entwickelt sich so etwas wie Freundschaft zwischen den beiden. Die Zeit in der Schule war noch okay. Emotional konnte es mich zwar gar nicht packen und es wurde auch immer übertriebener, aber es war eine Grundlage, um die beiden Charaktere ein bisschen kennen zulernen. Dann folgte ein Sprung und wir treffen Patricia und Laurence als Erwachsene wieder. Patricia ist nun eine ausgebildete Hexe. Immer mal wieder kommen ihre Kräfte zum Einsatz und das ist auch der einzige Teil, der mir an dem Buch gefallen hat. Die Art wie Patricia hext. Laurence ist vollends zu einem Nerd geworden und arbeitet an einem wissenschaftlichen Projekt. Die Beziehung der beiden ist ein ewiges Hin und Her. In der Schule angefangen schwankt die Freundschaft, nach dem Wiedersehen weiß man auch nicht, was nun aus den beiden geworden ist und dann als endlich eine Zeit kam, in der sich die Beziehung der beiden entwickelt, wird man mit einer kurzen Nacherzählung abgespeist. Durch den, für mich sehr emotionslosen Schreibstil, konnte ich keine Bindung zu den beiden Charakteren aufbauen und fand sie einfach oberflächlich. Die Charaktere waren aber nicht das einzige Problem. Dazu kam noch die Geschichte. Ich kann nicht mal richtig wiedergeben, um was es geht, da es so verwirrend, nicht gut ausgearbeitet und durcheinander ist. Die Welt steht am Abgrund und soll gerettet werden. Laurecne ist teil eines Lösungsweges, der den Hexen nicht gefällt. Obwohl mir klar war, dass es auch um Technik gehen wird, habe ich nicht mit so viele Sci-Fi Elementen gerechnet. Mir haben die Hintergrunderklärungen gefehlt bzw. waren sie einfach nicht ausführlich genug. Ich hatte beim Lesen ständig das Gefühl, ich komme nicht vom Fleck, dann gab es einen Sprung und ich war verwirrt. Als ob ich etwas nicht mitbekommen habe, oder die Autorin voraussetzt, dass ich das weiß. Meiner Meinung nach lag der Fokus der Autorin einfach auf den falschen Dingen.FazitNach Beenden habe ich mich einfach verwirrt gefühlt und war erleichtert, dass es endlich vorbei war "Alle Vögel unter dem Himmel" war absolut nicht mein Buch.

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  • Spleelig, magisch und durchweg besonders ...

    Alle Vögel unter dem Himmel
    Damaris

    Damaris

    19. July 2017 um 11:57

    "Alle Vögel unter dem Himmel" handelt von einer Freundschaft zwischen einem Nerd und einer Hexe, einer Welt am Rande des Abgrunds und von einem Kampf zwischen Wissenschaft und Magie. Das klingt nach einem Roman, indem sich Fantasy und Science Fiction vermischen. Und so ist es auch, auf eine spleenige manchmal unkonventionelle Art. Genau darum kam ich mit der Geschichte auch bestens zurecht. Wer ein besonderes Leseerlebnis sucht, der wird hier auf alle Fälle fündig.Wann die Geschichte genau spielt, konnte ich nicht richtig zuordnen, das bleibt wohl auch das Geheimnis der Autorin. Wegen diverser bekannter Gegenstände und Aussagen kann man jedoch davon ausgehen, dass das propagierte Zukunftsszenario nicht allzu weit vom Jetzt entfernt ist. Technisch ist alles etwas weiter fortgeschritten, ökologisch leben die Protagonisten in einer Zeit des negativen Wandels.Bevor das Buch jedoch auf den Höhepunkt, den Grundkonflikt der Geschichte zusteuert, lernt man Patricia und Laurence als Kinder kennen. Dieser Part gefiel mir am besten, denn er gibt einen guten Einblick ihrer Gefühle und Lebensumstände. Patricia und Laurence waren schon immer besonders, beide auf ihre Art nerdig, und das bekommen sie von ihren Eltern und Mitschülern knallhart zu spüren. Was sie durchmachen müssen, tat mir sehr leid und hat mich richtig erschüttert. Folglich finden die junge Hexe und der nerdige Sonderling irgendwie zusammen, sie geben sich unbewusst Halt, wenn zuerst auch widerwillig und nicht ganz freiwillig.Die Handlung hat mehrere Zeitsprünge, den größten, als sich Laurence und Patricia ein paar Jahre nach ihrer Kindheit zufällig wieder über den Weg laufen. In welchem Zustand die Welt nun ist, bekommt man als Leser nach und nach mit. Auch, dass die Gruppe der Hexen und die Gruppe der Wissenschaftler unterschiedliche Ziele verfolgen, was der Ausweg für die Menschheit bei einem ökologischen Zusammenbruch der Erde sein könnte, was ihr Überleben sichern könnte.Im zweiten Teil hatte das Buch für mich einen kleinen Hänger, dahingehend, dass mir die Handlung etwas lang wurde und ich zwischen Wissenschaft und Magie mehr Gefühl erwartet hätte. Obwohl sprachlich sehr gut, bzw. wunderbar übersetzt, kann die Geschichte manchmal etwas nüchtern oder pragmatisch erscheinen. Vielleicht ist das ja gerade das Besondere daran. Trotzdem liest sich "Alle Vögel unter dem Himmel" wirkungsvoll und oft ernsthaft, hat aber auch einen unterschwelligen Humor, der zuweilen erfrischend komisch daherkommt. Das Buch ist aber auch sehr eigen und geizt nicht mit Elementen der magischen, märchenhaften Fantasy und futuristischen Science Fiction. Am Ende erschafft die Autorin damit eine Kombination, die mir in ihrer Ausführung zwar nicht neu war, die mich aber tatsächlich ein bisschen überwältigt zurückgelassen hat. Auf mich wirkte der Schluss fast ein bisschen verträumt ... und sehr hoffnungsvoll.Das Fazit"Alle Vögel unter dem Himmel" ist ein sehr ungewöhnlicher Roman, der Fantasy und Science Fiction auf eine frische und moderne Weise verbindet. Damit spricht das Buch Leser beider Genre an. Die Geschichte ist spleenig und eindrucksvoll gleichermaßen, hätte aber in ihrer Ausführung, vor allem zwischen den beiden Hauptprotagonisten, gefühlvoller sein dürfen, um den Grundkonflikt stärker hervorzuheben. Es bleibt jedoch ein besonderes Buch, dass sich mit seiner nerdig-magisch-märchenhaft-futuristischen Art in keine Schublade stecken lässt und damit stark fesselt. 4 von 5 Sterne gibt es von mir für dieses Debüt.

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  • eBook Kommentar zu Alle Vögel unter dem Himmel von Charlie Jane Anders

    Alle Vögel unter dem Himmel
    Sonja

    Sonja

    11. July 2017 um 08:32 via eBook 'Alle Vögel unter dem Himmel'

    Zusammenhanglos und sprachlich belanglos. Leider von der Zeitschrift Brigitte als Buchtip empfohlen. Fuer mich eine voellige Fehleinschaetzung. Schade um die Zeit. Eine Kurzgeschichte die sich nicht entwickelt.

  • Seltsames Buch...

    Alle Vögel unter dem Himmel
    TigorA

    TigorA

    04. July 2017 um 19:27

    Meinung Ich hatte nach lesen des Klappentextes sofort Lust dieses Buch zu lesen. Es hört sich so anders und innovativ an. Leider konnte mich die Umsetzung nicht so richtig überzeugen und hat mich eher irritiert und etwas zwiespältig zurück gelassen.Der Anfang des Buches war noch wirklich vielversprechend und es ging gut los. Aber so nach und nach häuften sich die komischen Szenen, die für mein Gefühl sehr deplatziert wirkten und nichts zu der Geschichte beigetragen haben.Vielleicht lag es am Schreibstil, der ein wenig gewöhnungsbedürftig daher kommt. Es wechselt zwischen tollen, bildhaften Beschreibungen und eher groben Ausdrücken. Wahrscheinlich ein gewolltest Stilmittel der Autorin, aber leider nicht mein Geschmack. Dieses Ungleichgewicht hat mich stutzig gemacht und irgendwie dazu beigetragen, dass ich die Lektüre nicht richtig genießen konnte. Es hat mich immer wieder raus gebracht und keinen angenehmen Lesefluss ergeben.Ab der zweiten Hälfte, als die Protagonisten bereits erwachsen sind, wurde es dann etwas besser. Trotzdem gab es auch da zwischendurch immer wieder diese seltsamen Szenen und Beschreibungen der Autorin, die mir kein gutes Lesegefühl gegeben haben.Ich versuche mal ein Beispiel zu geben: Es gibt eine Szene, in der Protagonist Laurence nackt in einen Schuppen gesperrt wird. Alles ganz schlimm und dramatisch, eigentlich möchte ich mit Laurence mitleiden wie er da hockt und dann kommt ein Satz wie "seine Eier lagen auf dem kalten Boden"... äh... Entschuldigung, aber: too much Information. Oder wie eine Zeile aus einem Liedtext von "Die Ärzte" besagt: Das sind Dinge, die ich gar nicht wissen will.Versteht ihr was ich meine? Es gab dauernd solche Störfaktoren, die skurril wirken und der Geschichte eine besondere Note verleihen sollten, für mich aber letztendlich nur lächerlich waren.Die Idee an sich und was für ein Gedanke hinter der Story steckt, fand ich aber richtig toll. Auch der Genremix und wie die Autorin die Elemente Fantasy und Sci-Fi miteinander verbunden hat, war super und hätte genug Stoff für eine fantastische Geschichte geboten. Es hätte wirklich eine wunderschöne Geschichte werden können, wenn die Umsetzung etwas anders gewesen wäre und nicht stellenweise so... plump. Denn es gab auch durchaus Szenen die super beschrieben wurden. Die Autorin hätte es also gekonnt, wenn sie gewollt hätte. Aber so konnte ich leider nichts damit anfangen.Die Charaktere an sich waren schon so gestaltet, dass man sie durchaus mögen kann. Es sind keine perfekten Menschen, beide teilen ein ähnliches Schicksal, sind die Außenseiter der Schule und raufen sich zusammen. An sich also gar nicht mal so unsympathisch und manche Gefühlsregungen konnte ich auch gut nachvollziehen. Aber auch hier fehlte mir ein wenig der Feinschliff.Auch das Ende und wie der große Showdown gestaltet wurde, hätten meiner Meinung nach eine etwas detailliertere Ausarbeitung vertragen können. Plötzlich war es so weit, das Ende naht. Man wird als Leser vor vollendete Tatsachen gestellt, man nimmt es zur Kenntnis, aber so richtig spannend und fesselnd war es dann leider nicht. Die Auflösung hat mir eher ein genervtes "Echt jetzt?! Das war's?" entlockt, als ein befriedigtes Zuklappen der Lektüre.  Fazit Schade, aber es hat mich tatsächlich ein wenig enttäuscht. Es war nett für zwischendurch, aber es gab so viele seltsame Stellen in diesem Buch, die es mir einfach ein bisschen vermiest haben. Und ich hätte mir wirklich gewünscht, dass die Autorin noch mehr aus dieser tollen Thematik herausholt. So leider nur schwaches Mittelmaß und nicht wirklich eine Empfehlung. 2,5 Sterne von mir.

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  • Alle Vögel unter dem Himmel

    Alle Vögel unter dem Himmel
    Fantasie_und_Träumerei

    Fantasie_und_Träumerei

    02. July 2017 um 20:04

    Whow! Nie im Leben hätte ich hinter Klappentext und Cover so eine fantasievolle, Ideenreiche und spannende Geschichte erwartet. Charlie Jane Anders hat mich so begeistert und gefesselt, dass ich richtig traurig darüber bin, das Buch bereits beendet zu haben.Patricia und Laurence sind zwei Außenseiter. Sie Hexe, er Wissenschaftsnerd. Nicht gerade die Persönlichkeitsmerkmale, die in der High School zu großer Beliebtheit führen. Hänseleien und Gewalt ausgesetzt, finden sie zueinander, werden so etwas wie Freunde in der Not. Tiefschneidende Ereignisse führen dazu, dass die beiden sich aus den Augen verlieren.Jahre später finden sie sich wieder. Beide haben versucht ihren Traum zu leben. Laurence als großer Wissenschaftler, Patricia als Hexe. In beiden brodeln nach wie vor die Ereignisse aus der Kindheit und Jugendzeit. Geringes Selbstbewusstsein, Minderwertigkeitskomplexe, der Wunsch es allen Recht zu machen und Menschen von Not und Angst zu heilen, sind die Gefühle mit denen sich beide auf ihre Art auseinandersetzen müssen. Während junge Menschen mit ihren privaten Problemen kämpfen, schippert die Welt dem Abgrund entgegen. Stürme, Unwetter und Naturkatastrophen nehmen zu. Die Welt scheint sich für das zu rächen zu wollen, was man ihr seit etlichen Jahren zumutet. Ein Ausweg muss her. Doch welcher ist der richtige? Und ist die Welt überhaupt noch zu retten?Charlie Jane Anders zeigt auf ganz beeindruckende Art, was die phantastische Literatur zu leisten vermag. AutorenInnen haben in diesem Genre die Option ihrer Fantasie freien Lauf, Ideen sprudeln zu lassen, mit Farben, Worten und Bildern zu spielen und das Unmögliche möglich zu machen. Charlie Jane Anders macht sich all diese Möglichkeiten zu Nutze und wählt ein Setting, das sehr nah an der Realität ist.Mit fabelhaft bissigem, ironischem Unterton erzählt sie eine Geschichte, die gleichfalls unterhaltsam und kritisch ist. Prototypen stehen extrem individuellen Charakteren gegenüber, verflechten sich zum Kampf zwischen Dummheit und Cleverness und ganz nebenbei geht die Welt zugrunde. Viele Ideen perfekt verwoben. Besonderes Augenmerk liegt a) auf dem Verhalten der Menschen, dass - wie in der Realität auch - nicht immer nachvollziehbar ist und b) auf dem verschwenderischen Umgang mit unserem Planeten, so als sei er ein nachwachsendes Etwas, unerschütterlich bis in die Grundfeste. Nach uns die Sinnflut.Trotz deutlich phantastischen Elementen wie Zauber und Zeitreisen, fühle ich mich von mehr Realität umgeben, als in manchem Sachbuch. Die zum Teil überzogene Darstellung einiger Problematiken, die nicht Naturgegeben sind, sondern deshalb verursacht werden, weil wir Menschen uns über die Dinge stellen, sorgt dafür, dass ich als Leser diese Probleme klar und deutlich vor Augen habe. Deutlicher kann ein Wink mit dem Zaunpfahl kaum sein und doch ist es kein erhobener Zeigefinger, sondern eher nach dem Motto:"Merkste selbst, dass es nicht so gut läuft". Nicht nur im Bereich Umweltschutz, sondern auch oder vor allem, auf Zwischenmenschlicher Ebene.Du siehst - ich bin begeistert. Restlos! "Alle Vögel unter dem Himmel" ist nicht nur ausgesprochen klug, sondern auch extrem unterhaltsam. Lässig geschrieben, tiefgründig, und so voller Überraschungen, dass niemals Spannung verloren geht. Ich hoffe, dass Autorin Charlie Jane Anders noch mehr solch tolle Romane liefern wird.

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  • Leider enttäuschte mich das Buch bis zum Ende hin.

    Alle Vögel unter dem Himmel
    Seelensplitter

    Seelensplitter

    11. June 2017 um 09:50

    Meine Meinung zum Buch:Alle Vögel unter dem HimmelAufmerksamkeit:Diesen Punkt erläutere ich auf meiner Original Rezension bei mir auf dem Blog.Inhalt in meinen Worten:Die Welt mal eben retten, doch ist das möglich?Diesem Ziel sind Patricia und Laurence ausgesetzt doch mit den verschiedensten Aufgaben, die es nur geben kann.Als beide auch noch einander zu lieben lernen, wird klar, sie können so nicht voran kommen, wie sie letztlich das alles auflösen, in dem sie stecken, das muss euch das Buch selbst erzählen.Wie ich das Buch fand:Ich tat mir leider mit diesem Buch gerade zum Ende hin, sehr sehr schwer. Innerlich ausgestiegen bin ich aber bei der Sexszene die doch ziemlich scharf dargestellt worden ist, und wo ich mich auch fragte, müssen es gerade diese Worte sein? Da gehe ich aber im Punkt Schreibstil näher ein.Ansonsten ist das Buch in vier einzelne Bücher (zumindest laut der Seitenbeschreibung), die doch zusammenhängen, aber andere Zeiten ankündigen, aufgeteilt. An sich eine tolle Idee.Gerade die Zeit als die beiden noch Kinder waren (Patricia und Laurence) fand ich die Geschichte richtig toll, doch nach und nach wandelte sich die Geschichte und ich kam nicht mehr mit.Fantasieanteile:Sind klar gegeben durch die Hexengeschichte, die viel Potenzial hatte. Aber am meisten waren die Sci-Fi Elemente da. Was an sich nicht tragisch ist, weil ich das bisher am meisten bei Fischer Tor entdecken konnte.Logisch:An sich finde ich das Buch gerade durch die Art wie es aufgebaut worden ist, logisch.Dafür ging aber durch die Spannung sehr viel verloren, und auch in der Mitte schreckten mich einige Elemente aus dem Buch ab, auf die ich persönlich nicht gefasst war.Spannend:Für mich war das Buch irgendwann an meinem Nervenende angekommen, weil ich nicht so schnell mitgekommen bin, wie die Autorin es letztlich von mir gefordert hatte. Irgendwie fühlte ich mich hier innerlich etwas wie im Autoscooter, ich musste ständig neu mitgehen, ständig neu mich einfinden, und wenn ich das Gefühl hatte, endlich hab ich das Buch gepackt ging es weiter in die nächste steile Kurve, so hab ich irgendwann und irgendwie den Halt verloren und flog aus dem Buch raus. Obwohl ich bis zur letzten Seite gelesen habe, und mir dachte, was das ist das Ende? Ich vermute hier kommt noch ein zweiter Teil.Genremix:Ein Buch das nicht meinem einzigen Genre auskommen mag. Einerseits gibt es Fantasyelemente, doch vor allem auch Sci-Fi (vor allem Zeitreise und Wurmlöcher), eine fast schon anmutende SoG Szene und noch andere Dinge.Charaktere:Leider waren die Hauptcharaktere irgendwie blass für mich, und ich konnte sie nicht völlig greifen, woran das lag, weiß ich nicht. Jedoch hätte ich mir gewünscht, das die Autorin hier noch viel mehr hinein investiert hätte, als in die Nebencharaktere.Schreibstil:Die Autorin hat mich zu Anfang sehr in eine kindliche Welt geschickt, die mir aber gut gefallen hatte, nach und nach bin ich dann aber mit den Charakteren Erwachsen geworden und auch der Schreibstil änderte sich von einer schönen Schreibart (zumindest für mich) in eine sehr derpe und harte Sprache. Da lese ich z.B. bei der Sexuellen Handlung, das sein "Schwanz" steif wurde, und das fand ich dann für mich persönlich nicht angebracht, muss dazu aber auch sagen, ich gehe prinzipiell Büchern aus dem Weg die irgendwie auf das Sexuelle anspielen, weil ich das oft nicht angenehm sondern schmutzig empfinde, und gerade das empfand ich leider auch in diesem Buch. Anfangs dachte ich sogar oh ein Mann hat sicherlich das Buch geschrieben, und weiß wie er zu Anfang meinen Nerv treffen kann, doch bei der Sexuellen Szene dachte ich mir, das scheint mir eine Frau zu sein und schwupps als ich mir das Autorenfoto ansah, bestätigte sich das. Eigentlich ist der Punkt schwachsinnig zu erwähnen, doch für mich war es störend und es hat mich völlig aus der Geschichte geschmissen, ich finde man muss keine derpen und so ausufernde Bilder und Sprache nutzen, um einem Leser deutlich zu machen was gerade passiert. Das erwarte ich zumindest nicht in solchen Romanen sondern eher im SoG und sonstigen Buchbereichen.Anfangs hatte mich die Autorin in ihren Bann gezogen, doch nach ca 250 Seiten schmiss sie mich aus der Geschichte dank der Sprache, dank der Handlungen und dank der Verwirrenden Handlungen raus, was ich schade fand, ich hoffte auch wenn ich weiter lese, dass ich wieder im Buch ankommen darf, doch genau das war nicht der Fall.Fazit:Eine Geschichte die mich in ihren Bann zu Anfang zog, ich irgendwann aber aus dem ganzen geschehen wieder unsanft raus gekickt hat und mich irgendwie verwirrte, was ich als sehr schade empfand. Gerade wenn ich mir die Rezension von anderen ansehe die diesem Buch ganze fünf Sterne geben konnten.Doch für mich waren es mehrere Punkte, warum ich ausgestiegen bin und ich hoffe das ich dann bei den anderen Fischer Tor Büchern wieder Glück habe und ich mich gut einfinden kann.Empfehlung:Auch wenn mir persönlich das Buch zu viel geworden ist und es für mich zu rasant und zu steil wurde, heißt es nicht, das andere mit diesem Buch keine Freude haben, diese positiven Stimmen findet ihr auf jeden Fall bei Amazon, für mich war das Buch aber zu sehr an SoG und anderen solchen Büchern angesiedelt und irgendwann war es mir zu viel und ich kam mit dem rasanten Erzählstil der Autorin nicht mehr zurecht. Mag sein, dass ich zu hart urteile, falsches erwartete, aber ich hatte eigentlich gedacht, das Buch kann ich bei Sonea, und anderen Titeln vergleichen.Wer aber ein eingefleischter Fan von Sci-Fi Fan ist, könnte seine Freude an diesem Buch finden.Bewertung:Nachdem ich mit diesem Buch mehr Kritik- als Lobes Punkte fand, möchte ich dem Buch nur zwei Sterne geben.Der Anfang hatte mich mitgerissen, die Themenauswahl war interessant, aber die Sprache fand ich irgendwann unangenehm, vor allem als es um das Sexuelle ging und zu guter letzt jagte mich die Autorin in verschiedene Richtungen wo ich einfach nicht mehr sah, wo es nun hin geht. Das Buch und die Geschichte ist für mich jedoch auch nicht völlig am Ende hingekommen, sondern hat noch zu viele Elemente die derzeit noch in das Leere verlaufen, deswegen vermute ich, das ein zweiter Teil kommen wird.

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  • Fantasiereiches SF-Märchen zum Nachdenken

    Alle Vögel unter dem Himmel
    Caydence

    Caydence

    18. May 2017 um 17:38

    Der Name der Autorin ist bei diesem Buch Programm. Denn es ist "Anders"! Es beginnt schon mit der ungewöhnlichen Kindheitsgeschichte zweier Außenseiter, die aus jeglichem Verhaltensrahmen fallen und deshalb von ihrem Umfeld nicht akzeptiert und gemobbt werden. Patricia hat in ihrer Schule den Ruf als satanische Psychopathin, die mit Tieren redet und Laurence als verrückter Nerd, der komische Maschinen baut. Sogar ihre jeweiligen Eltern halten sie für gestört und verweigern ihnen den familiären Rückhalt bis hin zu grausamen Strafen. So werden sie zu einer Schicksalsgemeinschaft, die schließlich in eine Freundschaft mündet. Doch ihre unterschiedlichen Begabungen führen in der Zukunft dazu, dass sie sich in feindlichen Lagern gegenüberstehen, als es um nicht weniger geht, als die Welt zu retten... Dieses fantasiereiche Science-Fiction-Märchen hat mich von der ersten Seite an in seinen Bann gezogen. Es beinhaltet viele philosophische Gedanken über die Beziehung der Menschen zur Natur und Technik, die sehr nachdenklich machen. Teilweise ist es schwer zu verstehen bzw. vorstellbar, gerade wenn man keine physikalischen Kenntnisse hat, aber die Ideen sind trotzdem faszinierend. Sehr angenehm finde ich die Entwicklung der Liebesgeschichte, da sie nicht im Vordergrund steht und auch in keiner Weise den üblichen, kitschigen Romanzen ähnelt. Sie fügt sich realistisch und überzeugend in die Geschichte ein, so dass man die Gedanken und Handlungen der beiden Protagonisten vollkommen akzeptieren und nachvollziehen kann. Obwohl es erst am Ende zu einem spannenden und dramatischen Höhepunkt kommt, habe ich mich beim Lesen zu keiner Zeit gelangweilt. Dieser Roman ist wirklich etwas Besonderes und er hat mich sehr gut unterhalten und zum Nachdenken gebracht.

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  • Konnte mich leider nicht fesseln

    Alle Vögel unter dem Himmel
    Buchraettin

    Buchraettin

    17. May 2017 um 08:28

    Ein Mädchen, das mit Vögeln sprechen kann. Ein Junge, der eine Zeitmaschine erfindet. In der Schule lernen sie sich kennen und sehen sich dann Jahre später wieder.  Aber die Erde ist nicht mehr so, wie wir sie kennen. Anfangs hat mir die Geschichte gut gefallen. Es klingt spannend, mit ihrer Fähigkeit mit Vögeln zu sprechen. Laurence, der Erfinder, macht als Figur neugierig.  Ich war anfangs auch ganz begeistert von dem Stil, der mich hier ganz gefangen nahm. Leider muss ich sagen, das Buch ließ von der Spannung her bei mir dann nach. Es wurde mir zu ausführlich beschrieben und die Spannung ließ für mich auch nach. Für mich wurde zu viel auf Kleinigkeiten eingegangen, die mich im Lesefluss nicht wirklich fesseln konnten. Anfangs empfand ich das Buch eher wie ein Jugendbuch, es wurde auch die Sicht der beiden inzwischen Jugendlichen geschildert. Dann springt die Erzählung in die Zukunft. Das Buch unterteil sich in 4 Teile. Mir fehlte hier klar ein zunehmen der Spannung, für mich plätscherte die Geschichte leider und konnte mich nicht in ihren Bann ziehen. Ein Problem für mich war auch, dass ich kein richtiges Bild der Figuren in meinem Kopf bekam. Sie wurden ausführlich beschrieben, aber dennoch hatte ich leider kein richtiges Kopf-Kino beim Lesen. Es war so eine Mischung aus Technik, SF, Magie, Hexen, Erfindungen, ökologischen Katastrophen. Die Idee hat mir eigentlich gefallen, aber die Geschichte konnte mich leider nicht fesseln. 2, 5 Sterne

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  • Frisch und anders, aber unter den Erwartungen

    Alle Vögel unter dem Himmel
    MissGoldblatt

    MissGoldblatt

    16. May 2017 um 14:08

    Ich habe mich so auf das Buch von Charlie Jane Anders gefreut. Das Cover hat mich schon direkt angesprochen und auch der Klappentext klang außergewöhnlich, auf eine fantastische und doch irgendwie auch realitätsnahe Art und Weise.Und genau so ist Alle Vögel unter dem Himmel auch. Es ist anders. Kein Buch, was ich mit einem anderen vergleichen könnte, weil sich die Charaktere oder die Geschichte mit irgendetwas, was ich schon vorher gelesen habe, ähnelt. Es war ganz neu und anders und frisch.Die Autorin hat so viele verschiedene Genre-Elemente in dieses Buch gepackt und mich von Anfang an mit den eigenwilligen, aber auch sehr sympathischen Charakteren eingenommen. Ich würde nicht sagen, dass meine Erwartungen übermenschlich waren, aber so ganz ohne bin ich da auch nicht herangegangen. Dazu klang die Geschichte, ein Technik-Nerd der eine Freundschaft mit einer naturliebenden Hexe eingeht und dann die Endlichkeit der Erde verhindern will zu spannend, zu vielversprechend.Der Aufbau allein hat schon einiges an Stimmung hervorgerufen. Das Buch beginnt damit, dass man auf die junge Patricia trifft, die sich im Wald verirrt und auf einen mächtigen Sammelplatz der Vögel, einem Baum, trifft. Dieser Sammelplatz und der Baum sind magisch. Diese Begegnung wird Patricia noch lange im Gedächtnis bleiben und hat mich als Leser sehr schnell in eine Art Sog gezogen, in diese besondere Atmosphäre des Buches.Immer mal wieder passieren Zeitsprünge, in denen wir eben Patricia oder Laurence in verschiedenen Abschnitten ihres Lebens begleiten. Das aber chronologisch in einer Richtung, bis die beiden ungefähr Mitte zwanzig sind. Die erste Begegnung findet mit sehr jungen Jahren statt, bei welcher klar wird, dass beide eher auf der Verliererseite der Gesellschaft stehen. Beide werden von ihrem Umfeld eher ausgegrenzt und klein gehalten. Was mich an dieser Stelle richtig genervt und geärgert hat war, dass die jeweiligen Familien und Eltern der beiden echtes Arschloch-Verhalten an den Tag legen. Und das war es dann schon. Die Eltern haben kein Verständnis für die Leidenschaften und Interessen ihrer Kinder und irgendwer (Geschwister, Lehrer, etc.) können irgendwas komisches sagen und zack – wird ein Verbot ausgesprochen. Das ist sehr eindimensional und platt ausgearbeitet. Aus dem Grund wirken die Familienumstände von Patricia und Laurence nicht nur extrem düster, sondern auch irgendwie zu fiktiv. Warum weshalb so miteinander umgegangen wird, wird gar nicht richtig erklärt.In Alle Vögel unter dem Himmel hatte ich ebenso ganz oft das Gefühl, das gleichzeitig sehr viel und doch sehr wenig passiert. Die Ereignisse ketten sich sehr schnell hintereinander und man bekommt als Leser immer wieder neuen Input. Es ist kein atemloser Thriller, allerdings weiß die Autorin eben, den Leser auf Trab zu halten. Das fand ich super und hat mich gerade gegen Ende, wo ich das Buch endlich abschließen wollte, auch gut durchgezogen. Wiederum passiert so viel, dass ich manchmal das leichte Gefühl bekam, dass ich etwas Entscheidendes verpasse.Denn die Autorin bringt zwar durch die Ereignisse sehr viel Leben und Bewegung in die Geschichte, doch fehlt die Prise Ausschmückung, damit man als Leser auch hinterherkommen kann. Zum Beispiel hält sich die Autorin nicht lange mit Umgebungsbeschreibungen auf, oder mit Erklärungen, wie die Welt genau aufgebaut ist, wie Patricia oder Laurence leben, wie es ihnen geht, wie die jeweiligen Netzwerke der beiden später im Erwachsenenleben aussehen. Und das ist entscheidend. Denn Patricia befindet sich einem Hexenzirkel (?) und dort gibt es gewisse Regel und Hierarchien. Das Gleiche gilt für Laurence und seine Wissenschafts-Nerds. Man erfährt das alles ganz grob und das muss eben reichen. Und das tut es eben nicht. So liest man weiter, ohne die  richtigen Schlussfolgerungen gezogen zu haben. Daraus schließend hatte ich immer das Gefühl, irgendwas überlesen oder verpasst zu haben und dieses fantastische Konstrukt bleibt mir als Leser doch irgendwie fremd.Im Großen und Ganzen mochte ich das Buch trotzdem. Es ist nicht perfekt und bei weitem nicht das, was ich mir erhofft hatte. Die Geschichte ist manchmal wirr und etwas unausgegoren. Die Autorin verwendet so viel Ansätze, die dann komplett zwecklos für die Geschichte im Raum stehen, an anderer Stelle aber wieder sehr viel Sinn ergeben. Es ist enorm schwierig zu begründen, warum es eben an gewissen Stellen richtig gut war (allein manche Sätze, siehe die Zitate, sind der Hammer!). Und die Gedankenansätze, die Message, dass Handlungen Konsequenzen haben, auf kleiner und großer Ebene (Thema Umweltverschmutzung und Nachhaltigkeit) sind großartig! Genau so etwas sollte es häufiger im Jugendbuchbereich geben. Trotzdem hätte da noch mehr kommen können, wenn das Buch mehr in die Tiefe gehen würde. Auf so vielen Ebenen. Es war nicht der Schreibstil, der mich so begeistert hat. Oder die Umsetzung. Aber die Idee, der Genremix, die Interaktion zwischen den Charakteren war gut. Es hat Spaß gemacht in diese reale und doch fantastische Welt einzutauchen.Und obwohl ich mir wünschen würde, dass ich das Buch als Highlight deklarieren könnte, kann ich es eben nicht. So fantastisch ich so einiges von dem Drumherum fand, hat eben auch viel Gefühl, Klarheit und irgendwie das gewisse Etwas gefehlt, um all die tollen Sachen miteinander zu verbinden und zu einem echt geilen Buch zu transformieren. Alle Vögel unter dem Himmel hatte das Potential ein richtig gutes Buch zu werden, mit einer wichtigen und richtigen Botschaft, mit den unterschiedlichsten Elementen und doch hat es diese Erwartung, am Ende, nicht erfüllen können.FAZITIrgendwie ist Alle Vögel unter dem Himmel von Charlie Jane Anders echt eine schwierige Kiste. Ich finde es gut geschrieben, das Buch hat einen so vielschichtigen und bunten Inhalt, der mich auch begeistern konnte. Dennoch ist da diese Stimme in meinem Kopf, die das Ende zum Beispiel ziemlich platt und schnell runtergeschrieben findet, dafür das der Rest so ausführlich war und das der rote Faden so kurz vorm Ende einfach ins Nichts führte. Insgesamt ist es ein netter Genremix, mit einer wichtigen Botschaft und dadurch besonders, aber (leider) kein Highlight.

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  • Kreativer Mix aus magischen Elementen und Science Fiction

    Alle Vögel unter dem Himmel
    Girdie

    Girdie

    04. May 2017 um 22:29

    Die US-Amerikanerin Charlie Jane Anders hat schon vieles in mancherlei Form geschrieben, aber „Alle Vögel unter dem Himmel“ ist ihr erster Roman. Er enthält Elemente der Magie und der Science Fiction. Vögel sind es, die einem der Protagonisten, nämlich der sechsjährigen Patricia Delfine sagen, dass sie eine Hexe ist. In der Gegenwart, in der Patricia lebt, werden angesichts einer düsteren Version der Zukunft bald keine Lebewesen mehr die Erde bewohnen und auch kein Sternenhimmel mehr, wie auf dem Cover, zu sehen sein.Patricia bemerkt bereits als Kind, dass sie mit Vögeln reden kann. Doch nach nur einem einzigen Erlebnis versagt diese Fähigkeit wieder. Zunächst bleibt unklar, ob sie vielleicht nur davon geträumt hat. Ein weiterer Protagonist ist Laurence Armstead, der als Jugendlicher eine Uhr bastelt, mit der man zwei Sekunden in die Zukunft reisen kann. Etwa zu diesem Zeitpunkt treffen die beiden Hauptfiguren zum ersten Mal in der Schule aufeinander. Bis hierhin war die Erzählung für mich zwar mysteriös, aber dennoch hätte sie sich zu einer ganz normalen Liebesgeschichte zwischen Patricia und Laurence entwickeln können. Doch weit gefehlt.Eines Tages erhält die Schule mit Theodolphus Rose einen neuen Vertrauenslehrer, der den Posten nur als Tarnung angenommen hat, denn er ist Mitglied eines Ordens der Assassinen. Seit Jahren hat er sich vorgenommen, Patricia und Laurence zu töten, denn er glaubt, dass die beiden an dem zukünftigen Krieg zwischen Magie und Wissenschaft die Schuld tragen werden. Er versucht die beiden gegeneinander auszutricksen. Doch sein Spiel geht nicht auf. Stattdessen schlagen Patricia und Laurence unterschiedliche Wege ein und verlieren sich aus den Augen. Als sie einander wieder begegnen ist die Hexenkraft von Patricia gereift und Laurence hat erste Erfolge auf technischem Gebiet. Auf der Erde kommt es an verschiedenen Orten zu diversen Katastrophen. Es stellt sich die Frage, ob die Fähigkeiten der beiden den drohenden Untergang verhindern können. Oder werden ihre Kenntnisse zur Zerstörung der Erde beitragen? Ihre Freundschaft wird auf eine harte Probe gestellt.Die Geschichte ist ein Mix aus unterschiedlichen Genres. Hierbei hat Charlie Jane Anders eigenes Wissen und Erfahrungen aus unterschiedlichen Bereichen eingebracht. Beschreibungen von wissenschaftlichen und technischen Sachen sind leicht verständlich. Zu Beginn schreibt die Autorin auffassungsmäßig auf der Ebene der sechsjährigen Patricia. Der sprachliche Ausdruck wächst mit dem Alter der Protagonisten. Der Roman besteht aus mehreren Buchteilen, dazwischen liegen Zeitsprünge. Sowohl Patricia und Laurence füllen Lücken in ihrer Vergangenheit immer wieder durch Rückblicke zur Erweiterung des Wissens des Lesers auf.Charlie Jane Anders schreibt mit flinker Feder, manches wirkt wie beiläufig eingebracht, birgt aber so neuartige Ideen, dass es mich immer wieder aufs Neue fasziniert hat. Hin und wieder verliert sie sich etwas in liebevoll gestalteten Details. Gerade bei den fantastischen Elementen des Romans werden ihre Beschreibungen nahezu poetisch. Sie erklärt viele Sachen und lässt ihre Charaktere sich gerne selbst in Frage stellen. Patricia und Laurence lassen sich als Freaks beschreiben. Aufgrund ihrer Marotten stehen sie bei ihren Mitschülern in keinem guten Licht und werden gemobbt. Ihr Verhältnis zueinander ist umstritten. Beide habe ich für manche Dinge bemitleidet, andererseits auch bewundert. Ich war mir unsicher, ob ich ihnen meine Sympathie schenken sollte.Dieser Roman ist anders wie die bisherigen Fantasy und Science Fiction Bücher die ich bisher gelesen habe. Charlie Jane Anders schreibt kreativ und beeindruckt mit Erklärungen für Magie, so dass man glauben könnte, sie gehöre ganz realistisch zu unserer Welt. Die technischen Entwicklungen klingen nahezu machbar und so ergibt sich ein dystopischer Roman, der verstörend ist, weil er auf seine eigene Art vorstellbar erscheint. Gerne gebe ich hierzu eine Leseempfehlung für Fans von Fantasy und Science Fiction Büchern.

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  • Leider hat das Buch sein enormes Potenzial nicht völlig ausschöpfen können, war aber dennoch unterha

    Alle Vögel unter dem Himmel
    Tasmetu

    Tasmetu

    27. April 2017 um 13:40

    Diese Rezension ist eine Kopie des Originals auf tasmetu.deEs ist eins dieser Bücher, das für mich weder gut noch schlecht war. Es hatte einige tolle Elemente, aber auch einige mit denen ich nichts anfangen konnte. Die Grundidee sprach mich an, es versprach Magie, Science Fiction und einen kritischen Umgang mit dem Thema Umweltverschmutzung / Klimawandel. Ich hatte so viel Gutes gehört, sodass ich eine epische Geschichte erwartete, die mich wirklich berühren und beeinflussen würde. Das hat sie zwar nicht getan, ich kann das Buch jedoch trotzdem nicht schlecht bewerten (ich weiß, einige halten 3 von 5 Sterne für schlecht – ich sehe das nicht so), da es einige sehr gute Passagen und Denkansätze hatte.Für ein Jugendbuch fand ich es sehr wichtig, denn es zeigte, dass unser Handeln immer Folgen hat. Dass, auch wenn man sich mal aus den Augen verliert, man sich immer wieder finden kann, wenn beide das möchten. Dass so viel möglich ist, was wir uns jetzt noch gar nicht vorstellen können. Dass Technik neutral ist – sie wird nur gut oder böse, wenn wir etwas mit ihr machen. Dass man nicht auf die anderen hören sollte, die einen fertig zu machen versuchen. Dass Freundschaft wichtiger ist als alles. Dass jeder Mensch eine zweite Chance verdient.Diese Nachrichten, die hier indirekt vermittelt werden, fand ich großartig. Leider konnte mich die Umsetzung dieser ganzen, komplexen Metaebene aber nicht gänzlich überzeugen. Die erste Hälfte des Buches hatte ich das Gefühl, nur so durch die Seiten zu stolpern. Ich kam weder mit dem Schreibstil, noch mit den Charakteren, noch mit dem World Building, noch mit der Magie klar. Alles wirkte abgehakt, unlogisch, unpersönlich, eindimensional. Die Familien der beiden Kinder werden z.B. nur sehr flach dargestellt, Anders geht hier nicht einmal ansatzweise in die Tiefe. Sie haben alle genau eine Charaktereigenschaft (Patricias Schwester ist z.B. einfach nur „fies“) und sonst nichts. Die Magie wirkt kindisch und unbeholfen, der Antagonist wie eine absurde Karrikatur ohne jede Authentizität. Auch wird nichts beschrieben – wie sieht die Umgebung aus? Wie leben sie? Wie fühlen sich alle? Es fehlte mir hier so viel, dass ich schon Angst hatte, das Buch würde mich komplett enttäuschen.Doch dann sprangen wir in die Zukunft und ab diesem Zeitpunkt wurde es auf einmal besser. Plötzlich hatten Laurence und Patricia eine Persönlichkeit, die Welt war klar und auch die Nebencharaktere waren keine blassen Pappfiguren mehr, sondern die meisten waren tatsächlich gut dargestellte Personen. Ich hörte auf durch die Seiten zu stolpern, auch wenn es immer wieder Passagen gab, in denen Anders zu dem Schreibstil der ersten Hälfte zurückkehrt und die mich doch etwas gestört haben. Jetzt lief die Geschichte flüssig und mit Spannung ab. Sie war dennoch bei weitem nicht perfekt, es fehlte mir hier z.B. noch viel Input rund um das „Hexennetzwerk“ und das Weltgeschehen. Es wird immer wieder etwas erwähnt wie „Nach der Sache in Korea…“, aber es wird nicht weiter erläutert. Ich konnte auch nicht umhin, die Augen zu verdrehen, dass mal wieder zwei Menschen aus den USA den ganzen Globus retten sollen. Diversität: Fehlanzeige. Einige der Nebencharaktere hatten zwar andere Sexualitäten und andere Hautfarben, aber diese Personen spielen im Endeffekt keine tragende Rolle im Plot.Das Potenzial dieses Buches – ein geschicktes, fesselndes Jugendbuch zu werden, das Fantasy, SciFi und klare Kritik an unserem Umgang mit dem Planeten verbindet, hat es leider verfehlt. Dafür waren mir die Statements zur Umweltzerstörung nicht klar genug – man kann zwar erahnen, woher all die Unglücke kommen, aber darüber wird nur mit den Achseln gezuckt und irgendwie weitergemacht. Anders versucht immer wieder, in die richtige Richtung zu gehen, zieht sich dann aber immer wieder schnell zurück. (z.B. gibt es eine ganz kurze Passage, in der Patricia sagt, dass die Perspektive der Tiere genauso wichtig ist, wie die der Menschen, auch wenn sie sich von der unseren in Art und Form unterscheidet. Dass alle Lebewesen dieser Erde gleich viel wert seien – Laurence wettert dagegen, das Thema wird fallen gelassen und spielt im restlichen Buch keine Rolle mehr.)Nichtsdestotrotz, war es ein solides Jugendbuch, das mir vermutlich deutlich besser gefallen hätte, wenn ich nicht so hohe Erwartungen gehabt hätte. Es gibt viel Interpretationsspielraum in dieser Geschichte, weshalb sie wohl auch sehr viele unterschiedliche Meinungen hervorrufen wird. Ich freue mich über den Versuch Anders, dieses wichtige Buch zu schreiben, bin aber gleichermaßen traurig, dass sie es nicht so geschafft hat, wie ich es mir gewünscht hätte. Es gab einfach noch zu viel Luft nach oben.

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  • Ein großartiges Buch

    Alle Vögel unter dem Himmel
    CocuriRuby

    CocuriRuby

    23. April 2017 um 21:14

    Das erste was mir an dem Buch aufgefallen ist, war der geniale Schreibstil. Er besitzt wunderschöne Formulierungen, mit präziser Wortwahl und einer ganz besonderen Tiefe und Atmosphäre. Das Buch ist dabei passend auch ein Genremix. Es vereint Fantasy, SciFi, (später) Endzeit/Postapokalypse und Gesellschaftskritik.   Ebenfalls herausgestochen sind die Charaktere. Jede einzelne Figur hatte etwas Einnehmendes an sich. Ganz besonders natürlich die beiden Protagonisten. Diese waren großartig ausgearbeitet, sie waren  authentisch, sympathisch und hatten vor allem das gewisse Etwas. Ich fand es großartig, wie die Freundschaft zwischen den beiden Protagonisten aufgebaut wurde und wie man mit verfolgen konnte, wie sie sich entwickelte oder zwischendurch auch mal bröckelte. Ich die Art, wie sie miteinander agiert haben glaubwürdig und charmant und immer schwang eine gewisse Spannung mit, da die beiden scheinbare Gegensätze repräsentierten. Denn im Prinzip war es eine  Widerspiegelung des Kampfes zwischen Natur/Magie und Wissenschaft. Aber gerade die Gemeinsamkeiten, aufgrund der Unterschiede wahrzunehmen, war fast schon faszinierend. Das sorgte für noch mehr Tiefe und auch für gewisse Spannung. Das Buch ist in vier Abschnitte geteilt, die mit Zeitsprüngen einhergehen. Im ersten Abschnitt sind die Protagonisten 6-7, der zweite Abschnitt spielt 7Jahre später, der Dritte 10Jahre später als der Zweite und der vierte nicht ganz ein Jahr später als der Dritte. Man braucht sich aber keine Sorgen zu machen, dass dadurch die Handlung unübersichtlich wird oder man den Hang zu ihr verlieren könnte. Man wird wirklich in diese Erzählung hineingezogen und möchte eigentlich gar nicht mehr aufhören sie zu lesen und mitzuerleben. Auch emotional hat mich das Buch komplett gepackt. Die Geschichte hat etwas leicht Verrücktes an sich – aber eher mit Hang zu magisch, als zu abgedreht. Das verleiht ihm etwas ganz besonderes. Das zeigt sich natürlich vor allem in der „Funktionsweise“ der Magie und den Erfindungen bzw. Technologien. Beides wirkt sicherlich fantastisch, aber auf der anderen auch wieder nicht unnatürlich – das fand ich sehr interessant. Das Buch bietet aber noch mehr (gerade auch ernstere)Themen, z.B. greift es deutlich das Thema Mobbing auf und zweigt was das mit jungen Menschen machen kann – aber das geschieht, ohne dass es zu stark in den Fokus rückt wird und wie ein Lehrwerk rüber kommt. Besonders bemerkenswert fand ich, dass keiner der beiden Protagonisten auch nur einmal deswegen gejammert hat. Ein weiteres Thema wäre die Isolation der Menschen und der wachsenden Unfähigkeit Empathie füreinander zu empfinden und zu kommunizieren, was der Kern eines jeden Konflikts darstellt oder die Zerstörung und Dummheit von Rache. Generell lassen sich viele Anspielungen und Denkanstöße finden. Zugegeben manche Dinge haben mir nicht gänzlich eingeleuchtet oder wirkten auf mich irgendwie abwegig. Möglich, dass ich sie auch nicht richtig verstanden habe. Aber aus irgendeinem Grund hat mich das nicht wirklich gestört – was schon wieder für das Buch spricht.   Fazit Insgesamt halte ich das hier für ein großartiges Buch, das einen so viel, auf so vielen Ebenen zu bieten hat. Ich kann es nur jedem empfehlen.

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  • Punkte-Challenge zum SUB-Abbau 2017

    Warum Lesen glücklich macht
    GrOtEsQuE

    GrOtEsQuE

    Punkte-Challenge zum SUB-Abbau 2017 Achtung - es handelt sich nicht um eine Leserunde sondern eine Challenge zum SUB-Abbau!!! Es werden keine Bücher verlost. Ich habe es nur als Leserunde erstellt, damit das Ganze etwas übersichtlicher wird.Ich möchte mich 2017 mehr dem SUB-Abbau widmen, daher habe ich mir überlegt eine Challenge zu erstellen. Die Regeln möchte ich so einfach wie möglich halten - es soll ja auch Spaß machen und nicht in Stress ausarten.Es wird jeden Monat ein anderes Motto geben. Für die zum Monatsmotto passenden Bücher, gibt es jeweils einen Extrapunkt. Das Monatsmotto werde ich immer Ende des Vormonats im entsprechenden Unterthema bekannt geben. Den Extrapunkt kann man mehrmals im Monat sammeln, wenn man genügend passende Bücher für das Motto hat.Jeder der mitmachen möchte, postet bitte im Unterthema Sammelbeiträge seinen Sammelbeitrag. Ich werde dann jeden Monat hier im Startbeitrag die Punkte aktualisieren. Bei den einzelnen Sammelbeiträgen ist mir eigentlich nur wichtig, dass in der ersten Zeile die Gesamtpunktzahl steht, ansonsten kann jeder seinen Beitrag so gestalten wie er möchte - entweder nur die Punkte aufschreiben oder auch das gelesene Buch benennen.Man kann jederzeit noch einsteigen - einfach einen Sammelbeitrag posten und los gehts!!! Rezensionen sind keine Pflicht. Es gelten alle Bücher, die in 2017 beendet werden, man kann also ruhig auch die in 2016 angefangen erst in 2017 beenden. Die Punkteverteilung sieht wie folgt aus: Für jedes gelesene Buch gibt es einen Punkt. Für jedes gelesene Buch, was vor 2017 auf dem SUB gelandet ist, gibt es einen Extrapunkt. Für jedes gelesene Buch, was mehr als 400 Seiten hat, gibt es einen Extrapunkt. Für jedes gelesene Buch, was mehr als 600 Seiten hat, gibt es zwei Extrapunkte. Für jedes gelesene Buch, was zum Monatsmotto passt, gibt es einen Extrapunkt. Für Comics und Mangas werden nur die Hälfte der Punkte vergeben. Hörbucher zählen auch. Bei den Extrapunkten für die Seiten einfach an dem "echten" Buch orientieren. Wenn es sich um die gekürzte Fassung des Hörbuchs handelt, dann ein dreiviertel der Seiten. (Also mal angenommen das Buch hat 400 Seiten und du hast die gekürzte Fassung des Hörbuchs, zählt es nur für 300 Seiten, also kein Extrapunkt.) Bereits früher gelesene Bücher zählen auch, aber hier gibt es den vor-2017-auf-dem-SUB-gelandet-Punkt nicht, da die Bücher ja nicht mehr zum SUB gehören. Im besten Fall kann man also 5 Punkte pro Buch erhalten. Wer noch Fragen hat, kann sie im Unterthema für Fragen stellen. Nun hoffe ich auf eine rege Teilnahme und wünsch uns schon mal viel Spaß :-) Teilnehmer --- Gesamtpunktzahl --- zuletzt aktualisiert 18.08.2017: _Jassi                                           ---  73 Punkte AmberStClair                             ---   69 Punkte (Gesamtpunkte angeben) Arachn0phobiA                         ---   208,5 Punkte Astell                                           ---    9 Punkte BeeLu                                         ---   81 Punkte Bellis-Perennis                          ---  564 Punkte Beust                                          ---   260 Punkte Bibliomania                               ---   184 Punkte Buecherkaetzchen                   ---   48 Punkte Buchgespenst                         ---  350 Punkte ChattysBuecherblog                --- 210 Punkte Buchperlenblog (CherryGraphics)  ---   103,5 Punkte Code-between-lines                ---  127 Punkte eilatan123                                 ---   46 Punkte Eldfaxi                                       ---   52 Punkte Farbwirbel                                ---   46 Punkte fasersprosse                            ---    35 PunkteFrau-Aragorn                           ---   109 Punkte Frenx51                                     ---  72,5 Punkte glanzente                                  ---   75 Punkte GrOtEsQuE                               ---   78 Punkte hannelore259                          ---   78 Punkte hannipalanni                           ---   135 Punkte Hortensia13                             ---   113 Punkte Igelchen                                    ---   21 Punkte Igelmanu66                              ---  151 Punkte janaka                                       ---   118 Punkte Janina84                                   ---    79 Punkte jasaju2012                               ---   20 Punkte jenvo82                                    ---   105 Punkte kalestra                                    ---   33 Punkte katha_strophe                        ---   53 Punkte Kattii                                         ---   77 Punkte Katykate                                  ---   94 Punkte Kerdie                                      ---   190 Punkte Kleine1984                              ---   130 Punkte Kuhni77                                   ---   105 Punkte KymLuca                                  ---   100 Punkte LadyMoonlight2012               ---   29 Punkte LadySamira090162                ---   211 Punkte Larii_Mausi                              ---    63 PunkteLeif_Inselmann                       ---   40,5 Punkteleseratte89                               ---   50 Punkte Leseratz_8                                ---   18 Punktelisam                                          ---   190 Punkte louella2209                            ---   69 Punkte lyydja                                       ---   82 Punkte mareike91                              ---    47 Punkte MissSnorkfraeulein                  ---  44 Punkte MissSternchen                          ---  52 Punkte mistellor                                   ---   149 Punkte Mone97                                    ---   55 Punktenaevia                                        ---   17 Punktenatti_Lesemaus                        ---  115 Punkte Nelebooks                               ---  183 Punkte niknak                                       ----  268 Punkte nordfrau                                   ---   97 Punkte PMelittaM                                 ---   180 Punkte PollyMaundrell                         ---   34 Punkte Pucki60                                        --- 37 Punkte QueenSize                                 ---   93 Punkte readergirl                                   ---    5 Punkte Readrat                                      ---   48 Punkte SaintGermain                            ---   139 Punkte samea                                           --- 57 PunkteSandkuchen                              ---   172 Punkteschadow_dragon81                  ---   92 Punkte Schmiesen                                  ---   153 Punkte Schokoloko29                            ---   35 Punkte Somaya                                     ---   245 Punkte SomeBody                                ---   157,5 Punkte Sommerleser                           ---   168 Punkte StefanieFreigericht                  ---   190,5 Punkte tlow                                            ---   135 Punkte Veritas666                                 ---   117 Punkteverruecktnachbuechern         ---   34 Punktevielleser18                                 ---   131 Punkte Vucha                                         ---   151 Punkte Wermoeve                                 ---   17 Punkte widder1987                               ---   64 Punkte Wolly                                          ---   163 Punkte Yolande                                       --   150 Punkte

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  • Verstand oder Gefühl? Wissenschaft oder Magie? Menschheit oder Natur?

    Alle Vögel unter dem Himmel
    Schmiesen

    Schmiesen

    23. April 2017 um 09:32

    Inhalt:Patricia erfährt schon früh, dass sie eine Hexe ist, denn sie kann mit Vögeln sprechen. Oder konnte es jedenfalls einmal. Laurence steht auf der anderen Seite des Spektrums: Er ist der Wissenschafts-Freak, hat schon als Junge eine Zeitmaschine gebaut. In der Schule haben beide einen schweren Stand, und auch ihre Familien machen ihnen das Leben schwer. Doch zwischen den beiden entwickelt sich eine ungewöhnliche Freundschaft, die sich nach der Schulzeit zu verlieren scheint. Als sie dann Jahre später wieder aufeinanderrteffen, versinkt die Welt gerade im Chaos. Und beide versuchen sie mit ihrem jeweiligen Lager zu retten, was noch zu retten ist.Meine Meinung:In diesem Buch werden mehrere Genres zusammengemixt. Auf der einen Seite haben wir die Wissenschaft, teilweise sogar Science Fiction, in der Maschinen und Theorien detailiert geschildert werden. Auf der anderen Seite Magie und Fantasy, wo junge Frauen mit Tieren reden, fliegen und Krankheiten heilen können. Diese Mischung ist sehr interessant und gut durchdacht. Soweit so gut.Leider wirkte es für mich dadurch oft so, als wären Ereignisse einfach aneinander gereiht worden. EInmal eben aus der Sicht der Wissenschaft, einmal aus Sicht der Magie. Außerdem waren die Zeitsprünge immer recht groß. Erzählt wurden im Grunde auch immer nur die Begebenheiten, in denen Patricia und Laurence aufeinandertreffen. Das wirkte für mich sehr gewollt. Dennoch entwickelt sich zwischen den beiden eine schöne Liebesgeschichte, die immer wieder auf große Hindernisse trifft. Laurence finde ich dabei besser gezeichnet als Patricia, er offenbart dem Leser mehr. Patricia ist für mich bis zum Schluss undurchsichtig geblieben. Zu den anderen Charakteren kann ich nicht viel sagen. Für mich hatten sie Großteils den Anschein von Platzhaltern, es hat ihnen einfach an Tiefe gemangelt. Die Grundthematik - Wie gehen wir mit Natur um? WIe können wir die Menschheit retten? Verdient sie das überhaupt? - ist sehr gut herausgearbeitet. Natürlich sind die beiden Seiten, die hier vertreten werden und die sich auch heftig bekämpfen, sehr offensichtlich. Man braucht als Leser nicht sehr viel interpretieren. Und am Ende steht eine schöne Message: Natur und Wissenschaft sollten zusammen- und nicht gegeneinander arbeiten.Noch eine kleine Bemerkung zum Abschluss: Ich liebe es, wie Patricia mit den Tieren und insbesondere mit den Vögeln kommuniziert. Ihre starke Bindung zur Natur und zu den Tieren haben mich fasziniert und immer wieder erfreut.Fazit:Der Roman lässt mich weder begeistert noch enttäuscht zurück. Vielmehr hinterlässt er ein irgendwie schales Gefühl. Schade! 3 von 5 Sternen.

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