Charlotte Barth Kinderspiel

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Inhaltsangabe zu „Kinderspiel“ von Charlotte Barth

Einer aktuellen Statistik des Bundeskriminalamts zufolge werden in Deutschland jedes Jahr über 15.000 Kinder unter 14 Jahren sexuell missbraucht. Ein Großteil der Straftaten gegenüber Kindern findet dabei zu Hause statt, denn der oder die Täter kommen häufig aus dem familiären Umfeld. Nur ein Bruchteil der Taten wird zur Anzeige gebracht, die Dunkelziffer liegt demnach deutlich höher bei über 300.000.§Wer Opfer einer sexuellen Gewalttat wurde, den verfolgt das Geschehene ein Leben lang. Wird der Körper missbraucht, dann leidet auch die Seele und Betroffene unter den Folgen: Sie entwickeln Selbstabwertung und Selbstvorwürfe, erleben Angst und Verzweiflung, Hilflosigkeit und Ohnmacht, Scham und ewige Schuldgefühle.§Während sich viele selbst verletzen, um ihrer gebrochenen Seele den Druck zu nehmen, suchen andere einen Weg in der Verdrängung. Wichtig für eine Bewältigung ist jedoch die bewusste und behutsame Aufarbeitung der Erlebnisse obgleich eine vollständige Heilung nur selten möglich ist.§§Charlotte ist drei Jahre alt, als sie zum ersten Mal sexuell missbraucht wird. Dann wieder mit elf. Und noch immer mit 12, 13 und 15 Jahren. Was im dunklen Keller eines Bekannten ihrer Eltern beginnt, entwickelt sich über die Jahre zu einem Martyrium der sexuellen und psychischen Gewalt. Ihre Familie bietet Charlotte keinerlei Rückhalt: Der Vater schlägt sie, die Mutter verkuppelt ihre eigene Tochter mit weitaus älteren Jungen, um sie aus dem Haus zu bekommen.§Erst mit 21 hat sie es überstanden, aber der eigentliche Überlebenskampf beginnt erst jetzt. Um ihre seelischen Schmerzen und die Erinnerungen an den Missbrauch zu verdrängen, flüchtet Charlotte in die Magersucht, sie wird medikamentenabhängig, verletzt sich selbst und entwickelt eine ausgeprägte soziale Phobie. Nach mehreren Versuchen, sich das Leben zu nehmen, begibt sie sich schließlich in eine Therapie und wagt damit den ersten Schritt in Richtung Freiheit die aufgrund zahlreicher Rückschläge jedoch stets unerreichbar scheint.§In KINDERSPIEL verarbeitet die Autorin ihre unfassbare Leidensgeschichte und hat ein erschütterndes Buch über Missbrauch und seine lebenslangen Folgen geschaffen.

Größten Respekt an die Autorin für diese wahren, aufschlussreichen, traurigen aber doch starken Worte!

— Marissa12

Wow - ein sehr ergreifendes und bewegendes Buch. Mein größten Respekt für die Autorin. Eine wahre Geschichte die einen sprachlos macht.

— Freija

Lesenswert, bedrückend, aufwühlend...

— BeeLu

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  • Kinderspiel - Wie mein Körper missbraucht und meine Seele gebrochen wurde

    Kinderspiel

    Sapientia

    Inhalt: Charlotte ist drei als sie das erste mal Sexuellmissbraucht wird. Als ob dies nicht schon genug wäre, wird sie immer wieder von verschiedenen Jungen und Männern, während ihrer Kindheit und Jugend sexuell und seelisch Misshandelt. Zuhause bei ihrer Familie warten statt Liebe und Geborgenheit ebenfalls nur Misshandlung und Missachtung. Nur bei ihrer besten Freundin findet sie etwas Trost. Diese jedoch ist lediglich eine Fantasie. Charlotte wird depressiv, bekommt Angststörungen, ritzt sich, flüchtet sich in eine Magersucht. Nach bereits mehreren gescheiterten Selbstmordversuchen begibt sie sich in professionelle Hilfe. Meinung: Charlotte Barth hat ihre tragische, gerade zu schockierende Geschichte sehr flüssig und lebendig geschrieben. Trotz der Ernsthaftigkeit des Themas, ist das ganze dennoch auch mit einem gewissen sarkastisch, zynischen Humor geschrieben, der mich hier und da nach dem ich gerade noch mit ihr litt, plötzlich schmunzeln musste. Doch gab es auch Momente wo ich sie ab liebsten geschüttelt hätte, nur damit sie selber die Augen öffnet und ihre Opferrolle endlich verlässt. Es ist schwer nicht mit zu leiden wenn man ihre Lebensgeschichte liest. Das Thema ist schockierend und Augen öffnend gleichermaßen. Das Buch war nur schwer aus der Hand zu legen obwohl die Geschichte einen selber mit leiden ließ. Vielleicht aber auch gerade deswegen.  

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  • böse Kinderspiele

    Kinderspiel

    BeeLu

    12. September 2015 um 18:45

    Dies ist ein Buch, eine Autobiographie, von der ich nicht so genau weiß, wie ich es bewerten soll! Es steht mir nicht zu, das zu bewerten, was die Autorin durchleben musste. Als Kleinkind wird sie sexuell missbraucht, als 11-jährige geht sie eine "Beziehung" zu einem älteren Jungen ein, der sie ebenfalls vergewaltigt, als 13-jährige wiederholt sich diese Art "Beziehung" mit einem andern älteren Jungen... Kein Rückhalt aus dem Elternhaus, auch hier gibt es Schläge und Vernachlässigung. Es ist schockierend und bedrückend zu lesen und mehr als einmal fragt man sich als Leser, wie in aller Welt Charlotte es immer wieder schafft, in diese schrecklichen Situationen zu geraten und ist mindestens genauso entrüstet über die Ignoranz und Blindheit ihrer Eltern aber auch der Therapeuten, an die sie im Verlauf gerät. Der Schreibstil ist flüssig, mit viel Zynismus und Selbstabwertung der Autorin gespickt. Ich habe es innerhalb eines Tages gelesen, weil ich wissen wollte, wie es mit Charlotte weitergeht. Sie verzichtet auf detaillierte Beschreibung der Abscheulichkeiten, die ihr angetan wurden aber trotzdem oder gerade deswegen wirkt es für mich sehr authentisch. Es gelingt ihr, den Leser mit in ihre Gefühlswelt, ihre innere Leere, ihre Verzweiflung und Ängste zu ziehen. Was mich jedoch gestört hat ist, dass manches aus ihrem Leben nur beiläufig erwähnt wird und so habe ich mich hin und wieder gefragt, ob ich irgendwelche Informationen überlesen habe. Sie hat eine ältere Schwester und irgendwann taucht ganz plötzlich im Geschehen auch noch ein kleiner Bruder auf. Sie schreibt von Arbeit aber erwähnt nicht, was sie eigentlich arbeitet. Dies sind so formale Kleinigkeiten, die meinen Lesefluss aber dennoch unterbrochen haben. Außerdem stimmt der Klappentext nicht ganz mit dem Inhalt des Buches überein, was für mich ein Minuspunkt ist.  Fazit: Kein Buch für einen gemütlichen Leseabend aber sehr lesenswert. 

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