Charlotte Wolf Das Vermächtnis Shivas

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Inhaltsangabe zu „Das Vermächtnis Shivas“ von Charlotte Wolf

Indien 1669. Großmogul Aurangzeb, seinem Glauben nach bekennender Muslim, lässt im ganzen Land die Glaubensstätten der Hindus zerstören. Sogar der älteste Tempel Shivas in Benares wird zertrümmert, seine Priester niedergemetzelt. Doch der letzte von ihnen belegt vor seinem Tod den blauen Diamanten aus der dortigen Statue Shivas mit einem Fluch: Unglück und Tod soll er seinen jeweiligen Besitzern bringen, bis er wieder nach Benares und Shiva zurückkehrt. England 1902. Die unkonventionelle Robyn Fairbanks erbt von einer ihr unbekannten Tante deren gesamtes Vermögen. Allerdings nur, wenn sie zuvor ein Familienerbstück, einen blauen Diamanten, eigenhändig nach Indien bringt. Zusammen mit ihrem Verlobten und dem Indienkenner Frank Kendell, der ihr die blutige, wechselvolle Geschichte des Diamanten über Kontinente und Jahrhunderte hinweg erzählt, macht sich die junge Frau auf die Reise. Doch diese verläuft alles andere als reibungslos und Robyn geht nur dank Franks Hilfe unbeschadet aus mehr als einer gefahrvollen Situation hervor. Nichtsdestotrotz führt sie der Diamant am Ende nicht nur ans Ziel, sondern auch zu sich selbst.

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  • Rezension zu "Das Vermächtnis Shivas" von Charlotte Wolf

    Das Vermächtnis Shivas

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    20. November 2009 um 17:03

    London 1902, die junge, aus guten Hause stammende Bankierstochter Robyn erbt unvermutet von einer bislang fast unbekannten Großtante ein Haus, ein wenig Bargeld - und eine Aufgabe. Sie soll einen blauen Diamanten, dessen Herkunft geheimnisvoll ist, zurück nach Indien bringen und ihn in Benares dem dortigen Fluss übergeben. Nur wenn sie diese Aufgabe erfüllt, ist ihr das Erbe sicher. Robyn, die studiert und entgegen der noch vorherrschenden Tradition mit einem eigensinnigen Willen und einer großen Portion Abenteuerlust ausgestattet ist, tritt kurzentschlossen samt ihrem Verlobten und dem ihr zur Seite gestellten Historiker Frank die Schiffsreise nach Indien an, um den Diamanten seiner Bestimmung zuzuführen. Eine Schiffsreise, an deren Ende so manche Überraschung und Veränderung stehen wird. Wenn jemand eine Reise tut, so kann er was verzählen, d'rum nahm ich meinen Stock und Hut und tät das Reisen wählen - diese Zeile aus dem Gedicht von Matthias Claudius könnte glatt das Motto unserer Protagonisten sein, auch wenn sie zu Beginn noch nicht wissen, auf welche ihnen von der Autorin zugedachten Abenteuer sie sich einlassen. Die zunächst gemächlich verlaufende Schiffsreise samt illustrer und skurriler Mitreisender, ausschweifender und appetitweckender Teestunden und Abendessen wird bald durch merkwürdige und seltsame Zufälle getrübt und schon bald wird Lesern und Protagonisten klar: es ist nicht alles so wie es scheint. An Bord entwickelt sich die Geschichte um Robyn fast schon in Richtung "who done it" und lädt den Leser zum mitspekulieren ein, wer für die Vorfälle verantwortlich sein könnte. Ist der Leser mal gerade nicht mit Spekulieren beschäftigt, fesselt die Autorin ihn mit Einschüben über die Geschichte des blauen Diamanten, der seinen Vorbesitzern nur Unglück zu bringen scheint. So geht es während der Schiffsreise, die den Leser von Europa nach Indien führt, in den als Rückblenden erzählten Geschichte des Diamanten von Benares durchs Arabische Meer, nach Frankreich, Antwerpen, wieder Frankreich, Bath und schließlich zurück nach London. Jede der Stationen hat eine eigene Geschichte und tragische Schicksale, die sich mit dem blauen Edelstein verbinden. Betrachtet man das Buch am Ende als Ganzes, stellt sich unweigerlich das Bild einer feinen Goldkette ein, in die in gleichmäßigen Abständen kleine Diamanten eingearbeitet sind und an deren Verschluss der blaue Diamant sowohl den Beginn als auch das Ende bildet. Überhaupt weckt die Autorin in diesem Buch viele Assoziationen und das ganz bewusst. Der Leser sollte sich also nicht wundern, wenn er an so manchen Stellen des Buches an Filme wie Titanic oder Zimmer mit Aussicht erinnert wird. Genau an diesen Dingen hatte ich während des Lesens meinen Heidenspaß. Es gab immer wieder etwas Neues zu entdecken oder etwas Bekanntes zu entdecken oder auch etwas Neues zu lernen, z. B. wo der Begriff Karat herstammt. Man merkt diesem Buch an, dass die Autorin wirklich Spaß daran hatte, die Geschichte zu entwickeln und zu schreiben. Ich kann mir vorstellen, dass viele, viele Szenen mit einem Lächeln auf dem Gesicht oder einem Augenzwinkern geschrieben wurden. Und genau das überträgt sich auch auf den Leser. Herrlich snobistische Figuren, die einfach very british wirken und sich mit Namen wie Troublefield schmücken, Ladys, die Romanen von Henry James entsprungen sein könnten (Helena Bonham Carter schiebt sich unweigerlich vor die Augen des Lesers) und ein Lebensgefühl, das am Scheideweg von viktorianischem England und dem England der Moderne und des Fortschritt steht. Charlotte Wolf ist es hervorragend gelungen, dieses Zeit- und Lebensgefühl einzufangen und es mit den Geschichten um den blauen Diamanten zu krönen. Herausgekommen ist eine spritzige Geschichte, die beim Lesen perlt wie Champagner aber trotzdem den gewünschten Tiefgang nicht vermissen lässt und beim Abgang einen satten Geschmack auf dem Gaumen hinterlässt. Ich würde mir wünschen, dass dies nicht das einzige Buch der Autorin bleibt. Gerne würde ich wieder die Anker lichten und weitere Reisen mit Charlotte Wolf unternehmen.

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  • Rezension zu "Das Vermächtnis Shivas" von Charlotte Wolf

    Das Vermächtnis Shivas

    Dany

    06. June 2009 um 17:01

    Charlotte Wolff aka Nicole C. Vosseler, hat diesen hervorragenden Roman geschrieben. Es geht um eine junge Engländerin (Robyn) zu beginn des 20ten Jahrhunderts in England und anschließend auf einem Ozeankreuzer auf dem Weg nach Indien um eine Testamentspflicht zu erfüllen, nämlich einen verschollen geglaubten und dazu noch verfluchten Indischen Diamanten den Ganges zu übergeben. Es gibt reichlich Abenteuermomente, Krimielemente und eine tolle und logische Auflösung. Das Buch war wundervoll, ich war regelrecht dabei auf dem Schiff und habe mit Robyn mit gebangt und voller Spannung auf den nächsten Brief ihrer verstorbenen Großtante gewartet. Frau Wolff schaffte es, mich vollkommen in ihren Bann zu ziehen. 10 Punkte!

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