Charlotte Ueckert

 4,9 Sterne bei 8 Bewertungen
Autor*in von Berühmte Frauen der 50er und 60er Jahre, Andere Wesen und weiteren Büchern.

Lebenslauf

Joachim Beckmann ist geborener Cuxländer und seit Jahrzehnten gerne dort unterwegs, um Menschen, Landschaft und Kultur zu erleben. Die „Lieblingsplätze Cuxland“ sind seine erste größere Veröffentlichung. Charlotte Ueckert wurde in Oldenburg geboren und lebt heute als Schriftstellerin in Hamburg. Über das Oldenburger Land hat sie im Gmeiner-Verlag bereits ein Buch veröffentlicht und schon viele Reisen in die Region zwischen Weser und Elbe gemacht.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Charlotte Ueckert

Cover des Buches Cuxland (ISBN: 9783839221952)

Cuxland

(2)
Erschienen am 07.03.2018
Cover des Buches Andere Wesen (ISBN: 9783945961292)

Andere Wesen

(1)
Erschienen am 03.02.2023
Cover des Buches Berühmte Frauen der 50er und 60er Jahre (ISBN: 9783945961377)

Berühmte Frauen der 50er und 60er Jahre

(1)
Erschienen am 15.07.2024
Cover des Buches Das Meer und der Norden (ISBN: 9783945961148)

Das Meer und der Norden

(1)
Erschienen am 10.03.2020
Cover des Buches Die Erben der Etrusker (ISBN: 9783937881393)

Die Erben der Etrusker

(1)
Erschienen am 09.08.2013
Cover des Buches Forschungen eines Hundes, Der Bau (ISBN: 9783941905382)

Forschungen eines Hundes, Der Bau

(1)
Erschienen am 10.09.2021
Cover des Buches Künstler und Entdecker in der Südsee (ISBN: 9783945961216)

Künstler und Entdecker in der Südsee

(1)
Erschienen am 31.05.2021
Cover des Buches Hamburgerinnen (ISBN: 9783434525813)

Hamburgerinnen

(0)
Erschienen am 03.11.2008

Neue Rezensionen zu Charlotte Ueckert

Cover des Buches Bambi (ISBN: 9783941905481)
karatekadds avatar

Rezension zu "Bambi" von Salten Felix

karatekadd
Der wahre BAMBI

Es ist der Anspruch der Reihe Perlen der Literatur aus dem Input-Verlag Hamburg, bedeutsame Texte, die am Ende des 19. Jahrhunderts und Anfang des vergangenen Jahrhunderts erschienen sind, den Leserinnen und Lesern neu zu präsentieren. Sicher fällt uns eine Menge an Literatur ein, die diesem Anspruch genügen könnte, eine der inzwischen dreißig Bände wurde hier bereits besprochen.

BAMBI würde dabei vermutlich den wenigsten einfallen, denn Bambi ist bekanntlich ein süßes Reh aus dem Disney-Universum, halt, dort ist es ein Weißlederhirschkalb, weil es Amerika gar keine Rehe gibt. Selbst wer den bereits 83 Jahre alten Zeichentrickfilm nicht kennt, weiß, dass man einen Bambi gewinnen kann, wofür Allerdinge etwas Prominenz von Nöten ist.

Die lange Vorrede ist dem informativen Vorwort von Charlotte Ueckert geschuldet, das uns den Autor Felix Salten (Siegfried Salzmann – 1869-1945) vorstellt und den Text für eine Kinder- und Erwachsenenbuch einordnet. Es gehört zu den Merkmalen der genannten Reihe, dass die Vorwörter oft neugierig machen. Dies ist hier im Besonderen der Fall.

Wir folgen dem Bambi von der Geburt bis ins hohe Alter eines einsamen Rehbocks, eine Art König des Waldes, gäbe es da nicht noch die Hirsche. Seine Mutter führt ihn durch die Natur, begleitet von den Tieren des Waldes. Da ist Freund Haase, der Waldkauz, der andere gern erschrecken will und ein schwatzhaftes Eichhörnchen. Und natürlich die Verwandten, Tante, Cousine und Cousin, nicht zu vergessen, die etwas abseits auftretenden "Väter"-

Diese gehen miteinander um wie die Menschen, wobei diese etwas weniger ängstlich scheinen, auch wenn im Jahre 1923 jüdische Menschen in deutschen Landen beginnen vorsichtiger zu werden; Felix Salten war Jude. Was den Tieren vor allem droht, ist ER – der Jäger mit der „donnernden Hand“, die Bambis Gefährten mehrfach treffen wird.

Vor allem aber war Salten selbst Jäger, und daher lesen wir eine „Lebensgeschichte aus dem Walde“, die auf der intensiven Beobachtung von Flora und Faune beruht und sich besonders einfühlsam aufgeschrieben vor uns aufblättert. 

Die „grausamen“ Ereignisse im Umfeld unseres Bambis gehen vom Menschen aus, Tiere, die den Rehen gefährlich werden, gibt es (noch nicht) in unseren Breiten. Nur einmal holt sich ein Fuchs die Mutter einer Entenschar, oder der Marder die Großmutter des schwatzhaften Eichhörnchens. 

Diese Szenen, in denen die Tiere des Waldes, aufgefordert durch die gefiederten Bewohner, sich in heillose, aber durchaus überlegte Flucht begeben, einschließlich einer Treib- oder Drückjagd, zeigen, dies ist kein reines Kinderbuch. Der „menschliche" Umgang der Tiere miteinander zeigen die Menschlichkeit des erfolgreichen Schriftstellers, der die Jahre der nationalsozialistischen Zeit in der Schweiz verbringen wird. 

Es ist ein wunderbarer Text, man atmet die Natur, den Wald, die Wiese, man erlebt mit den Tieren die Angst, die Flucht wie Liebe und Freundschaft, natürlich auch Trauer und Tod.

Der Perlenreihe würde wohl etwas fehlen, wäre Bambi nicht als Band 17 ihr Bestandteil geworden.

Cover des Buches Berühmte Frauen der 50er und 60er Jahre (ISBN: 9783945961377)
aus-erlesens avatar

Rezension zu "Berühmte Frauen der 50er und 60er Jahre" von Charlotte Ueckert

aus-erlesen
Hinter den Fassaden

Liselotte Pulver – das Ambiente kann noch so trist sein, es dauert nicht lange bis die Stimmung ins knallbunte kippt.

Francoise Sagan – ikonischer Freigeist, der der eigenen Unnachgiebigkeit erlegen ist.

Niki de Saint Phalle – ihre Nanas werden alle Zeiten überleben und ihren Namen bekannt halten.

Brigitte Bardot – ewige Verlockung mit dramatischen Wendungen, die sich selbst nur schwer akzeptieren kann.

Maria Callas – von Ängsten geplagtes Einmal-Talent, deren Stimme nachfolgende Generationen ins Zittern geraten lässt.

Nur vier – durchaus die berühmtesten dieses Buches – Namen, Ikonen, Frauen einer Zeit, die nur auf dem Papier vergessen scheint. Stilistisch prägen die 50er und 60er Jahre noch heute das Erscheinungsbild von Städten und Menschen – Stil vergeht nicht.

Wie im Rausch blättert man durch dieses Buch und erfährt selbst über die, die man zu kennen glaubte, noch Neues und wundert sich, dass es einem als neu erscheint. Denn alles ist bekannt. Prinzessin Soraya, die erste Frau des letzten Schahs von Persien, war die Getriebene nach ihrer Scheidung von Mohammad Reza Pahlevi. Ruhe Stunden, Minuten, gar Sekunden kannte sie nicht. Irgendwo lauert immer eine Kamera. Und wenn nicht physisch, dann zumindest in den Gedanken der traurigen Prinzessin. Erst Jahrzehnte später wurden gesetzliche Vorlagen geschaffen, die die Privatsphäre derartig berühmter Menschen ein wenig besser schützen sollen. Ihr Verdienst.

Charlotte Ueckert hat sich Symbolfiguren der ersten Jahrzehnte nach dem Krieg herausgepickt und ihre ikonische Stellung und deren bis heute anhaltende Wirkung, herausgearbeitet. Herausgekommen ist mehr als nur eine bunter Blätterwald für all diejenigen, die „ach ja, die kenne ich noch … von damals“ mehr als nur eine Erinnerungslücke ansehen. Die Werke von Doris Lessing werden ihren Namen nie verblassen lassen. Ebenso das Werk von Niki de Saint Phalle. Die Aufführungen der Callas laufen in digitalisierter Aufbereitung noch heute in Kinos. Und die Bardot ist und bleibt das Sex-Symbol – ob sie es nun will oder nicht – ihrer Zeit. Sie alle sind auf irgendeine Art und Weise haltbar gewordene Erinnerungen. Doch meist sieht man nur ihre Hülle. Je mehr man in dieses Buch eintaucht, desto mehr gräbt man sich in das Leben der vorgestellten Frauen, die mehr waren als Beiwerk oder zweidimensionaler Augenschmaus für Jung und Alt, Mann und Frau. Ihr Tun hat mal mehr, mal weniger merklich Spuren hinterlassen, die niemand mehr verwischen kann. Dieses Buch hilft eindrucksvoll dabei diese Spuren zu erkennen.

Cover des Buches Andere Wesen (ISBN: 9783945961292)
aus-erlesens avatar

Rezension zu "Andere Wesen" von Charlotte Ueckert

aus-erlesen
Auf das WESENtliche kommt es an

Mal kurz, mal lang, mal melancholisch – doch immer ins Herz des Lesers. Charlotte Ueckert schreibt sich in zarten Worten das von der Seele, was an die Oberfläche drängt. Immer auf der Straße des Lebens, alle Stop-Schilder missachtend.

Auch sie kommt an dem alles beherrschenden Thema der jüngeren Vergangenheit nicht vorbei. Ein Spaziergang, der an Einsamkeit nie erlebbar schien, ist nur eine Konsequenz der Pandemie, die uns verhüllt die Welt entdecken ließ. Sie lässt sich nicht ins Bockshorn jagen und entdeckt sie wie eh und je. Sie Eindrücke sind oft wegen der neu erschaffenen Ruhe andere. Intensiver. Nachhaltiger.

Immer wieder stößt man auf Selbsterlebtes. Doch so wundervoll und zart verpackt? Da muss die Autorin mit raumgreifenden Worten einschreiten, um die Welt derart poetisch einzufangen. Ob an einem See im Norden oder auf Höhen, die es zu erklimmen gilt, sie findet immer die passenden Worte, um selbst Lyrik-Kritiker zu überzeugen.

„Andere Wesen“ klingt auf den ersten Blick mystisch, für Skeptiker esoterisch verklärt. Ist es aber nicht! Es sind Gedanken, in ausdrucksstarke Watte verpackt. Immer wieder blättert man noch einmal zurück, um eigene Geistesblitze bestätigt zu sehen. Die Gedichte hallen nach. Auch wenn man schon weitergeblättert hat.

Dieses Buch nimmt man gern mit auf ein Picknick. Nur ein paar Seiten lesen. Die Natur genießen. Einen Happen zu sich nehmen. Und zwischendurch dem Geist die Nahrung geben, die er einfordert ohne überfordert zu werden. Mag die Welt noch all zu sehr aus den Fugen geraten sein, es findet sich immer eine Weg die dennoch vorhandenen schönen Seiten zu erkennen und in ein Gewand voller Wohlgefallen zu kleiden. Charlotte Ueckert gelingt dies einmal mehr.

Gespräche aus der Community

Bisher gibt es noch keine Gespräche aus der Community zum Buch. Starte mit "Neu" die erste Leserunde, Buchverlosung oder das erste Thema.

Welche Genres erwarten dich?

Community-Statistik

7 Bibliotheken

1 Merkzettel

1 Leser*innen

Worüber schreibt Charlotte Ueckert?

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freund*innen und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber*innen und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Hol dir mehr von LovelyBooks