Charlotte Link Sechs Jahre

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Inhaltsangabe zu „Sechs Jahre“ von Charlotte Link

Das persönlichste Buch von Bestsellerautorin Charlotte Link Auf eindringliche Weise berichtet Bestsellerautorin Charlotte Link von der Krankheit und dem Sterben ihrer Schwester Franziska. Es ist nicht nur das persönlichste Werk der Schriftstellerin, sondern auch die berührende Schilderung der jahrelang ständig präsenten Angst, einen über alles geliebten Menschen verlieren zu müssen. Charlotte Link beschreibt den Klinikalltag in Deutschland, das Zusammentreffen mit großartigen, engagierten Ärzten, aber auch mit solchen, deren Verhalten schaudern lässt und Angst macht. Und sie plädiert dafür, die Hoffnung nie aufzugeben – denn nur sie verleiht die Kraft zu kämpfen.

Grossartiges, bewegendes und emotionales Buch. Danke Frau Link, dass Sie Ihre Gefühle mit uns teilen.

— iareyesp
iareyesp

Ein sehr bewegendes Buch mit Tiefgang.

— Janina84
Janina84

eine hochdramatische und leider wahre Geschichte über die Liebe und das Sterben

— Petra54
Petra54

Eine ganz andere Charlotte Link, sehr persönlich. Man verliert ein weing das Vertrauen in die Medizin.

— Lujoma
Lujoma

Ist zwar schon eine Weile her, aber dieses Buch ist mir in Erinnerung geblieben. Es bringt einen Frau Link menschlich näher.

— KarinG71
KarinG71

Sehr einfühlsam und berührend auch für alle, die mit Krebs im Umfeld noch keine Erfahrung machen mussten!

— Bluely
Bluely

Eine erschütternd ehrliche Geschichte

— Ramona91
Ramona91

Sehr emotionales Buch...

— Daniel_Allertseder
Daniel_Allertseder

Emotional, erschreckend und doch voller Hoffnung.

— biblio_phil
biblio_phil

Ein Buch welches eine sehr Nahe geht!

— vicky_1990
vicky_1990

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  • eine hochdramatische und leider wahre Geschichte über die Liebe und das Sterben

    Sechs Jahre
    Petra54

    Petra54

    25. March 2017 um 12:40

    Ich kaufte mir das Buch, weil mir die Autorin empfohlen wurde. Allerdings fand ich unter ihrem Namen nur Krimis, die ich grundsätzlich nicht lese. Doch dann entdeckte ich ihren Tatsachenbericht „Sechs Jahre“, in dem sie den Abschied von ihrer Schwester beschreibt. Anfangs war ich wütend, als die Autorin sich weigert, ihrer totkranken Schwester die Beruhigungs-Tabletten zu bringen und sie zudem auffordert, unbedingt am Leben zu bleiben. Die Fachärzte gingen von 5% Überlebenschance aus – trotzdem willigte die Krebskranke in Chemo, Bestrahlung und Operation ein. Dabei gewinnt man keine Lebenszeit, sondern verliert Lebensqualität. Ich las trotzdem weiter, da diese Geschichte in keinem Moment sensationslüstern erzählt wird, sondern mit sehr viel Liebe, Einfühlungsvermögen, extremer Verzweiflung und noch einmal sehr viel Liebe. Es hat mich sehr berührt, wie sich die Eltern und die Autorin um die Kranke kümmerten – teilweise rund um die Uhr. Der Ehemann dagegen konnte „wegen seiner Arbeit“ nur selten an der Seite seiner Frau sein. Die grauenhaften Erfahrungen, die die Familie in verschiedenen Krankenhäusern machen mussten, sind mir sehr nahe gegangen – es gab gleichgültiges Personal und unsensible Ärzte. Nichts davon ist für einen hilflosen Kranken und seine verzweifelte Familie auch nur annähernd erträglich oder zumutbar. Erleichtert war ich, als ich von der letzten Klinik in Bad Homburg und natürlich auch vom einfühlsamen Homöopath in Frankfurt las. Ich litt mit der Familie und war trotz allem am Schluss ganz ruhig, als dieses langsame und qualvolle Sterben ein Ende fand. Über solch eine extrem schwierige Zeit zu schreiben, die völlig hilflose Situation der Familie so eindringlich zu schildern, erfordert mit Sicherheit eiserne Disziplin und hohe Konzentration. Frau Link stand unter permanentem Schock und suchte ununterbrochen verzweifelt nach einem Ausweg, einer möglichen Hilfe und war trotzdem in der Lage, den Leser an ihrem persönlichen unfassbaren Leid teilnehmen zu lassen. Ich hoffe, dass sie mit der Zeit irgendeinen Trost findet, der ihr über den tragischen Verlust ihrer so überaus geliebten Schwester hinweg hilft. Um dieses Buch zu lesen, braucht man sicher mehr gute Nerven als für einen gewöhnlichen Krimi.

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  • Charlotte Link von einer anderen Seite ...

    Sechs Jahre
    Bommerlinda

    Bommerlinda

    25. October 2016 um 20:34

    Einige werden sich sicherlich fragen, warum ich freiwillig Bücher über schwere Erkrankungen, das Sterben und den nahenden Tod lese. Die Antwort ist ganz einfach: ich bewundere die Menschen, die es schaffen, sich gegen eine todbringende Erkrankung zu wehren. Noch einmal all ihre Kräfte mobilisieren, um noch ein Weilchen leben zu dürfen. Und ich bewundere die Menschen, die ihr Leid annehmen, Frieden schließen und bereit sind, zu sterben, auch wenn die Angst vor dem Tod in fast jedem von uns schlummert. Bis dato habe ich keinen einzigen Roman von Charlotte Link gelesen, ohne, dass es einen Grund dafür gibt. Der Titel des Buches "Sechs Jahre" hat mich aber durchaus angesprochen.  Charlotte Link gibt in ihrem Roman die letzten sechs Jahre ihrer Schwester wieder. Sie hat ihrer Schwester kurz vor deren Tod versprochen, dass sie den Verlauf ihres Leids nach ihrem Ableben niederschreiben wird, in welcher Form auch immer. Sechs Jahre ein Kampf gegen den Krebs, der von Anfang an schon verloren ist. Eine Heilung ist nicht mehr möglich. Der Krebs hat sich bereits derart im Körper ausgebreitet, dass verschiedene schwere Operationen zwar Aufschub leisten, an eine Heilung jedoch nicht mehr zu denken ist.  Anfänglich heißt es, dass die Erkrankung schon nach kurzer Zeit tödlich enden werde, aber dank moderner Medizin, Recherche nach den besten Ärzten und viel Durchhaltevermögen und Willen, zieht sich die Zeit des Leidens über sechs Jahre hin. Eine Zeit, die geprägt ist von Schmerzen, Hoffnung, Trauer, Wut und unendlich viel Leid. Charlotte Link lässt diese Jahre auf offene und ehrliche Art und Weise Revue passieren. Eine bewegende Geschichte, die zum Nachdenken anregt und sicher nichts für zarte Gemüter ist. Dennoch bleibt ein fader Beigeschmack, da das Verhalten der Autorin Charlotte Link während der gesamten sechs Jahre mehr als nur egoistisch ist. Immer wieder erfährt der Leser, wie schlecht es der Autorin des Buches geht. Sie ist die Gebeutelte. Sie verliert ihre Schwester. Wie soll sie nur ohne ihre Schwester weiterleben können? Schon einmal wurde sie auf brutale Weise von ihrer Schwester getrennt, nämlich als sie eingeschult wird. Sie muss die Schulbank drücken, während ihre jüngere Schwester zu Hause auf sie wartet. Allein der Gebrauch des Wortes "brutal" lässt mich aufhorchen. Wenn der natürliche Prozess des Älterwerdens, der nun einmal auch einen Schulbesuch beinhaltet, als brutale Trennung dargestellt wird, dann frage ich mich, was Frau Link bis zur niederschmetternden Diagnose der Krebserkrankung ihrer Schwester in ihrem Leben bis zu dem Zeitpunkt erlebt hat. Im Verlauf des Buches weigert sich die Autorin mehrfach mit ihrer Schwester über das Sterben und den Tod zu sprechen, da sie ihre Schwester nicht verlieren will. Durchaus nachvollziehbar, dass dieses Thema kein Leichtes ist. Wenn sich der Schwerkranke jedoch gern über das austauschen möchte, was ihn in dieser schweren Zeit beschäftigt und der Tod immer näher rückt, dann frage ich mich, was für ein Mensch Charlotte Link ist, wenn sie diesen Wunsch ihrer Schwester verwehrt. Diese Haltung hat mich beim Lesen des gesamten Buches so sehr beschäftigt, dass die eigentliche Geschichte fast untergeht.  Einen wesentlich anderen Verlauf hätte die Erkrankung sicherlich genommen, wenn Charlotte Links Schwester nicht privatversichert gewesen wäre und der Name der Autorin nicht für diverse Vorteile gesorgt hätte. Der Tod wäre mit Sicherheit wesentlich früher eingetreten. Ein wirklich tragischer und herzergreifender Roman, der allerdings durch die egoistische Haltung der Autorin stark getrübt ist und meines Erachtens so nie hätte veröffentlicht werden dürfen. Aber wie immer ... alles Geschmackssache!

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  • Ein Buch, das niemand schreiben möchte

    Sechs Jahre
    Wortklauber

    Wortklauber

    30. July 2016 um 11:47

    Charlotte Link gilt als eine der erfolgreichsten deutschen Autorinnen, möglicherweise sogar als die erfolgreichste. Ihre Romane erreichen mit schöner Regelmäßigkeit Spitzenauflagen. Mit dem Buch „Sechs Jahre“ verlässt sie erstmalig den Bereich der Belletristik. Wer jedem neuen Roman der Autorin entgegenfiebert, wird durch Cover und Untertitel unmissverständlich darauf hingewiesen, dass „Sechs Jahre“ eben kein Roman ist. „Der Abschied von meiner Schwester“ lautet der Untertitel. Das Foto auf dem Buchumschlag zeigt die Schwester von Charlotte Link: Franziska. Franziska ist 41, als ihr die Ärzte eine niederschmetternde Diagnose eröffnen. Noch ein Jahr rechnen sie ihr aus. Es werden sechs. Franziska stirbt nicht wirklich am Krebs – am Ende bezahlt sie gewissermaßen den Preis dafür, dass sie in jüngeren Jahren vom Krebs geheilt wurde. Charlotte Link schreibt über diese sechs Jahre, die Hochs und Tiefs, über Begegnungen mit einfühlsamen Ärzten und solchen, die diesen Beruf nie hätten ergreifen dürfen. Sie berichtet über niederschmetternde Diagnosen, die schonungslos verkündet werden und sich hinterher als falsch herausstellen. Über die Hilflosigkeit eines Menschen, wenn er erst einmal Patient wird, zur Nummer wird, oder auch gleich zur Krankheit, die er in sich herumträgt. Wer soll ein solches Buch lesen? Die Frage darf man sich natürlich gerne stellen – in den meisten Fällen stellt man sie sich für andere Leute. Wer das Buch lesen will, der weiß warum. Wer nicht, nicht. Fertig. Nein, es ist kein Mutmacher-Buch. Charlotte Links Schwester Franziska hat den Krebs nicht überlebt. Das weiß man, ohne das Buch auch nur aufschlagen zu müssen. Eins wird in dem Fall aber deutlich: Wer Romane schreibt, macht sich nicht halb so angreifbar wie jemand, der ein derart persönliches Buch veröffentlicht. Natürlich schmerzen abfällige Rezensionen auch bei Romanen; unterschiedlich stark, je nach Naturell des Autors und wahrscheinlich auch je nach über die Ladentheke gegangene Exemplare. Charlotte Links Romane werden nicht nur gekauft, sie werden auch gelesen, gern gelesen. Letztendlich kann diese Tatsache einer gewissen Resilienz gegenüber schlechten Kritiken zumindest durchaus zuträglich sein. Aber wie sehr man sich wappnen muss, wenn man so viel Erlebtes, Erfundenes, Erlittenes preisgibt – ich kann das nicht ermessen. Die Familie einer Bestsellerautorin hat Geld, um sich die beste Behandlung kaufen zu können. Charlotte Link badet in Selbstmitleid, auf jeder Seite liest man, wie sehr sie in diesen sechs Jahren gelitten hat. Und überhaupt: Wenn man Mutter und Ehefrau ist, hat die Schwester gefälligst nicht der wichtigste Mensch für einen zu sein! War mit solchen Reaktionen zu rechnen? Wahrscheinlich. Charlotte Link ist nicht die erste, die über den Verlust eines nahestehenden Menschen durch Krebs erzählt. Lisa Niemi z. B. hat sich eine geballte Menge Ablehnung zugezogen, als sie über den qualvollen Tod von Ehemann Patrick Swayze geschrieben hat. (Ohne dieses Buch gelesen zu haben: Ich finde es immer höchst erstaunlich, wenn Menschen sich anmaßen, über Menschen zu urteilen, die ihnen nie im Leben begegnet sind.) Lisa Niemi mag man vorwerfen, dass sie ein Leinwandidol demontiert hätte (ein Johnny Castle hat nun mal ewig jung und schön zu sein), aber was wirft man Charlotte Link vor? Kapital aus dem Sterben ihrer Schwester zu schlagen? Ich glaube kaum, dass sie das nötig hat. Etwa sich selbst zu erhöhen, indem sie schreibt, wie sehr sie der lange Leidensweg und der Verlust ihrer Schwester mitgenommen hat …? Mein Eindruck von dem Buch ist der, dass Charlotte Link sehr offen und aufrichtig über eine grauenhafte Zeit geschrieben hat. Über einen Menschen, der ihr lebenslang sehr wichtig war. Und das mit großer Liebe und Respekt. Sie schreibt nicht nur über das Sterben ihrer Schwester, sondern würdigt sie auch als eine sehr sympathische, mitfühlende, starke Persönlichkeit, die sich lebenslang für andere, Schwächere, eingesetzt hat. Charlotte Link schreibt auch über eine Zeit, in der sie als Autorin immer funktioniert hat, und auch Bekannten und Freunden gegenüber nie die ganze Wahrheit gesagt hat. Wie ernst es wirklich stand, hat man in Franziskas Familie offenbar immer für sich behalten. Ich könnte mir daher gut vorstellen, dass dieses Buch auch eine Art Befreiungsschlag war. Das Schreiben von Romanen war ihr in diesen sechs Jahren offenbar immer ein Rettungsanker. Jetzt hat sie über die Zeit geschrieben, der sie mit ihrem Schreiben damals immer entfliehen wollte. Als Autorin steht ihr dieses Handwerkszeug zur Verfügung. Sie hat es genutzt.

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  • Sehr emotionales Buch...

    Sechs Jahre
    Daniel_Allertseder

    Daniel_Allertseder

    17. May 2016 um 15:13

    Meine Meinung   Wenn meine eigene Schwester Krebs hätte … wenn die Diagnose Darmkrebs, Leukämie, Brustkrebs oder irgendeine andere Art von Krebs wäre … dann würde ich in Tausend Stücke zerspringen. Ich würde weinen, ich würde protestieren, ich würde alles daran setzen, dass die Diagnose ein Irrtum ist. Charlotte Link, Deutschlands erfolgreichste Kriminalautorin, erging es genauso, wie ich es soeben beschrieben habe. Ihre Schwester Franziska ist an Krebs erkrankt, und es gab keine Möglichkeit, ihr auch nur irgendwie zu helfen.   Das Buch beginnt bereits mit dem Einblick des Verhältnisses der beiden Schwestern. Charlotte und Franziska. Sie waren beide unzertrennlich, wie Pech und Schwefel, so beschreibt Link es. Franziska war immer ein lebhafter, gut gelaunter Mensch, war der Sonnenschein, war die Stütze in Charlottes‘ Leben. Doch die Diagnose Krebs erschütterte die komplette Familie. Und von da an begann ein fürchterlicher Weg, den Charlotte Link in ihrem Buch „Sechs Jahre“ aufgeschrieben hat. Sie erzählt den Weg von der Diagnose bis zum Tod Franziskas, sie schildert das Verhalten der Ärzte, die Krankenhäuser, wie es Franziska, ihrer Familie, und besonders ihr selbst erging. Die Angst davor, einen geliebten Menschen zu verlieren, das Kämpfen gegen den Krebs, die Angst, bald alleine zu sein, keine Schwester mehr zu haben. Das alles lässt Link in diesem nichtbelletristischen Buch miteinfließen. Es soll auch gleichzeitig Mut machen. Mut den Menschen machen, die ebenso Metastasen in sich tragen, die ebenfalls an dieser schrecklichen Krankheit leiden.    Charlotte Link’s Buch „Sechs Jahre“ hat mich zutiefst erschüttert. Mitzuerleben, wie allmählich eine Person entschwindet, ist tragisch und furchtbar zugleich. Mehrmals musste ich eine Tränke laufen lassen, wo die Emotionalität ihren Höhepunkt hatte, wo Charlotte auf die gemeinsame Zeit zurückgeblickt hat, wo man liest, wie es den Personen erging. Offen schilderte Charlotte die Abläufe der Krankenhäuser, die unerhört unprofessionellen Ärzte, die netten Schwestern, die schrecklichen Chemotherapien, die Franziska all ihre Kräfte kosteten. Zutiefst erschütternd. Bei einem Buch dieser Art ist der Schreibstil oder der Plot keinesfalls relevant. Relevant sind die Gefühle, die Emotionen … die Botschaft!   Fazit   Ein Buch, das Mut machen soll, das den Einblick in die Geschichte einer Familie gewährt, die fortan auseinandergerissen ist. Offen schilderte Link alles, was ihr in dieser Zeit passiert ist … emotional, traurig, erschreckend. „Sechs Jahre“ – eine große Leseempfehlung!

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  • Eine Krankheitsgeschichte der ganz besonderen Art..

    Sechs Jahre
    biblio_phil

    biblio_phil

    16. May 2016 um 15:14

    Charlotte Links Schwester Franziska ist 41, als sie nach einer Untersuchung ganz überraschend die Diagnose Krebs im Endstadium erhält. Keine Chance auf Heilung, da der Krebs schon gestreut hat. Die Ärztin gibt ihr noch gut ein Jahr.Im Endeffekt sind es aber sechs Jahre, die Franziska noch lebt. Sechs Jahre voll Hoffnung, Stärke und Willenskraft, sechs Jahre mit vielen Tiefpunkten und der Versuchung, einfach aufzugeben. Charlotte Link beschreibt den Klinikalltag, sie erzählt von schlechten Ärzten, die eine absolut inakzeptable Art den Patienten und ihren Angehörigen gegenüber an den Tag legen, aber auch von guten Ärzten, die auch in den schwärzesten Stunden Hoffnung und positive Energie schenken. Sie erzählt von der Angst, einen der wichtigsten Menschen in ihrem Leben zu verlieren und von dem Glücksgefühl, dass sie durchströmt, wenn man auch nur die kleinste positive Nachricht erhält.Das Buch hat  mich persönlich sehr berührt, das Nachwort ist wirklich herzzereissend. Kaum ein Buch hat mich jemals so emotional aufgewühlt zurückgelassen wie "Sechs Jahre". Der Schreibstil ist eher einfach, ohne unnötigen Kitsch, den dieses Buch wirklich nicht notwendig hat. Er passt wirklich perfekt zu diesem Erfahrungsbericht.Ich kann das Buch nur jedem ans Herz legen, da die Geschichte von Franziska eine sehr lebensbejahende ist, trotz der schwierigen Thematik und der hoffnugnslosen Lage.

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  • Sechs Jahre

    Sechs Jahre
    lissi91

    lissi91

    25. March 2016 um 09:41

    Diesmal hat Charlotte Link keinen Kriminalroman oder eine Familiensaga geschrieben. Diesmal ist dies ein sehr privates und zugleich unglaublich aufrüttelndes Buch. Es handelt vom Leidensweg ihrer jüngeren Schwester Franziska und gibt uns sehr private Einblicke in Charlotte Links Familie. Schon im Vorwort erklärt sie warum es ihr wichtig war dieses Buch zu schreiben. Es geht weit darüber hinaus, mit diesem Buch den Tod ihrer Schwester zu verarbeiten. Sie möchte damit auch aufrütteln und aufzeigen dass man sich mit zu schnell gestellten Diagnosen oder Therapien nicht einfach abfinden soll. Dass man den Blick immer über den Tellerrand schieben sollte und nicht mit jeder Meinung der Ärzte mitgehen muss. Wie wichtig es auch ist, als Familie zusammenzuhalten und wieviel Kraft das alles kostet. Franziska erkrankte im Alter von 23 Jahren an Morbus Hodgkin. Aufgrund von Strahlen- und Chemotherapie besiegte sie diese Krebserkrankung. Niemand konnte ahnen dass 20 Jahre später die Spätfolgen der Therapie wieder alles aus der Bahn werfen. Denn das hat ihnen damals niemand gesagt. Franziska hat mittlerweile eine Familie gegründet und muss nun stark sein. Erst kommt der Darmkrebs, dann dramatisches Untergewicht, zum Schluß macht die Lunge nicht mehr mit und macht aus der einst so wunderschönen und lebenslustigen Frau eine schwer kranke Person. Zwischendurch werden etliche Fehldiagnosen gestellt, die die Familie immer tiefer ins Unglück stürzen. Später kein Wort der Entschuldigung wenn Ärzte auf deren Fehler hingewiesen wurden. Immer wieder neue Krankenhausaufenthalte durch halb Deutschland, alternative Heilmethoden die alles nur noch schlimmer machen und die ständige Trennung von Ehemann und Kindern. Auch Charlotte Link scheint daran fast zu zerbrechen. Dass sie es in der Zwischenzeit schaffte mehrere Bücher zu veröffentlichen, scheint unvorstellbar. Doch sie brauchte die Ablenkung und Konzentration. Sie brauchte geistlichen Beistand und versuchte ihr Familienleben trotz allem gut über die Bühne zu bringen. Am Ende schafft Franziska noch ganze 6 Jahre. Doch diese waren voller Schmerz und Leid. Meine Meinung: Ich war völlig erschüttert von diesem Buch und habe desöfteren ein Tränchen verdrückt. Ich selber habe vor einigen Wochen einen sehr langen Krankenhausaufenthalt hinter mich gebracht und konnte daher sehr gut verstehen wie sehr einen die Trennung von der Familie belastet. Auch dass einem die Familie mit klugen Ratschlägen irgendwann auf die Nerven fällt und man sich Ärzten gegenüber meist machtlos fühlte. Umso mehr fällt meine Bewunderung für Franziska aus. Ich konnte auch Charlotte Link sehr gut verstehen, die erst Skrupel hatte zum Pastor zu gehen um sich dort geistlichen Beistand zu holen. Ich bin auch die 'sporadische-mal-zu-weihnachten' in die Kirche-Geherin und mir wäre es genauso ergangen. Dennoch finde ich es gut dass sie sich Hilfe geholt hat. Das Buch war sehr gut strukturiert, man war immer auf dem richtigen zeitlichen Stand. Auch Gefühlsbeschreibungen waren nie zu viel und genau an den passenden Stellen. Man konnte zwischendurch mal durchatmen. Ich habe schon mehrere autobiografische Romane gelesen, vorallem auch Bücher in denen Familienangehörige Schicksale verarbeiten. Man merkt diesem Buch natürlich an dass es von einer sehr guten Autorin geschrieben wurde und das machte das Lesen leicht. Ich habe alles innerhalb von einem Tag durchgelesen und doch legt man es danach nicht einfach aus der Hand. Man macht sich viele Gedanken dazu. Man fragt sich ob man selber die Kraft gehabt hätte die Franziska hatte und die ihre Familie über die Jahre aufbrachte.

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  • "Sechs Jahre" von Charlotte Link

    Sechs Jahre
    Nelly87

    Nelly87

    28. December 2015 um 20:37

    Der Klappentext Auf eindringliche Weise berichtet Bestsellerautorin Charlotte Link von der Krankheit und dem Sterben ihrer Schwester Franziska. Es ist nicht nur das persönlichste Werk der Schriftstellerin, voller Einblicke in ihr eigenes Leben, sondern auch die berührende Schilderung der jahrelang ständig präsenten Angst, einen über alles geliebten Menschen verlieren zu müssen. Charlotte Link beschreibt den Klinikalltag in Deutschland, dem sich Krebspatienten und mit ihnen ihre Angehörigen ausgesetzt sehen, das Zusammentreffen mit großartigen, engagierten Ärzten, aber auch mit solchen, deren Verhalten schaudern lässt und Angst macht. Und sie plädiert dafür, die Hoffnung nie aufzugeben – denn nur sie verleiht die Kraft zu kämpfen. [ Quelle: Blanvalet ] Meine Meinung Noch nie, niemals (!!) ist es mir so unglaublich schwer gefallen, eine Rezension zu einem Buch zu tippen. Uns Bloggern steht das riesen Recht zu, unsere subjektive Meinung zu Büchern in die Welt hinauszutragen. Klassische Literaturkritiker müssen objektiv sein, egal wie nahe ihnen eine Geschichte geht. Charlotte Link ist wohl ein geläufiger Name auf dem deutschen Büchermarkt, doch mit Sechs Jahre schrieb sie ihr wohl persönlichstes Buch, denn sie erzählt vom Leiden und Sterben ihrer Schwester Franziska. Nachdem diese mit Anfang 20 an Morbus Hodgin erkrankte, musste sie sich sowohl einer Chemo- als auch einer Strahlentherapie unterziehen. Die Krankheit konnte besiegt werden, doch was keiner wusste: diese spezielle Behandlung hat Langzeitfolgen. Behandelte Morbus Hodkin-Patienten haben ein viel größeres Risiko, im Laufe ihres Lebens andere Krebsarten zu entwickeln. Und so wird bei Franziska im Alter von nur 41 Jahren ein Darmkrebs im Endstadium festgestellt, bei dem ihr die Ärzte kaum noch Hoffnung machen. Hinzu kommt, dass der Krebs bereits in ihre Lungen gestreut hat und sich dort Metastasen gebildet haben. Charlotte Link berichtet von der Krankheit an sich, von ihrer Familie und wie diese mit dem Schicksalsschlag umgeht. Sie zeigt aber auch auf, dass unser Gesundheitssystem an manchen Stellen durchaus ausbaufähig ist und auch, dass manche Ärzte mit ihren Diagnose 1.) vielleicht vorsichtiger sein sollten und 2.) vielleicht nicht mit der  Tür ins Haus fallen müssten. An einigen Stellen war ich fassungslos, wie in einem so moderenen Gesundheitssystem wie dem unseren mit Patienten und Angehörigen umgegangen wird. Nach dem Lesen habe ich viele Rezensionen zu diesem Buch gelesen und immer wieder den Vorwurf gelesen, dass Charlotte Link mit dem Leiden ihrer Schwester noch Profit machen wollte. Doch meiner Meinung nach ist jeder Weg, mit dem man den Verlust eines geliebten Menschen zu überwinden versucht, legitim und wenn es für Frau Link das Niederschreiben der Geschichte ist - wer bin ich, dass ich ihr da Profitgier unterstelle? Berührt hat mich das Buch aber vor allem wegen meiner persönlichen Geschichte (und Achtung: hier verlasse ich nun den Pfad der sachlichen Rezension). Als ich 13 Jahre alt war, starb meine Oma (gerade erst 60 Jahre alt geworden) an Brustkrebs, gegen den sie 5 Jahre lang angekämpft hat. Ich kann mich an einige Bilder aus der Zeit erinnern, bspw. als ich das erste Mal den Port unter ihrem Schlüsselbein gesehen habe, als meine Mum mich im Auto gefragt hat, ob ich bemerkt hätte, dass die Oma nun keine eigenen Haare mehr hat, sondern eine Perücke trägt. Oder auch an die Besuche in der Klinik, in der sie ihre Chemotherapien bekommen hat. Aber obwohl ich damals "schon" 13 Jahre war, ist mir durch dieses Buch erst bewusst geworden, wie wenig ich von der Krankheit mitbekommen hab und wie sehr meine Eltern versucht haben, mich und meinen Bruder zu schützen. Ich wusste, dass der Verlust ihrer Mutter für meine Mum, die sich überwiegend um alles gekümmert hat, schlimm war, aber erst nachdem ich Sechs Jahre gelesen habe, kann ich ein kleines bisschen nachvollziehen, wie es sich für meine Mama alles angefühlt haben muss. An manchen Stellen fiel es mir unglaublich schwer weiter zu lesen, da ich am liebsten zu meinen Eltern gefahren wäre, um mich heulend an meine Mama zu schmiegen. Charlotte Link hat mit ihrer Geschichte eindringlich dargestellt, wie schlimm eine solche Krankheit eine Familie treffen kann. Sie hat den kompletten Krankheitsverlauf sehr bildlich dargestellt und dabei alles so erklärt, dass es auch für den Leser, der sich mit dem Fachjargon nicht so auskennt, verstehen konnte. Meiner Meinung nach hat sie dabei eine gute Mischung gefunden, denn es geht nicht nur um die private Situation innerhalb der Familie, sondern auch um die Arzt- und Klinikbesuche und auch um die Krankheit an sich. Mein Fazit Charlotte Links Bericht über ihre Schwestern, deren Leben und Sterben hat mich wirklich umgehauen. Dies mag vielleicht an meiner ganz persönlichen Vergangeheit liegen und eine sachliche Betrachtung mag mir vielleicht dieses Mal weniger gelungen sein. Doch sind es nicht gerade diese Bücher, die die Leidenschaft für einen Bücherwurm begründen? Diejenigen, die einem nahe gehen, auch wenn sie manchmal so traurig sind, dass man darüber in Tränen ausbricht? Mich hat dieses Buch geprägt und so kurz vor dem Jahreswechsel habe ich mein Jahreshighlight gefunden.

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  • Lass mich nicht allein

    Sechs Jahre
    eskimo81

    eskimo81

    04. August 2015 um 13:07

    Charlotte Link berichtet, Krebsalltag in einer Deutschen Klinik. Grossartige, helfende Ärzte aber auch emotionslose.  Die Ärzte sagen "Noch ein Jahr" - es werden sechs Jahre, Leben - gewonnenes Leben Ich habe schon viele Bücher von Charlotte Link gelesen und muss ihr / der Presse zustimmen. Das ist wohl das persönlichste, was sie aufschreiben konnte. Man merkt ihre Betroffenheit, ihre Angst, ihre Verzweiflung. Sie kann sich einfach sehr gut mit Worten ausdrücken und man merkt, dieses Buch kommt vom Herzen. Sie braucht dies um zu verarbeiten und etwas von Franziska zurückzulassen. Ein bewegendes Buch! Man leidet mit, hofft und bangt, obwohl man ja weiss, dass es kein gutes Ende birgt. Die teilweise entwürdige Behandlung der Ärzte, die gibt zu denken. Ein Patient ist doch ein Mensch! Der Arzt möchte sicherlich auch als Mensch gesehen werden, wenn er mal krank wäre. Und es gibt ja Ärzte, die menschlich sind! Das muss doch eine Grundeinstellung, Charakter sein. Als Patient fühlt man sich genug unwohl, unmenschlich (auf Hilfe angewiesen), da braucht es nicht der "Gnadenstoss" der Ärzte. Charlotte Link schreibt über ihre tiefsten Gefühle zu ihrer Schwester. Ihr Schlusswort, für Tschesie, ist ein sehr, sehr berührender Liebesbeweis Charlotte Link weist auf Missstände hin, auch wenn es um ihren Abschied geht, zeigt sie viele Fehler in der Krankenbehandlung auf. Vielleicht erreicht sie etwas damit?! Mich, als treue Leserin ihrer Bücher, hat sie tief berührt und Einblick in ihr tiefstes inneres gegeben, es macht mich sprachlos. Es zeigt ein starker und sehr sympathischer "Mensch". Eine bewundernswerte Frau, Ehefrau, Schriftstellerin, Tochter, Schwester.... Chappeau!  Der einzige kleine Kritikpunkt - ob es einer ist, weiss ich nicht, da ich ihre Sicht nicht weiss, es wird sehr wenig von Ihrem Mann, ihrer Beziehung geschrieben. Ich bin überzeugt, dass das an einer Ehe nicht spurlos vorbeigeht. Diesbezüglich hätte ich gerne mehr erfahren, wie sie das gemeinsam bearbeitet haben bzw. wie weit ihr Mann ihr in dieser schweren Zeit beigestanden hat. Vielleicht hat sie das aber bewusst nicht geschrieben, weil sie die Persönlichkeit / ihre Privatsphäre schützen wollte... Fazit: Ein sehr berührende Biographie / Geschichte! Ich hoffe, dass sich etwas verändert, es wäre für viele Patienten wichtig! 

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  • Sehr offene Schilderung eines sehr schweren Lebensweges

    Sechs Jahre
    zusteffi

    zusteffi

    28. July 2015 um 22:19

    Zu diesem Buch bleibt mir nur eins zu sagen: Vielen Dank Charlotte Link für die offene Schilderung des schweren Weges den sie mit ihrer Familie gehen mussten und ein Stück weit auch heute wohl noch gehen. Es ist für mich unfassbar was einem Mensch alles passieren kann. Die Erzählung hat mich tief geschockt und fassungslos gemacht. Eine normale Bewertung ist mir für dieses Buch nicht möglich, denn den Inhalt kann man unmöglich bewerten. Man kann es nur lesen und einen Weg für sich finden damit klar zu kommen und das geschilderte für sich zu verarbeiten. Mich hat das Buch sehr viel zum Nachdenken gebracht. Eine sehr private Geschichte mit der ich noch nicht so richtig umzugehen weiß. Eine Sache kann man jedoch vollkommen abgespalten betrachten und das ist die Sozialkompetenz unserer Gesellschaft. Oder ich sollte wohl eher sagen die nicht vorhandene Sozialkompetenz. So was darf es nicht geben. Die Realität sieht leider anders aus. Ich hoffe nur, dass es immer wieder Menschen gibt die die Kraft haben sich dagegen zur Wehr zu setzen. Es ist für mich einfach nur schwerste Körperverletzung und gehörte in jedem Fall bestraft. Wer sich mit dem letzten Weg von Charlotte Links Schwester auseinandersetzen möchte sollte das Buch unbedingt lesen. Aber es ist definitiv kein Buch für einfach zwischendurch. Es greift die Seele.

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  • ein langer Kampf geht zuende

    Sechs Jahre
    robbylesegern

    robbylesegern

    12. May 2015 um 12:26

    Ich bin ein absoluter Fan von Charlotte Links Romanen und mit diesem Buch hat sich die Autorin in mein Herz geschrieben. Soviel Einblick in ihr Gefühls,- und Familienleben zu bekommen, wie in diesem Buch, in dem der Leser den langen Kampf ihrer Schwester Franziska gegen eine Krankheit und deren Auswirkungen miterlebt, ist selten und es berührt mein Herz. Denn gerade das man dies öffentlich macht erfordert Mut, sein Herz und seine Gefühle offen zu legen. Ich hoffe für die Schriftstellerin, dass sie sich vielleicht auch ein bisschen frei geschrieben hat von ihrem Schmerz über den Abschied, den sie von ihrer Schwester nehmen musste und der ihr so schwer fiel, dass sie sich nur noch wie ein halber Mensch fühlt. Franziska, genannt Tschesie, ist Charlotte Links jüngere Schwester, mit der sie sich von Anfang an verbunden fühlte, eine Art Symbiose lebte. Auf Bildern sind die beiden immer zusammen zu sehen und in der Kindheit gab es sie immer nur im Doppelpack. Umso mehr sind Charlotte , aber auch ihre Eltern geschockt, als im jugendlichen Alter bei Franziska die Diagnose Morbus Hodgkin gestellt wird, eine Form des Lymphdrüsenkrebs, die an sich selten vorkommt. Nach einer aggressiven Chemotherapie, die vor allem die Lunge betraf, übersteht Franziska diese Erkrankung. Doch nach über zwanzig Jahren , kehrt der krebs zurück, diesmal im Darm. Und wieder nehmen Franziska und ihre Familie den Kampf auf, dem sie dann letztendlich aber erliegen. Charlotte Link erzählt die Krankengeschichte ihrer Schwester sehr eindringlich. Den Kampf gegen diese Erkrankung, die vielen Niederlagen die sie erleiden mussten und über den ständigen Begleiter Angst und die Co-Erkrankung der Angehörigen, die genauso, wenn nicht sogar manchmal etwas mehr als der Erkrankte selbst leiden müssen, weil sie hilflos daneben stehen. Diesen Zustand auszuhalten, ist die schwerste Prüfung eines Angehörigen, den ich auch schon selbst erleben musste und deshalb nachfühlen kann. Aber Charlotte Link erzählt auch über Begebenheiten in unserem Gesundheitssystem, die so nicht vorkommen dürften. Wir sind alle Menschen und nur bis zu einer bestimmten Grenze belastbar, aber wer sich für einen Beruf im Gesundheitswesen, speziell im Umgang mit Schwerkranken und ihren Angehörigen entscheidet, hat und das ist jetzt drastisch ausgedrückt, die Pflicht empathisch zu sein. Wer das nicht kann, gehört nicht in den Beruf des Arztes oder der Pflegerin und des Pflegers. Auch wenn der ständige Umgang mit Schwerkranken eine gewisses" dickes Fell " notwendig macht, darf das nicht auf Kosten von Kranken und deren Angehörigen gehen. Auch ein Arzt kann Fehldiagnose stellen, das ist zwar immer gefährlich, aber es kann passieren, aber dann soll man sich verflixt noch mal auch entschuldigen und zu dem stehen was passiert ist und nicht seine Arroganz ausspielen, weil jemand gerade einen Kratzer an den Sockel macht auf dem man steht. Diese ganzen Situationen , die die Schriftstellerin beschreibt ,sind mehr als kontraproduktiv für einen Krankheitsverlauf, denn es geht um den Kranken und nicht um den Prestigeverlust eines Arztes oder die schlechte Laune eines Krankenpflegers/in. Da kann man sich auch nicht mit Stress herausreden, denn man weiß, das einen dies erwarten, wenn man im Krankenhaus arbeitet. Der Dienst am Menschen ist der schwierigste überhaupt und ich habe vor jedem Hochachtung, der dieses Beruf ergreift, aber dann bitte auch zu den Menschen stehen, denn Schwerkranke sind wehrlos und haben verdient geachtet zu werden. Auch die Nachwirkungen von Chemo,- und Strahlentherapie finden hier einen Platz, Auswirkungen, über die ich mir gar nicht so im Klaren war. Für mich war dieses Buch, das ich übrigens verschlungen habe, eins der besten Bücher der Autorin, da sie Einblick in einen ganz privaten Bereich zulässt, zeigt, wie hoch auch die Belastung für die Angehörigen ist und das in unserem Gesundheitssystem einiges im Argen liegt. Vielleicht sollte man an Unis wieder private Gespräche und Eignungstest einführen, als nur die Note des Abiturs als Kriterium für einen Studienplatz zu Grunde legen. Wir brauchen Menschen im Gesundheitssystem, die für Menschen da sind, Einfühlungsvermögen zeigen und keine kühlen Denker, die nur das Organe eines Menschen sehen und nicht den Menschen in seiner Ganzheit.

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    Bücherwahnsinn

    Bücherwahnsinn

    14. April 2015 um 09:44

    Das Buch stand sofort auf meiner WuLi als ich es gesehen habe. Warum? Nun, weil es ein Thema ist, das mich seit früher Kindheit begleitet. Der Krebs, das sterben von geliebten Menschen. Ich wollte einfach wissen wie andere, wie Charlotte Link damit umgegangen ist, was sie für Erfahrungen machte, ob ich mich vielleicht ein klein wenig wieder erkenne. Das Cover zeigt eine wunderschöne, strahlende Frau. Sympathisch, jung. Sie ist der Grund dieses Buches. Franziska, die Schwester von Charlotte Link. Der Titel sagt alles, es gibt kein Happy Ende, auch wenn die meisten Krebskranken geheilt werden, und heute die meisten diese brutale Krankheit überleben, gibt es dennoch Menschen die es eben nicht schaffen. Franziska ist eine davon...  Der Schreibstil der Autorin ist flüssig, und manchmal distanziert, aber ich denke einfach das dies normal ist, das hat nichts mit Mangel an Emitionen zu tun wie ich hier und da mal gelesen habe, sondern im Gegenteil. So kurz nach den schwierigen und nervenaufreibenden Jahre, ist dies ein Selbstschutz. Nur nicht zu viel Emotionen zeigen, sonst wird man von diesen gleich mit gerissen. Denn alles ist noch so frisch... Und wenn man genau hin fühlt, liest, dann kommen da sehr wohl Emotionen hoch, Trauer, Verzweiflung, Hilflosigkeit und Wut! Das Buch deckt nicht nur die 6 Jahre ab in der es genau um den Krebs geht. Sie erzählt auch von früher. Die Autorin erzählt über ihre Schwester und die besondere Verbindung die sie schon immer hatten. Sie erzählt wie es überhaupt zu den letzten sechs Jahre, der Katastrophe kam. Das sie am Anfang hofften das Franziska auch dieses mal den Krebs besiegen kann wie damals als ganz junge Frau auch schon mal. Denn angefangen hat es eigentlich harmlos, mit einer Magen-Darm-Verstimmung die etwas länger dauerte und sie deswegen zum Arzt musste... Nur keiner konnte zu diesem Zeitpunkt ahnen das es eben mehr als nur das ist, das es der Anfang vom Ende ist. Franziska hat mit beeindruckt, sie war wirklich eine sehr starke Frau. Immer das Kämpfen im Kopf, nur nicht aufgeben, es gibt immer eine Lösung und schliesslich hat sie allen Grund den Sieg zu erringen, denn sie ist glücklich verheiratet, hat ein tolles zu Hause und eine wundervolle Tochter und einen wirklich lieben Sohn. Das sind viele Gründe zu Leben, zu Kämpfen, nicht zu letzt ihre Schwester. Bis zu der niederschmetternden Diagnose; "Unheilbar krank, sie haben nur noch Wochen anstatt Jahre!" So brutal können Ärzte sein. Keine Emphatie!! Knallen einem Patienten, der jetzt vor allem Mut braucht, so was um die Ohren. Hallo? Ich weiss das man als Arzt etwas Abstand braucht, nicht mit jedem Menschen so mitleiden kann, sonst würde er selber zu Grunde gehen, aber bitte, Menschlichkeit, Respekt und Mitgefühl sind weiss die Göttin nicht zu viel verlangt. Wo ist da die Liebe zum Beruf, zum Mitmensch? War die überhaupt mal da oder sind das dann nur die Fachidioten die Interesse am Medizinischen haben aber den Menschen da nicht mehr erkennen oder sehen? Das Problem aber liegt noch viel tiefer, denn manchmal sind es nicht nur einzele Ärzte die sich wie Arschlöcher benehmen, es gibt auch ganze Krankenhäuser die einfach schlecht sind. In denen der Mensch nur ein Übel ist das wenigstens etwas Geld bringt. Erschreckend? Allerdings. Pfleger und Krankenschwestern sollten eigentlich für den Patienten da sein, nur meist sind diese heillos überfordert. Und wer bekommt's ab, genau, am meisten die Patienten. Und doch, unter all den Fehldiagnosen, den rüpelhaften und arroganten Ärzten, den zickigen und desinteressierten Krankenpflegepersonal, gibt es eben noch die anderen. Die, die sich wirklich Zeit für ihre Patienten nehmen, die alles versuchen um zu helfen, die Zeit zu erleichtern, auch die Familie zu unterstützen.  Charlotte Link erzählt was alles passirt ist, wie sie die Zeit genutzt hat um selber nicht unter zu gehen. Sie erzählt welche Mechanismen in einem greifen, in ihr gegriffen haben, um sich selber zu schützen. Vor der Wahrheit... Loslassen eines geliebten Menschen, das Leben los lassen und den Tod willkommen heissen ist wohl die schwerste Lektion des Lebens. Obgelich wir alle wissen das er bei jedem einzelnen irgendwann vor der Türe stehtund anklopft. Manchmal können wir ihn noch überhören, so tun als würden wir das Klopfen nicht wahrnehmen weil wir in einem anderen Zimmer sind, aber irgendwann schlägt er die Tür ein, und ein dealen gibts dann nicht mehr...  Franziska ist schneller bereit los zu lassen, aber auch Charlotte kommt irgendwann an den Punkt wo sie nur noch den Frieden für ihre Schwester will.. 

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  • Die LovelyBooks Themenchallenge 2015

    Das Schloss der Träumenden Bücher
    Daniliesing

    Daniliesing

    Ihr lest gern Bücher aus den verschiedensten Genres? Ihr sucht nach einer Leseherausforderung für 2015? Dann seid ihr hier genau richtig! Der Ablauf ist ganz einfach: Bei der Themen-Challenge geht es darum, passend zu 40 vorgegebenen Themen mindestens 20, 30 oder 40 Bücher aus 20, 30 oder 40 unterschiedlichen Themen zu lesen. Ihr könnt euch selbst als Ziel stecken, ob es 20, 30 oder 40 Bücher werden sollen. Bitte gebt dieses Ziel bei der Anmeldung mit an. Bitte sammelt alle eure gelesenen Bücher mit den passenden Themen in einem einzelnen Beitrag, den ich oben in einer Teilnehmerliste bei eurem Namen verlinken werde. Schickt mir dazu eine Nachricht mit dem Link zu eurem Sammelbeitrag! Wenn ihr ein Thema erfüllt habt, schreibt in diesem Sammelbeitrag, mit welchem Buch ihr das geschafft habt und postet einen Link zu eurer Rezension oder aber verfasst eine Kurzmeinung auf der Buchseite und teilt dann den Link zur Lesestatus-Seite, auf der auch die Kurzmeinung zu finden ist, mit uns. Diese Challenge läuft vom 1.1.2015 bis 31.12.2015. Alle Bücher, die in diesem Zeitraum und passend zu den Themen gelesen wurden, zählen. Es zählen Bücher aus allen Genres und mit allen Erscheinungsjahren, sofern sie die Themen erfüllen. Sie dürfen gern vom SuB (= Stapel ungelesener Bücher) oder neu gekauft, geschenkt bekommen oder geliehen sein. Man kann jederzeit noch in die Challenge einsteigen und auch passende Bücher zählen, die man zuvor im Jahr 2015 gelesen hat. Zu diesen Themen wollen wir passende Bücher lesen: Für jedes Thema gibt es ein extra Unterthema, in dem ihr euch über eure gelesenen oder eventuell dazu geplanten Bücher austauschen könnt. Ein Buch, in dem es um Bücher, Literatur und / oder das Lesen geht. Ein Buch, dessen Cover hauptsächlich (am besten ausschließlich) Schwarz und Weiß ist. Ein Buch, dessen Titel aus genau 2 Wörtern besteht. Ein Buch mit einer durchschnittlichen Bewertung von 3 oder weniger Sternen auf LovelyBooks. (Das Buch muss mindestens 3 Bewertungen haben, es gilt der Zeitpunkt, zu dem du zu lesen beginnst.) Ein Buch von einem Bestsellerautor, von dem du selbst noch nie etwas gelesen hast. Ein Buch, das gedruckt bisher ausschließlich als Hardcover erschienen ist. Ein Buch, das in Asien, Südamerika oder Afrika spielt. Ein Buch mit mehr als 650 Seiten. Ein Buch mit einer jungen und einer älteren Hauptfigur, mindestens 40 Jahre Altersunterschied. Ein Buch, zu dem es auf LovelyBooks noch keine Rezension sowie keine Kurzmeinung gibt. (Es zählt der Zeitpunkt des Lesebeginns.) Ein Buch mit einen elektrischen Gegenstand auf dem Cover. Ein Buch, in dessen Buchtitel gegenteilige Wörter / Dinge genannt werden. Ein Buch von einem Autor, der bisher ausschließlich dieses eine Buch veröffentlicht hat. Ein Buch, das durch seinen Titel & sein Cover auf eine ganz bestimmte Jahreszeit hindeutet. Ein Buch, in dem mindestens 3 unterschiedliche fantastische Wesen vorkommen. Ein Buch das, egal ob im Original oder in der Übersetzung, einen Literaturpreis gewonnen hat. (Bitte den Namen des Preises mit angeben.) Ein kunterbuntes Buch. Ein Buch, dessen Buchtitel eine Aufforderung ist. Ein Buch, bei dem die Initialen des Autors 2 aufeinanderfolgenden Buchstaben im Alphabet entsprechen. Ein Buch, das erstmalig 2015 in dieser Sprache erschienen ist. Ein Buch, das du geschenkt bekommen hast. (Bitte verrate auch von wem und zu welchem Anlass.) Ein Buch, in dem ein Tier von großer Bedeutung ist. Ein Buch mit Streifen auf dem Cover. Ein Buch, das eine Buchreihe abschließt. Ein Buch, das kein Roman ist. Ein Buch, das in einem Verlag erschienen ist, dessen Verlagsname mit dem selben Buchstaben beginnt oder endet wie dein Vor- oder Nickname. Bitte den Vornamen ggf. mit angeben ;) Ein Buch, in dessen Titel das Wort "Liebe" vorkommt. Eines der 5 Bücher, die schon am längsten ungelesen in deinem Regal stehen. (Falls du es weißt, verrate doch, wie lange du es schon besitzt.) Ein Buch, das für dich ein außergewöhnlich schönes Buchcover hat. Ein Buch, das verfilmt wurde oder sicher verfilmt wird. Ein illustriertes Buch. Es sollten richtige Zeichnungen und nicht nur Verzierungen am Seitenrand sein. Ein Buch, das zuerst auf Deutsch erschienen ist und ins Englische übersetzt wurde. Ein Buch, dessen Autor bereits verstorben ist. Ein Buch, das einen Monat im Buchtitel hat. Bitte lies das Buch auch in dem Monat, der im Titel vorkommt. Ein Buch, in dem es um Musik geht. Ein Buch, von dem du dachtest, du würdest es niemals lesen, weil es z.B. nicht deinen Lieblingsgenres entspricht. Ein Buch mit Blumen / Blüten auf dem Cover. Ein Buch, das eine Krankheit oder Behinderung thematisiert. (Bitte gab auch an welche!) Ein blutiges Buch. Ein Buch, in dessen Titel mindestens ein Wort aus einer anderen Sprache vorkommt. (Es darf nicht im deutschen Duden stehen.) Ich wünsche uns allen ganz viel Spaß & ich bin gespannt, welche Themen sich am leichtesten und welche als am schwierigsten heraustellen! Wer ist dabei? Ein paar zusätzliche Informationen: * Bezieht euch bei der Zuordnung des Buches zu einem der Themen immer auf die Ausgabe des Buches, die ihr selbst besitzt! * Sprache, Format etc. sind egal - auch Hörbücher gelten, außer es ist für das Thema von Bedeutung * Man kann diese Challenge mit anderen kombinieren, also auch Bücher hierfür und gleichzeitig für andere Challenges zählen. * Die Zuordnung der Bücher zu bestimmten Themen kann auch nachträglich noch geändert werden. * Wichtig ist, dass man das Buch 2015 beendet. Wann man es angefangen hat, ist egal. * Falls Bücher, die eine ISBN haben, noch bei LovelyBooks fehlen, geht in eure Bibliothek und sucht es oben unter "Bücher hinzufügen". Dort wählt ihr für deutschsprachige Bücher die Suche bei Amazon.de aus, für fremdsprachige alternativ Amazon.co.uk oder .com Die Challenge wird im Januar 2016 ausgewertet! Wer vorher sein Jahresziel erreicht hat, kann mir eine kurze Nachricht schreiben. Teilnehmer: 0VELVETVOICE0 19angelika63 (1/40) 78sunny (40 / 40) AberRush (30 / 30) Aduja 1(2/20) Aglaya (40 / 40) Agnes13 (40/40) Ajana (14/20) Alchemilla (1/40) Aleida (30 / 30) allegra (20 / 20) Alondria (22 / 20) Amaryllion (13/20) Amelien (19/20) ANATAL (31/30) andymichihelli (40/40) angi_stumpf (40 / 40) Aniday (36 / 30) Annilane (0/30) Anniu (16/30) anra1993 (33/40) Anruba (33/40) anybody (13/40) apfel94 (0/40) Arachn0phobiA (40 / 40) Aria_Buecher (15/40) Arizona (22/20) Ascheflocken (12/40) AuroraBorealis (14/20) Ayda (3/20) baans (8/30) Backfish (7/20) Bambi-Nini (25/20) ban-aislingeach Belicha (2/20) Bella233 (40 / 40) Bellis-Perennis (40 / 40) BethDolores (0/40) BiancaWoe (8/20) Bibliomania (32 / 30) Birgit1985 (20 / 20) black_horse (40 / 40) blauerklaus (24/20) Bluebell2004 (35/20) BlueSunset (36/30) bookgirl (30/40) Bookling (0/20) bookscout (33/30) Bookwormy (3/20) Bosni (21/20) buchfeemelanie (18/30) Buchgeborene (1/40) Buchgespenst (30 / 30) 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    • 8480
  • Ein langsamer Abschied der geliebten Schwester und der Umgang mit der Diagnose Krebs

    Sechs Jahre
    Lucretia

    Lucretia

    11. April 2015 um 14:27

    Meine Meinung: Die erfolgreiche Bestsellerautorin Charlotte Link berichtet in ihrem neuen Werk “Sechs Jahre – Der Abschied von meiner Schwester” von der Krankheit und den Leidensweg ihrer geliebten Schwester Franziska. In diesem persönlichen Werk berichtet die Autorin über die Erfahrungen mit der Diagnose Lymphdrüsenkrebs, an dem ihre Schwester mit 23 Jahren erkrankt. Die Behandlung mit Chemotherapien und Bestrahlungen heilen zunächst die Krankheit, doch was niemand weiß, die Strahlentherapie wird 17 Jahre später ein Folgekarzinom auslösen und Franziska wird daran sterben. Es war für mich zunächst nicht leicht, dieses Buch zu lesen. Aus persönlicher und sehr schmerzhafter Erfahrung kenne ich den Leidensweg eines Krebspatienten und weiß, was die Familie hier durchmacht. Mein Vater ist vor 4 Jahren an Lungenkrebs erkrankt und ein halbes Jahr später daran gestorben. Die Diagnose war für unsere Familie und mich ein Schock und es war ein sehr schwerer und leidvoller Weg, den wir zusammen gehen mussten. Schließlich habe mich doch dafür entschieden, dieses Buch zu lesen, da ich erfahren wollte wie Charlotte Link und ihre Familie mit diesen Schicksalsschlägen umgegangen sind und wie sie, die Therapie bzw. den Umgang mit den Patienten und Angehörigen in den Kliniken und Arztpraxen, erlebt haben. Schon nach lesen der ersten Seiten, hatte ich hier das Gefühl, dass es mir mit den Erfahrungen, die wir vor vier Jahren mit der Krankheit meines Vaters gemacht haben, nicht alleine so geht. Die Autorin schildert hier sehr deutlich, ihre sowohl guten wie auch schlechten Erfahrungen, die sie und ihre Familie mit den Ärzten,Kliniken und mit den unterschiedlichen Therapievarianten gemacht haben. Ebenfalls schildert die Autorin, mit welch geringen Mitgefühl schwer kranke Menschen und ihre Angehörigen, in einigen Arztpraxen und Krankenhäusern behandelt werden und berichtet von ihren sehr persönlichen Erfahrungen, Gefühlen und der ständigen Angst, die man als Angehöriger erlebt. Alles Erlebte und die persönlichen Erfahrungen werden hier sehr detailliert wiedergegeben und ich konnte mich in zahlreichen Zeilen wiederfinden. Zusätzlich möchte dieses Buch aber auch Mut machen und plädiert dafür, die Hoffnung nie aufzugeben, denn nur mit der Hoffnung im Herzen, erhält man die Kraft zu kämpfen. Neben dem Versuch der persönlichen Aufarbeitung und anderen mit dieser Geschichte zu helfen, geht es der Autorin darum, an ihre liebe Schwester Franziska zu erinnern und dies ist ihr hier, zweifelsohne,gelungen. Fazit: Eine Geschichte voller Hoffnung, Verzweiflung und Rückschläge und ein langsamer Abschied von der geliebten Schwester. Das Buch hat mich wirklich sehr berührt!

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  • Sechs Jahre Kampf gegen den Tod

    Sechs Jahre
    hexlein

    hexlein

    17. March 2015 um 17:26

    Charlotte LInk schreibt hier von dem Kampf gegen die Krebserkrankung ihrer Schwester, die schließlich, nach sechs Jahren, zum Tod führt. Sie nimmt den Leser mit in den Kampf gegen Krankheit und Krankenhausroutine, gegen unfreundliches und unwilliges Krankenhauspersonal, gegen die Zeit und letztendlich gegen den Tod, der leider unvermeidbar bleibt. Ich fand es berührend zu erfahren, wie innig sich Schwestern lieben können und wie gut der Zusammenhalt in einer Familien sein kann. Sechs Jahre ziehen sie an einem Strang, gehen durch Höhen und Tiefen, finden Hoffnung und erfahren Schmerz und erhalten furchtbare Diagnosen. Mich hat der Zusammenhalt dieser Familie, das Mitgefühl, die Bereitschaft, da zu sein, am meisten berührt. Ich habe das Buch innerhalt weniger Tage durchgelesen und am Ende geweint.

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  • Harte Kost

    Sechs Jahre
    Phina

    Phina

    31. January 2015 um 19:24

    Ein sehr persönlicher Bericht der Autorin über die letzten 6 Jahre des Lebens ihrer Schwester. Das Buch lässt sich zügig lesen, allerdings ist es nicht immer ganz so leicht zu ertragen, was man da erfährt. Ich musste das Buch einige Male aus der Hand legen und habe noch einige Tage damit gedanklich zu tun gehabt. In jedem Fall nimmt man mit, daß man sehr genau schauen muss, wie man sich von wem behandeln lässt und nicht einfach nur die Ärzte werkeln lassen. Mitdenken und eigene Nachforschungen sind unbedingt notwendig. Ein trauriges Werk, das aber auch zeigt, wie wichtig Familie und nahe Menschen sind und dass es auch in einer solch dramatischen Situation schöne Momente geben kann. Lesen lohnt sich!

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