Léonide

von Charlotte Schaefer 
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Léonide
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Hält leider nicht ganz was Cover und Inhaltsangabe versprechen. Da hatte ich mir doch etwas mehr Spannung und Tiefe erhofft.

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Inhaltsangabe zu "Léonide"

Die neunzehnjährige Léonide Géroux wächst im Arles/Südfrankreich des 19. Jahrhunderts im Haus ihrer Eltern auf. Als ihr Bruder, der Maler Willem Géroux, in der Hitze des mediterranen Sommers dem Fieberwahn verfällt, beschließt sie, den renommierten, aber ebenso gefürchteten italienischen Mediziner und Alchimisten Costantini um Hilfe zu bitten. Nach und nach beginnen Wahn und Wirklichkeit zu verschwimmen. Wer ist Costantini und welche Rolle spielt er in Willems Leben? Als Léonide sich auf die Suche nach Antworten macht, begegnet sie nicht nur der Liebe, sondern auch dem Tod.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783864431326
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Buch
Umfang:220 Seiten
Verlag:Sieben-Verlag
Erscheinungsdatum:01.03.2013

Rezensionen und Bewertungen

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 5 Jahren
    Wo bleibt das Historische?

    Inhalt:
    Léonide Geroux lebt mit ihrem Bruder Willem bei ihren Eltern in Arles - Südfrankreich, am Ende des neunzehnten Jahrhunderts. Willem, ein leidenschaftlicher Maler erkrankt in der Hitze des Jahres 1888 an Fieberwahn und sein Leben wird von da an von Halluzinationen, aggressiven Ausbrüchen und Stimmen in seinem Kopf bestimmt. Léonide wendet sich verzweifelt an den berüchtigten Mediziner und Alchimisten Constantini, der ihr für ihren Bruder ein Heilmittel gibt, das ihn schnell wieder auf die Beine bringen soll. Doch dieses Mittel versagt und nach zwei Wochen scheint es, als würde sich Willems Zustand nur noch mehr verschlechtern. Der Arzt Frédéric untersucht die Substanz und stellt fest, dass es sich dabei nur um einfaches Wassergemisch handelt. Gemeinsam mit ihm macht sich die stutzig gewordene Léonide auf die Suche nach der Wahrheit. Was hat Constantini mit Willem zu tun? Warum wollte er ihm schaden? Im Laufe der Reise kann Léonide weder Wahn noch Wirklichkeit unterscheiden und sieht selbst ihre engsten Vertrauten als ihre größten Feinde. Wird sie dem Geheimnis um Willem und Constantini auf die Spur kommen?

    Schreibstil:

    Charlotte Schaefers Schreibstil ist gespickt mit Beschreibungen und fremden Attributen, die noch nie jemand gehört hat. Manche näheren Beschreibungen zu den Substantiven scheinen krampfhaft an den Haaren herbeigezogen zu sein und man findet kaum ein Nomen, das ohne ein merkwürdiges Adjektiv beschrieben wird. Alles in allem ist der Schreibstil nicht schwer, aber auch nicht leicht. Locker flockig lassen sich die Seiten nicht umblättern, aber mehr als drei Minuten braucht man für eine Seite auch nicht. Léonide ist der Ich-Erzähler in dieser Geschichte und ihre Wahnvorstellungen zum Ende hin werden sehr ausführlich - aber auch teilweise viel zu langatmig beschrieben. Durch manche Sätze entsteht Verwirrung beim Leser und manchmal schweift die Autorin auch geradezu von der Geschichte ab. Besonders tiefsinnig ist der Schreibstil also nicht. Vielleicht sollte er so wirken, aber das Ergebnis scheint dann doch ein wenig krampfhaft aufs Papier gekommen zu sein.

    Meine Meinung:
    Dieses Buch wollte ich lesen, weil ich noch nie einen historischen Roman gelesen habe und ich habe mich dazu durchgerungen, das Genre endlich auch einmal zu entdecken. Ha! Nix da. Nichts mit 19. Jahrhundert und Historie. Entweder hat sich die Autorin nicht wirklich mit dem Thema auseinandergesetzt, oder sie hat es im Laufe des Schreibens einfach vergessen. Denn von zwei Jahrhunderten Unterschied bekommt man nichts mit. Man würde denken, das Buch spielt in der heutigen Zeit, wenn nicht hinten auf dem Buchrücken etwas anderes stehen würde. Nun gut, kann ich mich also doch noch eine Weile vor diesem Genre drücken.

    An keiner Stelle konnte mich das Buch in seinen Bann ziehen. Der Autorin ist es nicht gelungen, Spannung aufzubauen und den Leser zu fesseln. Der rote Faden der Geschichte, der sich eigentlich mit einigen kleinen (oder auch großen) Abzweigungen durch die Handlung ziehen sollte, war manchmal mehr oder weniger komplett abgerissen und wurde nicht wieder neu aufgenommen. Plötzlich stand über wahnsinnig viele Seiten eine ganz andere Handlung oder ein Ziel im Vordergrund und man wusste nicht, welcher Faden denn jetzt nun am Ende wieder aufgegriffen werden würde. Genauso wie dieses wirre Geschreibsel hätte sich Charlotte Schaefer auch die unendlich langen und teilweise unnützen Beschreibungen sparen können. Zwar sind die Ortsbeschreibungen manchmal sehr schön und auch bildhaft, wenn man sie dann aber alle zehn Seiten liest, wird es zu viel.

    Ich bin mir sicher, dass dieses Buch für viele definitiv KEIN Blickfang ist. Es spricht mich keineswegs an und ist auch keine Schönheit in meinem Regal. Vom Titel möchte ich gar nicht anfangen. Zwar hat Stephen King bei manchen seinen Büchern auch nur die Namen der Protagonisten benutzt, aber bei seinen Romanen konnte wenigstens der Inhalt das wieder wett machen. Charlotte Schaefer hätte sich dank des nicht wirklich ansprechenden Covers schon einen Titel ausdenken sollen, der einem zusagt und neugierig macht, was wohl im Buch geschieht. Leider beide Kritikpunkte in meinen Augen total verfehlt.

    Über Léonide Geroux, die Protagonistin erfährt man im Buch nicht wirklich viel, da die Geschichte von einem Ich-Erzähler (in dem Falle Léonide) erzählt wird. Meiner Meinung nach hätte die Autorin bei diesem Buch lieber auf eine andere Erzählperspektive zurückgreifen sollen, weil der Leser keine richtige Beziehung zu den Charakteren aufbauen kann. Auch zu Willem, Léonides Bruder kann der Leser kaum durchdringen. Das einzige, was ihn mir ein wenig näher gebracht hat, ist die Malerei. Frédéric, der behandelnde Arzt von Willem bleibt im Laufe der Geschichte genauso unnahbar wie die anderen Figuren. Insgesamt sind die Charaktere viel zu oberflächlich. Es fehlt ihnen die Tiefe und die Verbindung zum Leser. Selbst wenn das Buch dann vielleicht noch etwas länger geworden wäre, geschadet hätte es nicht. Wiederum hat mir die Beziehung von Frédéric und Léonide gut gefallen. Beide erwachsene Menschen, beide intelligent. Vielleicht war Léonide in dieser Beziehung ein wenig naiv, aber nicht so sehr, dass es angefangen hat zu nerven. Keine oberflächliche Liebe, die nur mit "Schatz hier, Schatz da" ihren Weg durch das Buch sucht.

    Fazit:
    Von diesem Buch darf man auf keinen Fall einen historischen Roman erwarten. Der Klappentext muss größtenteils außen vor gelassen werden und wert auf eine atmeberaubend spannende Mystery-Geschichte darf auch nicht gelegt werden! Oberflächliche Charaktere und kein bestimmtes Handlungsziel machen den Roman zu einem langweiligen Erlebnis. Die guten schriftstellerischen Fähigkeiten der Autorin sind nicht zu bestreiten, jedoch sollte sie mehr an der Kreativität und der Idee arbeiten. Dieses Buch ist verschenktes Potential, nicht richtig ausgereift. Vielleicht lese ich irgendwann noch ein Buch von ihr und hoffe dann, eine bessere Bewertung abgeben zu können.

    2/5

    http://good-books-never-end.blogspot.de/2013/08/rezension-leonide-von-charlotte-schaefer.html

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    Lesegenusss avatar
    Lesegenussvor 5 Jahren
    Ein vielversprechendes Cover lädt ein ... aber was steckt wirklich hinter "Léonide"

    Mit den Zeilen Vincent van Goghs an seinen Bruder beginnt „Léonide“.

    „Mancher hat ein großes Feuer in seiner Seele, doch niemand kommt jemals, sich daran zu wärmen; und die Vorübergehenden gewähren nur ein klein wenig Rauch oben über dem Schornstein und gehen ihres Weges von dannen.

    Vincent van Gogh an Theo van Gogh, Borinage, Juli 1880“

     

    Die Geschichte „Léonide“ spielt im 19. Jahrhundert im Süden Frankreichs, dem kleinen Ort Arles.

    Der Ort Arles – sicherlich bewußt gewählt von der Autorin, denn hier hat Vincent van Gogh im Jahre 1888 gelebt. Im heißen August 1888 beginnt auch die Geschichte um Léonide, ihrer Familie, ihrem Bruder Willem, der Künstler, Maler, sehr talentiert. Er leidet wahnsinnig unter der Hitze des Sommers und seine Fieberschübe, Wahnvorstellungen werden immer schlimmer.

    (Nur wenige Zeit später hatte Vincent van Gogh, so schreibt es die Geschichte, sich sein linkes Ohr abgeschnitten.)

    Hilfe holt sich Léonide bei dem kauzigen Mediziner Constantini, der ihr ein Mittel gibt, welches Willems Leiden lindern soll.

    Von Anfang an wird der Leser durch ausführliche Beschreibungen in eine Handlung entführt, auf die man sich einlässt bzw. einstellen sollte. Constantini verspricht, dass es Willem bald besser gehen wird, doch Léonide sollte ganz genau die Dosierung einhalten. Alles andere wäre sonst tödlich für ihren Bruder. Léonide hat große Schwierigkeiten zu verstehen, wieso ihr Bruder sich immer wieder innerhalb von kurzer Zeit so dermaßen verändert. Es war, als habe ein anderer Geist von seinem Körper Besitz ergriffen.

    Zitat S. 11 „Immer schneller malt eine fremde Kraft, Falten, Formen und Farben in sein Gesicht.“

    Wirklichkeit und Fantasie vermischen sich in der Geschichte, dass man teils verwirrt durch die Handlung „läuft“. Weil ich so gar nicht warm wurde mit dem Buch, habe ich es erst einmal zur Seite gelegt und es nunmehr neu gelesen.

    Die Zeit des 19. Jahrhunderts, die damaligen Lebensumstände, die Charaktere des Buches, mit anderen Augen, anderen Gefühlen habe ich mich auf „Léonide“ eingelassen.

    Geschrieben in der Ich-Erzählperspektive von Léonide, darauf hätte die Autorin besser verzichtet, gerade bei so einer Geschichte. Als Leser möchte ich eine Verbindung zu den Protagonisten aufbauen, was hier sich leider als sehr schwierig gestaltete.

    Willem mit seinen zwei Gesichtern, sowie Léonide, stark und doch so schwach, was kann die menschliche Seele alles aushalten!

    Nicht ganz einfach „Léonide“, sehr eigen, und wird sicher nicht jedem gefallen.

    Ich gebe meine Leseempfehlung – allerdings mit der Vergabe der Bewertung halte ich mich zurück.

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 5 Jahren
    Konnte mich nicht ganz überzeugen

    Inhalt:

    Léonide Géroux ist 19 Jahre alt und lebt mit ihrer Familie in Arles in Südfrankreich. Ihr Bruder Willem ist schwer krank und es scheint, als könnte ihm niemand helfen. Deshalb trifft sich Léonide mit dem berühmten, aber auch gefürchteten italienischen Mediziner und Alchimisten Costantini. Er hat Léonide ein Medikament gemischt, das Willem wieder gesund machen soll und ziemlich teuer ist. Als sie ihrem Bruder regelmäßig das Medikament verabreicht, passiert aber leider gar nichts bzw. wird sein Zustand noch schlechter. Er fängt bereits an sich zu verstümmeln. Léonide ist verzweifelt und beichtet dem Arzt und Freund der Familie Frédéric, was sie getan hat. Als dieser das Medikament untersucht, stellt er fest, dass nur billige Substanzen miteinander vermengt wurden, die keinerlei Wirkung haben. Léonide weiß nicht mehr weiter und macht sich deshalb auf die Suche nach dem Mann, von dem sie denkt, dass er ihr Antworten geben kann: Nach Constantini. Doch auf dieser Reise gerät sie an ihre Grenzen. An ihre körperlichen, als auch psychischen Grenzen.

     

    Meine Meinung:

    Der Einstieg ins Buch fiel mir sehr leicht und ich fand die Beschreibungen der Autorin klasse. Sie hat das Leben in Frankreich bildhaft und detailliert beschrieben und ich konnte mir alles ganz genau vorstellen. Auch Léonide hat mir gut gefallen. Sie ist eine selbstsichere junge Frau, die sich nichts vorschreiben lässt und ihre Meinung offen sagt.

    Ab der Mitte des Buches wurde es allerdings etwas eintönig. Eine Spannung war kaum noch vorhanden und ich konnte nicht mehr richtig unterscheiden, was Realität war und was nicht. Léonides Gedanken und Träume wurden in die Geschichte mit eingeflochten, was ich zwar an sich gut finde, weil ich mehr über sie erfahren durfte, es allerdings etwas deutlicher von der Realität unterscheidbar sein sollte. Ich war ab der Mitte des Buches ziemlich verwirrt.

    Die Handlungen und Gedanken an sich haben sich leider auch immer öfter wiederholt und die Geschichte blieb einfach an einem Punkt stehen und kam nicht mehr weiter. Das Ende des Buches hat mir wiederum sehr gut gefallen und hat mich überrascht.

     

    Fazit:

    Das Buch hat super begonnen und super geendet, nur der Mittelteil, war etwas zäh und wiederholte sich öfter. Deshalb konnte mich das Buch nicht richtig fesseln. Wer also auf ein durchweg spannendes und klares Buch aus ist, ist hier nicht ganz richtig.

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    LaDragonias avatar
    LaDragoniavor 5 Jahren
    Kurzmeinung: Hält leider nicht ganz was Cover und Inhaltsangabe versprechen. Da hatte ich mir doch etwas mehr Spannung und Tiefe erhofft.
    Rezension zu "Léonide" von Charlotte Schaefer

    Zum Inhalt:

    Léonide Geroux wächst, Ende des 19. Jahrhunderts, gemeinsam mit ihrem Bruder Willem bei den Eltern in Arles im Süden Frankreich auf. Ihr Bruder Willem ist ein begnadeter Maler. Doch im Sommer des Jahres 1888 wird er immer häufiger von heftigen Fieberanfällen geplagt, keine Medikamente scheinen zu helfen. Und als diese Anfälle sogar mit den ersten Wahnvorstellungen einhergehen, wendet Léonide sich hilfesuchend an den zweifelhaften und gefürchteten Mediziner Constantini. Er gibt ihr ein Mittel das Willem helfen soll.

     

    Doch als auch dieses Mittel versagt, versucht Léonide den Mediziner ausfindig zu machen. Was hat er mit Willem zu tun? Woher kennt er ihn? Und warum glaubt Léonide plötzlich den Mediziner überall zu sehen, selbst in ihren Träumen? Was ist noch Wahn und was Wirklichkeit?

     

    Meine Meinung:

    Wenn ich ganz ehrlich bin, hatte ich mir von diesem Buch doch so einiges mehr versprochen. Zum Teil im Bereich Fantasy angeordnet, hatte ich zumindest mit ein wenig Fantasy gerechnet, aber die fehlt in meinen Augen hier gänzlich. In diesem Buch geht es meiner Meinung nach doch eher um die eigenen „inneren“ Dämonen in jedem von uns. Und die gehören für mich nicht wirklich in den Fantasybereich sondern eher in den Bereich der Psychologie.

     

    Auch die Charaktere fand ich nicht wirklich schön gezeichnet. Sie waren mir da doch eher zu oberflächlich und hätten wirklich deutlich mehr Tiefe vertragen können, auch wenn das Buch dann eben etwas dicker geworden wäre. Ein Plus bekommt „Léonide“ von mir allerdings für die schönen Landschaftsbeschreibungen und das es sich doch durch einen relativ flotten Schreibstil ganz gut lesen ließ.

     

    Fazit:

    Leider war dieses Buch nicht so wirklich mein Fall. Aus der Thematik hätte man durchaus mehr machen können. Von mir dafür nur drei Sterne.

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    monerls avatar
    monerlvor 5 Jahren
    Leider zu flach

    Kurzbeschreibung:
    Die neunzehnjährige Léonide Géroux wächst im Arles/Südfrankreich des 19. Jahrhunderts im Haus ihrer Eltern auf. Als ihr Bruder, der Maler Willem Géroux, in der Hitze des mediterranen Sommers dem Fieberwahn verfällt, beschließt sie, den renommierten, aber ebenso gefürchteten italienischen Mediziner und Alchimisten Costantini um Hilfe zu bitten. Nach und nach beginnen Wahn und Wirklichkeit zu verschwimmen. Wer ist Costantini und welche Rolle spielt er in Willems Leben? Als Léonide sich auf die Suche nach Antworten macht, begegnet sie nicht nur der Liebe, sondern auch dem Tod.

     

    Meine Meinung:

    Leider muss ich gleich zu Anfang sagen, meine Erwartungen wurden nicht erfüllt.

    Ich hatte mich auf einen historischen Roman mit mystischen Elementen eingestellt. Doch keins von beiden war für mich ausreichend dargestellt. Die historische Zeit des 19. Jahrhunderts spielt für die Handlung gar keine Rolle. Genausogut hätte der Roman in der heutigen Zeit verankert sein können. Am Ende fand ich sogar, dass die Hauptfigur nicht ihrer Zeit entsprechend denkt und handelt.


    Der Rahmen der Geschichte ist, für meinen Geschmack, zu eng gefasst. Die Handlung ebenso. Es passiert nicht wirklich viel, dass mich als Leser in die Geschichte hineinzieht. Die Kurzbeschreibung sagt bereits alles und die dort gestellten Fragen werden am Ende nicht eindeutig beantwortet. Natürlich muss nicht jede Geschichte abgeschlossen sein, auch ein offenes Ende ist manchmal interessant. Hier jedoch lässt mich das Ende verwirrt und unzufrieden zurück. Ein, zwei logische Fehler verstärken dann noch meine Verwirrtheit, da es sowieso schon nicht leicht ist, Wahn und Wirklichkeit zu trennen, um Léonide noch folgen zu können.

    Ein Großteil des Buches besteht aus Wiederholungen der Geschehnisse, aus Willems oder Léonides Sicht. Das erste Mal fand ich es noch interessant und spannend, dann aber hat es mich zunehmend angestrengt, da man durch den Blickwechsel nicht wirklich viel Neues und Wichtiges erfährt.


    Die Idee des Buches gefällt mir und hätte großes Potential gehabt, dass leider nicht umgesetzt wurde.

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    kornmuhmes avatar
    kornmuhmevor 5 Jahren
    Langweilig ...

    Inhalt:

    Arles, eine Stadt in der Provence, 1888: Die 19jährige Léonide muss miterleben, wie ihr Bruder Willem, ein begnadeter Maler, täglich mehr seinem Fieberwahn und damit einhergehenden furchtbaren Träumen und Visionen erliegt. Nichts scheint zu helfen, selbst der Aufenthalt in einem Sanatorium bringt nur kurzzeitige Linderung. Léonide will sich mit dem Zustand ihres geliebten Bruders nicht abfinden und sucht den ominösen Arzt und Alchimisten Costantini auf, um ein Heilmittel zu erbeten. Doch Willem stirbt, und plötzlich wird auch Léonide von merkwürdigen Träumen heimgesucht, in denen immer wieder Costantini auftaucht. Sie setzt sich in den Kopf, dass er etwas mit Willems Tod und auch ihrem langsam zunehmenden Wahn zu tun hat und macht sich auf die Suche. Doch die Grenze zwischen Realität und Phantasie verschwimmt zunehmend ...

    Meinung:

    War ich froh, als ich dieses Buch durch hatte! Wegen des ansprechenden Klappentexts (historische Kulisse, fremdartige Macht, Geisteskrankheit etc.) habe ich mich für die Leserunde zu "Léonide" beworben und habe mich sehr über den Gewinn gefreut! Leider wurde ich bitterlich enttäuscht!

    Zunächst ist da der Schreibstil. Ich fand ihn furchtbar! Die Autorin hat die Angewohnheit, die Landschaft, Farben, Gerüche, Töne usw. bis ins Kleinste zu beschreiben. Oftmals hatte ich das Gefühl, ich lese gerade die Beschreibung eines Gemäldes. Gefühlte 30% des Romans bestehen aus derartigen Beschreibungen, wohingegen die Geschichte nicht voran kommt.

    Dann diese Vergleiche. Beispiel gefällig? "... eine Stimme wie Silber und Tränen, gleißend und zugleich bedrückend." Kann ich gar nichts mit anfangen. Oder: "Der Schmerz ... ist weiß und grau wie das Gefühl des Betrogen- oder Nichtverstandenwerdens." Derlei Metaphern und Bilder gibt es ständig. Manch ein Leser mag das poetisch finden, mir ist solch ein Stil zu abstrakt und sperrig, solche Sprache löst in mir leider keinerlei Kopfkino aus, im Gegenteil, sie ärgert und verwirrt mich.

    Ein weiteres Dilemma ist die sehr eingeengte, begrenzte Perspektive. Zum einen  haben wir es mit einer Ich-Erählerin zu tun, das Buch wird hauptsächlich aus dem Blickwinkel Léonides erzählt. Natürlich bekommen wir so einen intensiven Einblick in die Gefühle und Gedanken der Protagonistin, und was die Vermischung zwischen Wahn und Wirklichkeit angeht, ist die Perspektive gut gewählt - weder Léo noch der Leser wissen, was wirklich vor sich geht. Aber Léonide scheint mir furchtbar isoliert und total auf ihren Bruder fixiert zu sein. Sie hat keine Freunde, von ihren Eltern redet sie nur in dessen Vornamen (kein intimes Mama oder Papa, wie es in Frankreich ja auch üblich ist), Nachbarn kommen in der Geschichte nicht vor. Sie spricht so gut wie mit niemandem. Ausnahme ist der Arzt Gagnier, der im Verlauf des Buches eine wichtige Rolle einnimmt. Sie macht endlose Spaziergänge, sitzt irgendwo und denkt nach - was sie in ihrem alltäglichen Leben so tut, bleibt unklar. Und mit 19 Jahren müsste sie doch irgendwo integriert sein, sei es noch Schule, Ausbildung, Studium, Arbeit,  IRGENDWAS! Und ständig ihre Selbstzwifel ... Mache ich auch das Richtige? Sollte ich ...? Oder eher doch nicht?

    Mit Léonide bin ich einfach nicht warm geworden, irgendwie lebte sie für mich in einer anderen, isolierten Welt. So merkt man z.B. auch gar nicht, dass der Roman im 19. Jhd. spielt, höchstens daran, dass mal in Kutschen gereist wird.

    Fazit:

    Leider habe ich mich während des Lesens durchgehend gelangweilt. Zum großen Teil lag das an der für mich abstrakten, metaphorischen Sprache, doch auch die Geschichte selbst kommt nicht wirklich voran. Im Grunde passiert - außer den selbstzweiflerischen Gedankengängen von Madmoiselle Léonide - nicht viel. Schade um die Lesezeit!

    2 von 5 Sternen

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    Cellissimas avatar
    Cellissimavor 5 Jahren
    Kein schlechtes Buch, aber auch kein großer Wurf ...

    Inhalt
    Arles, Sommer 1888: Der Bruder der 19-jährigen Léonide Géroux, der Maler Willem Géroux, verfällt in einen Fieberwahn.
    Kein Medikament scheint Wirkung zu zeigen. Um Willem zu helfen, beschließt Léonide, den ebenso berühmten wie berüchtigten Arzt und Alchimisten Constantini einzuschalten.
    Doch Willems Zustand verschlechtert sich - schon bald kann er nicht mehr zwischen Wahn und Wirklicheit unterscheiden. Schließlich stirbt er.
    Léonide will den Tod ihres Bruders nicht auf sich beruhen lassen. Sie möchte herausfinden, wer Constantini tatsächlich ist und was er mit Willems Tod zu tun hat.
    Und so begibt sie sich auf eine Reise - eine Reise ins Ungewisse, während der sie selbst schnell in große Gefahr gerät und ebenfalls Wahn und Wirklichkeit nicht mehr trennen kann ...

    Meine Meinung
    Cover und Klappentext klangen sehr vielversprechend, nach düsterer, spannender und mysteriöser Fantasy, historisch angehaucht.
    Der Inhalt selbst bleibt leider hinter diesen Erwartungen zurück.
    Der Schreibstil der Autorin ist relativ gut, lässt sich flüssig lesen.
    Da die Geschichte aber im Jahr 1888 spielt, hätte ich mir eine besser zur Zeit passende, authentischere Sprache gewünscht.
    Überhaupt hätte man dem historischen Element -ohne es zu sehr in den Vordergrund schieben und dadurch das eigentliche Haupt-Element der Geschichte verdrängen zu wollen- etwas mehr Raum geben können.
    Die Qualität und Wirkung der einzelnen Abschnitte schwankt leider relativ stark.
    Gerade zu Beginn und am Ende, aber auch immer wieder zwischendurch, blieb ich ziemlich verwirrt und unbefriedigt zurück.
    Die Handlung und die Figuren blieben zu distanziert. Ich habe die Sätze, Zeilen und Seiten zwar gelesen - aber mehr ist leider nicht passiert. Sie entfalteten keine größere wünschenswerte Wirkung auf mich. Man wird als Leser oft nicht berührt.
    Ebenso fehlt es oft an Spannung. Mal ist die Geschichte sehr fesselnd und spannend, düster und mysteriös, aber oft hat man leider auch das Gefühl, das alles vor sich hinplätschert.
    Insgesamt sind mir diese starken Momente leider zu selten.
    Man hat zwar stellenweise das Gefühl, endlich tiefer in die Geschichte vorzudringen, und es kommt neben der Spannung auch eine schöne Stimmung auf, da Südfrankreichs Landschaften immer wieder wie ein Van Gogh´sches Gemälde beschrieben werden, doch in Anbetracht der Schwächen -auch die Darstellungen der Wahnzustände waren von unterschiedlicher Qualität- kommt insgesamt leider keine überdurchschnittliche Bewertung zustande.

    Fazit
    3 Sterne. Ein Buch, das man lesen kann, aber nicht unbedingt lesen muss. Schade, denn in diesem Plot hat noch mehr Potenzial gesteckt, das man voll hätte ausschöpfen können.

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    Bambi-Ninis avatar
    Bambi-Ninivor 5 Jahren
    nicht so spannend wie erhofft

    Die 19-jährige Léonide Géroux will ihrem kranken Bruder helfen. Sie hofft, von dem berühmten und gefürchteten Mediziner Costantini ein Mittel gegen seinen Fieberwahn zu bekommen. Als dieses trotz seines hohen Preises nicht so recht anschlägt, beginnt Léonide Fragen zu stellen: über das Medikament, über den Zustand ihres Bruders und auch über den rätselhaften Alchimisten und stößt dabei selbst an die Grenzen ihrer Kräfte...

    Das Buch beginnt sehr vielversprechen d. Charlotte Schäfer gelingt es, den Leser durch ihren flüssigen, bildhaften Schreibstil ins Frankreich des späten 19. Jahrhunderts zu versetzen. Das Leben von Léonides Familie und die Zeit, in der das Buch spielen, werden durch Beschreibungen der Lebensumstände und des Stadtbildes gut vorstellbar.
    Auch die Geschichte ist durch den Beginn mit dem rätselhaften Treffen zwischen Léonide und Costantini erst mal sehr spannend. Der Zustand des Bruders, Willem, wird ebenfalls ausführlich beschrieben, womit Leonides Verzweiflung einhergeht und dem Leser vor Augen führt, wie anders heute der Umgang und das Wissen um Krankheiten im Allgemeinen ist.

    Leider konnte mich das Buch irgendwann nicht mehr fesseln. Die Geschichte plätschert so vor sich hin, es passiert relativ wenig, stattdessen gibt es seitenweise innere Monologe von Léonide, in denen sie immer wieder von Zweifeln zerfressen wird – immer die gleichen Gedanken (teilweise in sehr ähnlichem Wortlaut) wiederholen sich, ohne dass sie zu einer Lösung kommt.
    Zwar gibt die Ich-Perspektive tiefe Einblicke in Léonides Gedanken- und Gefühlswelt, dabei wirkt das sonst so toughe und selbstsichere Mädchen, das sich gern über die Conventionen ihrer Zeit hinwegsetzt, aber nur noch schwach und hilflos, was auf Dauer ziemlich anstrengend zu lesen war.

    Auch die Handlung nimmt sehr wirre Züge an. Immer wieder bleibt unklar, welche der mysteriösen Ereignisse Realität sind oder sich nur in Léonides Kopf abspielen.
    Das Ende wiederum fand ich dann sehr gelungen und auch überraschend. Dies hat mich zwar versöhnlich gestimmt, konnte aber über den zähen Mittelteil nicht hinwegtäuschen.

    Das Buch lässt mich mit sehr gemischten Gefühlen zurück. Wer eine durchweg spannende Geschichte erwartet, wird wohl enttäuscht werden. Die sich regelmäßig wiederholenden Gedankengänge und das ständige Nichtwissen, inwiefern das aktuelle Geschehen real ist, ermüden beim Lesen.
    Auf gewisse Weise regt das Buch aber zum Nachdenken an, wie Krankheit oder Tod geliebter Menschen sich auf die Familie auswirken und wie unterschiedlich und folgenreich der Umgang damit sein kann.

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    Marie1990s avatar
    Marie1990vor 5 Jahren
    Léonide

    Die neunzehnjährige Léonide Géroux wächst im Arles/Südfrankreich des 19. Jahrhunderts im Haus ihrer Eltern auf. Als ihr Bruder, der Maler Willem Géroux, in der Hitze des mediterranen Sommers dem Fieberwahn verfällt, beschließt sie, den renommierten, aber ebenso gefürchteten italienischen Mediziner und Alchimisten Costantini um Hilfe zu bitten. Nach und nach beginnen Wahn und Wirklichkeit zu verschwimmen. Wer ist Costantini und welche Rolle spielt er in Willems Leben? Als Léonide sich auf die Suche nach Antworten macht, begegnet sie nicht nur der Liebe, sondern auch dem Tod.

    "Léonide" von Charlotte Schaefer gehört definitiv zu den Büchern, auf die man sich bewusst einlassen muss, um die Andersartigkeit dieser Geschichte in sich aufnehmen zu können. Sobald man dies geschafft hat, wird man mit einer Geschichte belohnt, die Einiges zu bieten hat und auf den zweiten Blick mehr offenbart als gedacht.

    In dieser Geschichte ist nichts wie es scheint. Sobald man glaubt, man hat den wahren Grund offenbart, wird der Leser wieder in eine andere Richtung gelenkt und all jenes, was man für die Wahrheit hielt, wieder zunichte gemacht. Dadurch bleibt die Handlung unvorhersehbar und daher umso spannender. 
    Besonders der Schluss reißt noch einmal die Grundfeste unserer erdachten Wahrheit ein und wirft all das um, was wir in dieser Geschichte für richtig hielten.

    Die Grenzen zwischen Traum und Wirklichkeit sind fließend, da sich die Handlung größtenteils in Léonides Kopf abspielt und man nie genau weiß, ob etwas gerade genauso passiert, wie es geschildert wird. Das verleiht der Handlung etwas Geheimnisvolles und Undurchschaubares, was den besonderen Reiz dieses Buches ausmacht.

    Weiterhin verströmt die Geschichte viel Melancholie, die ihr eine gewisse Schwere verleiht und somit nicht als seicht zu bezeichnen ist. Nur auf den ersten Blick erscheint "Léonide" ohne Tiefgang, sobald man tief in die Handlung eingetaucht ist und anfängt seine eigenen Schlüsse zu ziehen, merkt man erst, wie viel zwischen den Zeilen offenbart wird.

    Auch ohne klassische Spannungselemente weiß diese Geschichte aufgrund oben genannter Aspekte zu punkten. Sie überzeugt durch die feine Melodie der Gedanken und der Welt, wie wir sie skizzieren.

    Das historische Setting kommt kaum zum Tragen, sondern dient nur zur Unterstützung der eigentlichen Handlung, um diese in ihrer Glaubwürdigkeit zu unterfüttern.

    Fazit: Ein Buch, das erst auf den zweiten Blick seinen wahren Charakter zu offenbaren weiß, aber dann mit einer Geschichte aufwartet, die überzeugt, wenn man sich denn auf sie einlassen kann.

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    anells avatar
    anellvor 6 Jahren
    Rezension zu "Léonide" von Charlotte Schaefer

    Ich liebe Bücher in denen sich Historie/Fantasy/Mystery mischen.
    Also war Léonide sozusagen ein Pflichtkauf.

    Der Klappentext las sich wunderbar düster. Ich mag das 19. Jahrhundert. Ich mag Frankreich. Ich mochte einfach das komplette Sujet.

    Ich lud das Buch auf meinen Kindle und fing begeistert an zu lesen. Das ich für knappe 220 Seiten gute 2 Wochen gebraucht habe, zeigt, wie schwer ich mich mit diesem Buch getan habe.

    Erschwerend war zu allererst, dass Léonide im Präsens verfasst wurde. Ich werde mit dieser Erzählzeit einfach nicht warm. Bei Dystopien gehört es ja zum guten Ton, dass die Ich-Erzählerin uns alles im Jetzt und Hier berichtet, aber einen historischen Roman so zu lesen, fiel mir unheimlich schwer. (Das ist natürlich Geschmackssache, aber wie gesagt, ich werde mit dieser Zeitform nicht warm. Und nur wenige Autoren wie z.B. Michael Chabon in "die Vereinigung jiddischer Polizisten" schaffen es, aus dieser Zeitfrom alles herauszuholen)

    Zu dieser Zeitform kam erschwerend hinzu, dass die Handlung sich zu einem Gutteil auf das Gefühls/Seelenleben der Protagonistin beschränkt.
    Zwar gibt es Handlung, eine Suche, eine Reise, eine Jagd und so weiter. Aber die "Handlungselemente" wurden m.M.n. zwischen die fast schon ausufernden Gedankengänge und Gefühlswallungen der Protagonistin gequetscht.

    Natürlich spielt Léonids "Innenleben" eine große Rolle, ist doch ihr Verstand der Ort an dem sie mit Constantini, um ihre geistige Gesundheit ringt. Aber ein wenig mehr "Handlung" im eigentlichen Sinne des Wortes, wäre mir lieb gewesen. Es mag Leser geben, die diesen "inneren Kampf" äußerer Spannung voziehen, aber ich mag es eben lieber anders herum.

    Das Buch ist auch voll von Vergeleichen die Léo mehr als nur bildhaft (ich will schon fast sagen ausufernd) anstellt.
    Landschaften werden mit einer schieren Fülle von Farbadjektiven beschrieben, bis sie wirklich wirken wie ein Fiebertraum von einem Gemälde von Dalí. Was leider dazu führt, das sich manche Phrasen bis zu ein dutzend Mal in 220 Seiten wiederholen. Alles ist andauernd organge/rot. Die Sonne überall gleißend. Gefühlte hundertmal huschen Eidechsen irgendwohin (natürlich sind das alles Füllsätze um Übergänge zu schaffen. Aber es fällt mir beim Lesen eben auf. Ich hätte mir hier differenzierter Beschreibungen gewünscht, anstatt immer die selben Bilder)

    Bis jetzt, ist mir nicht, klar, ob das ein Stilelement der Autorin ist, um den fieberhaften Wahn in den Léo verfällt darzustellen, oder ob es einfach nur Wortwiederholungen sind. Beides wäre möglich.

    Die Figur Léonides bleibt mir auch nach Beendigung des Buches seltsam fremd. Sie scheint (eben weil sie im Buch so vergeistigt ist) seltsam unkörperlich und weit weg. Obwohl ihr so viel (schlimmes) passiert, bin ich weit davon entfernt Empathie mit ihr zu empfinden. Nicht weil ich sie nicht mögen würde. Aber wie gesagt, es fällt schwer mit jemand der so ausschließlich in seinem Geist existiert eine Bindung aufzubauen.
    Sie will als stark und unabhängig gesehen werden, doch sie ist voller Unsicherheiten und Zweifel.

    Léonid ist ein typisches Dreisterne-Buch. Es ist ganz nett zu lesen (wenn man wie gesagt etwas für vergeistigte Heldinnen übrig hat) aber es ist kein Buch, das man gelesen haben MUSS oder das man noch einmal liest (zumindest ich nicht)

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    katja78s avatar

    Meine erste Leserunde im neuen Lovelybooks-Design!


    Heute möchte ich euch ein neues Buch aus dem Sieben Verlag vorstellen.

    Die Autorin Charlotte Schaefer entführt uns ins 19. Jahrhundert, ich denke da wird es wieder mal Zeit für einen Zeitsrung, oder was meint ihr?

    Die neunzehnjährige Léonide Géroux wächst im Arles/Südfrankreich des 19. Jahrhunderts im Haus ihrer Eltern auf. Als ihr Bruder, der Maler Willem Géroux, in der Hitze des mediterranen Sommers dem Fieberwahn verfällt, beschließt sie, den renommierten, aber ebenso gefürchteten italienischen Mediziner und Alchimisten Costantini um Hilfe zu bitten. Nach und nach beginnen Wahn und Wirklichkeit zu verschwimmen. Wer ist Costantini und welche Rolle spielt er in Willems Leben? Als Léonide sich auf die Suche nach Antworten macht, begegnet sie nicht nur der Liebe, sondern auch dem Tod.




    Zur Autorin

    Charlotte Schaefer wurde 1988 in Engen im Hegau geboren. Bereits als Kind hat sie sich gerne Geschichten ausgedacht und sie aufgeschrieben. Zu verdanken hat sie diese Eigenschaft ihren Eltern, die sie mit ihrer Liebe zur Literatur ansteckten, und den vielen Büchern, die bei ihnen zu Hause in den Regalen standen.

    Heute lebt sie in der Nähe von Freiburg, wo sie auch studiert. Neben dem Schreiben und Lesen liebt sie Musik, gutes Essen, Kinobesuche, alles Schokoladige, Gewitter, Tiere und ihre Schwestern, Eltern und Freunde. Cedars Hollow ist ihr erster Roman.
    Weitere Informationen auf der Autorenhomepage:
    http://www.charlotteschaefer.net

    Zusammen mit dem Sieben Verlag möchte ich euch nun zu einer Leserunde einladen. habt ihr Lust mit gemeinsam das Buch in einer Leserunde zu lesen und zu rezensieren?

    Dann bewerbt euch nun bis zum 23.3.2013 für insgesamt 6 Bücher ( 3xE-Book im Wunschformat, 3x Printausgabe)

    Wir freuen uns auf eure Bewerbungen und natürlich sind alle die sich das Buch kaufen oder bereits besitzen, gerne eingeladen, bei der Leserunde mitzumachen.
    Wildponys avatar
    Letzter Beitrag von  Wildponyvor 5 Jahren
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