Charlotte Janson Letzte Reise und zurück

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Inhaltsangabe zu „Letzte Reise und zurück“ von Charlotte Janson

Wenn es ums Sterben geht, sind wir alle Anfänger Der Tod ist allgegenwärtig, aber meistens schauen wir weg. Charlotte Janson schaut hin. Nach einer Nahtoderfahrung stellt sie sich die Frage aller Fragen: Wie fühlt es sich an, tot zu sein? Und begibt sich auf eine Reise in die Welt der letzten Dinge: Sie besucht Friedhöfe, forscht in Bestattungsinstituten und Krematorien, gibt ihre eigene Todesanzeige auf und liegt schließlich sogar in einem Sarg Probe. Ein bewegendes Buch, das den Tod zurück ins Leben holt – und ihm seinen Schrecken nimmt. Vor 15 Jahren wurde bei Charlotte Janson eine potenziell lebensbedrohliche, unheilbare Krankheit diagnostiziert. 2008, nach einem Krankheitsschub, hängt ihr Leben am seidenen Faden. Aus dieser unmittelbaren Todesnähe heraus keimt in ihr der Wunsch, alles über den Tod herauszufinden. Mit einer einzigartigen Mischung aus Fakten, Geschichten und Rückblicken auf ihre eigenen Erfahrungen zeichnet sie ein außergewöhnliches Bild vom Leben und Sterben. Nachdenklich und ernsthaft, zugleich mit einer wunderbaren Leichtigkeit blickt Charlotte Janson stellvertretend für uns alle dem Tod ins Auge und holt ihn in unsere Gesellschaft zurück, aus der wir ihn weitgehend verbannt haben. Ein faszinierendes Buch, das uns ermöglicht, dem Tod nahezukommen, ohne ihn fürchten zu müssen. Endlich ein unbefangenes Buch über den Tod – neugierig, mit genauem Blick und einer Prise schwarzem Humor.

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  • Rezension zu "Letzte Reise und zurück" von Charlotte Janson

    Letzte Reise und zurück

    Wortklauber

    09. August 2012 um 13:20

    Ihrer eigenen Sterblichkeit durch eine chronische, potentiell lebensbedrohliche Krankheit sehr bewusst, macht sich die Autorin auf eine Entdeckungstour zu Stellen, die mit dem Tod zusammenhängen: sie gibt ihre eigene Todesanzeige auf, geht Grabstein-Shoppen und liegt Probe in einem Sarg beim Bestatter und auf einer Metallbahre in einer Krankenhauskühlkammer. Sie besucht Friedhöfe - für Haustiere und für Menschen - und einen Friedwald, macht eine Kaffeefahrt zum Krematorium mit und einen Ausflug in die Körperwelten-Austellung. Macht sich Gedanken über Trauer, Vorhersehung, ein eventuelles Leben nach dem Tod - und dann stirbt auch noch ein A-Klasse-Promi. Manchmal hatte ich den Eindruck, es hätte dem Buch besser getan, wenn sich die Autorin auf weniger beschränkt hätte, da ihre Gedanken (z. B. zum Thema Extremsport) doch manchmal etwas ausgewalzt sind, während anderes nur kurz angerissen wird. Der Leser begleitet die Autorin beim Prozess des Schreibens des Buches, mit Höhen und Tiefen. So schwankt auch das Buch zwischen nackten Wahrheiten und Binsenweisheiten, Galgenhumor und Kalauern, nüchternen Erkenntnissen und Gedankenspielereien. Oft schnodderig, selten eklig. Mal einfühlsam, mal ins Kraut schießend. Manchmal hatte ich auch das Gefühl, das eine oder andere dargestellte Detail wäre nicht Tatsachen, sondern einer - vielleicht naheliegend, da die Autorin sonst Romane schreibt - sicher vorhandenen Phantasie zuzuschreiben (jedenfalls will man es sich wünschen, wenn man z. B. die Aussprüche bei der Rentnertour über den Friedhof liest ...). Ein paar "Knalleffekte" - wäre ok für mich, wenn's denn so sein sollte. Anfangs hat mir das Buch sehr gefallen, dann hat mein Interesse etwas nachgelassen, hat mich das x-te Wortspiel vielleicht etwas genervt. Alles in allem hat es mich nicht gelangweilt; die Autorin war mir in vieler Hinsicht sympathisch.

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