Charlotte Lyne Das Haus Gottes

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Inhaltsangabe zu „Das Haus Gottes“ von Charlotte Lyne

Ein Schiff für den König, ein Geheimnis im Haus Gottes und die Macht einer verbotenen Liebe Portsmouth, 1336. Die tatkräftige Dorothy heiratet den gut aussehenden Symond, Sohn des berühmten Schiffsbauers Aimery Fletcher. Doch schon bald zerbricht ihr Traum vom Glück: Symond entpuppt sich als Taugenichts und Frauenheld. Dorothy muss zusehen, wie sie sich und ihre Kinder über die Runden bringt. Da geschieht eine unfassbare Katastrophe: Die Franzosen legen Portsmouth in Schutt und Asche; es ist der Beginn des Hundertjährigen Krieges. In ihrer Verzweiflung wendet sich Dorothy dem Schwiegervater zu. Aber kann ein Mann ihr helfen, von dem es heißt, er habe seine untreue Ehefrau ermordet?

Der beste Roman der letzten Jahre . Ich bin einfach begeistert, so viele Bilder im Kopf. Ein Muss* für jeden Historienfan,,,,

— Angie*
Angie*

"Das Haus Gottes" ist ein spannender, bildgewaltiger Roman, der mich mit jeder weiteren Seite mehr gefesselt hat.

— KirstenKlein
KirstenKlein

Ein wunderbarer historischer Schmöker mit knarzenden Figuren und viel Gefühl.

— allegra
allegra

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  • Leserunde zu "Das Haus Gottes" von Charlotte Lyne

    Das Haus Gottes
    yari

    yari

    Hallo, Charlotte Lyne hat sich bereit erklärt, im Rahmen einer Leserunde "Das Haus Gottes" mit uns zu lesen. Exemplare kann ich leider keine zur Verfügung stellen. Aber vielleicht hat schon jemand das Buch oder kann es neu oder gebraucht erwerben. Der Klapptext zum Buch lautet wie folgt: Ein Schiff für den König, ein Geheimnis im Haus Gottes und die Macht einer verbotenen Liebe Portsmouth, England, 1336. Der schwelende Konflikt zwischen England und Frankreich verhilft der Hafenstadt zum Aufschwung. In dieser Blütezeit hält die lebenslustige Dorothy Hochzeit mit Symond, dem hübschen Sohn des visionären Schiffsbauers Aimery Fletcher. Voller Zuversicht sieht sie ihrem neuen Leben entgegen, doch schon bald zerbricht ihr Traum vom Glück, denn Symond entpuppt sich als Frauenheld und Luftikus. Als französische Kriegsschiffe die Stadt in Schutt und Asche legen und Dorothys kleiner Sohn in der Feuersbrunst stirbt, wendet sie sich in ihrer Verzweiflung Aimery zu. Sie ist die erste Frau, die sein vor Trauer verwundetes Herz berührt, seit er als angeblicher Mörder seiner Gattin geächtet ist. Wird es ihnen gemeinsam gelingen, in der nun von Krieg und Pest gebeutelten Stadt zu überleben? Wer Lust hat mitzulesen, kann sich ja einfach hier eintragen. Liebe Grüße Yari

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  • Das Haus Gottes

    Das Haus Gottes
    yari

    yari

    21. June 2013 um 18:22

    "Das Haus Gottes" spielt Mitte des 14. Jahrhunderts in Portsmouth am Solent. Der Roman handelt von der tatkräftigen Dorothy "Dotty" Loyes, die Symond Fletcher, den Sohn von Aimery Fletcher, einem Schiffbauer, heiratet. Doch Symond entpuppt sich als schlechter Ehemann. Er säuft und treibt sich lieber bei anderen Frauen herum. Halt findet Dotty bei ihrem zurückhaltenden und wortkargen Schwiegervater Aimery, der sie sogar bei der Geburt ihrer Zwillinge Richilda und Clement unterstützt. Er ist auch für sie da, als ihr kleiner Sohn stirbt. Doch Aimery hat in Portsmouth keinen guten Stand. Er wird beschuldigt, seine Frau Helewise ermordet zu haben. Schließlich bricht der Krieg zwischen Frankreich und England aus und Portsmouth wird von den Franzosen überfallen. Die Franzosen setzen die Stadt in Brand, plündern und vergewaltigen Frauen. Es bricht keine einfache Zeit für Dotty und ihre Familie, sowie die Bewohner von Portsmouth an, denn es kommt noch Schlimmeres auf sie zu. Charlotte Lyne hat mit "Das Haus Gottes" einen düsteren, aber trotzdem hoffnungsvollen und gefühlvollen Roman geschrieben, der das MIttelalter mit seinem Aberglauben und Gebräuchen sehr realistisch darstellt. Die Protagonisten sind mit all ihren Stärken und Schwächen wunderbar geschildert. Man kann sich in die Personen gut hineinversetzen. Charlotte Lyne hat mich mit der Geschichte um Dotty und Aimery berührt, weil man immer wieder beim Lesen merken konnte, dass diese Zeit wahrlich keine leichte für die Menschen war, und diese trotzdem die Hoffnung nie aufgaben. Deswegen kann ich diesen Roman nur weiterempfehlen, und er bekommt die volle Punktzahl von mir.

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  • Einblick ins harte Leben im Mittelalter

    Das Haus Gottes
    Buecherwurm1973

    Buecherwurm1973

    17. June 2013 um 10:11

    Wir schreiben das Jahr 1336. Dorothy Loyes heiratet Symond Fletcher. Sie ist voller Vorfreude auf ihr Leben als Ehefrau. Doch ihre Träume zerplatzen schnell wie Seifenblasen. Ihr Angetrauter entpuppt sich als Taugenichts, der sich in anderen Betten umtreibt. Ihr Schwiegervater Aimery spricht kaum. Die ganze Stadt verurteilt ihn als Mörder seiner Frau. Er wird als schwarzer Satan verachtet. Sie fühlt sich alleingelassen und einsam. Dann bekommt sie die Zwillinge Clement und Richilda. Ihre Aufmerksamkeit gilt von nun an Clement. Doch ihr Glück währt nicht lange. Portsmouth wird überfallen. Der Grossteil der Stadt wird zerstört. Aimery hilft ihr, die Kinder zu retten. Doch für ihren Sohn kommt jede Hilfe zu spät. Dorothy zerbricht aber nicht. Sie wird eine starke Frau,die für viele eine Stütze sein wird. Während sie kaum jemand hat. Immer wenn die Ausgangslage aussichtslos scheint, bekommt sie Hilfe von einem Familienmitglied. Der Sprachstil von Charlotte Lyne verleiht der Geschichte Authizität. Sie entführt einem ins 14. Jahrhundert. Am Schluss hatte ich das Gefühl, Dorothy 13 Jahre lang begleitet zu haben. Sie und die Bewohner von Portsmouth erleben Angst, Hass, Trauer, Liebe, Sühne…. An Charlottes Lyne’s Bücher fasziniert mich immer wieder, wie genau alles recherchiert ist und die Figuren ausgearbeitet sind. Man merkt einfach, dass die Autorin weiss, wovon sie schreibt. Nur so kann sie ihren Büchern die nötige Authizität verleihen, die sich von anderen Historischen Romanen abheben. Fazit: Wer Historische Romane mag, die einen Einblick ins Leben im Mittelalter zeigen, sei dieser Roman ans Herz gelegt. Er ist nicht immer einfach zum Lesen, auch als Leser muss man hart durch, aber es lohnt sich.

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  • Leserunde zu "Im Tal der träumenden Götter: Roman" von Carmen Lobato

    Im Tal der träumenden Götter
    Buecherwurm1973

    Buecherwurm1973

    Charlotte Lyne hat unter dem Pseudonym Carmen Lobato den Roman „Im Tal der träumenden Götter“ veröffentlicht. Diesmal geht’s nach Mexico. Eine atmosphärische und atemberaubende Familiensaga rund um Katharina, ihren Mann und ihren Kindern. Wenn dich die Kurzbeschreibung neugierig auf mehr macht, bewirb dich auf eines der 10 Freiexemplare, die der Verlag Droemer Knaur   zur Verfügung stellt. Kurzbeschreibung:  Mexiko Ende des 19. Jahrhunderts: Glücklich und zufrieden lebt Katharina mit ihrem Mann und ihren Kindern auf ihrem Landgut. Sie lieben ihre beiden Töchter Josefa und Annavera, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Stets fühlt sich Josefa zurückgesetzt, glaubt nicht dazuzugehören. Als sie einem zwielichtigen Großgrundbesitzer begegnet, verfällt sie ihm vom ersten Moment an. Kann Katharina ihre Tochter vor einem folgenschweren Fehler bewahren?   Wenn ihr mehr über Katharina und ihre Familie erfahren wollt, beantwortet bis am 21. April 2013 folgende Frage: Was fasziniert euch an Familiensagas?   Bitte bewerbt euch nur, wenn ihr Zeit und Musse für die Leserunde habt. Ihr lest das Buch möglichst zeitnah, beteiligt euch an der Leserunde und schreibt am Ende eine Rezension.  

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    • 581
    allegra

    allegra

    04. May 2013 um 15:22
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    Ein LovelyBooks-Nutzer schreibt Och, warum fandest Du die denn jetzt furchtbar? Dass Du das Haus Gottes gelesen hat, freut mich sehr, sehr, sehr. Es geht naemlich gerade out of print, ich trauere ihm ziemlich nach, muss ich ...

    Die Hartmanns.........wie sie während dem Regensturm auf Benito losgegangen sind........und dann die Stimmung bei dieser Weihnnachtsfeier.........Schüttel. Sie haben gut daran getan, sich ...

  • Rezension zu "Das Haus Gottes" von Charlotte Lyne

    Das Haus Gottes
    Neonsonne

    Neonsonne

    23. December 2011 um 14:29

    Mitte des 14. Jahrhunderts, Porthmouth England. Die junge und hübsche Dorothy wird mit Symond Fletcher verheiratet. Sie ist verliebt in diesen tollen Mann und freut sich auf eine Zukunft mit ihm. Doch Symond entpuppt sich als Nichtsnutz. Er hurt herum und besteigt alles was ihm zwischen die Finger gelangt. Dotties Schwiegervater Aimery Fletcher ist ein seltsam zurückgezogener grißgrämiger und sturer Schiffsbauer mit eigener kleinen Werft. Er geht ihr so oft aus dem Weg wie möglich.. . Die Bewohner aus Portmouth verachten ihn, weil er vor langer Zeit von seiner geliebten Frau betrogen wurde und er sie deshalb ermordet hat. Gilbert, der Mann mit dem sie ihn betrogen hat ist der Erzfeind Aimerys und lässt nichts unversucht ihm zu schaden. Dann bricht der Krieg zwischen England und Frankreich aus. Die Franzosen steuern auch den Hafen in Porthmouth an, morden, vergewaltigen und stecken die Stadt in Brand. Doch das soll nicht genug sein. Die Pest, auch die große Sterblichlkeit genannt, nähert sich mit großen Schritten... . Ein unbeschreiblich tolles Buch, in dem ganz wundervolle Figuren ihr Leben leben. Aberglaube bestimmt ihren Alltag. Sehr ausführlich wird auf die Hauptpersonen eingegangen. Einige Szenen versetzten mir als Leser einen Stich ins Herz. Hier wurde sehr gefühlvoll und zugleich hart geschrieben. Dieses Buch ist nicht ganz so schwer zu lesen wie Glencoe. Kaum sind die Menschen dabei sich von ihren Schicksalsschlägen zu erholen, rollt auch schon der Nächste an. Ich kann dieses Buch mit gutem Gewissen weiter empfehlen. Ein historischer Roman, den man gelesen haben muß. Von meiner Seite aus gibt es einfach nichts zu beanstanden. Eine Geschichte die unter die Haut geht! . Lieblingsstelle: Jetzt sah er, was er nicht hatte sehen wollen. Die Leichenhaufen, die trotz des Regens nach verbranntem Körperfett stanken. Die Helfer, die Menschenleiber auf Handkarren schleiften und ächzend zu den aufgehäuften schoben. Die Lebenden, die in Aschebergen nach brauchbarem scharrten und zwischen Toten nach vertrauten Gesichtern...

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  • Rezension zu "Das Haus Gottes" von Charlotte Lyne

    Das Haus Gottes
    nirak03

    nirak03

    08. December 2011 um 21:38

    „Das Haus Gottes“ ist ein weiterer Roman von Charlotte Lyne, einer meiner liebsten Autorinnen aus dem historischen Bereich. Ihr Schreibstil ist ein wenig gewöhnungsbedürftig, aber hat man sich erst einmal daran gewöhnt, kann man das Buch auch nicht mehr aus der Hand legen, jedenfalls ging es mir so. Am liebsten hätte ich es in einem Rutsch durchgelesen. Die Autorin erzählt die Lebensgeschichte von Dorothy und Aimery zwei einfache Leute aus Portsmouth. Sie lies uns teilhaben an dem Schicksal dieser Menschen. Nicht nur die Naturkatastrophen dieser Zeit, verregnete Sommer, schlechte Ernten und zuletzt die Pest, machten das Leben schwer, nein auch der große Krieg Englands nahm damals seinen Anfang und machte den Menschen von Portsmouth schwer zu schaffen. Am Anfang waren die Charaktere wie Aimery und Dorothy noch schwer zu fassen, aber im Laufe der Seiten gewannen sie an Intensität und wurden mir mehr als nur sympathisch. Die Autorin beginnt ihre Geschichte im Jahre 1336 und endet 1349. Also über einen Zeitrahmen von 13 Jahren durfte ich an dem Leben von Dorothy teilhaben. Es gibt in diesem Buch so viele Charaktere die es lohnen würde zu erwähnen, es würde aber den Rahmen hier sprengen und auch zuviel vom Buch verraten wenn ich es tun würde. Also sei nur so viel gesagt nicht nur Aimery und Dorothy sind interessante Protagonisten, es gibt noch einige mehr davon. Was mich hier wirklich beeindruckt hat ist, wie diese Menschen trotz all ihrer schweren Schicksalsschläge immer wieder aufgestanden sind und ihr Leben neu geordnet haben und weitergelebt haben und ich hatte nicht den Eindruck als wenn sie an ihrem Leben keine Freude gehabt hätten, eher im Gegenteil. Gerade die Darstellung der einzelnen Schicksale, im guten wie im negativen macht „das Haus Gottes“ zu einem glaubwürdigen Bericht aus dem 14 Jahrhundert. Jedenfalls habe ich es so empfunden, und am Ende fiel es mir schwer Portsmouth wieder zu verlassen. „Das Haus Gottes“ gehört für mich zu den besten Büchern die ich dieses Jahr gelesen habe. Leider gab es in meiner Taschenbuchausgabe nur wenig Zusatzmaterial. Lediglich ein Glossar befindet sich am Ende der Ausgabe. Schade, ich hätte gern auch ein Nachwort der Autorin gelesen, in dem zumindest ein klein wenig Fiktion und Wahrheit von einander getrennt würde.

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  • Rezension zu "Das Haus Gottes" von Charlotte Lyne

    Das Haus Gottes
    mijou

    mijou

    06. August 2011 um 15:42

    Dorothy Loyes aus Southampton ist überglücklich als sie den jungen und gut aussehenden Symond Fletcher aus Portsmouth heiratet. In ihrem neuen zu Hause in Portsmouth gibt es neben Agnes der Schwester von Symond, noch den Großvater Fletcher und Vater Aimery Fletcher, den ein dunkles Geheimnis umgibt. Für Dorothy ist der dunkle Aimery schwer zu durchschauen und ihr unheimlich, aber sie hat ein fröhliches unverwüstliches Gemüt und übernimmt schnell das Regiment im Haushalt der Fletchers... Ein sehr düsterer, bewegender Roman mit blumiger Sprache, der einen mühelos in die brutale Zeit des Mittelalters eintauchen lässt. Die Protagonisten Dorothy und Aimery wachsen einem ans Herz und man durchleidet die vielen Schicksalsschlägen mit den Beiden. Ein Buch das fesselt bis zum Ende, jedoch nur wenige positive Momente bietet, aber trotzdem lohnenswert zu lesen. Nicht ganz so düster wie Glencoe...!

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  • Rezension zu "Das Haus Gottes" von Charlotte Lyne

    Das Haus Gottes
    sabisteb

    sabisteb

    13. August 2010 um 11:54

    Portsmouth, 1336: Die siebzehnjährige Dorothy heiratet ihren gutaussehenden, blonden und blauäugigen Traummann Symond Fletcher. Schon bald muss Dorothy jedoch erkennen, dass Symond alles andere als ein guter Ehemann ist. Er vernachlässigt seine junge, schwangere Ehefrau und treibt sich bei Huren herum. Als wären das nicht genug Probleme sieht sich Dorothy mit einem des Mordes an seiner Frau verdächtigten Schwiegervater, einer sinnlichen und sittenlosen Schwägerin und einem geizigen Großvater konfrontiert. Alle Versuche Dorothys Ordnung in diesen verkommenen Haushalt zu bringen verlaufen zunächst im Sande. Als die Franzosen Portsmouth in Schutt und Asche legen, kommt endlich die wahre Natur der Menschen Zutage. Dorothy erweist sich als kompetente Glucke, die ihre Familie zusammenhält, Symond als Versager und Aimery, sein Vater, als Fels in der Brandung. Aimery ist zu jeden Opfer bereit, um den kümmerlichen Rest seiner Familie zu retten, der den Brand überlebt hat, er zieht dafür mit dem König in den Krieg und gibt seinen Traum auf ein Schiff zu bauen, wie es zuvor noch keines gegeben hat. Er leugnet sich selbst gegenüber seine Liebe zu seiner Schwiegertochter Dorothy, die sich in sinnlose Affären stürzt, um ihre Gefühle ihrem Schwiegervater gegenüber zu verdrängen. Ähnlich wie in Die zwölfte Nacht: Historischer Roman erzählt Charlotte Lyne bildgewaltig die Geschichte einer Zeit im Umbruch und den Beginn einer neuen Epoche. Das Mittelalter neigt sich langsam seinem Ende, die Pest dezimiert die Bevölkerung und dennoch streben die Menschen weiter nach Glück. Die Liebesgeschichte dieses Romans wird überschattet von einem Mord, der vor langer Zeit geschah und den gesellschaftlichen Normen, die dieser Liebe entgegenstehen. Die Charaktäre dieses Buches sind vielschichtig und schwierig. Sie haben viele Ecken und Kanten und haben über die Zeit so viele Verletzungen davongetragen, dass sie ihre Seele nur mit Mühe zusammenhalten. Charlotte Lyne erzählt eine Liebesgeschichte zweier schwieriger, sturer Menschen, die zueinander finden wollen und es doch wieder nicht wollen, die hin und her schwanken wie das Seegras in den Gezeiten des Solent. Charlotte Lyne zeigt erneut ihr großes Talent Personen lebensnah zu charakterisieren, so lebensnah, dass man denkt lebende, atmende Menschen in ihrem täglichen Leben zu beobachten. Mit großem Geschick schafft erschafft sie lebensechte Personen, die man nicht unbedingt lieben muss, aber doch respektiert, verehrt und versteht oder zumindest zu verstehen versucht. Die Sprache ist poetisch und expressiv, was das Lesen zu einem sinnlichen Genuss macht.

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  • Rezension zu "Das Haus Gottes" von Charlotte Lyne

    Das Haus Gottes
    smutcop

    smutcop

    17. April 2010 um 15:00

    Ein toller historischer Roman des 14 Jh. Es geht um das leben von Personen die ihr Brot am und aus dem Meer verdienen müßen. Hauptdarsteller sind der begnadete Schiffbauer und Schreiner Aimery und seine Schwiegertocher Dottie. Dargestellt wird ein detailiertes Bild des englischen Alltags am Solent, die Tragweite der Pest und französischer Überfälle, englischer Vergeltungen und mittendrin einen Familie, die einfach nur Überleben möchte. Gewürzt mit einer großen Portion Glaube, Aberglaube und mit der für die Zeit obligatorischen direkten Art von Sex/Lust schildert die Autorin hier ein hartes Bild dieser Zeit. Mit einigen Längen aber immer spannend, moralisch z.T beispielhaft wird der Kampf der Einwohner gegen den Schwarzen Tod und den Hunger dargestellt.

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  • Rezension zu "Das Haus Gottes" von Charlotte Lyne

    Das Haus Gottes
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    02. March 2010 um 23:13

    Was für ein Buch... Gefühlsgewaltig, ohne ins Kitschige abzudriften, spannungsgeladen, mitreissend und beeindruckend, durch unglaublich bildhafte Beschreibungen der historischen Geschehnisse. Im letzten Jahr war Charlotte Lynes "Die zwölfte Nacht" mein historisches Lesehighlight. "Das Haus Gottes" hat es nun kurz vor Ablauf diesen Jahres ebenfalls geschafft, diesen Platz einzunehmen. Die Autorin steigert sich für mich von Buch zu Buch. Ihre Geschichte um Dorothy und den Schiffsbauer Aimery Fletcher strotzt nur so von tiefgründigen Charakteren, niemand bleibt eindimensiomal, sondern jede Figur, egal ob Haupt- oder Nebencharakter hat Stärken und Schwächen, gute und schlechte Seiten. Neben Dottie stehen besonders die männlichen Protagonisten im Mittelpunkt, was mir gut gefallen hat. Das Innerste der Personen wird beleuchtet, man kann das Handeln aller Figuren nachvollziehen, auch wenn die Handlungen an sich vielleicht nicht entschuldbar sind. Dadurch kommt man ihnen sehr nah, wird mitten ins Geschehen gezogen und fühlt mit allen Beteiligten mit, auch den auf den ersten Blick "bösen" Charakteren. Schön, dass auch die Nebenfiguren wie beispielsweise der blinde John, der Master des Domus Dei oder Agnes und Symond, Aimerys Kinder, nicht vergessen werden und man mit ihnen am Ende des Buches Frieden schließen kann. Das damalige Leben in Portsmouth wird sehr plastisch beschrieben. Sei es der Schiffsbau, die alltäglichen Aufgaben oder die Kämpfe. Die Schrecken des Krieges und vor allem der Pest sind so spürbar, so real. Der Verzweiflung, aber auch der Stärke, dem Wille zu Überleben der Menschen dort, kann man sich nicht entziehen. Freude, Leid und Trauer, aber auch Stolz und Zufriedenheit sind die Emotionen, die "Das Haus Gottes" weckt und es zu einer Geschichte machen, die man wahrhaftig erlebt. Lynes teils unverblümte und raue Sprache erweckt ihre Figuren zum Leben, macht sie fassbar und dessen ungeachtet schafft sie es wieder, mit ihrem zum Teil fast poetischem und feinsinnigen Ausdruck zu begeistern. Man merkt wieder einmal, wieviel Leidenschaft und Arbeit die Autorin in ihre Bücher steckt, was ihre Werke zu mitreissenden und unvergesslichen Geschichten macht. Wirklich großartig. Ich freu mich schon auf den nächsten Schmöker aus Lynes Feder.

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  • Rezension zu "Das Haus Gottes" von Charlotte Lyne

    Das Haus Gottes
    Steffie220

    Steffie220

    28. August 2009 um 16:22

    Im mittelalterlichen Portsmouth wurde eine Frau von ihrem eigenen Ehemann getötet. Aimery Fletcher heisst dieser Mann und wird seit diesem Tag geächtet als Mörder und auch als die Ausgeburt Satans. Er zieht sich zurück und straft sich durch Einsamkeit selbst für seine Taten bis zu dem Tag an dem seine Schwiegertochter in sein Leben tritt, die durch ihre zupackende Art und Weise zeigt, wie anders das Leben sein kann und das es sich lohnt mit anderen Menschen gemeinsam etwas zu tun. "Das Haus Gottes" ist der erste Historische Roman den ich von Charlotte Lyne lese und ich bin bis zu einem gewissen Maße sehr angetan von ihr. Man merkt, dass sie sehr gut für dieses Buch recherchiert hat und sie schafft es sehr gut, dass man sich sofort in die damalige Zeit zurückversetzt fühlt. Die Sprache der Figuren finde ich außerordentlich gut getroffen, stellenweise sogar besser als in anderen Historischen Romanen. In diesem Buch gibt es keinen richtigen Helden. Im Gegenteil. Alle Figuren haben gute und schlechte Seiten an sich, die sich nach und nach entwickeln. Dies möchte ich hier am Beispiel von Aimery festmachen: Aimery scheint zu Beginn der Bösewicht zu sein. Er hat seine Frau ermordet und wirkt eigenbrödlerisch und nicht sonderlich sympathisch. Im Laufe des Buches zeigt sich aber, was hinter der Fassade steckt. Er ist keineswegs ein böser Mensch, sondern jemand der viel Leid erfahren hat und alle Schuld dieser Welt auf seinen Schultern trägt. Aimery hat mich in diesem Buch beeindruckt, genauso wie Dorothy. Dorothy packt einfach mit an und stellt ihre wirklichen Bedürfnisse immer hinten an. Doch auch sie ist keineswegs eine Frau die nur Gutes tut, sondern sie macht Fehler und steht aber auch dazu, was sie für mich zu einer starken und bewundernswerten Frau macht. Der Roman lebt von seinen Figuren und seinen lebendigen Beschreibungen. Der Schiffsbau selbst erschien mir persönlich nicht als Haupthandlung sondern als Bindeglied zwischen dem schnöden Baus eines Schiffes und der Seele von Aimery und seiner Familie. An historischen Fakten wie dem Hunderjährigen Krieg und dem Ausbruch der Pest in England fehlt es ebenfalls nicht und wird von Charlotte Lyne wirklich sehr schön und lebendig in die Geschichte eingeflochten. Gerade was den Krieg angeht schafft sie es einem ein Gefühl für diese Zeit und das Leben der Soldaten zu geben, ohne dass sie seitenweise Schlachten beschrebt, was mich leider in vielen Historischen Romanen langweilt. Zum Schluss werde ich nun begründen wieso ich dem Buch trotzdem, dass ich es hervorragend finde keine volle Punktzahl gebe. So gut es beschrieben ist, so lebendig die Figuren, so ergreifend die Handlung, leider konnte mich das Buch nicht richtig packen. Um einem Buch die volle Punktzahl zu geben muss es mich einfach so sehr fesseln, dass ich es kaum noch aus der Hand legen möchte, was hier einfach nicht gelungen ist. Ich kann das Buch aber trotzdem jedem Freund von Historischen Romane die in England spielen uneingeschränkt empfehlen.

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  • Rezension zu "Das Haus Gottes" von Charlotte Lyne

    Das Haus Gottes
    Bokmask

    Bokmask

    07. August 2009 um 23:14

    Autor: Lyne, Charlotte Titel: Das Haus Gottes Originaltitel: Verlag: Rororo Original Verlag: Erschienen: 2009 /05 Original: Seiten: 701 ISBN-10: 3499249189 ISBN-13: 978-3499249181 Cover: TB Preis: 9,95 € Serie: keine [b]Inhaltsangabe:[/b] [quote] Eine Liebesgeschichte in den Wirren des 100-jährigen Krieges. Ein Schiff für den König, ein Geheimnis im Haus Gottes und die Macht einer verbotenen Liebe Portsmouth, 1336. Die tatkräftige Dorothy heiratet den gut aussehenden Symond, Sohn des berühmten Schiffsbauers Aimery Fletcher. Doch schon bald zerbricht ihr Traum vom Glück: Symond entpuppt sich als Taugenichts und Frauenheld. Dorothy muss zusehen, wie sie sich und ihre Kinder über die Runden bringt. Da geschieht eine unfassbare Katastrophe: Die Franzosen legen Portsmouth in Schutt und Asche; es ist der Beginn des Hundertjährigen Krieges. In ihrer Verzweiflung wendet sich Dorothy dem Schwiegervater zu. Aber kann ein Mann ihr helfen, von dem es heißt, er habe seine untreue Ehefrau ermordet? [/quote]Quelle: Amazon de [b]Meine Meinung[/b] Dieses Buch von Charlotte Lyne war für mich das dritte, und ich kann nicht sagen ob es besser oder schlechter war als die vorigen. Die Autorin hat in jedem Buch eine andere Thematik, welche sie bis ins kleinste Detail ausfeilt und von Grund auf recherchiert. In dem vorliegenden Buch habe ich eine ganze Menge über den damaligen Schiffbau und der Stadt Portsmouth erfahren und lernen dürfen. Das Glossar am Ende des Buches half mir sehr gut wenn ich Bezeichnungen nicht kannte. Die Geschichte um Dorothy und deren Familie wurde niemals undurchsichtig, auch wenn es zu beginn einiges an Personen zu beachten gab. All diese Personen lernt der Leser mit jeder Seite besser kennen. Die anfangs Bösen bekommen einen sehr eigenen Charakter und einige sind im Herzen gar nicht die Bösen. Auch die Guten werden sehr gut ausgeleuchtet. Es ist immer besser zu verstehen warum sich welche Person nun gerade so verhält. Als die Pest Portsmouth heimsucht musste ich mich von einigen liebgewonnenen Protagonisten verabschieden, aber auch einige Miesepeter fallen dem schwarzen Tod (Beulenpest) zum Opfer. Die ganze Geschichte ich mir sehr viel Gefühl und mit dem Herzen an diese Stadt geschrieben worden, man kann sich dem nicht entziehen, auch das traurige Kapitel der Pest hat mir Seiten gezeigt an die ich so nie gedacht hätte. Das Ende der Geschichte ist einfach nur wunderbar, es hat bei mir Wünsche zum Ende wahr gemacht. So ein Ende ist einfach nur schön, der Leser kann für sich selber den Gedanken weiter spinnen wie es dort jetzt weiter geht. Fazit: Eine wirklich Runde Geschichte die einen mitzieht, spannend , fesselnt und einfach mit ganzen Herzen verfasst Dieses Buch bekommt von mir 5 von 5 Sternen.

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  • Rezension zu "Das Haus Gottes" von Charlotte Lyne

    Das Haus Gottes
    beowulf

    beowulf

    21. July 2009 um 16:19

    Es gibt gute Schriftsteller, die historische Romane schreiben und es gibt Charlotte Lyne. Unter vielen guten ist sie eine Primmadonna asoluta, lebendige Figuren, Geschichten die Geschichte tragen, wunderbar und brutal zugleich erzählt, da schreibt niemand über die starke Frau gegen böse Männer im "Die ..in"- Stil, da handeln Personen in ihr Schicksal verstricjkt, da wird von Leben und Sterben berichtet, dass es dem Leser nahegeht. Einfach ein wunderbares Buch.

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  • Rezension zu "Das Haus Gottes" von Charlotte Lyne

    Das Haus Gottes
    Kathchen

    Kathchen

    25. January 2009 um 04:07

    Die Autorin Charlotte Lyne erzählt in ihrem neuen Roman die Geschichte verschiedener Menschen. Da wäre zum einen die junge Dorothy, die sich von ihrem Leben immer etwas mehr erhofft. Sie ist bereit, ihr Leben mit dem schönen Symond Fletcher zu teilen, doch nachdem die rosarote Brille von ihren Augen verschwunden ist, scheint Symond nicht der zu sein, für den sie ihn gehalten hat. Sein Vater, Aimery Fletcher, ist ein sehr begabter Schiffsbauer und er verbringt die meiste Zeit auf seiner Werft. Er lebt zurückgezogen, da er vor Jahren schuld auf sich genommen hat und die ganze Stadt ihn nur den "schwarzen Satan" nennt. Seine Tochter Agnes liebt Aimery sehr. Das lebensfrohe Geschöpf ist immer gut gelaunt und für jeden Spaß zu haben. Doch nicht nur die "lieben" Personen spielen in diesem Roman eine Rolle, sondern auch die "Bösen". Z.B. Aimerys ewiger Neider Gilbert Berkham, der selbst eine Werft besitzt, allerdings nicht so ein großes Talent. Aber eine Sache verbindet sie miteinander, die Liebe zu Portsmouth, zum Solent. Man merkt sehr, dass die Autorin selbst diesem, wie es scheint, wunderschönen Ort nicht abgeneigt ist. Wenn ich das Buch, mit einem Wort beschreiben müsste, würde mir das sehr schwer fallen. Aber ein Wort, dass es am Besten trifft ist: Lebendig. Ich hatte während des Lesens das Gefühl, als wenn alles so lebendig, echt wäre. Die Protagonisten erfahren nicht nur Glück und Freude, sondern vorallem Leid und Trauer. Jegliche menschlichen Gefühle kommen in diesem Roman vor. Diese Gefühle haben sich auch stark bei mir widergespiegelt, in dem einen Moment war ich glücklich und im anderen Moment hätte ich das Buch am liebsten gegen die Wand geworfen. Besonders Dorothy habe ich sehr bewundert, da sie nie aufgibt, sondern immer wieder aufsteht, egal wie tief sie fällt. Die Geschichte lebt regelrecht von ihren Personen. Sie entwickeln sich stetig weiter und zeigen viele verschiedene Facetten. Daher kann man auch nicht richtig in "Gut" und "Böse" einteilen. Überhaupt kommen viele Wendungen und Überraschungen, die man nicht erwartet hat. Aber nicht nur der Inhalt konnte mich begeistern, sondern auch die Aufmachung. Ich finde das Cover mit dem Meer und den Schiffen und der Stadt im Hintergrund einfach wunderschön. Außerdem gibt es noch ein rotes Lesebändchen und wenn man das Buch aufschlägt, fällt einem sofort die roten Bilder mit dem Meer und Schiffen auf der Innenseite des Einbandes auf. Das war für mich schon ein sehr gelungener Einstieg in das Buch. "Das Haus Gottes" war ein richtiges Leseerlebnis für mich und zählt nicht nur zu meinen Lesehighlights 2008, sondern auch zu meinen Lieblingsbüchern.

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  • Rezension zu "Das Haus Gottes" von Charlotte Lyne

    Das Haus Gottes
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    18. January 2009 um 20:47

    Über einen Zeitraum von 13 Jahren erzählt Charlotte Lyne die Lebens- und Leidensgeschichte von Dorothy und Aimery, die sich erst bei der Hochzeit von Dorothy mit Aimerys Sohn Symond kennen lernen. Das Verhältnis der beiden zueinander ist von Beginn an schwierig, denn Dorothy verachtet ihreren Schwiegervater zunächst für den vermeintlichen Totschlag an seiner Frau während Aimery sich aus übergroßem Schuldgefühl gegen jegliche Nähe abschottet. Wortgewaltig, wuchtig in einer Sprache die unglaublich poetisch und sinnlich und zugleich hart wie das wirkliche Leben ist, deren Schönheit beim Lesen trunken macht, erzählt Charlotte Lyne eine Geschichte so unberechenbar wie die Gezeiten des Solent - trügerisch ruhig und beständig wie die Ebbe, tosend wild, und lebensprühend wie die Flut. Krieg, Hunger, Krankheiten, Tod, nichts bleibt den Protagonisten in dieser Geschichte erspart und ebenso wenig dem Leser, der wirbelsturmartig durch die Geschichte getrieben wird, mitleidet, Sehnsucht, Trauer, Liebe und Hass verspürt, alles um sich herum vergisst ganz tief abtaucht und Teil dieses wundervollen Buches wird. Charlotte Lyne zeichnet Protagonisten, die so plastisch sind, dass man als Leser das Gefühl hat, wenn man die Hand ausstreckt, könne man sie berühren. Man möchte Ihnen einen Teil ihrer Last abnehmen, sie schützen oder die vermeintlich Schuld von ihren Schultern nehmen. Eine Schuld, die sie blind macht für die Liebe, die sie hart macht gegen sich selbst und andere, und die ihnen das Gefühl gibt, es nicht wert zu sein, geliebt zu werden. Bisweilen möchte man sie einfach nur schütteln und weil man das nicht kann, windet man sich, leidet mit, wenn durch Missverständnisse Kluften zwischen ihnen entstehen, die sich über lange Strecken nicht wieder schließen lassen. Genauso freut man sich aber, wenn man erlebt, wie sich die Charaktere entwickeln und an den Schwierigkeiten, denen sie sich ausgesetzt sehen, wachsen und man ganz neue Facetten erlebt, mit denen man - vor allem bei einigen Protagonisten - nicht gerechnet hat. Schuld, Sühne und Vergebung sind die zentralen Themen von Charlotte Lynes Geschichte zweier Menschen, die liebevoll eingebettet ist in die Geschichte der Stadt Portsmouth am Solent während der ersten Phase des hundertjährigen Krieges zwischen England und Frankreich und der Geschichte des Schiffbaus, der in diesem Buch eine nicht unwesentliche Rolle spielt. Charlotte Lyne verwebt hier gekonnt und glaubhaft historische Ereignisse mit einer Lebensgeschichte, wie sie gewesen sein könnte. Einer Geschichte, die eine Hommage ist an das Leben, die Liebe, den Mut und die Stärke, für das zu kämpfen was man liebt. Eine Geschichte wie das Rad des Lebens, das sich immer weiter dreht und bei der ich unaufhörlich den wunderschönen Choral "Fortuna, imperatix mundi" in der Fassung von Carl Orff im Ohr hatte. Charlotte Lyne ist eine begnadete Geschichtenerzählerin, in deren Worte und Sätze man sich einhüllen, an denen man sich betrinken möchte, von denen man nicht genug bekommen kann. Mir bleibt eigentlich nur zu sagen: ich möchte mehr davon. Ich bin süchtig nach Büchern von Charlotte Lyne.

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