Charlotte Roth Bis wieder ein Tag erwacht

(16)

Lovelybooks Bewertung

  • 21 Bibliotheken
  • 4 Follower
  • 0 Leser
  • 8 Rezensionen
(11)
(3)
(2)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Bis wieder ein Tag erwacht“ von Charlotte Roth

Der große Résistance-Roman der Bestseller-Autorin und eine dramatische Liebesgeschichte aus dem besetzten Frankreich von Charlotte Roth.
Ein Roman über die Kraft der Liebe, den Kampf für die Freiheit und den Mut zum Leben.
Ein verwunschenes Küstendorf in der Provence in den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts: Über alle Klassenunterschiede hinweg wachsen fünf Kinder miteinander auf: Nathalie, die Bürgerstochter, Fabrice und Didier, die Brüder vom Schloss, und das Mauerblümchen Delphine sowie Nathalies algerischer Diener Salah. Doch auf dem Weg zum Erwachsenwerden zerbricht ihre kleine geborgene Welt: Nathalie ist in Didier verliebt, dieser aber bringt den Mut nicht auf, um sie zu kämpfen. Als die enttäuschte Nathalie nach Paris flieht, stürzt sie sich in einen Tanz auf dem Vulkan und begegnet dem Deutschen Alwin, der zum ersten Mal erahnt, wie die Freiheit schmeckt.
Doch das zaghafte Glück und alle Hoffnung finden ein jähes Ende, als Frankreich über Nacht im Krieg steht. Der zweite Weltkrieg beginnt, und aus Freunden werden Feinde, auf Seiten von Résistance und Besatzungsmacht stehen sich die, die sich gestern noch liebten, auf Leben und Tod gegenüber. Plötzlich müssen die jungen Leute Entscheidungen treffen - nicht mehr nur über ihr eigenes Schicksal, sondern über die Zukunft ihres Landes und sogar der halben Welt.

Bewegend und fesselnd!

— Eliza08

Buch voller Leidenschaft, die mich aber leider nicht erreichen konnte.

— allegra

Emotional, hoffnungsvoll, stark...

— Miamou

Traurig und herzzerreißend !

— Lanna

kraftvoll, wortgewaltig, erschreckend, tieftraurig und trotzdem voller Hoffnung ... und mit vielen wunderbaren Charakteren

— Inge78

Ein starkes, kraftvolles Buch über die Liebe zum Leben und gegen den Krieg.

— Jana68

Eine Geschichte voller Leben, voller Liebe, voller Angst!

— Monika58097

Unbedingt lesen!!!

— malo2105

Stöbern in Romane

Der verbotene Liebesbrief

Ich konnte mich gar nicht mehr von diesem spannenden Roman losreißen

Buchherz13

Dunbar und seine Töchter

Leider etwas schwach

leserattebremen

Die Lichter von Paris

Schöne Reise ins Paris der 20er Jahre!

Nina_1986

Die Zweisamkeit der Einzelgänger

Ach, mein Herz... <3

PaulaAbigail

Liebe zwischen den Zeilen

„Liebe zwischen den Zeilen“ ist eine Liebeserklärung an kleine Buchhandlungen, leidenschaftliche Leser und das Lesen an sich.

Colorful_Leaf

Das Geräusch der Dinge, die beginnen

Ein ungewöhnliches Buch, welches mich leider nicht überzeugen konnte

Curin

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Die Liebe und der Krieg

    Bis wieder ein Tag erwacht

    Eliza08

    15. October 2017 um 16:27

    Meine Meinung: Ich liebe Charlies Bücher und so war dieses Buch einfach ein absolutes Muss! Die Autorin hat mich auch diesmal wieder absolut überzeugt! Das Cover passt perfekt in die Reihe der bereits erschienen Romane und ich finde diesen Sonnenaufgang einfach zum Verlieben, da möchte man am liebsten auch direkt nach Frankreich. Der Klappentext ist recht lang und ausführlich und gibt schon einiges von dem Roman preis. Dies tut aber der Lesefreude keinen Abbruch, denn wer schon einmal ein Buch dieser Autorin gelesen hat, der weiß, sie schafft es mit nur ganz wenigen Sätzen, in ihrer sehr eigenen Erzählweise den Leser in das Geschehen mit hinein zu ziehen. Es geht in diesem Roman, um Liebe und Freundschaft, um Widerstand und eine Gesellschaft in Europa, die sich im Umbruch befindet und in der jeder seinen Platz suchen muss. Nathalie macht es einem als Leser nicht leicht, sie ist eine schwierige Person, niemand den man nach wenigen Seiten ins Herz schließt und doch reizt diese Figur, die die Autorin so wunderbar ausgearbeitet hat. Frabrice und Dider sind zwei Brüder, die unterschiedlicher nicht sein könnten, hier ist mir allerding Frabrice derjenige der bei mir mehr Sympathien gewonnen hat. Eine „Hass“-Figur hatte ich in diesem Roman auch und dies war Delphine, mir ihr konnte ich mich überhaupt nicht anfreunden, aber gute Bücher brauchen auch solche Personen. Mein Held in diesem Roman ist allerdings Salah, warum wird aber nicht verraten, da hilft nur selber lesen. Die handelnden Figuren auf deutscher Seite sind Alwin, Dörte und Rieke. Rieke, oder Rici wie sie sich später nennt, ist diejenige die beide Seiten verbinden wird. Alwins Schicksal ist sehr ergreifend und man kann ihm eigentlich nicht böse sein für das was er tut, denn er ist in einen Strudel hineingeraten, bemerkt aber erst zu spät die Wahrheit. Der Roman zieht seine Spannung aus dem Leben der jungen Menschen, die versuchen ihr Leben zu leben, ohne sich von der Gesellschaft beeinflussen zu lassen und doch werden sie hineingezogen, da jeder von uns ein Teil dieser Gesellschaft ist und wir uns ihr nicht entziehen können. Der Roman hat einen sehr kunstvollen Aufbau, denn durch die vielen verschiedenen Erzählperspektiven, der Allwissenheit des Erzählers, der Rückblenden und Zeitraffungen, schafft die Autorin ein Erzählgefühl, den man sich als Leser nicht entziehen kann. Der grandiose Schreibstil der Autorin, der die gesamte Breite der Sprache ausnutzt, kann der Leser nur genießen und zugleich fesseln. Der Roman ist ehrlich, er ist entwaffnend, aufrüttelnd und sehr emotional. Ein Buch das man so schnell nicht vergisst und man nicht sogleich wieder zur Tagesordnung übergehen kann, denn vieles beschäftigt den Leser auch noch nachdem er das Buch zugeklappt hat. Ein Buch, dass ich nur jedem Leser ans Herz legen kann, der ein beeindruckendes, aufrüttelndes und bewegendes Zeugnis unserer Geschichte lesen möchte. Somit ist dieses Buch für mich eines der must-read Bücher in diesem Jahr. Eine vollumfängliche Lese- und Kaufempfehlung für alle! Ich bedanke mich bei der Autorin für diese tolle und emotionale Geschichte, sowie bei der Verlagsgruppe Droemer-Knaur für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

    Mehr
  • Emotional, hoffungsvoll, stark....

    Bis wieder ein Tag erwacht

    Miamou

    24. September 2017 um 14:45

    Als ich zu Beginn des Jahres in den Buchlisten entdeckt habe, dass ein neues Buch von Charotte Roth kommt, war meine Freude grenzenlos. Ich liebe die Bücher dieser Autorin und kaufe diese sozusagen „blind“ ein, heißt, dass ich nicht einmal lesen muss, was im Klappentext steht, weil ich weiß, dass es mir einfach gefallen wird. Sehnsüchtig habe ich daher den neuesten Roman „Bis wieder ein Tag erwacht“ erwartet und es war, wie immer, ein grandioses Lesevergnügen. Zum Inhalt: Die Kinder Didier, Fabrice, Delphine und Natalie erleben eine unbeschwerte Kindheit in einem kleinen Dorf in Frankreich. Der erste Weltkrieg ist geschlagen und sie gelten als die Generation der Friedenskinder, die aber trotzdem erleben müssen, dass sich ihre Eltern mit der neuen Ordnung nicht einfach tun. Natalie verliebt sich in Didier, als dieser jedoch nicht um sie kämpfen will, flüchtet sie nach Paris. Dort begegnet die Alwin, ein deutscher Wehrmachtssoldat, der mehr durch Zufall in der Stadt der Liebe gelandet ist. Gemeinsam erleben sie einen Sommer der Freiheit, bis Nazi – Deutschland ganz Frankreich und auch Paris in die Knie zwingt. Aus Freunden werden plötzlich Feinde und plötzlich müssen die jungen Leute Entscheidungen treffen, die nicht nur sie selbst betreffen, sondern auch ihre Heimatländer. Charlotte Roth hat eine wunderbare Art zu schreiben und lässt den Leser in eine Welt eintauchen, die man so nicht in jedem Buch finden kann. Sie kreiert ihre Figuren, Handlungen und Orte mit einer ganz besonderen Hingabe, sodass man emotionale Achterbahnfahrten vom Feinsten erlebt. Wie in anderer ihrer Bücher, setzt sich auch die Handlung dieses Buches in die besondere Zeit der Zwischenkriegszeit und in den zweiten Weltkrieg. Sie erzählt die Geschichte durch die Augen der Franzosen (speziell durch Natalie), aber auch durch die Deutschen (Alwin, Ricke und bisweilen auch Dörte) und lässt so den Leser auf das Unvermeidliche zusteuern. Alwin hat dadurch, dass Deutschland den ersten Weltkrieg verloren hat, sein prächtiges Gut verloren und Paris und somit alle Franzosen sind für ihn der Feind schlechthin. Zudem ist sein Vater im Krieg gefallen und ihm wird viel zu früh die Aufgabe übertragen, für die Familie zu sorgen. Seine Schwester Dörte leidet an einer Krankheit, die kein Arzt erklären kann und als die Nazis die Herrschaft über Deutschland erringen, muss er um ihr Leben bangen. Ganz anders hingegen bei Natalie, deren Kindheit etwas Unbeschwertes an sich hat. Ihr einziger scheinbarer Makel ist die Tatsache, dass ihre Mutter eine Deutsche ist, was sie nach dem Krieg besonders von der älteren Generation schwer zu spüren bekommt. Sie kämpft aber darum, sich abzuheben. Aus eher ärmlichen Verhältnissen stammend, will sie eine Dame werden und sieht ihre Chance dazu in Didier, dem Sohn eines französischen Gutsverwalters. Der steht jedoch unter der Fuchtel seiner Eltern und er bringt nicht den Mut auf um Natalie zu kämpfen. Und sie selbst wird dann auch unsicher, ob ihr Herz noch für ihn schlägt. Sie geht nach Paris und wird dort die Königin der Nacht, lernt Alwin kennen und erlebt mit ihm den Sommer mit ihrer „Göttin“, wie sie Paris nennt. Natalie war so ein Charakter, mit dem man sich nicht immer leicht tut, die man am Ende aber zu hundert Prozent ins Herz schließt. Sie macht eine enorme Entwicklung durch und wird zur Kämpferin im Kleinen gegen die willkürliche Herrschaft der Nazis. Dabei schreckt sie vor nichts zurück und beweist sehr viel Mut in dieser Hinsicht. Charlotte Roth gibt ihren Charakteren einen sehr kräftigen Anstrich in allen möglichen Schattierungen. Es gibt nicht nur Schwarz oder Weiß, sondern viel Grau dazwischen. Besonders gut hat sie dies auch an Alwin aufgezeigt, der unmöglich ein „netter Nazi“ sein kann. Und doch wirkt oft, als zutiefst menschlich, auch, oder gerade weil, er aus Angst nichts hinterfragen will. Auch die vielen Nebencharaktere hat Charlotte Roth eindringlich skizziert. Allen voran natürlich Fabrice, den man von Anfang an einfach nur sympathisch findet, aber auch Rieke war einfach toll und wegen ihr, trifft man auch Bekannte aus „Als wir unsterblich waren“ (ebenfalls ein Roman von Charlotte Roth). Die Handlung ist toll aufgebaut und der Zeitrahmen sehr langgezogen, sodass wirklich jede Figur eine immense Entwicklung durchmachen muss. Historisch hat Charlotte Roth sehr gut recherchiert und bezieht sich zu einem großen Teil des Buches auf die Besatzungszeit der Nazis in Frankreich und der Resistance. Sie schickt dafür auch historische Figuren ins Rennen. Neben Jean Moulin, dem großen Anführer der Resistance, trifft der Leser auch noch auf Abbé Franz Stock, der ebenfalls im Kleinen einen großen Dienst all denen erwies, die von der Gestapo zum Tod verurteilt worden sind. Dieses Einbinden historischer Personen gibt einen historischen Roman eine immense Authenzität. Das Buch endet im Jahr 1944 – Frankreich ist frei, Paris zum Teil zerstört und die Menschen hungern, aber sie leben. Das Buch endet sehr hoffnungsvoll und da jeder Leser weiß, wie es weiterging darf es dies auch zurecht. „Bis wieder ein Tag erwacht“ ist ein Buch voller Emotionen und voller Hoffnung in einer Zeit, wo gerade die Hoffnung wirklich das letzte war, woran sich Menschen klammern konnten Und es ist ein Buch voller Liebe, die sogar die Zeit des Krieges überlebt. Von Herzen daher von meiner Seite eine klare Leseempfehlung. Charlotte Roth konnte mich auch mit diesem Buch wieder zur Gänze überzeugen und ich freue mich auf ein weiteres Werk von ihr (eines steht ja noch in meinem Buchregal und wartet schon sehnsüchtig :-))

    Mehr
    • 3
  • Ein Werk das man unbedingt lesen sollte

    Bis wieder ein Tag erwacht

    aly53

    05. September 2017 um 00:54

    Einst waren da Fabrice, Nathalie, Delphine, Didier und Salah. Fünf Freunde die sich ihre ganz eigene Welt erschaffen hatten. Sie spielten ein Spiel in dem alles möglich ist und man schnell mal etwas umkehren konnte.Sie hatten ihre Träume, Hoffnungen und Wünsche. Sie scherten sich nicht um Regeln, es gab nur sie.Es gab Liebe.Erfüllt, unerfüllt, mit Tränen und Traurigkeit behaftet. Und sie alle waren unterschiedlich, aber jeder von Ihnen stach in seiner Art heraus.Das Leben, der Krieg zog sie mit sich und machte komplett andere Menschen aus Ihnen.Menschen die ans Herz gehen und manchmal vielleicht zu Tränen rühren. Aber in einem stechen sie heraus, sie kämpfen für ihre Träume.Sie wuchsen in der Provence auf, waren behütet und doch fehlte immer etwas, das man zum Glück brauch.Auf der anderen Seite haben wir Alwin, Dörte und Rieke, die in Deutschland aufwuchsen. Ganz besonders Alwin hatte es nie leicht, er musste schon früh den Vater ersetzen und ich weiß nicht, vielleicht dadurch ging er mir ganz besonders ans Herz. Es ist nie leicht, was er zu bewältigen hatte und ich dachte jede Sekunde, er zerbricht daran, doch Alwin stand immer wieder auf und zeigte, ja, er ist stark und wächst immer mehr daran. Doch Alwin hat auch eine zerbrechliche Seite, die immer wieder zum Vorschein kam und ihn gerade dadurch greifbarer, aber auch angreifbarer machte.Doch von diesen ganzen Menschen hat besonders Dörte mein Herz berührt. Es gab so viele Momente , wo ich sie am liebsten in meine Arme gedrückt hätte. Der Wunsch sie zu beschützen wurde übermächtig und gerade ihr Weg hat mich einige Tränen gekostet.Und dann wäre da noch Rieke, eine unheimlich starke Fraum die ihren Weg bestreitet und immer weiter kämpft. Auch wenn sie bereits am Boden lag, sie stand immer wieder auf und zeigte mir was für eine Person sie eigentlich ist.Acht Menschen dessen Schicksale unterschiedlicher nicht sein könnte und dessen Wege sich unwiderruflich kreuzen. Ein Scheideweg, an dem sich vieles ändert.Zum Guten?Sie schaffen, es uns mitzureißen, zu  hoffen , zu bangen und zu zittern.Ganz besonders im Fokus stehen jedoch Nathalie und Alwin.Bei Nathalie hatte ich so meine Probleme. Ihre Lebensgier war mir oft zuwider und doch hatte ich immer wieder das Gefühl, es ist eine Flucht. Eine Flucht vor ihrer wahren Liebe. Vor der Wirklichkeit.Doch kann man letztendlich davonlaufen?Nathalie hat ihren eigenen Weg gewählt und auch wenn ich ihr Handeln oft nicht gutheißen konnte, so hat sie auch etwas in mir bewegt. Besonders zum Ende hin hat sie mir sehr gut gefallen. Sie hat sich auf ihre wahren Stärken berufen und ist daran gewachsen.Charlotte Roth hat einfach eine wundervolle Art zu schreiben, uns in längst vergangene Zeiten zu entführen und man hat wirklich das Gefühl, man ist ein Teil davon. Erfährt all den Schmerz und das Leid. Die Welt liegt in Trümmern und doch ist da noch ein winzig kleiner Hoffnungsschimmer, der uns aufatmen und weitermachen lässt.Die Charaktere sind sehr toll ausgearbeitet und man kann sich gut in sie hineinversetzen und ihrem Leben folgen. Auch mit dem Paris Flair konnte sie sehr gut punkten, denn der Zauber, den Frankreich versprüht kommt sehr gut durch.Diese Geschichte spielt von 1918 - 1944. Wahrlich keine einfache Zeit, es macht unglaublich wütend , traurig und doch kann man nicht aufhören mit lesen.In all seiner Klarheit zeigt sie uns die Ernsthaftigkeit und das Unausweichliche auf.Sie schafft es dabei verschiedene Seiten zu beleuchten und dabei auch aufzuzeigen, das hinter jeder Entscheidung auch ein Mensch steht. Ein Mensch , der kämpft, fühlt und seine eigenen Beweggründe hat.Daneben zeigt sie aber auch sehr gut die Klassenunterschiedene auf, was mich besonders am Anfang unheimlich wütend und traurig gemacht hat.Sie schreibt sehr bildlich und detailliert, was das Ganze lebendiger macht und ihm viel Tiefe verleiht.Ich habe diese Geschichte von Beginn an geliebt. Auch weil wir wirklich die Sichtweisen von jedem von Ihnen erfahren. Das hat mir geholfen sie zu verstehen, in ihre Gedankengänge einzutauchten und einfach zu erleben , was sie fühlen, was sie antrieb.Es ist sicher keine Geschichte, die man einfach so nebenbei mal lesen kann. Dafür ist sie zu gewaltig, zu fesselnd und zu berührend.Mir hat es wirklich einiges abverlangt und ich musste immer wieder innehalten und über alles nachdenken, es auf mich wirken lassen.Gewalt, Tod , aber auch Liebe, Vertrauen und Freundschaft begegnet uns hier. Man versteht die Grenzen dazwischen und sieht einfach auch Dinge, die diesen Personen verborgen bleiben. Man sieht eher als sie, was sie fühlen und wozu sie bereit sind.Toll empfand ich, das dieses Buch in mehrere Teile gegliedert ist, dabei sind die Grenzen klar gesteckt und man weiß wo man sich befindet.Charlotte Roth hat mich mit ihrer fließenden und lebendigen Art zu schreiben, in einen Sog fallen lassen. Hier und Jetzt zählt nicht mehr und man zittert und fiebert einfach nur mit allem mit.Manchmal muss man einfach der Realität entfliehen, sich sein eigenes Plätzchen bauen, um an der Wirklichkeit nicht zu zerbrechen. Nicht unterzugehen und sich schlussendlich nicht selbst zu verlieren.Acht Menschen dessen Wege sich immer wieder kreuzen, die sich verändern und unterschiedlich miteinander umgehen. Die Welt, der Krieg verändert sie und ihr Leben.Er macht sie besser, schlechter und zeigt ihnen, das es doch auch Hoffnungen gibt.Sie wachsen über sich hinaus und kämpfen immer weiter.Bis wieder ein Tag erwacht, ist vielleicht alles anders, besser und man kann die Dinge von neuen angehen. Dinge die man vielleicht nicht ändern kann, aber vielleicht verändern.Mit diesem komplexen und hochspannenden Werk hat die Autorin wieder etwas großartiges zu Papier gebracht. Es ist ein Stück Geschichte. Eine Zeit die man nicht vergisst und doch erhalten bleibt.Mir hat es enorm viel gegeben, viel grübeln lassen und vor allem haben mich die Emotionen immer wieder überrollt.Ich konnte nicht atmen, war verzweifelt und so oft stand ich vor den Trümmern.Es hat mich zerrissen und einfach vollkommen von der Realität weggeführt.Fazit:Mit ihrem neuen Roman ist Charlotte Roth wieder etwas unglaubliches gelungen.Ich hab geweint, gezittert und gebangt.Es hat mich zerrissen und oftmals hatte ich das Gefühl gar nicht mehr auftauchen zu können.Ein Stück Geschichte, in der sich alles verändert.Acht Menschen, die bewegender nicht sein könnten und dessen Schicksale sich immer wieder ändern.Eine komplexe und hochspannende Handlung, die authentischer nicht sein könnte und mich gerade durch die verschiedenen Charaktere enorm mitgerissen hat.Bis wieder ein neuer Tag erwacht, kann sich vieles verändern. Zum Guten sagt keiner, aber es gibt Hoffnung.© magischemomentefuermich.blogspot.de

    Mehr
  • Ein kraftvolles, starkes Buch von der Liebe zum Leben und gegen den Krieg

    Bis wieder ein Tag erwacht

    Jana68

    06. August 2017 um 16:38

    Charlotte Roth's neuem Roman "Bis wieder ein Tag erwacht" habe ich regelrecht entgegengefiebert. Meine Erwartungen wurden nicht enttäuscht, ganz im Gegenteil, dieser Roman ist wieder sehr gelungen und hallt sehr lange nach. Es ist die Geschichte von "Kriegskindern". Geboren wenige Jahre vor dem 1. Weltkrieg, wachsen sie in entbehrungsreicher Zeit auf, belastet durch die Folgen des Großen Krieges. Zwei Handlungsstränge laufen aufeinander zu und verbinden sich zu einem großen Ganzen. Da sind zunächst die 5 Kinder der Provence von unterschiedlichem Stand und dennoch in Freundschaft verbunden: Nathalie, die Lebenshungrige, die für sich reklamiert, ihre Träume zu leben und dabei ein ums andere Mal recht rücksichtslos erscheint. Didier und Fabrice, Söhne vom Château; der eine festgefahren in der schwierigen Verantwortung für Familie und Besitz; der andere ein Rebell, der nie ein Blatt vor den Mund nimmt Delphine, die Erbin eines großen Vermögens, eher unscheinbar und weniger mutig. Und schließlich Salah, Nathalie's Diener, der aus Algerien stammt. Klug und treu, gezeichnet von großen Verlusten, der immer still an Nathalie's Seite bleibt und auf sie aufpasst. In jedem Sommer spielen sie ihr "Weltenspiel", fliehen in Fantasien und Träume. Sie sind die fünf Finger einer Hand. Die dominante Nathalie und der rebellische Fabrice sind die Antreiber, sie entwickeln sich im Verlauf des Romans zu den Hauptprotagonisten. Und dann ist da Alwin, dessen Familie die Wirtschaftskrise nicht unbeschadet übersteht und der zur gleichen Zeit in Berlin viel zu früh in die Rolle des Familienoberhauptes schlüpfen muss. Seine Schwester Dörte leidet an starken Depressionen und Alwin versucht, was immer ihm möglich ist, um Dörte zu helfen und sie zu schützen. Mit dem aufkommenden Nationalsozialismus gerät Dörte in massive Gefahr. Durch Dörte lernen wir auch Rieke kennen, eine selbstbewußte junge Frau, die sich im Kreise alter Bekannter bewegt, welche wir aus "Als wir unsterblich waren" sehr gut kennen. Ich habe dieses Wiedersehen sehr genossen. Sie alle haben Träume und suchen nach ihrem Platz im Leben. Beide Handlungen treffen in Paris aufeinander und sind spätestens ab dem Sommer 1937 schicksalhaft miteinander verknüpft. Ich habe mich (wieder einmal) als Nachbarin dieser Pariser Wohngemeinschaft empfunden und es sehr genossen. Ich habe Paris' am Morgen erwachen sehen und die Liebe zu dieser Stadt nachempfinden können. Ich habe aber auch mitgefühlt, mitgelitten und gehofft, war traurig, enttäuscht und wütend. Mit jedem Kapitel gewinnt dieser Roman an Stärke, er findet seinen Höhepunkt im Engagement einiger Helden in der Résistance. Die Einbindung realer Ereignisse und Personen, die in der Résistance aktiv waren, ist vollumfänglich gelungen und wirkt nie erzwungen oder aufdringlich. Mich hat gerade dies dazu veranlasst, über die Résistance genauer nach zu lesen. Es ist vor allem Charlotte Roth's wunderbarer Schreibstil, der mich bei all ihren Büchern zu einem Teil ihrer Geschichten werden läßt; emotionsgeladen, poetisch, bildhaft und stets mit Botschaften an den Leser. Die eine Botschaft, die ich vor allem zwischen den Zeilen gelesen habe lautet: Liebe und schätze das Leben, lebe die Liebe und lass Dich nicht beirren. Die klarste Botschaft aber lautet: Nie wieder Krieg, nie wieder Faschismus! Dies ist eine Botschaft, die sich durch alle 4 Bücher von Charlotte Roth zieht und die nie an Aktualität verliert. Liebe Charlotte Roth, ich danke von Herzen für dieses großartige Buch und verbinde diesen Dank mit der eindringlichen Bitte nach mehr davon.

    Mehr
  • Man konnte nicht immer weiterleben, ohne zu helfen, es war,als würde man aufhören ein Mensch zu sein

    Bis wieder ein Tag erwacht

    Inge78

    31. July 2017 um 13:05

      „Man konnte aber nicht immer weiterleben, ohne zu helfen, es war, als würde man aufhören, ein Mensch zu sein.“ Nur eines der wunderbaren Zitate aus diesem Buch, die mir beim Lesen direkt ins Herz gegangen sind. „Bis wieder ein Tag erwacht“ ist nicht nur ein Anti-Kriegs-Buch. Es ist ein leidenschaftliches Plädoyer für das Leben, für die Liebe und für den Mut für diese Dinge zu kämpfen. Darum zu kämpfen ein Mensch zu bleiben. Wir begleiten Natalie, die in den 1910er/1920er Jahren in einem Frankreich der Nachkriegszeit aufwächst. Einem Frankreich dem man die Nachwirkungen des großen Krieges noch anmerkt. Zusammen mit ihren Freunden träumt sie von der großen Welt , von Freiheit und Abenteuern. Niemand ahnt dass die Welt auf einen weiteren Weltkrieg zusteuert, kaum jemand will die Anzeichen erkennen. In Berlin wachsen Alwin und Dörte auf. Der Vater tot, die Mutter überfordert. Alwin muss viel zu früh erwachsen werden und Verantwortung übernehmen. Und Berlin ist im Umbruch, in der Weimarer Republik sind Unruhen an der Tagesordnung. Und ausgerechnet in dieser Republik, in der die Menschen die Wahl haben, in der die Macht in den Händen des Volkes bzw der gewählten Volksvertreter liegt ,gedeiht mehr und mehr rechtes Gedankengut. Europa steuert mit offenen Augen auf einen weiteren Krieg zu. Doch viel zu Viele verschließen die Augen vor dem Offensichtlichen. Und der „Schreihals“ , wie viele Adolf Hitler abfällig nennen, stürzt die Welt ins Chaos. Ein Absatz hat mir viel Kopfzerbrechen bereit: „Wankelmut passte nicht zu dem Staat, den Hitler gewollt hatte. Den auch er gewollt hatte. Einen Staat, in dem die Ordnung wieder hergestellt war, die Verlässlichkeit, der Boden unter den Füßen. Das es für die Freiheit des Einzelnen dabei zu Einschnitten kam, war nichts Bedauernswertes. Zu viel Freiheit war so, als müsste ein Mensch alleine durchs All taumeln. Im Nationalsozialismus wusste jeder, wer über ihm stand und ihm die Richtung vorgab, und das schenkte den Mensch Halt.“ Mit dem heutigen Wissen würde ich dieser Aussage jederzeit aus tiefstem Herzen widersprechen. Und ich hoffe auch sehr, dass ich ein Mensch bin, der auch damals gekämpft hätte gegen diese Überzeugung. Aber kann man sich jemals sicher sein? Charlotte Roth gelingt es anhand des Schicksals Einzelner, dem Leser das Leid und die Zerrissenheit ganzer Völker nahezubringen. Dabei malt sie die Welt nicht in schwarz und weiß. Ihre Charaktere haben Ecken und Kanten, haben Schwächen und machen Fehler. So kann man sich so gut mit ihnen identifizieren. Selbst mit denen, deren Handeln man verurteilen will. Die Sprache der Autorin ist eindringlich und poetisch. Die Worte haben Kraft und reißen den Leser einfach mit, so dass man in die Geschichte gezogen wird und das Buch nicht mehr weglegen kann. Und immer wieder verliert man sein Herz an Personen und Orte. Charlotte Roths Liebe zu Paris springt einen während des Lesens immer wieder an und obwohl ich mich niemals als frankophil bezeichnen würde habe auch ich mich aus der Ferne in diese Stadt verliebt. Und ihre mutigen Bewohner. Und in ihre Musik. Denn das Buch hat einen Soundtrack, die „Musette“ lässt mich seitdem nicht mehr los. Und auch wenn die Geschichte ans Herz geht und zu Tränen rührt so ist sie doch niemals kitschig. Sobald die Story auch nur annährend kitschig zu werden droht überrascht uns Charlotte Roth mit so wunderbaren Sätzen wie „auf jede Kloschüssel passt ein Hintern“. So habe ich beim Lesen immer wieder auch ein Lachen auf den Lippen. Einige der Personen dieses Buches sind historische Personen, sie bekommen durch das Buch ein Gesicht für mich, wie zB Jean Moulin über den ich bislang so gut wie nichts wusste. Am Meisten beeindruckt hat mich wohl Abbé Franz Stock, der u.a. als Seelsorger auf der Hinrichtungsstätte auf dem Mont Valérien zum Tode Verurteilte begleitet hat. In diesem Buch gibt es eine Szene in der er sich mit einem Nazi unterhält. Der Nazi verteidigt sein Tun mit den Worten “ Wo gehobelt wird da fallen Späne“ , Abbé Franz Stock Antwort „und das ist so lange nicht schlimm solange man selber nicht der Span ist“. Und die Botschaft dieses Buches wird niemals mit dem erhobenen Zeigefinger verbreitet. Immer wieder sind es die feinen Untertöne die einen nachdenken lassen. Und immer wieder entdeckt man Sätze die einen erschreckt innehalten lassen , solche Dinge wie „Neger gehören zu den Untermenschen“. Wie konnte die Menschen solche Dinge denken, wie können auch heutzutage Menschen solche Dinge denken? Um zum Schluss nochmal die Autorin zu zitieren: Nie wieder Faschismus. Nie wieder Krieg. , ,

    Mehr
  • Traurig und herzzerreißend !

    Bis wieder ein Tag erwacht

    Lanna

    27. July 2017 um 20:46

    Bis wieder ein Tag erwacht - Charlotte Roth Erschienen im Knaur Verlag am 3.Juli 2017 - 704 Seiten Die Autorin: Charlotte Roth ist 1965 in Berlin geboren. Die Autorin hat vier Bücher aus dem Historischem Genre veröffentlicht und landet mit Ihren Bücher immer wieder auf die Beststellerlisten. Das Cover: Das Cover fängt sehr gut den Inhalt des Buches ein. Für mich, mein schönstes Cover in meinem Regal. Der Inhalt: In -Bis wieder ein Tag erwacht- wird die Gesichte handelt von: Nathalie, die Bürgerstochter und Protagonistin dieses Buches., Fabrice, unehelicher Sohn des Gutsbesitzers für den Nathalies Vater arbeitet, Didier, Sohn des Gutsbesitzers und nach dem Tot des ältestes Bruder der Haupterbe, Delphine, das Mauerblümchen und in ewigem Schatten stehend, Salah, Nathalies Algerischer Diener, Alwin, Deutscher Soldat, Rieke, Alwins versprochene Nathalie ist in Didier verliebt, dieser aber bringt den Mut nicht auf, um sie zu kämpfen. Als die enttäuschte Nathalie nach Paris flieht, stürzt sie sich in einen Tanz auf dem Vulkan und begegnet dem Deutschen Alwin, der zum ersten Mal erahnt, wie die Freiheit schmeckt. Doch das zaghafte Glück und alle Hoffnung finden ein jähes Ende, als Frankreich über Nacht im Krieg steht. Der zweite Weltkrieg beginnt, und aus Freunden werden Feinde, auf Seiten von Résistance und Besatzungsmacht stehen sich die, die sich gestern noch liebten, auf Leben und Tod gegenüber. Plötzlich müssen die jungen Leute Entscheidungen treffen - nicht mehr nur über.   Meine Meinung:  Ich habe etwas gebraucht um in die Geschichte einzufinden, der Start wurde mir nicht leicht gemacht, viele Französische Begriffe haben meinen Lesefluss unterbrochen. Ich habe mich jedoch trotzdem recht schnell daran gewöhnt und konnte mich in dieser Geschichte verlieren. Nathalie ist ein ganz besonderer Mensch, sie weiß ganz genau was sie möchte und wie sie es erreichen will. Sie  ist bereit so einiges dafür zu tun und zu geben ohne Rücksicht auf Verluste.  Aufgrund der vielen Personen die eine wichtige Rolle in dem geschehen gespielt haben, hat mich das Buch keine Seite lang gelangweilt. Der Schreibstil war anspruchsvoll aber trotzdem flüssig zu lesen. Ich habe mit allen Charakteren mitgefiebert. Es ist sehr selten in einem Buch dass so viele Charakter hat, und alle ich alle durchweg mochte und mitgefiebert habe. Es ist vielleicht genau deswegen eine sehr schwere Kost. Ein Happy End hat es zu Kriegszeiten leider für sehr wenige gegeben, genau das hat mir das Buch auch gezeigt. So traurig ich es auch fand, war es genau der richtige Weg um es glaubhaft zu machen.  Meine Empfehlung: An alle die gerne Geschichten über Menschen zur Zeit des zweiten Weltkrieges lesen. Fazit: Eine klare Leseempfehlung. Als Tipp schlage ich vor gerade zu Beginn des Buches sich Zeit zu nehmen, dann findet man sehr schön in das Buch ein und kann es in vollen Zügen genießen.

    Mehr
  • Eine Geschichte voller Leben, voller Liebe, voller Angst!

    Bis wieder ein Tag erwacht

    Monika58097

    14. July 2017 um 09:22

    Romane von Charlotte Roth, die muss man einfach lesen! Die Autorin entführt den Leser diesmal in die Zeit zwischen den beiden Weltkriegen. Fünf Freunde wachsen in der Provence auf. Fünf Freunde, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten. Nathalie, das Mädchen, das aus eher einfachen Verhältnissen kommt, lebenshungrig und gierig nach Geschichten, die sie sich selbst ausdenkt. Die Brüder Fabrice und Didier, die im Schloss wohnen. Delphine, die im Sommer immer zu Besuch kommt und schließlich Salah, der Junge aus Algerien, der wie ein Schatten über Nathalie wacht und stets an ihrer Seite ist. Nathalie liebt Didier, doch der kann sie nicht heiraten. Aus Enttäuschung über ihre verlorene Liebe fängt Nathalie in Paris ein neues Leben an. Es ist kein einfaches Leben, doch ein Leben voller Abenteuer. Hier lernt die junge Frau den Deutschen Alwin kennen. Alwin, der wie sein Vater zum Militär gegangen ist. Nach dem Tod des Vaters muss er sich um seine Mutter und seine Schwester Dörte kümmern. Dabei haben sie einst gut behütet auf einem Gut gelebt. Nathalie stürzt sich mit Alwin in das nächste Abenteuer, doch dann bricht der Zweite Weltkrieg aus. Aus Freunden werden  Feinde."Bis wieder ein Tag erwacht" - ich muss zugeben, am Anfang hatte ich Schwierigkeiten, in die Geschichte hinein zu finden. Das liegt aber mehr an den ganzen französischen Namen und Bezeichnungen, als an der Geschichte selbst. Doch dann, dann kam der Zeitpunkt, da hatte die Geschichte auch mich gepackt. Nathalie - so manches Mal hätte ich sie am liebsten geschüttelt und ihr zugerufen, dass sie sich gefälligst um ihren Sohn kümmern soll anstatt ihren Vergnügungen nachzugehen. Trotzdem habe ich sie verstanden. Nathalie ist eine junge Frau, die das Leben in vollen Zügen genießt. Sie braucht diese gewisse Freiheit, um ihren Lebenshunger zu stillen. Ganz doll ins Herz geschlossen habe ich Alwins Schwester Dörte. Sie hätte ich am liebsten umarmt, sie versteckt, ihr geholfen. Gemocht habe ich alle Personen, jede auf ihre eigene Art und Weise. Es sind Personen, Menschen, so unterschiedlich wie das Leben selbst. Charlotte Roth beschreibt die Lebenslust, aber auch die Angst. Die Angst vor dem Krieg. Wo ist man sicher? Wem darf man noch trauen? Im Hintergrund die ersten, die sich dem Widerstand anschließen. Eine Geschichte, die wie ein Film vor dem eigenen Auge abläuft. Man spürt die Angst. Man hofft mit diesen Menschen im Buch. Was wird aus ihnen werden? Werden sie zum Schluss wieder zueinander finden? Welche Schicksale warten auf sie? "Bis wieder ein Tag erwacht" - 700 Seiten voller Leben, voller Liebe, voller Angst. Unbedingt lesen!

    Mehr
  • Bis wieder ein Tag erwacht

    Bis wieder ein Tag erwacht

    malo2105

    14. July 2017 um 08:14

    In den 1930iger Jahren wachsen in der Provence fünf Kinder gegen alle gesellschaftlichen Schranken miteinander auf. Nathalie, die Bürgerstochter, die adligen Brüder Didier und Fabrice, das Mauerblümchen Delphine sowie Nathalies Diener Salah. So unterschiedlich sie sowohl vom Stand als auch vom Charakter her sie sind - wie die fünf Finger einen Hand gehören sie zusammen. Doch sie sind Kriegskinder, der erste Weltkrieg hat in den Familien und den Köpfen der Franzosen tiefe Wunden geschlagen. Auf den Weg zum erwachsen werden, begleiten wir die fünf über die Jahre hinweg. Zur gleichen Zeit lebt Alwin in Berlin. Nach den Tod seines Vaters und den Verlust des Familiengutes versucht Alwin seine Schwester und seine Mutter durchzubringen. Er fühlt sich der Familientradition verpflichtet und geht zum Militär. Doch in Deutschland übernehmen die Nazis die Macht.Als es Nathalie in ihrem Dorf zu eng wird, geht sie nach Paris. Dort trifft sie auf Alwin und die beiden erleben einen bittersüßen Sommer. Doch was keiner wahrhaben und glauben wollte trifft ein: Deutschland und Frankreich stehen im Krieg!Die Autorin erzählt ihre Geschichte aus der Sicht gleich mehrerer sehr unterschiedlich gestrickter Romanakteure und treibt sie so voran. Zudem ist es der Autorin meiner Meinung nach sehr gut gelungen das Grauen des Krieges beinahe greifbar zu machen. Man fiebert mit den Personen, hofft und bangt um sie. Sehr geschickt bindet sie zudem reale Personen und Begebenheiten in die Geschichte ein. Die Chansonsängerin Fréhel, Abbe Franz Stock (den ich bis dahin nicht kannte), den französischen Résistance - Anführer Jean Moulin, General Charles de Gaulle und andere kommen in Nebenrollen zu ihren Auftritten.Wer „Als wir unsterblich waren“ kennt, wird auf einige bekannte Gesichter treffen, die ebenfalls Gastauftritte haben.Mir hat „Bis wieder ein Tag erwacht“ wieder sehr, sehr gut gefallen. Es ist kein Buch zum runterlesen, unweigerlich bangt, leidet, freut oder trauert man mit den Akteuren. Manche Szenen erforderten eine Pause, aber für Lange konnte ich das Buch nie aus der Hand legen.Ein Nachwort sowie ein Glossar runden das Buch perfekt ab.Charlotte Roth: Bitte unbedingt mehr davon!!!

    Mehr
  • Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist! Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach!

    Hol dir mehr von LovelyBooks