Charlotte Thomas Das ferne Land

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Inhaltsangabe zu „Das ferne Land“ von Charlotte Thomas

Anno Domini 1645. Die junge Katharina, Tochter eines Kölner Kaufmanns, erhält eine folgenschwere Nachricht: Ihr seit Jahren abwesender Ehemann ist in Arabien verstorben, wo er Katharinas gesamtes, von ihrem Vater geerbtes Vermögen in den Weihrauchhandel gesteckt hatte. Doch es gibt Hinweise, dass Katharina um ihren Besitz betrogen wurde. In Begleitung des undurchsichtigen Händlers Massimo reist sie selbst nach Arabien – und gerät in einen Sog verhängnisvoller Gefühle und Gefahren ...

Packende und fazinierende Geschichte in einer exotischen Umgebung. Klasse Buch!

— dieben

Eine erlebnisreiche Reise nach Arabien mit einer faszinierenden Gegend und tollen Protagonisten. Empfehlenswert.

— pallas

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  • Eine sinnliche Reise in ein faszinierendes Land

    Das ferne Land

    Imlammenien

    28. May 2014 um 21:14

    Candia, 1645: Die junge Katharina muss ihre Interimsheimat Candia (Kreta) verlassen, als die Insel von den Türken erobert wird. Als sie erfährt, dass ihr Ehemann, ein Kaufmann, im heutigen Jemen verstorben sein und ihr reiche Weihrauchvorräte hinterlassen haben soll, macht Katharina sich gemeinsam mit ihrer Haushälterin Jokasta und ihrem kampferprobten Diener Pjotr auf die Reise. Und weil die eigene Reisekasse schmal bestückt ist, übernimmt sie den Auftrag den ebenso so charmanten wie zwielichtigen Massino Bagliani zu beschatten, der verdächtigt wird ein als Spion für die Türken gegen die Venezianer zu arbeiten. Doch um ihre Reise antreten zu können, muss sie Bagliani zunächst einmal davon überzeugen als ihr Reiseführer zu wirken – und Massimo ist alles andere als willig… In gewohnt gekonnter Manier setzt Charlotte Thomas auch in diesem Roman ihre vielschichtigen Charaktere in Szene und schickt Katharina & Co auf eine abenteuerliche Reise. Erfreulicherweise wird der Leser nicht zu Beginn des Romans von einer Vielzahl von Figuren erschlagen, stattdessen werden diese nacheinander und in überschaubarer Reihenfolge eingeführt. Und so hat der Leser Katharina, Jokasta, Pjotr und alle anderen schon bald liebgewonnen und kann sich über deren Schrullen und Schwächen ebenso wundern wie auch den Kopf schütteln. Gemischt mit einem tollen Cocktail aus Spionageabenteuer, Liebesgeschichte und Reiseerzählung begleitet der Leser Katharina von Kreta nach Ägypten und auf die arabische Halbinsel und es ist den faszinierenden Beschreibungen der Autorin zu verdanken, dass man als Leser auf jeder Seite das Gefühl hat, mit allen Sinnen auf dieser Reise dabei zu sein. Eine besondere Freude ist zudem das liebevoll gestaltete Buch mit seinen hübschen Illustrationen und seinem stimmungsvollen Cover – hier auch ein dickes Lob an den Verlag und die verantwortlichen Illustratoren. FAZIT: Ein ebenso spannender wie in jeder Hinsicht unterhaltsamer Reiseroman, in dem der Leser die Figuren mit allen Sinnen durch einen äußerst faszinierenden Landstrich begleiten darf. Definitiv ein Buchtipp!

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  • Ein wundervolles Buch

    Das ferne Land

    Sternenstaubfee

    Candia 1645: Katharina bekommt die Nachricht, dass ihr Ehemann Giacomo im fernen Arabien verstorben sei. Er hatte dort Weihrauch eingekauft, der immer noch in Arabien gelagert sein soll. Katharina beschließt, gemeinsam mit ihren Bediensteten Jokasta und Pjotr in das ferne Land Arabien aufzubrechen, um sich ihr Geld zurückzuholen. Es wird eine lange, gefahrvolle und abenteuerliche Reise. Mein Leseeindruck: Wie nicht anders erwartet, hat mich auch dieses Buch von Charlotte Thomas überzeugen können. Ich mag einfach ihren Schreibstil, der leicht und angenehm, dabei aber auch sehr bildhaft und mitreißend ist. Ab der ersten Seite war ich in der Geschichte von Katharina gefangen, wollte mehr über sie erfahren und sie nach Arabien begleiten. Aber nicht nur Katharina ist eine interessante Figur, auch Jokasta, Pjotr und der Händler Massimo und dessen Begleiter Harun sind faszinierende Charaktere. Mit der Zeit sind sie mir alle ans Herz gewachsen, auch wenn sie wirklich ganz unterschiedliche Persönlichkeiten sind. Ich konnte sehr mit den Figuren fühlen, ihre Handlungen und Gedanken nachvollziehen, mitfiebern.  Sehr spannend war für mich auch die Reise an sich. Ägypten und Arabien im 17. Jahrhundert sind hier so farbenprächtig und bildhaft beschrieben, dass ich mich in die Zeit zurückversetzt gefühlt habe. Wer gerne Historische Romane liest, sollte sich diesen auf jeden Fall vormerken! Sehr gut recherchiert, packend, mit viel Liebe zum Detail erzählt Charlotte Thomas eine faszinierende Geschichte voller Abenteuer und Gefühlen! Einfach großartig!    

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    • 2

    Arun

    26. May 2014 um 13:06
  • Das ferne Land

    Das ferne Land

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    25. May 2014 um 11:25

    Katharina, eine mutige Frau macht sich auf die gefährliche Reise in den Orient, um das Erbe, welches ihr ihr verstorbener Ehemann hinterlassen hat, zu suchen. Um die Reise zu finanzieren, nimmt sie einen Spionageauftrag an, der sich gegen ihren Führer auf der Reise richtet. Doch schnell muss sie feststellen, dass sie ihr Spionageziel eigentlich ziemlich interessant findet.... Mit malerischer Sprache, die faszinierende Bilder entstehen lässt, entführt Charlotte Thomas in die wunderschöne Welt des alten Arabiens. Schnell findet man sich in der Zeit zurückversetzt und entdeckt zusammen mit der Protagonistin die ferne Welt und ist genauso begeistert. Katharina, die Protagonistin, ist dabei eine willensstarke Frau, die gerne auch mal ein Risiko eingeht, aber nicht zu emanzipiert für die damalige Zeit ist. Ihre ständigen Begleiter sind ihr Leibwächter Pjotr und Jokasta, die schon als Kind auf sie aufgepasst hat. Zusammen ergeben sie ein vielseitiges Dreigespann, wie es unterschiedlicher gar nicht sein kann. Katharina, die zielstrebig versucht, alles zu erreichen, was sie sich in den Kopf gesetzt hat. Pjotr, der schweigsam durch das Leben trottet, aber ebenso loyal wie tödlich ist. Und Jokasta, die ständig und ununterbrochen reden kann, aber ein liebes Herz hat. Katharinas Dragomann, Massimo und sein Begleiter Harun ergänzen das Trio sehr gut. Nach anfänglichen Schwierigkeiten verwachsen sie mtieinander und es ist schön zu sehen, wie die unterschiedlichen Charkatere sich langsam näher kommen und Freundschaften entstehen. Hinzu kommen immer wieder Charaktere von außerhalb, die sich geschickt in das Geschehen einordnen. Der Plot ist eigentlich konstant spannend, am Ende flacht die Spannung zwar ein bisschen ab, aber durch die malerischen Beschreibungen wird das gut ausgeglichen, so dass Langeweile auf keiner einzigen Seite vorkommt. Die Liebesgeschichte hat auch alles, was man sich wünschen kann. Im Gegenteil man lernt viel über das alte Arabien. Wie die Leute gelebt haben, welche Sitten es gab, wie sie gekleidet wurde, was gegessen oder getrunken wurde, lernt man nebenbei, ohne belehrt zu werden. Ein bisschen vermisst (oder habe ich es nur nicht gefunden?) ist ein historisches Nachwort. Ein kleines Glossar ist vorhanden und kann praktisch beim Lesen sein. Ansonsten ist das Hardcover schön gestaltet. Es gibt einige tolle Zeichnungen innendrin und auch das Cover gefällt mir sehr gut. Alles in allem wieder mal ein einfach toller Roman von Charlotte Thomas, der sich im Regal neben ihren anderen Roman sehr gut macht.

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  • Das ferne Land

    Das ferne Land

    nirak03

    24. May 2014 um 13:27

    Katharina lebt mit ihrer Dienerin Jokasta auf Candia. Sie wartet dort auf die Rückkehr ihres Ehemannes Giacomo. Dieser ist ins ferne Arabien gezogen ist um dort Weihrauch einzukaufen und ihn dann wieder Gewinnbringend zu verkaufen. Doch dann wird Candia angegriffen und Katharina beschließt sich selbst auf die Suche nach ihrem verschwundenen Ehemann zu machen. In der Hoffnung, auch den sagenhaften Reichtum des Weihrauchs zu finden. Sie stellt sich unter den Schutz des Händlers Massimo Bagliani, er will ebenfalls nach Arabien um dort Handel zu treiben. Ihr Weg ist weit und beschwerlich, viele Gefahren und Abenteuer galt es zu bestehen. Charlotte Thomas entführt den Leser mit einem bildhaften und facettenreichen Erzählstil ins ferne Arabien des 17. Jahrhunderts. Sie schafft eine Atmosphäre, der ich mich beim Lesen einfach nicht entziehen konnte. Schnell hatte ich das Gefühl jeden Windhauch zu spüren, jede kleine Erhebung in der Wüste zu sehen. Sie erzählt von den Menschen dort, wie sie lebten, wie sie sich kleideten und woran sie Glaubten. Schnell entstanden Bilder in meinem Kopf und ich hatte ein wunderbares Kopfkino. Gut gefallen hat mir, dass Frau Thomas sich dafür entschieden hat, die Ortsnamen in ihrer alten Form zu belassen. So startet dann auch Katharina ihre Reise auf Candia, das heute unter dem Namen Kreta bekannt ist. Die Autoren ist mit allen Namen so verfahren und vermittelt gerade dadurch den Eindruck eine authentische und glaubhafte Geschichte zu lesen. Die Protagonisten dieser Geschichte sind Charaktere mit Ecken und Kanten. Sie haben jede Menge Geheimnisse, die sich erst nach und nach lüften. Wobei ich schon Lust hatte, den einen oder anderen während des Lesens zu schütteln. Jokasta, die ihren eigenen Kopf hatte und diesen auch durchsetzte. Katharina selbst, die nicht nur mit ihrem äußeren auffiel, sondern auch mit ihrer Art zu handeln und ihre Gedanken umzusetzen. Immer wieder gerät sie mir ihrem Sturkopf an Massimo und es kommt zu einigen schönen Szenen, die mir auch immer wieder ein Lachen entlockten. Es macht einfach Spaß diese Menschen auf ihrer Reise zu begleiten. Massimo ist dabei ein echter Herzensbrecher und hat sich somit auch ganz schnell in mein Leseherz geschlichen. Aber nicht nur Katharina und Massimo sind interessant. Gerade die vielen kleinen Charaktere dieser Geschichte sind sehr vielschichtig und sorgen für die richtige Spannung und Unterhaltung. Auch die Wiedersacher Katharinas, sie sind vielleicht nicht nett, aber sie sorgen für die nötige Abwechslung und lassen die Geschichte immer wieder in einem neuen Licht erstehen und erzeugen so Spannung bis zum Schluss. Die Aufmachung dieses Hardcover hat mir dann auch gut gefallen. Bleistiftzeichnung unterstreichen noch einmal die Reise eindrucksvoll. Sie stellen eine schöne Verbindung zu Katharina her und habe mir sehr gut gefallen. Ein Glossar und eine kleine Karte Arabiens sorgen am Ende dafür, dass man sich beim Lesen auch zu Recht findet. Ein Lesebändchen rundet den Gesamteindruck schön positiv ab. Ich mag solche kleinen Zusatzdinge in einem Buch einfach sehr gern. „Das ferne Land“ ist ein Abenteuer ganz nach meinem Geschmack. Es hat alles was ein gutes Buch braucht, eine spannende Geschichte, interessante Charaktere und ein Land voller Abenteuer. Allerdings hat sich mein Verbrauch an Kaffee bei dieser Lektüre stark vermehrt. Wer wissen möchte warum, ich empfehle das Buch zu lesen.

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  • Eine Reise nach Arabien

    Das ferne Land

    Spatzi79

    20. May 2014 um 15:23

    Anno Domini, 1645. Katharina lebt auf Candia (dem heutigen Kreta), als sie die Nachricht erhält, dass ihr Ehemann in Arabien verstorben sein soll. In seinem letzten Brief an sie berichtete er allerdings noch von einem gigantischen Weihrauchvorrat, den er erstehen konnte und mit dem er das große Geld machen wollte. Da er dieses Geschäft nur mithilfe von Katharinas Mitgift durchführen konnte, ist sie fest entschlossen, sich das Geld wiederzuholen. Ihre Trauer über den Verlust ihres Ehemannes hält sich in Grenzen, hat er sie doch schon vor Jahren allein zurückgelassen, erst in Venedig und später auf Candia, und sie nur aufgrund ihrer wohlhabenden Herkunft als einziger Tochter eines Kölner Kaufmannes geheiratet. Candia wird von den Osmanen überfallen und Katharina sieht sich vorerst völlig mittellos. Durch Zufall gerät sie in Kontakt mit dem Schwager des Statthalters, der ihr das notwendige Reisegeld vorstreckt. Dafür soll sie sich in Arabien einen ganz bestimmten Führer nehmen, den Venezianer Massimo Bagliero. Mit diesem hat Faliero noch eine Rechnung offen und hofft, ihn durch Katharinas Beobachtungen vor Ort als Spion entlarven zu können. Gemeinsam mit ihrer treuen Haushälterin Jokasta und ihrem Diener Pjotr macht sich Katharina also auf die Reise in das ihr völlig unbekannte Land und es gelingt ihr tatsächlich, mit Massimo gemeinsam auf die Suche nach ihrem Weihrauch zu gehen. Doch ihr geheimer Auftrag bleibt nicht lange verborgen und zwischen Katharina und Massimo baut sich bald eine gewisse Anziehung auf, die jedoch immer wieder durch Intrigen, Geheimnisse und Missverständnisse durchkreuzt wird. Neben den äußerst lebendig gezeichneten Figuren – egal ob nun die schwatzhafte Jokasta, der schweigsame, aber immer aufmerksame Pjotr, die große, sich ihrer Schönheit gar nicht bewusste Katharina, oder anderen – wird dieses Buch vor allem durch die wunderbaren Beschreibungen von Land und Leuten ein echtes Leseerlebnis. Egal ob Protagonisten gerade mit einer Karawane durch die Wüste reiten oder auf einem Schiff auf dem Nil unterwegs sind, man ist als Leser  geradezu mit dabei. Auch Gebräuche und Sitten der unterschiedlichen Völker zur damaligen Zeit werden gut dargestellt. Die Liebesgeschichte zwischen Massimo und Katharina passt sich gut und unterhaltsam in diesen aufregenden Reisebericht ein und so hat mir die Lektüre uneingeschränkt großen Spaß gemacht!

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  • Eine Reise durch den Orient des 17. Jahrhunderts

    Das ferne Land

    nicigirl85

    18. May 2014 um 17:29

    Ich habe bisher noch keinen historischen Roman der Autorin gelesen, was ich nach der Lektüre von "Das ferne Land" bitter bereue, denn dieser Roman, der den Leser ins ferne Arabien des 17. Jahrhunderts führt, weiß auf ganz besondere Weise zu verzaubern. Die jugendliche Katherina erhält eine tragische Nachricht, denn ihr Ehemann Giacomo ist im fernen Arabien gestorben, hat zuvor jedoch ihr gesamtes Erbe in Weihrauch investiert. Völlig mittellos hadert die junge Frau mit ihrem Schicksal, nur um sich dann gemeinsam mit ihrem russischen Diener Pjotr und ihrer Haushälterin Jokasta auf das Abenteuer Orient einzulassen, denn sie will ihr Erbe zurückholen und sich den Weihrauch aneignen. Doch so eine Reise ist bereits für einen Handelsreisenden sehr gefährlich, wie sieht es da erst bei einer blutjungen Witwe aus? Charlotte Thomas gelingt es vor allem die damalige Zeit und die Sitten und Gebräuche des fernen Landes aufleben zu lassen. Als Leser riecht man förmlich den Duft der Gewürze und spürt die Sonnenhitze auf seiner Haut. Zudem besticht der Roman durch gut gezeichnete Charaktere, selbst die Nebenrollen sind Personen, deren Schicksal man gern verfolgt und in die man sich gut hineinversetzen kann. Vor allem als Leserin bekommt man mit diesem Buch alles was man von einem historischen Roman erwartet: gut recherchiertes, geschichtliches Hintergrundwissen, Intrigen, Liebe, Freundschaft und tolle Landschaftsbeschreibungen, die einem das Träumen an ferne Orte leicht machen. Mit Elan habe ich dieses tolle Buch gelesen und freue mich schon auf weitere historische Romane der Autorin. Fazit: Fesselnde Lektüre, die aus dem Genre "historische Romane" mehr als nur hervorsticht. Lesenswert, ich empfehle das Buch sehr gern weiter!

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  • Reisen ist Veränderung

    Das ferne Land

    Blackie

    12. May 2014 um 10:26

    Inhalt:   Kreta, 1645. Die junge Katharina lebt mit ihrem Haushalt ein beschauliches Leben – bis die Insel eines Tages überfallen wird. Zudem wird ihr die Nachricht überbracht, dass ihr Ehemann, der sich auf einer Geschäftsreise im Orient befand, verstorben ist, aber es geschafft hätte, ein größeres Vermögen zu erwirtschaften. Katharina glaubt nicht wirklich an eines von beiden, entschließt sich aber, mit der finanziellen Unterstützung des Stadthalters Faliero, nach Arabien zu reisen und herauszufinden, was es mit den Behauptungen auf sich hat. Unter der Bedingung, Falieros alten Todfeind Massimo auszuspionieren, will sie diesen als ihren Reiseführer anheuern, doch Massimo weigert sich zunächst…Als Katharina die Reise schließlich wie geplant antreten kann, ahnt sie noch nicht, dass sich im Laufe dieser nicht nur ihr eigenes Leben von Grund auf ändern wird.   Meine Meinung:   Um es gleich vorweg zu sagen: ich bin parteiisch! Ich habe alle historische Romane von Charlotte Thomas gelesen und eine geplante Neuerscheinung steht jedes Mal sofort auf der „Zu Kaufen“-Liste. So auch das „Ferne Land“. Ungewöhnlich erschienen für mich dieses Mal auf jeden Fall die Handlungsorte – befinden wir uns zunächst auf Kreta, geht die Reise im Verlauf des Buches entlang des Nils per Schiff oder Kamelkarawane durch exotische Städte, gefährliche Wüsten oder unruhige See. Dabei sind die Reisebeschreibungen ebenso wie die der Länder ausgesprochen bildhaft und üppig – ob man im Inneren eines Harems in die Geheimnisse der Frauen eingeweiht wird, vom Kamelrücken in der Wüste auf den Boden flüchten muss, wegen eines nahenden Sandsturms oder ob man in einer der prachtvollen arabischen Städte die Sitten und Gebräuche des Landes beigebracht bekommt: alles passiert spielerisch und unterhaltsam innerhalb der Geschichte. Farben, Gerüche und Menschen ziehen im Lauf des Buches am Leser vorbei und ihn ganz tief in die Geschichte hinein.   Wunderbar fand ich auch wieder die handelnden Personen. Allen voran war mir natürlich Katharina sehr sympathisch. Als Frau, die so richtig nicht in ihr Zeitbild passen will, aber einen ausgesprochenen Sturkopf hat, dauert es lange, bis sie ihre hart erarbeiteten Prinzipien über Bord werfen kann, um endlich ihr verdientes Glück in Händen halten zu können. Ebenso interessant ist ihr Haushalt, der aus ihrem treuen, wenn auch wortkargen Diener Pjotr besteht, der sie stets vor allen Gefahren beschützt und ihrer ewig plappernden, attraktiven – mehr Freundin als – Dienerin Jokasta. Der Stadthalter Faliero und sein Feind Massimo sind dagegen zwei recht gefährliche und schwer einschätzbare Charaktere, die der Handlung viel Spannung und Dramatik hinzufügen. Dazu kommen noch einige Andere, die mehr oder weniger gute oder schlechte Absichten verfolgen. Es findet also sicherlich jeder Leser seinen persönlichen Liebling oder seinen abgrundtief verabscheuungswürdigen Handlungsträger, soviel sei versprochen.   Mich hat die Reise in das „Ferne Land“ jedenfalls wie erwartet, wieder sehr gut unterhalten und ich freue mich nach wie vor ganz besonders auf ein neues Buch von Charlotte Thomas.

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  • Das ferne Land

    Das ferne Land

    Maerchenfee

    09. May 2014 um 17:24

    Inhalt: Katharina erhält die Nachricht, dass ihr Ehemann, der sich gerade in Arabien befindet, verstorben ist und ein beträchtliches Vermögen mit Weihrauch erzielen konnte. Daher beschließt sie mit Jokasta ihrer Haushälterin und Freundin und dem Russen Pjotr sofort nach Arabien zu reisen, dann das Geld, dass ihr Mann in den Weihrauch investiert hat, ist eigentlich das Erbe ihres Vaters. Da sich Katharina aber in Arabien nicht auskennt, wird sie von Massimo als Dragoman begleitet. Doch Massimo hat in Falerio, dem Schwager des Stadthalters, einen erbitterten Feind. Als dieser von der Reise erfährt, heuert er Katharina als Spionin an, um den Landesverräter zu entlarven. Meine Meinung:  Ich kenne alle hist. Romane von Charlotte Thomas und war gespannt, wohin der Leser diesmal entführt wird. In ihrem neuen Roman "Das ferne Land" geht es diesmal in den Orient. Die Autorin hat einen eigenen, ganz besonderen Schreibstil. Sehr bildhaft kann ich mir Arabien und die Schönheiten des Landes vor Augen führen. Kann die Hitze der Wüste spüren, die Stimmen des Windes hören und mich ein wenig vor den Heuschrecken gruseln. Sowohl die Hauptprotagonisten als auch die Nebencharaktere sind wieder hervorragend ausgearbeitet. Vor allem Katharina hat mir sehr gut gefallen, sie ist eine Frau, die für die damalige Zeit sehr ungewöhnlich war. So ist sie sehr groß, nicht zart besaitet und erlernt das Schießen und Kämpfen mit dem Messer.  Auch der Humor fehlt in der Geschichte nicht, ich liebte das Geplänkel zwischen Massimo und Katharina. Aber auch eine gehörige Portion Spannung sorgt dafür, dass in dieser Geschichte keinerlei Langeweile aufkommt.  Wie immer ist auch das Buch und das Cover sehr ansprechend gestaltet und im inneren sehr liebevoll illustriert. Wer die Romane von Charlotte Thomas kennt, weiß dass sie bis ins kleinste Detail genau recherchiert wurden und ich konnte mit der Lektüre wieder  einiges dazulernen. Für so einen perfekten Lesegenuß gibt es von mir eine ganz klare Buchempfehlung und 5/5 Sternen. Gerne würde ich auch mehr vergeben.

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  • Wildes wunderschönes Arabien

    Das ferne Land

    gagamaus

    09. May 2014 um 14:16

    Inhalt: Ein Bote bringt Katharina Orsini die Unglücksbotschaft, ihr Mann wäre im fernen Arabien verstorben und hätte vor seinem Tod ihr ganzes Geld für eine große Ladung Weihrauch ausgegeben. Da sie ohne ein Erbe völlig mittellos wäre, entschließt sie sich zu einer gefährlichen Reise in dieses ferne Land, in der Hoffnung, entweder den Mann noch lebend oder den Weihrauch als gewinnbringendes Erbe zu finden. Faliero, der Schwager des Statthalters von Candia, bietet ihr die nötigen Geldmittel für die weite Reise an, unter der Bedingung, dass sie als Führer den geheimnisvollen Massimo engagiert und dessen Aktivitäten die nächsten Monate ausspioniert. Faliero vermutet in ihm einen Verräter, der mit Informationen über Handel und Politik der Venezier bei den Arabern hausieren gehe. So kommt es, dass im Verlauf der Reise einer den anderen ausspioniert, jeder seine Geheimnisse vor dem anderen verbirgt und eine Menge Missverständnisse und falsche Verdächtigungen zu Verwirrung und seelischem Aufruhr führen. Denn natürlich fühlen die beiden, Katharina und Massimo, sich ziemlich bald zueinander hingezogen. Das Wechselbad der Gefühle lässt auch den Leser nicht kalt und garantiert einen hohen Unterhaltungswert. Meine Meinung: Es war nicht mein erstes Buch von Charlotte Thomas. Aber es sticht durch den ungewöhnlichen Ort der Geschehnisse aus der Masse der historischen Bücher hervor. Dabei schafft es die Autorin, dass man vom anfänglich Interessierten schnell zu einem Bewunderer des abwechslungsreichen Landes und seiner freundlichen Bewohner wird. Zwischen Dattelpalmen und Weihrauch-Hainen wird hier von einem Land erzählt, welches reich ist an Naturschätzen und Naturschönheit, welches trotz seiner kargen Landstriche auch über satte Felder und Wiesen und große irdische Schätze verfügt. Der Erzählstil ist gefühlvoll ohne kitschig zu werden, kraftvoll mit zarten Zwischentönen, in schillernden Farben die dieses ferne Land eindringlich schildern und bebildern. Das Ensemble der Protagonisten ist hervorragend besetzt. So einige Charakterköpfe sind darunter, die man schnell liebgewinnt auch wenn sie nicht alle menschliche Schwächen verbergen können und durchaus Fehler machen und für Erheiterung sorgen. Ich habe mit ihnen mitgelitten, mich mit ihnen gefreut und mit ihnen geschimpft. Innerhalb der fast einjährigen Reise erleben die „Helden“ so manches Abenteuer und der Spannungsbogen wird wirklich bis zum Schluss stetig angezogen. Eine rundherum gelungene Geschichte um Liebe und Hass, Vertrauen und  Verrat., eingebettet in interessante Einzelheiten der Landesgeschichte und historische Schmankerl.

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  • Wie Tausend und eine Nacht

    Das ferne Land

    flower

    09. May 2014 um 08:47

    Katharina Orsini ist für damalige Verhältnisse eine ungewöhnliche Frau. Sie ist groß gewachsen, überragt mit Gardemaß sogar die meisten Männer. Sie ist weder körperlich noch geistig das zarte anschmiegsame Wesen, welches die Frauen im 17.ten Jahrhundert hätten sein sollen. Mir kam sie zeitweise wie eine mutige starke Amazone vor, die sich für Messerwerfen und Pistolenschießen mehr interessiert als für schöne Kleider und süßes Zuckerwerk. So ist es durchaus glaubhaft, dass sie beschließt, selbst in „das ferne Land“ zu reisen und nach den Weihrauchschätzen zu suchen, die ihr Mann angeblich irgendwo gelagert hat. Schnell hat sie den Händler und Führer Massimo verpflichtet. Zur damaligen Zeit dauerte so eine Reise schon mal gerne ein Dreivierteljahr. Vor der Abreise erhält sie von einem zwielichtigen Venezier den Auftrag, auf Massimo ein scharfes Auge zu haben, da dieser vermutlich ein feindlicher Spion wäre und Geheimnisse des Vaterlandes an die Araber verraten würde. Für diese Spitzeldienste erhält sie das dringend benötigte Geld, um die Reise finanzieren zu können. So ist dies also sozusagen ein Spionageroman vor historischem Hintergrund. Aber gerade der historische Hintergrund hat es in sich. Charlotte Thomas hat es geschafft, von der ersten Seite an dieses ferne Land vor dem inneren Auge des Lesers in all seinen Facetten auszubreiten. Man schlendert mit ihr über den Suq (Markt) und riecht die wertvollsten Gewürze ebenso wie den Abfluss der Fäkalien, man hört das nervöse Brüllen der Kamele und das wilde Palaver der Kamelführer, man spürt die sengende Hitze, wenn es durch die Wüsten des Landes geht und bekommt Gänsehaut wenn, die eisige Nacht über Mensch und Tier hereinbricht. Wir erleiden Schiffbruch mit den Helden dieser Geschichte, kauern uns aneinander in so manchem Sandsturm, geraten in Feuergefechte und werfen einen heimlichen Blick in einen gut geführten Harem. Die liebevoll in die Geschichte eingearbeiteten historischen Fakten und Feinheiten sind ein Genuss für die Sinne und geben allem ein Flair aus Tausend und eine Nacht. Auch die Figuren sind fein und intensiv gezeichnet. Nicht nur die energische Katharina und der geheimnisvolle Massimo haben mein Herz erobert, sondern auch die mütterlich-nervige Jokasta und der treue Pjotr sind unabdingbar für die Geschichte; neben einer ganze Riege weiterer interessanter Personen, die wie die Hauptpersonen alle nicht in schwarz und weiß, sondern mit all ihren Stärken und Schwächen beschrieben werden. Das ferne Land ist viel mehr als nur ein toller Histo-Schmöker. Es ist auch trickreicher Spionageroman, ein abenteuerliches Road-Movie, ein Buch mit mehr als einer Liebesgeschichte (ohne Schnulz aber mit viel Herz) und nicht zuletzt ein Reiseführer durch ein mir bis dato ziemlich unbekanntes Land, in dem es so viel mehr gibt als nur Sand und Wüste. Von mir also volle Punktzahl und eine unbedingte Leseempfehlung

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  • Buchverlosung zu "Das ferne Land" von Charlotte Thomas

    Das ferne Land

    EvaVoeller

    Hallo ihr Lieben, da ich schon mal dabei bin, verlose ich auch gleich noch in einer eintägigen Blitzverlosung 1 druckfrisches und handsigniertes Exemplar meines gerade (unter meinem Pseudonym Charlotte Thomas) erschienenen historischen Romans "Das ferne Land". Weil es nur 1 Buch ist, geht die Verlosung nur bis morgen :-) Alle Teilnehmer einfach hier eintragen, ich freu mich auf euer Mitmachen! Für alle, gern Historisches lesen, hier noch ein kleines Gratis-Bonbon (Achtung: nur heute und morgen kostenlos!) zum Download: http://www.amazon.de/Die-Reise-nach-Ferrara-Kurzgeschichte-ebook/dp/B00JN6U1BU/ref=sr_1_1?s=digital-text&ie=UTF8&qid=1398066029&sr=1-1&keywords=Die+Reise+nach+ferrara   Lieben Gruß in die Runde von Eva

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    • 177
  • gelungenes Orientabenteuer

    Das ferne Land

    robbylesegern

    23. April 2014 um 19:09

    Mit ihrem neuen Buch " Das ferne Land" , entführt Charlotte Thomas ihre Leser in den Orient. Vom heutigen Kreta, durch die heutige Türkei und dann entlang der alten Karawanenstraßen, den Nil entlang bis weit nach Arabien hinein, erlebt der Leser eine interessante und spannende Reise , die eine kleine Gruppe Reisender auf Kreta startet, nachdem die Türken die Insel eroberten. Spannend und mehr als unterhaltsam vermittelt die Autorin dem Leser sowohl viele Eindrücke der verschiedenen Länder und Kulturen , als auch eine spannende und abenteuerliche Geschichte einer kleinen Reisegruppe , die den Weg nach Arabien wagt .Die Liebe spielt auch eine nicht unerhebliche Rolle, wird aber kitschfrei und wunderschön erzählt. 1645 bricht die junge Katharina, die Tochter eines venezianischen Kaufmanns, nach Arabien auf, nachdem sie vom Tod ihres Ehemannes erfährt, der ihre Mitgift, einen Beutel voller Gold ,in Arabien gegen eine große Ladung Weihrauch tauschte und diese nach Europa verschiffen wollte. Durch den Tod ihres Gatten ist sie nun selbst gezwungen ,den wertvollen Weihrauch aus Arabien zu holen , da ihr ein Kundschafter berichtet, dass sie um ihren Besitz betrogen werden soll. Dass sie mit dieser Reise ein großes Abenteuer wagt, wird Katharina erst auf der Reise nach und nach klar. Trotz ihrer Begleitung, die aus ihrer Dienerin Jokasta und Pjotr, einem russischen Söldner besteht, ist sie auf einen Führer angewiesen, der in Gestalt von Massimo und seines Begleiters zu ihnen stößt. Die Reise birgt für alle große Gefahren, wird aber auch zu einem großartigen Abenteuer, dem sich auch Katharina nicht entziehen kann. Charlotte Thomas hat uns ja schon mit ihren großartigen Venedig-Romanen gezeigt, dass sie in der Lage ist, die Atmosphäre der Serenissima vor den Augen des Leser erstehen zu lassen. In diesem Roman lässt sie das alte Arabien der Sultane und Händler wieder auferstehen. Die Reise entlang des Nils, oder auch später durch die Wüsten oder durchs Gebirge konnte ich als Leser sehr gut nachvollziehen, da die Autorin eine sehr bildhafte Art und Weise hat, dies zu schildern. Die Karawanen ,die sich mühsam durch Hitze und Sand quälten ,standen mir vor Augen . Die Figuren sind so lebhaft und authentisch geschildert, dass ich häufig dachte, da würdest du, trotz aller Strapazen, auch gerne dabei sein und dieses Abenteuer miterleben. Auch die Liebesgeschichte , die Charlotte Thomas in ihre Geschichte einbaut , ist nachvollziehbar und sehr gelungen und an keiner Stelle kitschig. Ich fand`s sehr schade, als dieses Abenteuer endete und ich hoffe bald wieder etwas vom Erzähltalent Charlotte Thomas lesen zu können, aber Gott sei Dank gibt es noch einige Bücher von ihr, die ich noch nicht kenne. Volle Punktzahl und wenn ich könnte sogar noch mehr, für einen wirklich gelungenen Abenteuerroman.

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