Charly Weller

 4,1 Sterne bei 14 Bewertungen
Autor*in von Eulenkopf, Bonames und weiteren Büchern.

Lebenslauf

Charly Weller, geb. 1951 in Marburg a. d. Lahn, ist von Hause aus Filmemacher. Nach seiner Jugend in Gießen und Wetzlar studierte er zunächst Theologie-, es folgte das Jura- und Publizistikstudium in Berlin. Zwischenzeitlich betätigte er sich als Fotograf, Journalist, Taxifahrer, Versicherungsvertreter und Kinobetreiber. Nach der Regieassistenz unter Peter Fleischmann drehte er erste eigene Filme und wurde ausgezeichnet u. a. mit dem »Prix du Jury« in Cannes und dem »Max-Ophüls-Förderpreis«. Er war Regisseur zahlreicher Folgen von TV-Krimi-Serien wie »Ein Fall für Zwei«, »Die Kommissarin«, »Im Namen des Gesetzes« und anderen. Heute arbeitet er als Chef von »Mittelhessen-TV« und lebt mit seiner Frau Ritchie zwischen Gießen und Wetzlar.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Charly Weller

Cover des Buches Eulenkopf (ISBN: 9783954411979)

Eulenkopf

(6)
Erschienen am 01.10.2014
Cover des Buches Bonames (ISBN: 9783954414345)

Bonames

(2)
Erschienen am 08.11.2018
Cover des Buches Finsterloh (ISBN: 9783954412594)

Finsterloh

(2)
Erschienen am 08.10.2015
Cover des Buches Totenwind (ISBN: 9783954413881)

Totenwind

(2)
Erschienen am 16.10.2017
Cover des Buches Katzenkönig (ISBN: 9783954413232)

Katzenkönig

(1)
Erschienen am 01.10.2016
Cover des Buches Gallus (ISBN: 9783954414796)

Gallus

(1)
Erschienen am 18.10.2019

Neue Rezensionen zu Charly Weller

Cover des Buches Finsterloh (ISBN: 9783954412594)
Eggi1972s avatar

Rezension zu "Finsterloh" von Charly Weller

Eggi1972
Finsterloh

Nun ist hier die zweite Rezension von mir über den Kommissar Worstedt und seiner Kollegin Maritz. Diesmal geht es eigentlich am Rande um die ehemalige Siedlung Finsterloh. 

Einen wesentlich größeren Raum nimmt in diesem Raum die Französische Fremdenlegion in Algerien ein. Damit auch ihre Eigenheiten, wie die Blutwurst, oder andere Kleinigkeiten, die einem auch dieses ein wenig näher bringen. Oder um es genauer zu sagen, einem das erste mal überhaupt ein wenig erklärt. Aber ich sage euch dazu nur eines, selber lesen macht klug! 

Aber auch das Manische wird Fremden - also nicht Gießenern - immer wieder etwas näher gebracht. Denn es sind immer wieder kleine Einschübe in Manisch, wo man als Gießener einfach schmunzeln muss.

Auch wird einem die Klezmer - Musik näher gebracht und auch also auch immer mal wieder kleine Erklärungen.

Besonders interessant sind immer wieder die kleinen familiären   Probleme und Personen, die in der Altenresidenz leben. 

Alles in allem ist es ein gut geschriebener Krimi, der immer wieder besondere Momente liefert und einem die Umgebung ein wenig näher bringt. So wird einem zum Beispiel eine Metzgerei näher gebracht, die man eigentlich schon sehr gut kennt und wo man sagen kann, ja da kann man gut einkaufen gehen und es schmeckt auch. 

Es sagen nur sehr wenige Gießener, sie fahren mit dem Taxi. Nein, wir fahren Minicar. Das kennt man außerhalb der Region zwar nicht, aber da würde ich mir einfach eine Fußnote wünschen, warum und wieso es so ist. Ein richtiges Taxi benutzt noch nicht einmal meine Oma. Dies nur einmal so nebenbei bemerkt, 

Ich persönlich bin sehr erfreut, dass es eine Fortsetzung mit den beiden Kommissaren gibt und ich freue mich auch gleichzeitig auf mehr. Und dies nicht nur wegen der räumlichen Nähe, die ich ja ohne weiteres habe. Sondern auch wegen der besonderen Art und Weise, wie Charly Weller einen Krimi schreibt z.B. dass es immer aus der Sicht der Person schreibt, die gerade im Kapitel genannt wird. 

Auch habe ich eine gewisse Entwicklung in der Geschichte festgestellt, es werden immer wieder Themen angeschnitten, die einen selbst bewegen, mögen es nun die Verhältnisse in einem Altersheim sein oder die familiären Probleme, die man ja immer wieder hat. Charly Weller kann dies sehr gut verpacken und einem näher bringen. Ich kann euch nur eines sagen, wie wäre es mal einen Mittelhessischen Krimi in die Hand zu nehmen, der Reizpunkte setzen kann.   

Literaturlounge

Cover des Buches Eulenkopf (ISBN: 9783954411979)
Eggi1972s avatar

Rezension zu "Eulenkopf" von Charly Weller

Eggi1972
Gutes Debüt

Gut, in diesem besonderen Fall, war ich mal langsamer wie ein Paar meiner Kollegen und Freunde - ich gebe es ja gerne zu. Aber dies liegt vielleicht auch an meinem Arbeitsumfeld. 

Man hört ja vieles über Charly Weller, wenn man in Gießen wohnt. Nun war es also auch für mich endlich soweit, dass ich dieses Buch über den Eulenkopf in Gießen gelesen habe. 

Die ersten beiden Kapitel habe ich erstmal nicht so richtig verstanden, da ich nicht damit gerechnet habe, dass es immer von der Person berichtet wird, die im Kapitel oben genannt wurde. War aber diese Hürde erst einmal genommen, dann ging es bei mir im Kopf ab wie eine Achterbahn. Roman Worstedt wird mir diesen Vergleich hoffentlich verzeihen, denn er mag keine Achterbahnen. 

Aber es ist einfach schön, in einem Krimi von Orten zu lesen, welche man auch wirklich kennt. Und man kann sich auch richtig gut reinversetzen, da man die Sprache, die in diesem Buch verwendet wird, auch gut versteht. Wenn man längere Zeit in Gießen wohnt, gehen einige Worte automatisch irgendwann in den Sprachgebrauch oder ins „Pucke“ über. 

Es sind immer wieder kleine, wie soll ich sagen „Punkte“ dabei, die einem als Gießener sofort auffallen- warum dies nun so ist. Mag es nun die Beschreibung eines Oberleutnants des DDR Geheimdienstes gewesen sein, der bemängelt, dass im Club Orchidee in Heuchelheim die Ausgaben sehr hoch sind, was vielleicht an der Art des Clubs gelegen haben könnte. Weitere Ausführungen darüber verkneife ich mir nun. 

Aber auch sonst hat dieses Krimi – Debüt von Charly Weller viel zu bieten. Es gewährt einige an Einblicken in die menschliche Seele, da man durch den eingangs erwähnten Kniff einen tiefen Einblick bekommt, was die verschiedenen Personen denn so denken, oder wie die Außenwirkung von Roman Worstedt und Regina Maritz auf die anderen Personen im Krimi ist.

Der Krimi ist intelligent geschrieben und ich denke auch für Menschen gut geeignet, die nicht aus Gießen und Umgebung kommen. Er greift einige wichtige Themen auf, z.B. den pädokriminellen Schiedsrichter, oder den Verlust von regionalen Dialekten kann man sicherlich auch dazu aufführen. 

Also alles in allem mal ein Krimi, der in meiner Heimatstadt spielt und den man auch ohne größere Probleme jemandem schenken kann, der einfach einmal einen lustigen aber auch interessanten Krimi für zwischendurch lesen möchte. Und ich hoffe sehr, dass da noch mehr kommt. Denn Worstedt und Maritz sind sicherlich noch ein paar Krimis wert und die Gegend von Mittelhessen hat einige schöne Ecken wo man einen Krimi spielen lassen kann.  

Literaturlounge

Cover des Buches Bonames (ISBN: 9783954414345)
S

Rezension zu "Bonames" von Charly Weller

sab-mz
Spannung und Lokalkolorit

Der Tatort istBonames. Dies  ist nicht gerade der Vorzeigestadtteil von Frankfurt.
Es ist der nördlichste Stadtteil, in dem der Autor Charly Weller, seinen Krimi ansiedelt.

„Der Platz“ wie die „Wohngemeinschaft Bonameser Straße“ liebevoll von den Bewohnern genannt wird, war in den 50er Jahren ein Platz für die Wohnwagen. Es wurde die Heimat der Schausteller, Sinti und Roma, Flüchtlinge.
Dann verhängte die Stadt Frankfurt ein Zuzugsverbot und die Bewohnerzahl sank von ca. 500 in den 80er auf ca. 70 Menschen heute.

Ein Mord in Bonames, aber auch Bombendrohungen auf der IAA. Die Polizei weiß nicht wo sie anfangen soll.
Man ruft Hilfe aus Gießen. Regina und Roman fahren los.
Roman war lange Polizist in Frankfurt, man kennt ihn.
Die Tote im Auto ist Birgit Wohlraab, Mitarbeiterin einer grossen Bank.

Wieso ist sie tot?
Wer ist der Mörder?

Das müssen Sie schon selber im Buch erkunden.

Der Autor hat einen Krimi mit einem grossen Anteil an Lokalkolorit geschrieben. Frankfurt zwischen High-Society und Bonames, zwischen Reichtum, krummen Geschäften und Armut.
Ein spannender Krimi in einem Spannungsfeld aus Geldgeschäften und vielem mehr.
Herrlich auch die Charaktere und die Interaktionen.

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