Charlotte Birnbaum

Alle Bücher von Charlotte Birnbaum

Cover des Buches Der Leopard (ISBN: 9783492203203)

Der Leopard

 (33)
Erschienen am 01.03.1984
Cover des Buches Der lange Winter (ISBN: 9783857918681)

Der lange Winter

 (2)
Erschienen am 16.08.2018
Cover des Buches Die Wiese der Toten (ISBN: 9783546000109)

Die Wiese der Toten

 (2)
Erschienen am 01.07.1992
Cover des Buches Die Nacht von San Rocco (ISBN: 9783546000093)

Die Nacht von San Rocco

 (1)
Erschienen am 01.07.1992
Cover des Buches Geschichte meines Lebens (ISBN: 9783458347910)

Geschichte meines Lebens

 (0)
Erschienen am 29.08.2005

Neue Rezensionen zu Charlotte Birnbaum

Cover des Buches Der Leopard (ISBN: 9783492203203)M

Rezension zu "Der Leopard" von Giuseppe Tomasi di Lampedusa

Ein gewaltiges Werk
Michaelvock_writervor 8 Monaten

Das Fürstenhaus Salina zwischen 1860 und 1910 in Sizilien. Der Leopard zeichnet einen umfassenden Umriss über die erzählte Epoche, lässt allerdings zugleich viel Platz für Eigeninterpretationen. Wie viele wertvolle Werke der Weltliteratur nimmt dieses Buch unwissend Bezug zur aktuellen Lage. Von der schnelllebigen Gesellschaft bis zur Vergänglichkeit alter Werte. 

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Cover des Buches Der Leopard (ISBN: 9783492203203)C

Rezension zu "Der Leopard" von Giuseppe Tomasi di Lampedusa

Beeindruckender Klassiker - über Veränderung und Wandel
claudiaZvor 10 Monaten

Die Handlung des Romans beginnt zu einer Zeit, als politische Unruhen zur  Einheit Italiens und in Sizilien zu gesellschaftlichen Umbrüchen führen. Sehr  interessant finde ich die beiden Hauptcharaktere, den Fürst Salera und seinen Neffen Tancredi. Obwohl sie unterschiedlichen Seiten angehören, kommen sie bestens miteinander aus. Insbesondere aus dem Verhalten des Fürsten ist zu erkennen, dass er Verständnis für seinen Neffen aufbringt, der jung ist und dessen Leben durch die Veränderungen geprägt wird.
Dass Veränderungen unausweichlich sind, wird aus der Beschreibung der Lebensumstände der Landbevölkerung ersichtlich. Ob und wann sich die Situation der einfachen Menschen tatsächlich änder wird, steht jedoch „in den Sternen“. 

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Cover des Buches Der Leopard (ISBN: 9783492203203)S

Rezension zu "Der Leopard" von Giuseppe Tomasi di Lampedusa

Überraschend guter, absolut lesenswerter Klassiker!
Shannonvor 10 Monaten

„Der Leopard“ spukte schon länger auf meiner „To Read“-Liste rum und insofern war ich sehr erfreut als es in meiner Klassikerrunde als Monatsbuch gewählt wurde.  Der Einstieg war für mich (wohl auch infolge des Hörbuches) leicht. Die Sprache ist eindeutig eine Bildungssprache und die Hauptperson leidet nicht wenig unter den rohen Manieren mancher Zeitgenossen – sprachlich findet hier eine Abgrenzung statt. Eigentlich war es von Beginn an eine Zeitreise in das heiße, schwüle Sizilien der 1860er, wo Garibaldi landet um Italien zu einigen.

In meiner Lesegruppe war nicht wenig Recherche erforderlich, um den geschichtlichen Hintergrund zu erfassen. Eine neue Weltordnung entsteht – eine alte Welt stirbt. Der Unterton des Vergänglichen, des Abschiedes schwebt von Beginn an über der Handlung und über unserem sizilianischen Fürsten.

Inhaltlich nimmt wohl die Liebesgeschichte zwischen dem Neffen des Fürsten und der bürgerlichen, aber bezaubernden, Angelica das Gros der Handlung ein, doch erfährt man einiges über das Leben auf Sizilien, die herkömmliche Machtordnung, das Streben nach einer neuen Ordnung der Dinge und durch ein neu hinzugefügtes Kapitel über eine Heimreise des fürstlichen Priesters - auch über das bäuerliche Leben bis hin zum Schluss über den Verfall der aristokratischen Gepflogenheiten auf dieser faszinierenden Insel, die so viele Kultureinflüsse zu einem spannenden Ganzen vereint.

Di Lampedusa scheut nicht vor Pathos zurück und letztendlich ist seine Message eine desillusionierte. Trotzdem ist mir das Werk sehr ans Herz gewachsen, weil entgegen allen Erwartungen der Protagonist – trotz distinguierter Vornehmheit, zum Himmel schreiend ungerechten patriarchalen Strukturen und emotionaler Zurückhaltung (zum Beispiel als Vater) – sympathisch ist und ich Verständnis für ihn aufbringe. Ich mag die Sprache, den kleinen Ausschnitt von Zeit und Raum, in den mich der Autor entführt und ich mag auch die vieldiskutierten zeitlich inkongruenten Elemente, die mir nur den Lauf der Dinge verdeutlichen und keine Zäsur im Lesefluss darstellen.

Ästhetisch ansprechende, sprachlich großartige Weltliteratur. Kann ich nur jedem empfehlen!

Kommentare: 3
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Gespräche aus der Community

Klassiker-Leserunde 

Beginn: 15.08.2021

Im August liest die Klassiker-Gruppe noch ein zweites Buch: „Der Leopard“ von Giuseppe Tomasi di Lampedusa, auch bekannt als „Der Gattopardo“.

Wir starten am 15.08.2021.

Jeder ist herzlich willkommen!

403 Beiträge
F
Letzter Beitrag von  FrancieNolanvor 10 Monaten

Ich danke Dir für die Stellen - Beispiele, und in den genannten Fällen kann ich Dir auch nur beipflichten. Allerdings hatte mich Induni an einigen einzelnen Stellen nicht überzeugt, ich hatte auch mal was zitiert, aber da ich die neue Übersetzung nur leihweise hatte und jetzt nicht mehr zur Verfügung habe, kann ich das nicht mehr nachstellen. Soll heißen: vielleicht würde ich drei Gegenbeispiele finde, wo es für die meisten Leser andersrum wäre, vlt. hast Du aber vom Gesamteindruck durchaus Recht, dass Kroeber auch etwas „umständlich“ formuliert, was dann nicht so elegant klingt.

Wichtig ist, und das hast Du gut beschrieben, da werde ich auch noch gezielter darauf achten, dass man sich selbst Kriterien setzt, wie man die Übersetzung haben möchte. Für Dich ist das: „Ferner sollte eine Übersetzung für mich in gutem bis sehr guten Deutsch verfaßt sein, selbst wenn dies bedeutet, daß manches nicht wörtlich, sondern sinngemäß übersetzt ist.“ Könnte ich fast so unterschreiben, nur ist bei mir der Akzent auf „Werktreue“ statt „gutem Deutsch“, was kein Gegensatz sein sollte, aber genau deshalb gebe ich zu, dass „sinngemäß“ manchmal besser ist als zu wörtlich. Und ich sehe auch einen Trend im Modernen, sich allzusehr in einzelnen Wörtern zu verlieren, was dann zu merkwürdigen Gesamteindrücken führen kann. So ging es mir z.B.bei dem Proust-Vergleich, wo ich die alte Übersetzung soviel sprachlich eleganter finde, dass es mir dann auch egal ist, ob Proust laut neuem Übersetzer „in Wahrheit kantiger geschrieben“ hat. Es geht um einzelne Stellen, die dann verbessert werden, wortgetreuer sind, aber einen hölzernen Gesamteindruck machen sprachlich - also ohne den Sinn groß zu ändern - dann bin ich natürlich auch für die schönere Sprache zum Preis der Detailgenauigkeit. Bei Tolstoi dagegen fand ich manche älteren Übersetzungen richtig sinnverstellend in einzelnen Abschnitten, man muss also echt genau gucken.

Langer Rede kurzer Sinn: Generalisierungen sind gerade bei Übersetzungen m.E.fehl am Platze, also nicht einfach „alte Übersetzungen sind besser“ oder umgekehrt, sondern sich besser die Mühe machen, rauszufinden, was einem wichtig ist und entsprechend antesten, bis man eine gute Übersetzung für sich gefunden hat. Es gibt sicher auch ein paar objektiv handwerklich einfach schlechte Übersetzungen, sonst würde man nicht so oft lesen, dass Leute einen Klassiker doof fanden bis ihnen eine zugänglichere Übersetzung begegnet ist.

Und bei „Herr der Ringe“ gebe ich Dir absolut Recht: falls wir Krege noch haben, müsste ich ihn direkt noch mal vergleichend lesen - schrecklich, da fand ich die alte Übersetzung auch um Längen! besser, definitiv. Die jungen Leute, die das heute lesen wollen, haben da aber vlt einen anderen Geschmack, und mir ist lieber, sie lesen es überhaupt, statt nur die Filme zu schauen. So haben auch Neuübersetzungen ihren Sinn, sind aber nicht immer so schlecht wie Krege &co! 😉🙋🏻‍♀️

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