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wolkenbruch

vor 6 Monaten

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Wunderbar annotierte Ausgabe des 1847 unter dem Autorennamen Currer Bell, eigentlich Charlotte Bronte, erschienen Romans "Jane Eyre".

Erzählt wird die Lebensgeschichte der elternlos, zunächst bei ihrer Tante, später im Internat für Armenkinder, aufwachsenden Jane Eyre. Trotz widrigster Bedingungen kann sie sich mit Wissensdurst und Lerneifer zur Gouvernante hocharbeiten und landet so auf dem Anwesen Thornfield Hall, wo sie die Ziehtocher des gut situierten Rochesters unterrichten soll.

Die Zeitgenossen des Werkes waren sich über den Wert von "Jane Eyre" zwar noch nicht einig - , heute schätzen wir den für die Entstehungszeit innovativen Roman mit all seinen überraschenden Wendungen, den komplex konstruierten Figurenbeziehungen, der detailreichen Sprache und dem beeindruckenden Ensemble aus eingearbeiteten Genrekonventionen; so bedient "Jane Eyre" zugleich Kategorien wie Bildungsroman, Autobiografie, Roman des Realismus, Schauerroman oder den für die viktorianische Zeit typischen Gouvernantenroman.

Für mich ist "Jane Eyre" - obgleich seiner Omnipräsenz in Seminaren und Handbüchern - nicht nur ein unabdingbarer Klassiker der englischen Literatur, sondern auch eine besondere und genussreiche Lektüre, die man ruhig alle paar Jahre einmal wieder in die Hand nehmen, und bekannte Textstellen wiederentdecken sollte.

Autor: Charlotte Brontë
Buch: Jane Eyre
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