Charlotte Otter Karkloof Blue

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Inhaltsangabe zu „Karkloof Blue“ von Charlotte Otter

KwaZulu-Natal, Südafrika heute. Journalistin Maggie Cloete ist in der Welt herumgekommen. Ein Job als stellvertretende Nachrichtenredakteurin der Tageszeitung Gazette bringt sie zurück in ihre Heimatstadt Pietermaritzburg, wo sie prompt zwischen die Fronten widerstreitender Interessen gerät: Der Papierkonzern Sentinel versteht sich gut aufs Greenwashing und stellt sich als Wohltäter der Region dar. Daran ändern auch die Proteste einer Truppe von Umweltschützern nichts, zu denen Maggies Bruder gehört. Die Konzernleitung will nämlich den Sektor Karkloof 7 roden, ein unberührtes Waldstück und Refugium selten gewordener heimischer Arten. Eigentlich war es Stammesland, doch mit den ursprünglichen Eigentümern hat man sich längst arrangiert. Überhaupt verfügt Sentinel über exzellente Beziehungen. Maggie argwöhnt, dass der Tod des Ökologen David Bloom nicht einfach der Selbstmord eines frustrierten Idealisten war, der eine bedrohte Schmetterlingsart retten wollte. Aber ihre Vorgesetzte pfeift sie energisch zurück: Sie will in der Gazette keine schlechte PR für Sentinel sehen.
Dann machen die Forstarbeiter im Sektor Karkloof 7 einen grausigen Fund. Maggie mobilisiert ihre Recherchekünste und bekommt den Zipfel einer Vorgeschichte zu fasssen, die zurückreicht in die Zeit von Segregation und staatlich protegiertem Mord. Haben hier neue Seilschaften unbekümmert das blutige Erbe der alten angetreten? Aber auf Maggie Cloete wartet noch die vielleicht bitterste Überraschung ihres Lebens …

'Karkloof Blue' ist ein atemloser, brisanter Politkrimi. Realitätsnah, glaubwürdig und geschmeidig erzählt Charlotte Otter eine brandaktuelle Story aus Südafrika: herb in den Konsequenzen, von ungeheuer lebendigen Figuren getragen, packend bis zum Showdown.

Ordentlicher südafrikanischer Krimi. Vielleicht wurden etwas zu viele Themen reingepackt.

— Gulan

Unbedingt lesen!

— DunklesSchaf

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    Karkloof Blue

    Gulan

    Der Papierkonzern Sentinel plant die Abholzung des Waldgebietes Karkloof 7 in der Nähe von Pietermaritzburg. Der Wald ist allerdings das Refugium einer seltenen Schmetterlingsart, so dass militante Umweltschützer auf den Plan gerufen werden. Für die Journalistin Maggie Cloete ein wichtiges Thema für ihre Zeitung, zumal sich auch ihr Bruder unter den Aktivisten befindet. Doch ihre Chefredakteurin möchte das Thema lieber klein halten, verhandelt die Zeitung doch gerade mit Sentinel über neue Papierpreise. Doch die Ereignisse spitzen sich zu, als bei den Rodungsarbeiten plötzlich sieben verscharrte Leichen aus der Apartheid-Ära gefunden werden. Die Autorin Charlotte Otter ist ein Exot in der Riege südafrikanischer Autoren, lebt sie doch schon länger in Deutschland und ihre Romane erscheinen zunächst nicht im englischen Original, sondern in der deutschen Übersetzung. Allgemein ist Südafrika in Sachen Krimis ja momentan sehr hip. Das Land bietet ja auch einen großen Fundus an Themen: Extrem heterogene Gesellschaft, unaufgearbeitete Vergangenheit, Korruption, Gewalt, Aids. Und ein bisschen etwas von alledem und zusätzlich noch die Themen Greenwashing und Unabhängigkeit der Medien verwendet auch Charlotte Otter für den zweiten Band um die taffe Journalistin Maggie Cloete. Das ist in seiner Gesamtheit vielleicht einen Tick zu viel gewollt. Das ist auch mein Hauptkritikpunkt an diesem Krimi, der sich ansonsten flüssig liest und einen interessanten Einblick in südafrikanische Verhältnisse bietet. Lediglich das Ende kam mir ein wenig zu glatt vor. Alles in allem kann sich der Roman aber durchaus ordentlich in der Riege südafrikanischer Krimis behaupten.

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    • 2

    Floh

    23. February 2016 um 08:04
  • Umweltsünden und PR: Karkloof Blue - Charlotte Otter

    Karkloof Blue

    DunklesSchaf

    24. September 2015 um 21:58

    Ein Mitarbeiter der Firma Sentinel begeht Selbstmord. Sentinel möchte den Naturwald Karkloof Sektor 7 abholzen und dort Kiefern pflanzen. Hört sich erstmal nicht so schlecht an und Sentinel stellt sich selbst auch als Umweltschützer und Verfechter der Natur dar. Nur einige wenige erkennen, dass Monokulturen das Land zerstören und demonstrieren dagegen – so auch Maggies Bruder Christo. Und so kommt es, dass Maggie von mehreren Seiten mit Sentinel in Berührung kommt und sich fragt, ob Sentinels Image nicht nur eine große Lüge ist und der Mitarbeiter wirklich Selbstmord begangen hat. Greenwashing ist das beherrschende Thema des Krimis. Eine Taktik, die sich Unternehmen zu Nutze machen, um ihr Image grün und umweltfreundlich darzustellen, auch wenn sie genau gegenteilig handeln. Ein Thema, welches viele Facetten beinhaltet und nicht nur von extremen Umweltschützern lebt. Monokulturen oder einheimische Flora und Fauna? Mal ganz abgesehen davon, dass die Regierung in Südafrika mit der Demokratie noch einige Probleme hat, bringt ein Unternehmen wie Sentinel mehrere Vorteile für das Land: Arbeitsplätze, Steuern, Prestige. Warum sollte man dem also einen Riegel vorschieben? Für ein paar Bäume und Schmetterlinge? Wen interessiert schon der Karkloof Blue, der eines seiner letzten Habitate verliert? Und weil die Regierung keinen Grund zum Eingreifen sieht, die Bevölkerung – durch die gute PR – nicht mitbekommt, welches Erbe hier zerstört wird, und ein paar militante Umweltschützer keine nennenswerte Aufmerksamkeit bekommen, ist die Presse als viertes Organ nötig, um aufzurütteln und die Fakten klar darzustellen. Wie gut, dass es Maggie gibt! Zusätzlich ist Charlotte Otter mit dem zweiten Krimi um Maggie Cloete ein überraschender Trick gelungen. Denn zwischen Balthasars Vermächtnis und Karkloof Blue sind mehrere Jahre vergangen! Ich war total verwundert – sehr gelungen! Vieles hat sich geändert, einiges ist gleich geblieben. Sie arbeitet auch wieder für die Gazette – allerdings nicht mehr als investigative Journalistin, sondern als Nachrichtenredakteurin. Ein Bürojob, der Maggie so gar nicht liegt. Mal abgesehen davon, dass sie nicht mit allen Kollegen gut auskommt, ist der Journalist, welcher das Ressort Umwelt betreut, aber auch eine recht trübe Tasse, so dass Maggie ja fast keine andere Wahl bleibt, als sich einzumischen und Nachforschungen anzustellen. So befreit Maggie ihre Henne vom Staub und düst durch Pietermaritzburg, gewohnt hartnäckig, neugierig und durch nichts aufzuhalten. Soll ich ehrlich sein? Wenn ich Afrika höre, dann denke ich nicht an Kiefernwäldern. Oder überhaupt Wälder. Für mich ist es eher ein trockener Kontinent mit einer Steppenvegetation. Doch so kann man sich irren, denn der Kontinent ist schließlich riesengroß und hat eben sehr viele verschiedene Landschaften zu bieten. Und so lerne ich aus Büchern neue Fakten, aber noch viel mehr regt es meine Gedanken an. Man betrachtet plötzlich manche Themen viel differenzierter und weitgehender. Wenn ein Buch, oder das Thema eines Buches, einem nicht mehr aus den Gedanken geht, dann weiß man, dass man richtig gute Literatur gelesen hat. Aber das nur mal so nebenher, denn was ich eigentlich sagen will: den neuen Maggie Cloete muss man unbedingt lesen! Ihr bekommt nicht nur einen spannenden Kriminalfall mit der hartnäckigen und sympathisch-aneckenden Journalistin Maggie Cloete, die im Buch einige Auf und Abs erleben muss, sondern eben auch ein fremdes Land, eine unbekannte Kultur, Geschichte und ein hochaktuelles Thema. Es ist einfach alles dabei, was man für wahren Lesegenuss benötigt! Fazit: Ein Muss für Südafrika-Fans und Nicht-Südafrika-Fans und für alle Krimiliebhaber sowieso. Also eigentlich für alle. Unbedingt lesen!

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