Charlotte Freise

 3.6 Sterne bei 34 Bewertungen

Lebenslauf von Charlotte Freise

Charlotte Freise ist ein Pseudonym der Autorin Karla Schmidt. Sie wurde 1974 in Göttingen geboren studierte Kultur-, Theater- und Filmwissenschaftsstudium in Berlin, wo sie heute noch mit Mann und zwei Töchtern lebt. Seit 2007 arbeitet Karla Schmidt als Studienleiterin für die Hamburger Akademie für Fernstudien. Als freie Autorin schreibt sie Prosa und Zeitschriftenartikel. 2009 erhielt Karla Schmidt den Deutschen Science Fiction Preis für die beste Kurzgeschichte.

Alle Bücher von Charlotte Freise

Kaltes Herz

Kaltes Herz

 (10)
Erschienen am 01.10.2012
Die Seelenfotografin

Die Seelenfotografin

 (24)
Erschienen am 01.11.2010

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Rezension zu "Die Seelenfotografin" von Charlotte Freise

Beklemmender Ausflug in die Gründerzeit
winter-chillvor 3 Jahren

Hinter dem Pseudonym Charlotte Freise steckt die Autorin Karla Schmidt – eher bekannt für ihre Psychothriller. Mit „Die Seelenfotografin“ hat sie einen historischen Roman vorgelegt, der ein bisschen anders ist, als die üblichen historischen Romane. So richtig überzeugen konnte sie mich damit aber nicht.

Der Roman spielt in Berlin in der Gründerzeit – im späten 19. Jahrhundert. Zunächst lernt der Leser Ruven kennen.  Der junge Mann wuchs in einem Waisenhaus auf und arbeitet nun auf einem Rummelplatz als Assistent eines zwielichtigen Fotografen, der sein Geld hauptsächlich mit pornografischen Aufnahmen verdient. Als der Arzt einer Irrenanstalt jemanden sucht, der seine geistig verwirrten Patienten ablichtet, sieht Ruven seine Chance gekommen, ein neues, ehrenhaftes Leben zu beginnen. In der Klinik trifft Ruven auf die 14-jährige Isabel, die aufgrund einer psychosomatischen Erkrankung im Rollstuhl sitzt. Sie ist für ihr Alter extrem gebildet und übt einen unerklärlichen Zauber auf Ruven aus. Als Isabel merkt, dass es ihr gesundheitlich immer schlechter geht, beginnt sie mit Hilfe von Ruven ein fotografisches Verfahren zu entwickeln, dass die menschliche Seele festhalten soll – die Seelenplatte.

Die Grundidee hinter der Geschichte ist eigentlich recht interessant. Auch Freises Schreibstil ist durchaus vereinnahmend: Sie schreibt sehr flüssig und atmosphärisch. Dabei gelingt ihr eine doch recht düstere und beklemmende Grundstimmung – gerade vor der Kulisse der Irrenanstalt. Auch die Berliner Hinterhöfe und Ruvens Fotostudio konnte man sich bildlich sehr gut vorstellen. Dennoch hat mich der Roman nicht richtig gepackt, dafür haben mich einfach zu viele Dinge gestört. So beschreibt die Autorin zwar sehr wohl die Lebensumstände der Menschen im Berlin der Gründerzeit – die aus heutiger Sicht sehr fragwürdigen Behandlungsmethoden in der Medizin sowie den täglichen Kampf der Menschen um ein bisschen Glück. Allerdings hatte ich beim Lesen ständig das Gefühl, dass sie diese Themen nur streift. Man blickt von außen drauf, kann aber nicht richtig eintauchen. Genauso ging es mir mit den Charakteren. Einerseits hat Freise sehr außergewöhnliche und eigenwillige Protagonisten geschaffen, andererseits bleiben die Figuren seltsam blass und befremdlich. Woher hat Isabel zum Beispiel ihr immenses Wissen, warum manipuliert sie ihre Mitmenschen?

Richtig intensiv scheint sich die Autorin mit dem Thema Fotografie auseinandergesetzt zu haben, so bekommt der Leser einen guten Einblick, wie im 19. Jahrhundert fotografiert wurde, wir der chemische Prozess funktionierte. Das eigentliche Thema des Buches – die Erfindung der Seelenplatte – verkommt allerdings fast zu einer bloßen Randnotiz. Die Idee hinter dieser Seelenplatte hätte etwas intensiver behandelt werden können – entspricht sie doch dem Wunsch, auch nach dem Tod weiterleben zu können.

An sich nette Idee,  so ganz mein Fall war der Roman aber nicht.

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LettersFromJuliets avatar

Rezension zu "Kaltes Herz" von Charlotte Freise

Familiengeheimnis, Spannung und eine Romanze – daraus hätte man aber mehr machen können
LettersFromJulietvor 5 Jahren

Meine Meinung

Ich war bei diesem Buch sehr skeptisch ob es mir gefallen wird. Den Klappentext finde ich nämlich gar nicht so ansprechend und ich hatte auch ziemliche Probleme in die Geschichte reinzukommen, zumal ich keine Ahnung hatte, wo sie mich eigentlich hinführen will.
Der Schreibstil war am Anfang gewöhnungsbedürftig, die Handlung plätscherte dahin und ich war schon drauf und dran das Buch abzubrechen. Irgendwann hatte ich mich dann doch an den Schreibstil gewöhnt, die Handlung nahm an Fahrt auf und dann wollte ich doch wissen wie das Buch ausgeht.
Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht von Hetti und von Charles erzählt, kleine Passagen aber auch aus der Sicht von Hettis Onkel, welcher ein ziemlich seltsamer Kauz ist. Ja, teilweise war er sogar recht gruselig.
Man merkt ziemlich schnell, dass diese Geschichte auch noch ein Familiengeheimnis verbirgt und ich hatte dann auch eine Vermutung. Wie aber letztendlich alles endet, das fand ich erschreckend. Zu welchem Wahnsinn die Menschen doch manchmal fähig sein.
Hettis Cousinen sind sehr unterschiedlich und man kann kaum glauben, dass es Geschwister sind. Durch sie kommt allerdings einiges an Leben in die Handlung.
Die beiden Protagonisten waren gut ausgearbeitet und vor allem Hetti konnte meine Sympathie gewinnen. Sie hat bislang ein sehr einsames und zurückgezogenes Leben geführt, da ihre Mutter das so wollte. Dadurch ist sie im Umgang mit den Menschen etwas unbedarft und hier kann man wunderbar eine Entwicklung feststellen, was mir immer sehr wichtig ist.
Es ist bewundernswert wie verbissen Charles versucht seine Hetti zu finden. Er gibt einfach nicht auf und bekommt Hilfe durch einen Jungen vom Theater und einen alten Gesangslehrer (der war richtig klasse).
Man fiebert mit den Charakteren mit, ob sie wieder zu einander finden werden. Man möchte wissen was es mit dem Familiengeheimnis auf sich hat und wieso Hettis Onkel so seltsam ist.
Leider gab es jedoch ein paar Ereignisse, die ich für unrealistisch halte. Da sie erst später in der Geschichte passieren, möchte ich hier natürlich nicht vorgreifen.
Die Autorin hat versucht mehrere Handlungsstränge miteinander zu verknüpfen, was ihr jedoch nicht immer gelungen ist. Dafür hätte das Buch dicker sein müssen, um der Geschichte den nötigen Raum zu geben.
Ich werde mir noch andere Bücher der Autorin anschauen, aber “Kaltes Herz” müsste ich nicht nochmal lesen.

Fazit

Familiengeheimnis, Spannung und eine Romanze – daraus hätte man aber mehr machen können. Ein ganz netter historischer Roman, der einen 1900 nach Berlin entführt.

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AlineWirthss avatar

Rezension zu "Kaltes Herz" von Charlotte Freise

Rezension zu "Kaltes Herz" von Charlotte Freise
AlineWirthsvor 6 Jahren

Meine Meinung
Am Anfang hatte ich Mühe beim Buch zu bleiben, doch hatte mich die Geschichte mal, war es nicht mehr so schwer. Dadurch das die Geschichte vor sich hindümpelte, wusste ich auch nicht, wohin dies führen würde. Allerdings überzeugte mich die Geschichte und sie rührte mich zutiefst.
Ich fand Charlie wirklich sehr interessant, auch wenn die ein oder andere Ecke noch fehlte. Hettie allerdings fand ich stärker, als man annehmen dürfte. Dadurch das sie mehr als behütet aufwächst, fehlt ihr die Gesellschaft anderer. Beide übte einen eigenwilligen Reiz auf mich aus. Sie wuchsen mit jeder Seite und erhielten so immer mehr Sympatie. Vergessen möchte ich auch hier nicht die Nebenfiguren. Jede Einzelne spricht für sich und stechen dennoch nicht so weit heraus, um den zwei Hauptprotagonisten die Show zu stehlen. Die Autorin hat es hier echt geschafft, alles ausgewogen einzusetzen.
Der Schreibstil brauchte ein wenig um zu überzeugen. Nicht weil er schlecht war, das überhaupt nicht. Aber da ich ein schneller Leser bin, stolper ich denn doch schon mal über zu viel Info oder zu gutem Deutsch. Also eigentlich doch ein Kompliment. Denn nachdem ich es geschafft habe, in der Story einzusteigen, ließ sich der Text flüssig Seite für Seite lesen. Ich möchte noch darauf hinweisen, dass dies nur auf den ersten Seiten war.
Recherche war hier schon wichtig. Denn wie sonst sollte Charlotte Freise hier so viele bildliche Beschreibungen hinbekommen, hm? Ich fand sie gelungen und konnte mich bestens in die Zeit hereinversetzen.
Die Story finde ich romantisch. Wer wünscht sich nicht solche Rettung, solchen Einsatz für die Liebe seines Lebens. Charlie gibt alles für die Suche nach Hettie. Selbst seine Freiheit und selbst, als sie nicht gedacht hatte, ihn jemals wieder zu sehen, war er da. Die Hoffnung nicht zu verlieren und sich an der Liebe festzuhalten, konnte die Autorin wirklich sehr gut umsetzen. Mich hat es überzeugt.
Das Cover finde ich wunderschön. das hat mich sofort angesprochen. Also ein Buch, dass ich auch in der Buchhandlung in die Hand genommen hätte. Schwarz-Weiss auf papiernen Hintergrund mit roten Schriftzug finde ich wirklich gut gelungen. Auch die Schriftart mag ich sehr leiden.

Mein Fazit
Ein wirklich sensationelle Liebesgeschichte für ein wenig Romantik in eurem Leben.

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