Charlotte Link Die Entscheidung

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Inhaltsangabe zu „Die Entscheidung“ von Charlotte Link

Was, wenn du im falschen Moment die falsche Entscheidung triffst? Eigentlich will Simon mit seinen beiden Kindern in Südfrankreich ein ruhiges Weihnachtsfest feiern. Doch dann kommt alles ganz anders: Die Kinder sagen ihm kurzfristig ab, seine Freundin gibt ihm den Laufpass, und auf einem Strandspaziergang begegnet er einer jungen, völlig verwahrlosten Frau: Nathalie, die weder Geld, Papiere noch eine Unterkunft hat, die fürchterlich abgemagert und hochgradig verängstigt ist. Sie tut ihm leid, und er bietet ihr seine Hilfe an. Nicht ahnend, dass er durch diese Entscheidung in eine mörderische Geschichte hineingezogen wird, deren Spuren bis nach Bulgarien führen. Und zu Selina, einem jungen Mädchen, das ein besseres Leben suchte und in die Hände skrupelloser Verbrecher geriet. Ihr gelingt die Flucht, doch damit löst sie eine Kette von Verwicklungen aus, die Simon und Nathalie, tausende Kilometer entfernt, in der Provence zum Verhängnis werden …

Das Buch fesselte mich von der ersten Seite an. Die Story, die dramatischen Wendungen und die Charaktere: Alles top hinbekommen Frau Link!

— CarinchenSandra
CarinchenSandra

Verdammt packend, verdammt mitreißend - Charlotte Link zeichnet sich wiedermal aus

— Krimisofa_com
Krimisofa_com

Spannender und bedrückender Krimi mit interessanten Charakteren. Der teilweise offene Schluss hat mir gefallen.

— Asfaloth
Asfaloth

tolle Story, anfangs zwar sehr verwirrend, aber dann tolle Auflösung, hat mich sehr gefesselt.

— juli.buecher
juli.buecher

Hat mich von anfang an gefesselt und ich konnte das Buch nicht mehr weglegen

— christinnbg
christinnbg

spannender, aktueller Roman, der mich gefesselt hat

— vielleser18
vielleser18

Spannender Krimi mit ernstem Thema. Gut geschrieben und aufgebaut.

— -nicole-
-nicole-

Die Geschichte ist spannend aufgebaut. Leider war der Schluss etwas plump.

— Mcliv
Mcliv

Ein solider Krimi von Charlotte Link, leider ohne wirkliches Finale. Ich habe schon bessere Geschichten von ihr gelesen.

— Simone_Orlik
Simone_Orlik

Ein komplexer Spannungsroman, der durch die anfangs vielen Stränge etwas verwirrend beginnt, jedoch danach rasant fortschreitet

— tinstamp
tinstamp

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  • Charlotte Links neuestes Werk

    Die Entscheidung
    CarinchenSandra

    CarinchenSandra

    05. May 2017 um 21:49

    Die Autorin übertrifft sich jedes Mal wieder aufs Neue, indem sie den Leser langsam in eine verstrickte Handlung einführt, mit der sie ihn bis zum Schluss fesseln kann.In "Die Entscheidung" werden verschiedene Themen deutlich zur Geltung gebracht. Es geht um Simon, einen geschiedenen Mann, der sich zu viel sagen lässt und nicht "Nein" sagen kann. Er trifft gleich zu Anfang des Buches auf Nathalie, eine junge Frau mit einer Essstörung und scheinbar unbekannten Verfolgern am Hals. Das ganze Buch beherbergt ein sehr düsteres Thema: Menschenhandel und Prostitution.Ich finde es bemerkenswert, dass Charlotte Link in ihrem Werk darauf aufmerksam macht. Gerade in tiefer Armut lebende Familien sind leichte Opfer für das grausame Treiben, in dem Menschen wie ein Stück lebloses Fleisch behandelt werden. Die Verzweiflung der Charaktere über ihre Hilflosigkeit, in die sie durch ihre von Hoffnung angetriebene Leichtgläubigkeit geraten sind, gingen mir beim Lesen sehr nahe. Man fühlt, fiebert, leidet und hofft mit, dass am Ende das Gute siegt.Ich habe das Buch verschlungen. Und das tue ich wirklich selten. Hut ab vor der Autorin, die sich der Herausforderung stellt, auf die tiefsten Abgründe der heutigen Zeit hinzudeuten. Auch wunderbar: Man wird immer wieder aufs Neue überrascht.

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  • Gute Entscheidung, dieses Buch zu lesen

    Die Entscheidung
    Krimisofa_com

    Krimisofa_com

    31. March 2017 um 00:09

    Wie ist es, ohne Vater und quasi ohne Mutter aufzuwachsen? Wie ist es, sich in der Schule ständig zu verstellen, weil man sich für seine Mutter, die ganzen Tag nur besoffen herumliegt, schämt? Wie ist es, wenn man nach und nach immer weniger Freunde hat, weil man niemanden mehr mit Heim nehmen kann? Charlotte Link erzählt es uns – und noch viel mehr.Eigentlich dreht sich in "Die Entscheidung" alles um Nathalie, aber Simon ist mindestens genauso wichtig für die Geschichte. Ihn erleben wir aus der dritten Person, und aus seiner Sicht erleben wir Nathalie. Aber dann gibt es noch Nathalie aus der ersten Person, in dem Strang rekonstruiert sie ihre Lebensgeschichte wie in einem Tagebuch. Nathalie ist der interessanteste Charakter in der Geschichte, weil er so gut gezeichnet ist, dass man als Leser mit ihm mitlebt, sich in ihn hineinversetzt – und der einem irgendwann auch so auf die Nerven gehen kann, dass man irgendwann nur mehr resigniert den Kopf schüttelt. Nathalie ist alles, nur sicher kein einfacher Charakter. Bei Simon ist es ähnlich, nur ist er nicht ganz so facettenreich. Er ist ein herzensguter Mensch, der es jedem Recht machen will und dabei ganz auf sich selbst vergisst. Dadurch gerät er mit Nathalie in einen Strudel voller Angst und Verzweiflung.Und dann gibt es noch die Geschichte rund um eine bulgarische Familie, die nicht mehr ein und aus weiß. Der Vater Kiril findet keine Arbeit und sitzt mit seiner Frau Ivana und fünf Kindern daheim, wo sie kurz vor dem Rausschmiss stehen, weil sie die Miete nicht bezahlen können. Plötzlich kommt eine Frau und bietet ihnen Geld für ihre Tochter, die eine große Karriere als Modell machen kann – ich denke, wir alle wissen, wo das hinführt."Die Entscheidung" spielt kurz nach dem Terroranschlag 2015 in Frankreich, der Terroranschlag spielt zwar keine wesentliche Rolle, wird aber immer wieder erwähnt. Man erkennt von Anfang an, wo Charlotte Link mit der Geschichte hin will und ist auch sofort gepackt und bereit, sich mitreißen zu lassen, es herrscht von Anfang an eine unfassbare Spannung. Normalerweise lässt sich Link mit dem Aufbau der Geschichte etwas Zeit, nicht jedoch hier. Dabei thematisiert sie ein wichtiges und brisantes Thema, dem vonseiten der Medien, aber vielleicht auch von uns selbst, viel zu wenig Beachtung geschenkt wird, weil es einerseits ein gesellschaftlich nicht anerkanntes ist und andererseits „uns“ eh nicht betrifft.Negativ ist leider der Bulgarien-Strang, der von Anfang an vorhersehbar und ziemlich farblos ist, sowohl von den Figuren, die irgendwie alle gleich und weder Ecken noch Kanten haben, als auch von der Handlung her. Die Geschichte in Bulgarien ist top, aber wie sie gespielt wird ist eher flop. Auch mit dem Twist vor dem Showdown tut sich Link meiner Meinung keinen Gefallen – der macht die ohnehin komplexe Geschichte nur noch unnötig komplexer.Fazit: "Die Entscheidung" ist ein rundum spannendes und packendes Buch, das all meine Erwartungen übertroffen hat, mit einer brisanten Thematik aufwartet und zum Teil verdammt gut gezeichnete Charaktere bereithält.

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  • Teilweise zu sehr in die Länge gezogen

    Die Entscheidung
    Zeilentraumfaenger

    Zeilentraumfaenger

    20. March 2017 um 15:28

    'Die Entscheidung ist nichts für zwischendurch. Fast 600 Seiten, die sich zwischendurch zu sehr ziehen und häufig im Kreis drehen. Zwischendurch hatte ich oft nicht die Motivation, um weiter zu lesen, war am Ende aber doch froh, dass ich es getan habe.Schon am Anfang hatte ich kleine Schwierigkeiten, in die Geschichte zu finden. Auf den ersten 50 Seiten werden einem so viele verschiedene Menschen und auf den ersten Blick unterschiedliche Geschichten vorgesetzt, das ich zwischendurch total verwirrt war. Nicht nur einmal musste ich zurück blättern, weil ich einen Namen vergessen hatte.Die verschiedenen Charaktere waren dafür aber sehr gut ausgearbeitet und realistisch. Wenige waren wirklich sympathisch, aber alle hatten ihre Daseinsberechtigung.Irgendwann wurden dann die Zusammenhänge zwischen den einzelnen Geschichten ersichtlich und dann wurde es richtig spannend. Die vielen Cliffhanger am Ende von fast jedem Kapitel hätten dabei gar nicht unbedingt sein müssen. Nach einer Zeit haben sie mich sogar ein bisschen gestört, weil dadurch alles ein bisschen zu gezwungen gewirkt hat.Immer wenn ich dachte 'Gut, das reicht jetzt aber' kamen plötzlich wieder neue Charaktere in die Geschichte und das rätseln ging erneut los. Am Ende haben sich viele kleinen Geschichten zu einem ganz großen Drama gefügt und das hat mir sehr gut gefallen.Bisher habe ich wenige Bücher gelesen, die das Thema Menschenhandel aufgreifen, weswegen ich da nicht wirklich einen Vergleich ziehen kann. Aber Charlotte Link ist es gelungen, mich glaubhaft mit in diese Welt zu nehmen und mich nicht nur einmal sprachlos zurück zu lassen.Was mich dennoch ein bisschen gestört hat, war tatsächlich der Schreibstil. Zwischendurch hat sich alles mehrfach wiederholt und Gedanken wurden nicht nur einmal gedacht, sondern immer wieder, in genau gleicher Form. Außerdem hab ich mich oft dabei erwischt, wie ich teilweise ganze Absätze nur überflogen habe und dachte 'Komm endlich auf den Punkt'Für das Buch sollte man einiges an Durchhaltevermögen mitbringen. Aber wenn man nicht aufgibt und sich an das ewige Drumherum gewöhnt, wird man mit einem fantastischen Ende belohnt. (SPOILERWARNUNG)Wie schon erwähnt konnten mich die Charaktere nicht wirklich begeistern und dadurch hat mir ein bisschen was gefehlt. Natalie war für mich einfach nur undurchschaubar und auch, wenn ich zwischendurch kurz Mitleid empfand, war ich grundsätzlich nur genervt von ihr. Simon hat es mir dann ein bisschen leichter gemacht, indem er ihr nicht direkt blind vertraut hat und dann irgendwann die Polizei gerufen hat. Trotzdem fand ich ihn eher komisch.Das Ende hat mich total gefesselt. Die letzten 50 Seiten waren so spannend, dass ich beinahe vergessen hätte zu atmen. Zwischendurch kam ich mir ein bisschen dumm vor, weil einige Dinge aufgedeckt wurden, auf die ich nie gekommen bin, die im Nachhinein aber so logisch erschienen.Als ich das Buch dann endlich zuschlagen konnte, war ich erleichtert und traurig gleichzeig. Ich hatte viel mehr erwartet und mir blieben zu viele Frage offen. Wenn schon ewig auf gewisse Dinge hingearbeitet wird und am Ende lang und breit aufgeklärt wird, dann möchte ich auch alles wissen, wie zum Beispiel, was jetzt mit Ninka ist.

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  • verwirrend, aber sehr gut...

    Die Entscheidung
    juli.buecher

    juli.buecher

    21. February 2017 um 17:19

    Eine falsche Entscheidung die dein ganzes Leben durcheinander bringt & dich in Lebensgefahr. Aber letztendlich war die Entscheidung doch die Richtige. Inhalt/Klappentext: Eigentlich will Simon mit seinen beiden Kindern in Südfrankreich ein ruhiges Weihnachtsfest feiern. Doch dann kommt alles ganz anders. Die Kinder sagen ihm kurzfristig ab, seine Freundin gibt ihm den Laufpass, und auf einem Standspaziergang begegnet er einer verwahrloste, verzweifelten Frau: Nathalie, eine junge Französin, die völlig verängstigt ist und sich von brutalen Verfolgern gejagt glaubt, tut ihm leid, und er bietet ihr seine Hilfe an. Nicht ahnend, dass er durch diese Entscheidung in eine mörderische Geschichte hineingezogen wird, deren Verwicklungen bis nach Bulgarien reichen. Zu Selina, einem jungen Mädchen, das ein besseres Leben sucht und in die Hände skrupelloser Verbrecher geriet. Selinas dramatische Flucht löst eine Kette von sich überschlagenden Ereignissen aus, die für Simon und Nathalie zur tödlichen Gefahr werden. Meine Meinung: Die Geschichte ist besonders am Anfang extrem verwirrend. Man liest unterschiedliche Storys und Sichtweisen, die erstmal nicht zusammenpassen.  Direkt am Anfang beginnt das Buch mit viel Spannung. Ein Mädchen flüchtet aus einem Haus. Man erfährt sich vor was sie flieht, aber es scheint ihr viel Angst zu machen. Man lernt Simon kennen, der alleine in Südfrankreich im Haus seines Vaters sitzt. Außerdem Nathalie, welche ein junges Mädchen ist, das bei ihrer alkoholkranken Mutter lebt und sich zunehmend um sich selbst kümmern muss. In Bulgarien hingegen leiden Kiril und seine Familie unter akutem Geldmangel & versuchen zumin. ihrer ältesten Tochter ein besseres Leben zu schaffen. Leider mit schlimmen Folgen. Nur langsam setzen sich die Einzelteile zusammen und die unterschiedlichen Geschichten gehen in einander über. Respekt, dass die Autorin den Überblick behalten hat.  Ich fand es zu keiner Zeit nervig oder anstrengend. Ich war zwar dauerhaft verwirrt beim Lesen, wollte aber immer wissen wie es weitergeht. Ich war also von Anfang bis Ende gefesselt von der Story und der Spannung. Das Buch ist nicht blutig oder grausam geschrieben. Auf jeder Seite ist es realistisch und gut vorstellbar. Die Aufklärung am Ende fand ich auch toll. Oft wird nicht hinreichend aufgeklärt. Doch hier ist genau das Gegenteil der Fall. Alles was mich am Anfang verwirrt hat, hat sich spätestens am Ende aufgelöst. Für Simon hatte "Die Entscheidung" aufjedenfall am Ende etwas positives. Die Charaktere sind sehr toll beschrieben. Vor allem Nathalie, die man an Leser schon als Kind kennen lernt & ihre Kindheit und Jugend miterlebt. Manchmal hätte ich sie am liebsten angeschrien oder geschüttelt. Sie ist sehr authentisch beschrieben.  Der Schreibstil ist wieder gewohnt leicht und locker, aber trotzdem fesselnd. Fazit: Für mich ein gelungenes Buch. Kann keine großen Unterschiede zu vorherigen Büchern der Autorin feststellen. Die Story ist zwar sehr durcheinander, aber meiner Meinung nach toll gemacht. Dinge die Anfang passieren, haben am Ende eine wichtige Bedeutung.  Von mir, entgegen vieler anderer, eine klare Leseempfehlung.

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  • Spannend und sehr aktuell

    Die Entscheidung
    vielleser18

    vielleser18

    03. February 2017 um 06:40

    Weihnachten 2015. Der 40jährige  Hamburger Simon macht Weihnachtsferien in dem Ferienhaus seines Vaters in der französichen Provence. Allein. Seine Kinder aus der geschiedenen Ehe wollten kurz vor der Reise doch nicht mit und seine neue Freundin wollte er anfangs wegen der Kinder nicht dabei haben. Nun will sie nicht mehr.  Simon ist einer, der sich mit Entscheidungen und Richtungswechseln in seinem Leben nicht leicht tut, im Gegenteil, er lässt sich gerne von allen ausnutzen und beeinflussen. Ihm fehlt die Energie, das Durchsetzungsvermögen, der Antrieb und vor allem ein eigener Wille. In dem einsamen Haus fällt im allerdings auch bald die Decke auf den Kopf und so kommt es, dass er an einem regnerischen Tag mal wieder die falsche Entscheidung trifft, als er endlich mal Mut zeigt um einzuschreiten und aktiv was zu unternehen. Er trifft auf die 20jährige Nathalie, die in Bedrängnis ist und statt ihr vielleicht nur mit Geld auszuhelfen, nimmt er sie sogar mit in sein Haus. Ein großer Fehler mit weitreichenden Folgen. Charlotte Link gehört zu meinen Lieblingsautoren. Diesmal ist der Roman spannend, allerdings gehört er vielleicht nicht ganz zu den Pageturnern, die ich sonst von ihr gewohnt bin. Anderseits punktet er durch große Charakterstudien bei mir, denn sie hat die Protagonisten sehr gut aufgebaut. So gibt es auch mehrere verflochtene Erzählstränge. Einmal der aktive, sehr spannende Teil um Simon. Dann der Teil um Nathalie, ihre Kindheit und Jugendzeit und wie es dazu kam, dass sie die Freundin von Jerome wurde (der auch noch eine große Rolle hier spielen wird). Dieser Teil war zwar nicht so spannend und m.E. etwas zu breit ausgelegt, aber dennoch interessant. Die Geschichte einer Magersüchtigen mit ihren Abhängigkeiten und Problemen. Ein weiterer Strang führt uns nach Bulgarien. Zu den Angehörigen eines vermissten Mädchens. Durch diesen Erzählstrang wird bald klar, um was es sich im Kern bei der dieser Geschichte handelt. Aber auch hier enthüllt sich erst alles nach und nach. Dieser Teil war interssant und auch spannend, man fiebert bei der Suche mit und leidet als Mutter mit der Familie. Ein weiterer (kleiner) Erzählstrang bietet einen (kleinen) Blick hinter die Kulissen einer Polizeikommmissarin in leitender Position. Viele Stränge, ein Buch, bei dem man sich erst etwas einlesen muss, der aber dann rasant durchstartet und immer wieder sehr spannend wird. Viele Momente, bei den man mit den Protagonisten zittert und die Toten bedauert. Vor allem ist es ein aktuelles Thema in der jetztigen Zeit.  Es gibt viele Menschen wie Simon, die sich treiben lassen, weder im Leben noch in der Beziehung aktiv genug sind oder anscheinend immer die falschen Entscheidungen treffen. Auch die Magersucht, der Menschenhandel und manch weitere Begebenheit in diesem Roman sind aktuelle Themen. Meines Erachtens hat Charlotte Link diese Komponenten spannend verflochten und eine tolle Story daraus gemacht, die mich gefesselt hat. Einzig Nathalies Geschichte war mir zu detailliert, daher ein halber Punkt abzug, Nur ein halber, denn auch ihre Geschichte gehört zum Gesamtkonzept dazu und hat ihre Art, ihre Beweggründe erklärt. Wieder einmal hat mich Charlotte Link mit ihrem abwechslungsreichen, flüssigen und sehr interessanten, fesselnden Schreibstil überzeugen können. Dialoge und Aktionen konnte sie wieder sehr lebendig beschreiben. Fazit:Ein aktuelles und brisantes Thema, spannend und lebendig erzählt.4,5 Sterne - aufgerundet hier auf 5 Sterne.

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  • Einer von Charlotte Links besten Kriminalromanen

    Die Entscheidung
    waldfee1959

    waldfee1959

    31. January 2017 um 18:46

    Die Entscheidung von Simon, der Weihnachten am Mittelmeer in Südfrankreich verbringen möchte, ein völlig verstörtes Mädchen mit in die Ferienwohnung seines Vaters zu nehmen zieht ihn in einen Strudel von Ereignissen, bei denen für ihn unvorstellbare und tragische Dinge passieren. Ich fand das Buch von der ersten bis zur letzten Seite sehr spannend,  spürte die Atmosphäre der nassen kalten Tage am Mittelmeer, die Trostlosigkeit von armen Familien in Bulgarien, die endlose Schneelandschaft dort.  Dabei dreht sich alles um das äußerst aktuelle Thema der Zwangsprostitution.

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  • Packender Krimi um falsche Entscheidungen

    Die Entscheidung
    -nicole-

    -nicole-

    22. January 2017 um 11:35

    Eine Entscheidung mit fatalen Folgen... Der vierzigjährige Simon möchte zusammen mit seinen Kindern die Weihnachtsfeiertage in Südfrankreich verbringen. Doch alles kommt anders. Die Kinder sagen kurzfristig ab und seine Freundin gibt ihm den Laufpass. Enttäuscht vom Leben macht Simon einen Strandspaziergang und trifft dort auf Nathalie - die junge Frau ist verwahrlost, völlig verängstigt, ohne Unterkunft und Papiere. Da trifft Simon spontan eine Entscheidung, zu diesem Zeitpunkt noch nicht ahnend, in welche lebensgefährliche Geschichte er mit hineingezogen wird: Aus Mitgefühl bietet er Nathalie seine Hilfe an und nimmt sie mit in sein Haus. Nach und nach erfährt er schließlich ihre Geschichte - die zu unglaublich ist um wahr zu sein. Doch schließlich geht er zusammen mit ihr einer Sache auf den Grund, unwissend, welche Folgen das haben wird. Dann überschlagen sich die Ereignisse... Das die anfangs rätselhafte Geschichte bis nach Bulgarien führt und erschreckende Ausmaße annimmt, ahnt niemand der Beteiligten... "Die Sache gefiel ihm nicht. Er hatte das deutliche Empfinden, auf einer Schwelle zu stehen, von der aus er am besten keinen weiteren Schritt tun sollte. Es war, als bekäme er eine Warnung, unhörbar und unkonkret, und dennoch so intensiv, dass er fröstelte. Da er sich diesen Vorgang nicht erklären könnte, beschloss er, ihn zu ignorieren." -Seite 62, eBook Der aktuelle Roman von Charlotte Link beginnt gleich mit einem unheimlichen Prolog: Ein junges Mädchen, scheinbar in Todesangst, flüchtet aus einem Haus. Danach nimmt die rätselhafte Geschichte ihren Lauf : Durch verschiedene Blickwinkel geschildert-die im ersten Augenblick viele Fragen aufwerfen- wird jedoch nach und nach klar, worum es geht. Man beginnt zu ahnen wie manche Schicksale zusammen passen könnten. Im ersten Moment vielleicht etwas verwirrend, doch nach einigen Kapiteln hat man einen guten Überblick. Die Hauptgeschichte spielt in Frankreich, wo der nichtsahnende Simon aus Mitleid eine Entscheidung trifft, die sein ganzes Leben verändert. Als ihm das klar wird, ist es zu spät, um noch auszusteigen. Auch in Bulgarien wurde aus einer großen Not heraus eine falsche Entscheidung getroffen... Charlotte Link gelingt es sehr gut, die unheimliche Atmosphäre, die während des ganzen Romans herrscht, komplett aufrecht zu erhalten: Dunkles Winterwetter in der zurzeit verlassenen Provence, dazu die detailreich geschilderten Ängste und Empfindungen der Hauptcharaktere. "Der einzige Moment, an dem ich diese ganze Geschichte hätte vermeiden können, war der allererste. Als ich den Strand entlang durch den Regen lief und mich idiotischerweise in eine Situation eingemischt habe, die mich nichts anging. Es war die falsche Entscheidung, im Bruchteil von Sekunden getroffen..." (Simon) -Seite 190, eBook Mein Fazit: Ein spannender Kriminalroman mit einem ernsten und brisanten Thema. Nach und nach fügen sich die einzelnen Puzzleteile an seinen Platz und geben ein schockierendes Ergebnis preis. Atmosphärisch sehr dicht und eher düster gehalten, wird es packend. Es kommen Details ans Licht mit denen man so nicht gerechnet hat - genau diese ungeahnten Entwicklungen machen dieses Buch zu einem spannendem Krimi. Einzig der etwas unübersichtliche Anfang ist ein kleiner Kritikpunkt. Ansonsten sehr gut geschrieben und aufgebaut. Ich vergebe 4,5 Sterne hierfür.

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  • Falsche (Kauf-)Entscheidung

    Die Entscheidung
    Dreamworx

    Dreamworx

    21. January 2017 um 13:29

    Nachdem ich bisher alle Bücher von Charlotte Link nur so verschlungen habe, musste dieses nach langem Warten natürlich auch bei mir einziehen. Leider - muss ich im Nachhinein sagen, denn ich bin mehr als enttäuscht von diesem saft- und kraftlosen Buch. Eindimensional gestaltete Charaktere, platte Attitüden, ein Allerweltsthema und die Spannung gegen Null, das ist keine ausführliche Rezension wert, denn schon die verschwendete Lesezeit reut mich für eine vorhersehbare und konstruierte Handlung ohne Tiefgang. Einfach eine falsche Kaufentscheidung, von dieser Autorin hatte ich mir viel mehr versprochen, schade! Absolut keine Leseempfehlung!

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    • 3
  • von Menschenhandel und Zwangsprostitution

    Die Entscheidung
    Keksisbaby

    Keksisbaby

    10. January 2017 um 15:37

    Zuerst wollen seine Kinder nicht mit ihm Weihnachten verbringen, dann macht seine Freundin Schluss und dann nimmt er noch aus Mitleid eine abgemagerte Herumtreiberin auf deren letzter Herbergsgeber jetzt mit aufgeschnittener Kehle in der Küche liegt. Es ist wirklich nicht Simons Tag. Er der immer Allen alles recht machen will, ist plötzlich unfreiwillig Teil einer Hetzjagd durch ganz Europa und er weiß noch nicht einmal wer ihn da jagt. Simon weiß nur, diese Menschen gehen über Leichen. Nathalie Zuerst wollen seine Kinder nicht mit ihm Weihnachten verbringen, dann macht seine Freundin Schluss und dann nimmt er noch aus Mitleid eine abgemagerte Herumtreiberin auf deren letzter Herbergsgeber jetzt mit aufgeschnittener Kehle in der Küche liegt. Es ist wirklich nicht Simons Tag. Er der immer Allen alles recht machen will, ist plötzlich unfreiwillig Teil einer Hetzjagd durch ganz Europa und er weiß noch nicht einmal wer ihn da jagt. Simon weiß nur, diese Menschen gehen über Leichen. Nathalie das verwahrloste Mädchen, das er am Strand aufgegabelt hat ist ihm auch keine große Hilfe, vielmehr scheint ihr Freund der Auslöser für sein Dilemma zu sein. Als dann noch seine Lebensgefährtin verschwindet und sein Haus durchsucht wird, hat er genug und schaltet die Polizei ein. Diese bringt ihn in einem geheimen Ort unter, nicht wissend, dass die Hintermänner ihm dichter auf den Fersen sind als angenommen.Ich liebe Charlotte Link Romane und auch dieser stellt da keine Ausnahme dar. Die Autorin erzählt ihre Story, mit einer Leichtigkeit aus Sicht unterschiedliche Charaktere ohne dass ich auch nur einmal durcheinander kam oder den Faden verlor. Simon ist das absolute Weichei der sich allem beugt und von seinem Vater dafür als Versager beschimpft wird, ja sogar seine Lebensgefährtin hat bald genug von seiner Nachgiebigkeit und kündigt ihm die Freundschaft. Gerade diese Eigenschaft, sorgt dafür dass er Nathalie aufnimmt und damit ins Fadenkreuz gerät. Doch es war schön zu beobachten, wie die Figur an den Erlebnissen wächst. Am Ende ist er gereift und bietet, wenn auch spät, den Nutznießern seiner Gutmütigkeit die Stirn. Nathalie hingegen ging mir auf die Nerven. Bei allem Verständnis, das man als Leser für die Figur aufbringt, bei ihrer Lebensgeschichte, so ging mir doch ihr Fanatismus für ihren Freund ab. So bedürftig und abhängig von einem einzelnen Menschen kann man doch gar nicht sein, dass man so die Augen vor der Realität verschließt und in Kauf nimmt, dass Menschen sterben müssen.Der Handlungsstrang, der in Bulgarien spielt, zeigt deutlich wie ärmlich Menschen in der EU leben müssen und das manche aus finanzieller Not, auf Kriminelle hereinfallen, die ihre Kinder in die Prostitution verkaufen. Durch die beiden betroffenen Familien gewann es für mich an Plastizität und wurde dadurch greifbarer. Menschenhandel und Zwangsprostitution ist sonst etwas von dem ich weiß, dass es das gibt, aber irgendwie ist es doch so fern von meinem Alltag, durch diese Geschichte wurde ich gezwungen mich auch mal gedanklich mit dieser Thematik zu befassen. Auch wenn die Story an manchen Stellen ein wenig vorhersehbar ist, lohnt es sich doch sie zu lesen. Zudem mochte ich das es ein offenes Ende gibt, denn die Realtität endet auch nicht im mit „Sie lebten glücklich bis zum Ende ihrer Tage“.

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  • Bedenke deine Entscheidungen

    Die Entscheidung
    tinstamp

    tinstamp

    09. January 2017 um 11:03

    Dieser Krimi der leisen Töne ist anfangs durch die verschiedenen Handlungsstränge und Perspektiven noch ziemlich verworren. Der Leser wird von Bulgarien nach Frankreich und wieder zurück katapultiert, ohne sich wirklich zurechtzufinden....was sich allerdings im Laufe der Geschichte natürlich ändert.Der Prolog beginnt mit dem Ausbruch eines namenslosen jungen Mädchen aus einem Haus, das streng bewacht wird. Man spürt ihre Angst und weiß, dass es hier um Leben und Tod geht, wenn ihr die Flucht nicht gelingt.Danach der Schwenk nach Südfrankreich, wo Simon wie jedes Jahr die Weihnachtszeit im Sommerhaus seines Vaters verbringt. Er ist geschieden und eigentlich sollten seine beiden Kinder mit ihm Weihnachten verbringen, doch seine Exfrau nutzt seine Gutmutigkeit aus und zieht ihr Angebot kurzfristig wieder zurück. Seine Freundin Kristina hat ebenfalls die Nase voll, weil sich Simon noch immer nicht offiziell zu ihr bekannt hat und sich von seiner Exfrau immer wieder ausnutzen lässt. Sie stellt ihm ein Ultimatum. So sitzt er letztendlich alleine im Südfrankreich und lernt bei einem Strandspaziergang die verwahrloste Nathalie kennen. Diese ist in einem unbewohnten Feriendomizil eingestiegen und hat dort einige Tage geschlafen, bis der Hausmeister sie gefunden hat und nun der Polizei übergeben will. Simon nimmt die junge und völlig verängstigte Frau, die keine Papiere bei sich hat, mit und gibt ihr zu Essen und eine Schlafmöglichkeit. Doch als sie ihm gesteht einen Mann getötet zu haben und ihr Freund Jérome sie vor Menschen warnte, die hinter ihnen her sind, weiß Simon, dass er einen Fehler begangen hat.....Im dritten Handlungsstrang, der in Bulgarien spielt, kämpft Kiril mit seiner Familie ums Überleben. Die fünf Kinder, seine Frau Ivana und er haben kaum mehr etwas zu Essen, der Strom ist abgeschaltet, die Miete seit Monaten nicht mehr bezahlt und auch sein Bekannter Dino will ihm kein Geld mehr leihen. Kiril und Ivana wissen weder ein noch aus. Als Dino den Beiden von Bekannten erzählt, deren Tochter bei einer Modelagantur untergekommen ist und große Chancen als Topmodel im Westen hat, schlägt er ihnen vor, ihre bildhübsche ältere Tochter Ivanka der Agenturchefin vorzustellen. Kiril hofft, dass wenigstens eines seiner Kinder die Chance auf ein besseres Leben bekommt, und geht auf den Deal ein.....Sicher hat man als Leser einige Ideen, wie diese drei Handlungsstränge zusammenhängen könnten und doch ist es nur ein Teil der sehr umfangreichen Geschichte, die Charlotte Link uns hier präsentiert. Denn neben Menschenhandel, Magersucht und Beziehungsproblemen nimmt die Autorin diesmal auch Bezug zu den Ereignissen im November in Paris 2015.Nach einem etwas verwirrendem Anfang begann sich nach und nach ein Bild abzuzeichnen und die Geschichte zog mich immer mehr in seinem Bann. Überraschende Wendungen und unvorhersehbare Geschehnisse ließen mich an der doch teilweise sehr komplexen Handlung dranbleiben. Obwohl der Kriminalroman auch ein paar Längen aufweist, fand ich die Dramatik hinter den Kulissen sehr spannend.Das Ende, bei dem ein Strang mehr oder weniger offen blieb, fand ich gut gewählt. Hier ein Happy Ende zu bringen wäre zu viel des Guten gewesen.Die Autorin beeindruckt vorallem mit der Aussage, wie eine völlig harmlose Entscheidung das Leben eines Menschens völlig aus der Bahn werfen kann.Charaktere:Nathalie und Simon sind beide nicht wirklich liebenswerte Charaktere, die jedoch im Laufe des Romans an Substanz gewinnen. Vorallem Simon beginnt seine große Schwäche zu überdenken, es allen recht machen zu wollen und im Endeffekt immer als Verlierer dazustehen. Nathalie hingegen ist abhängig von der Liebe zu Jérome, der selbst nur seine Vorteile im Sinn hat. Durch sein blendendes Aussehen und seiner charmanten Art gelingt es ihm auch viele Menschen zu täuschen. Beeindruckt hat mich Ivana, die hier kämpft wie eine Löwin. Die anfangs schwache und völlig verzweifelte Frau wird zu einer Kämpferin, die alles für ihre Tochter aufgibt.Die Ermittler im Krimi spielen hingegen nur eine kleine Rolle, die aber am Ende des Krimis noch eine besondere Bedeutung haben werden.....Schreibstil:Der Schreibstil von Charlotte Link lässt sich wunderbar lesen, ist leicht und flüssig. Die Charaktere sind gut gezeichnet, wachsen einem aber nicht ans Herz. Durch die unterschiedlichen Handlungsstränge erlebt man die Geschichte aus verschiender Sichtweise und kann sich so mehr in die Gefühlswelt der Figuren hineinversetzen.Fazit:Ein komplexer Spannungsroman, der durch die anfangs vielen Stränge etwas verwirrend beginnt, jedoch danach rasant fortschreitet und mit überraschenen Wendungen punkten kann.

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  • Eine schwache Leistung von Charlotte Link

    Die Entscheidung
    lulu_stephen

    lulu_stephen

    07. January 2017 um 21:14

    Charlotte Link gehört zu meinen Lieblingsautorinnen und garantiert normalerweise Spannung auf höchstem Niveau. Ihr neuer Roman hat mich maßlos enttäuscht. Die Handlung dümpelt vor sich hin, die Charaktere sind flach und die Verwicklungen der Protagonisten sind von Anfang an vorhersehbar. Sehr langweilig und enttäuschend.

  • Kein Weg zurück

    Die Entscheidung
    RosaEmma

    RosaEmma

    07. January 2017 um 15:45

    Charlotte Link zählt für mich zu den besten zeitgenössischen Kriminalautorinnen. Ich habe bisher alle ihre Romane verschlungen und bin jedes Mal überrascht, wie unterschiedlich ihre Werke sind, obwohl sie schon eine Vielzahl veröffentlicht hat. Keine Geschichte gleicht der anderen, und ihre Protagonisten sind weit davon entfernt, den für das Genre üblichen Klischees bzw. Stereotypen zu entsprechen. Ihr spezieller Erzählstil, mehrere Handlungsstränge letztendlich zu einem stimmigen Ganzen zusammenzufügen und den Leser dabei gekonnt immer wieder auf falsche Fährten zu führen, trägt meines Erachtens maßgeblich dazu bei, dass jedes ihrer Bücher in nur kurzer Zeit den Sprung auf die Bestseller-Listen schafft. Gleiches gilt auch für ihren neuesten Thriller Die Entscheidung, der mich absolut gefesselt und mir wieder Stunden hochspannender Unterhaltung beschert hat. Im Dilemma Simon Lemberger freut sich darauf, Weihnachten mit seinen beiden Kindern im Ferienhaus seines Vaters in La Cadière/Südfrankreich zu verbringen. Doch die Kids sagen trotz fester Zusage kurzfristig ab, weil sie den hippen Freund ihrer Mutter ihrem spießigen Vater vorziehen. Simon ist enttäuscht und wütend, aber er traut sich nicht, seiner Ex-Frau Maya, die so gerne über seinen Kopf hinweg entscheidet, und seinen wankelmütigen Sprösslingen einmal so richtig die Meinung zu sagen. Er geht Konflikten lieber aus dem Weg, da er es sich mit niemandem verderben möchte. Seine neue Partnerin, Kristina Dembrowski, hat er mit dieser Einstellung bereits vergrault. Sie ist es leid, nur die Frau im Hintergrund zu sein, denn Simon hatte bisher immer noch nicht den Mut, sie seiner Familie und seinen Freunden offiziell vorzustellen. Als Simon Kristina eröffnet, dass er Weihnachten lieber allein mit seinen Kindern feiern möchte, um sie nicht mit seiner neuen Lebensgefährtin zu überfordern, reicht es ihr endgültig, und sie beschließt, ihm keine zweite Chance zu geben. Simon, dessen Weihnachts- und Beziehungspläne sich von jetzt auf gleich in Rauch aufgelöst haben, hadert mit sich und seiner Situation. Eine folgenschwere Begegnung Auf einem seiner Strandspaziergänge eilt Simon der verängstigten und bis auf die Knochen abgemagerten Französin Nathalie Boudon zur Hilfe. Die scheinbar obdachlose und entkräftete junge Frau war aus lauter Verzweiflung in ein Apartment eingebrochen, um dort wenigstens für einige Tage ein Dach über dem Kopf zu haben. Er beruhigt den aufgebrachten Hausmeister, zahlt ihre Mietschulden und nimmt sie bei sich auf – eine folgenschwere Entscheidung, denn Nathalie ist auf der Flucht vor der Polizei. Doch mehr ist aus ihr nicht herauszubekommen. Als sie merkt, dass sie Simon trauen kann, fasst sie sich schließlich ein Herz und erzählt ihm, was passiert ist. Nachdem sie es vor Hunger nicht mehr ausgehalten hatte, war sie in Lyon mit einem Unbekannten in seine Wohnung gegangen, der ihr Essen versprochen hatte, anschließend jedoch über sie hergefallen ist. In ihrer Panik hatte sie ihm eine Flasche über den Kopf geschlagen, worauf er regungslos liegen blieb. In der Annahme, er sei tot, verließ sie fluchtartig seine Wohnung, ohne ihre Tasche und ihr Handy mitzunehmen. Die Gejagten Obwohl Simon eigentlich nichts lieber täte, als Nathalie mit etwas Geld wieder vor die Tür zu setzen, entschließt er sich, ihr noch ein letztes Mal zu helfen und mit ihr nach Lyon in die Wohnung des Angreifers zu fahren, um ihre Handtasche zu holen. Ein wahnwitziger Plan, wie er erst viel zu spät erkennt, denn der Mann ist tatsächlich tot – jedoch nicht von einem Schlag auf den Kopf, sondern durch brutale Folterung. Nathalie schwört, nichts damit zu tun zu haben, doch Simon kommen erste Zweifel. Und ehe sich beide versehen, geraten sie ins Visier brutaler Menschenhändler, die vor nichts zurückschrecken, um Nathalie in ihre Gewalt zu bringen. Simon ahnt, dass Nathalie ihm nicht die ganze Wahrheit erzählt hat. Als sie endlich mit offenen Karten spielt, ist es viel zu spät, denn die Killer sind ihnen längst auf der Spur… Hochspannender Thriller um ein brisantes Thema Das brisante Thema Menschenhandel steht im Fokus von Links spannungsgeladener Geschichte. Und, wie immer, hat sie exzellent recherchiert: Beängstigend realitätsnah katapultiert sie uns in die Welt dieser kriminellen Banden, die Menschen zu Ware degradieren und sie jeglicher Würde berauben. So wird denn auch in zwei weiteren Handlungssträngen dieses Romans das tragische Schicksal der jungen Bulgarin Selina geschildert, die in die Fänge einer solchen Organisation gerät, und ebenso das mysteriöse Verschwinden des bulgarischen Mädchens Ninka beleuchtet. die auf eine Modelkarriere im Westen hoffte. Am Ende gelingt es der Autorin wieder einmal auf brillante Weise, die unterschiedlichen Erzählfäden so zu verknüpfen, dass sich auf einmal der Gesamtkontext und alle Zusammenhänge für uns wie von selbst erschließen. Bis es allerdings soweit ist, müssen wir dem rasanten Tempo dieses hochexplosiven Thrillers, den man nicht aus der Hand legen kann, folgen, einige falsche Fährten entlarven und zu guter Letzt beim nervenaufreibenden Showdown wieder einmal feststellen, wie trügerisch Vertrauen sein kann. Mein Fazit: Ein absolutes Must Read!

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  • Ein ruhiger Krimi der dennoch packend und spannend ist

    Die Entscheidung
    Line1984

    Line1984

    04. January 2017 um 09:31

    Auf dieses Buch war ich sehr gespannt, ich habe schon einige Bücher der Autorin gelesen und bin jedes mal aufs neue begeistert.Die Meinungen zu diesem Buch gehen ja ziemlich auseinander, dennoch wollte ich mir selbst ein Bild machen.Nun nach dem lesen kann ich sagen ich bin wieder begeistert!Dieses Buch ist zwar ein Krimi der leisen Töne aber dennoch ist der packend und gleichzeitig auch fesselnd.Simon hat es nicht leicht, er wollte nur ein besinnliches Weihnachtsfest mit seinen beiden Söhnen verbringen, dafür sagt er sogar seine Freundin ab, tja, was tut diese? Sie macht Schluss, auch seine beiden Söhne sagen kurzfristig ab und so verbringt Simon alleine Weihnachten.Bei einem Spaziergang am Strand findet er die völlig verängstigte und verwahrloste Nathalie, kurzerhand beschließt er ihr zu helfen, doch genau das wird ihm und seiner Ex Freundin zum Verhängnis...Der Schreibstil der Autorin ist auch hier wieder sehr angenehm zu lesen.Sie schreibt sehr flüssig, dadurch liest sich das Buch fast wie von selbst.Trotz seiner Recht hohen Seitenzahl habe ich dieses Buch in Rekordzeit verschlungen.Wieder schaffte es die Autorin mich bereits nach wenigen Zeilen in die Story zu ziehen, ich konnte mich der Sogwirkung einfach nicht entziehen.Die Charaktere in diesem Buch könnten unterschiedlicher kaum sein.Zum einen ist da Simon, der einfach viel zu gut für diese Welt ist. Er ist immer hilfsbereit und hat ein großes Herz. Das ihm genau das mal zum Verhängnis werden würde hätte er nie gedacht.Doch auch die anderen Charaktere hat die Autorin einfach klasse beschrieben.Die Handlung ist fesselnd und auch spannend.Sicherlich merkt man hier das dieser Krimi etwas ruhiger ist, aber das störte mich nicht denn die Autorin weiß genau wie sie Spannung aufbauen kann.Zum Ende hin als alle Handlungsstränge zusammen laufen, könnte es spannender kaum sein, überraschende Wendungen und unerwartete Ereignisse ließen mich nicht mehr los.Ich für meinen Teil kann sagen das mir dieses Buch unglaublich gut gefallen hat, wieder einmal zeigt die Autorin wie talentiert sie ist.Ich freue mich schon jetzt auf ihr nächstes Buch und werde auch dieses mit Sicherheit lesen!Ich kann euch dieses Buch nur empfehlen.Fazit:Mit "Die Entscheidung" ist es der Autorin wieder gelungen mich völlig zu fesselnd. Mit diesem Buch hat sie einen Krimi der etwas leiseren Töne geschaffen, dies tut der Spannung allerdings keinen Abbruch.Von mir bekommt dieses Buch die volle Punktzahl!

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  • Punkte-Challenge zum SUB-Abbau 2017

    Warum Lesen glücklich macht
    GrOtEsQuE

    GrOtEsQuE

    Punkte-Challenge zum SUB-Abbau 2017 Achtung - es handelt sich nicht um eine Leserunde sondern eine Challenge zum SUB-Abbau!!! Es werden keine Bücher verlost. Ich habe es nur als Leserunde erstellt, damit das Ganze etwas übersichtlicher wird.Ich möchte mich 2017 mehr dem SUB-Abbau widmen, daher habe ich mir überlegt eine Challenge zu erstellen. Die Regeln möchte ich so einfach wie möglich halten - es soll ja auch Spaß machen und nicht in Stress ausarten.Es wird jeden Monat ein anderes Motto geben. Für die zum Monatsmotto passenden Bücher, gibt es jeweils einen Extrapunkt. Das Monatsmotto werde ich immer Ende des Vormonats im entsprechenden Unterthema bekannt geben. Den Extrapunkt kann man mehrmals im Monat sammeln, wenn man genügend passende Bücher für das Motto hat.Jeder der mitmachen möchte, postet bitte im Unterthema Sammelbeiträge seinen Sammelbeitrag. Ich werde dann jeden Monat hier im Startbeitrag die Punkte aktualisieren. Bei den einzelnen Sammelbeiträgen ist mir eigentlich nur wichtig, dass in der ersten Zeile die Gesamtpunktzahl steht, ansonsten kann jeder seinen Beitrag so gestalten wie er möchte - entweder nur die Punkte aufschreiben oder auch das gelesene Buch benennen.Man kann jederzeit noch einsteigen - einfach einen Sammelbeitrag posten und los gehts!!! Rezensionen sind keine Pflicht. Es gelten alle Bücher, die in 2017 beendet werden, man kann also ruhig auch die in 2016 angefangen erst in 2017 beenden. Die Punkteverteilung sieht wie folgt aus: Für jedes gelesene Buch gibt es einen Punkt. Für jedes gelesene Buch, was vor 2017 auf dem SUB gelandet ist, gibt es einen Extrapunkt. Für jedes gelesene Buch, was mehr als 400 Seiten hat, gibt es einen Extrapunkt. Für jedes gelesene Buch, was mehr als 600 Seiten hat, gibt es zwei Extrapunkte. Für jedes gelesene Buch, was zum Monatsmotto passt, gibt es einen Extrapunkt. Für Comics und Mangas werden nur die Hälfte der Punkte vergeben. Hörbucher zählen auch. Bei den Extrapunkten für die Seiten einfach an dem "echten" Buch orientieren. Wenn es sich um die gekürzte Fassung des Hörbuchs handelt, dann ein dreiviertel der Seiten. (Also mal angenommen das Buch hat 400 Seiten und du hast die gekürzte Fassung des Hörbuchs, zählt es nur für 300 Seiten, also kein Extrapunkt.) Bereits früher gelesene Bücher zählen auch, aber hier gibt es den vor-2017-auf-dem-SUB-gelandet-Punkt nicht, da die Bücher ja nicht mehr zum SUB gehören. Im besten Fall kann man also 5 Punkte pro Buch erhalten. Wer noch Fragen hat, kann sie im Unterthema für Fragen stellen. Nun hoffe ich auf eine rege Teilnahme und wünsch uns schon mal viel Spaß :-) Teilnehmer --- Gesamtpunktzahl --- zuletzt aktualisiert 14.04.2017: _Jassi                                           ---  38 Punkte AmberStClair                             ---   69 Punkte (Gesamtpunkte angeben) Arachn0phobiA                         ---   83,5 Punkte Astell                                           ---    0 Punkte BeeLu                                         ---   62 Punkte Bellis-Perennis                          ---  261 Punkte Beust                                          ---   100 Punkte Bibliomania                               ---   97 Punkte Buecherkaetzchen                   ---   48 Punkte Buchgespenst                         ---  161 Punkte ChattysBuecherblog                --- 111 Punkte CherryGraphics                     ---   62.5 Punkte Code-between-lines                ---  55 Punkte Eldfaxi                                       ---   51 Punkte Farbwirbel                                ---   44 Punkte fasersprosse                            ---     9 PunkteFrau-Aragorn                           ---     4 Punkte Frenx51                                     ---  41 Punkte glanzente                                  ---   60 Punkte GrOtEsQuE                               ---   71 Punkte hannelore259                          ---   33 Punkte hannipalanni                           ---   71 Punkte Hortensia13                             ---   53 Punkte Igelchen                                    ---   11 Punkte Igelmanu66                              ---   95 Punkte janaka                                       ---   63 Punkte Janina84                                   ---    44 Punkte jasaju2012                               ---   16 Punkte jenvo82                                    ---   56 Punkte kalestra                                    ---   26 Punkte katha_strophe                        ---   53 Punkte Kattii                                         ---   57 Punkte Katykate                                  ---   44 Punkte Kerdie                                      ---   99 Punkte Kleine1984                              ---   61 Punkte Kuhni77                                   ---   60 Punkte KymLuca                                  ---   50,5 Punkte LadyMoonlight2012               ---   26 Punkte LadySamira090162                ---   124 Punkte Larii_Mausi                              ---    24 PunkteLeif_Inselmann                       ---   40,5 Punkteleseratte89                               ---   30 Punkte Leseratz_8                                ---   18 Punktelisam                                          ---   36 Punkte louella2209                            ---   58 Punkte lyydja                                       ---   55 Punkte mareike91                              ---    20 Punkte MissSnorkfraeulein                  ---  39 Punkte MissSternchen                          ---  29 Punkte mistellor                                   ---   123 Punkte Mone97                                    ---   20 Punkte natti_Lesemaus                        ---  39 Punkte Nelebooks                               ---  160 Punkte niknak                                       ----  180 Punkte nordfrau                                   ---   74 Punkte PMelittaM                                 ---   82 Punkte PollyMaundrell                         ---   24 Punkte Pucki60                                        --- 37 Punkte QueenSize                                 ---   52 Punkte readergirl                                   ---    5 Punkte Readrat                                      ---   35 Punkte SaintGermain                            ---   82 Punkte samea                                           --- 28 Punkte schadow_dragon81                  ---   73 Punkte Schmiesen                                  ---   92 Punkte Schokoloko29                            ---   23 Punkte Somaya                                     ---   100 Punkte SomeBody                                ---   94,5 Punkte Sommerleser                           ---   87 Punkte StefanieFreigericht                  ---   94 Punkte tlow                                            ---   55 Punkte Veritas666                                 ---   87 Punkte vielleser18                                 ---   68 Punkte Vucha                                         ---   78 Punkte Wermoeve                                 ---   17 Punkte widder1987                               ---   40 Punkte Wolly                                          ---   82 Punkte Yolande                                       --   64 Punkte

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    • 1718
  • Je mehr Verfolgung, umso offensichtlicher wird die Wahrheit

    Die Entscheidung
    Kerry

    Kerry

    02. January 2017 um 12:02

    Es ist kurz vor Weihnachten und Simon, der bisher in seinem Leben nicht wirklich was auf die Reihe gekriegt hat, will eigentlich das bevorstehende Weihnachtsfest mit seiner 12-jährigen Tochter und seinem 9-jährigen Sohn in Südfrankreich im Hause seines Vaters verbringen. Der Übersetzer freut sich schon sehr auf das ruhige Weihnachtsfest  mit den beiden, doch diese machen ihm (mit Hilfe ihrer Mutter) einen Strich durch die Rechnung, denn sie wollen nicht nach Frankreich und ein ödes Weihnachtsfest mit ihrem Vater verbringen. Diese Situation ist typisch für Simons Leben, denn nach der Trennung von seiner jetzigen Ex-Frau Maya hat sie die Kinder bekommen und nutzt diese als Druckmittel gegen ihn, sodass Simon nichts anderes übrig bleibt, als nach ihrer Pfeife zu tanzen, wenn er seine Kinder überhaupt noch sehen will. Auch seiner neuen Beziehung zu Kristina tut diese Situation nicht gut, denn obwohl die beiden schon seit sechs Monaten zusammen sind, hat er ihr immer noch nicht seine Kinder vorgestellt und wenn seine Ex-Frau ruft, lässt er bei Kristina alles stehen und liegen, um sich um die Kinder zu kümmern. Kristina ist nicht auch gewillt, so kurzfristig zu springen und Simon zu begleiten, jetzt, wo seine Kinder ihm abgesagt haben. So macht er sich allein auf den Weg. Ein Strandspaziergang soll jedoch Simons Leben nachhaltig verändern,  denn er trifft auf eine junge Frau in Not. Diese ist in ein Apartment eingestiegen und wurde vom Hausmeister erwischt. Es kommt zu einer Szene am Strand, die darin gipfelt, dass der Hausmeister die Polizei rufen will, um die junge Frau verhaften zu lassen. Simon mischt sich, entgegen seiner Art, ein und gibt dem Hausmeister Geld für die Reparatur des aufgebrochenen Schlosses und kann so die Gemüter beruhigen. Eher widerwillig nimmt er sich anschließend der jungen Frau, die sich als Nathalie vorstellt, an. Er will ihr eigentlich nur etwas zu Essen besorgen und sie dann ihre Wege ziehen lassen, doch ehe er es sich versieht, ist sie bei ihm vorübergehend eingezogen. Als sie ihm offenbart, dass sie einen Mann getötet hat, der sie vergewaltigen wollte, ahnt er, dass er sich mit ihr eine Menge Ärger ins Haus geholt hat. Tatsächlich weigert sie sich nach wie vor beharrlich, die Polizei hinzuzuziehen, obwohl klar ist, dass sie auf der Flucht vor irgendwem ist und sie spricht ständig von ihrem Freund, Jerome, den sie treffen will und dass dann alles gut werden würde. Derweil kämpft Kiril in Bulgarien um  das Überleben seiner Frau und seiner fünf Kinder. Vor etwa einem Jahr kam er mit seiner Familie nach Sofia, um ihnen ein besseres Leben zu ermöglichen, doch als er seine Arbeit verlor, häuften sich die Schulden an allen Ecken und Enden an. Seine Frau Ivana hat zu tun, die Familie mit dem wenigen, was sie haben, über Wasser zu halten und die Situation wird immer schlimmer. Zwar gelingt es Kiril immer mal wieder, von seinem Freund  Dano Geld zu leihen, doch dieser drängt nunmehr auf die Rückzahlung der Schulden, die Miete ist seit mehreren Monaten nicht bezahlt und die Kinder  haben für den kalten Winter in Sofia keine ausreichend wärmende Kleidung. Als Dano Kiril von einer Bekannten erzählt, die eine Modelagentur hat und ihm die Tatsache offeriert, dass seine älteste Tochter Ninka durchaus das Zeug zu einem Topmodel hätte, will Kiril diese Chance ergreifen. Wenigstens eines seiner Kinder soll die Möglichkeit zu einer besseren Zukunft haben und auch wenn Ivana wenig angetan davon ist, dass ihre älteste Tochter nach Rom gehen soll, so schafft es die Leiterin der Agentur, Vjara, zumindest Kirils und Ninkas Bedenken zu zerstreuen und es winkt ein hoher Vorschuss auf ihre Arbeit, wovon die Hälfte an die Eltern ausgezahlt würde, womit das Überleben der übrigen Familienmitglieder gesichert wäre. Schnell ist man sich einig und Ninka sehr aufgeregt, immerhin steht ihr eine große Karriere bevor - doch nach ihrer Abreise hören weder Kiril noch Ivanka etwas von ihrer Tochter ... Je mehr Verfolgung, umso offensichtlicher wird die Wahrheit! Der Plot wurde abwechslungsreich erarbeitet. Schnell stellte sich die Grundthematik des Buches heraus und dennoch schaffte es die Autorin immer wieder, mich mit Wendungen innerhalb des Plots zu verblüffen. Die Figuren wurden authentisch erarbeitet. Leider muss ich an dieser Stelle gestehen, dass mir keiner der Protagonisten sonderlich sympathisch war. Weder Simon noch Nathalie konnten etwaige Sympathien meinerseits erringen, hingegen war ich von der Figur der Ivana regelrecht entzückt, denn wenn sie auch am Anfang des Buches etwas passiv wirkt, so stellt sich doch schnell heraus, dass in ihr das Herz einer Löwin schlägt, die nicht gewillt ist, eines ihrer Kinder seinem Schicksal zu überlassen. In der Paarbeziehung Kiril / Ivana ist sie eindeutig die stärke, auch wenn es am Anfang nicht so erscheint. Den Schreibstil empfand ich als spannend zu lesen, sodass ich abschließend sagen kann, dass mir das Buch wundervolle Lesestunden bereitet hat und gerade die Grundthematik des Buches hat mich auch sehr angesprochen.

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