Charlotte Freise Kaltes Herz

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Inhaltsangabe zu „Kaltes Herz“ von Charlotte Freise

Ein Perpetuum mobile und die unerschöpfliche Kraft der Liebe - doch der Preis für beides ist hoch. Berlin 1900. Die wohlbehütete Hetti Keller verliebt sich in Charles, einen jungen Briten, der seine Heimat fluchtartig verlassen musste. Als Hettis Mutter von der heimlichen Beziehung erfährt, ist sie außer sich. Sie schickt das Mädchen aufs Land zu Verwandten. Während ihre Tante Hetti mit Ablehnung straft, bekommt sie Onkel Heinrich erst gar nicht zu Gesicht, denn er hat sein Leben einer Idee gewidmet: Wie besessen arbeitet er an seiner größten Erfindung, einem Perpetuum mobile. Doch Hettis Ankunft rührt an alte Wunden, und nicht nur sie gerät in größte Gefahr. Ihre einzige Hoffnung: Charles, der verzweifelt nach ihr sucht.

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  • Familiengeheimnis, Spannung und eine Romanze – daraus hätte man aber mehr machen können

    Kaltes Herz
    LettersFromJuliet

    LettersFromJuliet

    27. January 2014 um 12:19

    Meine Meinung Ich war bei diesem Buch sehr skeptisch ob es mir gefallen wird. Den Klappentext finde ich nämlich gar nicht so ansprechend und ich hatte auch ziemliche Probleme in die Geschichte reinzukommen, zumal ich keine Ahnung hatte, wo sie mich eigentlich hinführen will. Der Schreibstil war am Anfang gewöhnungsbedürftig, die Handlung plätscherte dahin und ich war schon drauf und dran das Buch abzubrechen. Irgendwann hatte ich mich dann doch an den Schreibstil gewöhnt, die Handlung nahm an Fahrt auf und dann wollte ich doch wissen wie das Buch ausgeht. Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht von Hetti und von Charles erzählt, kleine Passagen aber auch aus der Sicht von Hettis Onkel, welcher ein ziemlich seltsamer Kauz ist. Ja, teilweise war er sogar recht gruselig. Man merkt ziemlich schnell, dass diese Geschichte auch noch ein Familiengeheimnis verbirgt und ich hatte dann auch eine Vermutung. Wie aber letztendlich alles endet, das fand ich erschreckend. Zu welchem Wahnsinn die Menschen doch manchmal fähig sein. Hettis Cousinen sind sehr unterschiedlich und man kann kaum glauben, dass es Geschwister sind. Durch sie kommt allerdings einiges an Leben in die Handlung. Die beiden Protagonisten waren gut ausgearbeitet und vor allem Hetti konnte meine Sympathie gewinnen. Sie hat bislang ein sehr einsames und zurückgezogenes Leben geführt, da ihre Mutter das so wollte. Dadurch ist sie im Umgang mit den Menschen etwas unbedarft und hier kann man wunderbar eine Entwicklung feststellen, was mir immer sehr wichtig ist. Es ist bewundernswert wie verbissen Charles versucht seine Hetti zu finden. Er gibt einfach nicht auf und bekommt Hilfe durch einen Jungen vom Theater und einen alten Gesangslehrer (der war richtig klasse). Man fiebert mit den Charakteren mit, ob sie wieder zu einander finden werden. Man möchte wissen was es mit dem Familiengeheimnis auf sich hat und wieso Hettis Onkel so seltsam ist. Leider gab es jedoch ein paar Ereignisse, die ich für unrealistisch halte. Da sie erst später in der Geschichte passieren, möchte ich hier natürlich nicht vorgreifen. Die Autorin hat versucht mehrere Handlungsstränge miteinander zu verknüpfen, was ihr jedoch nicht immer gelungen ist. Dafür hätte das Buch dicker sein müssen, um der Geschichte den nötigen Raum zu geben. Ich werde mir noch andere Bücher der Autorin anschauen, aber “Kaltes Herz” müsste ich nicht nochmal lesen. Fazit Familiengeheimnis, Spannung und eine Romanze – daraus hätte man aber mehr machen können. Ein ganz netter historischer Roman, der einen 1900 nach Berlin entführt.

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  • Rezension zu "Kaltes Herz" von Charlotte Freise

    Kaltes Herz
    AlineWirths

    AlineWirths

    20. January 2013 um 21:20

    Meine Meinung Am Anfang hatte ich Mühe beim Buch zu bleiben, doch hatte mich die Geschichte mal, war es nicht mehr so schwer. Dadurch das die Geschichte vor sich hindümpelte, wusste ich auch nicht, wohin dies führen würde. Allerdings überzeugte mich die Geschichte und sie rührte mich zutiefst. Ich fand Charlie wirklich sehr interessant, auch wenn die ein oder andere Ecke noch fehlte. Hettie allerdings fand ich stärker, als man annehmen dürfte. Dadurch das sie mehr als behütet aufwächst, fehlt ihr die Gesellschaft anderer. Beide übte einen eigenwilligen Reiz auf mich aus. Sie wuchsen mit jeder Seite und erhielten so immer mehr Sympatie. Vergessen möchte ich auch hier nicht die Nebenfiguren. Jede Einzelne spricht für sich und stechen dennoch nicht so weit heraus, um den zwei Hauptprotagonisten die Show zu stehlen. Die Autorin hat es hier echt geschafft, alles ausgewogen einzusetzen. Der Schreibstil brauchte ein wenig um zu überzeugen. Nicht weil er schlecht war, das überhaupt nicht. Aber da ich ein schneller Leser bin, stolper ich denn doch schon mal über zu viel Info oder zu gutem Deutsch. Also eigentlich doch ein Kompliment. Denn nachdem ich es geschafft habe, in der Story einzusteigen, ließ sich der Text flüssig Seite für Seite lesen. Ich möchte noch darauf hinweisen, dass dies nur auf den ersten Seiten war. Recherche war hier schon wichtig. Denn wie sonst sollte Charlotte Freise hier so viele bildliche Beschreibungen hinbekommen, hm? Ich fand sie gelungen und konnte mich bestens in die Zeit hereinversetzen. Die Story finde ich romantisch. Wer wünscht sich nicht solche Rettung, solchen Einsatz für die Liebe seines Lebens. Charlie gibt alles für die Suche nach Hettie. Selbst seine Freiheit und selbst, als sie nicht gedacht hatte, ihn jemals wieder zu sehen, war er da. Die Hoffnung nicht zu verlieren und sich an der Liebe festzuhalten, konnte die Autorin wirklich sehr gut umsetzen. Mich hat es überzeugt. Das Cover finde ich wunderschön. das hat mich sofort angesprochen. Also ein Buch, dass ich auch in der Buchhandlung in die Hand genommen hätte. Schwarz-Weiss auf papiernen Hintergrund mit roten Schriftzug finde ich wirklich gut gelungen. Auch die Schriftart mag ich sehr leiden. Mein Fazit Ein wirklich sensationelle Liebesgeschichte für ein wenig Romantik in eurem Leben.

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  • Rezension zu "Kaltes Herz" von Charlotte Freise

    Kaltes Herz
    kubine

    kubine

    21. December 2012 um 17:45

    Hetti Keller ist der neue Stern am Berliner „Wintergarten“. Mit ihrer Stimme verzaubert sie nicht nur regelmäßig das Publikum, sondern auch Charlie Jackson. Der junge Brite hat sein Heimatland verlassen müssen, und sucht jetzt in der deutschen Hauptstadt sein Glück. Als er Hetti aus einer bedrohlichen Situation rettet, und ihr anbietet, sie jedes Mal zu begleiten, wenn sie das Haus verlässt, kommen sich die beiden langsam näher. Doch nicht nur Charlie sucht die Nähe zu ihr, auch ein unbekannter Mann lässt sie nicht unbeobachtet. Als Hetti von ihrer Mutter, der die junge Liebe zu dem nichtsnutzigen Briten ein Dorn in Auge ist, aufs Land zu ihr unbekannten Verwandten geschickt wird, setzt Charlie alles daran, sie zu finden. Aber auch Hetti ist alles andere als glücklich auf dem Land. Ihre Tante ist sehr distanziert ihr gegenüber, den Onkel bekommt sie nie zu Gesicht und nur ihre Cousine Ida macht ihr das Leben dort etwas leichter. Aber auch Hetti will nur eins: zurück nach Berlin, zurück zu Charlie. Doch die verzweifelten Versuche der beiden, zueinander zurück zu finden, birgt für beide so manche Gefahr... Hinter dem Pseudonym Charlotte Freise verbirgt sich die Autorin Karla Schmidt, die mit ihren Thrillern schon große Erfolge feiern konnte. Welchem Genre man Charlotte Freise aber zuordnen könnte, lässt sich für mich schwer sagen. Ihr Roman „Kaltes Herz“ ist eine Liebesgeschichte mit kriminalistischen Elementen, der versucht, den Zeitgeist des beginnenden 20. Jahrhunderts zu vermitteln, dabei aber auch einen kleinen Ausflug in die Phantastik macht. Allerdings ist es nicht einfach, so einen vielschichtigen Roman zu schreiben und daraus eine runde Sache zu machen. Leider ist dies auch hier nicht wirklich gelungen. Weniger ist mehr – auch bei Büchern. Die Autorin hat das Buch Charlie Chaplin gewidmet, der in seiner Jugend unglücklich verliebt war. Passend dazu wählte sie auch den Zeitraum, in dem der Roman spielt: der Anfang des 20. Jahrhunderts. Die Zeit war geprägt von dem industriellen Fortschritt, gleichzeitig spielten Konventionen eine sehr wichtige Rolle. Diese beiden Punkte lässt sie auch in den Roman einfließen, aber leider empfand ich das für den Verlauf der Handlung nicht wichtig, zumal einige lose, für mich zumindest unbefriedigende, Enden übrigblieben. Da wäre zum einen Hettis Onkel, der ein Perpetuum Mobile erschaffen hat. Heinrich lebt zurückgezogen einem abgesperrten Teil des Hauses, in das Hetti gebracht wird. Er ist durch einen Unfall entstellt, selbst seine eigenen Kinder bekommen ihn nicht zu Gesicht. Wodurch er so entstellt wurde, kommt allerdings nicht zur Sprache, genauso wenig wie das Geheimnis hinter den Perpetuum Mobile. Es wird zwar angedeutet, aber richtig erklärt wird das ganze nicht. Allerdings scheint es, als ob die Konstruktion immer mehr ein Eigenleben entwickelt, mit schlimmen Folgen (Stephen King lässt grüßen). Was die Autorin damit aber dem Leser vermitteln wollte, blieb mir unklar. Und so interessant das Ganze auch zu lesen war, für die Geschichte an sich war es nicht wichtig. Ebenso nicht ganz passend fand ich, wie Hetti und Ida aufgeklärt werden. Da es damals die „Bravo“ noch nicht gab, bedienten sie sich hier eines erotischen illustrierten Romans. Dabei werden sie mit Dingen konfrontiert, die die beiden nicht so recht verstehen und trotzdem merken, wie anregend das sein kann. Da man damals über Sexualität nicht gesprochen hat, schon gar nicht dem weiblichen Geschlecht gegenüber, geht man mit den beiden Mädchen gemeinsam auf Entdeckungstour, immer auf der Hut, dass das geheime Treiben rauskommt. Aber auch hier läuft das ganze irgendwie ins Leere. Es sei denn, man nimmt es als Auslöser, was Hetti noch widerfahren sollte, aber so, wie die Figuren angelegt worden sind, wäre es vielleicht auch so passiert. Auch gibt es einige unlogische Begebenheiten. Nach einer brutalen Vergewaltigung, wonach sogar genäht werden musste, wird hier gleich darauf mit dem Liebsten ins Bett gehüpft, um die schmerzhafte Erfahrung auszulöschen. Abgesehen davon, das dabei wahrscheinlich alles wieder aufplatzt, es trotz aller Vorsicht wehgetan haben musste, kann ich mir nicht vorstellen, das jemanden nach einem so dramatischen Ereignis der Sinn danach steht. Schade, das man hier versuchte zu viel in einen Roman mit gerade 380 Seiten zu packen. Entweder ein paar Seiten mehr, um loses Enden zu verknüpfen oder der Verzicht auf unnötige Handlungsstränge. Denn für die Geschichte war das ganze nicht nötig. Hätte man sich auf die Liebesgeschichte zwischen den beiden durchweg sympathischen Protagonisten konzentriert, deren Weg zueinander so manches Mal durch riesige Felsen versperrt werden und die darüber hinaus auch noch ein Familiengeheimnis lüften müssen, wäre es ein rundheraus gelungenes Buch geworden, durch welches man dank einer flüssigen Schreibweise und einer unaufdringlich aufbauenden Spannung geradezu fliegt. So aber ist es zwar ein durchaus unterhaltsames Buch, das den Leser aber etwas unbefriedigt zurück lässt.

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  • Rezension zu "Kaltes Herz" von Charlotte Freise

    Kaltes Herz
    Klusi

    Klusi

    01. November 2012 um 19:55

    Berlin, zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Bei ihren Auftritten und auf dem Heimweg vom Varieté Wintergarten fühlt sich die Sängerin Hetti Keller von einem asiatischen Mann beobachtet und verfolgt. Als er eines Abends wieder auf sie wartet, kommt ihr der Brite Charles Peter Jackson zur Hilfe und begleitet sie nach Hause. Hetti fasst gleich Vertrauen zu dem jungen Mann, und es entwickelt sich bald eine zarte Liebe zwischen den beiden. Als Hettis Mutter jedoch von der Verbindung erfährt, setzt sie alle Hebel in Bewegung, Charles von ihrer Tochter fern zu halten. Sie geht so weit, dass sie Hetti zu Verwandten aufs Land schickt, um sie aus Charles’ Einflussbereich zu schaffen. Der Empfang in Gramstett ist äußerst frostig. Tante Johanne verhält sich Hetti gegenüber schroff und abweisend, und Onkel Heinrich lässt sich gar nicht blicken. Der kranke Mann widmet seine ganze Zeit und Aufmerksamkeit seiner Erfindung im Keller des Hauses, denn er hat ein Perpetuum Mobile geschaffen. Nur seine Frau und ein gewisser Professor Regenmacher dürfen zu ihm. Hetti fühlt sich einsam und verlassen, lediglich ihre Cousine Ida kümmert sich um sie und wird bald zu ihrer Freundin und Vertrauten. Mittlerweile sucht Charles nach Hetti. Er hat das ungute Gefühl, dass ihre Abreise nicht ganz freiwillig war und dass sie in Gefahr sein könnte. Die bildhafte, gewaltige und zugleich einfühlsame Sprache versetzt den Leser sehr gekonnt ins Geschehen und vermittelt ein plastisches Bild der damaligen Zeit. Hetti ist eine schöne, sensible junge Frau und eine begnadete Sängerin, ganz anders als die Damen, die Charles bisher gekannt hat. Sie erscheint ihm wie eine Seelenverwandte. Trotzdem ist er hin- und her gerissen, zwischen dem Bedürfnis, sich Hetti anzuvertrauen und den Zweifeln, ob sie einen Mann wie ihn überhaupt lieben könnte. Charles wirkt, trotz seiner Schwindeleien und nicht immer legalen Aktivitäten, von Anfang an sympathisch. Mit der Zeit erfährt man dann auch, wieso er überstürzt aus England abgereist ist, und man kann seine Handlungen besser einschätzen. Dass er Hetti unbedingt finden möchte, ist nur allzu verständlich. Aber er muss mit einigen Schwierigkeiten fertig werden, die sich ihm in den Weg stellen, und er weiß nicht, wo er mit seiner Suche beginnen soll. Die Geschichte wird von Seite zu Seite rätselhafter und dramatischer, und man hat das dringende Bedürfnis, nur schnell weiterzulesen, um zu erfahren, welche Geheimnisse Charles bedrücken, was er zu verbergen hat und auch was es mit dem seltsamen Verhalten von Hettis Mutter und dem mysteriösen Asiaten auf sich hat. Sehr spannend entwickeln sich auch die Ereignisse im Haus von Hettis Verwandten. Die Tante betreibt eine Wäscherei, und der Onkel arbeitet an seiner Erfindung, einer riesigen Mangel. Was genau diesen monströsen Apparat im Keller der Familie Pflog antreibt und auch, wie Heinrich zu seinen schrecklichen Verletzungen kam, bleibt weitgehend ungewiss. Hier muss ich sagen, dass mich die näheren Hintergründe doch auch sehr interessiert hätten, obwohl natürlich gerade das Unausgesprochene der Geschichte eine zusätzliche geheimnisvolle Ausstrahlung verleiht. Mit der liebenswerten Hetti leidet man direkt mit, denn sie hat einige dramatische und aufwühlende Begegnungen. Die meisten anderen Charaktere des Romans bleiben bis zuletzt undurchschaubar und rätselhaft, und ich konnte nicht alle Verhaltensweisen und Stimmungsschwankungen völlig nachvollziehen. Mein Gesamturteil ist jedoch auf jeden Fall positiv, besonders der ausdrucksvolle Schreibstil hat mich gefesselt, und ich kann das Buch sehr empfehlen. Die zum Teil schaurige und phantastische Atmosphäre des Romans passt besonders gut in die kalte, trübe Jahreszeit.

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  • Rezension zu "Kaltes Herz" von Charlotte Freise

    Kaltes Herz
    verena83

    verena83

    27. October 2012 um 22:18

    Im Berlin des Jahres 1900 verliebt sich die junge Hetti in den Briten Charles, der aus seinem Heimatland flüchten musste. Als Hettis Mutter von dieser Liebe erfährt, ist sie alles andere als begeistert und trennt ihre Tochter von Charles. Sie schickt das junge Mädchen aufs Land zu ihrer Tante… doch diese straft sie mit Ablehnung und ignoriert sie… und ihren Onkel bekommt sie erst gar nicht zu Gesicht, denn dieser arbeitet an einer spektakulären Erfindung… einem Perpetuum mobile. Hetti bringt mit ihrem Auftauchen bei ihren Verwandten ungeahnt deren und auch ihr eigenes Leben völlig durcheinander und gerät dadurch in große Gefahr… Da mich der Klappentext zu “Kaltes Herz” von Charlotte Freise sehr angesprochen hat, wollte ich dieses Buch unbedingt lesen. Allerdings hat mich die Geschichte rund um Hetti und Charles nicht wirklich von Beginn an gefesselt… sie gefiel mir zwar ganz gut, aber irgendwie hatte ich mir mehr erwartet. Allerdings kam dann schlussendlich doch noch irgendwann der Zeitpunkt, an dem ich das Buch dann tatsächlich nicht mehr beiseite legen wollte, denn spätestens mit Hettis Umzug zu ihren Verwandten wurde die Geschichte immer spannender und mysteriöser. Unbedingt wollte ich daher wissen, was es mit dem Familiengeheimnis auf sich hat, ob Charles mit der Suche nach seiner großen Liebe Erfolg hat und wie sich die Sache mit dem Perpetuum mobile weiterentwickeln wird. Zum Ende hin wurde “Kaltes Herz” dann einfach immer aufregender und interessanter… teilweise kam es zu Wendungen, mit denen ich niemals gerechnet hätte und die mich daher noch mehr für diese Geschichte eingenommen haben. Alles in allem war ich von diesem Buch, trotz der Tatsache, dass ich so meine gewissen Anfangsschwierigkeiten hatte, größtenteils total begeistert und daher vergebe ich auch 4 von 5 Sterne dafür.

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  • Rezension zu "Kaltes Herz" von Charlotte Freise

    Kaltes Herz
    Tialda

    Tialda

    05. October 2012 um 13:42

    x Autorin: Charlotte Freise x Titel: Kaltes Herz x Genre: historischer Roman x Erscheinungsdatum: 01. Oktober 2012 x 384 Seiten x Rowohlt Verlag (rororo) x ISBN: 3499257696 x Erste Sätze: Die Maschine. Heinrich Pflog saß regungslos da. Was von seinen Händen übrig war, krümmte sich um die Armlehnen seines Sessels, der Oberkörper war leicht nach vorn geneigt, den Blick hielt er starr auf die Maschine gerichtet. Klappentext: Ein Perpetuum mobile und die unerschöpfliche Kraft der Liebe – doch der Preis für beides ist hoch. Berlin 1900. Die wohlbehütete Hetti Keller verliebt sich in Charles, einen jungen Briten, der seine Heimat fluchtartig verlassen musste. Als Hettis Mutter von der heimlichen Beziehung erfährt, ist sie außer sich. Sie schickt das Mädchen aufs Land zu Verwandten. Während ihre Tante Hetti mit Ablehnung straft, bekommt sie Onkel Heinrich erst gar nicht zu Gesicht, denn er hat sein Leben einer Idee gewidmet: Wie besessen arbeitet er an seiner größten Erfindung, einem Perpetuum mobile. Doch Hettis Ankunft rührt alte Wunden, und nicht nur sie gerät in größte Gefahr. Ihre einzige Hoffnung: Charles, der verzweifelt nach ihr sucht. Rezension: Auf den ersten Blick sieht “Kaltes Herz” von Charlotte Freise nicht gerade aus wie ein historischer Roman – denn auf mich wirkt die Frau auf dem Cover nicht, als würde sie vom Anfang des 20. Jahrhunderts stammen. Aber leider ist der historische Aspekt auch auf den zweiten Blick nicht besonders gut zu erkennen. Der Schreibstil der Autorin ist nicht schlecht – man muss sich nicht besonders konzentrieren und kommt leicht durch die insgesamt 33 Kapitel. Erzählt wird in der dritten Person und der Augenmerk ist dabei hauptsächlich auf die Protagonistin Hetti, aber teils auch auf Charles und einige Nebencharaktere gerichtet. Es ist nicht so, dass man überhaupt nicht merkt, dass man sich in einer früheren Zeit befindet. Es fällt so z.B. auf, dass sich das Auto gerade langsam in den Alltag einschleicht, wobei aber die meisten Leute noch Pferde besitzen. Außerdem spürt man den Erfindergeist, der damals herrschte, was vor allem auf dem Anwesen von Hettis Tante, die sich ihr Geld mit dem Betreiben einer Wäscherei verdient, im Vordergrund steht. Und dann ist da noch Hettis Onkel, der in einem eigenen Flügel des Hauses lebt und den man nie zu Gesicht bekommt. Er ist offenbar furchtbar entstellt, Teile seines Gesichts fehlen und er arbeitet an einem Perpetuum Mobile – einer Maschine, die sich selbst antreibt. Leider erfährt man nicht, was den Onkel eigentlich so verkrüppelte und warum genau er so besessen an dieser Maschine arbeitet – für mich eine Lücke in der Geschichte. Doch so groß der technische Fortschritt geschrieben wird – die gesellschaftlichen Umstände sind immer noch sehr altmodisch, denn Hetti soll keinen Kontakt zu Charles haben, weil dieser aus der Unterschicht stammt. Interessant fand ich aber, die Gedanken der Autorin. Die Grundgeschichte von Hetti und Charles ist nämlich an die von Charlie Chaplin und der Tänzerin Hetty Kelly angelehnt, die leider nie zueinanderfanden, obwohl Chaplin es sich so sehr gewünscht hätte. Die Autorin selbst sagt, sie wollte den beiden in “Kaltes Herz” eine verdiente Chance geben. Im Prinzip ist das Buch also nicht schlecht, am Ende offenbart sich sogar noch eine tragische Familiengeschichte, aber trotzdem plätschert das Ganze die meiste Zeit so vor sich hin. Man kann sich zwar gut damit die Zeit vertreiben, aber lange wird einem die Story wohl nicht im Gedächtnis bleiben. Fazit: Netter Zeitvertreib, aber nicht mehr.

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