Als wir unsterblich waren

von Charlotte Roth 
4,5 Sterne bei218 Bewertungen
Als wir unsterblich waren
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Neue Kurzmeinungen

Positiv (194):
hannelore259s avatar

Auch wenn vielleicht nicht die literarische Perle , es berührt und man fühlt sich mittendrin im Berlin von 1913-1933 Tolles Buch.

Kritisch (5):
Manuzios avatar

Man bekommt das, was man erwartet... nur noch uneleganter, als man bereits vermutet hat...

Alle 218 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "Als wir unsterblich waren"

November 1989. »Willkommen in Westberlin«, dröhnt es aus einem Lautsprecher, als die Ostberliner Studentin Alex­andra von der Menschenmenge in die Arme eines jungen Mannes gedrängt wird. Liebe auf den ersten Blick!
Berlin vor dem Ersten Weltkrieg. Die junge und mutige Paula setzt sich leidenschaftlich für Frauen- und Arbeiterrechte ein. Ihre Träume von einer neuen, gerechteren Welt teilt sie mit dem charismatischen Studentenführer Clemens, mit dem sie Seite an Seite kämpft.
Damals, als sie unsterblich waren, beginnt ihre dramatische Geschichte, die auch die Geschichte unseres Landes ist und die Jahrzehnte später Alexandras Welt für immer
verändern wird.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783426512067
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:576 Seiten
Verlag:Knaur Taschenbuch
Erscheinungsdatum:02.05.2014
Das aktuelle Hörbuch ist am 07.09.2017 bei Audible GmbH erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    jackdecks avatar
    jackdeckvor 2 Monaten
    Spannende Zeitreise

    Wanda ist eine junge Studentin, die sich für die Vergangenheit ihrer bereits verstorbenen Mutter Matti interessiert. Sie stellt Nachforschungen an, die sie nach Danzig und auch in das Ostseebad Zoppot führen. Dort formierten sich in den 20er Jahren die vier Freunde Gundi mit Halbschwester Lore, Julius und Erik sich zu einer Combo und unterhielten die dortigen Kurgäste mit flotter Musik. Durch ihren wachsenden Bekanntheitsgrad gelang es ihnen, sich ein Engagement auf dem Urlaubsschiff „Wilhelm Gustloff“ zu ergattern und machen mit ihrer Tanzkapelle die Meere „unsicher“. Dann verliebt sich Gundi in den Sänger Tadek, der sich kurz darauf dem polnischen Widerstand anschließt, als Hitler in Polen einmarschiert. Was wird nun aus Gundi? Wird sie Tarek je wiedersehen? Und was bedeutet das für die vier Freunde? Die, wie ich finde, sehr gut recherchierte Geschichte ist mir mitunter sehr nahe gegangen. Charlotte Roth hat es verstanden, einerseits gut zu unterhalten und andererseits zum Nachdenken anzuregen. Sie schreibt flüssig, fesselnd und sehr emotional. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen und habe es innerhalb von 2 Tagen gelesen. Ich möchte diesen wunderbaren Roman unbedingt weiterempfehlen.

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    YvetteHs avatar
    YvetteHvor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Ein Roman zum Nachdenken!
    Liebe in Zeiten des Umbruchs!

    Klappentext:

    November 1989. »Willkommen in Westberlin«, dröhnt es aus einem Lautsprecher, als die Ostberliner Studentin Alex­andra von der Menschenmenge in die Arme eines jungen Mannes gedrängt wird. Liebe auf den ersten Blick!
    Berlin vor dem Ersten Weltkrieg. Die junge und mutige Paula setzt sich leidenschaftlich für Frauen- und Arbeiterrechte ein. Ihre Träume von einer neuen, gerechteren Welt teilt sie mit dem charismatischen Studentenführer Clemens, mit dem sie Seite an Seite kämpft.
    Damals, als sie unsterblich waren, beginnt ihre dramatische Geschichte, die auch die Geschichte unseres Landes ist und die Jahrzehnte später Alexandras Welt für immer
    verändern wird.

    Meine Meinung:

    Dies ist mein zweiter Roman von Charlotte Roth und auch der konnte mich wieder überzeugen.

    Mit ihrem flüssigen Schreibstil und gut recherchierten historischen Ereignissen nimmt die Autorin des Leser mit nach Berlin vor dem ersten Weltkrieg bis hin zum Mauerfall.

    Die Protagonisten sind gut ausgearbeitet und ich konnte ihre Ängste und Gefühle sehr gut nachvollziehen. Auch konnte ich schnell Sympathien und Antipathien entwickeln und fühlte mich beim Lesen, als wäre ich mitten in der Geschichte.

    Eine gut nachvollziehbare Handlung und die oben erwähnten guten Recherchen der Historie machten das Lesen zum Vergnügen. Die abwechselnde Zeit von der Zeit früher und der Zeit des Mauerfalls störten den Lesefluss an keiner Stelle.

    Mein Fazit:

    Dies war sicher nicht das letzte Buch der Autorin und ich empfehle es sehr gern weiter.
    Von mir gibt es daher

    4 Sterne.

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    ChattysBuecherblogs avatar
    ChattysBuecherblogvor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Ein Roman, der mich noch eine Weile gedanklich begleiten wird
    Ein Roman, der mich noch eine Weile gedanklich begleiten wird

    Durch eine Leserunde wurde ich auf dieses Buch aufmerksam. Obwohl der Titel nicht allzu viel verrät, weist das Bild in der vorderen Klappe auf Berlin um 1915 hin und somit auf das Zeitgeschehen und die Geschäftigkeit, die damals in einer Großstadt herrscht. Es war aber nicht irgendeine Großstadt - es war Berlin. Und das noch vor dem ersten Weltkrieg.

    Die Geschichte beginnt jedoch im November 1989 und zwar mit Alexandra. Am Tag des Mauerfalls ändert sich ihr komplettes Leben. Nicht nur, dass sie nun ohne Probleme in den Westen reisen darf, nein, auch Oliver tritt in ihr Leben, Durch ihn lernt sie das Leben und Lieben ganz neu kennen. Sehr unterhaltsam fand ich hier Momis Sprüche, wie z.B., dass sie Alexandra Süppchen nennt, weil ihr andere damit eine Suppe eingebrockt haben.

    Weiter geht es mit einer Rückblende in das Jahr 1912. Hier lernen wir nun Paula kennen. Paula erlebt ihre Zeit als einen gewissen Umbruch. Die Löhne wurden immer geringer, dafür stiegen die Lebensmittelkosten stetig weiter in die Höhe. Wenn man etwas erreichen wollte, musste man sich politisch engagieren, d.h. man musste in die Partei eintreten bzw. die Jüngeren gar eine Parteischule besuchen. Der Umbruch bedeutete aber auch, dass die Gewalt zunahm.

    Im Wechseln wird nun die Geschichte der beiden erzählt. Eine Geschichte, wie sie wahrscheinlich von vielen jungen Menschen gelebt wurde. Sei es der Mauerfall, der Krieg oder der Mauerbau. All diese Geschehnisse hat die Autorin sehr eindrücklich in ihrem Roman geschildert.

     Immer wieder wird neben der Liebesgeschichte auf die Geschichte Deutschlands eingegangen. Dieser Roman hat mich wirklich beeindruckt.

     "Gespart wird an der Wurst [...] an Büchern nicht. (Zitat - Seite 49)

    Abschließend möchte ich noch ein paar Worte zu Cover und Klappentext anmerken. Das Cover zeigt eine junge Frau vor dem Hintergrund einer Stadt. Hier wird wohl Berlin gemeint sein. Durch das Farbenspiel wird die Historie deutlich gemacht. Ich denke schon, dass mich das Buch in der Buchhandlung angesprochen hatte. Klar, dass ich dann auch einen Blick auf den Klappentext geworfen hätte.

    Der Klappentext macht auf jeden Fall neugierig. Er verrät nicht zuviel und nicht zuwenig. Er macht auf die Hintergrundstory aufmerksam.

     Lesespaß oder Lesefrust?

     Die Geschichte an sich hatte mich stark beeindruckt. Durch die beiden Frauen, wird die Geschichte Deutschlands lebend und zeigt, wie sehr man sich damals schon nach dem Himmel strecken musste. Oder wie sagt man so schön: Von nix, kommt nix!

    Ich könnte mir sogar vorstellen, dass dieser Roman an Schulen empfohlen wird. Klar, die Liebesgeschichte spielt auch eine Rolle, aber doch immer vor dem Hintergrund des Umbruchs.

    Es handelt sich um einen Roman, der mich noch eine Weile gedanklich begleiten wird.

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    Giselle74s avatar
    Giselle74vor einem Jahr
    Grandios

    1989. Die Berliner Mauer fällt. Im ersten Gedränge lernt Alexandra den jungen Studenten Oliver kennen und lieben. Berlin während der Weimarer Republik. Paula liebt Clemens trotz aller Widrigkeiten. Zusammen kämpfen sie für eine "bessere Welt".

    Dieser Roman hat mich wirklich überrascht. Zum einen, weil ich nicht damit gerechnet hatte, einen Roman zu lesen, der von der Familiengeschichte der Autorin inspiriert wurde, zum anderen, weil dieses Buch so spannend geschrieben wurde, daß ich es ungern weglegen mochte und zum dritten, weil es in der für mich bisher thematisch eher gemiedenen Weimarer Republik spielt, die ich politisch unübersichtlich und oftmals wenig nachvollziehbar finde. Durch Paulas Augen konnte ich mich besser einfühlen in die Träume, Wünsche und Lebensvorstellungen dieser Zeit, habe ich mich zum ersten Mal mit dem linken Spektrum der Politik beschäftigt und verstehen können, welche Ziele damals verfolgt wurden und warum.
     Es ist definitiv der Part von Paula, der dieses Buch lebendig macht, auch wenn die Geschichte erst mit Alexandra ihre Vollendung findet. Paula ist die kämpferische, gefühlvolle, voll im Leben stehende Frau, der man so gerne ihr verdientes Glück wünschen würde. Alexandra spiegelt für mich zu sehr die gebrochene Frau, die Paula durch das Zeitgeschehen wird.
     "Als wir unsterblich waren"... Eine großartige Aufarbeitung eines Stückes deutscher Zeitgeschichte, das durch das nachfolgende Grauen viel zu oft in Vergessenheit gerät und zugleich die Geschichte einer wunderbaren Frau, die so stark ist, in dieser Zeit zu überleben und ihre Träume nicht zu verlieren...

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    M
    MickyParisvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Ein Buch welches Generationen verbindet.
    Ein Buch welches anschaulicher nicht sein kann.

    Die junge Alexandra lebt mit ihrer Großmutter in Ostberlin als am 09.11.1989 sich ihr ganzes Leben ändert. 
    In dieser historischen Nacht geht Alexandra zum ersten MAL in Ihrem Leben nach Westberlin und bleibt die ganze Nacht dort.
    Sie lernt jemanden kennen und muss bald erfahren, dass er mehr mit Ihrer Familie zu tun hat , als Ihr lieb ist.
    Vor allem Ihre Großmutter steht dem ganzen sehr skeptisch gegenüber und ist gegen das Liebesglück Ihrer Enkelin. Erst ein Blick in die Vergangenheit lässt den Leser verstehen, warum die Großmutter sonegativ und abwertend gegen die Mauereröffnung ist.
    Ein toller Roman , der die Gefühle der Menschen in der Nacht vom 09.11.1989 beschreibt und gleichzeitig auch die der Menschen zwischen den 1.Weltkrieg bis zur Machtergreifung von Hitler.

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 2 Jahren
    Als wir unsterblich waren


    Nachdem ich anfangs über – für den dramaturgischen Verlauf nicht notwendige – Schwächen gestolpert bin (jemand aus Karlshorst ist sicherlich nicht zur Bornholmer Str. gefahren wenn vorher ja der Tränenpalast passiert wird) hat mich das Buch doch sehr gepackt.Die Autorin schildert die Entstehung einer deutsch-deutschen Liebe zu Zeiten des Mauerfalls um uns mit einem zweiten Erzählstrang in die Vergangenheit zu entführen, beginnend vor dem Ersten Weltkrieg bis kurz nach der Machtergreifung von 1933.
    Die Geschichte ihrer Protagonistinnen Alexandra und Paula (die zu diesem Zeitpunkt tatsächlich „unsterblich“, da sehr jung sind) ist fast krimimäßig miteinander verwoben und beschreibt wie wichtig es ist in unseren Familien über die Vergangenheit zu reden. Denn die entstandenen Wunden resultieren eben nicht nur aus der mangelnden Aufarbeitung der NS-Zeit sondern basieren eben auch aus der Zeit davor. 
    Vor allem anhand der Figur der starken, mutigen Paula beschreibt die Autorin wie fragil die Lebensplanung der „einfachen“ Leute, vor allem die der Frauen war, dass Sozialstaat, Bildung etc., heute für uns selbstverständlich; sind eben Errungenschaften die erst ca. 100 Jahre alt sind.
    Paula, Jüdin, geht trotz ihrer einfachen Herkunft, trotz der auch schon im Kaiserreich schon bestehenden Diskriminierung. Sie ist eine wissbegierige junge Frau die sehr nach Autonomie strebt. Dies gelingt ihr – wenn auch unter Opfern. Ja, sie hat sogar die Stärke die Not anderer Menschen – vor allem die der Frauen – zu erkennen und erträglicher zu machen. Sie gründet die ersten Zufluchtswohnungen. 
    Ihre Liebe zu Clemens, der aus der obersten Gesellschaftsschicht stammt ist problematisch – nicht nur aufgrund der Klassenunterschiede sondern auch weil Clemens egoistisch ist und der Erfüllung seiner politischen Träume eine höhere Priorität einräumt als seine Verantwortung Paula gegenüber. Er ist ein charismatischer Mensch und genießt die Bewunderung von Mitstreitern ebenso wie die von Frauen.
    Trotz allem hat das Buch natürlich ein „Happy End“. Und weckt hoffentlich bei uns die Lust ein wenig auf Ahnenforschung zu gehen.

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    engineerwifes avatar
    engineerwifevor 2 Jahren
    Manchmal lohnt es sich zu kämpfen ...

    Wie der Klappentext schon ankündigt, spielt dieser Roman auf zwei Zeitebenen. Wer jedoch glaubt, eine Geschichte rund um den Mauerfall zu erleben, wird enttäuscht sein. Das Hauptaugenmerk liegt auf der ferneren Vergangenheit, rund um die Zeit vor, nach und während des ersten Weltkriegs. Mit viel Liebe zum Detail entführt uns die Autorin ins Berlin nach der Jahrhundertwende. Wir dürfen miterleben, wie junge Menschen sich mit Leib und Seele für eine Sache einsetzen, an die sie glauben, ja, für die sie ihr Leben lassen würden. Sie geben alles in einer Zeit, in der das Leben ohnehin schon nicht einfach ist. Die ehrgeizige und mutige Paula, die doch so gerne wie Rosa Luxemburg gewesen wäre, der schöne Clemens, der durch seine leidenschaftlichen Reden beeindruckt, aber auch viele andere, unvergessliche Mitstreiter machen diesen Roman zu einem Stück deutscher Geschichte.

    Durch einen Zufall kreuzen sich die Pfade der beiden Hauptprotagonisten der zwanziger Jahre 1989 in Form von Alex und Oliver im Berlin von 1989 wieder. Wo laufen die Fäden zusammen, warum ist Alexandras Momi so entsetzt, als ihr Oliver über den Weg läuft?

    Abgesehen von Alex‘ anfänglicher Zickigkeit, entwickelt der Roman eine Art Sogwirkung, die es schwer macht, das Buch aus der Hand zu legen. Ich habe viel über die Geschichte der damaligen Zeit gelernt und bin beeindruckt, was mancher damals für seinen Glauben an eine gerechtere Welt aufs Spiel gesetzt hat. Auch meine Oma Erna hat zu dieser Zeit in Berlin gelebt. Sie hat noch als junges Mädchen den Kaiser bejubelt und die Protestmärsche nach dem ersten Weltkrieg miterlebt. Ich bin ein bisschen traurig, dass ich nicht viel mehr mit ihr über diese Zeit geredet habe.

    Mein erstes Buch der Autorin ist also gleich ein Volltreffer. Ich freue mich auf weitere Bücher dieser begabten und auch sehr vielseitigen Autorin, schreibt sie doch zudem noch unter den Pseudonymen Charlotte Lyne und Carmen Lobato wunderbare historische Romane.  

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    Daphne1962s avatar
    Daphne1962vor 2 Jahren
    Umbruch und Wende


    Charlotte Roth ist Berlinerin. Literaturwissenschaftlerin und hat als Autorin schon einige Bücher erfolgreich veröffentlicht. Die Inspiration für dieses Buch hatte sie von der Großmutter ihrer Spielkameraden aus Kinderzeiten bekommen. Es war aber nicht so leicht für sie, diese Geschichte in einen Roman zu verfassen. Bis zur Fertigstellung vergingen dann wohl doch noch etwa 20 Jahre, wie sie in einem Interview erzählte.

    Umbruch - Wende sind die Themen in diesem Buch.

    November 1989, die Studentin Alexandra wird von ihrer Freundin zum Geschehen dieses historisch wichtigen Tages mitgerissen. In der Menschenmenge begegnet sie einem jungen Mann und verliebt sich auf den ersten Blick. 

    Ich weiß selbst noch ganz genau, was ich an diesem 9. November 1989 gemacht habe. Ich saß zufällig zu Hause und hatte den Fernseher laufen und konnte mich gar nicht abwenden, von dieser Unglaublichkeit. Die Mauer war gefallen, die Menschen strömten in Massen zu uns in den Westen. Wie gebannt starrte ich auf den Fernseher. Konnte das wirklich wahr sein, war meine persönliche Frage.

    Dann wandert Charlotte Roth ins Jahr 1912 zurück in Berlin.

    Hier beginnt die Geschichte von der noch recht jungen Paula und ihren Freunden und ihrem Bruder Manfred. Paula schwärmt für den Freund ihres Bruders Clemens, der sich zu einem charismatischen Studentenführer gemausert hat. Paula entwickelt in der Zeit der Weimarer Republik, die auch von Umbruch geprägt war, sich zu einer mutigen Frau, die sich für die gebeutelten Frauen einsetzt und kämpft. Die Stadt wird zunehmend von Unruhen und politischen Debatten und Kämpfen geprägt.

    Was mir auch gut gefallen hat, die Geschichten um Paula waren nicht kitschig oder unglaubwürdig, sondern kamen recht realistisch rüber. Geschickt hat Charlotte Roth das Leben um Alexandra und ihrer Großmutter im Jahr 1989 eingebunden, dass man sehr gespannt war, was am Ende heraus kam. Auch wurde die Zeit um den 1. Weltkrieg und der Geschichte der SPD gut dargestellt. Von der Autorin möchte ich gerne noch mehr lesen.

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    angelika51s avatar
    angelika51vor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Ein Roman, den man nie vergessen wird
    Ein Roman, den man nie vergessen wird

    "Als wir unsterblich waren" von Charlotte Roth

    Inhalt:
    "November 1989. »Willkommen in Westberlin«, dröhnt es aus einem Lautsprecher, als die Ostberliner Studentin Alex­andra von der Menschenmenge in die Arme eines jungen Mannes gedrängt wird. Liebe auf den ersten Blick!
    Berlin vor dem Ersten Weltkrieg. Die junge und mutige Paula setzt sich leidenschaftlich für Frauen- und Arbeiterrechte ein. Ihre Träume von einer neuen, gerechteren Welt teilt sie mit dem charismatischen Studentenführer Clemens, mit dem sie Seite an Seite kämpft.
    Damals, als sie unsterblich waren, beginnt ihre dramatische Geschichte, die auch die Geschichte unseres Landes ist und die Jahrzehnte später Alexandras Welt für immer verändern wird."

    Meine Meinung zum Buch:
    Eben habe ich die letzten Zeilen dieses sehr berührenden Buches gelesen.
    Abwechselnd erlebt man die Lebensgeschichte einer alten Frau. Einmal taucht man in ihre Jugend ab und man findet sich in der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg. Dann macht man einen Zeitsprung als die Mauer in Berlin fiel.
    Egal in welchem Zeitraum man gerade unterwegs ist, man möchte unbedingt wissen, wie es im anderen Jahrzehnt weitergeht.
    Bedrückend wird einem die Zeit vor Augen geführt, die zum ersten Weltkrieg geführt hat und die Zeit, in der sich der braune Sumpf immer weiter ausgebreitet hat.
    Der Leser wird durch das Leben von Paula geführt, das kein leichtes war.
    Alex, die Enkelin von Paula wird in ein für sie unbekanntes Leben katapultiert: Der Fall der Mauer. Sie lebte bis dahin in der DDR und wusste noch nichts von ihrer Vergangenheit. Was sich schlagartig änderte.

    Charlie Lyne, ich danke dir für dieses großartige Buch, das noch sehr lange in mir nachwirken wird.
    Es ist erschreckend, wie sich teilweise die Situation aus der Zeit nach dem ersten Weltkrieg mit unserer heutigen gleicht.

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    makamas avatar
    makamavor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Interessanter Roman über ein Stück deutsch - deutscher Geschichte, vorallem der Teil mit Paula ist sehr aufschlussreich
    Berliner Geschichte --- ein Stück Vergangeheit

    Das Buch "ALS WIR UNSTERBLICH WAREN" hat zwei Erzählstränge. In dem einen geht es um die junge Ostberliner Studentin Alexandra, die am am Tag des Mauerfalls, Oliver, einem jungen Westberliner quasi in die Arme fällt. Für beide ist es Liebe auf den ersten Blick.
    Doch die beiden verbindet viel viel mehr .....
    mehr als sie ahnen.
    Im zweiten Erzählstrang geht es um die junge Paula, eine mutige und leidenschaftliche Frau, die sich in Berlin für Arbeiter und vor allem für Frauenrechte engagiert.... Sie war ihrer Zeit weit voraus.
    An ihrere Seite der charismatische Stutenführer Clemens....
    Doch dann kommt der erste Weltkrieg....
    Den Armen geht es noch schlechter, doch Paula kämpft unverdrossen weiter......
    Nach dem Krieg wird die neue Republik aufgebaut --- was viele Kämpfe bedeutet - Ehemalige Freunde werden zu Feinden.....
    Und groß ist Mißtrauen untereinander.... Paula versucht die Balance zu halten......
    Bis die Nazis an die Macht kommen und es Zeit wird für sie zu gehen
    FAZIT:
    Ein interessanes Buch über eine Zeit die  gar nicht so lange zurückliegt -- die Sorgen und der Nöte der Menschen, aber auch die Stimmung der 20er Jahre werden hier gut vermittelt ......  die Düsternis, aber auch die Lebensfreude.....
    und der Leser ahnt bald was die beiden Frauen Paula und Alexandra  verbindet, abr das will ich hier nicht verraten.
    Von mir gibt es knappe 4 Sterne für dieses Buch.

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    Buecherwurm1973s avatar

    Vor ein paar Tagen ist der Roman „Als wir unsterblich waren“ von Charlotte Roth erschienen. Hinter diesem Pseudonym steht die Autorin Charlotte Lyne. Der Roman ist die Geschichte von Alexandra, die in der Nacht des 9. November 1989 im Strudel allgemeiner Begeisterung über die deutsch-deutsche Grenze getrieben wird, sich verliebt und zugleich erfahren muss, dass ihre geliebte Grossmutter ihr ein Geheimnis verbirgt.  Es ist vor allem aber die Geschichte von Paula, die bei Ausbruch des  Ersten Weltkrieges sechzehn Jahre alt ist und sich mit all ihrer Leidenschaft in den Kampf für eine neue, gerechtere Welt  - und in ihre Liebe zu dem getriebenen Sozialdemokraten Clemens wirft. Wenn das Schicksal der beiden Frauen dich interessiert, dann bewirb dich auf eines von 10 Freiexemplare, die der Droemer Knaur Verlag zur Verfügung stellt.



    Inhalt:  Inhalt: November 1989. "Willkommen in West-Berlin", dröhnt es aus einem Lautsprecher, als die Ostberliner Studentin Alexandra von der Menschenmenge in die Arme eines jungen Mannes gedrängt wird. Liebe auf den ersten Blick!

    Berlin vor dem Ersten Weltkrieg. Die junge und mutige Paula setzt sich leidenschaftlich für Frauen- und Arbeiterrechte ein. Ihre Träume von einer neuen, gerechteren Welt teilt sie mit dem charismatischen Studentenführer Clemens, mit dem sie Seite an Seite kämpft.

    Damals, als sie unsterblich waren, beginnt ihre dramatische Geschichte, die auch die Geschichte unseres Landes ist und die Jahrzehnte später Alexandras Welt für immer verändern wird.




    Wenn du dieses Buch im Rahmen der Leserunde lesen möchtest, dann beantworte folgende Frage bis am 12. Mai 2014: Was erwartest du von diesem Buch?

     Die Leserunde wird von Charlotte Lyne begleitet.

     



    Anmerkung: Jeder Gewinner/in verpflichtet sich, möglichst zeitnah das Buch zu lesen und anschliessend eine Rezension zu schreiben. Es ist selbstverständlich, dass ihr euch in den Leseabschnitten mit den anderen Teilnehmern austauscht.


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    Daniliesings avatar
    Du suchst noch nach der perfekten Lektüre für den Lesesommer? Dann solltest du unbedingt einen Blick auf die neue "Genau Meins"-Kollektion des Knaur Verlags werfen. Reise mit "Als wir unsterblich waren" von Charlotte Roth zurück ins Westberlin des Jahres 1989, begleite den Buchhändler Jean Perdu in "Das Lavendelzimmer" von Nina George auf der Suche nach einer vergangenen Liebe oder begib dich mit Kirsty Warks Roman "Der Gesang der Wellen nach dem Sturm" auf die sturmumtoste Insel Arran, im Westen Schottlands.

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