Charlotte Brontë Jane Eyre

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Inhaltsangabe zu „Jane Eyre“ von Charlotte Brontë

Nach einer Kindheit im Waisenhaus tritt Jane Eyre eine Stelle als Gouvernante auf dem entlegenen Landsitz Thornfield Hall an – und verliebt sich unsterblich in den Hausherrn, den düsteren und verschlossenen Edward Rochester. Er erwidert ihre Gefühle, doch er ist verheiratet, und Jane weigert sich, ein Leben als Mätresse zu führen. Erst nach dem dramatischen Tod seiner Frau finden die beiden zusammen. Mit der klugen, charakterstarken Jane Eyre schuf Charlotte Brontë eines der bewegendsten Frauenporträts der englischen Literatur. Der Roman gilt als fiktive Autobiographie der Autorin.

Brava! Ein historischer Roman mit hinreißender Liebesgeschichte. Ich würde dreißig Sterne geben, wenn ich könnte. Habe es verschlungen!

— Jewego
Jewego

Kann ich absolut empfehlen!!

— JuliaElice
JuliaElice

Ich hätte noch ewig weiterlesen können... Eins meiner Lieblingsbücher!

— hannipalanni
hannipalanni

Eines meiner Guilty-Pleasure-Books. Über das Frauenbild kann man heute streiten, aber ein eindrinliches zeitgenössisches Portrait über Liebe

— SabsB
SabsB

Wunderbares Buch, das schnell zu einem meiner Lieblingsbücher wurde.

— elfenkind
elfenkind

Gegen Schluss war es sehr fesselnd.

— selisa1333
selisa1333

Mein absolutes Lieblingsbuch!

— alice_au
alice_au

für einen Klassiker sehr spannend und kein bisschen langweilig

— warumxdarum
warumxdarum

In der Mitte habe ich ein wenig den Faden verloren und es kurz beiseite legen müssen. Das Weiterlesen hat sich aber gelohnt. Tolles Buch!

— Noni
Noni

Der Charakter von Jane Eyre hat mich richtig beeindruckt, geniales Buch!

— sophiekatrin
sophiekatrin

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    Jane Eyre
    mondy

    mondy

    04. August 2017 um 11:04

    Aus dem Englischen von Gottfried RöckeleinMeine Meinung (ich denke, den Inhalt kann ich mir sparen)Leider ist es schon wieder einige Zeit her, dass ich das Buch gelesen habe, so dass ich nicht mehr allzu viel beitragen kann. Aber ich kann noch sagen, dass das Buch mich begeistert hat. Wieder einmal haben mich die Dicke und das Alter des Buches lange davon abgehalten, es zu lesen ... und wieder einmal haben sich mit den ersten Seiten all meine Befürchtungen in Nichts aufgelöst. Das Buch liest sich einfach wunderbar und ich konnte gar nicht mehr aufhören, darin zu schmökern.Sehr gut gefallen hat mir, dass man Jane schon ab ihrer Kindheit begleitet. So erlebt man ihre Entwicklung hautnah mit. Das Grundgerüst der Handlung war mir vorher bekannt bzw. einige Dinge kann man sich denken, aber die Autorin hält trotzdem die ein oder andere Überraschung für den Leser bereit. So hat mich z.B. das Ende völlig überrollt, damit hatte ich nicht gerechnet. Auch Janes Aufenthalt bei Mr. St. John und seinen Schwestern war mir vorher überhaupt nicht bekannt und obwohl sich dieser für mein Empfinden etwas in die Länge zog, habe ich ihn gerne gelesen. Besonders spannend fand ich auch hier Janes Entwicklung, denn diese Episode ist zwingend notwendig, um ihre Zuneigung zu Mr. Rochester zu vertiefen. Ihr wird eine Alternative aufgezeigt, die sie vorher nicht hatte, aber gerade dadurch erkennt sie den Wert ihrer vorherigen Beziehung. Sehr geschickt!Über Janes Charakter muss ich wohl nicht mehr viel sagen. Ich mochte ihre Art sehr gerne und auch Mr. Rochester war mir sympathisch. Besonders schön fand ich es zu beobachten, wie sie sich gegenseitig umkreisen, immer darauf bedacht, dem anderen nicht zu zeigen, was sie fühlen, um sich nicht verletzbar zu machen. Die Szene unter der Kastanie fühlte sich für mich wie eine Erlösung an.Ich war sehr angetan von diesem Buch und werde sicherlich noch oft daran zurück denken. Von mir gibt es 5 Sterne.

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  • Jane Eyre

    Jane Eyre
    natti_ Lesemaus

    natti_ Lesemaus

    08. July 2017 um 15:00

    Schwer und viel zu lesen ( über 600 Seiten). Der schreibstil ( viel in der Ich perspektive) , ist schon gewöhnungsbedürftig, denn es ist im alten Schreibstil geschrieben, da werden Wörter anders geschrieben wie wir sie heute schreiben. Auch die Sätze, der Satzbau ist völlig anders. Die Sätze sind zum Teil sehr ausschweifend und lang, aber auch inteessant. Hin und wieder ist das ganze spannend, aber dann auch wieder langweilig und trist. Zum Inhalt:Spielen tut das ganze im 18. Jarhundert und es dreht sich alles um ein Mädchen Namens Jane Eyre. Wir erleben ihr Leben, von Kindessauf, die höhen und tiefen von ihr und wie sie Erwachsen wird. Elternlos lebt sie bei ihrer Tante und dessen Kindern. Sie ist ungeliebt und wird viel bestraft, für Dinge, die sie nicht getan hat. Deshalb ist sie aufmüpfig und sturr. Als sie 10 Jahre alt ist, schickt ihre Tante sie schließlich weit weg auf eine Waisenschule. Auch dort hat sie es nicht gut. Viele Jahre lang werden sie hart bestraft, beommen wenig zu essen, müssen frieren. Lediglich eine nette Lehrerin ist dort der einzige Lichtblick und ein Mädchen, das aber an Fieber stirbt.Mit 18 geht sie als Lehrerin nach Thornfield, um dort das Mündel vom Hausherrn zu unterrichten, der Schroff und oft miesgelaunt ist. Sie verliebt sich dennoch in ihn, aber er umwirbt eine Dame aus seinen Kreisen. Aber sie freunden sich an. Nachdem Jane sich dann um ihre im Sterben liegende Tante gekümmert hat, bittet der Hausherr plötzlich sie ungeachtet des Standesunterschieds, seine Frau zu werden. Kurz vor der Trauung kommt allerdings raus, das der Hausherr schon verheiratet ist, mit einer Frau, die dem Wahnsinn verfallen ist und gut versteckt wird im Haus. Jane verläßt mit gebrochenem Herzen das Haus. Kurz am verhungern, findet sie Zuflucht in einem Dorf, wo sie dann als Lehrerin bleibt. Immer wieder muss sie aber an ihre Liebe denken, so kehrt sie irgendwann zurück, um eine Ruine vorzufinden und keine Spur von ihrem geliebten. Sie erfärht, das die Hausherrin im Feuer ums Leben kam. Jetzt muss sie nur noch ihren Geliebten finden, denn jetzt steht ihnen nichts mehr im Weg.Das ist viel- richtig erdrückend. Die arme Jane muss viel erdulden und macht sehr viel mit ihn ihrem Leben, bevor sie am Ende doch noch Glücklich wird. Ich habe mich nicht nur stellen weise gelangweilt, sondern mich auch gefreut, war wütend, glücklich und habe geweint. Viele Emotionen kamen auf mich zu. Jane ist aber eine Kämpfernatur und sehr stark, sie hat sich nie unterkriegen lassen. Sie hat sehr viel Eindruck hinterlassen bei mir.Die anderen Karaktere sind ebenfalls sehr gut beschrieben und fast jeder ist bemerkenswert auf seine Art.Eine lange, tolle Geschichte.

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  • Punkte-Challenge zum SUB-Abbau 2017

    Warum Lesen glücklich macht
    GrOtEsQuE

    GrOtEsQuE

    Punkte-Challenge zum SUB-Abbau 2017 Achtung - es handelt sich nicht um eine Leserunde sondern eine Challenge zum SUB-Abbau!!! Es werden keine Bücher verlost. Ich habe es nur als Leserunde erstellt, damit das Ganze etwas übersichtlicher wird.Ich möchte mich 2017 mehr dem SUB-Abbau widmen, daher habe ich mir überlegt eine Challenge zu erstellen. Die Regeln möchte ich so einfach wie möglich halten - es soll ja auch Spaß machen und nicht in Stress ausarten.Es wird jeden Monat ein anderes Motto geben. Für die zum Monatsmotto passenden Bücher, gibt es jeweils einen Extrapunkt. Das Monatsmotto werde ich immer Ende des Vormonats im entsprechenden Unterthema bekannt geben. Den Extrapunkt kann man mehrmals im Monat sammeln, wenn man genügend passende Bücher für das Motto hat.Jeder der mitmachen möchte, postet bitte im Unterthema Sammelbeiträge seinen Sammelbeitrag. Ich werde dann jeden Monat hier im Startbeitrag die Punkte aktualisieren. Bei den einzelnen Sammelbeiträgen ist mir eigentlich nur wichtig, dass in der ersten Zeile die Gesamtpunktzahl steht, ansonsten kann jeder seinen Beitrag so gestalten wie er möchte - entweder nur die Punkte aufschreiben oder auch das gelesene Buch benennen.Man kann jederzeit noch einsteigen - einfach einen Sammelbeitrag posten und los gehts!!! Rezensionen sind keine Pflicht. Es gelten alle Bücher, die in 2017 beendet werden, man kann also ruhig auch die in 2016 angefangen erst in 2017 beenden. Die Punkteverteilung sieht wie folgt aus: Für jedes gelesene Buch gibt es einen Punkt. Für jedes gelesene Buch, was vor 2017 auf dem SUB gelandet ist, gibt es einen Extrapunkt. Für jedes gelesene Buch, was mehr als 400 Seiten hat, gibt es einen Extrapunkt. Für jedes gelesene Buch, was mehr als 600 Seiten hat, gibt es zwei Extrapunkte. Für jedes gelesene Buch, was zum Monatsmotto passt, gibt es einen Extrapunkt. Für Comics und Mangas werden nur die Hälfte der Punkte vergeben. Hörbucher zählen auch. Bei den Extrapunkten für die Seiten einfach an dem "echten" Buch orientieren. Wenn es sich um die gekürzte Fassung des Hörbuchs handelt, dann ein dreiviertel der Seiten. (Also mal angenommen das Buch hat 400 Seiten und du hast die gekürzte Fassung des Hörbuchs, zählt es nur für 300 Seiten, also kein Extrapunkt.) Bereits früher gelesene Bücher zählen auch, aber hier gibt es den vor-2017-auf-dem-SUB-gelandet-Punkt nicht, da die Bücher ja nicht mehr zum SUB gehören. Im besten Fall kann man also 5 Punkte pro Buch erhalten. Wer noch Fragen hat, kann sie im Unterthema für Fragen stellen. Nun hoffe ich auf eine rege Teilnahme und wünsch uns schon mal viel Spaß :-) Teilnehmer --- Gesamtpunktzahl --- zuletzt aktualisiert 14.04.2017: _Jassi                                           ---  38 Punkte AmberStClair                             ---   69 Punkte (Gesamtpunkte angeben) Arachn0phobiA                         ---   83,5 Punkte Astell                                           ---    0 Punkte BeeLu                                         ---   62 Punkte Bellis-Perennis                          ---  261 Punkte Beust                                          ---   100 Punkte Bibliomania                               ---   97 Punkte Buecherkaetzchen                   ---   48 Punkte Buchgespenst                         ---  161 Punkte ChattysBuecherblog                --- 111 Punkte CherryGraphics                     ---   62.5 Punkte Code-between-lines                ---  55 Punkte eilatan123                                 ---    5 Punkte Eldfaxi                                       ---   51 Punkte Farbwirbel                                ---   44 Punkte fasersprosse                            ---     9 PunkteFrau-Aragorn                           ---     4 Punkte Frenx51                                     ---  41 Punkte glanzente                                  ---   60 Punkte GrOtEsQuE                               ---   71 Punkte hannelore259                          ---   33 Punkte hannipalanni                           ---   71 Punkte Hortensia13                             ---   53 Punkte Igelchen                                    ---   11 Punkte Igelmanu66                              ---   95 Punkte janaka                                       ---   63 Punkte Janina84                                   ---    44 Punkte jasaju2012                               ---   16 Punkte jenvo82                                    ---   56 Punkte kalestra                                    ---   26 Punkte katha_strophe                        ---   53 Punkte Kattii                                         ---   57 Punkte Katykate                                  ---   44 Punkte Kerdie                                      ---   99 Punkte Kleine1984                              ---   61 Punkte Kuhni77                                   ---   60 Punkte KymLuca                                  ---   50,5 Punkte LadyMoonlight2012               ---   26 Punkte LadySamira090162                ---   124 Punkte Larii_Mausi                              ---    24 PunkteLeif_Inselmann                       ---   40,5 Punkteleseratte89                               ---   30 Punkte Leseratz_8                                ---   18 Punktelisam                                          ---   36 Punkte louella2209                            ---   58 Punkte lyydja                                       ---   55 Punkte mareike91                              ---    20 Punkte MissSnorkfraeulein                  ---  39 Punkte MissSternchen                          ---  29 Punkte mistellor                                   ---   123 Punkte Mone97                                    ---   20 Punkte natti_Lesemaus                        ---  39 Punkte Nelebooks                               ---  160 Punkte niknak                                       ----  180 Punkte nordfrau                                   ---   74 Punkte PMelittaM                                 ---   82 Punkte PollyMaundrell                         ---   24 Punkte Pucki60                                        --- 37 Punkte QueenSize                                 ---   52 Punkte readergirl                                   ---    5 Punkte Readrat                                      ---   35 Punkte SaintGermain                            ---   82 Punkte samea                                           --- 28 Punkte schadow_dragon81                  ---   73 Punkte Schmiesen                                  ---   92 Punkte Schokoloko29                            ---   23 Punkte Somaya                                     ---   100 Punkte SomeBody                                ---   94,5 Punkte Sommerleser                           ---   87 Punkte StefanieFreigericht                  ---   94 Punkte tlow                                            ---   55 Punkte Veritas666                                 ---   87 Punkte vielleser18                                 ---   68 Punkte Vucha                                         ---   78 Punkte Wermoeve                                 ---   17 Punkte widder1987                               ---   40 Punkte Wolly                                          ---   82 Punkte Yolande                                       --   64 Punkte

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    • 2151
  • Vom armen Waisenkind zur selbständigen jungen Frau, die am Ende ihr Glück findet

    Jane Eyre
    Federfee

    Federfee

    08. October 2016 um 17:54

    Das klingt zu schön, um wahr zu sein, aber warum soll eine Geschichte, die bedrückend anfing, nicht ein Happy End haben? Dieser Klassiker aus der viktorianischen Zeit hat mir ausnehmend gut gefallen, wenn ich auch hin und wieder die Sprache etwas zu schwülstig oder pathetisch fand:"Mein Herz, das so lange verdorrt und versengt gewesen war, schwoll bei diesen Tönen, und meine Seele, mit frischem Blut genährt …"Aber man kann gar nicht anders, als der tapferen, willensstarken Jane Eyre Bewunderung und Sympathie entgegenzubringen. Wie erbärmlich verliefen Kindheit und Jugend! Als Waisenkind in der Familie ihres Onkels wuchs sie ohne Liebe auf und wurde von ihren Verwandten gequält. Im 'Institut für Waisen' des bigotten und heuchlerischen Geistlichen Mr. Brocklehurst war es noch schlimmer. Trotzdem blieb Jane Eyre sie selbst: aufrichtig, gerade heraus und mit ungeheurem Gerechtigkeitssinn versehen. Sie überlebt Hunger, Kälte, sadistische Erzieherinnen und eine Typhus-Epidemie. Erst danach verbessern sich die äußeren Verhältnisse. Jane Eyre führt viele Gespräche mit Helen Burns, einer demütigen, religiösen Mitschülerin und bildet sich ihre eigene Meinung zum 'Gehorchen' und zur 'Demut'."Nicht mit Gewalt überwindet man Hass, und die Rache ist nicht der beste Balsam für Kränkungen."Nach einigen Jahren als Lehrerin an dieser Schule ergreift Jane die Initiative und bewirbt sich als Gouvernante, ein ungeheurer Akt von Emanzipation und Selbständigkeit in der damaligen Zeit. Sie trifft es gut an im Herrenhaus von Thornfield, wo sie die kleine Alice aus Paris unterrichten und erziehen soll. Der Hausherr Edward Rochester ist nur selten zu Hause, aber als er kommt und länger bleibt, entdecken sie in vielen Gesprächen ihre Seelenverwandtschaft. Jane verliebt sich in ihn, macht sich aber wegen der sozialen Unterschiede keine Hoffnungen.Doch auch Edward liebt die kleine, unscheinbare Jane und macht ihr einen Heiratsantrag. Sie stehen schon vor dem Traualtar, als etwas Schreckliches geschieht. Ein furchtbares Geheimnis, das schon vorher hin und wieder angedeutet wurde und Unruhe und Überlegungen im Leser erweckte, tritt zutage. Jane flieht ohne Mittel bei 'Nacht und Nebel', weil sie ihren Grundsätzen treu bleiben will.Wie es dann weiter geht, soll im Einzelnen nicht verraten werden, aber dass es ein glückliches Ende gibt, ist bei diesem Klassiker der Weltliteratur bekannt.Was mir nun trotz der etwas übertriebenen Sprache gut gefallen hat, sind die beiden Hauptpersonen: der leidenschaftliche Edward Rochester, der keinen Standesdünkel hat, auch ungewöhnlich für die damalige Zeit, und Jane Eyre mit ihren unbeugsamen Wertvorstellungen, die sie nicht verraten will, die sie gegen alles verteidigt und wofür sie große Nachteile in Kauf nimmt.So jung sie ist, hat sie ihren eigenen festen Standpunkt und bleibt stets integer und ihren Überzeugungen treu. Das ist für die damalige Zeit besonders bemerkenswert, denn die Stellung der Frau im viktorianischen England ließ nicht viel Platz für Selbstbestimmung und Emanzipation.Die Autorin Charlotte ist eine der drei Brontë-Schwestern und veröffentlichte 'Jane Eyre' zuerst unter dem Pseudonym Currer Bell, ein Buch, das damals eine literarische Sensation darstellte und heute einen festen Platz im Klassiker-Kanon hat.

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  • Toller Klassiker

    Jane Eyre
    warumxdarum

    warumxdarum

    29. September 2016 um 14:56

    Es geht um Jane Eyres, eine Waise, die von ihrem Leben erzählt.Ich hatte keine hohen Erwartungen an das Buch, weil ich normalerweise kein Fan von Klassikern bin, weil sie mir immer etwas langweilig erscheinen. Ich habe z.B. Stolz und Vorurteil gelesen von dem ich nicht ganz so begeistert war. Dennoch las ich Jane Eyre und wurde positiv überrascht, so gab es keinen einzigen Moment, wo das Buch langweilig wurde. Für mich ist es definitiv ein sehr lesenswertes Buch. 

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    • 2
  • Jane Eyre

    Jane Eyre
    Chrissy87

    Chrissy87

    23. September 2016 um 10:18

    Normalerweise tue ich mich mit Klassikern eher schwer. Dementsprechend war meine Erwartung auch nicht allzu hoch gesteckt, als ich das Buch angefangen habe zu lesen. Allerdings wurde mir nach nur ein paar dutzend Seiten bewusst, was ich da für einen Schatz in den Händen halte. Ich konnte das Buch gar nicht mehr aus den Händen legen. Ich musste einfach so schnell es geht erfahren wie es mit Jane und Mr Rochester ausgeht. Und mittlerweile gehört Jane Eyre zu meinen Lieblingsbüchern. Außerdem habe ich dank diesem Buch auch anderen Klassikern eine Chance gegeben und weitere Schätze gefunden.

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  • Klassiker im viktorianischen England

    Jane Eyre
    MadameEve1210

    MadameEve1210

    19. September 2016 um 15:57

    Inhalt Jane Eyre ist ein Waisenmädchen und lebt bei ihrer Tante Mrs. Reed und deren Kindern (zwei Töchter und ein Sohn) in einem staatlichen Haus. Sie ist nicht gewollt und man gibt stets das Gefühl ungewollt und von niedere Geburt zu sein. Eine Kindheit wahrlich ohne jegliche Liebe und Gefühl, nur Hass und Ablehnung lernt das kleine Mädchen. Nach 10 Jahren schickt man sie in eine gemeinnützige Schule namens Lowood. Harte Jahre gehen vorbei und Jane ist nun im Alter von 19 Jahren eine Lehrerin in diesem Institut. Sie will aber nicht bleiben und nimmt eine Stellung auf Thornfield Hall, dem Herrenhaus eines gewissen Mr. Rochester an. Ihre Hauptaufgabe ist es die kleine Adèle, Mr. Rochesters Mündel, zu unterrichten. Die Zeit vergeht und zwischen Mr. Rochester und der Gouvernante Miss Eyre entwickeln sich romantische und freundschaftliche Bande, doch ihre Liebe wird überschattet. In Tornfield Hall geht ein dunkler Schatten um, in der Nacht wird die Stille von grausamen Lachsalven unterbrochen... Fazit und meiner persönliche Meinung Jane Eyre ist mein Klassiker des Monats September 2016. Bevor ich das Buch las, hatte ich schon vor Jahren den Film als auch die Miniserie der BBC gesehen, so hatte ich den Grundzüge der Geschichte bereits im Kopf. Ich mag die Geschichte wirklich gerne, aber hatte ich einige Probleme mit dem Buch. Das Lesen hat mir keine Schwierigkeiten an sich bereitet, doch war das Buch an viele Stellen sehr langatmig und langgezogen. Ausserdem hatte es auch nicht mit meinen Kenntnissen über die Grundgeschichte zu tun, sondern einfach dass immer wieder auf die ''Hässlichkeit'' von Jane Eyre hingewiesen wird. Am Anfang noch verständlich, aber wenn es immer wieder und sogar noch am Schluss wiederholt wird... ständig und immerzu. Nun, irgendwann nervt es nur noch. Die Charaktere waren gut ausgearbeitet, die Geschichte und Schauplätze gut und detailreich beschrieben. Die Detailtreue kommt auch dadurch zu Stande, dass der Roman von Jane Eyre geschrieben wurde, als wäre es ihr Roman und nicht der von Charlotte Brontë. Mir gefielen besonders die Gespräche zwischen Rochester und Jane Eyre, manchmal sehr direkt und schroff, anderseits auch sehr intelligent und amüsant. In diesem Buch wird auch oft über Glaube, Bibel und Gott geschrieben. Manchmal sehr offen und um ein anderes Mal sehr streng und wenig flexibel (besonders gruselig fand ich das bei St. John), aber stets und oft detailreich. Für ein Buch aus dieser Zeit ist es nicht verwunderlich, doch etwas viel für mich. Die Sprache ist für einen Klassiker sehr angenehm und gut zu lesen, wie gesagt ich hatte mit gewissen Aspekte im Buch meine Probleme, nicht mit dem Schreibstil. Ein viktorianischen Klassiker, mit einer dramatischen Liebesgeschichte und einer starken Frau.

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  • Steiniger Lebensweg einer mutigen Frau - ewig aktuelles Thema

    Jane Eyre
    awogfli

    awogfli

    04. September 2016 um 07:25

    Da habe ich endlich eine meiner großen Bildungslücken gestopft und bin sehr froh darüber. Sehr viel wurde schon über dieses Werk geschrieben, für mich steht es stellvertretend für die Geschichte der Emanzipation einer Frau, die gegen alle Widrigkeiten ihren Weg findet, ohne sich selbst untreu zu werden, zu einer Zeit als das Wort Emanzipation an und für sich noch nicht einmal in irgendeinem Hirn gedacht wurde.Fast alles habe ich an diesem Roman geliebt, Schreibstil, Plot, Geschichte, Botschaft... aber was mir wirklich am besten gefallen hat: Jede Figur - auch Nebenprotagonisten - ist derartig dicht detailgenau und liebevoll beschrieben sowohl von der äußeren Physiognomie als auch von den inneren Werten her, dass sie zwangsläufig genau bildhaft vor dem inneren Auge erscheint. Das ist für mich die größte Stärke dieses berühmten Frauenromans.Warum ich es dennoch wage, einen Stern abzuziehen? Ja das ist einerseits meinem Mut geschuldet alleseits anerkannte Meisterwerke auch sehr kritisch zu betrachten, und wie Jane Eyre mich einfach für nichts und niemanden verbiegen zu wollen. Alle, die mich kennen, wissen, dass ich bei romantischem Gesülze, egal wie alt oder berühmt das Buch ist, erstens zwischen die Buchseiten kotzen könnte und zweitens einen Stern abziehe, ganz gleich wie gut diese Szenen in den Plot passen. Auch in diesem Meisterwerk gibt es in der Mitte einen schmachtvollen Abschnitt aus dem das Schmalz nur so herausrinnt. Gottseidank war er aber erstens bald vorbei, passte einfach in die Zeit und in die Geschichte, sodass es nicht ganz so schlimm wie sonst war.Fazit: Das ist ein Buch das Frau aber auch Mann unbedingt gelesen haben sollte - absolute Empfehlung von mir!

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    • 9
  • Eine große Liebesgeschichte...

    Jane Eyre
    Miamou

    Miamou

    Die Waise Jane Eyre verlebt eine trostlose Kindheit im Haus ihrer hartherzigen Tante Mrs. Reed. Zur Erleichterung aller wird Jane auf ein Internat geschickt; aber auch dort hat sie es anfangs nicht leicht. Mit der Entlassung des heuchlerischen Direktors verbessern sich langsam die Verhältnisse. Als Jane Gouvernante auf Thornfield Hall wird, verliebt sie sich in den finsteren Hausherrn Mr. Rochester, der schließlich auch ihr seine Liebe gesteht. Doch die Mauern des einsamen Landsitzes bergen ein furchtbares Geheimnis… *************************************************** Was für ein besonderer Klassiker „Jane Eyre“ doch ist. Ich kannte ihn vorher noch nicht…ich wusste nicht einmal worum es in diesem Buch ging und habe in diesem Fall vorher nicht einmal den Klappentext gelesen. Und was soll ich sagen…ich habe gut daran getan :-) Jane Eyre erlebt wahrlich keine schöne Kindheit. Sehr früh verliert sie ihre Eltern und wächst bei ihrer Tante auf, die sie wie ein Kuckuckskind behandelt und auch später auf dem Internat geht es ihr nicht wirklich besser. Besonders das erste Drittel des Buches hatte für mich dadurch ein extreme Schwere und auch sehr viel Düsteres in sich. Es gibt nur kleine Lichtfunken im Leben der jungen Jane Eyre und die muss man als Leser sehr bewusst suchen. Interessanterweise sind es aber genau diese Funken, die Jane zu jener kleinen Heldin machen, die sie fast unbeschreiblich macht. Wenn man sie nämlich in ihre Zeit setzt, dann zeigt sie sehr emanzipatorische Züge auf, die sie einfach nur liebenswert und charakterstark machen und man begleitet sie dann auch wirklich sehr gerne. Als sie auf Mr. Rochester trifft stößt sie erstmals auf ein ganz neues Gefühl. Sie verliebt sich und heiratet beinahe. Mr. Rochester war anfangs so gar nicht zu fassen und in gewisser Weise wurde er es auch in der gesamten Handlung nicht wirklich. Obwohl er eine sehr starke Figur war, in dem Sinne, dass er gemachte Entscheidungen bis zum Ende durchzieht. Man kann also definitiv von ihm als sehr geradlinigen Menschen sprechen, was ihn sehr interessant macht. Die Liebesgeschichte der beiden war für mich in so fern so wunderschön, da sie sich nicht auf den klassischen Klischees aufhängt, wie wir es heute aus nur allzu vielen Liebesromanen erkennen. Es geht hier nämlich nicht um ein schnelles Abenteuer und dann um ein ewiges Hin und Her – „wollen wir uns doch, oder doch nicht“, sondern die beiden handelten für mich sehr besonnen. Sie reden miteinander und suchen tatsächlich, ob sie zusammenpassen. Besonders zum Ende hin hat Charlotte Bronte das so wunderschön herausgearbeitet und es liest sich wirklich rührend. Trotzdem fehlte mir an der gesamten Verpackung das gewisse Etwas. Der Schreibstil war außergewöhnlich toll, trotzdem gab es Längen. Die Landschaftsbeschreibungen waren ausführlich, trotzdem fiel es mir des Öfteren schwer, mich in die Szenerie hineinzuversetzen. Nachdem das besagte Geheimnis des Mr. Rochester heraußen war, flachte für mich der Spannungsbogen dann doch etwas ab und ich musste mich ab dann doch ein wenig durch das Buch kämpfen. Ich gebe zu, dass wenn ich spontan zwischen Charlotte Bronte und Jane Austen wählen müsste, ich mich eher für Letztere entscheiden würde. „Jane Eyre“ sollte man aber dennoch wenigstens einmal im Leben gelesen haben. Besonders einer so starken Hauptprotagonistin wird man in seinem Leseleben eher selten begegnen.

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    • 10
  • Jane Eyre – die Geschichte einer Frau, die unbeirrte und selbstbestimmt ihren Weg geht

    Jane Eyre
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    Zum Inhalt: Das 1847 erschienene Werk von Charlotte Brontë, spielt im viktorianischen England. Jane Eyre wächst nach dem frühen Tod ihrer Eltern bei ihren reichen Verwandten auf. Hier wird sie versorgt und ernährt, doch ein Zuhause hat sie nicht. Ihre Tante und deren Kinder lehnen sie ab, geben ihr das Gefühl, von niederer Stellung und prinzipiell unzulänglich und unerwünscht zu sein. So ist es für die junge Jane eine Erlösung, als sie im Alter von zehn Jahren nach Lowood, auf eine gemeinnützige Schule für bedürftige Kinder geschickt wird – und dass, obwohl hier die rauesten und erbärmlichsten Zustände herrschen. Die Mädchen sind dort nur mit dem Nötigsten ausgestattet, der Unterricht und die schulischen Aktivitäten geben einen harten Alltag vor, und das spärliche Essen reicht kaum, um das Loch im Magen zu stopfen. Die Situation ist so schlecht, dass es im Zuge einer Typhusepidemie zu mehreren Todesfällen kommt. Und doch wächst und nährt sich in dieser Zeit Janes unbeirrter, starker Charakter – schon früh erkennt Jane, dass sie vor allem ihren eigenen Idealen folgen muss und möchte. „Angenommen, die ganze Welt hasst Dich und hält Dich für von Grund auf schlecht, während gleichzeitig Dein eigenes Gewissen dein Tun billigt und dich von Schuld freispricht – dann wärst du nicht ohne Freunde.“ (S. 96/97) Nach insgesamt 8 Jahren – 6 als Schülerin und 2 als Lehrerin in Lowood, nimmt sie schließlich die Stelle einer Hauslehrerin (das klassische berufliche Wirkungsfeld von Frauen im viktorianischen England) in Thornfield Hall, dem Herrenhaus eines gewissen Mr. Rochester an. Hier ist es ihre Hauptaufgabe, die kleine Adèle, Mr. Rochesters Mündel, zu unterrichten. Die Tage in Thornfield sind friedlich und folgen einem geregelten Takt – und schon bald erkennt Jane, dass ihr dieses Leben mit der Zeit zu eintönig sein könnte. Doch das ändert sich schlagartig, als sie den Herrn des Hauses, den Adeligen Mr. Rochester, mehr und mehr kennenlernt und sie sich schließlich eingestehen muss, dass sie sich in ihn verliebt hat – in Anbetracht des Stellungsunterschieds ein Skandal in der damaligen Zeit. Und ihre Gefühle scheinen erwidert zu werden… Mehr möchte ich an dieser Stelle nicht verraten. Eigene Meinung: Lange schon wollte ich den viktorianischen Klassiker lesen und hatte ihn mir dabei doch anders vorgestellt. Sperriger, schwieriger zu lesen. Und dementsprechend positiv überrascht war ich, als ich nach wenigen Seiten feststellte, dass der Roman in einer eingängigen, sehr schönen und flüssigen Sprache verfasst ist. Aufgrund der Tatsache, dass die Geschichte rückblickend von Jane selbst erzählt wird, wurde sie für mich sehr greifbar und ich konnte mich – zum Teil – gut mit ihr identifizieren. Natürlich nur zum Teil! Die Welt, in der Jane Eyre lebte, war eine andere, die einer Frau zugedachte gesellschaftliche Rolle unterscheidet sich grundsätzlich von unserer Lebensrealität. Aber der Charakter der Hauptfigur ist wunderbar herausgearbeitet – und immer wieder war ich begeistert davon, wie stark, wie intelligent, wie unerschütterlich im Glauben an sich selbst Jane ist (obwohl sie sich selbst zumeist als klein, unscheinbar und schwächlich beschreibt) – und wie sehr sie immer wieder für ihre Ideale eintritt. Dies ist meiner Meinung nach auch, neben Janes lebenslanger Suche nach einem Ort, an den sie gehört, das Hauptmotiv des Buches –das Streben danach, seine eigenen Ziele zu finden und für sie einzustehen. Also heute ein ebenso zentrales Thema wie zur Zeit Charlotte Brontës. Zudem ist die Protagonistin für die damalige Zeit extrem fortschrittlich in ihrem Denken – das hat mir gefallen. „Es heißt, Frauen seien im Allgemeinen still und friedlich, aber empfinden genauso wie Männer, sie wollen genauso wie ihre Brüder ihre Talente anwenden und sich bewähren; sie leiden unter allzu strenger Einengung, unter völligem Stillstand genauso, wie die Männer leiden würden, und es ist engstirnig, wenn ihre bevorrechtigten Mitmenschen fordern, sie sollten sich damit begnügen, Pudding zu kochen und Strümpfe zu stricken, Klavier zu spielen und Taschen zu besticken. Es ist gedankenlos, sie zu verurteilen oder auszulachen, wenn sie mehr tun oder lernen wollen, als Sitten und Gebräuche für ihr Geschlecht vorsehen.“ (S. 174) Es gab einige wenige Abschnitte, die mir etwas lang wurden – teils, weil Mr. Rochester ein Mann ist, der ohne Probleme seine Ansichten und Gefühle über mehrere Seiten hinweg kundtut, teils, weil es mir etwas zu religiös wurde (legitim für ein Buch aus der damaligen Zeit, aber einfach nicht meins; teils, weil es mir manchmal einfach zu ausführlich war). Aber das ist legitim für ein Buch von 656 Seiten, und es fällt gegenüber der ans Herz gehenden und beeindruckenden Geschichte nicht wirklich ins Gewicht.

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    • 4
  • "Lieber Leser, ..."

    Jane Eyre
    MeiLingArt

    MeiLingArt

    Vor vielen Jahren habe ich Jane Eyre bereits gelesen. Als die Klassiker Leserunde im April zu diesem Buch aufrief, schloss ich mich an und frischte meine Eyre-Erfahrung auf.Ich muss sagen, dass die guten zwei Wochen Lesevergnügen, die ich mit den über 600 Seiten hatte, einer Reise ähnelten. Es gab Berg- und Talfahrten, sowie Durststrecken und Wege, die ich lieber nicht genommen hätte.Durchgehend erfrischt war ich durch die Hauptprotagonistin Jane Eyre, die ich vom ersten Moment an ins Herz geschlossen hatte. Ich muss gestehen, dass Jane für mich keine Romanfigur geblieben ist, sondern es sie für mich bereits nach wenigen Seiten wirklich gab bzw gibt. Charlotte Bronte hat der Figur Jane einen so unverwechselbaren Charakter voll Stärke, Mut, Glauben, Vertrauen, Intelligenz, Wärme und Nächstenliebe zugeschrieben, dass ich Jane auf ganzer Linie miterleben und bei ihr sein konnte. Ihr Wesen ist so speziell und vor allem für damalige Verhältnisse (das Buch erschien 1847) herausragend in ihrem Denken und ihren Aussagen, dass es für mich als Hinweis gilt, dass Charlotte Bronte ebenso weit voraus gewesen sein muss.Auch anderen Protagonisten hat Charlotte Bronte mit einer Feinheit und einem Gespür, und doch teils groben und auch abwertenden Phrasen, ganz großartige Charakter zugeteilt. So erschien mir der häßliche Mr. Rochester, der oftmals zu herrischen und ungehobelten Wesenszügen und Äußerungen neigt, doch stets als attraktiver und herzensguter Mensch. Adèle, die ihrer Pariser Herkunft noch nacheifert, was man diesem kleinen Mädchen mit einem Lächeln durchgehen lässt und sie dennoch in richtige Bahnen zu lenken versteht und ihr Liebe angedeihen lässt. Ich erinnere mich an kaum eine Figur in diesem Roman, die ich nicht als interessant und in irgendeiner Weise besonders herausgearbeitet und charakterisiert empfunden hätte. Charlotte Bronte hat allen Figuren Leben eingehaucht und sie nicht als Statisten benutzt.Der Plot ist in sich spannend aufgebaut, hat eine große Wendung, mit der kaum gerechnet werden kann und die das Buch so ziemlich auf eine neue Ebene / Ausgangsbasis stellt. Durchgehend verzaubert Charlotte Bronte´s einzigartiger Schreibstil, besonders in den Phrasen von Jane´s  Gedanken oder Dialogen, denn hier erleben wir Jane´s einzigartiges Gemüt, ihre humorvollen, interessanten, weisen Überlegungen, und auch die Wesensarten der anderen Figuren. Schwierig und oft langatmig wird es an Stellen mit Monologen; hier drehen sich Gedanken oft im Kreis, es wird kompliziert und verworren, man kann dem Ganzen schlecht folgen, was für mich zur Folge hatte, dass ich abdriftete oder ich gar nichts mehr verstand. Diese doch sehr langatmigen Stellen nahmen bei mir einfach Luft raus, so dass ich einen Stern Lesevergnügen abziehen muss.Hervorheben möchte ich nochmal ganz besonders diesen speziellen subtilen Humor und Schalk, den die Autorin hier verwendet hat, und wie großartig gewählt ich ihn schon für die heutige Zeit, aber eben insbesondere für 1847 empfinde. Sehr gelungen, auflockernd und belebend Einfluss nehmend auf die vielen Seiten dieses tollen Romans - ganz wunderbar! Mia in Bayern würden sagen, Jane ist "ned auf der Brennsuppn daher gschwommen und ned aufd Goschn gfoin" und wer das versteht und daran Gefallen findet, zudem klassische Literatur liebt, tut sich mit Jane Eyre sicher was Gutes :-)

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    • 4
  • Eine schöne Ausgabe des Klassikers - mit informativem Anhang

    Jane Eyre
    Liebeslenchen

    Liebeslenchen

    26. April 2016 um 09:41

    „Jane Eyre“ ist der erste Roman von Charlotte Brontë der 1847 von einem Verlag verlegt wurde und mit dem sie ihren literarischen Durchbruch feierte. Um als Autorin ihrer Zeit ernst genommen zu werden, veröffentlichte sie „Jane Eyre“ unter dem männlichen Pseudonym Currer Bell.Bisher habe ich noch keinen Brontë Roman gelesen und habe den 200sten Geburtstag von Charlotte zum Anlass genommen, mir diesen Klassiker aus dem viktorianischen Zeitalter vorzunehmen.Ausgewählt habe ich die Neuübersetzung von Melanie Walz aus dem Suhrkamp/Insel Verlag, die der dritten Ausgabe von 1848 zugrunde liegt. Neben der eigentlichen Geschichte beinhaltet diese Ausgabe auch das Vorwort von „Currer Bell“ zur zweiten Auflage und Bemerkungen zur vorliegenden dritten. Im zusätzlichen Anhang können interessierte Leser im Nachwort viel über das Leben der Autorin, den Schwierigkeiten ihrer Zeit und Anmerkungen der Übersetzerin lesen, viele wirklich sehr interessante Fakten.~~~ ZUM INHALT ~~~In „Jane Eyre“ geht es um die Lebensgeschichte der Jane Eyre, der wohl bekanntesten englischen Gouvernante.Jane erzählt den Lesern aus der Ich-Perspektive heraus von ihrer schweren Kindheit als Waise. Eine Zeit, in der sie von ihren letzten lebenden Verwandten gedemütigt und schikaniert wurde, bis sie schließlich zu Unrecht als aufrührerisches und schwer erziehbares Kind abgestempelt und in ein Internat geschickt wird, in dem Düsternis und Hunger ihre weiteren Lebensjahre bestimmen. Im Anschluss an ihre Zeit als Schülerin unterrichtet sie schließlich am Internat weiter, bis sie allen Mut zusammennimmt und eine Stellenanzeige aufgibt. Im Haus von Mr. Rochester findet sie eine Anstellung als Gouvernante und findet in ihren Herrn endlich jemanden, der sie als ebenbürtige Gesprächspartnerin ernst nimmt. Obwohl er sie ohne gleichen schulmeistert verliebt sie sich in ihren Brotgeber…~~~ MEINE MEINUNG ~~~Was mich besonders fasziniert ist die Stärke der äußerlich unscheinbaren Protagonistin, die mit ihrem Denken und Handeln gegen die Konventionen aufbegehrt. Durch eine überraschende Wendung kurz vor Schluss werden die Grenzen der Gesellschaft (der Klassen, Geschlechter, des Vermögens) noch einmal deutlich hervorgehoben und brachten die damaligen Leser mit Sicherheit ins Grübeln.Ins Grübeln brachten sie höchst wahrscheinlich auch die religiösen Ideale, die in Form von verschiedenen Charakteren in den einzelnen Lebensphasen auftauchen und von denen Jane sich selbstbewusst zu lösen weiß, um ihren eigenen Weg durch Selbstbestimmung zu finden. Kein leichtes Unterfangen für eine alleinstehende Frau ihrer Zeit und wahrlich ein großartiges Vorbild.Zugegeben „Jane Eyre“ zähle ich nicht zu meinen Lieblingsgeschichten, doch es ist der Charme des Klassikers und die Vielschichtigkeit der durchgehend dramatischen Geschichte, die mich faszinieren. Sehr interessant ist vor allem der Hintergrund dieser Geschichte selbst, denn dem fiktiven Roman wird nachgesagt, dass er viele autobiografische Fakten aus dem Leben der Autorin enthält. Schaut man sich nach dem Lesen einmal Brontës Lebenslauf an, erkennt man tatsächlich einige Parallelen.Wer auf der Suche nach einem romantischen Klassiker à la „Stolz und Vorurteil“ ist, der wird mit „Jane Eyre“ wahrscheinlich nicht so glücklich.Ob die Neuübersetzung von Melanie Walz besser ist als andere, kann ich nicht beurteilen. Mir persönlich hat die Wortwahl gut gefallen, wobei manche Dialoge sprachlich anstrengend zu lesen waren, was aber nicht an der Übersetzung vielmehr der Entstehungszeit des Romans liegt.

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  • Eine Geschichte voller Emotionen

    Jane Eyre
    Betsy

    Betsy

    Der Klassiker "Jane Eyre" kann einst wie heute immer noch die Leser begeistern und auch die Filmbranche liebt dieses Buch. Die Geschichte der kleinen Waise Jane Eyre, die tapfer ihren Weg geht und sich nicht so leicht unterkriegen lässt, wenn mal schwere Zeiten auf sie zukommen, ist wohl immer noch ein faszinierender Lesestoff. Als junges Mädchen erhält sie eine Stelle als Erzieherin auf Thornfield Hall mit seinem Herrn Edward Rochester, einem kühlen, verschlossen wirkenden Mann, der sie anfangs sehr verwirrt, aber bereits nach kurzer Zeit ganz neue Gefühle in ihr weckt. Gefährliche Vorkommnisse und ein düsteres Geheimnis, das letztendlich Jane vor eine sehr schwere Entscheidung stellt, lassen den Leser (vorerst) auf ein glückliches Ende warten. Jane Eyre selbst ist es die uns ihre Geschichte erzählt und immer mal wieder auch Anmerkungen einstreut und so versucht dem Leser ihre Situation und Gefühle von damals zu vermitteln. "Warum mußte ich immer leiden? Warum wurde ich stets gescholten, angeklagt und immer wieder verurteilt? Warum konnte ich nie gefallen? Warum war es für mich aussichtslos, irgend jemandes Gunst zu suchen? Die Handlung ist besonders zu Beginn, aber auch im weiteren Verlauf, nicht gerade sehr fröhlich und unbeschwert. Janes Kindheit ist bei weitem kein Zuckerschlecken und durch ihre ehrliche, aber auch recht forsche Art, eckt sie oftmals an, besonders wenn das Temperament mit ihr durchgeht. Sie ist ein unscheinbares, zartes Mädchen und wird auch immer daran erinnert, dass sie keine Schönheit ist. Jane selbst ist sich dessen nur zu gut bewusst und hält sich generell lieber im Hintergrund. Trotz ihres teilweise recht einfachen und trostlosen Lebens gibt es aber immer auch wieder Lichtblicke in der Gestalt verschiedenster Personen, die ihr Leben und ihre Einstellung mehr oder weniger beeinflussen. Als sie auf Mr. Rochester trifft, weiß sie nicht so recht, was er von ihr erwartet und nicht nur der Leser ist ob seiner langen Reden und deren Doppeldeutigkeit etwas verwirrt. Er bleibt eine sehr widersprüchliche Figur, da er einerseits die Gespräche mit Jane sehr zu genießen scheint und mit ihr auf Augenhöhe spricht, dann aber widerum lässt er sie links liegen und schenkt ihr keinerlei Beachtung. Man gewinnt daher rasch den Eindruck als würde er nur mit ihren Gefühlen spielen. Während er einem zu Beginn deshalb nicht gerade liebenswert erscheint, ändert sich das als man seine persönliche Geschichte erfährt und inwieweit diese ihn daran hindert, sein wahres Lebensglück zu finden. Da die Geschichte aus Janes Sicht erzählt wird, erhält man natürlich viel mehr Einblicke in ihre Gedanken, was teilweise aber auch zu langen inneren Monologen führt. Obwohl sie nach außen hin sehr ruhig wirkt, hat sie dennoch einen stürmischen Charakter und bleibt sich selbst gegenüber treu, auch wenn ihr damit einiges an Schmerz nicht erspart bleibt. Sie ist eine Kämpfernatur, doch zeitweilig verschwindet ihre herausfordernde Art leider etwas zu sehr und sie wird zu demütig und biedert sich teilweise fast schon an, um es Mr. Rochester recht zu machen, was nicht so ganz zur ihrer wahren Natur zu passen scheint. Doch letztendlich ist Jane auch noch sehr jung mit ihren 18 Jahren und die Gefühle die sie Mr. Rochester entgegenbringt, sind eben eine ganz neue Erfahrung für sie und wir begleiten sie bei ihrer Entwicklung zu einer starken und selbstständigen Frau, die letztendlich ganz genau weiß was sie will. Fazit: Ein Klassiker, den man zumindest einmal im Leben gelesen haben sollte. Auch wenn es teilweise einige Längen in der Geschichte gab, hatten diese im Nachhinein betrachtet doch auch immer einen Sinn um die Handlung dorthin zu bringen, wo sie letztendlich hinführt. Jane und Mr. Rochester sind sehr faszinierende Figuren, auch wenn sie teilweise durch ihr Verhalten sehr schwer zu verstehen sind und ich besonders mit Jane phasenweise meine liebe Mühe hatte. Obwohl es teilweise ziemlich emotional zugeht bietet die Geschichte aber auch einiges an Spannung und entwickelt sich zeitweise so ganz anders als erwartet. Das wunderschöne Ende lässt danach aber keine mehr Wünsche offen.

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    • 5
    Betsy

    Betsy

    25. April 2016 um 14:18
  • Lang hat es gedauert

    Jane Eyre
    Aleena

    Aleena

    23. April 2016 um 19:34

    Ein Klassiker eben,den man Seite für Seite genießen muss.Alles braucht eben seine Zeit.

  • Jane Eyre

    Jane Eyre
    Valilu

    Valilu

    20. April 2016 um 21:23

    Im 1847 erstmals erschienene Roman Jane Eyre erzählt Charlotte Bronte die Geschichte der gleichnamigen Waisen, die nach einer schweren Kindheit eine Stelle als Gouvernante antritt und sich bald in ihren Arbeitgeber verliebt. Wenngleich die Beziehung der beiden Hauptprotagonisten Jane Eyre und Edward Rochester im Mittelpunkt steht, geht die Handlung des Romans weit über eine reine Liebesgeschichte hinaus und gestaltet sich - aus meiner zuvor skeptischen Sicht - unerwartet tiefgründig. Die Charaktere des Romans sind detailreich und vielschichtig herausgearbeitet und entwickeln sich im Lauf der Handlung weiter - allen voran und besonders deutlich Jane Eyre selbst. Mr. Rochester dagegen ist kein klassischer Held, jedoch originell, anfangs undurchdringlich und auf seine Art liebenswürdig. Die Beziehungskonstellationen der verschiedenen Protagonisten bieten ausreichend Potential für Unvorhergesehenes und überraschende Wendungen, sodass der Roman bis zum Ende hin spannend bleibt. Ein zentrales und wiederkehrendes Element im Roman nimmt die Religion ein. Der christliche Glaube wird dabei von verschiedenen Charakteren sehr unterschiedliche interpretiert und entsprechend gelebt. Während er in einem Fall für Gehorsam, Disziplin und bedingungslose Unterwerfung steht, steht er in anderen für Erlösung und Trost in scheinbar ausweglosen Situationen. Weitere Schwerpunkte stellen die Klassen- und Geschlechterunterschiede dar, die sich durch die gesamte Geschichte ziehen und vor allem von den beiden ungleichen Figur „Jane Eyre“ bzw. „Edward Rochester“ verkörpert werden. Das Auftreten von Jane und ihre unkonventionellen Gedanken (gerade gegen Ende) bilden dabei einen sehr erfrischenden Kontrast zu den damaligen Konventionen. Insgesamt hat mir gut gefallen, dass in „Jane Eyre“ nicht nur eine Liebesgeschichte abgehandelt wird, sondern auch andere, gesellschaftliche Fragestellungen mit einfließen und das Ganze dazu noch um eine spannende Hintergrundhandlung bereichert wird. Ich bin positiv überrascht und empfehle diesen Klassiker gerne weiter!

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