Charlotte Rogan In einem Boot

(84)

Lovelybooks Bewertung

  • 80 Bibliotheken
  • 4 Follower
  • 0 Leser
  • 35 Rezensionen
(10)
(23)
(40)
(11)
(0)

Inhaltsangabe zu „In einem Boot“ von Charlotte Rogan

Damit die einen überleben, müssen die anderen sterben.

Grace ist frisch verheiratet mit Henry Winter, einem jungen Mann aus reichem Hause, als sie sich am Vorabend des ersten Weltkriegs auf der Zarin Alexandra einschifft. Doch nach einer mysteriösen Explosion sinkt der Ozeandampfer, und Henry erkauft seiner Frau einen Platz in einem Rettungsboot.
Den Naturgewalten schutzlos ausgeliefert, treibt das überladene Boot wochenlang auf offener See. In einer Atmosphäre aus Misstrauen und unterdrückter Aggression stellen sich existentielle Fragen.

Sollen die Stärkeren sich opfern, damit die Schwächeren überleben können? Oder besser umgekehrt? Wer darf das entscheiden? Und sitzt Grace überhaupt zu Recht in diesem Boot?
Grace überlebt die Katastrophe, findet sich aber Wochen später vor einem Gericht in New York wieder. Die Anklage lautet auf Mord.

Eine extreme Situation, die menschliche Abgründe aufzeigt.

— Chimiko

Ein Buch, das eine tolle Idee hat, die mir aber zu nüchtern ausgeführt wurde.

— AnnaBerlin

nicht mein Ding sehr langatmig, erst zum Schuß etwas interessanter

— sjule

Mal was anderes, deshalb auch interessant, allerdings konnte ich mich nicht so gut in die Hauptperson hineinversetzen..

— Rockyrockt

Insgesamt also ein nettes Gerüst, um welches man durchaus noch so einiges drumrum hätte bauen können!

— LeoLoewchen

gute Unterhaltung, leider mit einigen Längen im Handlungsverlauf

— MayaShepherd

Konnte mich leider nicht überzeugen! War für meinen Geschmack zu eintönig. Die Idee an sich wäre aber bestimmt spannend...

— isipisi

Verspricht mehr.

— Chica 75

Beeindruckende Geschichte, die mir sehr Nahe ging.

— aalinab

Es plätschert

— NiWa

Stöbern in Historische Romane

Die Salzpiratin

Lehrreich, spannend, kurzweilig, unterhaltsam, abenteuerlich - für alle Fans von Iny Lorenz.

hasirasi2

Der Preis, den man zahlt

Pérez-Reverte ist einer der besten Erzähler unserer Zeit

Orest

Die Schwester der Königin

Sehr fesselnd und voller Intrigen und Machtspiele.

Luiline

Die Nightingale Schwestern

Sehr schöne, kurzweilige Feierabendunterhaltung

allegra

Grimms Morde

Spannend, historisch gut recheriert ermitteln die Brüder Grimm mit Annette von Droste zu Hülshoff den grausigen Mord an einer Frau.

Filzblume

Herrscher des Nordens - Odins Blutraben

Könnte mich nicht so überzeugen wie Band 1

Euridike

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • In einem Boot

    In einem Boot

    Chimiko

    07. November 2015 um 23:43

    Selbst nachdem ich einige mittelmäßige Bloggerstimmen gelesen hatte, konnte ich die Neugierde auf dieses Buch nicht unterdrücken und habe dann schnell zugegriffen, als ich die Möglichkeit hatte. Und für mich hat es sich durchaus gelohnt. In einem Boot hat mich wirklich beeindruckt. Ich kann es nicht anders ausdrücken, denn es ist ein Buch, das mich nicht nur während dem Lesen gefesselt hat, sondern das mich auch im Nachhinein einfach nicht losgelassen hat - ich musste immer über diese Situation nachdenken. Das lag auch daran, dass ich mich beim Lesen so fühlte, als wäre ich mittendrin auf diesem kleinen engen Boot. Praktisch bei jeder Seite, bei jeder Interaktion der Protagonisten fragte ich mich: Wie würdest du in dieser Situation reagieren? Was würdest du machen? Könntest du überhaupt anders handeln? - Das ist die absolute Stärke dieses Buches. Durch diese Ungewissheit, wie man selbst handeln würde, wird die ganze Situation einfach noch beängstigender, man fühlt sich beklemmt und zugleich begierig darauf zu wissen, wie es weiter geht. Ich konnte das Buch kaum zur Seite legen. Wirklich alle Abgründe der menschlichen Seelen werden in dieser mehr als nur extremen Grenzsituation hervorgearbeitet und das ist es, was In einem Boot so bedrückend und eindrucksvoll zugleich gestaltet. Es ist kein Actionbuch, es gibt nur einen richtigen Schauplatz, es gibt nicht viel Handlung, dafür wird die menschliche Psyche umso intensiver dargestellt. Salopp gesagt: Das ist einfach verdammt gut gelungen! Und das Gute ist: Für so ein Psychogramm müssen die Protagonisten nicht sympathisch sein, denn das sind sie hier auch nicht. Aber dafür passt ihre Darstellung umso besser zum Kontext, denn wer zeigt schon in einer solchen Extremsituation seine besten charakterlichen Eigenschaften? Ich bin mir sicher, ich wäre jedenfalls keine Gentlewoman, wenn ich in so einem Boot in so einer Situation sitzen würde. Es sind auch nicht alle Charaktere so präsent, obwohl das Boot voll bis zum Anschlag ist. Doch a.) wäre das zuviel geworden und b.) bei der Masse unmöglich, aber c.) war das auch nicht unbedingt notwendig. Hier reichen die Figuren, die im Fokus der Ich-Erzählerin Grace stehen, vollkommen. Bei einigen Figuren, wie beispielsweise den italienischen 'Klageweibern' oder der zurückhaltenden Mutter, die ihren Sohn schützt, hätte dies auch die Geschichte gestört. Grace ist die Ich-Erzählerin der Geschichte und somit kriegt man auch bei ihren einen tiefen Einblick in ihr Seelenleben, was sie jedoch nicht unbedingt sympathisch macht. Dennoch ist der Autorin - zumindest für mich - gelungen, diesen schmalen Grad zwischen Antipathie und Verständnis für das Handeln gekonnt entlang zu balancieren. Ich konnte ihr Handeln verstehen, denn für mich war es angesichts dieser Situation und ihrer Vergangenheit logisch. Der Rahmen in Form des Gefängnis und der Anklage ist zwar interessant, wirkt aber etwas gestaucht, eingeengt und konstruiert. Er hätte ruhig ein bisschen flüssiger und natürlich gestaltet sein dürfen, dennoch wurde die Tagebuchform dadurch perfekt integriert. Auch die Sprache, die der Zeit entspricht, hat mir gut gefallen. Ich lese diesen Stil recht gerne und Charlotte Rogan ist dies gut gelungen. Fasziniert hat mich jedoch nicht nur diese Situation, sondern auch die Tatsache, dass ich eigentlich wusste, wie das Buch endet und dennoch unbedingt wissen musste, was auf dem Boot geschieht. Ich war von dem Buch vollkommen in den Bann gezogen. Fazit Ein Buch, das ganz meinem Geschmack entspricht: Ich war vollkommen gebannt von dieser wunderbaren Darstellung von Figuren, die in Angesicht einer extremen Situation auch am Rande der Menschlichkeit stehen. Absolut lesenswert - natürlich nur, wenn man allgemein Geschichten mag, die sich in diese Richtung bewegen.

    Mehr
  • Von diesem Buch bin ich verwirrt

    In einem Boot

    AnnaBerlin

    Inhalt: Eine mysteriöse Explosion lässt den Ozeandampfer Zarin Alexandra sinken. Grace hat einen Platz auf einen der Rettungsboote erhalten, doch das Buch ist überladen. Wochenlang treiben sie auf offener See, den Elementen schutzlos ausgeliefert. Misstrauen und Aggressivität wachsen und es stellen sich existentielle Fragen. Wer soll geopfert werden, damit die anderen überleben? Wer hat ein Recht auf Rettung?     Der allgemeine Meinungs-Stapel ***Erster Satz: „Die Anwälte waren schockiert über mein Benehmen.“ Das Buch ist auf jeden Fall anders. Wir verfolgen die Protagonistin Grace bei einem harten Kampf um das Überleben: als überlebende in einem Rettungsboot, dass überladen ist. Ich denke, dass man sich das gar nicht vorstellen kann, was diese Enge und die gesamte Situation am Menschen bewirkt! Ich finde die Wahl des Themas sehr interessant und dennoch habe ich erwartet, dass die Geschehnisse auf dem Rettungsboot anders, detaillierter dargestellt werden. Die Darstellung war sehr nüchtern, was an der Erzählperspektive liegt. Grace berichtet rückblickend über die Geschehnisse in Form eines Notizbuches. Grace selber ist ein sehr nüchterner Charakter, der in meinen Augen auch recht willensschwach wirkte. Sie hat sich auf die Seite des Stärkeren geschlagen, um ihr Überleben zu sichern. Dabei hat sie Opfer in Kauf genommen und dies trifft nicht nur die Situation im Boot, sondern auch ihr Leben davor und danach. Natürlich gibt es verschiedene Charaktere und jeder Mensch ist anders und das wird auch gut dargestellt in dem Buch. Jeder Charakter war auf seine Art besonders und wurde gut herausgestellt. Der Erzählstil war so, dass ich es gut am Stück lesen konnte, aber nicht zwingend durch die Seiten geflogen bin, da das Thema eher schwere Kost ist und man das auch alles verarbeiten muss. Natürlich wirkt es auch altmodisch, da das Buch in der Vergangenheit spielt, aber dies war weniger störend. Es wäre aber interessant gewesen, solche Geschehnisse in die heutige Zeit zu packen. Einer Zeit, wo Männer und Frauen gleichgestellt sind und Reich und Arm andere Grenzen bekommen hat. Das Thema ist heftig und grenzlastig und stellt den Menschen und seine Menschlichkeit in Frage. Anders könnte man auch meinen, dass ab irgendwann jeder eine Grenze überschreitet und das pure Überleben siegt. Wie kann man solche Handlungen in diesem Rahmen werten? Auch wenn wir auch die Gerichtsverhandlung mitverfolgen können, wird hier doch zu wenig debattiert und dargestellt. Letztendlich fehlt mir die Tiefe in dem Buch und die Aufarbeitung dieses Themas. So wirkt es lediglich wie ein Tatsachenbericht, ohne das erörtert wird, was solche Erlebnisse mit dem Menschen machen und wie das Handeln zu werten ist.   Auf den Lesen-Stapel? Ich weiß es ehrlich gesagt nicht. Ich weiß kaum, was ich von dem Buch halten soll. Es war nicht schlecht, aber auch kein WOW-Buch. Ich habe es gelesen und das Thema war auch recht interessant, aber irgendwie hat es mich nicht berührt. Die Erzählweise war so nüchtern und die Protagonistin willensschwach, ich habe mir von der Aufarbeitung dieses heftigen Themas mehr erhofft, deswegen gibt es 3 Sterne.

    Mehr
    • 6
  • Es plätschert ...

    In einem Boot

    NiWa

    Zwei Jahre nach dem Untergang der Titanic kommt es erneut zu einem Schiffsunglück.  Zwar waren auf der Zarin Alexandra ausreichend Rettungsboote vorhanden, nur ist die Hälfte davon verbrannt. Durch eine falsche Beschriftung der übrigen Boote befinden sich zu viele Personen in einem Boot, das aufgrund der Überfüllung zu kentern droht.  Grace ist eine dieser Personen und berichtet nach dem Unglück von der Zeit in einem Boot, weil sie unter Mordanklage steht.  Die Geschichte dieses Rettungsbootes plätschert im wahrsten Sinne des Wortes vor sich hin. Ausgemergelte Menschen hoffen, beten und entscheiden, ohne zu ahnen, was ihnen die Zukunft bringt.  Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen und die Sprünge zwischen der aussichtslosen Vergangenheit im Boot und Graces eingeschränkter Gegenwart in der Gefängniszelle finde ich sehr gelungen.  Allerdings entsteht kein richtiger Spannungsbogen und am Ende bleiben etliche Fragen offen. Hier hätte ich mir mehr Ansatzpunkte für eigene Spekulationen gewünscht.  Trotz des relativ ruhigen Stils hat mir dieser Roman gut gefallen und ist meiner Meinung nach weiterzuempfehlen. Nur wer sich Dramatik und Sensation davon verspricht, wird leider enttäuscht werden. 

    Mehr
    • 3
  • Leo Löwchen 14J. Rezi zu "In einem Boot"

    In einem Boot

    LeoLoewchen

    Müssen sich die Starken opfern, damit die Schwachen überleben? Müssen sich die Schwachen opfern, damit die Starken überleben? …oder sterben am Ende sowieso alle? Heute habe ich für euch das Buch “In einem Boot” von Charlotte Rogan aus dem script 5 Verlag. Die frisch verheiratete Grace hat leider nicht viel Zeit, ihre Ehe zu genießen… Denn als das Schiff, auf dem sie sich befindet, aufgrund einer Explosion kentert, beginnt für Grace ein Kampf ums Überleben. Sie landet in einem Rettungsboot, auf welchem ein Mitglied der Schiffscrew gleich die Oberhand ergreift und versucht, alles zu koordinieren. Doch schon bald tauchen ernsthafte Probleme auf. Es sind zu viele Menschen an Bord – das Boot ist zu schwer. Auch die Nahrung wird nicht ewig für alle reichen… Im Angesicht der vorbeitreibenden Leichen fängt Grace an, sich lebensentscheidende Fragen zu stellen. Ist es klug, sich auf die Seite der Starken zu stellen und damit Unschuldige in den Tod zu treiben? Oder ist es klüger, neutral zu bleiben und zu hoffen, dass man das alles irgendwie überlebt? Grace erlebt den Tod hautnah, Tag für Tag, auf hoher See und mit der Zeit kommt auch die Verzweiflung. Wird das hier jemals ein gutes Ende finden? Wird sie überleben? Und wenn ja… Was wartet in der Zivilisation auf sie? Wie man schon etwas raushören konnte, ist dieses Buch nicht gerade actionreich. Die Geschichte ist sehr minimalistisch und lediglich auf das Wesentliche beschränkt. Es wird nicht viel Beschrieben, Themen werden nicht lange breitgetreten und bleiben auch nicht länger relevant.  Zu Beginn des Buches hat mir die düstere und bedrückende Stimmung, die sich durch das Buch zieht, sehr gefallen! Wenn sich nach 200 Seiten allerdings immer noch nichts ändert, ergo Stimmung, Schauplatz und Aktionen gleich bleiben, ist man es dann auch irgendwann satt! Ich habe permanent auf Action gewartet – irgendetwas Neues oder Unerwartetes! Aber es kam nichts und ich durfte weiter Graces Gedankengänge verfolgen…. Welche zum Teil wirklich interessant sind und zum Nachdenken anregen, aber eben auch irgendwann eintönig werden… Auch das Ende war für mich jetzt nur mittelmäßig… Es hat die Geschichte zwar gut abgerundet, aber nicht wirklich aufgewertet… Der Schreibstil transportiert die eben genannte Stimmung dagegen sehr gut und passt perfekt zur Geschichte! Meiner Meinung nach hätten dem Buch ein paar Seiten weniger und ein paar Überraschungsmomente mehr wirklich sehr gut getan! Insgesamt also ein nettes Gerüst, um welches man durchaus noch so einiges drumrum hätte bauen können! Ich vergebe 3 1/2 von 5 Löwchens! Das war es dann von mir! Viele Grüße Eure Leo Löwchen

    Mehr
    • 2
  • gute Unterhaltung

    In einem Boot

    MayaShepherd

    08. July 2015 um 15:43

    Erster Satz: Die Anwälte waren schockiert über mein Benehmen.   Meinung: „In einem Boot“ von Charlotte Rogan stand schon lange auf meinem Wunschzettel, da mich das Cover und der Klappentext vom ersten Moment an begeisterten als ich das Buch entdeckte. Ich rechnete mit einer Geschichte, in der es gilt seine Menschlichkeit in einer schier ausweglosen Situation zu bewahren und mit dem blanken Überlebenswillen abzuwägen. Genau darum geht es auch in dem Roman, aber auch noch um so viel mehr. Geschrieben ist alles aus der Sicht von Protagonistin Grace, die als frisch verheiratete Frau mit ihrem Mann das Schiff betreten hat. Als es sinkt, besorgt der Mann für sie einen Platz in den Rettungsbooten, während er selbst an Bord bleibt und sein Schicksal somit ungewiss ist. Im Verlauf der Geschichte offenbart Grace, dass viel mehr hinter ihr steckt, als man zu Anfang vermuten würde. Sie zeigt Charakterzüge, die mir nicht symphytisch waren, aber durchaus zu ihrer Situation gepasst haben. Trotzdem bekommt das Gefühl, dass sie nie ehrlich ist, nicht einmal sich selbst gegenüber. Sie spielt die Rolle der wehrlosen, nichts wissenden, unschuldigen und durchweg braven Frau wie es zu der Zeit üblich war. Auch wenn ich die Erzählungen über Graces Hintergrund interessant fand, haben sie etwas meine Erwartung an das Buch gestört. Ich hätte mir oft mehr Action im Handlungszeitraum gewünscht und weniger Erzählungen über die Vergangenheit. „In einem Boot“ ist für mich weniger ein Thriller oder Abenteuerroman als mehr die persönliche Zeitgeschichte einer Frau, die für ein besseres Leben gekämpft hat.   Fazit: „In einem Boot“ von Charlotte Rogan ist ein guter Roman, der mich jedoch durch eine Längen in der Handlung nicht zu jeder Zeit fesseln konnte.

    Mehr
  • Verspricht mehr als es halten kann.

    In einem Boot

    Schneekatze

    Inhalt, Aufbau & Perspektive: Anfangs musste ich sofort an „Titanic“ denken; wie in dem Film die Rettungsboote zu Wasser gelassen werden und sich die Passagiere hineindrängen, um zu überleben. Und in dem Roman von Charlotte Rogan geht es vor allem um die Tage auf dem Meer. Es ist ein Bericht der Ich-Erzählerin und Hauptprotagonistin Grace. Im Prolog erfahren wir bereits, dass sie angeklagt wird. Die Verbindung zum Geschehen nach der Zeit auf dem Rettungsboot wird erst im letzten Teil geklärt. Davor geht fast wirklich die ganze Zeit nur um das Rettungsboot, selten um die Zeit auf dem Schiff zuvor. Das macht das ganze Ereignis eindringlicher und wichtiger, weil es einzig und allein ums Überleben geht. Allerdings erfährt man so auch wenig von den Menschen, wie sie vor dem Unglück waren. Die Hauptakteure werden zwar deutlich vorgestellt, aber ich hätte mir noch mehr Tiefe gewünscht, mehr vielschichtigere Charaktere. Schreibstil: Stilistisch und handwerklich super, allerdings waren die Beschreibungen der Gefühle sehr kalt und fast schon zu perfekt formuliert – es kam nichts rüber, sodass ich kein Mitgefühl für die Protagonisten hatte entwickeln können. Dies wird auch dadurch erzeugt, dass man wie schon erwähnt die meisten Personen nicht näher kennen lernt. Gut dargestellt war zwar, wie sich die Menschen verhalten, wenn es ums Überleben geht; dass jeder plötzlich ein Feind sein könne und man nicht mehr weiß, wem man noch trauen könne und wem nicht; und welche Veränderungen auf so einem Rettungsboot entstehen könnten, wie wirre Gedanken und Tagträume, aber es war nicht so intensiv und stark, wie ich es mir erhofft hatte. Es bleibt ein Bericht. Fazit: 3/5 Die Idee ist zwar recht spannend umgesetzt, aber mehr Tiefe bei den Charakteren und Gefühlen wäre schön gewesen. Lieblingszitate: »Was mich in dieser Nacht am meisten beschäftigte, war die Überzeugung, dass der Mensch, wenn er eine Wahl traf, sich kaum jemals zwischen Richtig und Falsch entschied oder zwischen Gut und Böse. Ich hatte begriffen, dass die Alternativen, die der Mensch vor Augen hatte, oft viel unklarer und schwammiger waren und dass es keine Hinweisschilder gab, die den besten Weg aufzeigten.« (S. 188) »Ich hatte Gelegenheit, mir die metallisch glänzende Wasserfläche anzuschauen, das dumpfe Glitzern der Sonne auf den Wellen. Mir zog der Gedanke durch den Sinn, dass jeder, der auf die glänzende Fläche gejagt wurde, einfach aufstehen und davonlaufen würde, froh und glücklich, dem Boot und der verrohten und stinkenden Menschheit darin entkommen zu sein.« (S. 234) »Die Grenze zwischen Schlafen und Wachen war undeutlich geworden, und ich war niemals ganz sicher, was ich geträumt und was ich wirklich erlebt hatte.« (S. 316)

    Mehr
    • 2
  • In einem Boot - Charlotte Rogan

    In einem Boot

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Im Zuge einer Leserunde durfte ich das Buch "In einem Boot" lesen und war insgesamt recht angetan. Die Atmosphäre war von Anfang an ziemlich beklemmend und sehr düster und vor allem das Schriftbild hat sehr viel dazu beigetragen, dass ich das Buch so gut lesen konnte. Anfangs stolperte ich immer wieder über die Namen der Bootsinsassen, denn die Autorin gab den meisten von ihnen keinen Vor-, sondern nur Nachnamen. Das machte es mir teils etwas schwierig herauszufiltern, wer jetzt nochmal genau welche Person war. Besonders interessant und lobenswert finde ich, dass die Autorin auf Dinge wie die Notdurft der Passagiere eingeht. Oft gehen diese Aspekte in Büchern und/oder Filmen ja verloren und als Leser fragt man sich natürlich zwangsläufig, was haben sie in so einer Situation gemacht? Ziemlich viel von Grace' Erklärungen wirken kühl oder gefühllos und es ist interessant beobachten zu können, welche Charakterzüge sich besonders gut als "Führer" einer solchen Gruppe eignen, bzw. zu so einem gemacht werden. Oft hatte dies etwas sich verselbstständigendes und man hatte hin und wieder den Eindruck die Leute wussten gar nicht genau, weshalb sie all ihre Hoffnungen und ihr Leben in die Hände des einen Seemannes an Bord legten. Trotz der tagebuchähnlichen Beschreibung von Grace, kommt es immer wieder zu spannenden Szenen, die auch packend und mitreißend geschrieben wurden! Das Ende des Buches hat mich allerdings eher enttäuscht, denn es bleiben (für mich) viele Fragen offen und ungeklärt und ich mag es einfach nicht, wenn gerade solche Bücher dann so abrupt und geheimnisvoll enden müssen. Ich mag mir einfach keinen eigenen Reim darauf machen, was mit all den ungelösten Rätseln rund um dieses Rettungsboot, nun ist, ich möchte, dass das gefälligst auch noch niedergeschrieben wird. Daher für mich deutlich Punktabzug. Insgesamt war ich allerdings sehr angetan von dem Buch und ich bin immer wieder erstaunt welch tolle Bücher der ja noch so junge Verlag Script5 in die Welt wirft.

    Mehr
    • 2
  • schade eigentlich

    In einem Boot

    Chrissi92

    Laut Klappentext klang das Buch gar nicht mal so schlecht und schien eine gute und spannende Story für zwischendurch zu sein. Leider wurde ich davon enttäuscht und es war für mich eigentlich eine kleine Quälerei... Man hätte, glaube ich, einiges aus der Geschichte machen können, aber ich wurde einfach nicht warm mit den Charakteren und ich hatte das Gefühl als bliebe der "Spannungsbogen" immer nur auf einer "niedrigen Welle" . Ab und an hüpfte das Spannungsboot mal kurz hoch, kam dann aber recht schnell wieder runter... Schade eigentlich ... für die eigentlich, vom Grundbaustein her, gute Story gibt es 2 Sterne.

    Mehr
    • 3

    Chrissi92

    20. August 2014 um 12:49
    Jenny1900 schreibt Das find eich schade weil das Buch steht auf meiner Wunschliste und klang vom Klappentext her recht gut aber trotzdem tolle Rezi :)

    Danke dir! Gibt ja auch bessere Bewertungen ... Vielleicht kannst du mal irgendwo reinlesen und findest das Buch sogar sehr gut? :)

  • Nicht so gut wie erwartet

    In einem Boot

    El.

    26. March 2014 um 16:48

    (Zuerst erschienen auf buchstabenlounge.blogspot.de) Das erste woran ich dachte, als ich das Buch das erste Mal im Internet sah, war ein kleines Boot, das seit Wochen im Ozean treibt - und das mitten in einem Sturm. Diesen Eindruck hat bei mir das Cover erweckt. Dann las ich die Beschreibung vom Buch und war sofort interessiert. Doch leider war der Buchrücken spannender als die Geschichte selbst. Aber ich erzähle erstmal, was mir an diesem Buch gefallen hat.Nach dem Prolog sind die Kapitel nach Tagen aufgeteilt und aus Sicht der jungen Protagonistin Grace geschrieben. Es sind ihre Tagebucheinträge, die sie nach dem Unfall und Sinken des Schiffes Zarin Alexandra im Rettungsboot verfasst hat. In diesem Boot befinden sich fast 40 Leute, die am Anfang ihrer Odyssee noch voller Hoffnung sind, dass sie gerettet werden. Interessantes Setting, das zunächst viel verspricht.Es wird zwar ab und zu erwähnt, dass es zu Beginn fast 40 Leute im Boot sind, doch das kommt beim Lesen überhaupt nicht rüber. Es sind anfangs noch gefühlte zehn Leute im Spiel, später werden auch nur eine Handvoll von ihnen erwähnt. Das ist der erste Minuspunkt. Die Atmosphäre im Boot spitzt sich mit den vergehenden Tagen zu und die Gemüter schlagen über. Die Insassen fangen langsam an zu zweifeln, dass sie gerettet werden. Die Nahrung, die im Rettungsboot noch genügend vorhanden war, wird immer knapper. So auch das Wasser. Einige sterben, einige begehen Selbstmord und andere müssen wiederum das Boot verlassen, weil sie wortwörtlich den Kürzeren gezogen haben. Meiner Meinung nach hätten die Konflikte im Boot noch besser dargestellt werden können, doch das wäre nur gelungen, wenn die Charaktere besser dargestellt worden wären. Sie sind aber leider eher blass und beim Lesen konnte ich außer der Protagonistin und einer weiteren Figur, kaum den einen von dem anderen unterscheiden. Das ist der zweite Kritikpunkt. Da schon im Prolog erwähnt wird, dass Grace und die überlebenden Insassen aus ihrem Rettungsboot gerettet wurden, kann ich auch erwähnen, dass das letzte Drittel des Buches sich mit der Zeit nach der Rettung befasst. Meiner Meinung nach wirkte genau dieser Teil etwas lieblos niedergeschrieben. Aber ich will euch da nicht zu viel verraten - macht euch da euer eigenes Bild :) Das war jetzt also Kritikpunkt Nummer drei. Alles in Allem fand ich das Buch ok, aber ich würde es nicht unbedingt weiterempfehlen. Es hat auch etwas länger gedauert, bis ich damit fertig war, da Spannung so gut wie gar nicht aufkam. Es war einfach nur reine Neugier, ob das Buch noch spannend wird, die mich zum weiteren Lesen verleitet hat.

    Mehr
  • In einem Boot

    In einem Boot

    joshi_82

    01. February 2014 um 12:43

    Seit ich den Klappentext zu "In einem Boot" gelesen hatte, war mir klar, dass ich dieses Buch einfach lesen muss. Ich wurde zwar nicht enttäuscht, aber einen kleinen Kritikpunkt gibt es von mir dennoch... Grace schreibt die Ereignisse auf, die sich in dem Rettungsboot nach der Explosion des Ozeandampfers "Zarin Alexandra" ereignet haben. Dabei erfährt der Leser, was sich auf diesem Boot zugetragen hat und durch die Erzählung aus der Ich-Perspektive werden die Gefühle, die Grace bei dem Unglück ereilt haben, gut dargestellt. Leider fühlte sich das ganze oft an, als wäre Grace nur ein Beobachter am Rande, statt mittendrin zu sitzen. Sie erzählt häufig sehr emotionslos, als wäre ihr das meiste absolut egal, als hätte sie dabei keine großen Ängste auszustehen gehabt. Dabei ist der Leser nicht selten schockiert über die Abgründe der menschlichen Seele, die in dieser Situation nur zu gut deutlich werden und unweigerlich fragt man sich, wie man selbst wohl reagieren würde, wäre man ebenfalls in dieser Notlage. Grace ist eine Protagonistin, die nicht besonders sympathisch ist, was ich allerdings nicht schlimm finde, denn zu dieser Geschichte passt das sehr gut. Grace ist egoistisch, was in ihren Aufzeichnungen immer wieder deutlich wird. Zwar kümmert sie sich auch um andere an Bord, doch das eher deshalb, weil sie dadurch ihre eigenen Sorgen ein wenig in den Hintergrund drängen kann und nicht so allein ist.  Die Geschichte ist eher eine ruhige, die zwar mit spannenden Momenten aufwarten kann, die aber nicht vor Action strotzt. Trotzdem hat die Autorin es geschafft, mich zu fesseln, denn auch wenn das Ganze ein wenig emtionaler hätte erzählt werden können, so ist die Situation in der sich Grace und ihre Leidensgenossen befinden doch eine, die so ähnlich jeden Tag passieren kann. Die Charaktere entwickeln sich teilweise in Richtungen, die man so nicht erwartet hätte, was spannend zu beobachten war. Charlotte Rogan erzählt die Geschichte flüssig und nicht zu ausschweifend, es entstehen keine allzu großen Längen, auch wenn es immer wieder relativ ruhige Momente gibt.  Fazit: "In einem Boot" ist ein Roman, der aufzeigt, wie Menschen sich in Extremsituationen verhalten könnten. Dabei gibt es einige Schockmomente, wirklich spannende Stellen und interessante Charaktere, die sich in überraschende Richtungen entwickeln, um ihr eigenes Leben zu retten. Ein wenig mehr Emotionen der Ich-Erzählerin hätte diesem Buch gut getan, doch trotzdem konnte Charlotte Rogan mich fesseln und hat mir spannende Lesestunden beschert.

    Mehr
  • Themen-Challenge 2014 - Bücher, die in der Hardcover-Ausgabe einen Schutzumschlag haben

    Daniliesing

    Dieses Thema gehört zur Themen-Challenge 2014:

    Hier könnt ihr euch über eure gelesenen Bücher zu Thema 13 austauschen!

    • 70

    daneegold

    14. January 2014 um 09:42
  • Die große LovelyBooks Themen-Challenge 2014

    Daniliesing

    Ihr lest gern Bücher aus den verschiedensten Genres? Ihr sucht nach einer Leseherausforderung für 2014? Dann seid ihr hier genau richtig! Der Ablauf ist ganz einfach: Bei der Themen-Challenge geht es darum, passend zu 20 vorgegebenen Themen mindestens 15 Bücher aus 15 unterschiedlichen Themen zu lesen. 5 Themen können also ausgelassen werden. Wenn ihr ein Thema erfüllt habt, schreibt hier mit welchem Buch ihr das geschafft habt und postet einen Link zu eurer Rezension oder aber verfasst eine Kurzmeinung auf der Buchseite. Bitte sammelt alle eure gelesenen Bücher mit den passenden Themen in einem einzelnen Beitrag, den ich oben in einer Teilnehmerliste bei eurem Namen verlinken werde. Schickt mir dazu eine Nachricht mit dem Link zu eurem Sammelbeitrag. Diese Challenge läuft vom 1.1.2014 bis 31.12.2014. Alle Bücher, die in diesem Zeitraum und passend zu den Themen gelesen wurden, zählen. Wer am Ende des Jahres die 15 Bücher zu 15 verschiedenen Themen geschafft hat, nimmt automatisch an einer Verlosung eines schönen Überraschungspakets teil. Es zählen Bücher aus allen Genres und mit allen Erscheinungsjahren, sofern sie die Themen erfüllen. Sie dürfen gern vom SuB (= Stapel ungelesener Bücher) oder neu gekauft, geschenkt bekommen oder geliehen sein. Man kann jederzeit noch in die Challenge einsteigen und auch passende Bücher zählen, die man zuvor im Jahr 2014 gelesen hat. Zu diesen Themen wollen wir passende Bücher lesen: Ich habe jedes Thema auch zu einem extra Beitrag hier auf LovelyBooks verlinkt, in dem ihr euch jeweils über die passenden Bücher austauschen könnt. Für jedes Thema hänge ich ein Beispielbuch in der Reihenfolge der vorgegebenen Themen an, ihr könnt aber gern andere lesen! Bücher, die erstmalig vor 2010 erschienen sind Bücher, die Teil einer Reihe sind (alles ab mindestens 2 Bänden) Bücher, die ein vorranging rotes Cover haben Bücher, deren Buchtitel eine Zahl enthalten Bücher, die ausschließlich als Taschenbuch / Broschur erschienen sind (nicht als Hardcover, E-Book zusätzlich ist ok) Bücher, bei denen der Vor- oder der Nachname des Autors mit dem gleichen Buchstaben beginnt, wie der Buchtitel Bücher, die bisher noch keine Rezension auf LovelyBooks haben (es zählt der Zeitpunkt des Lesebeginns) Bücher, in denen es ums Essen geht und das auch durch den Buchtitel, das Cover o.Ä. ausgedrückt wird Bücher von deutschsprachigen Autoren Bücher, die weniger als 250 Seiten haben Bücher, auf denen hauptsächlich Schrift und kein vordergründiges Covermotiv zu sehen ist Bücher von Autoren, die schon mindestens 5 Bücher veröffentlicht haben Bücher, die in der Hardcover-Ausgabe einen Schutzumschlag haben Bücher, deren Buchtitel aus mindestens 5 Wörtern bestehen Bücher, die aus einer anderen Sprache als dem Englischen oder Französischen übersetzt wurden Bücher, die in einer Stadt mit mehr als 1 Mio. Einwohner spielen Bücher, die in einem unabhängigen Verlag erschienen sind (keine Verlagsgruppen / Konzerne) Bücher, auf deren Cover mindestens 3 Lebewesen zu sehen sind (es zählen Menschen & alle Tierarten) Bücher, die auf LovelyBooks mit 4,5 - 5 Sternen bewertet sind (es zählt der Zeitpunkt des Lesebeginns) Bücher, deren Hauptfigur mindestens 10 Jahre jünger oder älter als ihr selbst ist (wer dieses Thema erfüllen möchte, müsste hier sein Alter verraten - in meinem Fall müsste die Figur 17 oder jünger bzw. 37 oder älter sein) Ich wünsche uns allen ganz viel Spaß & ich bin gespannt, welche Themen sich am leichtesten und welche als am schwierigsten heraustellen! Wer ist dabei? Antworten auf häufig gestellte Fragen: * Bezieht euch bei der Zuordnung des Buches zu einem der Themen immer auf die Ausgabe des Buches, die ihr selbst besitzt! * Wenn es in der Aufgabenstellung keine spezielle Eingrenzung gibt, zählt wirklich alles, was dazu passt. Zahlen zählen also auch als Zahlen, egal ob ausgeschrieben oder nicht usw. * Ich kann diese Challenge nicht in Unterthemen gliedern, da das nur bei Leserunden geht. * Sprache, Format etc. sind egal - auch Hörbücher gelten, außer es ist für das Thema von Bedeutung * Unabhängige Verlage sind solche, die nicht zu einer Verlagsgruppe / einem Konzern gehören. Wenn ihr unsicher seid, schreibt mir eine Nachricht mit dem entsprechenden Verlag. * Man kann diese Challenge mit anderen kombinieren, als auch Bücher hierfür und gleichzeitig für andere Challenges zählen. * Die Zuordnung der Bücher zu bestimmten Themen kann auch nachträglich noch geändert werden. * Wichtig ist, dass man das Buch 2014 beendet. Wann man es angefangen hat, ist egal. * Postet euer jeweiliges Buch bitte erst, wenn ihr es wirklich komplett gelesen & eine Rezension oder Kurzmeinung geschrieben habt. * Ein paar Beispiele für Verlage,  die als unabhängig zählen - es gibt aber wirklich ganz viele, fragt mich im Zweifel einfach per Nachricht: Hanser Verlag (und Unterverlage), Aufbau Verlag (und Unterverlage), dtv, Coppenrath Verlag, Diogenes Verlag, usw. * Falls Bücher, die eine ISBN habe, noch bei LovelyBooks fehlen, geht in eure Bibliothek und sucht es oben unter "Bücher hinzufügen". Dort wählt ihr für deutschsprachige Bücher die Suche bei Amazon.de aus, für fremdsprachige alternativ Amazon.co.uk oder .com * Bei Themen, für die der Stand bei Lesebeginn entscheidend ist (Bücher, die noch keine Rezension haben / Bücher, mit Bewertung zwischen 4,5 - 5 Sternen) vertraue ich einfach darauf, dass ihr wirklich nur welche angebt, wo das stimmt. * Keine Mangas & Comics, außer für Thema 10 - Graphic Novels zählen überall, sofern sie dem Thema entsprechen Teilnehmer: 19angelika63 4cloverleaf 78sunny aba Aduja Ajana Alchemilla AlinchenBienchen allegra Alondria Amara Anendien Aniston81 AnnaMK Anneblogt Annilane Anniu anushka Arizona Asu AuroraBorealis baans Bambi-Nini Baneful battlemaus88 BethDolores BiancaWoe Bluebell2004 bluebutterfly222 bookgirl Bookmarble books_and_senses bookscout brudervomweber BuchblogDieLeserin Bücherwurm Buchgeborene Buchrättin Buecherfee82 Buecherfreak321 Buecherschmaus Buecherwurm1973 callunaful Carina2302 carooolyne CaryLila Cattie christiane_brokate Clairchendelune Clouud coala_books Code-between-lines Curin czytelniczka73 daneegold DaniB83 Daniliesing danzlmoidl darigla Deengla Deirdre dieFlo Dini98 Donata Donauland DonnaVivi Dreamworx Dunkelblau El. Elke Emma.Woodhouse Eskarina* Evan fabalia FantasyDream Fay1279 Felilou Finesty22 Florenca fireez Fraenzi Freakshowactress fredhel funkyreadinggirl garfieldbuecher Gela_HK Geri GetReady Ginevra ginnykatze Girdie glanzente Glanzleistung gra grinselamm GrOtEsQuE Gruenente gst Gulan guybrush hannelore259 HarIequin Heldin-mit-Happy-End hexe2408 HibiscusFlower Hikari Honeygirl96 IraWira isipisi jahfaby janaka jasminthelifeispretty Jeami Jecke Julia_Ruckhardt Juliaa JuliaSchu juliaslesewelt Juya Kaiaiai Kajaaa kalligraphin Kanjuga Karin_Kehrer Karoliina Karottenjunkie KatharinaJ Kendall Kerstin-Scheuer Kidakatash Kiki2000 Kirschbluetensommer Kiwi_93 Kleine1984 Kleine8310 kleinechaotin kleinfriedelchen Krinkelkroken krissiii KTea  Kurousagi LaDragonia LadySamira091062 LaLecture LaLeLu26 Lalena Laupez lcsch30 LeJardinDuLivre LenaausDD Leochiyous lesebiene27 Lesefee86 Lese-Krissi Leselotteliese lesemaus LeseMaus Lesemaus_im_Schafspelz leseratte69 lesewurmteri Lialotta Libramor LibriHolly liebling Lienne LilaLady lilja1986 lille12 Lilli33 LillianMcCarthy lilliblume LimitLess lisam Lissy Literatur literaturleben Lizzy_Curse LMisa Loony_Lovegood Looony Lucretia Lukodigilit Luna16 Lyla11 mabuerele Madlenchen Maggi90 maggiterrine mamenu mareike91 Maryanna mecedora merlin78 mieken Miia MiniBonsai minori Mira123 miss_mesmerized MissErfolg MissMisanthropie MissPaulchen MissTalchen mona0386 Mone80 monerl moorlicht Moosbeere mrs-lucky Mrs_Nanny_Ogg Nabura Naddlpaddl NaGer Narr Nenatie Nik75 Niob Nirena nj-sun noellecatherine Normal-ist-langweilig Nova7 Nyoko PaperPrincess papertowns Papsat ParadiseKiss1988 parden passionelibro Pelippa Penelope1 PetitaPapallona Phoebe PMelittaM Prisha prudax Queenelyza QueenSize readandmore RicardaMarie Ritja rikku_revenge RoteZora RottenHeart rumble-bee SakuraClow Salzstaengel samea Samy86 Sandy7 sarlan Sarlascht Sauhund01 scarlett59 Schafswolke Scheherazade Schneckchen Schneeeule129 Schnuffelchen schokolade29 schuhbidu SchwarzeRose Seelensplitter serpina shadow_dragon81 Shadowgirl sibylle_meyer Si-Ne SofiaMa Solitary77 solveig Solvejg Somaya Sommerleser sonjastevens Sophiiie Spleno Starlet Staubwolkex SteffiFeffi SteffiR30 sternblut Stjama summi686 Sun1985 sunlight Sunny87 sunrisehxmmo sursulapitschi Suse*MUC Sweesomastic sweetyente Synic Taku Tamy_s tanjuschka Tatsu taylaa Thaliomee The iron butterfly TheBookWorm thenight tigger Tini_S Traeumeline Trashonaut uli123 unfabulous urlaubsbille vb90 Venj98 vielleser18 Vitus Watseka weinlachgummi Weltverbesserer werderaner wiebykev Wildpony Winterzauber World_of_tears91 WortGestalt Wortwelten wuschelana xaliciaxohlx Xirxe YvetteH Yvonnes-Lesewelt zazzles Zeilenreichtum Zeliba zitrosch Punkteübersicht

    Mehr
    • 2083
  • {Rezension} In einem Boot

    In einem Boot

    LuluCookBakeBook

    07. January 2014 um 17:13

    Meine Meinung Getrieben vom eigenen Überlebenswillen sind Menschen in der Lage, Außerordentliches zu vollbringen. So auch Grace Winter, die nach einem Schiffsunglück mit knapp 40 anderen Passagieren "In einem Boot" sitzt. Nach anfänglicher Hoffnung auf eine schnelle Rettung müssen sie schnell einsehen, dass sie wohl längere Zeit auf sich allein gestellt sind. Wie sollen sie überleben, haben sie doch nichts als ihre Kleider am Leib? Hunger und Durst stehen auf dem Tagesplan und ebenso eine zunehmend angespannte Atmosphäre. Das Boot ist überladen, zu viele Menschen sind an Bord. Müssen sich einige opfern, damit andere leben können? Das Buchcover zeigt uns die Situation des Bootes: Allein auf dem großen, weiten Ozean, den Naturgewalten ausgeliefert. Dazu die Farben: Immerwährende Grün- und Blautöne, ein wenig Weiß in den aufschäumenden Wellen. Welch unbedeutende Rolle das Boot doch im großen Ganzen spielt! Das Prolog handelt von Grace, die nach der Rettung des Bootes im Gefängnis sitzt. Ihre Anwälte raten, alles Erlebte in einer Art Tagebuch festzuhalten und diese Erzählung bildet den Hauptteil des Buches. Grace schildert die wichtigsten Ereignisse der einzelnen Tage auf See und beurteilt das Verhalten der Passagiere im Vorausblick auf das zukünftige Geschehen. Kurz nach dem Mord, für den sie schließlich angeklagt wird, hören Grace' rückblickende Einträge auf und im Folgenden erfährt der Leser von ihrem Aufenthalt im Gefängnis sowie letztendlich dem Gerichtsurteil. Erst danach wird berichtet, wie die Rettung des Bootes denn nun erfolgte. Meiner Meinung nach zu spät, denn die Haupthandlung ist abgeschlossen. Ich habe diesen Teil eigentlich nur gelesen, um das Buch zu beenden. Der anschließende Epilog war allerdings wieder sinnvoll. Mit den Personen bin ich im Allgemeinen zufrieden. Besonders Mrs Grant und Mr Hardie hatten einen ausgeprägten, gut verdeutlichten Charakter. Grace hingegen... Ihre Gedanken waren zwar gut dargestellt, sie selbst wirkte für mich aber eher wie eine Beobachterin des Geschehens und nicht wie ein Teil davon. Vielleicht liegt das an ihrer rückblickenden Erzählweise. Die Wirkung des Geschehens auf den Einzelnen wurde mir nicht stark genug herausgearbeitet. Grace' Erzählweise erlaubt es, bereits im Buch Antworten auf die existenziellen Fragen im Boot zu suchen. Indem Grace reflektiert, versucht sie zu ergründen, warum die Passagieren so handelten, wie sie handelten. Damit denkt der Leser selbst nicht allzu viel nach. Es müssen keine Antworten mehr gefunden werden, weil das Buch sie bereits liefert. Andernfalls wären manche Fragen aber vielleicht gar nicht zur Sprache gekommen, deshalb ist die von der Autorin gewählte Form durchaus in Ordnung. Fazit Ein Buch, das beeindruckend von einer Grenzsituation berichtet. Es wirft Fragen auf und stellt Anworten zur Verfügung, an den Leser werden keine hohen Erwartungen gestellt. Besonders überzeugt hat mich die Idee der Geschichte, an der Umsetzung könnte man arbeiten.

    Mehr
  • nicht nur das Boot plätscherte so dahin...auch die Handlung

    In einem Boot

    Kendra

    16. December 2013 um 21:42

    "In einem Boot" von Charlotte Rogan hörte sich (nach der Grundidee der Handlung )für mich total interessant, spannend, fesselnd , dramatisch und packend an, leider jedoch haperte es im Buch etwas mit dieser gewünschten Umsetzung^^ Eine wirklich tolle Idee, im Ansatz war es auch recht gut geschildert worden, dennoch konnte es mich nicht wirklich in den Überlebenskampf der Menschen mitnehmen. Ich fühlte zwar schon ein wenig mit ihnen mit, dennoch muss ich gestehen, weinte ich keinem eine Träne hinterher....Dies hat zu einem damit zu tun, dass die Charaktere auf dem Rettungsboot ziemlich blass und unsympathisch waren und ich mich in keinster Weise zu ihnen hingezogen fühlte. Natürlich kann man hier den Einwand hervorbringen, dass man kaum "nett" sein kann, wenn man damit beschäftigt ist, seine eigene Haut zu retten, und das ohne Verluste. Ich fand sie waren wie das weite Meer, auf dem sie sich befanden, einfach nur schwer zu fassen, und ziemlich wankelmütig. Toll fand ich zwar, dass man hier sehr gut in die dunkle und in jedem Menschen innewohnende "Psyche" entführt wird, die uns in schwierigen Situationen zu einer nicht mitfühlenden Kampfmaschine verwandelt, sondern auch dass man wenn man um sein eigenes Leben bangen muss, nicht zwischen Recht und Unrecht entscheiden kann. .. Das Buch ist eigentlich in drei Teile aufgegliedert; es beginnt damit, dass sich Grace im Gefängnis befindet, da sie und 2 weitere Frauen bzw damalige Insassen des Rettungsbootes wegen Mordes angeklagt sind. Dann beginnt auch schon recht schnell die eigentliche Handlung, bzw der dramatische Überlebenskampf auf hoher See. Dies bekommen wir von Grace geschildert, die uns ihre Geschichte erzählt, bzw während sie sich an die Vergangenheit erinnert. Hier erfahren wir, dass ein Luxusschiff auf dessen sie sich befunden hatte, gesunken ist. Sie und weitere Passagiere des Schiffes, können sich auf eines der wenigen Rettungsboote flüchten. Während sie am Anfang noch dankbar sind an Bord dieses Fleckchen Sicherheit zu sein, und auch an ihre baldige Rettung glauben....plätschert die Handlung leicht dahin....so auch wir ihr Boot inmitten des weiten Meeres. Obwohl der Leser einen Überblick über die Personen auf dem Boot bekommt, kommt kein Bezug zu ihnen auf, und ich verwechselte ab und an die einzelnen Personen (das kommt eigentlich nicht oft bei mir vor, dass ich zu verwirren bin^^) . Nach und nach tauchen die ersten Probleme und Hindernisse auf hoher See auf. Nicht nur, dass das vorhandene Survival Essen und Trinken Packet langsam zur Neige geht, auch die drängende Frage taucht an die Oberfläche, wie sie Ballast an Bord verlieren können....denn sie sind überfüllt, und drohen gar zu kentern. Doch wer möchte schon freiwillig sterben? Wer sich opfern? Oder wie sucht man Menschen aus, die sterben sollen? Auch die Frage des Kommandos auf dem kleinen Boot, wird bald zu einem tödlichen Kampf.... Am Ende befindet sich der Leser wieder bei der Gerichtsverhandlung und schon bald endet das Buch...für mich jedoch leicht unbefriedigend. Fazit: Ein wirklich dunkles Drama, dass in einem den kleinen bohrenden Finger an die eigene Nase führt: Wie würde man selbst in solch einer verzweifelten Lage handeln? Würde man seine eigene Prinzipien über Bord werfen? Zu welcher Handlung wäre man letztendlich selbst fähig?  Ein Buch, das wahrlich zum Nachdenken anregt, aber dennoch nicht wirklich meine Begeisterung auslöste, da es einfach etwas zu langatmig war und mich leicht in den Schlaf schaukelte....als ob ich selber auf hoher See wäre^^

    Mehr
  • Leserunde zu "In einem Boot" von Charlotte Rogan

    In einem Boot

    Charlotte_Rogan

    Hello, My name is Charlotte Rogan, and I am the author of The Lifeboat. I am so pleased to be asked to participate in the Lovely Books reading group. The Lifeboat tells the story of Grace Winter, a 22-year-old woman who survives three weeks in an overcrowded lifeboat only to be put on trial after she is rescued. You find out in the first chapter that Grace’s attorneys suggest she write her story down as part of her defense, and the result is a first-person, day-by-day account. As the days pass and the weather deteriorates, it becomes increasingly apparent that for any to live, some must die. I found the kernel of the story in my husband’s criminal law text, which contained two legal cases where shipwrecked sailors were put on trial after surviving horrendous ordeals at sea. I was very interested in how the law tries to tell a story in a way that allows people to judge it—to decide who is right, who is wrong, and who should go to jail. I wanted to use Grace’s story to show how hard it is to judge people for the things they do in situations we have not only never faced, but never even contemplated. I look forward to our discussion! Mehr zum Buch: Grace ist frisch verheiratet mit Henry Winter, einem jungen Mann aus reichem Hause, als sie sich am Vorabend des ersten Weltkriegs auf der Zarin Alexandra einschifft. Doch nach einer mysteriösen Explosion sinkt der Ozeandampfer, und Henry erkauft seiner Frau einen Platz in einem Rettungsboot. Den Naturgewalten schutzlos ausgeliefert, treibt das überladene Boot wochenlang auf offener See. In einer Atmosphäre aus Misstrauen und unterdrückter Aggression stellen sich existentielle Fragen. Sollen die Stärkeren sich opfern, damit die Schwächeren überleben können? Oder besser umgekehrt? Wer darf das entscheiden? Und sitzt Grace überhaupt zu Recht in diesem Boot? Grace überlebt die Katastrophe, findet sich aber Wochen später vor einem Gericht in New York wieder. Die Anklage lautet auf Mord. => Leseprobe Allgemeines zur Bewerbung und zur Leserunde: Ihr habt hier die Möglichkeit bei einer Leserunde mit Charlotte Rogan mitzumachen. Charlotte spricht kein Deutsch, deshalb stellt die Fragen an die Autorin bitte auf Englisch - es ist gar nicht schlimm, dabei Fehler zu machen, sie wird euch verstehen. Wenn ihr auf Deutsch diskutiert und gelegentlich trotzdem knapp eure Eindrücke auf Englisch zusammenfasst, wird sich die Autorin sehr freuen! Unter allen Bewerbern vergibt der Script5 Verlag  15 Leseexemplare des Buches. Ihr könnt euch dafür bis einschließlich 14.Oktober bewerben - beantwortet dazu nur folgende Frage: Wenn ihr Schiffbruch erleiden würdet und auf einer einsamen Insel landet, was wären die Top 3 Gegenstände auf eurer Survival-Liste? (Wenn möglich, wäre es toll, wenn ihr auf Englisch antwortet!)

    Mehr
    • 278
  • weitere
  • Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist! Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach!

    Hol dir mehr von LovelyBooks