Das Buch: An einem sonnigen Maisamstag erfasst ein Auto die beiden Kinder von Marella und Alessandro. Sie sind sofort tot. Die Eltern sind am Boden zerstört und doch gehen beide völlig unterschiedlich mit dem Schmerz um. Die Mutter ist so verzweifelt, dass sie sich umbringen will, der Vater startet die Jagd nach dem Mörder.
Die Geschichte endet mit einem überraschenden und feurigen Finale.
Tops & Flops: Schonungslos, packend beschreibt das Buch, wie schön und übel das Leben sein kann.
Gut gefallen hat mir die Auseinandersetzung mit dem Thema Schmerz, Trauer und echte Freundschaft. Und auch die Sprache hat mich begeistert, allerdings erst auf dem zweiten Anlauf.
Weniger gefallen haben mir die Gewalt und die Affären, quasi jeder mit jedem. Ein paar Unstimmigkeiten: das Unglück, das alles überschattete, passiert an einem Samstag nach der Schule – gehen Kinder in Kalabrien wirklich samstags in die Schule? Und etwas viele Namen, die das Lesen verwirrend machen.
Mein Fazit: Keine leichte Lektüre, aber dennoch lesenswert. Das Buch besticht durch eine unglaubliche Sprachgewalt (am Anfang gewöhnungsbedürftig, nichts zum Querlesen) und durch die einprägsamen, tiefgehenden Bilder in Buchstabenform festgehalten.






