Cheryl Strayed Wildblumen im Schnee

(9)

Lovelybooks Bewertung

  • 10 Bibliotheken
  • 2 Follower
  • 1 Leser
  • 6 Rezensionen
(2)
(3)
(3)
(1)
(0)

Inhaltsangabe zu „Wildblumen im Schnee“ von Cheryl Strayed

Auch wenn das Verhältnis zu ihrer Mutter nicht immer einfach war, so freut sich die 20-jährige College-Studentin Claire Wood auf den Besuch bei ihrer Familie, die in einer ländlichen Gegend Minnesotas wohnt. Was Claire dann aber zu Hause erfährt, zieht ihr den Boden unter den Füßen weg: Ihre Mom Teresa ist unheilbar an Krebs erkrankt – mit nur 38 Jahren. Für die Woods beginnt eine Zeit der Angst und Verzweiflung. Während ihr Stiefvater Bruce beinahe am Leid seiner Frau zerbricht und ihr jüngerer Bruder Josh sich ganz zurückzieht, versucht Claire, die Familie zusammenzuhalten. Denn sie erkennt: Auch im größten Kummer entsteht Hoffnung, wenn man füreinander da ist ...

Es passiert viel und manchmal wirkt die Geschichte überladen und düster - weit weg vom Klappentext, so mein Gefühl...

— Kamima
Kamima

Wildblumen im Schnee zeigt eine stärke in den schwächsten Momenten einer Familie. Traurig und manchmal etwas deprimierend aber mit Hoffnung

— bibliophilehermine
bibliophilehermine

Trauriger und schon fast trostlos wirkender Roman über eine Familie, die den Tod eines Angehörigen verkraften muss.

— schnaeppchenjaegerin
schnaeppchenjaegerin

Stöbern in Romane

In einem anderen Licht

Ein sehr mitreißender Roman abends mit Tee und Kerzen

Anja_Si

Der Junge auf dem Berg

Eine Geschichte, die wach rüttelt und wieder und wieder an das appelliert, was wichtig ist. Wer bestimmt deine Gedanken?

Maren_Zurek

Palast der Finsternis

Zu viel, was man schon gelesen hat.

momkki

Zartbitter ist das Glück

Tiefgründig, exotisch und emotionsgeladene Geschichte von fünf Freundinnen die ihren lebensabend gemeinsam auf den Fidschis erleben möchten

isabellepf

Der Vater, der vom Himmel fiel

Britischer und schwarzer Humor bis hin zu brüllender Komik

Hennie

Liebe zwischen den Zeilen

Eine liebevolle Geschichte, wie Bücher unterschiedlichste Menschen verbinden und ihre Leben verändern können.

MotteEnna

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • eine schonungslose Wahrheit

    Wildblumen im Schnee
    janinchensbuecherwelt

    janinchensbuecherwelt

    01. January 2017 um 12:57

    Ein Roman bei dem man sich zwar nicht wirklich zurück lehnen kann, allein durch die Thematik über Krebs und Sterben und alles was drumherum ist, wenn der Familienhalt nicht so stark ist aber trotzdem hat Cheryl Strayed mit ihrem Roman etwas erschaffen was einem an der Geschichte dran bleiben lässt. Jeder sollte sich mit diesem Themen auseinander setzen. Ist zwar teilweise sehr unangenehm, aber man sollte seinen Leitfaden haben.Stärke einer Familie in den schwächsten Zeiten

    Mehr
  • Es passiert viel...

    Wildblumen im Schnee
    Kamima

    Kamima

    19. December 2016 um 10:29

    Wildblumen im Schnee handelt von einer Patchwork-Familie im ländlichen Teil Minnesotas, die einen schweren Verlust erleidet. Die die Familie zuhaltende Mutter & Ehefrau Teresa bekommt mit Ende 30 die Diagnose Krebs – völlig unvorbereitet muss die ganze Familie plötzlich mit der Krankheit und den Folgen klar kommen. Dies tut jeder auf seine Weise: Theresa selbst durchlebt in Gedanken noch einmal die Vergangenheit (ihre erste Ehe mit dem gewalttätigen Vater ihrer beiden Kinder, das Aufwachsen der Kinder, die Trennung und den Neuanfang mit ihrem jetzigen Partner). Ihr Lebensgefährte Bruce bleibt anfangs in der Realtität, verabschiedet sich innig, verliert sich dann in Selbstmordgedanken bis hin zu einer Flucht in eine neue Beziehung. Tochter Claire – die kluge Tochter – taucht aus der Welt der „Kopfmenschen“ ein in die emotionale Welt, wirkt damit überfordert und flüchtet sich in sexuelle Begegnungen. Und der emotionale Sohn Joshua flüchtet vor der Realität und damit verbundenen Verantwortung – bis ihn nach dem Tod seiner Mutter eine neue Verantwortung ins Erwachsenenleben zurückholt. Es passiert viel in diesem Roman und ich empfand sowohl den manchmal distanzierten und oberflächlichen Schreibstil wie auch den schweren Inhalt teilweise sehr anstrengend zu lesen. Dabei meine ich nicht das Thema – das Leben vor und nach dem Tod einer nahen Angehörigen sowie die Zeit des Sterbens - sondern wie viel in kürzester Zeit passiert und damit nicht nur die Protagonisten, sondern auch mich als Leserin zeitweise überfordert hat. Dabei wird man mit einer rasanten Abfolge von Geschehnissen konfroniert, aber nicht mitgenommen, sondern steht aus außenstehender Betrachter in Distanz... Ja, auch wenn das Thema düster und schwer ist und Angehörige entweder sehr rational reagieren oder emotional & verwirrend reagieren, wirkte der Roman recht chaotisch auf mich. Irgendwie wurde alles Schlimme, was einem Menschen passieren kann, in diesem Thema reingepackt – zu viel meiner Meinung nach! Leider habe ich mir durch den Klappentext einen etwas positiv bzw. motiviererenden Roman vorgestellt, denn wenn es heißt „...versucht Claire, die Familie zusammenzuhalten. Denn sie erkennt: Auch im größten Kummer entsteht Hoffnung, wenn man füreinander da ist...“, dann erhoffe ich mir mehr Licht im Dunkel der Trauer – leider wurde ich hier enttäuscht. Daher meine Tipp: nicht lesen, wenn man selbst gerade einen Tiefpunkt hat bzw. anfällig für eine schwere, deprimierende Stimmung ist. Ich musste mich größtenteils durch den Inhalt „durchkämpfen“... wogegen mir das persönliche Vorwort und die Coveraufmachung sehr gut gefallen haben. Und daher bekommt dieser Roman „Wildblumen im Schnee“ von mir auch nur einen „halben Daumen hoch“.

    Mehr
  • Wenn aus Trauer Hoffnung entsteht

    Wildblumen im Schnee
    bibliophilehermine

    bibliophilehermine

    13. November 2016 um 18:23

    Dieser Roman ist sehr emotional, dabei aber traurig und zeitweise auch deprimierend. Oftmals musste ich den Klos in meinem Hals runterschlucken, denn Cheryl Strayed hat einfach einen unglaublich gefühlvollen Schreibstil, der mir dieses schwere Thema ,als Außenstehende völlig nah gebracht hat. Ich fühlte mich als Teil dieser Familie und habe mit gelitten und auf einen Lichtstrahl gehofft.Man muss allerdings in Stimmung für dieses Buch sein, denn es kann einen wirklich runterziehen. Man begleitet eine Komplette Familie dabei wie sie einen geliebten Menschen verlieren, langsam und auch etwas qualvoll, das löst bei allen beteiligten natürlich verschiedene Gefühle hervor, die weit über Trauer und Verlustängste hinaus gehen. Dieser Roman kratzt unter der Oberfläche und ist dabei ungeschönt und manchmal etwas hart, trotz dessen lässt er sich leicht lesen und schafft den richtigen Grad zwischen Schwere und Leichtigkeit. Zwischen Trauer und Hoffnung. Das Leben geht immer weiter, es muss einfach . Allerdings war der Klappentext etwas irreführend, denn ich hatte nicht das Gefühl das grade Claire die Familie zusammen hält, sie arbeiten alle auf ihre Weise zusammen und finden gemeinsam einen Weg, da aus der Erzählperspektive geschrieben wurde, kann man sich auch wunderbar in jeden hineinversetzen und erlebt die Geschichte aus allen Perspektiven.Wildblumen im Schnee zeigt eine stärke in den schwächsten Momenten einer Familie. Es gibt eine unglaubliche Charakterentwicklung , man wechselt dabei von Sympathie zu Hass zu Mitleid . Man kämpft von Anfang an einen Kampf den man nur verlieren kann und dennoch lässt sich das Buch mit einem gutem Gefühl schließen. 

    Mehr
  • Trauriger und schon fast trostlos wirkender Roman über Trauerbewältigung

    Wildblumen im Schnee
    schnaeppchenjaegerin

    schnaeppchenjaegerin

    29. October 2016 um 11:17

    Teresa ist 38 Jahre alt als sie erfährt, dass sie unheilbar an Krebs erkrankt ist. Um ihren beiden erwachsenen Kindern die traurige Nachricht mitzuteilen, bittet sie ihre Tochter Claire, die wegen ihres Studiums nach Minneapolis gezogen ist, nach Midden zu kommen. Als es Teresa sehr schnell schlechter geht und sie auf eine Palliativstation verlegt wird, pausiert Claire ihr Studium und verbringt den ganzen Tag im Krankenhaus ihrer Mutter. Ihr Stiefvater Bruce weicht in den Nächten nicht von der Seite seiner geliebten Frau. In Gedanken plant er bereits seinen Selbstmord, wenn Teresa nicht mehr bei ihm ist. Der 17-jährige Sohn Joshua verkraftet es nicht seine Mutter im Krankenhaus zu besuchen. Er schwänzt die Schule, betäubt sich mit Marihuana und beginnt damit, Drogen zu dealen. Claire flüchtet sich in eine Affäre mit einem älteren Mann, dessen Frau auch im Sterben liegt. Ihre Beziehung zu ihrem Freund Daniel zerbricht an dem Seitensprung. "Wildblumen im Schnee" ist ein trauriger und auf mich trostlos wirkender Roman. Er beginnt mit der niederschmetternden Diagnose der unheilbaren Krebserkrankung und dem daran anschließenden Krankenhausaufenthalt von Teresa, die aufgrund der Einnahme schwerer Schmerzmittel bald nicht mehr klar bei Bewusstsein ist. Für die Familie ist der frühe Tod von Teresa ein Verlust, mit dem sie nicht umgehen können. Jeder trauert für sich allein auf seine eigene Weise, gegenseitig sind sie sich keine Unterstützung. Josh verstrickt sich in einem Sumpf aus Drogen und Lügen und versteckt sich regelrecht vor seiner Familie und seiner Freundin Lisa. Claire nimmt ihr Studium nicht wieder auf, arbeitet als Kellnerin und versucht den Schmerz und die Trauer durch den Sex mit Bill zu übertünchen. Beide Kinder sind entsetzt, als ihr Stiefvater, den sie wie einen leiblichen Vater geliebt haben, ihnen zwei Monate nach dem Tod von Teresa berichtet, eine Nachbarin geheiratet zu haben. Ich empfinde den Klappentext als missverständlich, da ich nicht den Eindruck hatte, dass Claire sich um einen Zusammenhalt der Familie bemüht hat oder dass der Roman Hoffnung vermittelt. Ich empfand neben dem Tod der Mutter vor allem den Trauerprozess der Hinterbliebenen als deprimierend, hoffnungs- und perspektivlos. Es hatte fast den Anschein, als sei mit Teresas Tod auch das Leben von Bruce, Claire und Josh vorbei und jede Aussicht auf ein Fünkchen Glück verwehrt. "Wildblumen im Schnee" ist insofern eine sehr emotionale, authentisch und eindringlich beschriebene Geschichte über eine Familie, die am Tod eines Angehörigen zerbricht. Mir persönlich war der Roman in seiner Länge zu deprimierend, auch wenn es ganz am Ende doch noch einen Lichtblick gab. 

    Mehr
  • Dramatisch, authentisch und sehr lesenswert!

    Wildblumen im Schnee
    Samy86

    Samy86

    04. October 2016 um 10:48

    Inhalt: Claire Wood ist in einer ländlichen Gegend in Minnesota aufgewachsen. Als College-Studentin außer Haus freut sie sich darauf endlich wieder ihre Familie zu sehen, auch wenn das Verhältnis zu ihrer Mutter nicht gerade das Beste ist. Doch zu Hause angekommen, wartet ein riesen Schock auf die gerade einmal 20-Jährige Studenten – Mit ihren 38 Jahren ist Teresa, ihre Mom, unheilbar an Krebs erkrankt! Der Familie steht ein harter Kampf bevor, denn sie nur zusammen meistern können, aber die Voraussetzungen sind nicht gerade rosig, denn Claires Familie droht an Angst, Verzweiflung und Trauer zu zerbrechen. Während ihr Stiefvater am Leid seiner Frau zu zerbrechen droht und ihr kleiner Bruder Josh sich immer mehr zurückzieht, ist es einzig Claire die hinter dem großen Kummer die Hoffnung erkennt an der man festhalten kann… Meinung: Als Krankenschwester auf einer onkologischen Station werde ich tag täglich mit genau dieser Leidenssituation konfrontiert, die Claire und ihre Familie gerade durchstehen muss. Es ist schwer die richtigen Worte zu finden, Trost und Hoffnung zu vermitteln, wenn der Tod mit großen Schritten auf dem Weg zu einem ist. Dennoch ist es genau dies was die Familie durchmacht das was das wahre Leben zeichnet und ich muss sagen, dass die Autorin genau diesen Kampf auf sehr authentische und gefühlvolle Ebene beschreibt. Hoffnung, Trauer und Angst in einen Einklang zu bringen ist nicht einfach und dennoch ist es der Zusammenhalt der Familie, der einem vieles erträglicher gestaltet. Cheryl Strayed hat in meinen Augen die richtigen Worte in solch einer schweren Situation gefunden. Sie schildert sehr detailliert und realistisch welche Veränderungen eine solche Erkrankung bei dem Betroffenen und deren Angehörigen hervorruft, mit was sie sich auseinandersetzen müssen im Laufe der Krankheit und wie der Weg am Ende des schweren Kampfes ist. Sehr gut gefiel mir, dass die Autorin diese Thematik nicht mit Samthandschuhen angeht und in Watte verfeinert präsentiert, sondern sehr offen und ehrlich an das Thema herangeht. Es wird sehr deutlich was Krebs bedeutet und wird so dramatisch dargestellt, wie es ist und nicht in einer verschönten Version dargestellt. Es geht ganz klar unter die Haut und berührt einen auf einer Gefühlsebene, die dieses Thema auch im wahren Leben hervorruft. Selten musste ich bei Büchern zu einem Tempotaschentuch nach dem anderen greifen und werde von der Hoffnung, aber auch Hoffnungslosigkeit der Protagonisten so mitgerissen wie hier und das obwohl dieser Roman sehr vorhersehbar ist und einen leichten kitschigen Touch hat – Denn die Botschaft dahinter ist das, was einem den Atem verschlägt und am Ende zum nachdenken anregt! Das Cover hat etwas Dramatisches an sich, dessen Bedeutung erst im Laufe der Handlung zum Vorschein kommt. Fazit: Ein sehr emotionaler, ehrlicher und realistischer Roman um einen Kampf, dessen Weg schon im Voraus bekannt ist und dennoch die Hoffnung das Letzte ist was man verlieren sollte. Dramatisch, authentisch und sehr lesenswert!

    Mehr
  • Trauer verwandelt sich in Hoffnung

    Wildblumen im Schnee
    MelE

    MelE

    24. September 2016 um 08:47

    "Wildblumen im Schnee" ist ein Roman, der Trauer und Hoffnung miteinander verbinden konnte. Jemanden in einem Sterbeprozess zu begleiten ist schmerzhaft und verlangt alles an Emotionen innerhalb einer Familie. Während der eine sich mit Selbstmordgedanken plagt, der andere sich durch Drogen betäubt und der andere sich mit Sex am Nachdenken hindert, gilt für alle, das ein geliebter Mensch gehen wird und der Umgang miteinander ein anderer sein wird, sobald Teresa ihrem Krebsleiden erlegen sein wird. Gleich zu Beginn ist echter Schmerz spürbar und das Warten und Hoffen deutlich. Die Veränderungen durch den Tod der Mutter / Ehefrau mehr als spürbar. Als Leserin setzt man sich tatsächlich mit der eigenen Sterblichkeit auseinander oder dem Trauerprozess, der darauf folgt, wenn man selbst Hinterbliebene ist. "Wildblumen im Schnee" erzählt eine sehr eindrückliche Geschichte, die nichts beschönigt. Es ist aber nicht nur von Schmerz zu lesen, sondern auch von Hoffnung und einigen positiven und auch negativen Begebenheiten, die davon erzählen, dass das Leben weitergehen muss, auch wenn etwas fehlt und nicht ersetzt werden kann. Auf einem Grab wachsen wilde Blumen, die ihre eigene Geschichte erzählen wollen, da auch wenn etwas endet, etwas Neues entstehen kann. Der Weg dahin ist für Bruce, Claire und Joshua mit vielen traumatischen, schmerzlichen Erlebnissen verknüpft, die aber im Nachhinein die Familienbande verstärken. Unausgesprochenes, unverzeihliches wird eine eigene Geschichte erzählen und letztendlich die warmherzige Story verstärken."Wildblumen im Schnee" ist mitunter oberflächlich, kitschig und vorhersehbar, dennoch ist es ein Roman, auf den ich mich wunderbar einlassen konnte. Vielleicht ist die Story auch nicht neu und trotzdem erwärmte sie mein Herz und ließ mich am Ende den Roman sehr zufrieden zusammenklappen. Vielleicht trug ich in dem Moment ein Lächeln im Gesicht, da sich die Protagonisten definitiv weiterentwickelt haben und sich nicht mit ihrem Schmerz verbunden haben. Gerne vergebe ich eine Leseempfehlung an einen Roman, der Trauer in Hoffnung verwandeln konnte. Kurzweilig und definitiv unterhaltsam, da es eine Story beinhaltet, die jeden von uns betreffen könnte. Daher kommt eine gewisse Authentizität hinzu, die aber nur auf die Trauer zu beziehen ist. Alle anderen Probleme, die hier aufgegriffen werden, finden in meinem Leben keinen Platz, machen das Buch aber auf jeden Fall sehr lebendig. Lasst euch einfach überraschen.★★★★★ (4,5 Sterne)

    Mehr
    • 2