Charlotte Lyne Kains Erben

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Inhaltsangabe zu „Kains Erben“ von Charlotte Lyne

Isle of Wight, Ende des 13. Jahrhunderts: Ein entsetzliches Erlebnis hat Amicia die Heimat geraubt - und die Erinnerung. Einsam, verfolgt von Schreckensbildern und ohne Wissen um ihre Herkunft wächst sie unter der Obhut der Mönche von Quarr Abbey auf. Als diese sie mit der Pflege eines verletzten Ritters betrauen, schleichen sich neue Bilder in Amicias Träume: zwei eiskalte Augen, Szenen eines Massakers, ein nicht enden wollender Schrei. Amicia ist der Ritter unheimlich. Trotzdem wird sie mit ihm auf eine Reise geschickt. Eine Reise, die in die Schatten der Vergangenheit führt ...

Sehr interessante Nebenfiguren, die Haupthandlung konnte mich leider nicht packen.

— allegra

hier bin ich etwas schwer rein gekommen,aber zum Schluß wurde es interessanter

— Goldammer

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Sehr schön geschrieben,machte sehr viel Freude zu lesen und in die Zeit ein zu tauchen!

Katzenmicha

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  • Von der Isle of Wight nach Yorkshire

    Kains Erben

    allegra

    21. April 2016 um 22:16

    In diesem Buch wird die Geschichte eines Mädchens, Amicia, erzählt, die im äußeren Bereich eines Männerklosters auf der Isle of Wight aufgewachsen ist und mit 10 Jahren mit einer bunt gemischten Reisegruppe nach Yorkshire zieht, wo sie in einem Frauenkloster Unterschlupf finden sollte. Die Reisegruppe wird angeführt von Matthew de Camoys, einem Ritter, der für den König Steuergelder eintreibt. Amicia wird immer wieder eingeholt von Alpträumen, die sie nicht wirklich einordnen kann. Die Reisegruppe muss in London Halt machen, weil Matthew die Steuergelder beim Kämmerer des Königs abliefern muss. Auf den Straßen Londons trifft Amicia auf einen jungen Mann, den sie in ihrer Kindheit kannte und liebte. Dadurch tauchen einige ihrer Erinnerung an ihre frühe Kindheit wieder auf. Die Geschichte wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt, die Kapitelanfänge zieren kleine Bildchen, die sich immer auf die Perspektive beziehen und somit als Orientierungshilfe dienen.  Die Figuren sind zum Großteil fiktiv, einzelne sind historisch verbürgt., so z.B. Isabel de Redvers und Adam de Stratton. Leider erscheinen gerade diese nur als Nebenfiguren, dabei hat mich ihre Geschichte eigentlich am meisten interessiert. Die Handlung um Amicia, ihrem jüdischen Jugendfreund Vyves und Matthew de Camoys ist mehrheitlich eine Liebesgeschichte und konnte mich nicht so überzeugen.  Für mich hat sich deshalb diese Haupthandlung etwas in die Länge gezogen, so dass ich mich von dem Teil, der mich vor allem interessiert hat, etwas abgelenkt fühlte. Ich konnte die Familienverhältnisse im Laufe der Handlung zwar richtig zuordnen, dennoch gab es für mich zuviele Andeutungen, die ich im Moment nicht richtig verstanden habe, möglicherweise  weil ich dem Roman zuwenig aufmerksam gefolgt bin. Die Figuren sind durch ihr Verhalten sehr einfühlsam charakterisiert, ich hatte jedoch immer etwas Probleme, mir ihr Alter richtig vorzustellen. Das Buch enthält sehr wenig Jahreszahlen, so dass mir zeitlich manchmal die Orientierung etwas gefehlt hat. Vom sprachlichen und gestalterischen Aspekt hat mich „Kains Erben“ sehr überzeugt. Die Sprache ist sehr angenehm zu lesen.  Ich habe das Buch als Taschenbuch vorliegen. Das Cover ziehrt ein Bernsteinschmuckstück, das tatsächlich auch eine Rolle spielt. Im Inneren des Covers ist eine Karte der Isle of Wight und hinten ein Glossar mit wichtigen Ausdrücken, die mir zum großen Teil wirklich unbekannt waren.  Mit den kleinen Bildchen zu Anfang der Kapitel konnte das Buch bei mir am meisten punkten. Ich mag es immer sehr, wenn das äußere Erscheinungsbild mit dem Inhalt eine Einheit bildet und das ist hier definitiv gelungen. Da mich der Roman inhaltlich leider nicht so wirklich packen konnte, vergebe ich 3,5 Sterne.

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  • Kains Erben

    Kains Erben

    Maki7

    06. July 2015 um 17:27

    England 13. Jahrhundert. Die Geschichte fängt mit dem brutalen Überfall auf vier Kinder Amicia, Aveline, Abel und Vyves an, die auf der Burg der Isle of Whigt spielen.  Jahre später, Amicia lebt ohne Erinnerung neben dem Kloster Quarr. Ihr Leben ist friedlich, auch wenn sie keine Vergangenheit oder Herkunft hat bis eines Tages der königliche Steuereintreiber Matthew mit seinem Gefolge im Kloster auftaucht. Der Abt eröffnet Amicia, dass sie mit Matthew gehen muss, der sie in ein Frauenkloster bringen wird. Auf dieser Reise findet Amicia nach und nach ihre Erinnerung, wer sie ist und am Ende was damals auf der Burg passiert ist. Meinung Die Geschichte wird in verschiedenen Strängen geschrieben, aus Sicht von verschiedenen Person. Der Schreibstil ist flüssig und es liest sich leicht. Sie baut sehr schnell Spannung auf und hält es bis zum Ende.  Von der Dreiecksbeziehung war ich nicht überzeugt und auch Amicia war in ihrer Beziehung zu Vyves unglaubwürdig. Ich war mit der Aufklärung am Ende fast überfordert. Lange Zeit kamen nur kleine Häppchen und dann alles auf einmal, so dass ich auch etwas Mühe hatte und erst mal gründlich überlegen musste, wer jetzt wo was. Ein durchaus interessanter historischer Roman.

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  • Wenn eine Amsel singt...

    Kains Erben

    Lesemaus85

    30. December 2014 um 13:51

    "Ich gehe hier nicht weg", schluchzte Gideon auf. "Doch das tust du", sagte Deborah. "Yves hat dir gerade das Leben erkauft, also wirf es gefälligst nicht weg, und bring uns nicht alle in Gefahr." "Aber wo sollen wir denn hin? Unsere Eltern und Großeltern haben darum gekämpft, in dieser Stadt begraben zu werden." "Die haben es hinter sich", erwiderte Deborah ruhig. "Wir leben noch." ********************************************************************* Isle of Wight, Ende des 13. Jahrhunderts: Ein entsetzliches Erlebnis raubt Amicia die Heimat und das Gedächtnis. Einsam und verfolgt von Schreckensbildern lebt sie unter den Mönchen von Quarr Abbey. Als sie dort einen verwundeten Ritter pflegt, schleichen sich neue Bilder in Amicias Träume. Szenen eines Massakers und ein Mann mit tiefschwarzen Augen. Amicia hat Angst vor dem Ritter, doch sie wird mit ihm auf eine Reise geschickt. Eine Reise in ihre Vergangenheit... **************************************************************************** Die Autorin entführt uns ein eine Welt der Herren und Diener, der Mönche und Barone, der starken Frauen und heldenhaften Ritter, der Freundschaft und des Hasses, der Liebe und des Todes. Sie schafft lebendige Charaktere, die man sofort ins Herz schließt. Sie baut um wenige Protagonisten, die ihre eignen Kapitel erhalten und so die Geschichte voran treiben, ein düsteres Abenteuer. Amicia, die Hauptperson, ist ein liebenswürdieges sehr tapferes Mädchen, die sobald sie die Wahl hat, immer ihrem Herzen folgt. Dann Mathew, ein Ritter, wie er im Buche steht. Der sich quält und doch von Liebe geleitet wird. Das Schöne ist, dass auch die vermeitlich bösen bzw. dunkleren Charaktere menschliche und freundliche Züge aufweisen. So ist nicht alles nur schwarz und weiß gezeichnet, sonder wirkt lebendig und glaubhaft. Auch parallel das Schicksal der Juden in diesem Jahrhundert zu schildern, gelingt der Autorin sehr gut. Auf verschiedenen Pfaden führt sie die Protagonisten am Ende wieder zusammen. Es gibt einige Geheimnisse, die der Leser im Laufe des Lesens aufdeckt und so Zusammenhänge gut verstehen kann. Einzig finde ich, dass sich manche Stellen einfach zu lange ohne wirkliche Wendungen hingezogen haben. Da ist die Zeit einfach vor sich hingedröpfelt und ich konnte so meine Gespanntheit nicht aufrecht erhalten. Die schönsten Szenen waren definitiv, wenn Amicia und Mathew zusammen waren. Liebevoll und glaubwürdig und sehr ergreifend hat die Autorin diese beiden gezeichnet und so mein Herz für sich gewonnen. War sicher nicht mein letzter Roman von Charlotte Lyne.

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  • Gewinnt die Lieblingsbücher des LovelyBooks-Teams aus dem Jahr 2014!

    Wurfschatten

    Daniliesing

    In diesem Jahr hat das LovelyBooks-Team wieder fleißig gelesen und dabei tolle Bücher entdeckt. Natürlich möchten wir euch auch 2014 nicht vorenthalten, welche Bücher uns am meisten begeistert, berührt und gefesselt haben. Deshalb findet ihr hier nun jeweils das Lieblingsbuch von allen Teammitgliedern aus diesem Jahr. Ein glücklicher Gewinner darf sich später über ein Buchpaket mit allen 12 Büchern freuen und damit eine wunderbare Lesezeit verbringen. Unsere Buchtipps: 1. Jules1988 empfiehlt: "Miss Blackpool" von Nick Hornby Mein Lieblingsbuch 2014 ist Nick Hornbys neuer Roman „Miss Blackpool“. Obwohl es kein typischer Hornby ist, liebe ich das Buch als Fan trotzdem. Hornbys feinsinniger Humor und seine liebevolle und einfühlsame Art, seine Figuren zu beschreiben - sowohl ihre Stärken als auch ihre Schwächen - machen diesen Roman so besonders. Man verliert sich in der Geschichte des Teams rund um Barbara, ihre Höhen und Tiefen, Freundschaft und Liebe und hat dabei das Gefühl, diese Menschen wirklich zu kennen. 2. Daniliesing empfiehlt: "Der Träumer" von Pam Muñoz Ryan und Peter Sis Für mich war "Der Träumer" eine ganz zufällige Entdeckung beim Büchershopping. Nur selten finde ich noch Bücher, die ich nicht zuvor schon irgendwo gesehen habe, doch hier wurde ich überrascht. Einmal aufgeschlagen und die ersten Sätze gelesen, hatte mich dieses wunderbare Buch aus dem Aladin Verlag sofort verzaubert. Als ich dann die großartigen Illustrationen von Peter Sis entdeckte, war es um mich geschehen: dieses Buch musste mir gehören! Schnell stellte sich heraus, dass ich mit meiner Entscheidung absolut richtig lag. Im Urlaub nahm ich das Buch zur Hand und konnte es gar nicht mehr zur Seite legen. Zwar ist das Buch als Kinderbuch ausgezeichnet, doch mit seinen 380 Seiten und einer wunderbar poetischen Sprache ist es für jeden erwachsenen Buchliebhaber ein wahrer Genuss. Pam Muñoz Ryan erzählt tiefgründig und bewegend die Geschichte des kleinen Neftali, dem der Leser beim Erwachsenwerden zuschauen darf. Der Junge hat keine leichte Kindheit - sein Vater macht es ihm mit hohen Erwartungen schwer, er ist häufig krank und lebt lieber in seiner eigenen Phantasie, statt draußen rumzutollen. Neftali ist ein Träumer! Wie der Junge sich trotz aller Schwierigkeiten durchschlägt und die Lebensgeschichte welches bekannten Dichters sich dahinter verbrigt, das solltet ihr am besten selbst herausfinden. Dieses Buch geht zu Herzen und ist mein persönliches Jahreshighlight! 3. TinaLiest empfiehlt: "Wurfschatten" von Simone Lappert Mich hat dieses Jahr besonders der Debütroman von Simone Lappert begeistern können: „Wurfschatten“ ist nicht nur äußerlich ein wunderschönes Buch, sondern es besticht auch durch die beeindruckende Schreibkunst, die die Autorin an den Tag legt. Sie schafft es, die Ängste, die die Protagonistin Ada beherrschen, beklemmend und dunkel zu beschreiben und die Geschichte doch zart wirken zu lassen, einfühlsam und authentisch. Mit dem kleinen, wenn auch vorhersehbaren Hauch Liebe, der Adas Ängste zurückzudrängen versucht, und der Prise Drama am Ende hat "Wurfschatten" mich dann endgültig abgeholt und den Roman für mich zu etwas Besonderem gemacht. Ich hoffe sehr, dass bald ein zweites Buch von Frau Lappert folgen wird und kann in der Zwischenzeit nur jedem ihr Erstlingswerk empfehlen! 4. JohannaE1988 empfiehlt: "Die hellen Tage" von Zsuzsa Bánk In "Die hellen Tage" erzählt Zsuzsa Bánk auf eine besonders schöne und ruhige Art eine Geschichte über Freundschaft, Familie und die schwierige Zeit des Erwachsenwerdens. Beim Lesen begleitet man die drei Freunde Aja, Seri und Karl von der glückvollen und teils auch tragischen Kindheit bis zum Erwachsenenalter und wünscht sich bei einem der so unbeschwerten Tage im zauberhaften Garten, die die drei so oft erlebten, dabei gewesen zu sein. Alle drei, so unterschiedlich sie auch sind, teilen das Schicksal, mehr oder weniger ohne Vater aufzuwachsen. Neben der Geschichte über eine besondere Freundschaft und der innigen Beziehung zwischen den Kindern und ihren Müttern, hat mich vor allem die unaufgeregte Erzählweise Bánks und ihre einfühlsame und warme Sprache beeindruckt und mich richtig entspannen lassen. Auch bei den Zerreißproben und Schwierigkeiten, die die drei im Laufe der Geschichte durchleben müssen, bangt und hofft man mit und fühlte ich mich oft an meine eigene Kindheit und Jugend erinnert. 5. aba empfiehlt: "Unterholz" von Jörg Maurer Ich habe sehr gute Bücher gelesen in diesem Jahr. Manche Bücher haben mich tief berührt, andere haben mich nachdenklich gemacht - aber mit Jörg Maurer habe ich auf hohem Niveau gelacht! Für mich kam dieses Buch im richtigen Moment. Es hat mich amüsiert und abgelenkt. "Unterholz" ist der fünfte Band um den oberbayrischen Kommissar Jennerwein, einer meiner literarischen Lieblingsfiguren überhaupt. Krimis gehören nicht zu meiner Lieblingslektüre, aber nachdem ich den ersten Band dieser Serie gelesen habe, konnte ich nicht anders, als ein Fan von Jörg Maurer und vom ganzen Team um Kommissar Jennerwein zu werden! 6. doceten empfiehlt: "Beginners" von Raymond Carver Raymond Carver gilt neben Hemingway als einer der ganz großen Autoren der American Short Story: mit geschliffener und schnörkelloser Sprache auf den Punkt gebracht sind seine Themen Verlust, Einsamkeit und das Scheitern der amerikanischen Mittelschicht. Seine Geschichten deprimieren, erschüttern mit jeder Zeile. Mit Beginners erscheint seine Buch "Wovon wir reden, wenn wir über Liebe sprechen" erstmalig in der Urfassung, ohne die stark kürzenden Eingriffe seines Lektors Gordon Lish. Nicht ganz so lakonisch und brachial, dadurch aber viel berührender. Ein Buch, um dunkle Wintertage noch dunkler zu machen - manchmal braucht man das ja. 7. clickclackboom empfiehlt: "Das Haus des Windes" von Louise Erdrich Auch wenn Lieblingsbücher zu bestimmen mir schwer fällt, da es immer so viele gute Bücher gibt, kann ich sagen, dass „Das Haus des Windes“ eines meiner liebsten Bücher 2014 ist. Es erzählt die Geschichte vom 13-jährigen Joe, der das unaufgeklärte Verbrechen an seiner Mutter rächen möchte und dabei erwachsen werden muss. Die Protagonisten des Romans sind Nachfahren der nordamerikanischen Indianer und so bekommt man interessante Einblicke in das Leben im Reservat, die Stammesgeschichten und die Gesellschaftsverhältnisse in den USA. Obwohl es um ein ernstes, trauriges Thema geht, ist „Das Haus des Windes“ ebenso ein lustiges Buch über das Leben als Teenager und die Schwierigkeiten des Erwachsenwerdens. Louise Erdrich hat Charakter geschaffen, die vielschichtig sind und die einem beim Lesen ans Herz wachsen. 8. kultfigur empfiehlt: "Die Hyperion-Gesänge Band 1-2" von Dan Simmons Dan Simmons erzählt fantastisch, die Bücher entwickeln einen Sog, den ich bisher sehr selten erlebt habe. Jeder, der gerne Science Fiction liest und philosophisch angehauchte Bücher liebt, wird die insgesamt rund 3.000 Seiten nur so verschlingen. Die beiden Bücher sind nicht nur mein persönliches Highlight 2014, sondern ganz weit oben auf der Liste meiner Herzensbücher. Ich wünschte, ich könnte noch einmal von vorne beginnen! 9. Katha_Luko empfiehlt: "Pfaueninsel" von Thomas Hettche Hettches Buch öffnet die Türen zu einer Welt voller Exotik, Groteske und Kuriositäten aber auch zu der komplexen und zerbrechlichen Architektur der menschlichen Seele. Die Hauptfigur ist Marie, die als Kleinwüchsige auf die preußische Lustinsel verfrachtet wird, um dort zum Vergnügen des Königs als Schlossfräulein ihr Dasein zu verbringen. Neben einem Mohr, einem Riesen, wilden Tieren und geheimnisvollen Pflanzen gilt sie als eine von vielen verqueren Launen der Natur. Damit steht sie im krassen Kontrast zu einer damals weit verbreiteten naturphilosophischen Auffassung, die nur das Wohlgeformte und Regelmäßige für schön und wertvoll erklärt – eine Auffassung, die mit ihren Jahren auf der Insel Maries Menschenwürde und Lebensmut beständig abträgt. Hettches „Pfaueninsel“ fängt Atmosphären ein als wäre er selbst Zeuge des merkwürdigen Lebens auf der Insel gewesen, seine Charakterzeichnungen und Schilderungen seelischer Zustände und schließlich seine authentische Zeichnung der historischen Gegebenheiten ziehen den Leser in ihren Bann: Ich war selten so berührt von einem Buch und seiner Hauptfigur! 10. peckomingo empfiehlt: "Cobra" von Deon Meyer Viel Zeit zu lesen hatte ich leider nicht in diesem Jahr, doch bei meiner Südafrika-Reise wurde natürlich ein Deon Meyer-Buch gelesen. Cobra ist nicht nur ein Thriller, sondern gleichzeitig auch eine Mischung aus Politik und psychologischen Betrachtungen. Das Tempo und die Spannung werden durchgehen hoch gehalten. Schauplätze, Eigenheiten und Sitten des Landes werden authentisch vermittelt. 11. Sophia29 empfiehlt: "Rosen, Tulpen, Nelken" von Heike Wanner Zu meinen Lieblingsbüchern 2014 gehört definitiv „Rosen, Tulpen, Nelken“ von Heike Wanner. Ich habe von der Autorin schon mehrere Bücher gelesen, aber dieses hat mir ganz besonders gut gefallen. Es geht darin um Sophie, die ihre Mutter schon in frühen Jahren verloren hat. Zufällig fällt ihr eines Tages das Poesiealbum ihrer Mutter in die Hände und als sie es durchblättert, stellt sie fest, dass sie keinen der darin enthaltenen Namen kennt. Um mehr über das Leben ihrer Mutter und somit auch mehr über sich selbst zu erfahren, macht sie sich mit ihren zwei besten Freundinnen in einem Wohnmobil auf den Weg und versucht die Personen zu finden, die im Leben ihrer Mutter eine Rolle gespielt haben … Heike Wanner ist es in diesem Buch gelungen, zwei Geschichten – die Geschichte von Sophie und die ihrer Mutter – auf spannende Weise miteinander zu verbinden und gleichzeitig zu verdeutlichen, wie unverzichtbar wirklich gute Freunde in unserem Leben sind. Seid ihr neugierig auf unsere 12 Lieblingsbücher 2014 geworden? Dann habt ihr bis einschließlich 7. Januar Zeit bei der Verlosung eines Buchpakets mit allen 12 Büchern mitzumachen. Jetzt müsst ihr uns nur noch folgendes verraten und dann seid ihr dabei: Da wir immer gerne Bücher verschenken, würden wir von euch gern wissen, welche Bücher ihr dieses Jahr zu Weihnachten verschenkt und wieso ihr euch für genau diese entschieden habt? Wir wünschen euch ein wunderschönes Weihnachtsfest & einen guten Rutsch ins neue Jahr!

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    • 755
  • Eindringlich, gefühlvoll und wortgewaltig

    Kains Erben

    sursulapitschi

    21. July 2014 um 20:21

    1280, unter Herrschaft Edwards I, war das Leben in England hart. Krieg an mehreren Fronten und ein geplanter Kreuzzug verschlangen Unmengen an Geld. Das Volk musste dafür bluten. Juden wurden verfolgt und unterdrückt, um an ihre Finanzen zu kommen. Auch die wohlhabende Isle of White weckte Begehrlichkeiten, unabhängig und nur von einer Frau regiert. Amicia, genannt die Amsel, ist ein Mädchen, das es nicht geben durfte. Ein Findelkind, aufgewachsen an einem Fürstenhof, obwohl niemand weiß woher sie kommt. Nach einem Überfall hat sie ihr Gedächtnis verloren und lebt in einer Gemeinschaft von Zisterziensern, obwohl Frauen dort nicht geduldet werden. Auch das durfte es nicht geben. Ungewollt gerät sie zwischen die Fronten unterschiedlicher Interessen und wird zum Spielball. Kommt aber auch dem Rätsel ihrer Herkunft auf die Spur und findet die Liebe, eine alte und eine neue... In unglaublicher Sprache, wunderschön und sehr gefühlvoll, gespickt mit einer Fülle historischer Details, erzählt Charlotte Lyne Amicias Geschichte. Man lernt alle Seiten kennen: das einfache Volk, Juden, Kirche, Fürsten, Ritter und auch Schurken. Anfangs muss man schon ein wenig durchhalten, bis man die Zusammenhänge erkennt. Aber selbst, wenn man zunächst den roten Faden sucht, macht es einfach Spaß, dieses Buch zu lesen. Hier werden Gefühle jeder Art so geschildert, dass sie direkt unter die Haut gehen. Ein paar Ungereimtheiten gibt es schon gelegentlich. Dafür würde ich bei jedem anderen Buch einen Stern abziehen. Hier nicht. Es war einfach zu schön!

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  • [Rezension] Kains Erben von Charlotte Lyne

    Kains Erben

    Mone80

    01. July 2014 um 13:35

    Meine Meinung: Charlotte Lyne hat es wieder einmal geschafft mich zu begeistern. Zwar brauchte der Roman einige Seiten um mich zu überzeugen, doch das ist ihm, ab ungefähr dem 2. Teil, durchaus gelungen. Ich durfte einige Zeit in einer längst vergangenen Welt wandeln, gespickt mit einigen historischen Begebenheiten, durch die man dann noch einen kleinen Einblick in die Geschichte Englands und der Ilse of Wight bekommt. Dabei muss ich auch das umfangreiche Glossar erwähnen und auch die letzten Worte der Autorin zum Buch. Gerade bei solch komplexen historischen Romanen für mich einerseits eine Bereicherung, auf der anderen Seite aber auch eine Erleichterung. Denn vieles hat man dann doch nicht auf dem Schirm. Die Geschichte fängt mit einem brutalen und feigen Überfall auf die spielenden Kinder an. Über die Motive wird noch kein Wort verloren und der Leser tappt im Dunkeln. So nach und nach kommt man dem Geheimnis auf die Spur und wird mit wichtigen Informationen "gefüttert".  Die verschiedenen Erzählstränge geben dabei einen rund um Blick, doch es war nicht so, als hätte ich mich dann als Leser überfordert gefühlt. Wieder absolut herausragend sind die Protagonisten die Charlotte Lyne geschaffen hat. Ich verliebe mich jedes Mal auf´s Neue in meine liebsten Protagonisten und zetere jedes Mal, über die, die ich nicht so mag. Sie sind klar gezeichnet und jeder für sich ist Einzigartig. Sie machen das Buch lebendig. Die Beschreibungen der Handlungsorte runden das Bild dann komplett ab. Der Schreibstil ist ebenso zum verlieben. Zwar plätscherte das Buch am Anfang ein wenig, doch es kommt der Punkt, so nach 100/150 Seiten, da kann man es einfach nicht mehr aus der Hand legen. Je weiter man in die Geschichte eindringt, je mehr man erfährt, um so mehr nimmt sie einen auch gefangen. Fazit: Ein hervorragender historischer Roman über England im 13. Jahrhundert und die Geschichter der Ilse of Wight. Charlotte Lyne hat diese Welt wieder lebendig gemacht.   

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  • Leserunde zu "Das Mädchen aus Bernau" von Charlotte Lyne

    Das Mädchen aus Bernau

    Buecherwurm1973

    Endlich ist es soweit, eine neue Leserunde mit Charlotte Lyne startet. Im November ist ihr neustes Buch erschienen „Das Mädchen aus Bernau“. Wiederum entführt sie ihre Leser ins Mittelalter. Diesmal ist Berlin der Ort des Geschehens. Die Autorin wird die Leserunde begleiten und ihre Leser wie gewohnt mit Hintergrundinformationen versorgen.   Inhalt: Berlin, 1320. Die junge Magda Harzer macht sich mit ihren drei Brüdern auf  ins Herz der frisch befestigten Doppelstadt Cölln-Berlin, wo sie sich unverhofft inmitten des Konflikts um die Kaiserkrone wiederfindet. Die Wege der Geschwister trennen sich. Als Papst Johannes XXII. den Kirchenbann über Berlin verhängt und einer ihrer Brüder wegen Aufruhrs und Mordes verhaftet wird, muss Magda all ihren Mut zusammennehmen und um ihn kämpfen. Nur Thomas, ein junger Franziskaner-Mönch, steht ihr bei. Und auch sein Leben wird sich von Grund auf ändern     Bist du neugierig? Möchtest du mitlesen? Dann bewirb dich auf eines von 15 Testleseexemplare, die der Bastei Lübbe Verlag zur Verfügung stellt.  Beantworte  folgende Frage bis am 6. Februar 2014:  Weshalb möchtest du diesen Roman lesen?      Jede/r Gewinner/in verpflichtet sich, möglichst zeitnah das Buch zu lesen und  anschließend  eine Rezension zu schreiben. Es selbstverständlich, dass  ihr euch in den Leseabschnitten mit den anderen Teilnehmern austauscht. Vorankündigung: Charlotte Lyne wird vom 16.-25. Februar 2014 auf einer Reise sein. Wenn sie Internetempfang hat, wird sie auch von unterwegs euere Fragen beantworten. Ansonsten wird sie nachher wie gewohnt sich an der Leserunde beteiligen.   Lesestart ist am 26. Februar 2014

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    • 1562
  • Rezension zu "Kains Erben" von Charlotte Lyne

    Kains Erben

    tasmanischer-teufel

    12. February 2013 um 17:21

    Die Rezension ist unter
    http://pudelmuetzes-buecherwelten.de
    zu lesen. Ich bin der tasmanische Teufel

  • Rezension zu "Kains Erben" von Charlotte Lyne

    Kains Erben

    Elwe

    04. January 2013 um 01:34

    Eigentlich vergöttere ich Charlotte Lynes Bücher. Sie schreibt einfach meisterlich, voll Saft und Kraft, mit atemberaubend schönen Bildern und Figuren und Schicksalen, die tief zu Herzen gehen. Auf Kains Erben habe ich mich unglaublich gefreut, aber jetzt, nach etwa hundert Seiten, merke ich, dass bei mir ein wenig die Luft heraus ist, was das Weiterlesen betrifft. Ich werde einfach mit den Figuren nicht warm. Insbesondere der Handlungsstrang um die jüdische Familie fesselt mich nicht und bremst mich beim Lesen eher aus. Vielleicht liegt es auch an mir ... ich breche ich das Buch jetzt ab, um es zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal zur Hand zu nehmen. Auf jeden Fall aber liest es sich anders als die vorherigen Romane der Autorin, irgendwie weicher und gefälliger, mit weniger Kanten. Ich weiß nicht, ob es nicht genau das ist, was ich vermisse. Die harte Wuchtigkeit, mit der z.B. ein TwelfthNight oder ein Glencoe daherkam. Obwohl es an Sprachschönheit nicht mangelt, die ist gegeben. Aber ich gebe es noch nicht auf.

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  • Leserunde zu "Kains Erben" von Charlotte Lyne

    Kains Erben

    Buecherwurm1973

    Heute erscheint das neue Buch von Charlotte Lyne. Diesmal wird der Leser in das 13. Jahrhundert geführt.  Die Geschichte dreht sich  um die kleine  Amicia, die ihr Zuhause verliert und bei Mönchen aufwächst. Möchtet ihr mehr über Amicia erfahren? Dann bewerbt euch auf eines der 20 Testleseexemplare. Die Leserunde wird von der Autorin begleitet. Inhalt: England, Ende des 13. Jahrhunderts. Ein entsetzliches Erlebnis raubt der kleinen Amicia die Heimat, die Burg Carisbrooke auf der Isle of Wight. Einsam, verfolgt von Schreckensbildern und ohne Wissen um ihre Herkunft wächst sie unter der Obhut der Mönche von Quarr Abbey auf. Als die Mönche Amicia mit der Pflege eines verletzten Ritters betrauen, schleichen sich neue Bilder in ihre Träume: zwei eiskalte Augen, Szenen eines Massakers, ein nicht enden wollender Schrei. Ohne dass Amicia weiß, warum, ist ihr der Fremde unheimlich. Sie versteht nicht, warum der Abt sie mit ihm wegschickt, nachdem er genesen ist. Eine gefährliche Reise beginnt ...   Wenn ihr Testleser werden wollt, dann bewerbt euch bis am 19. Oktober 2012 mit der Beantwortung folgender Frage: Was fasziniert euch an historischen Romanen, die  im Mittelalter spielen?              Jeder Gewinner verpflichtet sich, möglichst zeitnah das Buch zu lesen. Zu jedem Leseabschnitt wird er seine Leseeindrücke schildern und am Schluss schreibt der Testleser eine Rezension.

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    • 526
  • Rezension zu "Kains Erben" von Charlotte Lyne

    Kains Erben

    Buecherwurm1973

    07. December 2012 um 22:40

    13. Jahrhundert in England: Zu Beginn der Geschichte lebt Amicia auf Carisbrook Castle auf der Isle of Wight. Sie spielt ihren Freunden Aveline, Vyves und Abel. Sie feiern die Verlobung von Amicia und Vyves. Dieses Spiel wird durch einen brutalen Überfall auf die Burg unterbrochen. Im ersten Kapitel lebt in einer kleinen bescheidenen Hütte neben dem Kloster Abby Quarr.Sie hat keine Erinnerung an ihre Kindheit und weiss nicht woher sie kommt. Obwohl nur Männer in diesem Kloster leben rdürfen, haben die Mönche Amicia aufgenommen. Der Grund erfährt der Leser erst am Schluss. Matthew ist könglicher Steuereintreiber. Er ist mit seinem Gefolge, Magdalene und Hugh, unterwegs. Auf seinem Weg sucht er im Kloster Unterschlupf und wird in Amicias Hütte untergebracht. Während seines Aufenthalts, als er alleine unterwegs ist, wird er halbtot geprügelt und schwer verwundet. Mit Amicia geduldiger Pflege wird Matthew wieder gesund. Als der Abt Randulph Amicia eröffnet, dass Matthew sie ins Frauenkloster Fontains Abbey bringen wird, bricht für Amicia eine Welt zusammen. Matthew ist ihr äusserst unsympathisch. Nur widerwillig geht sie mit Matthew mit. Bald wendet sich das Blatt, Amicia verliebt sich in Matthew. In London überlässt er die Truppe einem befreundeten Wirtepaar und verschwindet. Lange Zeit hören sie nichts von Matthew. Als Amicia auf durch das Viertel der Juden geht, sieht sie Vyves wieder. Sie will bei ihm bleiben und ihn heiraten. Doch da taucht plötzlich Matthew wieder auf..... Die Geschichte wird in verschiedene Strängen erzählt. So wird Abwechslungweise von Amicia und Matthew, dem Kloster, Carisbrooke (Isabelle und Adam) und Vyves erzählt. Am Schluss laufen alle stränge zusammen. Der Schreibstil ist sehr flüssig und bildhaft. Ich hatte oft das Gefühl neban zu stehen und alles mitzuerleben. Handlungen und Figuren sind liebevoll und detailgetreu ausgearbeitet. Man merkt, dass die Autorin exakte Recherche betrieben hat. Diese fiktive Geschichte hätte auch so passiert sein können. Das Buch ist sehr schön gestaltet. Wenn man den Umschlag wegnimmt, hält der Leser ein goldenes Buch in der Hand. Im inneren des Umschlag ist eine schön gestaltete Karte mit den wichtigsten Orten. So, dass der Leser eine Ahnung hat, wo die Geschehnisse ablaufen. Jedes Kapitel ist mit einem schönen Symbol gekennzeichnet. So weiss der Leser, wem das Kapitel gewidmet ist. Fazit: Wer gerne Bücher liest, welche im mittelalterlichen England spielen, muss "Kains Erben" lesen. Er wird es nicht bereuen. Ich meinerseits habe den Reisetrupp rund Matthew und Amicia gerne begleitet und in mein Herz geschlossen. Aber auch die Ereignisse rundum Vyves, aus dem Kloster und auf Carisbrooke mit Isabelle und Adam habe ich mit Begeisterung gelesen. Ich hätte noch lange weiterlesen können.

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  • Rezension zu "Kains Erben" von Charlotte Lyne

    Kains Erben

    Tru1307

    05. December 2012 um 21:34

    Kains Erben entführt den Leser auf die englische Isle of Wight, die gerade um ihre Unabhängigkeit kämpft. Man wird direkt ins Geschehen geworfen und steckt schon mitten in der Geschichte, bevor man den Prolog überhaupt beendet hat. Charlotte Lyne schreibt anschaulich, aber nicht ausschweifend, was mir sehr gut gefallt. Der Stil ist angenehm und flüssig, so dass man sich wunderbar von der Handlung fesseln lassen kann. Ich konnte mich kaum losreißen, nachdem ich das Buch begonnen hatte. Die Charaktere in Kains Erben sind durchweg komplex gestaltet und sehr authentisch. Jeder Charakter ist unverwechselbar und man kann alle Beweggründe der Personen völlig nachvollziehen. So ist auch niemand wirklich böse oder nur gut, was insgesamt für viel Abwechslung sorgt. Die Dialoge zwischen den Figuren sind ebenso unterschiedlich und total liebevoll herausgearbeitet. Man merkt beispielsweise immer, wenn sich zwei Figuren unterschwellig nicht mögen. Eine Liebesgeschichte fügt sich ebenfalls perfekt in die Geschichte ein und erhöht nur die Spannung. Aufgelöst wird die Handlung erst ganz am Schluss, dafür aber auch umfassend. Ich konnte nicht vorhersehen, was im Endeffekt hinter Allem steckt und war mehrfach überrascht. Ab und an kann man auch eine Träne vergießen. Gekonnt schreibt die Autorin auch über die damaligen Verhältnisse. Es wird nichts beschönt, sondern so dargestellt wie es damals tatsächlich wahr. Ein Beispiel, das mich persönlich sehr berührt hat, war die Geschichte von Vyves. Vyves und seine Familie sind Juden und dem englischen Gesetz völlig ausgeliefert Sie werden aus ihrem haus vertrieben, müssen mit vielen Einschränkungen leben und werden sofort für Verbrechen verantwortlich gemacht. Ich habe nicht damit gerechnet, dass Kains Erben so realistisch ist. Charlotte Lyne hat scheinbar ein Händchen für die Mischung von Fiktion und historischen Fakten, denn neben der Darstellung der Situation der Juden wurden historisch belegte Persönlichkeiten in die Handlung eingebunden, wodurch das komplette Buch noch einmal realer wirkt. Besonders gelungen finde ich die hübsche Illustration des Buches. Zu Beginn eines Kapitels werden jeweils kleine Bilder zu der jeweiligen Perspektive dargestellt. Jedesmal wenn beispielsweise Amicia erzählt, ziert die Zeichnung einer Amsel den Kapitelbeginn. Außerdem finden sich vorne und hinten im Buch Karten, auf denen man die Handlungsorte besser nachvollziehen kann. Auch ein Glossar fehlt nicht, auch wenn ich das nicht einmal nutzen musste, um der Handlung zu folgen. Zuletzt möchte ich das Cover noch erwähnen, das sehr klug gewählt wurde. Der Anhänger hat einen Bezug zur Geschichte und ist bei realer Betrachtung noch viel schöner, als auf dem Bild. Bewertung Charlotte Lyne habe ich vor Kains Erben noch nicht gekannt. Jetzt bleibt sie mir auf jeden Fall im Gedächtnis. Mir gefiel nicht nur der sehr harmonische, lebendige Stil, sondern vor allem auch das Setting des Buches. Es gibt immer wieder spannende Wendungen und dazu einen intensiv recherchierten Einblick in das historische England. Die Gestaltung des Buches wirkt sehr liebevoll und detailreich, wodurch das Buch einen hochwertigen Eindruck macht. Für alle Liebhaber von historischen Romanen meiner Meinung nach ein MUST HAVE.

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  • Rezension zu "Kains Erben" von Charlotte Lyne

    Kains Erben

    KatharinaJ

    27. November 2012 um 12:42

    7…8…9…10 Der Tag an dem die kleine Amica ihre Erinnerung verlor war eigentlich ein schöner Tag – Bis zu dem Moment des grausamen Überfalls als ihr Bruder Abel fiel. Jahre nach dem schrecklichen Überfall lebt Amica in einer klösterlichen Gemeinschaft in Quarr Abbey – Immer noch ohne fast jede Erinnerung an was damals geschehen ist. Ihr ruhiges Leben verändert sich als der Ritter Matthew und seine treuen Gefährten auftauchen. Gemeinsam mit den neuen Freunden begibt sich Amica auf eine abenteurliche und gefährliche Reise. Während immer neue Erinnerungsfetzen aus der Vergangeheit auftauchen entfacht eine Liebe die einiges überstehen muss. Die junge Amica muss lernen was Vertrauen und verzeihen heißt und als sich die letzten Erinnerungsstücke aus der Vergangeheit zusammenfügen, weiß Amica was richtig für sie ist. Charlotte Lyne schrieb mit ihrem historischen Roman „Kains Erben“ meiner Meinung nach ein absolutes Spitzenbuch. Hinreißend erzählt mit viel Liebe zum Detail und vielen wundervollen Protagonisten nimmt die Autorin den Leser mit in das Jahr 1182 nach England auf ein Abendteuer das man nicht mehr vergisst. „Kains Erben“ war mein erster Roman von Charlotte Lyne - Wird aber definitv nicht mein letzes Buch von ihr bleiben. Das zweite Buch dass mich dieses Jahr absolut von den Socken reißt und sich daher einen wohlverdienten Platz auf meiner Lieblingsbücherlsite sichert. Vielen Dank auch nochmal an „Charlie“ die unsere Leserunde mit viel Angagement begleitet hat! Auf jedenfall empfehlenswert! Daumen hoch und 5 leuchtende Sterne von mir!

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  • Rezension zu "Kains Erben" von Charlotte Lyne

    Kains Erben

    Rosinchen

    27. November 2012 um 08:10

    Ein Buch, das mich wirklich begeistert hat! Es geht um Ritterlichkeit, Judenverfolgung und klerikales Klosterleben, eingebettet in eine geheimnisvolle Geschichte um das Mädchen Amicia, das lange Zeit seine eigene Herkunft nicht kennt. Dieses Wissen muss sie sich erst mit Hilfe ihrer Freunde und ihrer Erinnerungsfetzen erkämpfen. Das schönste an dem Buch war, dass es durchwegs spannend war und man fast am Buch zu kleben meinte. Immer wieder gab es neue, nicht erwartete Wendungen und ich konnte bis zum Schluss nicht mit Sicherheit sagen wie letztendlich ausgehen würde. Ich habe noch nicht viele Bücher gelesen bei denen der Spannungsbogen so kontinuierlich gehalten wurde. Die Personen des Buches waren für mich schön ausgestaltet und mit Leben erfüllt. Durch die vielen Perspektivenwechsel kam keine wichtige Person zu kurz, so dass man sich von allen langsam, einem Puzzle ähnlich, ein Bild aufbauen und ihre Rolle in der Geschichte erkennen konnte. Der historische Hintergrund war gut recherchiert und hat mich sofort zu weiterem Nachlesen über die Epoche und die Isle of Wight angestachelt. Einzig das Hin und Her zwischen Amicia und den beiden Männern in ihrem Leben und die vermeintliche Leichtigkeit mit der sie immer wieder gefühlsmäßig zwischen beiden hin und her wechselte, störte mich etwas. Manchmal kam es mir so vor, als drehe sie nur kurz den Kopf und hätte sich gefühlsmäßig wieder für den anderen entschieden. Insgesamt jedoch ein absolut lesenswertes und wirklich begeisterndes Buch, das einen sofort mit dem Lesevirus infiziert - Suchtgefahr garantiert :).

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  • Rezension zu "Kains Erben" von Charlotte Lyne

    Kains Erben

    anushka

    23. November 2012 um 22:59

    Ein komplexer historischer Roman, der begeistert Vier Kinder spielen in einem Burghof. Plötzlich stürmen bewaffnete Männer in den Hof und überfallen die Kinder ... Jahre später, im Jahr 1283, lebt Amicia vor den Mauern des Klosters Quarr und unter der Obhut der Möche dort. Die Ankunft des Ritters Matthew zerstört ihre Idylle jäh. Seine Anwesenheit, seine Augen und sein Wappen beunruhigen sie auf unerklärliche Weise. Und dann schickt der Abt von Quarr sie auch noch zusammen mit dem Ritter fort, nachdem dieser brutal überfallen wurde. Gemeinsam müssen sie vor ihren und seinen Feinden fliehen. Doch kann Amicia jemandem vertrauen, der Schreckensbilder in ihr weckt? Wieder einmal ist Charlotte Lyne ein komplexer, vielschichtiger historischer Roman gelungen. Fans der Autorin dürfen sich also freuen. Dieses Mal geht es um die Isle of Wight, die eine ganz besondere Geschichte hat, da sie eine Zeit lang nicht dem englischen König unterstand. Zudem sind da die Figuren des Edward Longshanks (Edward I.), die selbstbewusste Isabel de Fortibus und der verhasste Adam de Stratton. Diese Figuren sind zwar nicht die zentralen Protagonisten, spielen aber immer wieder entscheidende Rollen und haben tatsächlich existiert. Im Zentrum der Geschichte stehen jedoch die fiktiven Figuren Amicia, Matthew und Vyves. Wie immer bei Charlotte Lyne sind die Protagonisten ganz normale Menschen und wenn auch teilweise von Adel, dann trotzdem nicht aus den höchsten Kreisen. Und gerade durch diese normalen Figuren kommen die Lebensumstände besonders zur Geltung, vor allem die Situation der Juden, die durch den Handlungsstrang mit Vyves, der selbst Jude ist, erschreckend deutlich wird. Dabei geht es nicht um die Politik und die Motive, sondern um die konkreten Auswirkungen auf die Betroffenen. Sowohl die Gestaltung des Buches als auch des Inhalts sind sehr liebevoll. Während die Autorin komplexe, liebenswerte Charaktere entwickelt hat, bei denen sogar die Bösewichte teilweise bemitleidenswert und menschlich sind, hat der Verlag viel Aufwand in die Details der Gestaltung gesteckt. Die goldenen Anteile des Amuletts auf dem Cover glänzen, im vorderen und hinteren Innenumschlag sind verschiedene farbige Karten abgebildet und die Kapitel lassen jeweils durch kleine, sehr schöne Bilder zu Beginn darauf schließen, aus wessen Sicht das folgende Kapitel und welcher Handlungsstrang erzählt wird (z.B. eine Amsel für Amicia, eine Burg für Isabel, ein siebenarmiger Leuchter für Vyves, etc.). Zwischen Spannung und Liebesgeschichte herrscht ein ausgeglichenes Verhältnis und es gibt immer wieder neue, überraschende Wendungen. Und auch wenn die Verbindungen irgendwann vermutbar sind, wird doch alles erst auf den letzten Seiten aufgelöst. Zudem ist der Titel des Buches absolut passend gewählt. Für mich reiht sich dieses Buch in die Reihe erfolgreicher, glaubhafter und berührender historischer Romane von Charlotte Lyne, in denen man immer noch Interessantes über (vor allem englische) Geschichte lernen kann, weil die Autorin immer wieder neue Aspekte beleuchtet (bspw. hier die Ausweisung der Juden aus England und die Geschichte der Isle of Wight). Ich bin immer noch ganz hingerissen von diesem Buch und empfehle es wärmstens weiter.

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