Charlotte Perkins Gilman

 4,3 Sterne bei 63 Bewertungen
Autor von The Yellow Wallpaper, Herland und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Charlotte Perkins Gilman

CHARLOTTE PERKINS GILMAN wurde am 3. Juli 1860 in Hartford, Connecticut, als Charlotte Anna Perkins geboren. Mit der Erzählung Die gelbe Tapete (The Yellow Wallpaper), die auf persönlichen Erfahrungen basiert, gelang ihr 1892 der literarische Durchbruch. Spä- ter trat sie vor allem durch gesellschaftskritische Studien in Erschei- nung, u. a. über die finanzielle Abhängigkeit der Frau, und erlangte als mitreißende Rednerin viel Beachtung. Sie starb am 17. August 1935 in Pasadena, Kalifornien.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Charlotte Perkins Gilman

Cover des Buches Die gelbe Tapete (ISBN: 9783992003013)

Die gelbe Tapete

 (11)
Erschienen am 12.03.2021
Cover des Buches Heldinnen des Glücks (ISBN: 9783942374040)

Heldinnen des Glücks

 (0)
Erschienen am 25.08.2010
Cover des Buches Diantha oder der Wert der Hausarbeit (ISBN: 9783854765479)

Diantha oder der Wert der Hausarbeit

 (0)
Erschienen am 15.09.2017
Cover des Buches Die gelbe Tapete (ISBN: 9783908778714)

Die gelbe Tapete

 (2)
Erschienen am 14.10.2019
Cover des Buches The Yellow Wallpaper (ISBN: B01K3MQJOU)

The Yellow Wallpaper

 (20)
Erschienen am 30.11.2015
Cover des Buches Herland (ISBN: 9781447459736)

Herland

 (12)
Erschienen am 01.08.2012
Cover des Buches Die gelbe Tapete (ISBN: 9783038200581)

Die gelbe Tapete

 (11)
Erschienen am 22.08.2018

Neue Rezensionen zu Charlotte Perkins Gilman

Cover des Buches Die gelbe Tapete (ISBN: 9783038200581)Orishas avatar

Rezension zu "Die gelbe Tapete" von Charlotte Perkins Gilman

Eine schrecklich gelbe Tapete
Orishavor 6 Monaten

Eine junge Frau sucht Erholung nach der Geburt ihres Kindes. Zusammen mit ihrem Mann John mietet sich das junge Paar in ein Sommerhaus ein. Man fühlt sich wohl. Wenn da nicht das Zimmer mit der gelben Tapete wäre. Ausgerechnet jenes Zimmer das Ehemann John für ihr Schlafgemach ausgewählt hat. Die junge Frau beginnt sich in einen Wahn hineinzusteigern, der ungeahnte Ausmaße nimmt.

Gilmans Roman entstand zum Ende des 19. Jahrhunderts. Klassisch gehalten, erinnert er mich an die Poe'sche Dramatik und die Hoffmann'schen Nachtgeschichten. Geschickt baut Gilman den allmählichen Wahnsinn der jungen Frau auf. Ein Wahnsinn, der auf dem zweiten Blick, gar nicht mehr so bedrohlich wirkt. Versinnbildlicht er auch irgendwie die Rolle der gefangenen Ehefrau. Immer wieder berichtet die Protagonistin von der fehlenden Unterstützung des Ehemannes, der ihre psychische Verfassung weder Ernst nimmt noch ihm Bedeutung zumisst. Schreiben soll die junge Frau auch nicht. Nur ruhen. Ausgerechnet in jenem Zimmer mit der gelben Tapete, welches für die junge Frau zum Sinnbild der gefangenen Ehefrau wird.

Ein gut geschriebenes kleines Büchlein, dass in der zweisprachigen Ausgabe aus dem Dörlemann-Verlag chic daherkommt und das schnell gelesen ist. Eine Autorin, die mir bisher nicht bekannt war und die, wie man dem kurzen Nachwort entnehmen kann, sich auch für die Rechte der Frauen einsetzte. Und das merkt man diesem Werk im positivsten Sinne auch an. Gleichzeitig wählt sie ein Genre, dass zu dieser Zeit von den großen Namen Edgar Allan Poes und E.T.A. Hoffmanns durchdrungen ist und mit denen sie locker mithalten kann. 

Kurzum: Ein tolles Büchlein, das sich schnell liest und das für Fans der "phantastischen" Literatur auf jeden Fall lohnenswert ist. 

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Cover des Buches Die gelbe Tapete (ISBN: 9783038200581)Julia79s avatar

Rezension zu "Die gelbe Tapete" von Charlotte Perkins Gilman

Wie das Sprichwort sagt...
Julia79vor 9 Monaten

Ein Arzt fährt mit seiner jungen Ehefrau auf einen Landsitz, er erwartet sich davon eine Besserung ihres Gesundheitszustandes. Wir erfahren bruchstückhaft von ihren Leiden, depressiv scheint sie zu sein, isst wenig, ist antriebslos. Vor kurzem hat sie ein Kind geboren, um das sich eine Hausangestellte kümmert, die Frau ist überfordert, hat aber auch Schuldgefühle, dass sie ihrem Mann so früh schon Kummer macht und fügt sich seinen Anordnungen, um schnell gesund zu werden. 

Sie drängt es jedoch zum Schreiben, was er ihr untersagt, auch Gesellschaft wünscht sie sich, wovon ihr Mann glaubt, es überfordere sie. Isoliert und in ihrer trostlosen Lage gefangen beginnt sie, über die Tapete zu sinnieren, die ein absonderliches Muster und eine abstoßend gelbe Farbe hat, und die sie als sehr unangenehm empfindet. Nach und nach entwickelt sie einen regelrechten Verfolgungswahn und beginnt zu halluzinieren. 

Ein großartig geschriebenes Buch. Ich hätte mir das Ende anders gewünscht, wenn.. Ja, wenn es ausgedacht wäre. Doch was Charlotte Perkins Gilman beschreibt, soll autobiografisch sein, sie schreibt aus eigener Erfahrung. Und das macht das Buch gruseliger, unheimlicher und beängstigender als jede Erzählung. 

Das schmale Buch hat eine Besonderheit, es ist zweisprachig, was wirklich sehr schön ist. Man kann parallel lesen und es hat in der Originalsprache nochmal eine ganz eigene Stimmung. 

Kommentare: 11
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Cover des Buches Die gelbe Tapete (ISBN: 9783038200581)la_chiennes avatar

Rezension zu "Die gelbe Tapete" von Charlotte Perkins Gilman

Ein schmales Buch, das es in sich hat
la_chiennevor einem Jahr

"Die gelbe Tapete" ist ein kleiner, schmaler Band, der es aber in sich hat. Charlotte Perkins Gilman erzählt hier eine zunehmend düster werdende, beklemmende Geschichte mit teils autobiografischen Bezügen. Man liest die heimlichen Tagebucheinträge einer jungen Frau und Mutter, deren Ehemann, genauso wie ihr Bruder ein angesehener Arzt, behauptet, dass das Unwohlfühlen seiner Frau "nichts weiter als eine vorübergehende nervöse [pränatale] Depression" ist. Ihre eigene Ansicht, wie ihre Beschwerden zu behandeln seien, nämlich mit körperlicher und geistiger Betätigung, werden vollkommen ignoriert. Stattdessen hat ihr Ehemann, beschlossen, dass sie Ruhe und Erholung braucht, und deswegen ein Sommerhaus gemietet. Doch dort ist dieser Raum, ein ehemaliges Kinderzimmer, mit verfitterten Fenstern und einer grauenhaften gelben Tapete, in den die junge Mutter entgegen ihrem eigenen Wunsch, quasi wie ein unmündiges Kind, einquartiert wird.

Die Tapete, zuerst nur als häßlich empfunden, erscheint der Frau, die diese immer besessener betrachtet (Was sollte sie, der absolutes Nichtstun verordnet wurde, auch sonst tun?), doch schon bald regelrecht als bedrohlich. Bald ist sie überzeugt, dass hinter dem Muster der Tapete eine Frau eingesperrt ist, die sich kriechend hinter diesem bewegt, und sie verfällt immer mehr dem Wahn... Den Schluss verrate ich hier nicht. 

Gilman selbst sagte später, dass sie "Die gelbe Tapete" geschrieben habe, um auf die Unterdrückung der Frau durch Mediziner und die vorherrschende medizinische Meinung (beides von Männern geprägt) zu protestieren. 💛 Alleine (und nicht nur!) die wundervoll unheimlichen Beschreibungen des Tapetenmusters machen die Geschichte schon sehr lesenswert. Und dann ist die Aufmachung des zweisprachigen Bändchens noch fein auf den Inhalt des Buches abgestimmt. 👌

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