Charlotte Thomas , Jan Balaz Die Liebenden von San Marco

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Inhaltsangabe zu „Die Liebenden von San Marco“ von Charlotte Thomas

Venedig zu Beginn des 16. Jahrhunderts: Die Pest grassiert in der Lagunenstadt. Sterbenskrank wird die junge Venezianerin Cintia auf eine Seucheninsel gebracht, wo sie dank des Kaufmannssohnes Niccolò überlebt. Ihr gelingt die Rückkehr nach Venedig, doch sie ist zu jung, um das Erbe ihres Vaters, eines reichen Seidenwebers, in Besitz nehmen zu können. Gegen die drohende Vormundschaft raffgieriger Verwandter hilft nur eine rasche Heirat, und so stimmt Cintia kurz entschlossen einer Ehe mit dem Schiffsbauer Paolo zu, zum Verdruss Niccolòs, der ebenfalls um sie geworben hatte. Aus der Vernunftehe wird wider Erwarten Leidenschaft, doch tödliche Konflikte werfen bereits ihre Schatten voraus ...

Ich muss sagen, mich fasziniert dieses Buch ungemein. hab es bereits 2x durch.

— Penelope_Hauswirth
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    Die Liebenden von San Marco
    Penelope_Hauswirth

    Penelope_Hauswirth

    04. January 2017 um 00:28

    Dieses Buch ist voll mit Romanze, Intrigen, Trauer und Blutdurst.

  • schwülstig und blutrünstig

    Die Liebenden von San Marco
    silbereule

    silbereule

    24. September 2014 um 19:01

    unterhaltsamer Schmöker mit diversen Längen. Manchmal etwas unglaubwürdig. Die Liebesgeschichte um Cintia und Paolo kommt recht schwülstig daher und ganz fürchterlich fand ich das blutrünstige Gemetztel zum Schluß und in einigen vorangegengenen Szenen.

  • Charlotte Thomas in Höchstform!

    Die Liebenden von San Marco
    fraeuleinbuecherwald

    fraeuleinbuecherwald

    12. March 2014 um 08:35

    Nachdem ich von „Der König der Komödianten“, dem aktuellsten Buch der deutschen Autorin Charlotte Thomas absolut begeistert war, habe ich mir nun schnellstmöglich eines ihrer anderen Bücher besorgen wollen. Die Wahl fiel auf „Die Liebenden von San Marco“ – ein Buch, das bei Amazon- Rezensenten eher gemischte Reaktionen hervorrief. Aber ich wollte mir selbst ein Bild machen und außerdem brannte ich darauf, mich von Charlotte Thomas wieder nach Venedig im 16. Jahrhundert entführen zu lassen. Die Geschichte beginnt, die Hauptrollen betreten die Bühne. Da wäre zum einen Cintia, Tochter einer Kaufmannsfamilie, die zwar nicht von Adel, aber doch von großem Reichtum ist und Gregorio, Spross einer der angesehensten (aber verarmten) Adelsfamilien. Während Cintia mit großer Aufregung ihrer (arrangierten) Heirat entgegenfiebert, kann Gregorio seiner zukünftigen Ehefrau scheinbar nicht viel abgewinnen. Nach einer Zeit denkt man sich: Okay, das wird jetzt die Geschichte. Es geht die ganze Zeit darum, wie sich die beiden endlich lieben lernen.  – Weit gefehlt! Nach der Ermordung von Cintias Eltern platzt die Hochzeit, auf einmal bricht Chaos aus, durch das auch der Leser nur langsam durchsteigt (ohne dabei auch nur einmal die Augen vom Buch abzuwenden). Neue Hauptrollen kommen und gehen und kommen wieder. Da wäre Niccòlo, Gregorios kleiner Bruder, der eigentlich in Cintia verliebt ist und dem die geplatzte Hochzeit folglich sehr gut in den Kram passt. Und Paolo, ein Schiffsbauer, mit dem Cintia aus der Not heraus eine Vernunftehe eingehen muss. Doch aus der Vernunftehe wird echte Leidenschaft, doch es ist nicht alles Gold, was glänzt und nicht jeder in ihrem Umfeld ist der Liebe der beiden wohlgesonnen. Das Ende beginnt mit einem echten Schreckmoment, da die Autorin dem Leser zunächst ein „falsches“ Ende präsentiert, um dann auf den allerletzten Seiten dieses noch geradezurücken. Alles in allem: ich bin begeistert! Ich habe das Buch gestern Nachmittag fertiggelesen (fertiggelesen = 600 Seiten am Stück gelesen, obwohl ich eigentlich andere Dinge zu tun gehabt hätte) und war heute Morgen beim Aufwachen traurig, als ich es zugeklappt auf dem Nachttisch liegen gesehen habe, weil ich wusste, dass die Geschichte nicht mehr weitergeht. Wahnsinn. Charlotte Thomas schafft es, dass sich ihre Leser auf über 900 Seiten nicht ein einziges Mal langweilen. Respekt vor dieser Leistung, Respekt vor der unglaublich genauen Recherche der historischen Begebenheiten und Ereignisse, die die Leben der Hauptrollen  beeinflussen, verändern oder spurlos an ihren vorübergehen. Ich bin einfach nur restlos begeistert, zur nächsten sich bietenden Gelegenheit werde ich auch noch alle anderen Bücher der Autorin lesen. Ganz klare Kauf- und Leseempfehlung.

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  • Irrungen und Wirrungen

    Die Liebenden von San Marco
    MissJaneMarple

    MissJaneMarple

    04. March 2014 um 21:56

    Klappentext:  Venedig im Jahre 1510. Cintia, die Tochter eines reichen Seidenwebers, sieht am Tag ihrer Verlobung einen benommenen Mann vor ihrem Elternhaus liegen. Er will etwas sagen, doch Cintias Mutter hält ihn für betrunken und lässt ihn fortschaffen. Niemand ahnt, dass er vor einer tödlichen Gefahr warnen wollte, die nun ihren Lauf nimmt: Die Pest bricht aus, und während die Seuche wütet, suchen Diebe und Mörder Cintias Familie heim. Cintia überlebt, doch raffgierige Verwandte wollen sich ihres Erbes bemächtigen. Um nicht alles zu verlieren, gibt es für Cintia nur einen Ausweg: Die Ehe mit dem Schiffbauer Paolo. Aus der Vernunftehe wird wider Erwarten Leidenschaft, aber das Paar hat mächtige Feinde, die vor nichts zurückschrecken ...  Meinung:  "Die Liebenden von San Marco" ist bereits der dritte Roman, den ich von Charlotte Thomas gelesen habe und ich war auch dieses Mal hellauf begeistert!  Cintia gerät im schönen Venedig in eine Strudel aus Mord, Intrigen und Verschwörungen!  Die Geschichte ist packend geschrieben und oft war ich verleitet ihr zu zurufen: "Nein tus nicht, die schwindeln dich alle an!"  Fazit:  Charlotte Thomas versteht es ihre Geschichten mit einer ausgewogenen Mischung aus Leidenschaft, Verzweiflung, Heiterkeit und Spannung zu erzählen, dabei arbeitet sie auch immer historische Begebenheiten mit ein.  Wer Venedig und Historienromane mag, wird "Die Liebenden von San Marco" lieben!!

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  • Die Liebenden von San Marco

    Die Liebenden von San Marco
    Tigerbaer

    Tigerbaer

    02. March 2014 um 16:53

    So, das war mein letztes „Urlaubsbuch“ und fertig geworden bin ich damit auch erst am letzten Wochenende. „Die Liebenden von San Marco“ war mein erstes Buch der Autorin Charlotte Thomas und mir hat der historische Roman sehr gut gefallen. Erzählt wird die Geschichte von Cintia, deren Weg zu Beginn der Geschichte klar vorgezeichnet scheint. Sie ist verlobt und freut sich auf die Hochzeit mit ihrer „großen Liebe“ Gregorio. Am Abend der Verlobungsfeier erkrankt ihr Vater an der Pest und die Ereignisse überstürzen sich. Cintia findet sich urplötzlich in einem Überlebenskampf gegen die Pest wieder und ihre gesamte bisherige Existenz bricht auseinander. Das ist jedoch nur der Anfang… Allen Widrigkeiten zum Trotz wächst Cintia an den zu meisternden Schwierigkeiten und wird zu einer selbstbewussten Frau. Eine absolut faszinierende und sehr facettenreiche Geschichte, die mich begeistert hat. Meine Begeisterung bezieht sich zum einen auf den Schauplatz der Geschichte: Der Roman spielt in Venedig, einer meiner liebsten Städte. Auf der anderen Seite sind die Figuren sehr lebensecht, man leidet und wächst mit ihn und ist stolz, wenn sie die Widrigkeiten überwunden haben. 928 Seiten Lesevergnügen =) und das war sicherlich nicht mein letzter Roman der Autorin =)

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  • 'Die Liebenden von San Marco' von Charlotte Thomas

    Die Liebenden von San Marco
    -nicole-

    -nicole-

    09. December 2013 um 13:48

    Venedig im Jahr 1510: Die junge Cintia Barozzi, Tochter eines reichen Seidenwebers fiebert dem heutigen Tag entgegen. Den dieser ist der Tag ihrer Verlobung mit Gregorio Guardi. Doch alles kommt anders: Vor ihrem Elternhaus sieht Cintia einen benommenen Mann liegen. Er möchte dringend mit Cintias Vater reden. Doch man hält ihn für betrunken und schafft ihn fort. Niemand ahnt das er eigentlich schwer erkrankt ist und eine Warnung aussprechen wollte: Die Pest bricht aus. Damit beginnen für Cintia und ihre Cousine Lucietta schwere Zeiten. Während die Seuche ganz Venedig heimsucht, brechen Diebe und Mörder in Cintias Elternhaus ein. Cintia und Lucietta überleben, doch nun kommen Verwandte, die ihr Erbe an sich reißen wollen. Um die Hinterlassenschaft ihres Vaters -unter anderem auch die Seidenweberei- nicht zu verlieren, sieht Cintia nur einen Ausweg: Sie heiratet den jungen Schiffsbauer Paolo. Aus der anfänglichen Vernunftsehe wird nach einiger Zeit echte Liebe und Cintia ist nach langer Zeit wieder glücklich. Doch das Glück währt nicht lange, Feinde, Intrigen und Gefahr bedrohen ihr gemeinsames Leben... Ein dramatischer und mitreißender historischer Roman, der mitten in der venezianischen Renaissance spielt. Oft große Spannung inmitten der vielen Intrigen, Gefahren und aber auch Liebe. Einmal angefangen, ist es schwer, das Buch aus der Hand zu legen: Man will unbedingt wissen, wie es ausgeht. Vom Stil her zu vergleichen mit dem Roman 'Die Madonna von Murano', aber doch eine ganz andere Geschichte. Gut gelungen!

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  • Die Liebenden von San Marco

    Die Liebenden von San Marco
    Gelinde

    Gelinde

    26. May 2013 um 17:01

    Sehr toller historischer Roman, er spielt in Venedig um 1510. Charlotte Thomas versteht es meisterhaft, den Leser mit in die Lagunenstadt zu nehmen.  Es geht um  Leidenschaft, Familie, Verrat, die Pest, unglaubliche menschliche Tiefen, aber auch Vertrauen und unverrückbare Freundschaft und die ganz große Liebe.  Der Leser leidet, liebt und lebt mit der Hauptprotagonistin Cintia. Ein mitreißender Roman, den man trotz seiner über 900 Seiten am liebsten nicht aus der Hand legen möchte.

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  • Rezension zu "Die Liebenden von San Marco" von Charlotte Thomas

    Die Liebenden von San Marco
    mabuerele

    mabuerele

    26. April 2011 um 20:06

    Der Roman spielt in Venedig. Cintia, Tochter eines reichen Patriziers, soll mit einem adligen verlobt werden. Doch bevor es zur Unterzeichnung des Kontrakts kommt, bricht ihr Vater zusammen. Die Pest hat Venedig erreicht. Cintia wird zusammen mit ihrer Cousine in eine Kammer gesperrt. Als sie sich endlich befreien können, finden sie ihre toten Eltern. Doch nicht die Pest hat sie getötet, sie wurden ermordet. Cintia fiebert und wird auf die Pestinsel geschickt. Sie überlebt die Pest, kann die Insel verlassen und gelangt ins Haus ihrer Tante. Als reiche Erbin braucht Cintia einen Vormund, da sie noch nicht volljährig ist. Kurz entschlossen heiratet sie Paolo, den Stiefsohn ihrer Tante. Damit könnte der Roman eigentlich zu Ende sein, doch wer sind die Mörder von Cintias Eltern? Das Buch lässt das Leben in Venedig um 1510 lebendig werden. Pest, Erdbeben, Hungersnot sind Stationen auf Cintias Lebensweg. Spannung erhält der Roman durch den Kampf Cintias gegen die Widrigkeiten der Zeit. Sie möchte mehr, als nur Geld ausgeben. Sie muss begreifen, dass sie als alleinstehende Frau bis zu ihrem 25. Lebensjahr keine Rechte hat. Doch sie ist stark… Ein weiterer Schwerpunkt im Roman ist das Leben der Kurtisanen. Es gibt den Mädchen mehr Freiheiten, als sie es als behütete Töchter haben. Manche politischen Entscheidungen fallen in den Häusern der Kurtisanen. Dann zeigt sich insbesondere bei Cintias Tante… Das Buch gibt Einblicke in die Medizin der damaligen Zeit, die vor allem geprägt war durch das Können jüdischer Ärzte. Der Roman lässt sich zügig lesen. Wechselnde Schauplätze mit detaillierten Beschreibungen zeugen von historischen Kenntnissen der Autorin. Die Geschehnisse in Konstantinopel geben Einblicke in das osmanische Reich und zeigen Unterschiede zu Venedig auf. Die Hauptakteure sind genau charakterisiert. Ihre Stärken und Schwächen beleben die Handlung. Sie verführen aber auch dazu, sie falsch einzuschätzen. Das ging mir insbesondere bei Nicollo so. Ihre innersten Motive werden häufig nur in kurzen Dialogen angedeutet und kommen erst am Ende zum Tragen. Das Buch ist eine gelungene Synthese aus historischen Roman und Krimi. Sehr empfehlenswert!

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  • Rezension zu "Die Liebenden von San Marco" von Charlotte Thomas

    Die Liebenden von San Marco
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    13. March 2010 um 20:07

    Kurzbeschreibung: Venedig 1510: Die Pest grassiert in der Lagunenstadt. Sterbenskrank wird die junge Venezianerin Cintia auf eine Seucheninsel gebracht, wo sie dank der Hilfe des Kaufmannssohnes Niccolò überlebt. Ihr gelingt die Rückkehr nach Venedig, doch sie ist zu jung, um das Erbe ihres Vaters, eines reichen Seidenwebers, anzutreten. Gegen die drohende Vormundschaft raffgieriger Verwandter hilft nur eine rasche Heirat, und so stimmt Cintia kurzentschlossen einer Ehe mit dem Schiffsbauer Paolo zu, zum Verdruss Niccolòs, der ebenfalls um sie geworben hatte. Aus der Vernunftehe wird wider Erwarten Leidenschaft, doch tödliche Konflikte werfen bereits ihre Schatten voraus.

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  • Rezension zu "Die Liebenden von San Marco" von Charlotte Thomas

    Die Liebenden von San Marco
    Leserrezension_2009

    Leserrezension_2009

    19. August 2009 um 11:15

    Ricarda O. hat die folgende Rezension eingereicht: Es gibt Bücher, die den Ruf haben, großartiges Lesevergnügen zu beinhalten. Hält man sie dann endlich in den Händen klopft das Herz ähnlich wie beim Anblick der Jugendliebe und es stimmt überglücklich endlich die ersten Zeilen lesen zu können. Mit jeder Seite die dann folgt taucht man mehr in die Geschichte ein und vergisst Zeit und Raum. Manchmal auch die Suppe auf dem Herd. Und das Seufzen am Ende bleibt ebenso nicht aus, denn so sehr man das Ende des Buches auch herbei sehnt um endlich alles von der Geschichte zu erfahren – ein bisschen Wehmut bleibt beim Zuklappen, da man die Protagonisten „gehen“ lassen muss. Eines dieser Bücher ist „Die Liebenden von San Marco“. Schon das Cover des Schutzumschlags hat mich direkt angesprochen. Opulent und farbenfroh genau das Richtige für Liebhaber historischer Romane und die Illustrationen von Jan Balaz und ein weinrotes Lesebändchen geben der Hardcoverausgabe das besondere Etwas. Über 5 Jahre erlebt man beim Lesen Intrigen, Tod, Liebe und ganz am Anfang natürlich die Pest. Die Figuren entwickeln sich im Laufe der Handlung immer mehr und zeigen Facetten die überraschen, schockieren, liebenswert erscheinen und mitfühlen lassen. Niccolo der eher sanft erscheint zeigt im Laufe der Handlung rachsüchtige und auch grausame Züge seines Charakters. Aus Cintia, dem verwöhnten Kind aus gutem Hause wird eine junge, starke Frau. Ihre Liebe zu Paolo wird auf mehrere harte Proben gestellt, denn das Schicksal meint es mit den beiden nicht leicht. Beim manchen Szenen war ich sehr aufgewühlt und wollte gerne hilfreich eingreifen so sehr war ich von der Spannung und der Szenerie ergriffen. Doch alle Protagonisten finden ihren Weg – für manche führt er direkt in die Hölle. Charlotte Thomas hat mich wieder einmal mitnehmen können auf eine wunderbare Reise durch Venedig und ich empfehle dieses Buch jedem Fan historischer Romane, denn nicht nur die fiktive Handlung sondern die durchaus lobenswerte Recherche erhält von mir den Status: absolut empfehlenswert!!! Die Beschreibungen der Autorin über Venedig und den Schiffbau finden ebenso ihren Raum in diesem Buch und verschmelzen mit der scheinbar wirklichen Handlung. Und wenn diese Rezension für Sie wenig informativ war, dann liegt das daran, dass man die Schönheit dieser Geschichte nicht in Worte fassen kann. Charlotte Thomas´ Werke muss lesen nicht besprechen.

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  • Rezension zu "Die Liebenden von San Marco" von Charlotte Thomas

    Die Liebenden von San Marco
    beowulf

    beowulf

    10. May 2009 um 13:26

    Charlotte Thomas wird immer besser, wenn so was überhaupt noch messbar geht. Diesmal beschreibt sie nur fünf Jahre- aber was für welche. Die Zeit von 1510- 1550 sind bewegte Jahre. Jahre des Umbruchs und des beginnenden Untergangs der "Weltmacht" Venedigs. Die Pest, der Krieg mit Frankreich, die aufstrebende Seemacht des osmanischen Reiches. Die Zeit des Dogen Loredan, Tizians und der Hochrenaissance eines Papstes Julius des II.(Der mit dem Michelangelo Grabmahl) und der Medici in Florenz. Charlotte Tomas stellt die Lebens- und Leibesgeschichte ihrer Protagonisten in dieser bewegten Zeit so hautnah dar, dass man sich in mancher Szene wünscht, nicht alle Gerüche und Eindrücke wären so bildhaft beschrieben. Ein spannendes und unterhaltendes Buch, dem man nur viele Leser wünschen kann.

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  • Rezension zu "Die Liebenden von San Marco" von Charlotte Thomas

    Die Liebenden von San Marco
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    03. May 2009 um 17:56

    Venedig 1510. Die junge Cintia, Tochter eines angesehenen Seidenwebers, steht kurz vor ihrer Hochzeit mit dem Patrizier-Sohn Gregorio, als die Pest über die Stadt hereinbricht. Cintia erkrankt und wird auf die Seucheninsel vor die Tore der Stadt gebracht. Sie überlebt die Krankheit, ist aber auf der Insel gefangen. Hilfe erhält sie zunächst von Gregorios Bruder Niccolo, der sie heimlich liebt. Wenig später gelingt es ihr, gemeinsam mit ihrer Cousine von der Insel zu fliehen. Doch nach der Flucht ist nichts mehr wie zuvor. Die Heirat mit Gregorio ist in weite Ferne gerückt und die Zwangsvormundschaft durch habgierige Verwandte droht, da Cintia nicht volljährig ist. Einziger Ausweg ist die Hochzeit mit dem Schiffbauer und Patrizier Paolo, eine Hochzeit, die nicht aus Liebe geschlossen wird. Wird es den beiden gelingen, die Steine, die sich ihnen in den Weg legen, zu beseitigen? Charlotte Thomas dritter Roman erinnert von der Handlung und den Protagonisten her ein wenig an ihrem Erstling, was aber der Spannung keinen Abbruch tut, ganz im Gegenteil. Über einen Zeitraum von 5 Jahren erzählt sie die bewegte Liebesgeschichte von Cintia und Paolo, deren Ehe unter keinem guten Stern steht. Zunächst aus Vernunft geschlossen, erwächst aus der Ehe mit der Zeit eine Liebe von ungeahnter Stärke und Kraft, die auch auch den widrigsten Umständen standhält. Viel mutet Charlotte Thomas ihren beiden Protagonisten zu, lässt ihnen nur wenig glückliche Zeit, um sie dann umso mehr mit Intrigen, Hass, Lügen und unangenehmen Zeitgenossen zu konfrontieren. Sie zerbrechen nicht daran sondern wachsen. Aus einem unbedarften und behüteten Mädchen wird eine Frau, die sich im Leben behauptet und sich zu schützen weiß, aus einem bitteren und zunächst distanzierten Mann wird ein Mensch, der das Glück und seinen Platz im Leben findet, auch wenn er gezwungen ist, dafür Umwege gehen zu müssen. Ebenso wie die Hauptfiguren sind auch die Nebenfiguren bis ins Detail ausgestaltet, haben Ecken und Kanten, Licht- und Schattenseiten. Es ist schwierig, sie für ihre Taten vollständig zu verurteilen oder zu hassen. Ihre Motive, so schrecklich sie auch manchmal sind, sind doch nachvollziehbar. Der Weg, den sie einschlagen, hingegen oft nicht. Liebe und Hass, Schuld und Sühne aber auch Vergebung und Frieden mit sich selbst schließen sowie der Wunsch nach persönlicher Freiheit und Selbstverirklichung, sind zentrale Themen in Charlotte Thomas drittem Roman. Sie lässt ihre Leser zittern und bangen, gerade dann, wenn sie sich sicher fühlen und glauben, die Protagonisten hätten das Schlimmste überstanden. Jeder der neun Abschnitte dieses Buches bietet neue Wendungen und Überraschungen, führt den Leser auf so manch falsche Spur. Einiges glaubt man zu wissen und wird am Ende doch wieder überrascht. Längen kommen in diesen 916 Seiten nie auf, der Spannungsbogen hält bis zum Schluss. Angenehm überrascht wird man zudem von der liebevollen Einbettung der Geschichte in die historischen Ereignisse des angehenden 16. Jahrhunderts - der Pest in Venedig, den Krieg der heiligen Liga, die Machtübernahme von Selim in Konstantinopel und den Tod seines Vater Sultan Bayezins, sowie am Rande die Wahl Giovanni de Medicis zum Papst (Leo X.) Charlotte Thomas verwebt auch in diesem Roman gekonnt historische Fakten mit einer fiktiven Liebesgeschichte, erzählt in einer schönen und bildhaften Sprache, die das 16. Jahrhundert vor den Augen des Lesers wieder auferstehen lässt. Wem die Madonna von Murano gefallen hat, dem kann ich dieses dritte Buch von Charlotte Thomas uneingeschränkt empfehlen. Für mich ist es mein neuer Favorit unter den bislang erschienenen Büchern von Charlotte Thomas.

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