Charlotte Link Sturmzeit

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Inhaltsangabe zu „Sturmzeit“ von Charlotte Link

Sommer 1914: In Europa gärt es, doch auf dem Familiengut der Degnellys in Ostpreußen scheint noch Zeit zu sein für Idylle und Plänkeleien und für den Traum von der großen Liebe. Ein Traum, der die achtzehnjährige Felicia durch eine harte Zeit begleiten wird, in der alte Traditionen und Beziehungen untergehen und einer gar nicht mehr vornehmen Realität weichen. Die fünfzehn Jahre bis zum Desaster des Schwarzen Freitags bringen Felicia Schrecken und Chaos, aber auch Reichtum und Karriere. Sie liebt das Leben, das Risiko und das Geld, doch vor allem zwei konträre Männer: Maksim, den idealistischen Revolutionär, und den zynischen Realisten Alex, der ihr Mann wird. Aus dem verwöhnten Luxusgeschöpf entwickelt sich eine unabhängige Geschäftsfrau, die hoch spielt und tief fällt. Doch eines bleibt: die tiefe Zuneigung zu ihrem Land und ihrer Familie und ein zäher Wille zum Kämpfen.

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    Sturmzeit

    SitataTirulala

    14. May 2016 um 18:44

    1914 - Felicia Degnelly ist jung, hübsch und unter den Junggesellen der Gesellschaft überaus begehrt. Für sie liegt der aufziehende Krieg in weiter Ferne - bis er sie und ihre Familie mit voller Härte trifft. Die sorglosen Jugendjahre sind vorbei und Felicia muss nicht nur endlich Verantwortung übernehmen, sondern auch eine Stärke in sich finden, wie sie für ihre Zeit ungewöhnlich und bemerkenswert ist. Mehr als einmal sind es ihre Zielstrebigkeit und ihr Durchhaltevermögen, die Freunde und Verwandte vor dem Schlimmsten bewahren oder sie ins tiefe Unglück stürzen. Und auch für sich selbst, die sie sich durch den Krieg zu einer unabhängigen Geschäftsfrau entwickelt, muss Felicia schwierige Entscheidungen treffen - denn sie muss sich nicht nur in einer männerdominierten Welt behaupten, sie liebt außerdem zwei Männer. Den Zyniker Alex, der ihr Mann wird, und ihren Jugendfreund Maksim, den idealistischen Revolutionär. Nach meinem ersten Charlotte Link Roman Anfang des Jahres, der mir ganz gut gefallen hat, war der Griff nach einem zweiten Hörbuch nicht weit. Dieses Mal geht es aber in eine völlig andere Richtung, es gibt keinen Kriminalfall aufzurollen, sondern "Sturmzeit" ist der Auftakt zu einer großen Familiensaga rund um die Familie Degnelly und jene, die mit ihr verknüpft sind. In dem Wissen, dass es sich um den ersten Teil einer Trilogie handelt, habe ich vor allen Dingen Felicias Jugendjahre erwartet. Es hat mich also sehr überrascht, dass die Geschehnisse dieses ersten Teils sehr viel weiter reichen. Sie beginnen 1914 und reichen bis hin zum großen Börsencrash am Schwarzen Freitag, was bei einer Laufzeit von nicht ganz 8 Stunden natürlich größere Sprünge mit sich bringt. Manchmal überspringt Charlotte Link Wochen, manchmal Monate, manchmal sogar Jahre. Wenn man so viel bereits in Teil eins abhandelt, weckt das unweigerlich Neugier darauf, was in den weiteren beiden Teilen noch passieren könnte. Weniger Neugier bei mir geweckt hat allerdings Felicia. Sie soll der starke weibliche Charakter sein - und stark ist sie, das ohne jeden Zweifel, dabei leider für meine Begriffe auch völlig unsympathisch. Es gab kaum einen Moment, in dem ich mit ihr fühlen, leiden oder mich freuen konnte. Sie ist eine Egoistin vor dem Herrn und ordnet alles andere ihren eigenen Ambitionen und Bestrebungen unter. Auch die Fülle an weiteren Figuren, die mitunter auch eigene Erzählstränge bekommen (es passiert also nicht alles ausschließlich aus Felicias Sicht, zum Glück) konnten mich nicht wirklich vom Hocker reißen, womit ich aber auch nicht sagen möchte, dass sie schlecht waren. Müsste ich einen Liebling wählen, sei es unter den Figuren oder den Handlungssträngen, so wäre es wohl tatsächlich Alexander Lombard, Felicias Ehemann, obwohl er ein genauso ungenießbarer Zeitgenosse ist. Gudrun Landgrebe als Sprecherin für die Familiensaga hat mir dagegen sehr gut gefallen. Sie liest die Charaktere mit jeweils besonderem Einfühlungsvermögen und erweckt sie so zum Leben - in den meisten Fällen jedenfalls. Viel Handlung, eine große Zeitspanne und in sicherlich vielen Details liebevoll ausgestaltet. Trotzdem konnte "Sturmzeit" als Auftakt der Trilogie um Felicia Degnelly mich nicht so richtig packen. Abraten würde ich allerdings auch niemandem.----------http://licentiapoeticae.blogspot.de/2016/04/hbr-charlotte-link-sturmzeit.html

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