Alle Vögel unter dem Himmel

von Charlie Jane Anders 
3,4 Sterne bei42 Bewertungen
Alle Vögel unter dem Himmel
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Neue Kurzmeinungen

Positiv (17):
Shadow2709s avatar

Ein Buch mit Charme und Witz über Freundschaft, Liebe und das erwachsen werden.

Kritisch (8):
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Ich bin echt enttäuscht. Eine Rezension folgt in der Weltenbibliothek (www.weltenbibliothek.de)

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Inhaltsangabe zu "Alle Vögel unter dem Himmel"

›Alle Vögel unter dem Himmel‹ von Charlie Jane Anders ist vieles: ein magischer Science-Fiction-Roman, eine unvergessliche Liebesgeschichte zwischen einer Hexe und einem Nerd – und eine feinsinnige Bestandsaufnahme des modernen Lebens.

Patricia Delfine merkt früh, dass sie eine Hexe ist. Schließlich kann sie mit den Vögeln sprechen – oder konnte es früher zumindest einmal (an jenem warmen Sommertag). Laurence Armstead ist ein Nerd: Schon als Highschool-Schüler erfindet er in seinem Kinderzimmer eine Zeitmaschine, die es ihm erlaubt, zwei Sekunden in die Zukunft zu reisen. Obwohl sie unterschiedlicher nicht sein könnten, werden sie schnell Freunde.

Gegen Ende der Schulzeit verlieren sie sich aus den Augen, nur um sich einige Jahre später in San Francisco wiederzutreffen: Doch der Zeitpunkt ist denkbar ungünstig: Die Welt wird gerade von einer ökologischen Katastrophe heimgesucht: Ganze Regionen versinken im Meer, Flüchtlingsströme durchziehen die Welt. Wissenschaftler wie Hexen suchen nach einem Ausweg, können sich jedoch nicht einigen. Laurence und Patricia finden sich auf unterschiedlichen Seiten der Auseinandersetzung wieder und müssen sich fragen: Wem können wir trauen, wenn die Welt aus den Fugen gerät, dem Verstand oder dem Gefühl?

'Was für ein großartiges Buch! Eine wunderbare Synthese aus Magie und Technik, Freude und Leid, Romantik und Weisheit. Ein absolutes Muss.' Lev Grossman

Für Leser von Michael Chabon, Jonathan Lethem und Armistead Maupin

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783596036967
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:416 Seiten
Verlag:FISCHER Tor
Erscheinungsdatum:23.03.2017

Rezensionen und Bewertungen

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    KKahawas avatar
    KKahawavor 7 Monaten
    Kurzmeinung: Ich bin echt enttäuscht. Eine Rezension folgt in der Weltenbibliothek (www.weltenbibliothek.de)
    Emotionslos und flach

    Einen Plot sucht man vergebens, und selbst viel Geduld hat sich bei mir nicht ausgezahlt, sodass ich das Buch auf Seite 201 abbrechen musste. Ich brach „Alle Vögel unter dem Himmel“ ab, nachdem mich der Satz „Langeweile ist das Narbengewebe des Geistes“ getriggert hat. Die Autorin hat echt Mut. In der Danksagung schreibt sie: „Ich hoffe, das Buch hat euch gefallen. Falls nicht, oder falls euch einige Dinge nicht eingeleuchtet haben oder zu abwegig erscheinen, schickt mir einfach eine E-Mail, dann komme ich vorbei und spiele euch das Ganze vor. Vielleicht mit Origami-Fingerpuppen.“ Dieses Angebot würde ich gerne annehmen, doch ich weiß nicht, ob ich jemals nochmal so viel Interesse aufbringen kann, der Geschichte eine weitere Chance zu geben.

    Die vollständige Rezension mit allen Stärken und Schwächen kannst du bei der Weltenbibliothek lesen.

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    Shadow2709s avatar
    Shadow2709vor 8 Monaten
    Kurzmeinung: Ein Buch mit Charme und Witz über Freundschaft, Liebe und das erwachsen werden.
    Alle Vögel unter dem Himmel

    Das Buch ist ein Generemix aus Dystopie, Fantasie, Syfi. Der Schreibstil der Autorin hat mir sehr gut gefallen und so flogen die Seiten nur so dahin...


    Die Geschichte handelt um Patricia und Laurence, sie eine Hexe er ein Technikgenie, beide können keinen Anschluss zu ihren Mitschülern aufbauen und werden deshalb gemobbt. Während Patricia eines Tages im Wald herausfindet das sie eine Hexe ist, baut sich Laurence eine 2 Sekunden Zeitmaschine und obwohl beide eine Freundschaft aufbauen trennen sie ihre jeweiligen Interessen. Was ich extrem gut fand war das keiner der Protagonisten wegen dem Mobbing gejammert hätte, ganz im Gegenteil beide sind an den Gemeinheiten ihrer Mitmenschen gewachsen und haben das beste aus der jeweiligen Situation gemacht. Auch die Freundschaft die durch das ganze Buch über beschrieben wird, einfach großartig. Die Autorin schreibt flüssig und mit viel Humor. Spricht ernste Themen an und erzählt, wie zwei völlig unterschiedliche Menschen versuchen ihre Welt zu retten. 

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    Weltensuchers avatar
    Weltensuchervor 9 Monaten
    Mehr Liebe zum Detail wäre wünschenswert...

    "Alle Vögel unter dem Himmel" von Charlie Jane Anders erzählt die Geschichte von Patricia, einer Hexe, und Laurence, einem hochbegabten Wunderkind. Beide leben in einer futuristischen Welt, die unserer sehr ähnlich ist, aber technisch schon weiter fortgeschritten ist. Die zwei auf den ersten Blick so verschiedenen Protagonisten finden schon in ihrer Kindheit zueinander, verbunden durch das gleiche Gefühl der "Andersartigkeit" und die gleichen Schwierigkeiten und Hänseleien in der Schule. Sie schließen eine innige Freundschaft, die sie bis in das Erwachsenenalter begleitet – und auf die Probe gestellt wird, als die Welt sich scheinbar ihrem Untergang zuneigt und ihre zwei Lager, Hexen gegen Wissenschaftler, anfangen, sich zu bekämpfen.


    Das Buch verbindet klassische Motive mehrerer Genres auf eine mir vollkommen neue Weise. Während auf der einen Seite Hexen existieren, die mit Tieren sprechen können, der Natur verbunden sind und übernatürliche Kräfte besitzen, bauen Wissenschaftler Zeitmaschinen und Antigravitationsstrahler – Fantasy trifft also Science-Fiction. Mir hat diese Idee sehr gut gefallen. Sie wurde von Anders prinzipiell auch gut umgesetzt: beide Welten (die der Hexen und die der Wissenschaftler) wurden gezeigt, beide hatten neue Elemente und ihren eigenen Charakter und vor allem die Mischung hat gut nebeneinander funktioniert. Und doch hätte ich mir an manchen Stellen viel mehr Details und Erklärungen gewünscht – die Autorin hat zum Beispiel Zeitsprünge eingebaut, die mich eigentlich interessiert hätten. Deshalb hat den Welten manchmal ein wenig die Struktur gefehlt... Trotzdem hatte die Geschichte insgesamt einige spannende Elemente und eine kreative Handlung. Es zogen sich viele Geheimnisse durch das Geschehen, die am Ende aufgelöst wurden, was mir gut gefallen hat.


    Ein größeres Problem haben mir jedoch die Charaktere und deren Beziehungen untereinander bereitet: die Fülle an Nebencharakteren war sehr klein und darin tauchte keine Person auf, die es mir angetan hatte – sie waren alle eher platt und nicht wirklich greifbar. Patricia und Laurence wurden natürlich genauer geschildert und ich mochte beide, doch auch an dieser Stelle hätte die Autorin mehr aus ihren Personen machen können, finde ich. Hier hätten mehr Details nicht geschadet, vor allem mehr "showing" statt "telling". Ich fand zum Beispiel die Beziehung der beiden untereinander nicht sehr nachvollziehbar geschildert, sie wurde eigentlich immer nur als sehr innig beschrieben, ohne das viele konkrete Szenen zwischen den beiden stattfanden. Ich habe an vielen Stellen ein wenig mehr Gefühl vermisst...


    Was mir eigentlich gar nicht gefallen hat, ist die Jugendzeit der beiden, die Anfänge der Freundschaft. Beide werden in dieser Zeit viel von den Mitschülern gemobbt und müssen viele sehr dubiose Erziehungsmaßnahmen der Eltern über sich ergehen lassen, die ich nicht sehr realistisch fand. Es macht den Leser wütend (war vermutlich Intention), aber auf eine nervige Art.


    Fazit: Tolle Ideen, spannende Handlung, erfrischender Genre-Mix, aber leider auch an manchen Stellen zu wenig Details und vor allem ein Mängel bei den Charakteren und deren Beziehungen. Wenn man darüber hinweg sieht bietet "Alle Vögel unter dem Himmel" eine gute Unterhaltung.

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    Fornikas avatar
    Fornikavor 9 Monaten
    Chaotischer Genremix

    Patricia und Laurence sind seit dem Kinderalter befreundet. Beide haben in der Schule eine Außenseiterrolle inne, sie ist die durchgeknallte Naturfreundin, er der Technikfreak. Im Laufe der Jahre werden Patricias magische Fähigkeiten bekannt, sie ist eine Hexe und deswegen so naturverbunden. Laurence hat mit ihrer Welt bald nichts mehr zu tun und widmet seine ganze Kraft dem Bau seines Supercomputers.

     Diese Geschichte hat wirklich viel Potential. Es geht um Außenseiter, um Freundschaft, um Liebe, um das Überleben der Menschheit und die Zerstörung der Natur. Alles große und wichtige Themen, alle für sich genommen auch sehr interessant aufbereitet. Aber die Mischung… nicht mein Geschmack. Die Autorin hat meiner Meinung nach einfach viel zu viel gewollt, und verliert sich letztendlich völlig in der überfrachteten Geschichte. Ich fand die Handlung überzeichnet und z.T. nicht richtig durchdacht. Erzählen kann die Autorin, ich mochte ihren Stil und ihren immer mal wieder aufblitzenden frischen Humor sehr gerne. Inhaltlich hat das Buch jedoch nach ca. Teil eins für mich gehörig an Attraktivität verloren und so war ich am Ende sogar froh, endlich mit diesem chaotischen Genremixbuch fertig zu sein. Sehr schade, viel Potential, aber wenig genutzt.

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    Natalie_Zerths avatar
    Natalie_Zerthvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Ein Aktuelles Thema verpackt in eine schöne und zugleich dramatische Geschichte. Definitiv lesenswert.
    Mal was anderes... aber trotzdem lesenswert.

    Alle Vögel unter dem Himmel hat mich wirklich begeistert. Ich finde die Mischung aus Fantasy und aktueller Thematik sehr gut und auch die Protagonisten sind sehr gut ausgearbeitet.
    Im Grunde Genommen steht die Umwelt und der Schutz dieser im Fokus und die zwei konkurierenden Gruppen sind die Wissenschaft und die Hexen. Patricia ist eine Hexe und gehört zur Fraktion "mit der Natur im Einklang leben", Laurence hingegen ist ein absoluter Wissenschaftsnerd der zur Fraktion "Wir müssen einen neuen Planeten besiedeln, weil die Erde nicht mehr zu retten ist" gehört.
    Beide protagonisten sind in der Schule aussenseiter und haben auch zu Hause so ihre Probleme. im laufe der Jahre treffen sie sich immer wieder und es entwickelt sich eine Freundschaft zwischen den beiden, die letztenendes zu zerbrechen droht, auf Grund verschiedener Moralvorstellung, was den Umgang mit der Natur angeht.
    Sehr gute Zmsetzungen mit einer guten Mischung aus Fantasy, Wissenschaft und aktueller Thematik. Flüssiger Schreibstil, gut zu lesen.

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    Schizothekares avatar
    Schizothekarevor einem Jahr
    Kurzmeinung: Schönes Thema, mangelhafte Umsetzung...
    Leider eine Enttäuschung für uns...

    "Alle Vögel unter dem Himmel" ist ein 412 Seiten starker Roman erschienen beim Fischer Verlag, verfasst von Charlie Jane Anders und hochgelobt von der New York Times und dem Time-Magazine.

    Hauptprotagonisten sind Patricia und Laurence - ihres Zeichens "Emo-Bitch" und "Nerd". Um das näher auszuführen, sei kurz erwähnt, dass Patricia die einzigartige Gabe besitzt mit Tieren sprechen zu können. Laurence hingegen hat in frühester Jugend bereits eine Zeitmaschine gebaut und einen Super-Computer konstruiert. Die oben aufgeführten Bezeichnungen mögen somit nicht aus der Luft gegriffen sein.

    So beginnt es also vielversprechend. Zwei außergewöhnliche Kinder werden vorgestellt und man erfährt von ihren Geschichten, Nöten, Problemen, Ängsten und ihrer Freundschaft zueinander. Der Schreibstil ist flüssig, mit subtiler Komik durchsetzt und manchmal auch überraschend unorthodox.

    Doch dann kommt ein Cut und den weiß die Autorin auch nur schwerlich wieder zu heilen. Unsere beiden Wunderkinder sind erwachsen. Und, es kann nur wenig symbolischer sein, es beginnt nun die Zeit, an der es so langsam keinen Spaß mehr bringt, weiter zu machen. Wie es eben so ist, wenn mann erwachsen ist. Eine Sorge jagt die nächste.  Mit jedem Monat und auch jedem Jahr, den die beiden älter werden, verliert diese Geschichte an Dynamik und Charme.

    Der Grundgedanke, der hinter all dem steckt, hat unglaublich viel Potential. Das ist auch der Grund, warum die Kritik zum Ende so unerbittlich wird. Es ist die Wut darüber, dass das Potential nicht genutzt worden ist und somit eine junge Geschichte nicht erwachsen werden durfte.

    Mensch Apos, also dieser Text ähnelt aber einer klassischen Rezension nun doch so sehr, dass ich an dieser Stelle wirklich eingreifen muss:

    Ich finde, man sollte hier deutlich machen, dass wir erst von Fantasy und Zeitreisen (wenn auch nur in Form von zwei Sekunden) sprechen. Da muss man doch wirklich ein gutes Haar dranlassen.

    Das Potential wäre ja zumindest ausgeschöpft gewesen, wenn wir einfach nach 100 Seiten aufgehört hätten zu lesen und unserer Phantasie freien Lauf gelassen bzw. die guten Ansätze dieser Sache hochleben lassen hätten.

    Also:

    ein Hoch auf die Dystopie:  Jaja so was war auch dabei. Die Welt ist düster und wird überflutet. Wissenschaftler versuchen die Probleme technisch zu lösen und bauen sich immer mehr zu. Magier versuchen aus der Natur die Lösung des Problems zu schöpfen. Fazit: Nur mit beiden Komponenten kann es gelingen. Das ist doch mal ne Ansage. ein Hoch auf die unterschiedlichen Protagonisten: Nerd und Hexe. Ok, klingt erstmal nicht so spannend. Aber gut war es doch, dass sie sich überhaupt  entwickeln. Wir konnten die beiden sowohl in ihrer Kindheit als auch in ihrem Erwachsenenleben erleben und sehen, was aus ihnen wurde. ein Hoch auf die "Nebendarsteller": es gab so unglaublich viele Personen in diesem Roman, dass ich sie gar nicht mehr alle zusammenbekomme. Klar hatten nicht alle einen weiterführenden Handlungsstrang, aber so konnten wir viele verschiedene Perspektiven in der Geschichte  erleben.

    Wir haben also aus diesen drei Ansätzen die Möglichkeit uns weitere Geschichten und Fortsetzungen der Figuren und der Welt selbst zu überlegen. Ja, na klar, wäre es schön gewesen, wäre die Geschichte auserzählt gewesen, aber so können wir einfach weiter darüber nachdenken und sie bietet Interpretationsspielräume. Die hätten wir bei einem konkreten Ende nicht gehabt, da die Story dann vielleicht einfach zu platt gewesen wäre.

    Tja und wie ich soeben feststelle, benutzte ich so oft den Konjunktiv, dass wir alles in allem zu demselben Ergebnis kommen: 

    Idee topp, Story flopp.

    Und ich dachte, ich könnte hier noch was retten...

    Troph Off...

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    Archibald Pynchon-Lights avatar
    Archibald Pynchon-Lightvor einem Jahr
    Einfach Anders

    Patricia Delfine ist eine Hexe, die mit Tieren reden kann, Laurence Armstead ein genialer Tüftler, der bereits in jungen Jahren seine erste Zeitmaschine baute. Beide sind Außenseiter und Mobbingopfer an ihrer Schule und haben schon früh lernen müssen, sich gegen andere durchzusetzen. Bereits in dieser Zeit werden die Weichen für ihr späteres Leben und ihre Bestimmung gestellt.

    Zehn Jahre später leben die Hexe und der Nerd in San Francisco. Patricia setzt ihre Hexenkräfte bei nächtlichen Streifzügen für gute Taten ein, und Laurence arbeitet für einen reichen Wohltäter, dessen Organisation nichts Geringeres anstrebt, als die Rettung der Menschheit. Obwohl beide nur Gutes im Sinn haben, landen sie auf gegnerischen Seiten.

    Lange habe ich dieses Buch umkreist. Eine Leseprobe im Internet fand ich nicht besonders berauschend und eigentlich hatte ich den Roman schon abgeschrieben, aber im Netz stolperte ich immer wieder über ihn. Er hat prominente Fürsprecher wie Michael Chabon, deren Urteil ich nicht einfach ignorieren konnte.

    Schließlich wagte ich doch einen zweiten Versuch und wurde üppig dafür belohnt. Es ist schon wieder eine Weile her, seit ich zum letzten Mal ein Buch las, das einfach nur Spaß gemacht hat. Kurzweilig, witzig, klug formuliert und geschickt komponiert. Es gibt keine Längen, die Geschichte läuft stringent und absolut zwingend ab.

    Der Stil der Autorin und die abgedrehte Handlung erinnern mich an Nick Harkaway und Matt Ruff. Nicht alles wird auserzählt, vieles nur angedeutet und der Leser nicht immer an die Hand genommen. Ich mag solche fordernden Bücher, die Raum für Ergänzungen durch den Leser bieten. Außerdem hat Anders ein ähnliches Faible für absurde Vergleiche wie Tom Robbins.

    Im Phantastikbereich ist Charlie Jane Anders (zusammen mit Daryl Gregory) wohl die Entdeckung des Jahres für mich. Sicher nichts jedermanns Geschmack, aber aufregend, frisch und einfach Anders.

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    Skyline-Of-Bookss avatar
    Skyline-Of-Booksvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Sehr kreative Mischung aus Sci-Fi, Fantasy und Realität mit kleiner Kritik
    Sehr kreative Mischung aus Sci-Fi, Fantasy und Realität mit kleiner Kritik

    Klappentext

    „Patricia Delfine merkt früh, dass sie eine Hexe ist. Schließlich kann sie mit den Vögeln sprechen – oder konnte es früher zumindest einmal (an jenem warmen Sommertag). Laurence Armstead ist ein Nerd: Schon als Highschool-Schüler erfindet er in seinem Kinderzimmer eine Zeitmaschine, die es ihm erlaubt, zwei Sekunden in die Zukunft zu reisen. Obwohl sie unterschiedlicher nicht sein könnten, werden sie schnell Freunde.
    Gegen Ende der Schulzeit verlieren sie sich aus den Augen, nur um sich einige Jahre später in San Francisco wiederzutreffen: Doch der Zeitpunkt ist denkbar ungünstig: Die Welt wird gerade von einer ökologischen Katastrophe heimgesucht: Ganze Regionen versinken im Meer, Flüchtlingsströme durchziehen die Welt. Wissenschaftler wie Hexen suchen nach einem Ausweg, können sich jedoch nicht einigen. Laurence und Patricia finden sich auf unterschiedlichen Seiten der Auseinandersetzung wieder und müssen sich fragen: Wem können wir trauen, wenn die Welt aus den Fugen gerät, dem Verstand oder dem Gefühl?“

     

    Gestaltung

    Für einen Science-Fiction-Roman ist das Cover ziemlich außergewöhnlich und unscheinbar – und genau das macht es gerade zu einem besonderen Hingucker. Vor dem blauen Hintergrund sehen die Vögel und Sterne sehr schön aus. Zudem wirkt das Cover auf mich gar nicht so wie das eines Fantasyromanes, vielmehr erinnert es mich an ein Stoffmuster einer Bluse. Das ist mal etwas ganz anderes! Zudem ist es schön schlicht und mit den geradlinigen Buchstaben auch sehr elegant. Dieses besondere Cover passt wirklich hervorragend zu der mehr als besonderen Geschichte dieses Buches.

     

    Meine Meinung

    Nerd trifft auf Hexe! Wenn das nicht mal eine spannende Grundidee ist, dann weiß ich auch nicht weiter. Alleine dieser Gedanke hat mich zu „Alle Vögel unter dem Himmel“ greifen lassen und nun auch nach dem Lesen muss ich sagen, dass ich sehr begeistert von der tollen Idee des Buches. Charlie Jane Anders kombiniert hier unsere moderne Realität sowie unsere Alltagsprobleme mit Wissenschaft, Technik und Hexen. Das hat mir wirklich sehr gefallen. Gerade dass die Autorin auch Probleme aufgreift, die sehr aktuell sind, fand ich klasse. So begegnen dem Leser neben Klimakatastrophen wie dem Versinken bestimmter Länder im Meer auch Flüchtlingskrisen. Aktualität pur!

     

    Kombiniert wird dies mit einer Liebesgeschichte zwischen der Hexe Patricia und dem Wissenschafts-Nerd Laurence. Hier wurde ich mit manchmal sehr intensiven Liebesszenen überraschz, mit denen ich ehrlich gesagt gar nicht gerechnet hatte. Ich hatte schon erwartet, dass es um die Gefühle zwischen den beiden geht, aber eigentlich hatte ich nicht mit solchen Szenen gerechnet. So gab es einfach ab und an erotische Szenen, die für mich nicht unbedingt nötig gewesen wären und die ich in dieser Geschichte nicht gebraucht hätte.

     

    Der Konflikt zwischen den zwei Seiten (Wissenschaft und Hexen) gefiel mir wiederum sehr, denn dies führte zu einigen Komplikationen und Konflikten bei der Suche nach der Lösung der Katastrophen und auch für Patricia und Laurence. Diese Lösungsansätze haben sehr schön leicht futuristische Technik mit Fantasy in Form von Hexen und Magie vermischt, was ich unglaublich kreativ fand.

     

    Zudem fand ich die Idee der Autorin, das Buch mit der Kindheit der Protagonisten beginnen zu lassen, sehr klasse. So lernte man Laurence und Patricia schon von klein auf kennen und konnte ihre Denkweisen und Hintergründe viel besser verstehen. Zudem scheut Charlie Jane Anders auch nicht vor Zeitsprüngen, egal wie groß, denn nach der Kindheit erleben wir die Hexe und den Nerd wie sie sich als Erwachsene wiederbegegnen. Hierbei muss ich aber auch anmerken, dass für mich die zweite Hälfte etwas langgezogen wirkte und ich nur mühsam vorankam. Woran dies genau lag, kann ich gar nicht genau benennen, aber irgendwie fehlte mir das gewisse Etwas, das mich gepackt und nicht mehr losgelassen hat.

     

    Fazit

    „Alle Vögel unter dem Himmel“ verbindet Science-Fiction, Fantasy und unsere reale Welt auf kreative Weise. Der Ideenreichtum der Autorin war grandios und vor allem dass sie wirklich aktuelle Probleme und Zeitströmungen eingefangen und deren möglichen, zukünftigen Entwicklungen dargestellt hat, hat mich beeindruckt. Gleichzeitig fehlte mir in der zweiten Hälfte der Handlung ein wenig das gewisse „Mehr“, das mich vollends mitgerissen hätte. Zudem gab es ab und an Szenen, mit denen ich gar nicht gerechnet hatte und die für mich auch nicht zwingend nötig gewesen wären.

    Gute 3 von 5 Sternen!

     

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    Einzelband

     

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    Griinsekatzes avatar
    Griinsekatzevor einem Jahr
    Ich war erleichtert, dass es vorbei war

    Das Buch "Alle Vögel unter dem Himmel" ist wirklich ganz anders als erwartet. Es hat mich leider total enttäuscht! Durch den Klappentext erfahren wir, dass die beiden Protagonisten Patricia und Laurence sich seit der Schule kennen, jeder seinen Weg geht und beide auf unterschiedlichen Seiten wieder aufeinandertreffen, dass Hexenkraft und Technik eine Rolle spielen ist auch klar, aber was die Autorin daraus gemacht hat, hat mich einfach verwirrt zurückgelassen. 
    Patricia ist Außenseiterin an ihrer Schule und durch die Gerüchteküche wird sie von ihren Mitschülern ausgestoßen, nur Laurence hält ab und an zu ihr, da auch er nicht den besten Stand in der Schule hat. So entwickelt sich so etwas wie Freundschaft zwischen den beiden. Die Zeit in der Schule war noch okay. Emotional konnte es mich zwar gar nicht packen und es wurde auch immer übertriebener, aber es war eine Grundlage, um die beiden Charaktere ein bisschen kennen zulernen. Dann folgte ein Sprung und wir treffen Patricia und Laurence als Erwachsene wieder. Patricia ist nun eine ausgebildete Hexe. Immer mal wieder kommen ihre Kräfte zum Einsatz und das ist auch der einzige Teil, der mir an dem Buch gefallen hat. Die Art wie Patricia hext. Laurence ist vollends zu einem Nerd geworden und arbeitet an einem wissenschaftlichen Projekt. 
    Die Beziehung der beiden ist ein ewiges Hin und Her. In der Schule angefangen schwankt die Freundschaft, nach dem Wiedersehen weiß man auch nicht, was nun aus den beiden geworden ist und dann als endlich eine Zeit kam, in der sich die Beziehung der beiden entwickelt, wird man mit einer kurzen Nacherzählung abgespeist. Durch den, für mich sehr emotionslosen Schreibstil, konnte ich keine Bindung zu den beiden Charakteren aufbauen und fand sie einfach oberflächlich. 
    Die Charaktere waren aber nicht das einzige Problem. Dazu kam noch die Geschichte. Ich kann nicht mal richtig wiedergeben, um was es geht, da es so verwirrend, nicht gut ausgearbeitet und durcheinander ist. Die Welt steht am Abgrund und soll gerettet werden. Laurecne ist teil eines Lösungsweges, der den Hexen nicht gefällt. Obwohl mir klar war, dass es auch um Technik gehen wird, habe ich nicht mit so viele Sci-Fi Elementen gerechnet. Mir haben die Hintergrunderklärungen gefehlt bzw. waren sie einfach nicht ausführlich genug. Ich hatte beim Lesen ständig das Gefühl, ich komme nicht vom Fleck, dann gab es einen Sprung und ich war verwirrt. Als ob ich etwas nicht mitbekommen habe, oder die Autorin voraussetzt, dass ich das weiß. Meiner Meinung nach lag der Fokus der Autorin einfach auf den falschen Dingen.
    FazitNach Beenden habe ich mich einfach verwirrt gefühlt und war erleichtert, dass es endlich vorbei war "Alle Vögel unter dem Himmel" war absolut nicht mein Buch.

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    Damariss avatar
    Damarisvor einem Jahr
    Spleelig, magisch und durchweg besonders ...

    "Alle Vögel unter dem Himmel" handelt von einer Freundschaft zwischen einem Nerd und einer Hexe, einer Welt am Rande des Abgrunds und von einem Kampf zwischen Wissenschaft und Magie. Das klingt nach einem Roman, indem sich Fantasy und Science Fiction vermischen. Und so ist es auch, auf eine spleenige manchmal unkonventionelle Art. Genau darum kam ich mit der Geschichte auch bestens zurecht. Wer ein besonderes Leseerlebnis sucht, der wird hier auf alle Fälle fündig.

    Wann die Geschichte genau spielt, konnte ich nicht richtig zuordnen, das bleibt wohl auch das Geheimnis der Autorin. Wegen diverser bekannter Gegenstände und Aussagen kann man jedoch davon ausgehen, dass das propagierte Zukunftsszenario nicht allzu weit vom Jetzt entfernt ist. Technisch ist alles etwas weiter fortgeschritten, ökologisch leben die Protagonisten in einer Zeit des negativen Wandels.
    Bevor das Buch jedoch auf den Höhepunkt, den Grundkonflikt der Geschichte zusteuert, lernt man Patricia und Laurence als Kinder kennen. Dieser Part gefiel mir am besten, denn er gibt einen guten Einblick ihrer Gefühle und Lebensumstände. Patricia und Laurence waren schon immer besonders, beide auf ihre Art nerdig, und das bekommen sie von ihren Eltern und Mitschülern knallhart zu spüren. Was sie durchmachen müssen, tat mir sehr leid und hat mich richtig erschüttert. Folglich finden die junge Hexe und der nerdige Sonderling irgendwie zusammen, sie geben sich unbewusst Halt, wenn zuerst auch widerwillig und nicht ganz freiwillig.

    Die Handlung hat mehrere Zeitsprünge, den größten, als sich Laurence und Patricia ein paar Jahre nach ihrer Kindheit zufällig wieder über den Weg laufen. In welchem Zustand die Welt nun ist, bekommt man als Leser nach und nach mit. Auch, dass die Gruppe der Hexen und die Gruppe der Wissenschaftler unterschiedliche Ziele verfolgen, was der Ausweg für die Menschheit bei einem ökologischen Zusammenbruch der Erde sein könnte, was ihr Überleben sichern könnte.

    Im zweiten Teil hatte das Buch für mich einen kleinen Hänger, dahingehend, dass mir die Handlung etwas lang wurde und ich zwischen Wissenschaft und Magie mehr Gefühl erwartet hätte. Obwohl sprachlich sehr gut, bzw. wunderbar übersetzt, kann die Geschichte manchmal etwas nüchtern oder pragmatisch erscheinen. Vielleicht ist das ja gerade das Besondere daran. Trotzdem liest sich "Alle Vögel unter dem Himmel" wirkungsvoll und oft ernsthaft, hat aber auch einen unterschwelligen Humor, der zuweilen erfrischend komisch daherkommt. Das Buch ist aber auch sehr eigen und geizt nicht mit Elementen der magischen, märchenhaften Fantasy und futuristischen Science Fiction. Am Ende erschafft die Autorin damit eine Kombination, die mir in ihrer Ausführung zwar nicht neu war, die mich aber tatsächlich ein bisschen überwältigt zurückgelassen hat. Auf mich wirkte der Schluss fast ein bisschen verträumt ... und sehr hoffnungsvoll.

    Das Fazit
    "Alle Vögel unter dem Himmel" ist ein sehr ungewöhnlicher Roman, der Fantasy und Science Fiction auf eine frische und moderne Weise verbindet. Damit spricht das Buch Leser beider Genre an. Die Geschichte ist spleenig und eindrucksvoll gleichermaßen, hätte aber in ihrer Ausführung, vor allem zwischen den beiden Hauptprotagonisten, gefühlvoller sein dürfen, um den Grundkonflikt stärker hervorzuheben. Es bleibt jedoch ein besonderes Buch, dass sich mit seiner nerdig-magisch-märchenhaft-futuristischen Art in keine Schublade stecken lässt und damit stark fesselt. 4 von 5 Sterne gibt es von mir für dieses Debüt.

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    Wer auf der Suche nach Lesefutter abseits ausgelutschter Fantasy- und Science-Fiction-Themen ist, sollte mal einen Blick auf ›Alle Vögel unter dem Himmel‹ riskieren.

    Es sind vor allem die feinsinnigen Dialoge und die liebevoll gezeichneten Charaktere, die dieses Buch so lesenswert machen.

    Charlie Jane Anders ist ein geistreiches und gut strukturiertes Debüt gelungen, das außerdem mit fantasievollen und trotzdem schlüssigen Charakteren überzeugt.

    Wie vertragen sich Magie und Wissenschaft? Gut – zumindest in diesem unterhaltsamen Science-Fiction-Ökothriller, der gleichzeitig eine zauberhafte Liebesgeschichte zwischen einer Hexe und einem Computernerd ist.

    . ein Must-Read, [.] weil es einfach spannend geschrieben ist, Neugierde weckt und Sympathie sowie Empathie mit Patricia und Laurence erzeugt.

    ›Alle Vögel unter dem Himmel‹ gehört als beeindruckende, erfrischende Genre-Überbrückung in diesem phantastischem Kalenderjahr klar zum Pflichtprogramm.

    Ich bin begeistert. Restlos! ›Alle Vögel unter dem Himmel‹ ist nicht nur ausgesprochen klug, sondern auch extrem unterhaltsam.

    [.] ein besonderes Buch, das sich mit seiner nerdig-magisch-märchenhaft-futuristischen Art in keine Schublade stecken lässt und damit stark fesselt.

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