Charlotte Lyne Alles über Shakespeare

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Inhaltsangabe zu „Alles über Shakespeare“ von Charlotte Lyne

Als der Sohn eines Handschuhmachers 1564 in dem kleinen Ort Stratford-upon- Avon geboren wird, ahnt noch keiner, daß er der Verfasser jener unsterblichen Stoffe und Stücke werden soll, die uns heute noch erheitern, begeistern und in ihren Bann ziehen. Bei seinem Tod hinterläßt uns William Shakespeare 36 Dramen, zwei Versepen, 154 Sonette und jede Menge Fragen und Antworten. Shakespeare ist der meistgespielte Bühnenautor der Welt. Keinen anderen Dichter zitieren wir so häufig – oft ohne es zu wissen. Daß die berühmteste aller Fragen – 'Sein oder Nichtsein ' – seiner Feder entstammt, weiß jedes Kind. Aber hätten Sie auch gewußt, daß 'Gut gebrllt, Löwe' ursprünglich kein Kinderbuchtitel war, sondern ein Satz aus einem Shakespeare- Drama? Immer wieder werden seine Stücke für Neuverfilmungen aufgegriffen und mit großem Erfolg in die Kinos gebracht. Shakespeare und kein Ende also? In äußerst unterhaltsamer Weise spürt Charlotte Lyne dem 'Geheimnis' dieses genialen Mannes nach, der sich stets mit den zentralen Fragen des menschlichen Seins beschäftigt hat: Liebe, Eifersucht, Rache, Intrigen, Betrug und Selbstzweifel. Dinge also, die nie aus der Mode kommen. Seine Gestalten haben längst die Bühne verlassen und geistern durch die Welt, durch unsere Köpfe und Herzen: Romeo und Julia, Hamlet, Othello, Lady Macbeth, König Lear, die zarte Ophelia und die widerspenstige Kate. Wer einmal eine Shakespeare-Komödie gesehen hat, weiß um den genialen Wortwitz des Engländers, seine Dramen erweisen ihn als exzellenten Kenner der menschlichen Seele. Dieses Buch zeigt ihn in seiner ganzen Fülle und Aktualität.

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  • Rezension zu "Alles über Shakespeare" von Charlotte Lyne

    Alles über Shakespeare
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    22. December 2011 um 21:17

    Ein Mann aus der Provinz, der nur 8 Jahre die Schule besuchte und nie in einer Universität eingeschrieben war, wird zum größten Theatererschütterer im London des ausgehenden 16. Jahrhunderts. An welchem Tag wurde er geboren? Was machte er zwischen seinem 20. und 30. Lebensjahr? Seit Jahrhunderten beschäftigen sich Historiker und Biografen mit William Shakespeare, dessen Werk zum vielseitigsten und schönsten der Weltliteratur gehört. Wirklich voran kommen sie dabei nicht, denn kaum etwas aus Shakespeares Leben ist mit Dokumenten belegt, weswegen die meisten Biografen sich größtenteils in Spekulationen verlieren. In Charlotte Lynes Buch heißt es sehr schön: ''Von ihm sind weder Briefe noch Tagebücher erhalten, und wer sich an das, was ihn ausmachte, herantasten will, dem bleibt einzig der Weg über das Werk.'' So geht sie auf die einzelnen Facetten in Shakespeares Werk, wie seine Lyrik, seine Komik, seine dramaturgischen Tricks und Kniffe in den Tragödien und seine Liebe im Umgang mit Sprache, ein, und zeigt anhand verschiedener Stücke und auch an Werken anderer Schriftsteller die ihn sehr beeinflussten, die Entwicklung seines Schreibens. Nebenbei gibt es in diesem wunderschön illustriertem Buch auch kleine Exkurse über die Zeit in der Shakespeare gelebt hat. So bekommt man einen Eindruck davon, welche sozialen und politischen Themen ihn wohl damals maßgeblich beschäftigt haben. Charlotte Lyne hat eine schöne, leicht zu lesende Biografie geschrieben, die sich perfekt als Einstieg in die Welt des größten Dramatikers aller Zeiten eignet und auch wenn sie dann und wann ins Schwärmen gerät, so hat sie doch recht, wenn sie in der Mitte des Buches sagt: ''Lassen Sie sich vor Shakespeares Sprache nur keine Angst einjagen! Sie ist hinterhältig, aber sie kommt immer zum Punkt, sie ist komplex, aber genauso straff und schlicht, sie ist dramatisch aber ebenso heiter.'' Ein sehr schönes Buch.

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  • Rezension zu "Alles über Shakespeare" von Charlotte Lyne

    Alles über Shakespeare
    Leserrezension_2009

    Leserrezension_2009

    14. August 2009 um 13:09

    Melanie von www.buchcouch.de hat folgende Rezension eingereicht: "Alles über Shakespeare" beschreibt Leben, Wirken und Werke des wohl berühmtesten und bedeutendsten Dramatikers der Weltliteratur: William Shakespeare. 1564 in dem kleinem Dorf Stratford-upon-Avon in ärmliche Verhältnisse hinein geboren, als junger Mann nach London ausgezogen, um sein Glück zu machen, und mit 46 Jahren in seinen Geburtsort zurückgekehrt, um seine letzten Lebensjahre dort als wohlhabender und gefeierter Mann zu verbringen, lebte William Shakespeare ein ereignisreiches, fast an Unmöglichkeit grenzendes Leben, das noch heute Zweifel an der Identität des Dramatikers schürt. Wenig ist über sein Privatleben dokumentiert, er lebte zurückgezogen und unauffällig. Wer war also William Shakespeare? Was hat ihn getrieben, was inspiriert? Er hinterlässt der Nachwelt neben 36 Dramen auch eine große Anzahl Sonette und zwei Versepen, sowie unzählige Fragen, auf die Wissenschaftler noch heute nach Antworten suchen. Seine Dramen prägen und beschäftigen bis heute die Weltliteratur, werden auf den Theaterbühnen der ganzen Welt aufgeführt, für das Kino verfilmt und im Schulunterricht behandelt. Shakespeare ist noch immer in aller Munde und wird es wohl auch immer sein. Charlotte Lyne versucht, dem Phänomen William Shakespeare auf den Grund zu gehen und bringt dem Leser dabei den Dramatiker auch als Menschen näher. Dank Schulunterrichts, in dem wir “Macbeth” durch genommen hatten, hatte ich eigentlich keine besonders gute Beziehung zu William Shakespeare. Ich habe mir die ein oder andere Verfilmung zu Shakespeares Stücken angesehen, aber um die gedruckte Form habe ich seit der Schule einen großen Bogen gemacht. Warum also habe ich zu einem Sachbuch gegriffen, das ausgerechnet Shakespeares Leben zum Thema hat? Sadismus? Eigentlich ist die Antwort darauf ganz einfach. Ich bin ein großer Fan von Elizabeth I. und ihrer Zeit, und da William Shakespeare Ende des 16. Jahrhunderts seine Karriere begann, hat es mich gereizt über ihn zu lesen, vor allem weil ich über den Menschen William Shakespeare wirklich nicht viel wusste. Aber natürlich auch in der Hoffnung, dabei ein wenig historischen Hintergrund serviert zu bekommen. Nicht zuletzt war die Autorin selbst ein nicht geringer Grund. Die historischen Romane Charlotte Lynes – allen voran „Das Haus Gottes“ - haben tiefen Eindruck hinterlassen, und ich habe es ihr einfach zugetraut, auch das Leben Shakespeares interessant zu verpacken. Und was soll ich sagen, es ist ihr wirklich gelungen. Von der ersten Seite an hat mich der Stil Charlotte Lynes angesprochen. Das Buch ist nicht im geringsten trocken oder langweilig zu lesen. Es ist mit einer Leichtigkeit geschrieben, die es mir unmöglich gemacht hat, mich der Geschichte zu entziehen und hat mir dadurch wirklich große Freude und schöne Lesestunden bereitet. Die Autorin versucht nicht, ihren Stil – den ich aus ihren Romanen so schätze – sachbuchgerecht anzupassen, so dass man stellenweise fast meinen könnte, “Alles über Shakespeare” sei eine Passage aus einem Roman. An den richtigen Stellen erzählt sie mit einem leichten Augenzwinkern; dabei wirkt es aber nie gekünstelt, stark überzogen, oder unpassend humorvoll. Charlotte Lyne hat genau den richtigen Weg gefunden, eine interessante, spannende und auch lehrreiche Biographie über William Shakespeare zu schreiben. Es liest sich flüssig und angenehm, und es ist an einigen Stellen wirklich unmöglich, das Buch zur Seite zu legen. Die Autorin zieht sowohl historisch belegte Fakten heran, um sich Shakespeares Leben zu nähern, als auch persönliche Schlussfolgerungen, die sich aus seinen Lebensumständen, Kindheit, politischer Ereignisse, wirtschaftlicher Konsequenzen etc. ergeben haben könnten. Für mich klang es absolut plausibel und ich mag diesen Ansatz sehr, vor allem, weil er nicht zu wissenschaftlich daher kommt, sondern das Buch auch für Laien absolut nachvollziehbar und verständlich macht. Dabei ist das Buch wunderbar illustriert, so dass ich allein viel Zeit für die vielen Abbildungen in großartiger Qualität – zum Großteil sogar in Farbe -, und Zitate verbracht habe. Dabei sind sowohl die Bilder, als auch die Zitate perfekt auf den Inhalt der einzelnen Seite abgestimmt und passend ins Gesamtlayout eingebunden. Da hat sich der Verlag äußert viel Mühe gemacht. Es ist wirklich ein Genuss, dieses Buch durchzublättern und sich darin zu vertiefen, sei es im Text, in den Abbildungen oder den Zitaten. Die Zitate sind wie gesagt thematisch auf den Inhalt abgestimmt und bestehen zum Teil aus Shakespeares Werken und zum Teil von Persönlichkeiten, die sich über Shakespeare und seine Stücke geäußert haben. Das lockert nicht nur den Text auf, sondern vermittelt eine ganz wunderbare Atmosphäre. Auch bekommt man dadurch ein komplexeres Bild von Shakespeare und seinem Lebenswerk. Und wäre das nicht schon ausreichend, um mich zu begeistern, gibt es hin und wieder Exkurse, die den historischen Hintergrund behandeln. Dadurch erfährt der Leser alles notwendige, um Shakespeares Welt verstehen zu können. So erzählt Charlotte Lyne ein wenig über die damaligen Lebensverhältnisse, über die Könige Englands, die eine Bedeutung für das Leben im 16. Jahrhundert hatten, das Aussehen Londons und das Theater, um nur einiges zu nennen. Vor allem der Ausflug in die Theaterwelt des 16. Jahrhunderts hat mich unheimlich fasziniert und mir eine Menge neuen Wissens beschert. Diese Exkurse tragen ebenso zur Atmosphäre bei wie die erwähnten Zitate und man bekommt einen lebhaften, eindringlichen Eindruck von Shakespeare und macht ihn zu jemandem, der wahrhaftig gelebt hat. Ich zumindest habe dadurch eine wesentlich bessere Vorstellung vom Leben in dieser Zeit bekommen. Aber es geht nicht allein um Shakespeares Leben. Ebenso ausführlich beschäftigt sich die Autorin mit seinen Werken. Erst dachte ich, das würde sicherlich äußerst zäh werden, aber hier konnte mich Charlotte Lyne ein weiteres Mal überraschen, denn selbst diese ausführlichen Passagen haben mich packen und fesseln können. Damit hätte ich wirklich nicht gerechnet. Vielleicht trifft es nicht jedermanns Geschmack, aber selbst einen Shakespeare-Muffel wie mich, konnten diese Einführungen in Shakespeares Stücke begeistern. Es war wirklich aufregend, z.B. etwas über “Ein Sommernachtstraum” oder “Antonius und Cleopatra” zu lesen und ich muss gestehen, es hat mich sehr, sehr neugierig auf mehr gemacht. Auf Seite 135 schreibt die Autorin: “Jedem, der Shakespeare liebt (und auch jedem, der es noch nicht tut), …” Damit hat Charlotte Lyne bei mir einen Nerv getroffen, denn genau zu den letzteren musste ich mich zählen, und sie hat absolut recht damit getan, das “noch” hervorzuheben. Denn am Ende zähle ich mich zu den Bekehrten und ich denke, es dauert nicht mehr allzu lang und ich werde mich nach mehr als zehn Jahren doch noch einmal an ein Stück William Shakespeares wagen. Fazit Charlotte Lyne hat mich mit diesem Sachbuch absolut und uneingeschränkt erreicht. Shakespeare ist mir nun vertrauter und meine Lust ist geweckt, in seine Welt erneut einzutauchen. Es ist großartig geschrieben, wunderschön illustriert und der ausführliche Anhang lässt keinerlei Wünsche offen. Um sich als Laie mit William Shakespeare, seinem Lebenswerk und seiner Welt vertraut zu machen, ist “Alles über Shakespeare” wirklich unbedingt empfehlenswert.

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