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Avirem

vor 2 Jahren

Abschnitt 2: Kapitel 5 (Romilda) bis 8 (Zimmer 7)
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Durch den zweiten Abschnitt ...

Es kristallisiert sich heraus, wie das "Studium" in Elysium abläuft. Die FIP`s werden körperlich und geistig hart rangenommen. Sie werden einerseits in Gruppen gedrängt und andererseits isoliert, denn sie sollen einander nicht helfen, keine Hilfe zur "Unselbständigkeit" bieten und einander bespitzeln, um Punkte zu sammeln und um an Ansehen bei den "Aufsehern" zu gewinnen.
"Ausflug in die Vergangenheit" - Interessant. Schauspieler? Wie Fenja selbst zweifle auch ich daran. Und das wirft natürlich neue Fragen auf. Wer lebt NORMAL. Die Menschen die angeblich schauspielern oder die Bewohner von Farland. Was steckt da dahinter. Da könnte man verschiedenste Theorien erdenken z.B. das Farland ein Projekt ist um die Maschine, also das Orakel, zu testen. Vielleicht ist es aber viel unbedeutender.
Und später die belauschten Worte ... Rebellion, Widerstand usw (wie es in einer Dystopie zu erwarten ist).
Romilda - ist ihr Tun eine Verzweiflungstat oder geschieht es aufgrund ihrer FIP Tendenzen? Wurde sie tatsächlich nach Eden gebracht?
Orlando gibt sich als hoffnungsloser Fall und Fenja kann nicht anders als ihm beizustehen. Für mich ist er immer noch nicht greifbar. Kam auch immer wieder nur am Rande vor.
Fenjas Punkte sind gefährlich gesunken. Sie wandert in Richtung der Finalisten. Bei Orando dürfte es nicht anders aussehen.
Und dann das Zimmer 7 ... obwohl Fenja bereits Erfahrungen gesammelt hat, ist es bestimmt schwierig Sterbehilfe mitzuerleben. Noch dazu wenn man das Gefühl hat, es ist erzwungene Sterbehilfe.
Ich habe das Gefühl, das sich die Lage weiter zuspitzen wird und Fenja noch an ein paar Informationen kommt. Letzten Endes verläßt sie Elysium. Entweder gelingt ihr die Flucht (vielleicht mit Orlandeo). Oder sie kann bei einem Angriff von Rebellen entkommen. Oder sie schrottet ihr Punktekonto und "darf" sich für Nordland entscheiden ... *Kopfkino und Grübelei aus*

Weiter gehts...

LG

lex-books

vor 2 Jahren

Abschnitt 2: Kapitel 5 (Romilda) bis 8 (Zimmer 7)

Ich bin auch durch... und muss sagen, dass mich Fenjas Geschichte sehr bedrückt. Sie wird in Elysium zunehmend isoliert und unter Druck gesetzt. Mit dem Verschwinden von Romilda fehlt ihr die einzige Bezugsperson. Immerhin scheint ihr Betreuer Merten hier und da seine Befugnisse zugunsten von Fenja etwas zu krümmen. Elysium scheint mir ein Ort zu sein, an dem Jugendliche einmal durch den Fleischwolf gedreht werden samt Gehirnwäsche und Persönlichkeitsbrechung. Gut durch kommen hier nur die Opportunisten, was den eigentlichen Zweck des Orakels ad absurdum führt. Der Rückblick hat mich ein klein wenig aus dem Lesefluss gebracht... Freizeitparks, in denen Schauspieler die Vergangenheit (bzw. unsere derzeitige Gegenwart) vorführen, zeigen, wie unsozial das System war/ist (Altersarmut, psychische Erkrankungen, soziale Ungleichheit) in Kontrast zum Zeitalter des Orakels. Dazwischen höchst amüsant Sätze, die einen schmunzeln lassen, wenn beispielsweise erwähnt wird, dass die richtig schlimmen Verbrecher früher (also heute) oft nicht im Knast landeten, sondern hohe Tiere in der Politik waren.
Das Verhältnis von Nuja und Fenja ist noch unklar - anscheinend legt Fenja langsam ihre Abneigung ab und entwickelt Neugier, was aus ihrer "alten Feindin", die vielleicht gar keine war, geworden ist. Man darf gespannt sein. Das nächste Kapitel trägt Nujas Namen.

Das Misstrauen unter den Jugendlichen wächst derweil, was den Betreuern in die Hände spielt. Fenjas Punktekonto (mit dem sich die Schüler Annehmlichkeiten in Elysium sichern können und ein kleines Schutzpolster vor härteren Maßnahmen basteln) fällt bedrohlich ab.
Die Werte in Elysium sprechen bereits deutlich gegen diese Einrichtung: gefragt ist kein Zusammenhalt, keine Nächstenliebe, keine Toleranz, sondern Distanzierung von den angeblich Schwachen.

lex-books

vor 2 Jahren

Abschnitt 2: Kapitel 5 (Romilda) bis 8 (Zimmer 7)
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Avirem schreibt:
Durch den zweiten Abschnitt ... Wer lebt NORMAL. Die Menschen die angeblich schauspielern oder die Bewohner von Farland. Was steckt da dahinter.

Ja, das ist die Frage, auf die es wohl hinausläuft. Kann, darf man menschliche Anlagen unterdrücken und umformen und zum Wohle der Gesellschaft alle Abweichungen von der Norm ausmerzen? Oder geht den Menschen damit zugleich ihre Identität verloren.

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seregil

vor 2 Jahren

Abschnitt 2: Kapitel 5 (Romilda) bis 8 (Zimmer 7)

lex-books schreibt:
Fenja... ja. Da rätsele ich auch schon die ganze Zeit, was mir an dem Charakter fehlt. ich glaube, es ist ein bisschen mehr Initiative, die die Geschichte vorwärts bringt. Ihr Verhalten ist schon recht realistisch dargestellt. Aber sie ist ja auch zugleich eine Romanfigur, mit der die Entwicklungen stehen und fallen. Ist das irgendwie verständlich?

Ja ich finde zB auch, dass es schwierig ist Fenja einzuschätzen. Gerade weil sie oft über alle ihrer Mitschüler sehr negativ spricht und auch gar keinen wirklichen Bezug abbauen will, dann aber trotzdem Mitleid bekommt und ihnen in Situationen hilft, bei denen sie ja mittlerweile eigentlich weiß, dass das Konsequenzen hat. Ich mein Mut ist immer etwas ausgezeichnetes, aber mir fehlt die Verbindungen zu diesen Verhalten, was sie immer ganz plötzlich dazu antreibt.
Ich kann bisher ihre Entwicklung noch nicht so ganz sehen, aber ich habe ja auch noch das halbe Buch vor mir und was nicht ist, kann ja noch werden :)

Letizia

vor 2 Jahren

Abschnitt 2: Kapitel 5 (Romilda) bis 8 (Zimmer 7)
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Wenn man so liest, für was man alles als FIP degradiert wird, würde ich wahrscheinlich auch in Elysium landen, wenn es denn ein Orakel geben würde.

Zudem finde ich das Konzept von Elysium immer noch fraglich. Wie soll man ein besserer Mensch werden, wenn man niemanden helfen darf und sogar dafür bestraft wird? Ich denke es sollte darum gehen, nicht mer so Ich-bezogen zu sein, aber genau darauf läuft es hinaus. Irgendwann denkt nur noch jeder an sich, an seine Punkte und lässt die anderen links liegen.

Und dann noch zur Klinik. An sich eine tolle Sache, aber falls die Frau wirklich nicht sterben wollte, muss man sich schon fragen, was da vor sich geht. Diese Welt wird immer unheimlicher.

lex-books

vor 2 Jahren

Abschnitt 2: Kapitel 5 (Romilda) bis 8 (Zimmer 7)
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Letizia schreibt:
Irgendwann denkt nur noch jeder an sich, an seine Punkte und lässt die anderen links liegen.

Ja, es sieht fast so aus, als wolle man jegliches Mitgefühl, damit aber auch das Wir-Gefühl der "Elysianer" schwächen...

lina100

vor 2 Jahren

Abschnitt 2: Kapitel 5 (Romilda) bis 8 (Zimmer 7)

Auch ich bin mit dem zweiten Leseabschnitt durch. Ich hatte die letzten Tage wenig Zeit zum weiterlesen, doch jetzt werde ich einen Zahn zulegen um nicht alzuweit zu allen anderen zurückzufallen. Ich muss sagen das mir die Handlung sehr gut gefällt. Ich kann mich gut in Fenja hineinversetzen und mir Bildlich vorstellen wie es in Elysium zugeht. Bin mal gespannt was noch alles passiert.

Charlotte_Richter_Peill

vor 2 Jahren

Abschnitt 2: Kapitel 5 (Romilda) bis 8 (Zimmer 7)

Liebe Leserunde,

auch hier eine kurze Nachricht von mir - ich bin sehr gerührt und berührt, dass Ihr hier trotz meiner Abwesenheit weitermacht. Seit Freitag bin ich ja gesundheitlich "ausgefallen", möchte aber versuchen, ab morgen wieder, soweit es geht, in die Leserunde einzusteigen.

Bitte entschuldigt meine Abwesenheit, das war sozusagen im Plan nicht vorgesehen ...

Ganz herzliche Grüße schickt Euch allen
Charlotte

Ein LovelyBooks-Nutzer

vor 2 Jahren

Abschnitt 2: Kapitel 5 (Romilda) bis 8 (Zimmer 7)

Ich weiß nicht so richtig ob ich gut finde, dass Fenja sich für andere einsetzt oder ob man sie ein wenig wachrütteln muss,da sie doch mittlerweile gemerkt haben müsste, dass es nichts als Ärger bringt,wenn sie sich für andere Leute einsetzt zumal sie auch ja sonst nie groß an Leute interessiert war,deswegen bin ich jedes Mal erneut verwirrt, warum sie das gemacht hat.Mit der Klinik fand ich auch eine sehr gute Idee, dass man noch mehr Einblick bekommt, wie die Welt dort funktioniert und dass selbst da Punkte alles sind um ein wenig mehr Komfort zu haben.Auch das mit Romilda fand ich echt krass,aber zu erwarten dass sie sich noch ins Aus befördert.Die Rückblende finde ich auch immer interessant zu verfolgen um zu erfahren warum Fenja da ist und was sie ist.

Charlotte_Richter_Peill

vor 2 Jahren

Abschnitt 2: Kapitel 5 (Romilda) bis 8 (Zimmer 7)

Liebe malin492,

nun sehe ich gerade, dass Du ja schon weiter gelesen hast. Ich habe auch noch einmal darüber nachgedacht, warum Fenja in Elysium anderen zu helfen versucht - dies zumindest in einem kleinen Rahmen. Hilfsbereitschaft, sich für Schwache einsetzen, das war ja in ihrem vorigen Leben nicht gerade ihre größte Stärke. In diesem "vorigen" Leben ist sie ja auch selbst nie wirklich in Not oder schwach gewesen. Dass sie sich nun in dieser Position wiederfindet, weckt möglicherweise auch andere Seiten in ihr. In diesem Fall eine "gute" Seite.

Ich glaube, in Ausnahmesituationen entdecken wir manchmal Anteile in uns, von denen wir gar nicht wissen, dass sie in uns stecken. Eine Freundin (sie ist einer der hilfsbereitesten Menschen, die ich kenne) hat mir einmal erzählt, wie sie mit zwei anderen Leuten in einem Auto saß, das im Wasser zu versinken drohte. Sie hat diese beiden Menschen weggetreten und -gestoßen, weil sie nur einen Gedanken im Kopf hatte: Ich muss an die Autotür ran, ich muss hier raus! In diesem Augenblick war es ihr völlig schnurz, was aus ihren Beifahrern wurde. Hinterher war sie sehr schockiert von ihrem Verhalten, aber durch die lebensbedrohliche Situation ist offenbar etwas in ihr "angestoßen" worden, so ein ganz egoistischer Überlebenstrieb, der einen buchstäblich über "Leichen" gehen lässt.

Das gehört jetzt wohl nicht unbedingt zum Thema, es fällt mir nur an dieser Stelle gerade ein. Da stecken so Seiten in uns, die vielleicht ewig schlummern, bis ...

Herzlich
Charlotte

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