Charlotte Roth

 4.4 Sterne bei 551 Bewertungen
Autorin von Als wir unsterblich waren, Als der Himmel uns gehörte und weiteren Büchern.
Charlotte Roth

Lebenslauf von Charlotte Roth

Vom Leben inspiriert: Charlotte Roth wurde 1965 in Berlin geboren. Sie studierte Literaturwissenschaft, Latein und Anglistik in Berlin, Neapel und London. Seit mittlerweile über zehn Jahren ist sie freiberufliche Autorin und schreibt nicht nur unter dem Namen Charlotte Roth, sondern auch unter mehreren anderen Pseudonymen. Mit der Veröffentlichung ihres ersten Buches „Als wir unsterblich waren“ im Jahr 2014, welches auf ihrer eigenen Familiengeschichte basiert, erfüllte sie sich einen Lebenstraum. Das Buch erzählt auf verschiedenen Zeitebenen von den Berlinerinnen Alexandra und Paula, die die Stadt während dem Fall der Mauer und zur Zeit des Ersten Weltkrieges erleben. Charlotte Roth selbst lebt inzwischen nicht mehr in ihrer Geburtsstadt, sondern in London. Auch reist sie mit ihrer Familie sehr gerne durch Europa, ihr Herz hängt jedoch noch immer an Berlin.

Neue Bücher

Wir sehen uns unter den Linden

 (4)
Neu erschienen am 01.04.2019 als Taschenbuch bei Knaur Taschenbuch.

Wir sehen uns unter den Linden

 (1)
Neu erschienen am 01.04.2019 als Sonstige Formate bei Audible Studios.

Alle Bücher von Charlotte Roth

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Als wir unsterblich waren

Als wir unsterblich waren

 (227)
Erschienen am 02.05.2014
Als der Himmel uns gehörte

Als der Himmel uns gehörte

 (138)
Erschienen am 01.04.2015
Wenn wir wieder leben

Wenn wir wieder leben

 (97)
Erschienen am 02.07.2018
Weil sie das Leben liebten

Weil sie das Leben liebten

 (48)
Erschienen am 01.06.2016
Bis wieder ein Tag erwacht

Bis wieder ein Tag erwacht

 (26)
Erschienen am 03.07.2017
Wir sehen uns unter den Linden

Wir sehen uns unter den Linden

 (4)
Erschienen am 01.04.2019
Wir sehen uns unter den Linden

Wir sehen uns unter den Linden

 (1)
Erschienen am 01.04.2019
Wenn wir wieder leben: Roman

Wenn wir wieder leben: Roman

 (0)
Erschienen am 27.06.2018

Neue Rezensionen zu Charlotte Roth

Neu

Rezension zu "Wenn wir wieder leben" von Charlotte Roth

Morgen am Meer
regenprinzvor 3 Tagen

Dieser Roman hat mich gleichermaßen fasziniert und begeistert! Normalerweise gibt es bei zwei Handlungssträngen bzw. zwei Zeitebenen im Buch immer einen Teil, der mir besser gefällt als der andere – hier war das nicht so. Ich habe sowohl bei Wandas Spurensuche mitgefiebert als auch bei den früheren Ereignissen rund um die musikliebende Gundi und ihre Freunde bzw. die Band Piroggen.
Die Charaktere sind wunderbar dargestellt, ihr Verhalten wirkt stimmig und ich konnte die Gefühlslagen der einzelnen Figuren stets gut nachvollziehen. Auch die Schauplätze sind so atmosphärisch beschrieben, dass ich beim Lesen große Lust bekam, selbst nach Danzig und Zoppot zu fahren und meinen Eindrücken nachzuspüren.
Es ist ein Roman über schwierige persönliche Entscheidungen in schwierigen Zeiten, über Liebe, Lügen und Schweigen, über Krieg, Vertreibung und Verlust. Es ist ein Roman gegen das Vergessen. Über Freundschaft, Familie und die Suche nach der Wahrheit. Über Träume, Unterstützung und den Glauben an sich selbst. Und natürlich ist es ein Roman über Musik.
All‘ die großen Themen, die Menschen bewegen, sind hier eindrucksvoll mit den Schicksalen einzelner Charaktere verknüpft.
Ich fand außerdem auch manche historischen Details der Geschichte sehr spannend, denn über die Kreuzfahrten der Wilhelm Gustloff wusste ich bisher z.B. nichts.
Von mir gibt es jedenfalls eine klare Leseempfehlung für diesen Roman!

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Rezension zu "Wir sehen uns unter den Linden" von Charlotte Roth

Wir sehen uns unter den Linden
MarySophievor 5 Tagen

Handlung:
Berlin, kurz vor dem Ende des Zweiten Weltkrieges

Susanne, gerade mal 16 Jahre alt, kommt nach einem normalen Schultag nach Hause und ihre ganze Welt gerät ins Schwanken.Vor ihren Augen wird ihr Vater erschossen, weil er gegen das Naziregime war. In diesem Moment beschloss Sanne, alles mögliche zu tun, dass die Welt ein besserer Ort wird. Nach Kriegsende widmet sich Sanne dem Aufbau eines neuen Deutschland mit voller Kraft und kämpft für ihre Überzeugungen. Dabei vergisst sie manchmal die Freuden des Lebens, welche ihr erst durch den stets gut gelaunten Kelmi aufgezeigt werden. An seiner Seite verlebt Sanne interessante Stunden und beginnt, einiges in ihrem Leben zu überdenken. Irgendwann verschärft sich auch die politische Situation in Berlin und schließlich kommt der 13. August 1961...

Meinung:
Das Cover finde ich recht hübsch gestaltet, es sieht ziemlich schlicht aus und wirkt ernsthaft, was hervorragend zu dem Inhalt passt. Alle Farben harmonieren gut miteinander, besonders schön finde ich das strahlende Rot, welches Schwung in das Cover bringt. Trotzdem fehlt mir noch ein kleines Detail, was mich in einer Buchhandlung dazu zwingen würde, genau dieses Buch in die Hand zu nehmen. Was genau dabei fehlt, kann ich leider nicht benennen.


Von der Autorin habe ich bisher noch kein Buch gelesen gehabt, jedoch waren mir andere Titel ihrer Bücher geläufig und zu ein-zwei der Werke hatte ich mir auch schon mal ein paar Meinungen durchgelesen. Auf jeden Fall war ich sehr gespannt, welche Geschichte sie hier erzählen wird und bin voller Energie in die Handlung gestartet.
Allein der erste Abschnitt des Romans wurde so gefühlvoll geschrieben, dass man als Leser mit Sanne mitgelitten hat und auf den großen Paukenschlag gewartet hat. Und genau das hat sich über die gesamte Handlung erstreckt. An vielen Stellen wurde alles so stimmungsvoll wiedergegeben, dass man selbst als Außenstehender mitgerissen wurde und sich gefreut, aber auch mitgelitten hat.


Der neue Roman von Charlotte Roth wurde in acht Teile gegliedert, die sich über einen Zeitraum von 33 Jahren erstrecken. Anfangs ist man ein heimlicher Beobachter bei dem Kennenlernen von Sannes Eltern, dann begleitet man das Kind Sanne zusammen mit ihren Eltern bei schönen, aber auch traurigen Momenten. Und zu guter Letzt verbringt der Leser mit der erwachsenen Sanne Zeit, die genaue Ziele hat und durch einen Koch aus dem Westen ihr Weltbild in Frage stellt.

Ich fand die Erzählzeit über einen so langen Zeitraum richtig gut, man hat verschiedene Stadien von Deutschland miterlebt und genau das gilt auch für die Protagonisten. Einige begleiten uns als Leser durch den ganzen Roman und so kann man deutlich sehen, ob und in welcher Form eine Entwicklung vorhanden ist. Natürlich ist diese Veränderung bei Sanne am deutlichsten zu sehen, sie wird von einem ruhigen, aufgeschlossenen Kind zu einer Erwachsenen, die zwar Ziele hat, mit der Zeit aber beginnt, diese kritisch zu hinterfragen.


Bei dem Schreibstil bin ich etwas zwiegespalten. Meistens fand ich ihn richtig gut und flüssig lesbar, hatte absolut nichts daran auszusetzen. Und dann kamen wieder einige Abschnitte, die mir zu kastig beschrieben wurden und welche ich mehrmals lesen musste, um alle Details aufnehmen zu können. Dies kam meistens dann vor, wenn innerhalb von wenigen Sätzen viele historische Details eingebracht wurden. Am Ende hat mich das dann nicht mehr so gestört, ich hatte mich daran gewöhnt und dadurch wurde der Text nochmals anspruchsvoller.


In die Handlung eingebunden wurde eine unglaubliche Fülle an Fakten und Details, welche sehr umfangreich ist. In fast jedem Kapitel wurden historische Zusammenhänge eingebunden, die gut erklärt wurden und viel Wissen an den Leser gegeben haben. Manchmal habe ich mir fast gewünscht, mal ein ruhiges Kapitel zu haben, wo man nicht voller Konzentration lesen muss, um das Genannte vollkommen aufzunehmen. Doch gleichzeitig liegt darin der Reiz des Buches. Auf den 528 Seiten wurden so viele Details genannt, die alle Hand und Fuß haben und plausibel erklärt wurden. Beim Lesen hatte ich richtig das Gefühl, mein Wissen zu erweitern und es wurden Dinge angesprochen, von denen ich bisher noch nie etwas gehört hatte. Dafür, dieses Wissen so exakt in den Roman einzubringen und an den Leser zu vermitteln, hat die Autorin meinen größten Respekt!


Zuletzt möchte ich nur noch zu den Protagonisten ein paar Zeilen schreiben. Lange Zeit fand ich Sanne, ihre Familie mit Mutter, Vater und Tante unglaublich sympathisch und habe begonnnen, sie zu mögen. Doch je älter Sanne wurde, desto kritischer habe ich sie betrachtet und desto größer wurden meine Probleme mit ihr. Sie hat für mich zu wenig die Stimme erhoben und zu viel mit sich machen lassen, was ihr im Grunde gar nicht gefallen hat. Sei es eine Rede zu halten oder mit den Genossen zusammenzusitzen. Sanne hat vieles hingenommen und erst danach gedacht, warum sie das gemacht hat. Dadurch erhielt ihr Charakter etwas willenloses und abwesendes. Sie hat sich von einem reizenden kleinen Mädchen zu einer komplizierten, leisen Frau entwickelt, die mit zunehmender Handlung ihre Sympathie verloren hat.

Weiterhin steht Kelmi ziemlich im Mittelpunkt und mit ihm wurde ich absolut nicht warm. Während ich seinen ersten Auftritt noch okay fand, wurde er mir schnell unsympathisch und zu aufdringlich. Ich mochte seinen Charakter und sein Auftreten nicht, es war zu gewollt und penetrant. Irgendwann hatte ich mich zwar mit ihm arrangiert, Kelmi wurde aber nie zu einem Charakter, den ich mochte.

Im starken Gegensatz dazu standen die Nebencharaktere. Sie waren abwechslungsreich, lebendig und meine absoluten Favoriten. Ich fand ihre Auftritte gut und sie waren besser durchdacht, als Sanne oder Kelmi. Ganz besonders hat es mir Hille angetan, sie war ein unglaublich starker Charakter, der viel durchgemacht hat und nur selten den Kopf hängen lassen hat.


Fazit:

Anhand der Fülle von Informationen habe ich viel Zeit mit dem Buch verbracht, musste es immer mal wieder weglegen, um mir das Gelesene einzuprägen oder darüber nachzudenken. Besonders durch die historischen Details hat der Roman bei mir viele Pluspunkte gesammelt und zusammenfassend hat mir die Handlung auch richtig gut gefallen. Mein einziger Kritikpunkt ist die Darstellung von Sanne und Kelmi, die mir als Hauptprotagonisten nicht angenehm waren, mehr Lebendigkeit gebraucht hätten.

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Rezension zu "Wir sehen uns unter den Linden" von Charlotte Roth

Bewegende Familiensaga - ein Stück Zeitgeschichte
Lesegenussvor 8 Tagen

Man schreibt das Jahr 1945. In einer Wohnung in  der Adalbertstraße in Berlin. Hier waren sie eine Familie gewesen und gücklich miteinander. Bis … ja bis die Geschichte vom Goldlöckchen und den drei Bären in gewisser Weise Realität wird. Sie hatten als Familie so glücklich hier gelebt, Vater, Mutter und Kind. Genau wie in der Geschichte. Bis dann da das Böse kam..... Der Anfang zum Ende einer gklücklichen Familie.
"Wir sehen uns unter den Linden" ist der neue Roman aus der Feder von Charlotte Roth. Aufgegliedert in acht Teile beginnt es im April 1928 und endet im Juni 1961.
Nach dem Zweiten Weltkrieg ist die Stadt Berlin geteilt. Der Osten ist vom Sozialismus geprägt. Die junge Susanne gehört mit zu denjenigen, die alles dafür tun, um den neuen Staadt mit aufzubauen. Als sie den jungen Mann aus dem Westen der Stadt trifft, entwickelt sich langsam eine Liebesgeschichte. Doch konnte diese Bestand haben? Ost und West? Wie unterschiedlich sie lebten, zeigte sich immer wieder bei den Treffen mit ihm "Unter den Linden".
Doch zunehmend verschärft sich die politische Situation der Stadt Berlin, die dem Viermächte-Status unterlag. Es war ja bekannt, dass die Sowjetunion diesen Status in Frage stellte.
Kelmi, so hieß der junge Mann, war ein exzellenter Koch, was er immer wieder unter Beweis stellte. Die Lage der Stadt, die Zeichen der Zeit erkannt, eröffnet er aber nicht wie vorgehabt im Ostteil, sondern im Westen Berlins ein Restaurant.
***
"Wir sehen uns unter den Linden" ist ein Roman, den ich in gewisser Weise mit in ein Stück Leben meinerseits einbeziehe.
Der Tag des Mauerbaus, der 13. August 1961. Nur wenige Tage zuvor waren meine Eltern, mein Bruder und ich von einem Familienbesuch aus dem Ostsektor Berlins wieder zurück nach Niedersachsen gefahren. Mein Onkel hatte darauf bestanden mit dem Hinweis, es wäre zu unserer Sicherheit. Irgendwann später habe ich erfahren, dass da Insiderkenntnisse vorlagen. Berlin-Friedrichstraße, der lange Kacheltunnel, durch den man gehen musste, dieses mulmige Gefühl im Bauch, das einen erst verließ, wenn man "draußen" war. Gerade erst im vorletzten Jahr hat mir meine Mutter die Geschichte ihrer Schwester erzählt, die in den 80iger Jahren von Ost- nach West-Berlin umgezogen ist. Sie selbst hatte mitgewirkt, mit dem Auto drüben gewesen. Im Nachlass fanden sich die seitenlangen Auflistungen, was ausgeführt wurde. Und sie musste ebenso als erste Station ins Notaufnahmelager Marienfelde, weil es hier die Genehmigungsunterlagen für den Aufenthalt im Westen gab. Ich bin viele Jahre als Kind bzw. Heranwachsende jeweils in den Ferien im Ostteil der Stadt gewesen, habe miterlebt, wie meine Cousinen FDJlerinnen wurden, geprägt vom Staat, Sozialismus.
***
Der vorliegende Roman umfasst ein Stück Zeitgeschichte Deutschlands. Auch wenn ich im Westen aufgewachsen bin, habe ich mein Leben lang hinter die Mauer, auch nach dem Mauerfall. Die Verwandtschaft lebte halt dort.
Diesen Roman zu rezensieren habe ich sehr lange vor mich hergeschoben. Es hat ziemlich viele Erinnerungen in mir wachgerufen, denn irgendwie ist es selbst ein Stück Geschichte von Mir, meiner Familie, meiner Verwandtschaft – irgendwie. Es ist ein Buch, was mich von Beginn an wirklich gefesselt hat. Es berührt und ist absolut lesenswert

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