Charlotte Thomas Die Lagune des Löwen

(9)

Lovelybooks Bewertung

  • 12 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 0 Leser
  • 2 Rezensionen
(1)
(5)
(1)
(1)
(1)

Inhaltsangabe zu „Die Lagune des Löwen“ von Charlotte Thomas

Venedig Anno Domini 1502. In den Gassen von San Marco begegnen sie einander als Kinder zum ersten Mal: Laura, die vor den Nachstellungen ihrer Feinde flieht, und Antonio, der sich mit Straßenkämpfen und Diebstählen über Wasser hält. Von Anfang an fühlen sie sich trotz ihrer unterschiedlichen Lebensauffassungen zueinander hingezogen und vor allem in einem Ziel vereint ═ der brennenden Sehnsucht, Not und Armut hinter sich zu lassen.

spannende Geschichte mit interessanten Protagonisten

— Jenny1900
Jenny1900

Sehr empfehlenswert

— elschummi
elschummi

Stöbern in Historische Romane

Möge die Stunde kommen

Neues von den Familien Clifton und Barrington

Langeweile

Das Erbe der Tuchvilla

Geniale Fortsetzung. Die Geschichte nimmt einem mit in eine vergangene Zeit. Hoffentlich erscheint auch ein Teil 4 der Geschichte.

Murmeli

Nachtblau

historisch angehauchter Roman um die Entstehungsgeschichte des bekannten Delfter Porzellans

TeleTabi1

Der Jasmingarten

der Fokus liegt hier leider zu sehr auf geschichtliche und politische Ereignisse, als auf der eigentlichen Handlung

Engel1974

Abigale Hall

Erst ganz gut, dann leider zunehmend verwirrend, langweilig und schlecht ...

Cellissima

Herrscher des Nordens - Thors Hammer

Ein muss für alle Liebhaber nordischer Geschichte

kessi

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Rezension zu "Die Lagune des Löwen" von Charlotte Thomas

    Die Lagune des Löwen
    Klusi

    Klusi

    07. February 2011 um 20:33

    Insgesamt betrachtet hat Charlotte Thomas wieder ein farbenprächtiges und mitreißendes Szenario gestaltet. Die Handlung ist durchgehend spannend, und die Protagonisten sowie auch die vielen Nebenfiguren sind ausführlich und gut charakterisiert. Außerdem fließt sehr viel historisches Wissen in die Geschichte ein, wodurch sie weitgehend authentisch wirkt. Aber es gab auch einiges, was mir nicht ganz so gut gefallen hat: Vor längerer Zeit habe ich schon „Die Madonna von Murano“ gehört, und ein Vergleich der beiden Werke drängt sich automatisch auf. Hierbei schneidet „Die Madonna…“ für mich eindeutig noch besser ab. Hätte ich die Hörbücher in anderer Reihenfolge gehört, wäre vielleicht meine Meinung dazu auch anders ausgefallen, aber für mein Gefühl gab es sehr viele Ähnlichkeiten in der Handlung der beiden Romane. Beide Male ist die Protagonistin Waise, und die Umstände, wie die Eltern ums Leben kommen, ähneln sich. Ein wenig befremdlich fand ich zudem Lauras Visionen, die irgendwie so gar nicht in die eher realistisch-historische Handlung und zu der an sich sachlichen jungen Frau passen wollen. Schade auch, dass die Handlung beim Hörbuch gekürzt war, denn die dadurch bedingten abrupten Szenenwechsel fand ich doch recht störend, und es gingen viele Feinheiten verloren. Trotz dieser kleineren Kritikpunkte hat mir die Geschichte gut gefallen. Dana Geissler liest sehr ausdrucksvoll, und ich lausche ihr nur allzu gerne.

    Mehr
  • Rezension zu "Die Lagune des Löwen" von Charlotte Thomas

    Die Lagune des Löwen
    elschummi

    elschummi

    09. December 2009 um 16:52

    1502 gab es noch Rassenunterschiede zwischen Weiß, Schwarz, Religion oder Abstammung. Die Geschichte- 15. und 16. Jahrundert – ist von einer unglaublichen Spannung, wenn man sich schon alleine die Leseprobe durchliest. Ich möchte nicht wissen, wie die ganze Geschichte weitergeht. Da gibt es die 9-jährige Laura, die an der Hand ihres Vaters geschützt durch die Lagunenstadt von Venedig läuft und beobachten muss, wie dunkelhäutige Menschen – Afrikaner – von gleichfarbigen Aufsehen – Sklavenjäger aus Alexandria – mit Frachtern aus Afrika nach Venedig gebracht werden. Mit Stricken an Füßen gefesselt und mit Stockschlägen vorwärts getrieben werden. Selbst für den Vater, an dessen Hand sich Laura klammert, grausam und unmenschlich. Die umherstehenden Menschenmassen sich über das Schauspiel noch richtig gehässig auslassen und lachen. Ein vielleicht 10-12-jähriger Junge, den Laura sieht, weinend, mit blutunterlaufendem und geschwollenem Gesicht, mit den Füßen durch Stricke verknotet und mit Stockhieben auf den Rücken vorangetrieben und der seine Chance sieht, als ihm ein großer schwarzer Landsmann – selbst an Ketten gelegt und einem Patrizier das Schwert einreißt – zusehen muß, wie der Junge geschlagen wird und ihn befreit, indem er mit dem Schwert die Fußfesseln durchtrennt. Ein Aufseher will diesen Mann, der groß und schmächtig ist, in der Nähe von einigen Sklavinnen, die genauso groß zu sein schienen, wie der Mann und einigen kleinen Kindern in der Nähe der Frauen, mit einem Stock erschlagen. Dieser Mann kommt nicht dazu weil der schwarze, großgewachsene Mann das Schwert hebt und den Aufseher an der Kehle trifft und dieser stirbt. Der Junge – und dies alles sieht Laura, sagt aber nichts, in der Aufregung des Geschehens einen Fisch klaut und die Geldbörse eines Händlers, der wahrscheinlich mit den Sklaven Handel treibt – von Behörden meist nicht öffentlich gestattet – aber irgendwelche glitzernden Gegenstände in einer alten Kiste transportiert. Er ist Jude und braucht den Jungen für den Transport der Kiste und zu seinem Schutz. Die Aushandlung eines Preises für den Jungen, den er dem Zehnerrad als seinen Gehilfen vorstellt und vor dem er selber Angst hat wegen seiner Religion. Er ist Jude. Die Portugiesen, die nicht unbedingt gerne in der Lagunenstadt gesehen werden, genausowenig wie Juden. Der Junge – Antonio – der sich dem Händler gegeüber aber lieber „Anzio“ nennt, so vielleicht dem Sklaventum entkommt und darüber nachdenkt, dass eine Jüdin, deren Mann vor kurzem verstorben war, mit ihren Kindern aus dem Haus getrieben und über einen Fluß abtransportiert wurde. Die aus lauter Kummer zeterte weil ein Sack ihrer Habseligkeiten – einige selbstgeschnitzte, alte Gegenstände – verloren gingen. Laura, die über sich selbst wütend wird, weil sie trotz aller Angst auch Faszination über das Geschehen entwickelt aber vom Vater vom Ort des grausamen Geschehens, bei dem der große, schwarze Mann zu Tode kam, fortgebracht wird. Dann gibt es da noch etwas Schlimmes in ihren Gedanken, die mit ihrer Mutter zusammen hängen. Eine sehr, sehr traurige, schaurige und doch auch interessante, faszinierende Geschichte, die es sich lohnt zu lesen. Dieses Buch ist sehr empfehlenswert.

    Mehr