Am Ende des Schweigens

von Charlotte Link 
4,2 Sterne bei572 Bewertungen
Am Ende des Schweigens
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Positiv (483):
SteffiFeffis avatar

Sehr spannend und man rätselt bis zum Schluss

Kritisch (21):
HannaBuecherwurms avatar

Leider abgebrochen. Hatte mich mehrmals aufgerafft, es fertig zu lesen, aber es hat mich einfach nicht mehr gepackt.

Alle 572 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "Am Ende des Schweigens"

Stanbury – ein kleines Dorf im Westen Yorkshires. Eine eigenwillige, aber romantische Landschaft, die einst die Heimat der Brontë-Schwestern war. Und der Ort, an dem drei eng befreundete deutsche Ehepaare seit Jahren ihre Ferien verbringen. Doch die Harmonie trügt. Eines Tages wird das idyllische Anwesen Stanbury House zum Schauplatz eines furchtbaren Verbrechens. Ein Verbrechen, das ein jahrelanges Schweigen beendet. Und das die Überlebenden mit ihrer ganz persönlichen Wahrheit konfrontiert …

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783442376407
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:608 Seiten
Verlag:Blanvalet
Erscheinungsdatum:14.03.2011
Das aktuelle Hörbuch ist am 01.01.2003 bei Random House Audio erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    ElkeKs avatar
    ElkeKvor einem Jahr
    Rezension zu "Am Ende des Schweigens"

    Inhaltsangabe:

    Stanbury ist ein kleiner Ort und liegt im Westen Yorkshires. Seit jeher verbringen drei deutsche Ehepaare und dazugehörige drei Kinder in Stanbury House, einem alten Anwesen, ihre Ferien. Patricia Roth erbte es einst von ihrem Großvater Kevin McGowan.

    Jessica Wahlberg ist erst seit kurzem mit Alexander verheiratet. Doch schon ziemlich bald hat sie ein klares Bild von den Freunden ihres Mannes. Alexander, Tim und Leon verbindet eine ungewohnt obsessive Freundschaft seit dem Internat. Und deren Frauen sind auch nicht immer leicht zu ertragen. Um Ricarda, ihre Stieftochter, bemüht sie sich, aber das 15jährige Mädchen hat die Scheidung ihrer Eltern nicht verwunden und verachtet Jessica abgrundtief. Um nicht völlig von der angespannten Atmosphäre eingenommen zu werden, unternimmt Jessica lange Spaziergänge in der rauhen und wilden Landschaft. Da sie schwanger ist, tut ihr die Bewegung ohnehin gut.

    Gerade verbringen sie wieder die Osterferien in Stanbury House, da taucht Philip Bowen auf. Er behauptet steif und fest, dass Kevin McGowan sein Vater gewesen sei. Somit versucht er seine Ansprüche gegenüber Patricia geltend zu machen. Aber er hat keine Beweise und nur die Aussage seiner Mutter, die jedoch schon verwirrt war und unter der Wirkung von Medikamenten stand. Patricia, immer bemüht, das perfekte Bild einer intakten Familie abzugeben, weist ihn ab.

    Als Jessica eines Mittags von einem langen Spaziergang zurückkommt, findet sie vier Leichen und ein schwer verletztes Mädchen auf dem Anwesen vor. Auch ihrem Mann wurde brutal die Kehle durchgeschnitten. Die polizeilichen Ermittlungen beginnen und für Leon steht völlig außer Frage, dass Philip Bowen die Tat begangen hat. Doch er kann ein Alibi vorweisen. Jessica versucht den Geheimnissen der Männerfreundschaft auf die Spur zu kommen und beendet damit ein jahrelanges Schweigen um menschliche Abgründe.

    Mein Fazit:

    Eine eigenartige Stille lag über Stanbury.
    Eine große und umfassende Stille, so als habe die Welt aufgehört zu atmen. (Seite 7)

    Dieses Zitat ist der Beginn einer Geschichte, die vielschichtiger nicht sein könnte. Elf Personen sind in das Drama um Stanbury House verwickelt und sechs überleben das Massaker. Wer der Frage nachgeht, wer welche Geheimnisse mit sich trägt, kommt auch der Antwort nach dem Mörder ziemlich nahe.

    Drei Ehepaare machen immer wieder gemeinsam Ferien in Stanbury House. Leon und Patricia gehört das Anwesen, wobei ziemlich schnell klar wird, das Patricia die dominante Person in der Ehe ist. Leon, erfolgloser Anwalt, fühlt sich dem Druck seiner Frau nicht mehr gewachsen und der Schuldenberg wächst ins Unermessliche. Die beiden Töchter kommen ganz nach Patricia: Alle Annehmlichkeiten werden als selbstverständlich hingenommen. Tim ist als Psychotherapeut sehr erfolgreich und will gerade an seiner Doktorarbeit schreiben, während Evelin den Verlust ihres Kindes vor vielen Jahren noch immer nicht verwunden hat. Aus Kummer und mangelndem Selbstbewusstsein frönt sie heimlich ihren Fress-Orgien. Ihrer Tollpatschigkeit ist es zu verdanken, dass sie ständig irgendwelche Verletzungen hat. Alexander ist Universitätsprofessor und gerade erst frisch mit Jessica verheiratet. Seine Tochter Ricarda steckt mitten in der Pubertät und ist das erste Mal schwer verliebt. Sie lehnt Jessica ab. Obwohl dies nicht der Tatsache entspricht, gibt Ricarda ihr die Schuld am Scheitern der Ehe ihrer Eltern.

    Und dann ist da noch der Außenseiter Philip Bowen, der glaubt, einen Anteil an Stanbury House zu haben. Seine Mutter hatte vor kurz vor ihrem Tod Kevin McGowan als Vater genannt, aber es gibt keinerlei Beweise für die damalige Affäre. Kevin McGowan lebte völlig zurückgezogen in Stanbury House, ehe er es seiner Enkeltochter Patricia nach seinem Tod vererbte. Philips Schatten ist Geraldine. Geraldine ist ein mittelmäßiges Model und unterstützt ihn seit Jahren, obwohl er ihr immer wieder zu verstehen gibt, dass er sie nicht liebt. Trotz aller Demütigungen hält sie an ihm fest und sie versucht ihn von seinem Fanatismus abzubringen. Doch das scheint für sie aussichtslos zu sein, bis dieses Verbrechen geschieht!

    Die Geschichte beginnt mit ruhigem Tempo. Alle Figuren erhalten ausreichend Platz, um sich zu präsentieren. Am Anfang kam ich mit den Paar-Konstellationen manchmal etwas durcheinander, aber das gibt sich mit der Zeit. Meist ist Jessica die Hauptfigur, denn sie ist neu in die Gruppe gekommen und kann in einem neutraleren Blickwinkel die Situationen beurteilen. Von Anfang an spürt sie unterschwellig Spannungen zwischen den Paaren und sie selbst nimmt sich da nicht aus. Ihr sind ständige Gruppen-Aktivitäten zuwider und löst mit ihrer individuellen Urlaubsgestaltung ebenfalls Diskussionen aus. Von der Schwangerschaft weiß nur ihr Mann und um auf Evelin Rücksicht zu nehmen, soll es auch erst so bleiben. In einigen Abschnitten wird die verdrehte und beidseitig abhängige Beziehung zwischen Philip und Geraldine erzählt. Auch hier tun sich Abgründe von zwischenmenschlichen Beziehungen auf und eins ums andere Mal musste ich schon tief schlucken.

    Da im weiteren Verlauf Jessica als Haupt-Protagonistin auftaucht, ist ziemlich schnell klar, dass sie nicht die Mörderin von Stanbury House sein kann. Sie kann nicht um ihren Mann trauern, denn sie selbst wurde von ihm sehr verletzt. Aber sie beginnt Fragen zu stellen, bei allen Überlebenden!

    Ab der Hälfte des Buches konnte ich mich nicht mehr richtig davon losreißen. Es baute sich immer mehr die Spannung auf und die Auflösung ist infernal wie auch verstörend. Denn damit werden Geheimnisse preisgegeben, die ich so nicht vermutet habe (und ich habe viel überlegt). Sehr geschickt hat die Autorin Spuren gelegt, kaum wahrnehmbar und harmlos wirkend. Und doch passt alles zusammen. Dabei hat sie die verschiedenen tiefgründigen Persönlichkeiten gekonnt in Szene gesetzt, dass ich manchmal erschrocken den Atem angehalten habe. Alle Figuren waren für mich greifbar, nicht alle sympathisch, aber doch für mich sehr gut vorstellbar. Manchmal glaubte ich sogar, ich würde dort irgendwo in einer Ecke sitzen und gespannt den Geschehnissen lauschen.

    Ein großartiger Roman, für mich ein echter Pageturner. Ich bin ja eher nicht so die Krimi-Spezialistin, aber dieser hat mir ausgesprochen gut gefallen. Denn es stehen die menschlichen Abgründe im Vordergrund, die Auflösung resultiert dann automatisch. Diese Geschichte ist ein wunderbares Beispiel, was Lügen und Schweigen auf Jahre hin auslösen können. Fünf Sterne und eine klare Lese-Empfehlung von mir.

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    Thaliomees avatar
    Thaliomeevor einem Jahr
    Kurzmeinung: Dieses Buch beschreibt so viel mehr als nur einen Mord.
    Die Geschichte eines Mordes

    Worum geht’s?

    Der Prolog beginnt damit, dass in einem Ferienhaus mehrere Bewohner tot aufgefunden werden. So blutig das Buch beginnt, so beschaulich geht es dann erst einmal weiter: Die Freunde, die jedes Jahr nach „Stanbure House“ fahren werden vorgestellt und langsam lernt der Leser ihre Sorgen und Geheimnisse kennen. Es handelt sich um drei Paare, bei denen die Männer schon seit Jugendtagen befreundet sind. Patricia und Leon sind wohlhabend, ihnen gehört das Anwesen und sie reisen mit ihren verwöhnten Töchtern an. Tim und Evelin sind nach außen auch ein Traumpaar, allerdings sind Kinder ausgeblieben und auch finanziell stehen sie nicht gut dar. Alexander ist geschieden und fährt mit Tochter Ricarda ins Ferienhaus - und seiner neuen Freundin Jessica. Wir sehen das meiste aus Jessicas Sicht, sie ist das erste Mal mit den Freunden unterwegs und nimmt viele negative Zwischentöne wahr.

    Die Situation eskaliert, als ein Mann auftaucht, der behauptet einen Erbanspruch auf das Haus zu haben...


    Meine Meinung:

    Das Buch lebt von der Ausarbeitung der Figuren, nicht von der Jagd nach einem Täter. Man taucht vollkommen in die Welt der Freunde an, die unter der schillernden Fassade alle ihre Probleme haben. Wie tief diese teilweise gehen, wird natürlich erst im Laufe des Buches klar. Auch wer genau ermordet wurde ist nicht von Anfang an klar und bis zum Schluss bleibt es spannend. Denn je besser man die Menschen kennen lernt, desto mehr Motive sind möglich und am Ende könnte es jeder getan haben.

    In der Zwischenzeit erleben wir Urlaub und Alltag, so wird Jessica trotz aller Bemühungen nicht von Alexanders Tochter akzeptiert. Diese ist gerade mitten in der Pubertät und findet in Stanbury House ihre erste große Liebe.

    Ein schönes Buch, aber nichts für Leser, die nur schnell ein Verbrechen aufklären möchten.

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    MellisBuchlebens avatar
    MellisBuchlebenvor einem Jahr
    Sehr spannend

    Der Prolog bereitet den Leser auf das später stattfindende Verbrechen vor. 
    Doch auf den nächsten ca. 200 Seiten werden die Protagonisten so detailliert mit ihren ganz individuellen Eigenschaften und Charakterzügen vorgestellt, dass ich darüber tatsächlich den Inhalt des Prologes völlig vergessen hatte.
    Es wird die trügerische Idylle der drei befreundeten Paare beschrieben, wie sie ihre Ferien zusammen verbringen in einer Landschaft, die einst die Heimat der Brontë-Schwestern gewesen ist. Mir hat die Beschreibung der auftretenden Personen richtig gut gefallen, weil man die Charaktere dadurch nicht nur richtig kennen lernt, sondern auch ihre Handlungen nachvollziehen kann.
    So kam das stattfindende Verbrechen für mich ziemlich überraschend, obwohl es im Prolog "angekündigt" wird. Ich hatte mich wie gesagt so in die Wesenszüge und den Kennenlern-Prozess der Protagonisten vertieft, dass ich nicht mehr an den Prolog gedacht habe. Das zeigt, wie gut Charlotte Link fiktive Personen schaffen kann, die vollkommen lebendig sind. Der Sprachstil hat mich ebenfalls begeistert, da ich beim Lesen alles um mich herum vergessen konnte.
    Da von Anfang an sehr viele Personen auftauchen, hatte ich mir eine grobe Figurenkonstellation skizziert, die ich nicht lange benötigt habe. Denn durch Charlotte Links Beschreibungen und ihren Schreibstil waren mir die Protagonisten schnell vertraut und ich habe sie intensiv kennen gelernt.
    Ferner ist an dem Buch besonders, dass es auch sehr vielen Handlungssträngen und Sichtweisen besteht, die ineinander fließen und teilweise zeitlich nebeneinander verlaufen. Das hat mich als Leser überhaupt nicht überfordert, weil es sehr gut gelöst war und ich als Leser immer wusste, wer gerade was erlebt und sich in welcher Situation befindet. Das macht das Buch trotzdem anspruchsvoll, was ich sehr gut finde.
    Besonders gefallen hat mir, dass Abschnitte des Buches von den Tagebucheinträgen der fünfzehnjährigen Ricarda, einer Tochter von einem der Paare, die eine Rolle spielen, handeln. Diese waren nicht nur sehr authentisch, sondern haben einen der zahlreichen Handlungsstränge gebildet, was mich immer neugierig auf den nächsten Abschnitt gemacht haben. 
    Insgesamt ist es für mich ein sehr spannendes Buch, das aufgrund der vielen Handlungsstränge zwar anspruchsvoll ist, den Leser aber meiner Ansicht nach damit nicht überfordert. Ich wurde dadurch nicht verwirrt, da die Handlungsstränge gut ineinandergreifen und sich gegenseitig ergänzen, so dass man mehrere Sichtweisen auf die Geschehnisse erhält, was für die Geschichte an sich sehr wichtig ist.
    Besonders hervorzuheben ist, dass viele Personen auftauchen, die alle tiefgründig ausgearbeitet sind. Der Leser lernt jeden einzelnen Protagonisten sehr gut kennen. 
    Mir hat letztlich nur das gewisse Etwas gefehlt, so dass ich dem Buch vier Herzen vergebe. 

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    mareikealbrachts avatar
    mareikealbrachtvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Eine mörderische Freundschaft! Super spannend
    Eine mörderische Freundschaft

    Es ist eine seltsame Freundschaft, die die drei deutschen Ehepaare verbindet, die sich jeden Urlaub in Stanbury in Yorkshire treffen. Dort, in einem alten Herrenhaus herrscht malerische Idylle und Jessica, die Hauptfigur, fühlt sich dort sehr wohl. Nach und nach kommt ihr jedoch die Freudschaft ihres neuen Mannes zu den anderen sehr merkwürdig vor. Vieles wird totgeschwiegen und Individualität ist verpönt. Ein seltsamer Mann bricht in die Ferienidylle ein. Philipp Bown ist überzeugt, ein illegetimer Sohn des früheren Besitzers zu sein, und erhebt Ansprüche auf das Gut. Die eigentliche Erbin, die herrschüchtige Patricia, zeigt sich davon allerdings völlig unbeeindruckt.

    Charlotte Link zeit sich wieder einmal als Meisterin der Spannung. Nach und nach kommt man den mörderischen Konflikten auf die Spur, die unter der Oberfläche lauern, und als die Situation schließlich eskaliert, bliebt es nicht bei einer Toten. Einer der Überlebenden muss der Mörder sein und tatsächlich schwankt der Verdacht immer zwischen den möglichen Tätern hin und her und ich hatte bis zuletzt Mühe, mich zu entscheiden. Die Auflösung ist dann absolut stimmig und unausweichlich. Das Ende versöhnlich. Tolles Buch!
     

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    winter-chills avatar
    winter-chillvor 2 Jahren
    Ein Blick hinter die Fassade

    Ein idyllischer Urlaub unter Freunden, der zu einem Höllentrip wird: Seit Jahren verbringen drei eng befreundete deutsche Ehepaare samt Kindern ihre gesamten Ferien zusammen auf einem romantischen Landsitz in Yorkshire. Treibende Kraft der Clique sind die drei Männer Alexander, Tim und Leon, die seit ihrer Schulzeit wie Pech und Schwefel aneinander hängen. Auch in diesen Osterferien finden sich die Familien wieder in dem kleinen Dorf ein – diesmal jedoch mit einem Neuzugang in der Runde: Jessica, die neue Frau an Alexanders Seite. Schon bald merkt Jessica, dass die vermeintliche Harmonie zwischen den Freunden trügt. Und dann wird das idyllische Anwesen Schauplatz eines furchtbaren Verbrechens. Ein Verbrechen, das ein jahrelanges Schweigen beendet. „Am Ende des Schweigens“ ist wieder einmal ein brillanter Roman von Charlotte Link – spannend, unterhaltsam, mit einer logisch durchdachten Geschichte und einer beklemmenden Atmosphäre. Am meisten hat mich wieder einmal fasziniert, wie detailliert und authentisch Charlotte Link ihre Charaktere zeichnet und wie psychologisch dicht sie die Handlung entwirft. Es ist, als würde man tief in die Seelen der Figuren blicken. Einziges Manko der Bücher ist, dass sie unter dem Label „Krimi und Thriller“ laufen. Hartgesottene Thriller-Fans können aber mit großer Wahrscheinlichkeit mit Charlotte Links Büchern nichts anfangen. Für einen echten Thriller sind sie zu langatmig und man ahnt einfach schon viel zu früh, wer der Täter ist. Darauf kommt es aber bei diesen Romanen gar nicht an, es ist viel mehr immer die Frage: „Warum tut ein Mensch so etwas“, die im Vordergrund steht. Jedem, der sich für psychologische Roman interessiert, kann ich „Am Ende des Schweigens“ aber empfehlen.

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    BettinaForstingers avatar
    BettinaForstingervor 2 Jahren
    Am Ende des Schweigens

    Stanbury – ein kleines Dorf im Westen Yorkshires. Eine eigenwillige, aber romantische Landschaft, die einst die Heimat der Brontë-Schwestern war. Und der Ort, an dem drei eng befreundete deutsche Ehepaare seit Jahren ihre Ferien verbringen. Doch die Harmonie trügt. Eines Tages wird das idyllische Anwesen Stanbury House zum Schauplatz eines furchtbaren Verbrechens. Ein Verbrechen, das ein jahrelanges Schweigen beendet. Und das die Überlebenden mit ihrer ganz persönlichen Wahrheit konfrontiert …

    Ich habe schon sehr viele Bücher von Charlotte Link gelesen, doch dieses zähle ich zu einen meiner Liebsten von ihr.

    Die Geschichte ist sehr interessant und spannend.

    Die Figuren sind wieder sehr gut überlegt und fantastisch charakterisiert. Mit manchen verspürt man Mitleid, andere wiederum gehen einen tierisch auf den Nerv :) So soll's sein.

    Man spekuliert die ganze Zeit hin und her, warum weshalb warum.

    Dann beginnt das Morden und man weiß gar nichts mehr.

    Ich hatte es bis zum Schluss nicht raus, und war von dem Ende überrascht und begeistert.

    Sehr zu empfehlen!

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    Kerrys avatar
    Kerryvor 2 Jahren
    Hinter der Fassade des Scheinbaren

    Stanbury House, ein wunderschönes Haus im kleinen Dorf Stanbury im Westen von Yorkshire. Eigentümerin ist Patricia, die seit Jahren dort mit ihrer Familie, ihrem Mann Leon sowie den beiden Töchtern und zwei befreundeten Paaren dort ihren Urlaub verbringt. In diesem Jahr ist jedoch einiges anders. Wie immer sind Tim und Evelin mit von der Partie, sowie Alexander und Jessica. Für Jessica ist es der erste Urlaub in dieser Konstellation, denn sie ist noch nicht so lange mit Alexander zusammen. Komplettiert wird die Gruppe durch Ricarda, Alexanders Tochter aus erster Ehe. Bisher war Elena, Alexanders Exfrau immer mit dabei, doch diese Konstellation scheint der Ehe der beiden nicht gut getan zu haben, denn Elena fühlte sich nie sonderlich wohl in diesen Urlauben.


    Auch Jessica, die Elena sehr ähnlich ist, hat so ihre lieben Nöte, sich in die Gruppe zu integrieren. Ricarda, ganz Teenager nebst den dazugehörigen Launen, macht die Situation nicht unbedingt leichter für alle. Als sie sich auch noch in einen Jungen aus dem Dorf verliebt, eskaliert die Situation immer mehr. Doch nicht nur Ricarda bringt Unruhe in die Gruppe. Auch Philip sorgt für reichlich Wirbel, denn dieser behauptet, ein unehelicher Sohn von Patricias Großvater zu sein und somit ebenfalls einen Anspruch auf das Haus zu haben. Jessica sucht ihr Heil in der Flucht oder besser gesagt in langen Spaziergängen, denn die Gegend um Stanbury House ist wirklich zauberhaft und lädt zum Verweilen ein.


    Jessica, die mehr oder weniger am Rande der Gruppe steht, offenbaren sich nach und nach die Geheimnisse dieser. So ist Leon, Patricias Mann, hoch verschuldet, jedoch ahnt seine Frau davon noch nichts. Evelin ist eine gebrochene Frau. Sie erlitt vor Jahren eine Fehlgeburt, die sie noch immer nicht verarbeitet hat und auf Grund dessen, dass sie seitdem nie wieder schwanger geworden ist, leidet sie unter diesem Verlust wie am ersten Tag. Dass Jessica schwanger ist, macht die Situation für sie alles andere als einfach. Auch Tim, ihr Mann, verbirgt sein wahres Ich. Lediglich seine Frau kennt ihn wirklich - und fürchtet ihn, denn Tim ist nicht derjenige, der er nach außen hin zu sein scheint. Dann gibt es einen Leichenfund ...



    Hinter der Fassade des Scheinbaren! Der Plot wurde abwechslungsreich erarbeitet. Besonders gut hat mir gefallen, dass hier augenscheinlich jede Figur etwas vor den anderen verbirgt und sich diese Geheimnisse teils nur zufällig offenbaren. Die Figuren wurden authentisch erarbeitet. Beeindruckt hat mich die Figur der Jessica, denn diese hat augenscheinlich als "Neue" der Gruppe den schwersten Stand und dennoch gelingt es ihr, hinter die Fassaden der anderen zu schauen und ihr wahres Ich zu erkennen. Den Schreibstil empfand ich als sehr angenehm zu lesen, gerade die Landschaftsbeschreibungen haben mich hier geradezu verzückt. Ich hatte das Gefühl, direkt vor Ort zu sein. Abschließend kann ich sagen, dass mir das Buch schöne Lesestunden bereitet hat.

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    nasas avatar
    nasavor 2 Jahren
    Am Ende des Schweigens

    Stanbury ist ein kleines Örtchen im Westen von Yorkshire. Drei deutsche Ehepaare verbringen schon seit Jahren ihre Ferien dort, so auch dieses Ostern. Doch diese Ferien sind anders als die anderen. Nicht nur das der Schein trügt was die Freundschaft angeht, es gibt unter den Freunden so manch ein Problem. Sondern diese Feerien werden auch noch durch ein furchtbares Verbrechen getrübt, bei dem 5 der insgesamt 8 deutschen ums Leben kommen. Dieses Verbrechen zerstört nicht nur jede der Familien, sondern deckt auch Jahre alte Geheimnisse auf und erfordert, dass ein langes Schweigen gebrochen werden muss.

    Am Ende des Schweigens ist wieder ein brillanter Roman der Schriftstellerin Charlotte Link. Sie beeindruckt mit ihrer Art der Täuschung,  aber auch mit dem psychologischen Abgrund des Menschen. Es ist mir anfangs etwas schwer gefallen in die Geschichte reinzukommen, aber durch den tollen Schreibstil dem man gut folgen kann und dem Spannungsbogen ging es dann doch. Der Schreibstil ist leicht und flüssig und es baut sich eine gewisse subtile Spannung auf die das ganze Buch über beibehalten wird.

    Einen Minuspunkt gibt es für den Prolog, denn dieser Erzählt von einem Mord und man weiß beim ersten Teil des Buches das diese Person nicht überleben wird. Dadurch wird etwas die Spannung gedrosselt. Außerdem verliert sich Charlotte Link etwas in einigen Ausführungen, die für mich etwas nebensächlich waren. Aber da es nicht mein erster Link Roman war, konnte ich gut damit leben. Die anderen Teile des Buches habe ich nur so verschlungen.

    Ein zweiter Minuspunkt ist das mir das Ende zu vorhersehbar war. So hatte ich schon bei der Hälfte des Buches eine Ahnung wie es Enden würde, was dann auch so kam. Eigentlich bin ich besseres von Charlotte Link gewöhnt. Aber alles im Ganzen betrachtet ist das Buch stimmig und lesenswert.

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    Finesty22s avatar
    Finesty22vor 2 Jahren
    Am Ende des Schweigens

    Ich muss sagen das ich mich am Anfang recht schwer mit diesem Buch getan habe. Ich habe 3 Anläufe gebraucht und es immer wieder zur Seite gelegt, was wie sich am Ende herrausstellte völlig ungerechtfertigt war.

    Nachdem ich mich einmal eingelesen hatte konnte ich es kaum noch aus der Hand legen und habe es fast in eine Rutsch durchgelesen.

    Durchhalten lohnt sich also!

    Da ich mich am Anfang nicht in Die Story eingefunden habe gibt es einen Stern Abzug, daher 4 Sterne von mir und ganz klar nicht das letzte Buch der Autorin welches ich lesen werde.

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    Finesty22s avatar
    Finesty22vor 2 Jahren
    Am Ende des Schweigens

    Ich muss sagen das ich mich am Anfang recht schwer mit diesem Buch getan habe. Ich habe 3 Anläufe gebraucht und es immer wieder zur Seite gelegt, was wie sich am Ende herrausstellte völlig ungerechtfertigt war.

    Nachdem ich mich einmal eingelesen hatte konnte ich es kaum noch aus der Hand legen und habe es fast in eine Rutsch durchgelesen.

    Durchhalten lohnt sich also!

    Da ich mich am Anfang nicht in Die Story eingefunden habe gibt es einen Stern Abzug, daher 4 Sterne von mir und ganz klar nicht das letzte Buch der Autorin welches ich lesen werde.

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