Charlotte Link Die Entscheidung

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Inhaltsangabe zu „Die Entscheidung“ von Charlotte Link

Was, wenn du im falschen Moment die falsche Entscheidung triffst?
Eigentlich will Simon mit seinen beiden Kindern in Südfrankreich ein ruhiges Weihnachtsfest feiern. Doch dann kommt alles ganz anders. Die Kinder sagen ihm kurzfristig ab, seine Freundin gibt ihm den Laufpass, und auf einem Strandspaziergang begegnet er einer verwahrlosten, verzweifelten Frau: Nathalie, eine junge Französin, die völlig verängstigt ist und sich von brutalen Verfolgern gejagt glaubt, tut ihm leid, und er bietet ihr seine Hilfe an. Nicht ahnend, dass er durch diese Entscheidung in eine mörderische Geschichte hineingezogen wird, deren Verwicklungen bis nach Bulgarien reichen. Zu Selina, einem jungen Mädchen, das ein besseres Leben suchte und in die Hände skrupelloser Verbrecher geriet ...

war gut zum lesen, und das Thema ist sehr aktuell , vor allem ein anderer Blickwinkel

— carlinda

Viele Handlungsstränge, alle spannend verpackt. Teilweise etwas langgezogene Passagen, daher fehlt der 5. Stern.

— Donnas

Ein absoluter Pageturner, habe das Buch innerhalb weniger Tage gelesen. Perfekt für den Urlaub!

— Franco1809

Schon nach den ersten Seiten konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen.

— Lischi

Spannend und vielschichtig

— kruemelmonster798

Super ausgearbeitete Charaktere, die Handlungsstränge ergänzen sich hervorragend, wie immer super geschrieben und spannend.

— birarnol

Man ist sofort drin, durchgehend spannend, das Ende war ein bisschen fix, als sollte das Buch schnell fertig werden, trotzdem top!

— Antje_Haase

Fehlende Auflösung, mangelnde Spannung, keine Höhepunkte! Sehr enttäuschend - und das sage ich, als großer Charlotte Link-Fan!

— pantaubooks

Wie gewohnt spannend, aber doch mit einigen Längen - Manche Protagonisten nerven mit der Zeit...

— tanteruebennase

Ein Buch mit einem interessanten Thema. Allerdings gab es einige Längen und die Charaktere konnten mich auch nicht überzeugen.

— JulieMalie

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    Die Entscheidung

    Franco1809

    04. February 2018 um 13:26

    Inhalt: Eigentlich will Simon mit seinen beiden Kindern in Südfrankreich ein ruhiges Weihnachtsfest feiern. Doch dann kommt alles ganz anders. Die Kinder sagen ihm kurzfristig ab, seine Freundin gibt ihm den Laufpass, und auf einem Strandspaziergang begegnet er einer verwahrlosten, verzweifelten Frau: Nathalie, eine junge Französin, die völlig verängstigt ist und sich von brutalen Verfolgern gejagt glaubt, tut ihm leid, und er bietet ihr seine Hilfe an. Nicht ahnend, dass er durch diese Entscheidung in eine mörderische Geschichte hineingezogen wird, deren Verwicklungen bis nach Bulgarien reichen. Zu Selina, einem jungen Mädchen, das ein besseres Leben suchte und in die Hände skrupelloser Verbrecher geriet ...Meine Meinung: Ein absoluter Pageturner, habe das Buch innerhalb weniger Tage gelesen. Perfekt für den Urlaub!

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  • Die Entscheidung... für ein durchgelesenes Wochenende

    Die Entscheidung

    kruemelmonster798

    14. January 2018 um 20:23

    Vorangestellt: Dies ist das erste Charlotte Link Buch, das ich gelesen habe, ich habe also keinen Vergleich zu ihren anderen Werken. Dieser Band hat mich von der ersten Seite an gefesselt, Charlotte Link greift hier viele Themen auf: Menschenhandel, Magersucht, die aktuelle Lage in Frankreich und den trostlosen Vororten von Paris, die Armut und Perspektivlosigkeit in Osteuropa, Trennungselend.Fast etwas viel, aber hier wurde ein packender Krimi daraus.Auch die Charaktere haben mich überzeugt: der angepasste Simon, der nach der Trennung von seiner Frau marionettengleich alles befolgt, was ihm auftragen wird, die unerschütterlich zu ihrer Liebe stehende Nathalie, die eine schreckliche Kindheit hinter sich hat und der Charmeure Jerome. Die weiteren Hauptpersonen lasse ich hier unerwähnt, um nichts von der Handlung vorwegzunehmen.Das Buch ist mit 575 Seiten keine Kurzlektüre, ich musste es dennoch an zwei Tagen durchlesen, weil es so spannend war. Lediglich zum Schluss hin war etwas "die Luft heraus".Und: ich fand das Buch ziemlich brutal, das hatte ich so (warum auch immer) nicht erwartet.Mein Fazit: Ich habe eine neue Autorin für mich entdeckt und  freue mich schon auf weitere Bücher der Autorin. Sehr spannend mit einer interessanten Story, fünf von fünf Sternen.

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  • Die Entscheidung

    Die Entscheidung

    Pixibuch

    11. January 2018 um 09:55

    Wieder ein total spannender Krimi von Charlotte Link. Fast 600 Seiten lang, da bleiben aber manchmal etwas langweiligere Stellen und Wiederholungen nicht aus, aber das tut der Spannung keinen Abbruch. Das Buch teilt sich in zwei Handlungsstränge auf. Da ist zum einen der etwas zu gutmütige Simon. Er ist geschieden und wollte mit seinen beiden Kindern Weihnachten im Ferienhaus seines Vaters in der Provence verbringen. Deswegen hatte er auch seiner Bekannten kurzfristig abgesagt. Aber die Kinder kommen nicht, sie bleiben bei seiner Ex und so ist er alleine, deprimiert und voller Selbstmitleid. Bei einem Strandspaziergang trifft er auf die verwahrloste, halbverhungerte Nathalie. Sie ist auf der Flucht und sucht ihren Verlobten, der sie mit einer SMS gewarnt hat, nicht mehr nachhause zu gehen. Simon nimmt das Mädchen mit und bringt sich damit in größte Lebensgefahr. Ab jetzt auch werden die Beiden verfolgt, die Wohnung wird verwüstet, sie verstecken sich und werden doch immer wieder fast gefunden. Eine schlimme Odysee beginnt und es wurden inzwischen schon drei Menschen ermordet, die mit Simon und Nathalie Kontakt hatten.Der nächste Handlungsstrangs spielt in Bulgarien. Hier werden den jungen Mädchen Versprechungen gemacht, dass sie in den Westen kommen sollen und dort eine Karriere als Filmschauspielerinnen oder Models machen können und sehr viel Geld verdienen. Auch die Eltern von Ninka haben ihre Eltern an solch eine Agentur verkauft, da sie in großen finanziellen Schwierigkeiten stecken. Aber dann haben sie erfahren, dass die Mädchen zur Prostitution gezwungen werden. Nun versuchen die Eltern, ihre Tochter zu finden und begeben sich ebenfalls in Gefahr. Ein wirklich sehr interessanter und gut geschriebener Krimi zum Thema Menschenhandel. Wir erfahren, wie geschickt und skrupellos mehrere Banden zusammenarbeiten, damit niemand hinter diese Machenschaften kommt. Besonder der gutmütige Simon kommt in die Mühlen diese Maschinerie, was ihm fast das Leben kostet. Natürlich wie immer hochbrisant wie alle Krimis von Charlotte Link.

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  • Für mich als Link-Fan eine Enttäuschung!

    Die Entscheidung

    pantaubooks

    23. November 2017 um 13:24

    Charlotte Link hat für  Die Entscheidung ein sehr interessantes Hauptthema gewählt: Menschenhandel. Um nicht zu viel vorwegzunehmen, werde ich euch nur kurz etwas über die zwei groben Handlungsstränge erzählen, die den Plot der Geschichte bilden und ich werde euch gleichzeitig die Figuren skizzieren (Achtung! Wer ab hier weiterliest, kann evtl. gespoilert werden!). Der Leser folgt in der Geschichte zum einen Simon, einem verweichlichten Ja-Sager, dessen Leben von der Familie seiner Exfrau bestimmt wird. Simon ist als Protagonist zunächst eine sehr interessante Figur, denn er vereint viele negativen Eigenschaften, die ihn zwar nicht als Helden auszeichnen, anhand derer aber schön eine Figurenentwicklung hätte konstruiert werden können. Ich verwende hier bewusst das Wörtchen hätte, denn gerade das passierte nicht, aber dazu später mehr. Simons Hang dafür, zur falschen Zeit am falschen Ort zu sein, gibt der Geschichte zu Beginn noch ziemlichen Aufschwung, denn seine Unwissenheit und seine mangelnde Standhaftigkeit werden ihm schnell zum Verhängnis. Aus dem Haus war kein Laut zu hören. Sie hatten immer noch nichts bemerkt.[…] Sie wagte einen Blick zurück: alles dunkel. (S.11) Ich muss aber leider sagen, dass die Glaubwürdigkeit von Simons Figur bereits nach den ersten dramatischen Ereignissen, nämlich dem Fund der Leiche, stark abnimmt. Der als penibel und charakterschwach eingeführte Protagonist, wird auf einmal zum Mitwisser, willigt für seine Verhältnisse viel zu schnell darin ein, die Polizei aus allem herauszuhalten, und agiert, für den Leser offensichtlich, fahrlässig und dumm, ganz entgegen seinem beschriebenen Naturell. Ich konnte Simon deshalb ziemlich schnell nicht mehr ernst nehmen, was schade war, weil Simon die Figur gewesen wäre, die mich hätte mitreißen können, wenn sie ihren Eigenschaften treu geblieben wäre. Eine Figurenentwicklung kann man das meiner Meinung nach auch nicht nennen, denn es handelt sich vielmehr um eine Unstimmigkeit in der Konstruktion der Figur. Vielleicht bin ich in diesem Punkt auch etwas zu hart, aber so habe ich es beim Lesen empfunden. Ein Schatten löste sich von der Schuppenwand. […] Die Gestalt bewegte sich vorwärts. Taumelnd, wie es den Anschein hatte. Zala drehte sich um, wollte zum Haus zurückstürtzen, die Tür hinter sich zuwerfen und verriegeln. (S.508) Der zweite Handlungsstrang der Geschichte führt den Leser zu einer bulgarischen Familie, die am Existenzminimum lebt und aus lauter Verzweiflung ihre älteste Tochter nach Westeuropa schickt, um dort ein besseres Leben zu beginnen. Dass sie damit einen fatalen Fehler begehen ist dem Leser sofort klar, denn die Tochter erwartet keine Modelkarriere, sondern Prostitution (was hier einfach auch schon zu früh eindeutig war!). Nachdem die Eltern der Tochter begriffen haben, in was sie da hineingeraten sind, zieht sich die Geschichte über mehrere Hundert Seiten in die Länge und beschreibt die scheinbar hoffnungslose Suche nach der Tochter. Nach über der Hälfte des Buches habe ich gedacht: Wenn jetzt nicht langsam etwas Spannendes passiert, dann bin ich wirklich verärgert! Und leider ist es genauso gekommen: In Erwartung, dass sich zumindest am Ende der altbekannte Nervenkitzel einstellt, wurde ich enttäuscht, denn der große Showdown blieb einfach völlig aus! Obwohl meine Zitate eine andere Sprache sprechen, konnte mich kaum eine Szene im Buch packen und auch das Ende der Geschichte hat mich leider überhaupt nicht überzeugt. Sehr früh war mir klar, wer der Täter sein muss und dennoch hat die Autorin es geschafft, mir selbst mit diesem Wissen das Ende zu versauen. Selbst zum Schluss kam absolut keine Spannung auf und einige Dinge blieben sogar unaufgeklärt, was ich bei dem vielversprechenden Plot einfach enttäuschend finde. Fazit & Bewertung  Fehlende Auflösung, mangelnde Spannung, keine Höhepunkte! Mehr brauche ich als Fazit zu diesem Buch nicht zu sagen. Dennoch bleibt meine Begeisterung für Charlotte Links frühere Krimis ungebrochen und ich werde auch ihre nächsten auf jeden Fall lesen, in der Hoffnung, dass sie um einiges besser werden als Die Entscheidung. Zwei von fünf Sternen gibt es für eine tolle Idee, die nur leider schlecht umgesetzt wurde.https://pantaubooks.wordpress.com/

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  • Eine nicht getroffene Entscheidung ist letztlich doch eine

    Die Entscheidung

    annasbookshelf

    12. November 2017 um 12:26

    Dieser neue Roman aus der Feder von Charlotte Link ist wieder ein echter Pageturner. Schon ab der ersten Seite ist man mitten im Geschehen und verfolgt die aktuelle Story aus der Sicht verschiedener Protagonisten. Voll Spannung liest man fast bis zur Mitte des Buches, bevor das eigentliche Thema des Buches das erste Mal genannt wird. Aber die Geschichte ist so interessant gestrickt, dass man eigentlich nach den ersten drei Sätzen weiß, worum es geht: um den grausamen Mädchenhandel zwischen Ost- und Westeuropa. Mit aktuellen Bezügen auf die jüngere Geschichte und die Terroranschläge des islamischen Staates hier in Europa macht uns die Autorin noch einmal ganz klar, dass die Geschichte in unserer Zeit und in unserem Land passiert. Spannend verstrickt Charlotte Link die Schicksale verschiedener Personen und lässt zu keiner Zeit Langeweile aufkommen. Besonders gut gefällt mir eigentlich der Buchtitel. Die Entscheidung. Jeder der Protagonisten hat eine Entscheidung zu fällen, die sein weiteres Leben bestimmen wird. Ja mehr noch, ist es vielleicht sogar ein Appell an den Leser, nicht tatenlos dem grausamen treiben dieser Welt zu zu schauen, sondern in seinem Umfeld Aufmerksamkeit und zu Zivilcourage gegenüber anderen zu zeigen.Mein Tipp: das Buch unbedingt lesen, weil es absolut brisant und aktuell ist und zudem eine spannende Geschichte bietet.

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  • "Was,wenn du im falschen Moment die falsche Entscheidung triffst?"

    Die Entscheidung

    Ayda

    29. October 2017 um 11:48

    Kurzer Inhalt:In dem aktuellen Kriminalroman von Charlotte Link gibt es, wie gewohnt von ihr, unterschiedliche Erzählstränge. Einerseits lernen wir Simon kennen, der eigentlich mit seinen zwei Kindern Weihnachten in Südfrankreich verbringen möchte,allerdings sagt ihm seine Ex-Frau kurzfristig ab. Er hat zwar eine neue Freundin aber die war aufgrund der Kinder nicht mit eingeplant und auch so läuft die Beziehung nicht gerade rosig, eine Trennung ist in Sicht. Frustriert über seine Lebenssitution schlendert er am Strand entlang und wird Zeuge einer Auseinanderesetzung zwischen einer Frau und zwei Männern, ohne zu ahnen,dass sein Leben sich dadurch verändern wird, ergreift er Zivilcourage und greift ein...Der andere Erzählstrang beschreibt die auswegslose Situation einer Familie in Bulgarien. Die Eltern Kiril und Ivana, sowie fünf Kinder, die nicht mehr wissen wie sie die nächsten Tage über die Runden kommen können und sie eines Tages einen großen Fehler begehen und ohne es zu merken, ihre älteste Tochter in die Hölle schicken...Meine Meinung:Ich hatte schon länger kein Buch mehr von der Autorin gelesen,die zu meinen Liebsten Autorinnen gehört,daher war ich sehr neugierg. Ich kam sehr gut in die Geschichte und das Buch hat sich super gelesen, es war durchweg ein Spannungbogen da. Die Themen, die in dem Buch behandelt werden sind allerdings nicht neu,dennoch wichtig genug,um diese immer wieder zu thematisieren. Es geht um Menschenhandel, Korruption und v.m. Die Protagonisten waren mir allerdings etwas zu entfernt, ich konnte keine großen Sympathien oder Besonderheiten aufbauen. Es gab auch einige Wendungen in der Handlung,die ich gut fand. Ich bedanke mich ganz herzlich bei Charlotte Link und dem Blanvaleverlag für das Buch. Ich habe das Buch sehr gern gelesen und vergebe 4 Sterne !!!Autorin: Charlotte Link, geboren in Frankfurt/Main, ist die erfolgreichste deutsche Autorin der Gegenwart. Ihre Kriminalromane sind internationale Bestseller, auch Die Betrogene und zuletzt Die Entscheidung eroberten wieder auf Anhieb die SPIEGEL-Bestsellerliste. Allein in Deutschland wurden bislang über 26 Millionen Bücher von Charlotte Link verkauft; ihre Romane sind in zahlreiche Sprachen übersetzt. Charlotte Link lebt mit ihrer Familie in der Nähe von Frankfurt/Main. (Quelle: www.randomhouse.de)

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  • Die unsichtbare Kriminalität

    Die Entscheidung

    JulieMalie

    26. October 2017 um 13:38

    Simon möchte nichts weiter als gemeinsam mit seinen beiden Kindern ein entspanntes Weihnachtsfest im Ferienhaus seines Vaters in Frankreich zu verbringen. Doch aus der gemütlichen Familienfeier wird nix. Seine Kinder begleiten ihn doch nicht nach Frankreich. Stattdessen trifft er durch einen Zufall auf Nathalie. Doch schon bald merkt er, dass mit der jungen Frau etwas nicht stimmt. Sie wird von Unbekannten verfolgt, regelrecht gejagt. Und Simon steht nun auch im Visier der Verfolger...Der neueste Krimi von Charlotte Link hat mir gut gefallen. Das Thema des Menschenhandels, das das Buch aufgreift, ist interessant und schockierend zugleich beschrieben. Besonders gut hat mir dabei gefallen, dass Link ihr Buch zunächst in viele verschiedene Einzelgeschichten unterteilt, die man als Leser zunächst nicht verbinden kann. Allerdings tragen sie am Ende alle zur Auflösung des Buches bei. So hat man quasi nicht nur eine Geschichte, sondern viele verschiedene gelesen, was das Buch sehr interessant gemacht hat. Leider hatte ich aber doch ab und zu das Gefühl, dass Link sich in den einzelnen Geschichten verliert. So will sie zum Beispiel die Kindheit Nathalies beschreiben, um der Figur ein Profil zu verschaffen, allerdings kommt es dabei zu oft unrelevanten und überflüssigen Passagen, auf die man meiner Meinung nach hätte verzichten können. Dadurch wäre der Krimi insgesamt kurzlebiger und auch ereignisreicher geworden. So plätschert die Handlung an einigen Stellen nur vor sich hin. Was die Figuren betrifft, fand ich die klare Abgrenzung der Charaktere gut. Die Personen waren klar voneinander differenziert, sodass es zu keinen Verwechslungen oder Verwirrungen auf meiner Seite kam, obwohl durch die Einzelgeschichten dafür einige Möglichkeiten vorhanden gewesen wären. Leider bin ich aber weder mit Simon noch mit Nathalie oder einer der Nebenfiguren richtig warm geworden. Oftmals konnte ich deren Handeln auch nicht ganz nachvollziehen. Fazit: Ein spannender, umfangreicher Kriminalroman, der auf ein aktuelles und brisantes Thema aufmerksam macht. Für mich wäre die Geschichte allerdings auch mit weniger Seiten erzählbar gewesen.

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  • Die Entscheidung. Charlotte Link

    Die Entscheidung

    miissbuch

    11. August 2017 um 16:32

    Infos zum Buch Titel: Die Entscheidung Autor: Charlotte Link Seiten: 575 Verlag: blanvalet Handlungsort: Goussainville, Le Lecques, Le Tholonet, Hyères Lyon, La Cadière, Metz, Toulon, Verdun Frankreich; Hamburg, Deutschland; Süddobruschda, Mirkovo, Sofia, Bulgarien Erstveröffentlichung: 05. September 2016 Infos zum Autor „Charlotte Link, geboren in Frankfurt/Main, ist die erfolgreichste deutsche Autorin der Gegenwart. Ihre Kriminalromane sind internationale Bestseller, auch Die Betrogene und zuletzt Die Entscheidung eroberten wieder auf Anhieb die SPIEGEL-Bestsellerliste. Allein in Deutschland wurden bislang über 26 Millionen Bücher von Charlotte Link verkauft; ihre Romane sind in zahlreiche Sprachen übersetzt. Charlotte Link lebt mit ihrer Familie in der Nähe von Frankfurt/Main.“ (Quelle) Aussehen Das Cover des Buches wirkt im Großen und Ganzen düster und traurig. Der dunkle Himmel ist ein starker Kontrast zu dem hellen Strand, während das Meer eine Verbindung zwischen hell und dunkel herstellt. Im Fokus des Covers steht der Strand, erst auf den zweiten Blick sieht man die Treppe, die zum Strand herunterführt und die Person die am Strand steht. Auf Grund der langen Haare schließe ich, dass es sich bei der Person um eine Frau handelt. Das rote Tuch, Schal oder Decke, sticht aus dem Cover ebenfalls hervor. Das Cover passt zum Inhalt des Buches, denn am Strand beginnt die eigentliche Geschichte, was der rote Stoff dort allerdings mit zu tun habe, ist mir nicht bekannt. Inhalt des BuchesSimon ist von seiner Frau getrennt und wollte die Weihnachtsferien gemeinsam mit seinen Kindern in Frankreich, im Ferienhaus seines Vaters, verbingen. In Frankreich begegnet Simon einer jungen Frau, die in großer Not zu seien scheint. Nathalie ist völlig abgemagert und sehr ängstlich. Da Simon ein herzensguter Mensch ist, nimmt er Nathalie mit in das Ferienhaus und gibt ihr für eine Nacht eine Schlafmöglichkeit. Als er am Strand diese Entscheidung trifft, ahnt Simon noch nicht, dass er damit nicht nur sein Leben auf’s Spiel. Denn Nathalie ist auf der Flucht, doch sie hat keine Ahnung vor wem. Zwei Mädchen aus Bulgarien haben einen großen Traum, berühmt sein und als Model durchstartet. Denn mit Hilfe dieser Jobs können sie ihre Familien in Bulgarien finanziell unterstützen, doch nicht alles ist so perfekt, wie die beiden Mädchen sich das wünschen. Meine Meinung Dieses Buch umfasst mehrere Handlungsstränge, die zum Teil durch verschiedene Schriftarten, zum anderen durch einzelne Kapitel getrennt sind. Zunächst ist nicht deutlich, wie die Geschichten miteinander in Verbindung zu bringen sind, doch hatte ich schon früh eine Vermutung, wie die unterschiedlichen Geschichten zusammenhängen. Im Großen und Ganzen war diese Vermutung auch richtig, allerdings wurde die Lösung nicht auf dem Silbertablett serviert. Die Geschichte zog sich zeitweise ziemlich, an anderen Stellen war die Handlung wirklich sehr spannend. Nicht immer wusste ich, wer nun die Wahrheit sagt und wer in dem großen Komplott verwickelt es. Was mich etwas gestört hat, war die oberflächliche Handlung. Die Stellen, die Spannung boten, war eher detaillos beschrieben, sodass man sehr viel Fantasie aufbringen musste, um Spannung zu erzeugen. Das machte das Lesen etwas anstrengend und stockend. Des Weiteren fand ich die Geschichte doch relativ vorhersehbar. Denn dass die einzelnen Handlungen zusammenhängen, war ja schon von Beginn an klar, allerdings hatte ich gehofft, dass ich mit meiner Vermutung falsch liege, damit ich mit einem anderen Ende überrascht worden wäre.  roßem Abstand eines der schlechtesten, die ich je gelesen habe. Der Klappentext klingt sehr spannend und auch der Einstieg ins Buch ist einfach. Sowohl die Charaktere sind authentisch gestaltet und die Handlungsorte sehr realistisch beschrieben. Es gab viele Details und dies ist vielleicht auch ein Problem. Denn bereits nach weniger als 100 Seiten war mir klar, wie die Geschichte enden wird. Ich habe dieses Buch nur aus einem einzigen Grund zuende gelesen, ich hatte auf eine Wendung gehofft. Leider kam diese nicht und so zog sich das Buch sehr in die Länge. Ich fand die Handlung ein wenig unrealistisch und auch etwas utopisch. Dafür, dass das Buch nur 336 Seiten hat, hat es sich trotzdem sehr in die Länge gezogen. Fazit Insgesamt war das Buch doch eher von Längen, als von Spannung geprägt. Das Buch ist ein nettes Buch, wenn man sich vielleicht an das Genre wagen möchte und noch keine Ahnung hat, ob dieses Genre zu einem passt. Für richtige Thrillerfreunde ist dieses Buch dann doch etwas Langweilig gewesen. Sodass ich nur 3 Sterne vergeben kann.

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  • Ein Stein bringt alles ins Rollen...

    Die Entscheidung

    Kirschbluetensommer

    21. July 2017 um 13:50

    Es hätte ein schönes Weihnachten mit seinen Kindern sein können. Doch alles ändert sich als Simons Kinder doch nicht mit ihm nach Südfrankreich fahren und er alleine Weihnachten im Ausland feiern muss. Da trifft er auf die völlig verwahrloste und verängstigte Nathalie und da sie ihm Leid tut, bietet er ihr seine Hilfe und Unterstützung an. Infolgedessen gerät er immer tiefer in einen Strudel der Gewalt...Charlotte Link hat auch mit diesem Buch einen wahren Pageturner geschaffen. Ich konnte es nicht aus der Hand legen, so sehr hat mich ihr Roman von der ersten bis zur letzten Sekunde gefesselt. Fasziniert hat mich die Undurchschaubarkeit mancher Charaktere. Bei Nathalie wusste ich bis zum Schluss nicht woran ich wirklich war, gleichzeitig tat sie mir aufgrund ihrer Vergangenheit unheimlich leid.Interessant fand ich auch die zwei völlig verschiedenen Plots - einmal um Simon und Nathalie und dann um Selina. Auch das Geheimnis um Jérôme und wie ihr in der ganze Geschichte drin hängt, ist eine Frage, die um umgetrieben hat und die das Buch spannend machte.Was mir allerdings fehlte waren die genialen und überraschenden Wendungen aus Links letztem Krimi "Die Betrogene". Manches war mir hier doch zu vorhersehbar und manche Wendung zu wenig überraschend. Da kenne ich genialere Wendungen aus ihren anderen Büchern. Auch das Ende war mir etwas zu düster. Natürlich kann man bei diesem ernsten Thema (Menschenhandel/Zwangsprostitution) nicht erwarten, dass sich alles in Wohlgefallen auflöst, nichtsdestotrotz hätte ich mir dennoch insbesondere für einen der Hauptprotagonisten ein anderes Ende gewünscht.Ansonsten war das Buch super spannend geschrieben und die Idee dahinter ist einfach genial. Daher vergebe ich dem Buch vier Sterne.

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  • Ein absoluter Pageturner

    Die Entscheidung

    Bookpoint

    07. June 2017 um 12:52

    Wer die Bücher von Charlotte Link mag, der wird auch dieses Buch nicht aus der Hand legen können. Da ich ein großer Fan der deutschen Autorin bin, landete auch dieses Buch wieder sofort auf meinen Wunschzettel. Ich bin der Meinung, dass Charlotte Link eine der besten deutschen Kriminalbuchautorinnen ist. Ihr unverwechselbarer Schreibstil hebt sich von dem der anderen Autoren ab und so schafft sie es, den Leser immer wieder zu überraschen. Nicht nur ihre Kriminalromane, sondern auch ihre Familiengeschichten gehören einfach in jedes Bücherregal. Ein bisschen verwundert war ich allerdings schon, denn anders als in den vorherigen Romanen ist nicht England, sondern Frankreich der Schauplatz des Verbrechens. Zudem greift Link in ihrem neuen Roman ein ganz aktuelles Thema auf und befasst sich mit dem Menschenhandel von Ost- nach Westeuropa. Das komplexe Thema der Zwangsprostitution von Jugendlichen aus dem Osten wird dabei eigentlich nur kurz angerissen. Vielmehr geht es um die Handlanger und die ganze Organisation dahinter. Besonders gut hat mir der aktuelle Bezug gefallen, den Link immer wieder in ihrem Roman einfließen lässt, denn so kommt sie auch immer wieder auf die Terroranschläge in Frankreich zu sprechen. Wie immer in Links Romanen wird der Leser in der Irre geführt, in dem die Autorin mehrere Erzählperspektiven und Handlungsstränge in den Roman einbaut. Von Frankreich nach Bulgarien, der Leser bekommt nur häppchenweise Informationen und tappt quasi bis zum Ende im Dunkeln. Die vielen Handlungsstränge und die sich häufig wechselnde Perspektive gefallen mir an den Romanen von Charlotte Link immer am besten. Und aus diesem Grund erweist sich auch dieser Roman wieder mal als absoluter Schmöker. Die unheimliche Atmosphäre, die schon im Prolog beginnt, zieht sich durch den ganzen Roman. Charlotte Link lässt die Handlungsstränge am Ende wieder gekonnt ineinanderfließen und entscheidet sich für ein offenes Ende. Schade fand ich, dass sich am Ende alles ziemlich schnell aufgelöst. Ich hatte leider das Gefühl, dass eine Geschichte, die sehr ausführlich aufgebaut worden ist, am Ende sehr schnell aufgelöst wurde. Ansonsten kann ich allerdings nichts Negatives festhalten und bin der Meinung, dass Charlotte Link wieder einen guten Spannungsroman um ein sehr aktuelles Thema konstruiert hat.

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  • Charlotte Links neuestes Werk

    Die Entscheidung

    CarinchenSandra

    05. May 2017 um 21:49

    Die Autorin übertrifft sich jedes Mal wieder aufs Neue, indem sie den Leser langsam in eine verstrickte Handlung einführt, mit der sie ihn bis zum Schluss fesseln kann.In "Die Entscheidung" werden verschiedene Themen deutlich zur Geltung gebracht. Es geht um Simon, einen geschiedenen Mann, der sich zu viel sagen lässt und nicht "Nein" sagen kann. Er trifft gleich zu Anfang des Buches auf Nathalie, eine junge Frau mit einer Essstörung und scheinbar unbekannten Verfolgern am Hals. Das ganze Buch beherbergt ein sehr düsteres Thema: Menschenhandel und Prostitution.Ich finde es bemerkenswert, dass Charlotte Link in ihrem Werk darauf aufmerksam macht. Gerade in tiefer Armut lebende Familien sind leichte Opfer für das grausame Treiben, in dem Menschen wie ein Stück lebloses Fleisch behandelt werden. Die Verzweiflung der Charaktere über ihre Hilflosigkeit, in die sie durch ihre von Hoffnung angetriebene Leichtgläubigkeit geraten sind, gingen mir beim Lesen sehr nahe. Man fühlt, fiebert, leidet und hofft mit, dass am Ende das Gute siegt.Ich habe das Buch verschlungen. Und das tue ich wirklich selten. Hut ab vor der Autorin, die sich der Herausforderung stellt, auf die tiefsten Abgründe der heutigen Zeit hinzudeuten. Auch wunderbar: Man wird immer wieder aufs Neue überrascht.

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  • Gute Entscheidung, dieses Buch zu lesen

    Die Entscheidung

    Krimisofa_com

    31. March 2017 um 00:09

    Wie ist es, ohne Vater und quasi ohne Mutter aufzuwachsen? Wie ist es, sich in der Schule ständig zu verstellen, weil man sich für seine Mutter, die ganzen Tag nur besoffen herumliegt, schämt? Wie ist es, wenn man nach und nach immer weniger Freunde hat, weil man niemanden mehr mit Heim nehmen kann? Charlotte Link erzählt es uns – und noch viel mehr.Eigentlich dreht sich in "Die Entscheidung" alles um Nathalie, aber Simon ist mindestens genauso wichtig für die Geschichte. Ihn erleben wir aus der dritten Person, und aus seiner Sicht erleben wir Nathalie. Aber dann gibt es noch Nathalie aus der ersten Person, in dem Strang rekonstruiert sie ihre Lebensgeschichte wie in einem Tagebuch. Nathalie ist der interessanteste Charakter in der Geschichte, weil er so gut gezeichnet ist, dass man als Leser mit ihm mitlebt, sich in ihn hineinversetzt – und der einem irgendwann auch so auf die Nerven gehen kann, dass man irgendwann nur mehr resigniert den Kopf schüttelt. Nathalie ist alles, nur sicher kein einfacher Charakter. Bei Simon ist es ähnlich, nur ist er nicht ganz so facettenreich. Er ist ein herzensguter Mensch, der es jedem Recht machen will und dabei ganz auf sich selbst vergisst. Dadurch gerät er mit Nathalie in einen Strudel voller Angst und Verzweiflung.Und dann gibt es noch die Geschichte rund um eine bulgarische Familie, die nicht mehr ein und aus weiß. Der Vater Kiril findet keine Arbeit und sitzt mit seiner Frau Ivana und fünf Kindern daheim, wo sie kurz vor dem Rausschmiss stehen, weil sie die Miete nicht bezahlen können. Plötzlich kommt eine Frau und bietet ihnen Geld für ihre Tochter, die eine große Karriere als Modell machen kann – ich denke, wir alle wissen, wo das hinführt."Die Entscheidung" spielt kurz nach dem Terroranschlag 2015 in Frankreich, der Terroranschlag spielt zwar keine wesentliche Rolle, wird aber immer wieder erwähnt. Man erkennt von Anfang an, wo Charlotte Link mit der Geschichte hin will und ist auch sofort gepackt und bereit, sich mitreißen zu lassen, es herrscht von Anfang an eine unfassbare Spannung. Normalerweise lässt sich Link mit dem Aufbau der Geschichte etwas Zeit, nicht jedoch hier. Dabei thematisiert sie ein wichtiges und brisantes Thema, dem vonseiten der Medien, aber vielleicht auch von uns selbst, viel zu wenig Beachtung geschenkt wird, weil es einerseits ein gesellschaftlich nicht anerkanntes ist und andererseits „uns“ eh nicht betrifft.Negativ ist leider der Bulgarien-Strang, der von Anfang an vorhersehbar und ziemlich farblos ist, sowohl von den Figuren, die irgendwie alle gleich und weder Ecken noch Kanten haben, als auch von der Handlung her. Die Geschichte in Bulgarien ist top, aber wie sie gespielt wird ist eher flop. Auch mit dem Twist vor dem Showdown tut sich Link meiner Meinung keinen Gefallen – der macht die ohnehin komplexe Geschichte nur noch unnötig komplexer.Fazit: "Die Entscheidung" ist ein rundum spannendes und packendes Buch, das all meine Erwartungen übertroffen hat, mit einer brisanten Thematik aufwartet und zum Teil verdammt gut gezeichnete Charaktere bereithält.

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  • Teilweise zu sehr in die Länge gezogen

    Die Entscheidung

    Zeilentraumfaenger

    20. March 2017 um 15:28

    'Die Entscheidung ist nichts für zwischendurch. Fast 600 Seiten, die sich zwischendurch zu sehr ziehen und häufig im Kreis drehen. Zwischendurch hatte ich oft nicht die Motivation, um weiter zu lesen, war am Ende aber doch froh, dass ich es getan habe.Schon am Anfang hatte ich kleine Schwierigkeiten, in die Geschichte zu finden. Auf den ersten 50 Seiten werden einem so viele verschiedene Menschen und auf den ersten Blick unterschiedliche Geschichten vorgesetzt, das ich zwischendurch total verwirrt war. Nicht nur einmal musste ich zurück blättern, weil ich einen Namen vergessen hatte.Die verschiedenen Charaktere waren dafür aber sehr gut ausgearbeitet und realistisch. Wenige waren wirklich sympathisch, aber alle hatten ihre Daseinsberechtigung.Irgendwann wurden dann die Zusammenhänge zwischen den einzelnen Geschichten ersichtlich und dann wurde es richtig spannend. Die vielen Cliffhanger am Ende von fast jedem Kapitel hätten dabei gar nicht unbedingt sein müssen. Nach einer Zeit haben sie mich sogar ein bisschen gestört, weil dadurch alles ein bisschen zu gezwungen gewirkt hat.Immer wenn ich dachte 'Gut, das reicht jetzt aber' kamen plötzlich wieder neue Charaktere in die Geschichte und das rätseln ging erneut los. Am Ende haben sich viele kleinen Geschichten zu einem ganz großen Drama gefügt und das hat mir sehr gut gefallen.Bisher habe ich wenige Bücher gelesen, die das Thema Menschenhandel aufgreifen, weswegen ich da nicht wirklich einen Vergleich ziehen kann. Aber Charlotte Link ist es gelungen, mich glaubhaft mit in diese Welt zu nehmen und mich nicht nur einmal sprachlos zurück zu lassen.Was mich dennoch ein bisschen gestört hat, war tatsächlich der Schreibstil. Zwischendurch hat sich alles mehrfach wiederholt und Gedanken wurden nicht nur einmal gedacht, sondern immer wieder, in genau gleicher Form. Außerdem hab ich mich oft dabei erwischt, wie ich teilweise ganze Absätze nur überflogen habe und dachte 'Komm endlich auf den Punkt'Für das Buch sollte man einiges an Durchhaltevermögen mitbringen. Aber wenn man nicht aufgibt und sich an das ewige Drumherum gewöhnt, wird man mit einem fantastischen Ende belohnt. (SPOILERWARNUNG)Wie schon erwähnt konnten mich die Charaktere nicht wirklich begeistern und dadurch hat mir ein bisschen was gefehlt. Natalie war für mich einfach nur undurchschaubar und auch, wenn ich zwischendurch kurz Mitleid empfand, war ich grundsätzlich nur genervt von ihr. Simon hat es mir dann ein bisschen leichter gemacht, indem er ihr nicht direkt blind vertraut hat und dann irgendwann die Polizei gerufen hat. Trotzdem fand ich ihn eher komisch.Das Ende hat mich total gefesselt. Die letzten 50 Seiten waren so spannend, dass ich beinahe vergessen hätte zu atmen. Zwischendurch kam ich mir ein bisschen dumm vor, weil einige Dinge aufgedeckt wurden, auf die ich nie gekommen bin, die im Nachhinein aber so logisch erschienen.Als ich das Buch dann endlich zuschlagen konnte, war ich erleichtert und traurig gleichzeig. Ich hatte viel mehr erwartet und mir blieben zu viele Frage offen. Wenn schon ewig auf gewisse Dinge hingearbeitet wird und am Ende lang und breit aufgeklärt wird, dann möchte ich auch alles wissen, wie zum Beispiel, was jetzt mit Ninka ist.

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  • verwirrend, aber sehr gut...

    Die Entscheidung

    juli.buecher

    21. February 2017 um 17:19

    Eine falsche Entscheidung die dein ganzes Leben durcheinander bringt & dich in Lebensgefahr. Aber letztendlich war die Entscheidung doch die Richtige. Inhalt/Klappentext: Eigentlich will Simon mit seinen beiden Kindern in Südfrankreich ein ruhiges Weihnachtsfest feiern. Doch dann kommt alles ganz anders. Die Kinder sagen ihm kurzfristig ab, seine Freundin gibt ihm den Laufpass, und auf einem Standspaziergang begegnet er einer verwahrloste, verzweifelten Frau: Nathalie, eine junge Französin, die völlig verängstigt ist und sich von brutalen Verfolgern gejagt glaubt, tut ihm leid, und er bietet ihr seine Hilfe an. Nicht ahnend, dass er durch diese Entscheidung in eine mörderische Geschichte hineingezogen wird, deren Verwicklungen bis nach Bulgarien reichen. Zu Selina, einem jungen Mädchen, das ein besseres Leben sucht und in die Hände skrupelloser Verbrecher geriet. Selinas dramatische Flucht löst eine Kette von sich überschlagenden Ereignissen aus, die für Simon und Nathalie zur tödlichen Gefahr werden. Meine Meinung: Die Geschichte ist besonders am Anfang extrem verwirrend. Man liest unterschiedliche Storys und Sichtweisen, die erstmal nicht zusammenpassen.  Direkt am Anfang beginnt das Buch mit viel Spannung. Ein Mädchen flüchtet aus einem Haus. Man erfährt sich vor was sie flieht, aber es scheint ihr viel Angst zu machen. Man lernt Simon kennen, der alleine in Südfrankreich im Haus seines Vaters sitzt. Außerdem Nathalie, welche ein junges Mädchen ist, das bei ihrer alkoholkranken Mutter lebt und sich zunehmend um sich selbst kümmern muss. In Bulgarien hingegen leiden Kiril und seine Familie unter akutem Geldmangel & versuchen zumin. ihrer ältesten Tochter ein besseres Leben zu schaffen. Leider mit schlimmen Folgen. Nur langsam setzen sich die Einzelteile zusammen und die unterschiedlichen Geschichten gehen in einander über. Respekt, dass die Autorin den Überblick behalten hat.  Ich fand es zu keiner Zeit nervig oder anstrengend. Ich war zwar dauerhaft verwirrt beim Lesen, wollte aber immer wissen wie es weitergeht. Ich war also von Anfang bis Ende gefesselt von der Story und der Spannung. Das Buch ist nicht blutig oder grausam geschrieben. Auf jeder Seite ist es realistisch und gut vorstellbar. Die Aufklärung am Ende fand ich auch toll. Oft wird nicht hinreichend aufgeklärt. Doch hier ist genau das Gegenteil der Fall. Alles was mich am Anfang verwirrt hat, hat sich spätestens am Ende aufgelöst. Für Simon hatte "Die Entscheidung" aufjedenfall am Ende etwas positives. Die Charaktere sind sehr toll beschrieben. Vor allem Nathalie, die man an Leser schon als Kind kennen lernt & ihre Kindheit und Jugend miterlebt. Manchmal hätte ich sie am liebsten angeschrien oder geschüttelt. Sie ist sehr authentisch beschrieben.  Der Schreibstil ist wieder gewohnt leicht und locker, aber trotzdem fesselnd. Fazit: Für mich ein gelungenes Buch. Kann keine großen Unterschiede zu vorherigen Büchern der Autorin feststellen. Die Story ist zwar sehr durcheinander, aber meiner Meinung nach toll gemacht. Dinge die Anfang passieren, haben am Ende eine wichtige Bedeutung.  Von mir, entgegen vieler anderer, eine klare Leseempfehlung.

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  • Spannend und sehr aktuell

    Die Entscheidung

    vielleser18

    03. February 2017 um 06:40

    Weihnachten 2015. Der 40jährige  Hamburger Simon macht Weihnachtsferien in dem Ferienhaus seines Vaters in der französichen Provence. Allein. Seine Kinder aus der geschiedenen Ehe wollten kurz vor der Reise doch nicht mit und seine neue Freundin wollte er anfangs wegen der Kinder nicht dabei haben. Nun will sie nicht mehr.  Simon ist einer, der sich mit Entscheidungen und Richtungswechseln in seinem Leben nicht leicht tut, im Gegenteil, er lässt sich gerne von allen ausnutzen und beeinflussen. Ihm fehlt die Energie, das Durchsetzungsvermögen, der Antrieb und vor allem ein eigener Wille. In dem einsamen Haus fällt im allerdings auch bald die Decke auf den Kopf und so kommt es, dass er an einem regnerischen Tag mal wieder die falsche Entscheidung trifft, als er endlich mal Mut zeigt um einzuschreiten und aktiv was zu unternehen. Er trifft auf die 20jährige Nathalie, die in Bedrängnis ist und statt ihr vielleicht nur mit Geld auszuhelfen, nimmt er sie sogar mit in sein Haus. Ein großer Fehler mit weitreichenden Folgen. Charlotte Link gehört zu meinen Lieblingsautoren. Diesmal ist der Roman spannend, allerdings gehört er vielleicht nicht ganz zu den Pageturnern, die ich sonst von ihr gewohnt bin. Anderseits punktet er durch große Charakterstudien bei mir, denn sie hat die Protagonisten sehr gut aufgebaut. So gibt es auch mehrere verflochtene Erzählstränge. Einmal der aktive, sehr spannende Teil um Simon. Dann der Teil um Nathalie, ihre Kindheit und Jugendzeit und wie es dazu kam, dass sie die Freundin von Jerome wurde (der auch noch eine große Rolle hier spielen wird). Dieser Teil war zwar nicht so spannend und m.E. etwas zu breit ausgelegt, aber dennoch interessant. Die Geschichte einer Magersüchtigen mit ihren Abhängigkeiten und Problemen. Ein weiterer Strang führt uns nach Bulgarien. Zu den Angehörigen eines vermissten Mädchens. Durch diesen Erzählstrang wird bald klar, um was es sich im Kern bei der dieser Geschichte handelt. Aber auch hier enthüllt sich erst alles nach und nach. Dieser Teil war interssant und auch spannend, man fiebert bei der Suche mit und leidet als Mutter mit der Familie. Ein weiterer (kleiner) Erzählstrang bietet einen (kleinen) Blick hinter die Kulissen einer Polizeikommmissarin in leitender Position. Viele Stränge, ein Buch, bei dem man sich erst etwas einlesen muss, der aber dann rasant durchstartet und immer wieder sehr spannend wird. Viele Momente, bei den man mit den Protagonisten zittert und die Toten bedauert. Vor allem ist es ein aktuelles Thema in der jetztigen Zeit.  Es gibt viele Menschen wie Simon, die sich treiben lassen, weder im Leben noch in der Beziehung aktiv genug sind oder anscheinend immer die falschen Entscheidungen treffen. Auch die Magersucht, der Menschenhandel und manch weitere Begebenheit in diesem Roman sind aktuelle Themen. Meines Erachtens hat Charlotte Link diese Komponenten spannend verflochten und eine tolle Story daraus gemacht, die mich gefesselt hat. Einzig Nathalies Geschichte war mir zu detailliert, daher ein halber Punkt abzug, Nur ein halber, denn auch ihre Geschichte gehört zum Gesamtkonzept dazu und hat ihre Art, ihre Beweggründe erklärt. Wieder einmal hat mich Charlotte Link mit ihrem abwechslungsreichen, flüssigen und sehr interessanten, fesselnden Schreibstil überzeugen können. Dialoge und Aktionen konnte sie wieder sehr lebendig beschreiben. Fazit:Ein aktuelles und brisantes Thema, spannend und lebendig erzählt.4,5 Sterne - aufgerundet hier auf 5 Sterne.

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