Charlotte Barth

 4.8 Sterne bei 5 Bewertungen

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Kinderspiel

Kinderspiel

 (5)
Erschienen am 01.03.2015

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Rezension zu "Kinderspiel" von Charlotte Barth

Kinderspiel - Wie mein Körper missbraucht und meine Seele gebrochen wurde
Sapientiavor 3 Jahren

Inhalt:


Charlotte ist drei als sie das erste mal Sexuellmissbraucht wird. Als ob dies nicht schon genug wäre, wird sie immer wieder von verschiedenen Jungen und Männern, während ihrer Kindheit und Jugend sexuell und seelisch Misshandelt. Zuhause bei ihrer Familie warten statt Liebe und Geborgenheit ebenfalls nur Misshandlung und Missachtung. Nur bei ihrer besten Freundin findet sie etwas Trost. Diese jedoch ist lediglich eine Fantasie.

Charlotte wird depressiv, bekommt Angststörungen, ritzt sich, flüchtet sich in eine Magersucht. Nach bereits mehreren gescheiterten Selbstmordversuchen begibt sie sich in professionelle Hilfe.



Meinung:


Charlotte Barth hat ihre tragische, gerade zu schockierende Geschichte sehr flüssig und lebendig geschrieben. Trotz der Ernsthaftigkeit des Themas, ist das ganze dennoch auch mit einem gewissen sarkastisch, zynischen Humor geschrieben, der mich hier und da nach dem ich gerade noch mit ihr litt, plötzlich schmunzeln musste. Doch gab es auch Momente wo ich sie ab liebsten geschüttelt hätte, nur damit sie selber die Augen öffnet und ihre Opferrolle endlich verlässt. Es ist schwer nicht mit zu leiden wenn man ihre Lebensgeschichte liest. Das Thema ist schockierend und Augen öffnend gleichermaßen. Das Buch war nur schwer aus der Hand zu legen obwohl die Geschichte einen selber mit leiden ließ. Vielleicht aber auch gerade deswegen.  

Kommentare: 2
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Rezension zu "Kinderspiel" von Charlotte Barth

böse Kinderspiele
BeeLuvor 3 Jahren

Dies ist ein Buch, eine Autobiographie, von der ich nicht so genau weiß, wie ich es bewerten soll! Es steht mir nicht zu, das zu bewerten, was die Autorin durchleben musste.
Als Kleinkind wird sie sexuell missbraucht, als 11-jährige geht sie eine "Beziehung" zu einem älteren Jungen ein, der sie ebenfalls vergewaltigt, als 13-jährige wiederholt sich diese Art "Beziehung" mit einem andern älteren Jungen... Kein Rückhalt aus dem Elternhaus, auch hier gibt es Schläge und Vernachlässigung.

Es ist schockierend und bedrückend zu lesen und mehr als einmal fragt man sich als Leser, wie in aller Welt Charlotte es immer wieder schafft, in diese schrecklichen Situationen zu geraten und ist mindestens genauso entrüstet über die Ignoranz und Blindheit ihrer Eltern aber auch der Therapeuten, an die sie im Verlauf gerät.

Der Schreibstil ist flüssig, mit viel Zynismus und Selbstabwertung der Autorin gespickt. Ich habe es innerhalb eines Tages gelesen, weil ich wissen wollte, wie es mit Charlotte weitergeht. Sie verzichtet auf detaillierte Beschreibung der Abscheulichkeiten, die ihr angetan wurden aber trotzdem oder gerade deswegen wirkt es für mich sehr authentisch. Es gelingt ihr, den Leser mit in ihre Gefühlswelt, ihre innere Leere, ihre Verzweiflung und Ängste zu ziehen.
Was mich jedoch gestört hat ist, dass manches aus ihrem Leben nur beiläufig erwähnt wird und so habe ich mich hin und wieder gefragt, ob ich irgendwelche Informationen überlesen habe. Sie hat eine ältere Schwester und irgendwann taucht ganz plötzlich im Geschehen auch noch ein kleiner Bruder auf. Sie schreibt von Arbeit aber erwähnt nicht, was sie eigentlich arbeitet. Dies sind so formale Kleinigkeiten, die meinen Lesefluss aber dennoch unterbrochen haben. Außerdem stimmt der Klappentext nicht ganz mit dem Inhalt des Buches überein, was für mich ein Minuspunkt ist. 

Fazit: Kein Buch für einen gemütlichen Leseabend aber sehr lesenswert. 

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