Charlotte Schroeter-Eiserich Ein Hauch von Karamell

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Inhaltsangabe zu „Ein Hauch von Karamell“ von Charlotte Schroeter-Eiserich

Riege 1928. Ein gemeiner Kinderstreich endet für Clara mit dem Tod. Vier Freundinnen schwören, niemals preiszugeben, was an jenem tragischen Tag im Wald bei den Ramselhöfen tatsächlich geschah.
Dreißig Jahre später stößt der englische Journalist Henry Miller auf das Geheimnis um Claras Tod udn kommt bei seinen Recherchen der Wahrheit gefährlich nahe.
Claras Todestag naht und unheimliche Dinge geschehen in Riege. Die vier Freundinnen bekommen es mit der Angst zu tun - und das zu Recht.

Spannende Verwebung von Heimatgeschichte und Fiktion gepaart mit Mystery und einem Hauch von Horror.

— orfe1975

Eine sehr gelungenes Buch, das Gänsehaut Stunden garantiert.

— Janglemaus

Ein Highlight mit fein verwobener Historie, ausgefeilten Charakteren und einem schaurigen Geheimnis

— BettyBexel

Ein spannender Mystery-Regionalroman nicht nur für die Bewohner des Dorfes Riege

— Diana182

Schuld und Sühne nach 30 Jahren - toll geschriebener Roman über einen gemeinen Kinderstreich, der mit dem Tod eines Mädchens endet

— Julitraum

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  • Leserunde zu "Ein Hauch von Karamell" von Charlotte Schroeter

    Ein Hauch von Karamell

    CharlotteSchroeter

    Ich freue mich, wieder einmal zu einer Leserunde einladen zu dürfen. Diesmal geht es um meinen neuen Roman ,,Ein Hauch von Karamell - das Geheimnis von Riege". Ich darf schon verraten, dass es wieder etwas Unheimlich zugeht und diesmal auch Personen eine Rolle spielen, die zum Teil noch heute in Riege leben. Lasst Euch überraschen ;-)

    • 153

    orfe1975

    15. February 2016 um 14:15
    CharlotteSchroeter schreibt Ich hab zu danken. Freu mich sehr über diese Rezension, besonders, weil Du ja bezüglich der Vorhersehbarkeit Kritik geäußert hattest.

    Deshalb gab es ja auch "nur" 4 statt 5 Punkte :-)

  • "Alle schuld rächt sich auf Erden"

    Ein Hauch von Karamell

    Janglemaus

    15. February 2016 um 11:08

    Was benötigt  man um eine schaurig schöne Geschichte erzählen zu können?  Man nehme einen fremden eifrigen  Journalisten fern der Heimat, ein abgelegenes Dorf, ein altes Geheimnis und ein ganzes Dorf das schweigt.  Charlotte Schroeter erzählt in ihrem Buch "Ein Hauch von Karamell" von vier Frauen, die unterschiedlicher nicht sein könnten und eine Unfall die die vier Frauen für immer binden wird.  Bei einem blöden Kinderstreich stirbt die damals 12 jährige Clara auf tragischer weise.  Die vier Freundinnen Agnes, Mia, Trude und Röschen versprechen zu keinem ein Wort über den tragischen Tag im Wald bei den Ramselhöfen. Doch 30 Jahre später ist es ein englischer Journalist, in Trenchcoat, der durch Zufall auf das Geheimnis der vier Frauen aus Riege stößt.  Je näher der Todestag der verstorbenen Clara rückt, desto unheimlicher werden die Situationen mit denen sich die vier Frauen auseinander setzen müssen.  Mich hat dieses Buch sofort gefesselt! Es war spannend von der ersten bis zu letzten Seite.  Obwohl ich noch nie in Riege war geschweige den etwas davon gehört habe, hatte ich durch das Lesen das Gefühl mittendrin zu sein.  Die Stadt und auch die Charakter sind so real, man entwickelt Sympathien mit ihnen und leidet an Gewissen stellen auch mit ihnen. Man kann den Angstschweiß, den Karamellduft oder den gebackenen Kuchen förmlich riechen.  Außerdem gefällt mir sehr gut wie sich die einzelnen Charakter im Buch entwickeln.  Die unheimlichen Szenen die sich immer mehr zu spitzen sind sehr gut gemacht und wirken überhaupt nicht übertrieben.  Alles in einem ein sehr gelungenes Buch mit Gänsehautstunden! Sehr empfehlenswert, gerade dann wenn das Wetter nicht so schön ist! 

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  • Ein Hauch von Karamell oder die Rieger und ihr Geheimnis

    Ein Hauch von Karamell

    orfe1975

    13. February 2016 um 20:40

    Cover und Aufmachung: Ein Mädchen in einem dunklen, kahlen Wald geht auf ein Gebäude zu, das wie eine Kirche aussieht. Es wendet dem Betrachter den Rücken zu, man sieht ihr Gesicht nicht. Das Bild vermittelt den Eindruck, als sähe man alles etwas von Nebeln verschleiert. So kommt man kommt sofort in eine leicht gruselige Stimmung und zieht so den potenziellen Leser gleich in seinen Bann. Inhalt: Riege 1928: Clara, ein Mädchen aus ärmlichen Verhältnissen, wird Opfer eines tödlich endenden Schulstreichs von vier Schulkameradinnen. Was genau passierte, darüber schweigen sich alle Rieger aus. Riege dreißig Jahre später: der Reporter Henry Miller wird aus England von seinem Verlagshaus in gewisser Weise zwangsversetzt, um einen Artikel über das Dorf Riege zu schreiben. Bei der Suche nach etwas Besonderem dieses kleinen Ortes wird er auf Claras Schicksal aufmerksam und beginnt, genauer nachzuforschen. Verständlicherweise stößt dies bei den Riegern, vor allem bei den ehemaligen Schulkameradinnen Claras auf Misstrauen. Doch keiner ahnt zu dem Zeitpunkt, dass es noch viel Schlimmer kommen wird. Mysteriöse Dinge ereignen sich und je näher Claras Todestag rückt, desto mehr wird klar, dass man weder der Wahrheit noch seinem Schicksal entkommen kann. Mein Eindruck: Direkt beim Aufschlagen des Buches springt dem Leser ein Bild der Großeltern der Autorin entgegen, denen als alteingesessene Bewohner von Riege dieses Buch gewidmet ist. So weiß man direkt, dass zumindest ein Teil dieses Romans auf historischen Fakten basiert. Anschließend ist mir positiv das Inhaltsverzeichnis aller Kapitel aufgefallen. Meine Neugier wurde weiter geweckt, da sich die Autorin die Mühe gemacht hat, jedes Kapitel sprechend zu benennen. Im Anschluss befindet sich noch ein Register aller historischen und fiktiven Charaktere des Romans. Das ist eine nette Idee, die ich mir aber eher ans Ende gewünscht hätte bzw. eigentlich ist sie relativ überflüssig, da die Personen in der Geschichte sehr gut eingeführt werden. Einzig allein die Abgrenzung der fiktiven Personen zu den historisch belegten hätte am Ende für mich Sinn ergeben. Der Einstieg in die Handlung gelingt sehr gut: Der Leser ist sowohl aufgrund der guten Beschreibung des Ortes als auch der des Alltagslebens direkt in Riege zuhause. Man kann sich gut vorstellen, wie die Leute gelebt haben und wie sie gekleidet waren. Der Schreibstil ist so flüssig, dass man das Buch einfach so weg lesen kann. In ein paar Stunden war ich durch. Des weiteren hat mich das Geheimnis von Riege auch deshalb gepackt, weil ich einfach wissen wollte, wie es weitergeht. Dazu sollte man erwähnen, dass in dem Roman auch viele Klischees bedient werden. Dazu gehört u. a. der Gastwirt, der gegenüber Fremden erst mal missmutig und reserviert auftritt, der typisch neugierige Reporter, der seine Nase überall reinstecken muss und die Dorfbewohner, die mit viel Misstrauen dem Fremden gegenüberstehen. Des weiteren ahnte ich zu an bestimmten Stellen des Romans bereits,  das bestimmten Personen etwas geschieht und leider blieben für mich einige (wenige) Handlungen von Personen schwer bis nicht nachvollziehbar. Das hat der Lesefreude aber keinen Abbruch getan. Erstens mag ich in einem gewissen Maß diese typischen Klischees und das Ambiente, das Frau Schroeter dazu geschaffen hat, ist ihr einfach unglaublich gut gelungen. Zweitens ahnt man zwar, was passieren könnte, aber man kann sich nie hundertprozentig sicher sein. Und last but not least bleibt die Spannung alleine dadurch erhalten, dass man ahnt, dass als nächstes mit Person XY etwas passiert, aber wann und vor allem WIE es passiert, weiß man nie. Und im Bezug auf letzteren Punkt hat die Autorin einige Überraschungen parat, die mich oft erschaudert zurückgelassen haben. Neben der Mystery-Grusel-Komponente gefiel mir aber auch gut, dass man nebenher viel über den Ort Riege und seine Geschichte erfahren hat. Dies wird optimal durch den Anhang mit historischen Fotos und einem kurzen Einblick in die Recherche in Form der Danksagung ergänzt. Fazit: Spannende Verwebung von Heimatgeschichte und Fiktion gepaart mit Mystery und einem Hauch von Horror.

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  • Ein unheimlicher historischer Roman

    Ein Hauch von Karamell

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    08. February 2016 um 01:04

    Inhalt: Riege, ein Ort in Nordrhein-Westfalen, im Jahr 1928. Ein böser Streich endet für Clara tödlich. Vier Freundinnen schwören sich, niemals darüber zu sprechen, was an diesem Tag tatsächlich passiert ist. Henry Miller, ein englischer Journalist, stößt 30 Jahre später auf das Geheimnis um Claras Tod. Er spürt eine heiße Story und fängt an zu recherchieren. Claras Todestag naht und und es geschehen unheimliche Dinge. Die vier Freundinnen bekommen es mit der Angst zu tun – und das zu Recht. Meinung: Am Anfang gibt es ein Verzeichnis, mit allen Personen, die in der Geschichte vorkommen. Dies erleichtert den Einstieg in die Geschichte. Alles fängt mit dem tödlichen Streich an Clara an und man lernt die einzelnen Freundinnen kennen. Die vier Freundinnen sind alle total unterschiedlich und außer Röschen waren sie mir nicht wirklich sympathisch. Henry wurde von seiner Zeitung nach Riege geschickt, um über das Dorfleben zu berichten. Ihn mochte ich zu Beginn überhaupt nicht, was sich aber nach und nach geändert hat. Er lässt nicht locker und macht die Freundinnen immer nervöser. Die unheimlichen Szenen sind richtig gut beschrieben und bei jedem Kapitel steigt die Spannung immer mehr an, sodass man das Buch einfach nicht mehr aus der Hand legen kann. Das Ende war überraschend und gelungen. Im Anhang findet man Informationen zu dem Dorf mit vielen Abbildungen von Gebäuden und Personen. So konnte ich mir im Nachhinein alles noch besser vorstellen. Fazit: Dieser Roman hat mich sehr unterhalten und ich kann es jedem empfehlen, der gerne unheimliche Geschichten liest.

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  • Schuld und Sühne nach 30 Jahren

    Ein Hauch von Karamell

    Julitraum

    Ein tragischer Tag 1928 im westfälischen Ort Riege. Die vier Schülerinnen Agnes, Mia, Trude und Röschen, die seit jeher eng befreundet sind, spielen ihrer Mitschülerin Clara einen unheimlich gemeinen Streich, bei dem Clara zu Tode kommt. Clara, 12 Jahre, stammte aus sehr ärmlichen Verhältnissen und der Vater trank Sie war immer eine Außenseiterin, hatte keine Freunde und wurde dazu noch hemmunglos von ihren Mitschülern gehänselt und geärgert. Auch Agnes und ihre Freundinnen spotteten ständig über Claras heruntegekommene Kleidung. Nur das schüchterne Röschen, die Vierte im Bunde, beteiligte sich nicht aktiv an den Hänseleien, aber sie traute sich auch nicht, offen für Clara einzustehen. Als das Unglück geschieht, das keiner der Mädchen so gewollt hat, schweigen sie und schwören sich, niemand jemals davon zu erzählen. Und so beerdigt man Clara, ohne das im Dorf jemals die Hintergründe für ihren Tod aufgeklärt werden. Es ist zwar aufgefallen, daß die vier Freundinnen damals kurz vor Claras Tod zusammen mit ihr gesehen wurden und bei der Nachricht von Claras Tod verstört wirkten, aber niemand hinterfragt dies ernsthaft. Die Jahre ziehen ins Land und keiner denkt mehr weiter über Claras Tod nach. 30 Jahre später kommt der englische Journalist Henry Miller in den Ort. Widerwillig nimmt er diesen in Augenschein. Hier in diesem für ihn verschlafenen Nest soll er im Auftrag seiner Zeitung eine Reportage über die Sitten und Gepflogenheiten Westfalens machen und sich auch noch vor Ort einquartieren. Nach und nach nimmt er die Sehenswürdigkeit den Dorfes in Augenschein und entdeckt dabei auf dem Friedhof zufällig das Grab der damals so jung verstorbenen Clara. Ein Bewohner aus der Gegend, der damals Clara gefunden hat, erzählt ihm von ihr. Miller zieht Claras Schicksal in den Bann und er wittert eine geheimnisvolle Geschichte. Als er von den vier Freundinnen erfährt, will er diese unbedingt aufsuchen und mit ihnen über Claras Unfall sprechen. Doch daran ist diesen überhaupt nicht gelegen. Dann häufen sich auch noch rätselhafte Vorfälle, je näher Claras Todestag rückt, und unter den vier nunmehr erwachsenen Freundinnen geht die Angst um. Dieser Roman hat mir sehr gut gefallen. Durch den Schreibstil und die Beschreibungen von Ort, Sitten und Gebräuchen wird man sehr gut in die jeweiligen Zeiten versetzt. Die Personen sind so bildhaft und lebendig skizziert, daß man sie richtig vor sich sehen kann. Auch die unheimlichen Geschehnisse sind aufregend geschildert und vermitteln herrlich leichten Grusel. Interessant ist zudem, daß es der Autorin perfekt gelungen ist, ihren Heimatort gekonnt in Szene zu setzen und tatsächliche Personen in die Geschichte miteinzuflechten. Im Anhang des Buches gibt es dazu noch wunderschöne Fotos vom Ort und ehemaligen und jetzt noch lebenden Personen. Fazit: Rundum gelungen und sehr zu empehlen.

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    • 2
  • Ein Highlight an Erzählkunst

    Ein Hauch von Karamell

    BettyBexel

    01. February 2016 um 12:27

    Charlotte Schroeter hat uns hier ein wahres Meisterwerk geliefert. Nach den Büchern "Das Gerstenberghaus" und "Die Schwestern Marchand" entführt sie uns hier nach Riege und bindet Teile ihrer eigenen Familie mit in dieses Buch ein. Zum Inhalt: 1928 wird aus einem Kinderstreich fataler Ernst. Ein boshafter Streich kostet der 12 jährigen Clara das Leben. 4 Freundinnen schwören für immer darüber zu schweigen was an diesem tragischen Tag geschehen ist, aber lässt sich die Vergangeheit wirklich einfach verdrängen? 30 Jahre später droht alles ans Licht zu kommen und unheimliche Begebenheiten häufen sich in dem kleine Dorf. Charlotte Schroeter hat hier eine geniale Mischung aus Historie, fein gezeichneten Charakteren und mystischen Vorkommnissen auf´s Papier gebracht und das ganze mit einer Prise Humor fein abgestimmt. Neben den Hauptprotagonisten, die so detailreich eingegliedert sind, das sie förmlich visuell vor einem erscheinen werden auch Nebendarsteller gut gezeichnet. Die Einführung neuer Charaktere erfolgt vollkommen nebenbei und sie gliedern sich wohldosiert in die Handlung ein. Durch die geschichtlichen Einwürfe die mit der Gesamthandlung harmonieren, zeichnet sie ein realistisches Bild und lässt den Leser voll und ganz in die Zeit und das Dorfleben eintauchen. Zu den fein verwobenen Erzählsträngen kommen mysteriöse Einbindungen, die weder kitschig noch aufgesetzt erscheinen, sondern nachvollziehbar gestaltet sind. Schroeter schafft den Leser Angst riechen zu lassen und Gefühle so zu übertragen das man Gefühle mit trägt. Hinzu kommt eine glaubhafte Entwicklung der Charaktere und ein überraschendes aber dramatisches Ende. Auch ohne die historischen Abbildungen am Buchende und dem Personenregister wird man komplett in die damalige Zeit versetzt und fiebert mit. Bemerkenswert ist, das man selbst ohne die Bilduntertitel nach Beendigung des Buches die meisten Fotos zuordnen kann. Fazit: Ein absolutes Highligt, einmal begonnen saugt das Buch einen förmlich in die Geschichte. Ich kann dieses Buch nur jedem ans Herz legen. 5 von 5 vollkommen gerechtfertigte Sterne werden hier von mir vergeben (ich würde sogar noch einen sechsten draufpacken, gibt es aber leider nicht)

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  • ein spannender Regionalroman

    Ein Hauch von Karamell

    Diana182

    01. February 2016 um 10:45

    Das Cover zeigt ein Mädchen, welches bei Nebel durch einen Wald schreitet. Im Hintergrund könnte eine Kirche stehen. Dieses Bild weckte sofort meine Neugier. Mit dem Titel konnte ich anfangs jedoch sehr wenig anfangen, dies ändert sich aber mit der Zeit und am Ende sieht man, wie passend dieser gewählt wurde. Aber so weit sind wir nun noch lange nicht! Erst einmal kurz zum Inhalt: Riege im Jahre 1928. Die kleine Clara stirbt bei einem tragischen Unfall- die Beteiligten schwören sich nie darüber zu reden. Lange geht dieses gut und der Vorfall scheint schon fast vergessen. Doch dann jährt sich der Todestag zum 30-mal. Und das Schicksal schlägt zu! Und nun zu meiner Meinung: Als erstes viel mir der Aufbau des Buches auf. Das Cover gefiel mir auf Anhieb und weckte meine Neugier. Beim ersten Blättern stieß ich auf eine sehr rührende Widmung, welche die persönlichen Spuren der Geschichte erahnen lässt. Weiterhin vielen mir auch ein Inhaltsverzeichnis sowie ein Personenregister zum Beginn des Buches positiv ins Auge. Jedoch hätte es das Personenregister gar nicht unbedingt gebraucht, denn die Autorin beschreibt die mitwirkenden Personen sehr genau und gibt jedem einzelnen einen gut nachvollziehbaren Charakter. So wirken die Personen auf mich sehr authentisch und ich kann eigene Bilder im Kopf entwickeln und sie somit voneinander unterscheiden. Aber auch der Schauplatz, das kleine Dorf Hövel-Riege, wird sehr gut beschrieben, als würde man einen kleinen Rundgang begleiten. Zusätzlich geschilderte Ereignisse aus der Geschichte des Dorfes lassen mir das Örtchen vertraut und bekannt erscheinen. Die Autorin hat einen sehr flüssigen Schreibstil, der den Leser sofort in seinen Bann zieht. Das Buch beginnt spannend und diese Stimmung bricht auch während der gesamten Geschichte nicht wieder ab- Hier entsteht schnell „Suchtgefahr“. Auch die Geschichte selbst ist interessant und authentisch. Kritisiere ich an manchen Büchern oft, wenn Nebensächlichkeiten ein Buch füllen und eigentlich nichts zur Geschichte beitragen – hier ist das etwas ganz anderes. Ich hätte noch stundenlang mit dem Journalisten am Tisch sitzen und mir die kulinarischen Köstlichkeiten schmecken lassen können oder auch anderen Erzählsträngen mit Freuden folgen wollen, ohne das mir langweilig geworden wäre. Dieser Mysteryroman trift mit seinen Begebenheiten genau meinen Geschmack. Die Geschichte ist richtig dosiert, wirkt nicht kitschig und alle Vorkommnisse würden sich auch realistisch erklären lassen. So war die Geschichte für mich bis auf die letzten Seiten nicht vorhersehbar und unerwartet. Am Ende befinden sich nochmal schöne, alte Bilder und Fotos des Ortes und von mitwirkenden Personen, welche die Erzählung zusätzlich untermauern und die Erkenntnis vermitteln, dass nicht alles in der Geschichte der Feder der Autorin entspringt. Einige Ereignisse haben sich wirklich zugetragen  und geben der Geschichte somit noch das gewisse Etwas. Mein Fazit: Ein sehr zu empfehlender Mystery- Regionalroman, welcher nicht nur für die Bewohner des Örtchens zu empfehlen ist. Dieses Buch macht das kleine Dorf weit über seine Grenzen bekannt und wirkt auf den Leser sehr schnell vertraut. Leider gibt es hier nur 5 Sterne- Hier würde ich gerne deutlich mehr vergeben, weil die Geschichte mit realen und fiktiven Strängen verknüpft wurde und daraus ein stimmiges Bild entsteht.

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