Chiara Zocchi Olga

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Inhaltsangabe zu „Olga“ von Chiara Zocchi

Mit erfrischender Lebensweisheit und unwiderstehlichem Charme trotzt die zehnjährige Olga ihrer weiß Gott nicht erbaulichen Umgebung in einer norditalienischen Vorstadtsiedlung. Zusammen mit Franco, ihrem Freund, mit dem sie die Nachmittage philosophierend unter der Treppe verbringt, eroberte sie die Herzen des italienischen Lesepublikums. (Quelle:'Fester Einband')

Kindlich leichter Schreibstil mit sehr vielen tiefsinnigen Textpassagen. Das 159 Seiten lange Buch ist eine Leseempfehlung wert.

— Esme--

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    Olga

    Esme--

    15. March 2015 um 15:17

    Inhalt: Olgas Vater schreit die Mutter an, er wird von der Polizei abgeführt und ins Gefängnis gesteckt. Der Bruder ist drogenabhängig, die Mutter nicht stark genug, um dem Kind den Halt zu geben, welches es benötigt. Somit muss Olga mit ihren eigenen Gedanken Wege finden, um die Situation zu verarbeiten und zu verstehen. Im Gegensatz zu der Mutter sieht Olga die positiven Dinge im Leben. Sie hat Freunde, wie den Postboten, dessen Bauch so schön weich ist und Franco, der Junge, der ständig lacht. Sie trifft auf ein Mädchen mit einem Ring, welches sich in Alberto, einen verheirateten Mann mit Familie verliebt und geht offen auf den Mann mit dem Schnurrbart zu, der plötzlich ihrer Mutter Besuche abstattet. Schreibstil: Die Erfahrungen der jungen Olga werden in diesem Buch in einer kindlichen klugen Sprache wiedergeben. Textabschnitte glänzen von geistreichem Einfallsreichtum und laden den Leser zum Schmunzeln und Nachdenken ein. Der Umschlagtext verrät, dass „Olga“ unter anderem mit „Der kleine Prinz“ verglichen wird. Hierfür verantwortlich ist mit Sicherheit die kritische Reflektion zwischen Erwachsenem- und Kinderdenken. Gerade die positive Sicht auf das Leben, spielt in wohl beiden Werken eine Rolle. Die Handlung dreht sich hier lediglich um einen Lebensabschnitt der jungen Olga, in dem sie den Verlust des Vaters und den Trost der Mutter bewältigen muss. Dass der Handlungsstrang nicht so straff und gut durchgeplant ist, wie vielleicht in anderen Romanen, lässt sich allerdings gut vergessen, wenn man sich auf die tiefsinnigen und literarisch wertvollen Textpassagen einzulassen vermag. Chiara Zocchis Schreibstil unterscheidet sich von anderen Büchern nicht nur in Inhalt sondern auch in Optik. So spielt sie mit der Schrift, indem sie viel in kursiv setzt, auch mal Wörter in kleinerer Schriftart oder hoch- und tiefgestellt abdrucken lässt. Fazit: Das 159 Seiten starke Buch „Olga“ bezauberte mich durch die kindlich intelligente Sichtweise der Hauptcharakterin. Es zeigt gut auf, dass man mit positiven Gedanken schwere Schicksalsschläge meistern kann und regt daher zum Nachdenken an. Ein schönes Buch, für Leser, die leichte und dennoch qualitativ hochwertige Lektüre bevorzugen. Buchzitate: … er schafft es sogar, uns weh zu tun, wenn er gar nicht hier ist. Die Menschen sind immer nur glücklich, wenn ihnen etwas Schönes passiert, dann lachen sie, zwinkern einem zu … und wenn das Schöne vorbei ist, sind sie wieder traurig und grüßen nicht mehr, und wenn man sie was fragt, antworten sie nur kurz oder gar nicht. Sie sagte, dass unser Kopf im Vergleich zum übrigen Körper zwar ziemlich kein ist, aber dafür um so wichtiger. Wie eine Lampe in einem großen Zimmer. Durch sie wird es in dem ganzen Zimmer hell. Und ohne sie bleibt das Zimmer dunkel. Nichts hat den richtigen Geschmack, wenn man Geliebte ist: Die Küsse schmecken überhaupt nicht nach Küssen, sondern nur nach Tränen. Küsse mit Tränen sind etwas Besonderes, sie haben nämlich immer was Wichtiges zu sagen, und man weiß nie, was. Ein Brief ist so etwas wie ein Foto von dem, der es geschrieben hat. … weil jeder, bevor er jemand anderen gehört, erst mal sich selbst gehört. Und dann kann er überlegen, ob er ein Stückchen von sich abgibt oder nicht.

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  • Zocchi, Chiara - Olga

    Olga

    Emili

    23. September 2014 um 08:17

    Kurzbeschreibung: (Verlag) Mit erfrischender Lebensweisheit und unwiderstehlichem Charme trotzt die zehnjährige Olga ihrer, weiß Gott, nicht erbaulichen Umgebung in einer norditalienischen Vorstadtsiedlung. Zusammen mit Franco, ihrem Freund, mit dem sie die Nachmittage philosophierend unter der Treppe verbringt, eroberte sie die Herzen des italienischen Lesepublikums. Meine Meinung: Eine wunderbare Geschichte kindlicher Weisheit, die offen, herzlich, berührend ist, aber auch traurig. Mit Witz und Charme werden die Gedanken der kleinen Olga wiedergegeben. Das Buch ist voller schöner und auch tiefsinniger philosophischer Überlegungen eines Kindes. Wie zum Beispiel: "Ich hab irgendwas Dunkles im Bauch. Ich hab schon den Mund ganz weit aufgemacht, wie beim Zahnarzt, und mich vor den Spiegel gestellt, um hineinzuschauen. Kein zweifel. Da ist irgend etwas Dunkles. Das kann alles mögliche sein. Traurigkeit. Langeweile. Angst. Aber in Wirklichkeit ist es Einsamkeit. Meine leuchtenden Strahlen sind alle verbraucht, und jetzt ist nur noch Dunkelheit in mir drin." Geschrieben ist das Buch aus der Sicht des Mädchens. Einfache kurze Sätze, die das Gefühl vermitteln sollen, dass die Geschichte von einem Kind erzählt wird. Mir hat es sehr gut gefallen.

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